Tollwut Impfung wirklich nötig?

48 Antworten · 23,6k Aufrufe · gestartet 15. Juni 2012 von Danni
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Themenstarter370 Beiträge · seit 201115. Juni 2012 · #1
Hallo zusammen,

hat Ihr Euch für Namibia gegen Tollwut Impfen lassen? Mein Arzt sagte wir müssten uns Impfen lassen. Ist das wirklich nötig? Bin mir eher unsicher. Wir Campen und Hiken viel und daher wäre es wohl ratsam.

Da ich Impfungen eher skeptisch gegenüber stehe möchte ich mich nicht unnötig Impfen lassen und wollte mal um Eure Meinung fragen und vor allem ob Ihr Euch auch Impfen habt lassen?

Danke.
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
655 Beiträge · seit 200615. Juni 2012 · #2
Liebe Danni,
war bisher 10 mal im südlichesn Afrika, habe und würde ich mich nicht gegen Tollwut impfen lassen. Aber das ist individuelle Einschätzung und sollte den Rat eines(r) Fachmannes(frau) nicht ersetzen.
Wie auch in Europa nähere ich mich nicht Tieren, die sich ungewöhnlich verhalten, insbesondere Wildtieren, die sich ohne Scheu Menschen nähern.
Aber sicheren Aufschluss sollte Dir ein Tropeninstitut wie z.B. Bernhard Nocht Inst. in Hamburg geben. Hausärzte sind für solche Fragen selten spezialisiert.
Lb Gruß von Helga
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75 Beiträge · seit 201116. Juni 2012 · #3
Hallo,

ich lasse mich gerne und freiwillig impfen. Da ich beim letzten ZA Aufenthalt einige Bushwalks gemacht habe und dies empfohlen wurde, bin ich der Empfehlung nachgekommen. Ich habe die Impfung gut vertragen und würde dies immer wieder machen, ich habe nur eine Gesundheit.

Ich kenne einen Menschen, der wenn er sich denn geimpft hätte, heute kein Krüppel und schwerstbehindert wäre. Ich werde die Menschen nie verstehen, die sich nicht impfen lassen, die Gefahr eines Impfschadens ist zwar immer vorhanden, aber nachweislich sehr sehr gering.

Generell gilt, die wenigsten hier im Forum haben Medizin studiert und geben ihre private Meinung wieder. Einen Spezialisten zu fragen, ist sicherlich wie schon von einem anderen Forenmitglied geschrieben, die beste Wahl.

Gruß Tsumeb
3'175 Beiträge · seit 200616. Juni 2012 · #4
das Problem Tollwut sollte man meiner Meinug nach hier (in Namibia) nicht unterschaetzen. Im kommerziellen Farmgebiet ist es eigentlich minimal, aber auch vorhanden. In der EtoshaPfanne sind es die Schakale mit denen man Abends vorallem leicht in Beruehrung kommen kann. Im Kommunalgebiet sind es vorallem die Hunde, denen man ueberall ueber den Weg laeuft. Wenn man diese Faktoren kennt und sich dementsprechnd verhaelt, sprich keinen Beruehrungs/Beiss Kontakt zu diesen Tieren hat braucht man eigentlich keine Impfung(reine Empirie)

Vielleicht aeussert sich jaw ja noch dazu.

Ich war vor ca 30 Jahren einer der Ersten in D , die mit dem auf menschlicher Basis entwickelten Impstoff imunisiert wurden, hatte damals keine Probleme.

denke schaden tuts neddd, wird bloss teuer sein, damals war's zumindest teuer
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2012
5 Beiträge · seit 201116. Juni 2012 · #5
Du musst nicht einmal gebissen werden-auch Speichel der an verletzte Hautstellen , Mund oder Augen kommt, ist als Überträger denkbar. Ein gaaanz lieber Hund zum Beispiel, der aus Dankbarkeit für einen Happen Deine Hand leckt, kann infiziert sein und im Anfangsstadium zeigt er noch keinerlei Symptome.
Oder Du wischst Dir nach dem Ablecken der Hand gerührt über die Augen...
Und sobald die Krankheit ausgebrochen ist, gibt es keine Heilung mehr....
Dann lieber eine Impfung, auch wenn man sich hinterher möglicherweise ein paar Tage nicht soo gut fühlt- bei uns gab es übrigens keinerlei Nebenwirkungen!
😎
4'140 Beiträge · seit 200916. Juni 2012 · #6
Hallo,
nachdem ich in Namutoni fast mal über einen Schakal gestolpert wäre, der nicht gerade vertrauenserweckend aussah, habe ich mich sicherheitshalber impfen lassen. Die Impfung selbst war nicht ohne Nebenwirkungen, die aber nach ein paar Tagen überwunden waren. Übrigens: Auch die putzigen Erdhörnchen, die z.B. in Okaukuejo auf jede Campsite kommen und sich von den Touristen füttern lassen, können Tollwut übertragen. Und mit einer Infizierung ist nicht zu spaßen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
143 Beiträge · seit 200916. Juni 2012 · #7
Hallo zusammen,

