Ein deutscher Farmer in Angola

26 Antworten · 14,8k Aufrufe · gestartet 26. Juni 2012 von lilytrotter
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415 Beiträge · seit 201027. Juni 2012 · #3
Hallo Ihr,

und Dank für den Hinweis zu den Angola-Artikeln, die ich sehr interessiert gelesen und gleich an einen Freund weitergeleitet habe. Dieser Freund ist der Sohn der Farmer, die mit uns am 21.05. nach Deutschland geflogen sind. Er hat jetzt sein Agrarstudium in Dt. beendet und will nun nach Angola gehen - farmen. Das wird ihn natürlich sehr interessieren.

Ganz liebe Grüße
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200827. Juni 2012 · #4
N'Abend auch!


Das ist ja fein.
Na klar, erinnern wir uns. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich ja deren Wege und es wird der Beginn einer wundervollen Freundschaft...

Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'664 Beiträge · seit 201208. Sept. 2013 · #6
Es gibt noch mehr deutsche Farmer in Angola, die ihre Farmen verloren hatten. Man kann es zu 100% nachvollziehen, wenn Menschen auch unter schlechteren Bedingungen in ihre wahre Heimat zurückkehren wollen. Die von Krosigk-Kinder waren unsere Schulkameraden in Namibia. Generell besuchten die Kinder der deutschen Angola-Farmer die deutschen Privatschulen in Windhoek und Karibib.

Wie hier auch, haben einige der Nachkommen deutscher Farmer ihre Farmen zurückbekommen, aber es gibt vereinzelt noch Probleme mit Parteibonzen der regierenden MPLA, die die geraubten Farmen nicht räumen wollen. Um sie von den Farmen zu zwingen, dazu gibt es von Seiten der Regierung keine Unterstützung. Sozusagen eine Schachmattsituation.

Die meisten der Nachkommen leben heute in Deutschland und Portugal, einige pendeln regelmäßig zwischen Portugal und Angola, bis die Besitzverhältnisse vollständig geklärt sind.

Immerhin leben heute in Angola wieder fast so viele Portugiesen wie vor dem fluchtartigen Exodus 1974/1975 mit Einfall der Kubaner. Zu der Zeit hatten wir riesige Flüchtlingslager in Tsumeb und Grootfontein (in Tsumeb wo heute der Campingplatz ist waren mal 12.000 Menschen und ihre mitgebrachte Habe untergebracht), wobei auch sehr viele von der örtlichen Bevölkerung privat ihn ihren Wohnhäusern aufgenommen wurden.

H.
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2013
53 Beiträge · seit 201309. Sept. 2013 · #7
Hallo Swakop 1952,
könntest Du mir bitte per PM die Namen der deutschsprachigen Farmer die sich wieder in Angola nieder gelassen haben, oder die ihre Farmen und Plantagen wiederbekommen haben mailen. Ausser die v. Krosigks.
Grüße
Jochen
132 Beiträge · seit 201309. Sept. 2013 · #8
Hallo Zusammen,
ich bin neu hier und stöbere im Forum herum. Dabei bin ich über die Angola-Seite gestolpert.
Wenn jemand Interesse daran hat, wir haben Juni / Juli 2011 eine Tour durch Angola gemacht. Die Beschreibung findet Ihr hier:

Angola 2011

Was ihr seht sind die Seiten eines Fotobuches, dass ich anhand der vielen Bilder von uns allen erstellt habe.
Grüße

Peter
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2016
2'664 Beiträge · seit 201210. Sept. 2013 · #9
Klasse Bilderserie.
Vielen Dank!
132 Beiträge · seit 201310. Sept. 2013 · #11
Hallo swakop1952,
hallo capekiter,
ich freue mich, das ich mein "on the road" Gefühl etwas 'rüberbringen konnte.
Eure Route und Bilder schaue ich mir gerne heute Abend an - in aller Ruhe. Tourenbeschreibungen ( besonders Angola) diese Art absorbieren mich immer noch.
Gruß
Peter
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2013
53 Beiträge · seit 201310. Sept. 2013 · #12
Hallo Capekiter,
danke für die Fotos von Angola. Eine Frage, seid ihr von Ganda die Germanenstrasse nach Calucembe (Hospita) gefahren? Seid ihr evt. über Leeoklof,( alte Deutscheschule) vorbeigekommen? Wir waren 2008 u. 2010 in Angola. 2010 sind wir bis an den Kongo gefahren. Leider hatten wir keine Zeit nach Leeoklof, meine alte Schule, zu fahren. Wollen Juni/Juli 2014 wieder nach Angola, dann evt. von Westen nach Osten und weiter nach Sambia.
Grüße
Jochen
1'483 Beiträge · seit 200910. Sept. 2013 · #13
Danke für diesen hochinteressanten Bericht!