die Tollwutimpfung ist eine 3-fache Impfung und ist nach 10 Jahen dann zu erneuern. Bislang bekommt man hier in Dtschl. die Impfung auf Nachfrage und sollte dann auch die beiden Folgetermine einhalten.

In der Regel ist die Impfung kostenpflichtig und eben auch recht teuer. Das war sie aber auch schon immer.

Als Jäger/Jagdschein-Inhaber bekommt man die Impfung auf Nachfrage bei fast allen Krankenkassen umsonst 🙂 🙂 ; hier geht man von einem latenten Dauerrisiko aus.

Unser Rat: einmal den Hausarzt des Vertrauens befragen (wegen der Impfung, nicht wegen einer Impfung für Namibia), ggf. wegen der Kostenübernahme nett bei der Krankenkasse vorsprechen und wie auch bei Allergien einfach "das Allergen meiden" - sprich, sich vorsichtig im Busch bewegen und eben nicht jedes Tier gleich anfassen.

Tollwut ist immer wieder ein Thema, aber die meisten Menschen im Südlichen Afrika sind auch nicht dagegen geimpft.

Wem das alles zu viel Streß ist 😉 , sucht sich eine der vielen Jagdschulen in Deutschland oder wendet sich an einen der Landesjagdverbände und macht kurzerhand die Jägerprüfung - Zeitaufwand etwa 14-16 Tage (das nötige Kleingeld und ein Grundinteresse vorausgesetzt). Danach ist die Tollwut-Impfung (noch) kostenfrei.

Wir haben uns auch schon vor Jahren gegen Tollwut impfen lassen, lassen auch den Impfschutz überprüfen. Wir sehen allerdings bei uns auch schon ein höheres Risiko, da wir viel unterwegs sind - und ist man allein abseits der Wege, vermittelt die Impfung eine Sicherheit (für den Kopf) 🤪 .

Vielleicht nennt jemand mal die aktuellen Impfpreise...

Mit Gruß Steenbok
Gast16. Juni 2012 · #8
Hallo und OT,

hier mal einen Link, wo ein Artzt die Sache beschreibt:

http://gelbfieberschutzimpfung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=60&Itemid=66

...und dann lese man unten unter Quellenangabe....

Soviel zum Thema, frage einen Arzt - der wird Dir alles "reinjagen" was geht....

So schlau bin ich dann doch selber, um mich von "Wikipedia" beraten zu lassen...
Gruß
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2012
6'369 Beiträge · seit 201116. Juni 2012 · #9
Hoi zämä

Auch ich bin geimpft, die 'Drei-Mal-Impfung' und eine vierte, die die Impfung offenbar lebenslänglich erhält...
Ja, es kostet einige Franken, klar...aber mein Leben ist mir das wert!!!
Was hier aber noch nicht zur Sprache kam ist die Tatsache, dass man trotz Impfung nach einem Biss oder Kontakt von Tierspeichel mit einer Wunde oder mit Schleinhäuten zum Arzt muss um sich nochmals Spritzen geben zu lassen!!!
Der Unterschied ist vor allem dass bereits geimpfte Personen mehr Zeit haben um die Nachimpfung zu beginnen, was im Busch draussen absolut lebensrettend sein kann!!!
Ein weiterer Unterschied ist gemäss meinem Tropenarzt dass man als geimpfte Person nur noch zwei Spritzen bekommt und dass die Behandlung im Gegensatz zur Behandlung von ungeimpften Personen ziemlich schmerzfrei ist.
So zumindest hat's mir 'mein' Tropenarzt erklärt...aber ohne Gewähr!
Ich bin nicht Arzt, sondern Installationsplaner...:S
Hier noch der Link zur HP 'meines' Tropenarztes mit vielen Infos zu Reisemedizin und Krankheiten...hier direkt zur Tollwut(klick mich!) (Die Info's hier stammen definitiv nicht von Wikipedia, sondern von einem spezialisierten Facharzt)
Auszug der Seite:

Tollwut
Wird durch Viren verursacht und führt zu einer Gehirnentzündung mit Lähmungen, Wesens- und Verhaltensveränderungen, Krämpfen und weiteren Symptomen. Die Erkrankung ist in Europa höchst selten, verläuft aber tödlich. Da eine wirksame Impfung existiert, können Reisende mit möglicher Virusexposition in Tollwutländern sich dagegen impfen lassen. Der Hausarzt gibt weitere Informationen.