Piscator
28 Beiträge · seit 201310. Sept. 2013 · #14
Hallo Jochen,

ja wir sind von Ganda nach Capala und weiter nach Calucembe, allerdings weiter westlich entlang dem Cubalfluss (ist die Germanenstrasse) gefahren, also nicht über Leo Cloof / Chicuma. Wahrscheinlich war das die schwierigere Variante. War August 2012 so machbar, empfiehlt sich allerdings eher außerhalb der Regenzeit da der Weg extrem ausgestellt und ausgewaschen ist und die Baumstammbrücken meist nur noch von Mopeds überquert werden.
132 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #15
Hallo capekiter,
wirklich schöne Bilder - ich hatte ständig ein deja vu.
Zudem kamen mir Eure Namen irgendwie bekannt vor???? Es fiel mir aber gleich wieder ein: ich hatte mir Euer Buch "TransNamib - Dimension einer Wüste " vor der Angolatour gekauft - das mir das nicht gleich einfiel !!
In der Phase der Planung hatten wir auch die Küstenroute in Angola geplant; aber Jahreszeit / Gezeitenverlauf haben uns schnell wieder davon abgebracht. Es gibt genügend Beispiele von abgesoffenen Geländewagen, etc...

Gruß

Peter
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2013
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200811. Sept. 2013 · #16
Hallo, strassenkind!
Hallo, capekiter!

Seid ihr frei und ohne örtlichen Guide nach Foz do Cunene und dann nach Norden?
Welche Genehmigungen sind da fällig?

Vielen Dank
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
53 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #17
Hallo,
ich war jetzt 2x da und brauchte kein Permit und keinen Guide. Bin allerdings nicht den " Todesacker" gefahren, Wagen zu schwer
Gruß
Jochen
132 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #18
Guten Morgen lilytrotter,
ja, auch wir haben weder Permoit noch fremden Guide gebraucht. V v. Krosigk war allerdings schon öfters in der Gegend, wir hatten also quasi unseren "eigenen Guide" dabei.
Gefahren sind wir mit Garmin + tracks4africa. Hat gut geklappt.
Gruß
Peter
132 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #19
ein kleiner Nachtrag noch.....

Ehre, Eitelkeit, Frust wegen einer sch.... Situation, schlechte Unterbringungen spielen bei der Polizei und den Grenzsoldaten nach meinem Eindruck eine große Rolle.
In der Nacht in der Region hatten wir ziemlichen Stress, als schwer bewaffnete Grenzsoldaten plötzlich am Lagerfeuer vor uns standen. Warum wir uns nicht in der örtlichen Polizeistation gemeldet hättet. Wir sind tagsüber durch ein grenznahen Ort gefahren; langsam; es war weit und breit keine Station zu erkennen, keine Fahne, kein Schlagbaum...
Sie haben uns Soldaten durch die Nacht hinterher geschickt. Zu Fuß, die armen Kerle.
Sie haben die Pässe einkassiert, wollten erst die Frauen mitnehmen.... letzteres konnte abgewert werden.
Was ich sagen will ist, das der grenznahe Bereich kein Zuckerschlecken ist. Ob da ein Permit hilft??
Beim Wasser aufnehmen am Kunene haben wir zumindest vorher Bescheid gesagt, keine Gesetzeshüter, keine öffentlichen Einrichtungen fotografiert, uns nicht unter die angolanische Fahne gestellt (hatten deswegen Stress am Grenzübergang).
Zumindest für mich als Europäer alles ungewohnte, unangenehme Situationen.
Gruß
Peter
28 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #20
Hallo Peter,

ein ständiges Déjà-vu, ja mir ging es beim anschauen eurer Bilder genauso. Daher, ich werde mir eure Bilder noch öfter ansehen und man könnte doch sofort wieder einsteigen und losfahren "on und off the road."
Danke für die 3 Bilder. Das ist natürlich der Alptraum und wenn es dumm läuft dann ..., besser man denkt nicht soweit.

Im "TransNamib: Dimensionen einer Wüste" ist es genau beschrieben das man diese Passage nur bei Springtide (Vollmond- und Neumondphase) nehmen soll denn ein halben Meter Wasser weniger bei lowtide hilft ungemein zumal bestimmte Strandabschnitte selbst dann nur Fahrzeugbreit sind. Links für die entsprechende Gezeitentabelle Mocamades (Namibe) sind ja auch im Anhang des Buches mit aufgeführt. Wenn dann trotzdem was aufgrund eines technischen Defekts schiefgeht wird es im wahrsten Sinne des Wortes sehr eng, denn weniger Wasser bei lowtide bedeutet gleichzeitig entsprechend mehr Wasser bei hightide. Warum war die Gruppe nicht durchgekommen? Technische Probleme oder zu spät eingefahren?