Infektionsweg

Die Virusübertragung erfolgt meist durch
Kontakt mit Speichel infizierter Tiere (wie Hunde, Füchse, Fledermäuse, Katzen, weitere), insbesondere bei Biss- Kratzwunden,
selten durch Belecken von Hautverletzungen.
Die Krankheit kann nach 6-180 Tagen ausbrechen.

Wer ist gefährdet?

Generell ist eine Impfung für alle Reisenden empfohlen nach einem Tierkontakt (Biss, Lecken) in Tollwutländern: Wunde reinigen (Wasser und Seife) und Arzt aufsuchen zur Tollwutimpfung.

Vorbeugung durch Tollwutimpfung

Eine vorsorgliche Impfung besteht aus 3 Impfungen (Rabipur an den Tagen 0, 7, 28 ) (und eine 4. Impfung nach 12 Monaten)
Wem soll die Impfung empfohlen werden?
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen
wie zum Beispiel für Aufenthalte in Südasien von länger als 4 Wochen resp.
für Aufenthalte in Mittel-und Südamerika für länger als 6 Monate
resp. für übrige Gebiete mit Tollwutvorkommen für Aufenthalte von länger als 3 Monaten
für Langzeitaufenthalter, Rucksacktouristen, Abenteuerreisen, Velofahrer, Kinder, etc.
beruflichen Risikogruppen wie Tierärzte, Jäger und Forstpersonal, Zoologen

Ist eine Tollwutimpfung nach einem Tierbiss in einem Tollwutland nötig?

Unbedingt ja;
sind Sie bereits vorgeimpft, brauchen Sie eine (Auffrisch-)Impfung mit 2 Dosen an den Tagen 0 und 3ohne Vorimpfung brauchen Sie 4 Impfungen an den Tagen 0,3,7und 14. (die 5.Impfung ist nicht mehr nötig am Tage 30)
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2012
6'369 Beiträge · seit 201117. Juni 2012 · #11
Hoi zämä
Alex0807 schrieb:....liegt wohl vielleicht irgednwie im Ermessen des Arztes.
Natürlich!
Und es kommt auch drauf an was für Ferien anstehen!
Ich hätte für eine Lodge- oder Luxus-Zelt-Safari auch keine Tollwutimpfung gemacht, aber wir waren in Iglu-Zelten in der Wildniss (ohne Zaun um uns rum) unterwegs, teilweise tagelang zu Fuss...da kann man nicht sofort zum Arzt und ist um jede Stunde, die man mehr zur Verfügung hat, froh!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
351 Beiträge · seit 201017. Juni 2012 · #12
Hi Picco,

nein, nein, nein....im Zelt auf dem Boden schlafen käme für mich niemals in Frage....da hätte ich viel zu viel Panik vor Spinnen....🤢.....und vor Tollwut....😜
Leider kann ich genau deswegen auch nicht so oft so einen Urlaub machen, weil es einfach zu teuer ist.....

LG
Alex
2'048 Beiträge · seit 200717. Juni 2012 · #13
Hallo Joerg,
wenn du so nach mir rufst -
Es wurde aber inzwischen schon sehr viel richtiges geschrieben.
@gk
danke für deinen Link, leider gibt es im Internet immer mehr selbsternannte Fachleute, die eben tatsächlich selten über Wikipaedia / Eigeninteressen / Ideologien hinausgehen. Ich kann nur immer raten offizielle wissenschaftliche Informationsquellen zu nutzen. Im medizinischen Bereich gibt es dazu immer mehr "Kompetenznetze".
Für Infektionskrankheiten ist in Deutschland das Robert-Koch-Institut zuständig. Unter dem Link findet ihr sehr viele Informationen zur Tollwut. Für weltweite Informationen nehme man die who.
Für Namibia:
Tollwut ist verbreitet und die so süßen Erdmännchen gelten als Resservoir für den Erreger. Hier ist Abstand unbedingt angesagt. Das ist eine Sache des Verstandes, wenn sie doch so süß an der Campsite auftauchen und man tolle Fotos machen will - hängt ihnen in Gedanken ein Schild um, auf dem die Gefahr drauf steht. Einträger in menschliche Siedlungen ist auch in Namibia der Hund. Die findet man auf jeder Farm - niemand sollte sich darauf verlassen, dass die Farmhunde geimpft sind. Kommt es in Namibia zu Tollwutfällen in Siedlungen, dann werden kostenlose Impfungen für die Hunde angeboten. Selbst da ist die Inanspruchnahme vergleichsweise gering. Was bei uns eine Selbstverständlichkeit ist scheint dort eher die Ausnahme zu sein, zumind. bei der einheimischen Bevölkerung.
Ansonsten meidet den Speichel der Tiere. Gerade wen Schakale oder Hyänen in der Nacht die Campsite besuchen -schauen und desinfizieren.
Wer ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, der sollte sich Impfen lassen. Früher war die Impfung sehr problematisch - der jetzt verfügbare Impfstoff ist besser verträglich und er muss "nur" noch in den Muskel der Oberarmes gegeben werden, wie andere Virusimpfungen auch. Nach einem gefährlichen Kontakt werden Immunglobuline gespritzt, das sind fertige Abwehrkörper, also das, was der eigene Körper nach einer Impfung bilden soll. Das sind Produkte, die aus Plasmaspenden gewonnen werden. Heute sind die relativ sicher bei uns, früher wurde damit Hepatitis C und evtl. auch HIV übertragen, bevor es Tests dafür gab. Es ist aber immer noch nicht verlockend das bekommen zu müssen. Meist sind 5ml davon nötig, die in den Gesäßmuskel gespritzt werden müssen. Abgesehen von allem anderen sitzt man darauf nicht besonders gut, was die Weiterreise schon beeinträchtigt. Außerdem ist der Abstand der Nachinjektionen genau einzuhalten. Kommt man einen Tag zu spät, dann hätte man sich alle Spritzen vorher evtl. sparen können.
Auf der anderen Seite ist Tollwut nicht so verbreitet, dass ein "Normaltourist" auch wenn er campt, unbedingt eine Impfung braucht. Da solltet ihr auf die Informationen und das eigene Sicherheitsbedürfnis hören. Wer engen Kontakt mit Tieren sucht oder zu Jagd geht, für den sieht es natürlich etwas anders aus.
Zum Preis: Vielleicht kann da ein Apotheker noch korrigieren: M.W. kostet der Impfstoff Rabipur von Novartis derzeit in Deutschland um die 65€ pro Dosis. Ich weiß aber nicht, ob auch andere Hersteller einen anbieten Dazu kommt das Honorar für den Arzt.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Gast17. Juni 2012 · #14
@Impfung von Hunden.
Vor vielen Jahren musste ich mich nach einem Hundebiss zwingend gegen Tollwut impfen lassen, so war die Vorschrift in Österreich für Risikogegenden. Begründung: Der Hund hatte zwar die vorgeschriebene Impfung, könnte aber trotzdem infiziert bzw. Überträger sein. Insofern kann die Impfung von Haushunden und Katzen im ländlichen Raum sogar zur Verbreitung der Tollwut beitragen, weil sich die Tiere beim Streunen im Wald anstecken können aber nicht erkranken bzw. auffällig werden. Die einzige Möglichkeit eine Infektion verlässlich festzustellen, wäre eine Autopsie, also Tötung des Tieres, gewesen. Vermutlich ist das aber nicht mehr der letzte medizinische Stand oder wird das heute anders gesehen/gehandhabt (Jaw?).
Nahe Namutoni habe ich ein Mal einen sichtlich kranken Schakal mit Schaum um das Maul gesehen und im Camp gemeldet. Am selben Tag wurde der Schakal dann von den Rangern beseitigt.
Werner
Gast17. Juni 2012 · #15
Hallo Danni,

Ich hab es gemacht, da du in Namibia zwangsläufig mit Tieren in Kontackt kommen wirst. Ich weiss nicht bei welcher Krankenkasse du bist, aber die TK (Techniker Krankenkasse) bezahlt jede Impfung, die vom Auswärtigem Amt empfohlen wird. Aber wie du schon richtig sagst, kanb jede Impfung Nebenwirkungen haben. Im endeffekt ist das deine Entscheidung, ich würde es als Anlass nehmen, mich impfen zu lassen. Denn auch in Deutschland spielt, wenn gleich relative wenig, Tollwut eine Rolle.

Kleiner Hinweis was vieö viel wichtiger ist, ist eine Impfung gegen Gelbfieber. Einige Länder wie z.B. Südafrika verlangen diese. es hat schon Fälle gegeben, dass sie auch die Impfausweise kontrollieren. Angeblich haben sie die Personen die keine Impfungen haben auch nicht ins Land gelassen. Aber das was jetzt hier beschrieben wurde ist nmir noch nie passiert, ich kenne es nur vom hören saagen. Trotzdem sollte das Risiko nicht eingegangen werden.

MFG
2'048 Beiträge · seit 200717. Juni 2012 · #16
Hallo Werner,
Impfungen schützen nie vor einem Viruskontakt / Ansteckung sondern immer nur vor dem Ausbruch der Krankheit. In so weit stimmt es, dass geimpfte Hunde zeitweise Virusträger sein können. Die Viren können sich aber nicht/kaum vermehren. Somit ist die Impfung der Hunde ein guter Schutz, es bleibt ein Restrisiko, das aber relativ gering ist.
Im Vergleich zu früher ist der Impfschutz bei Hunden aber viel sicherer geworden. In Deutschland werden deshalb Hunde auch nicht mehr jährlich geimpft sondern 3-jährige Impfabstände gelten als ausreichend. Bei Grenzübertritt sind die Bestimmungen allerdings sehr unterschiedlich. Hier wird oft eine Impfung verlangt, die längstens 12 Monate zurück liegen darf.

Wegen Gelbfieber:
Liebe m&m's, ihr könnt hier soviel Blödsinn erzählen, das werde ich sicher ignorieren können. Aber bei Impfungen kann es gefährlich werden. Gelbfieberimpfungen werden ausschließlich bei Einreise aus Risikogebieten verlangt. Hier ist Sambia 2011 als solches dazu gekommen, weshalb RSA bei Rückkehr aus Sambia (auch über Drittländer) die Impfung verlangt. Touristen aus Deutschland brauchen sie definitiv nicht und da die Impfung alles andere als gut verträglich ist wäre es fatal, wenn jetzt die Gelbfieberimpfstellen gestürmt werden.
Schönen Sonntag noch
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Gast17. Juni 2012 · #17
@ Jaw,

Das meinte ich doch, ich weiss ja nicht was sie noch weiter vorhaben. Wenn sie nach Simbabwe, bzw. Sambia wollen sollte man diese schon haben. Das betrifft auch bei der Einreise von Sambia nach Namibia. Zumindetens habe ich im Dezember Notizen an der Grenze gesehen.

Wenn man von Deutschland aus fliegt und nur in Namibia bleibt braucht man diese Impfung natürlich nicht, wobei im Norden (Stand 2011) im Grenzgebiet zu Sambia und Simbabwe Gelbfieber Fälle aufgetreten sein sollen.
Ich habe es auch gehört, dass die Nebenwirkungen nicht ganz ohne sein sollen, allerdings habe ich persönlich keine Nebenwirkungen gespürt. Das ist jetzt meine subjektive Erfahrung.

Die Art werde ich nicht kommentieren, aber danke nochmal das wir das ganz genau geklärt haben. Somit werden missverständnisse vermieden, die es ja anscheinend gab. Nur eine bitte. Zum Thema Höflichkeit man kann ja Namen abkürzen, vollkommen klar, aber dann bitte richtig. In meinem namen ist nur ein "M" vorhanden. Somit ist die Abkürzung M+M nicht korrekt.

MFG
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2012
Gast17. Juni 2012 · #18
Hallo Zusammen
Eigentlich wollte ich mich raushalten, aber jetzt kann ich nicht mehr.
So ein Forum ist sehr nützlich, aber es kann auch schaden. Bei diesem Thread bewegt es sich gerade auf der Kippe. So wichtige Maßnahmen sollte man doch unbedingt mit einem Arzt besprechen. Diejenigen, die geimpft sind neigen dazu, die Wichtigkeit sehr hoch zu halten.Schließlich braucht man ja eine Bestätigung, dass die Impfung nötig war. Andere, die totale Impfgegner sind, werden sicher--total unnötig-- schreiben.
Deshalb, geht bitte zu Eurem Arzt und lasst Euch beraten. Wenn er genau weiß, was ihr alles machen wollt in Afrika, kann er auch gut beraten.
Vor ca. 4Wochen war ich bei uns in der Tropenklinik, dort haben wir auch über Tollwut gesprochen. Der Arzt sagte folgendes: Wenn man nicht gerade in die abgelegensten Gegenden geht, wenn man die Finger von den Tieren lässt und immer den nötigen Abstand hält,(den man sowieso einhalten soll) dann ist die Tollwutimpfung nicht nötig. Da stürzt man eher mit dem Flieger ab, als dass man sich mit Tollwut infiziert.
Die Infizierung ohne Biß (Also durch irgendwelche Schleimreste usw) liege bei 1: 1 000 000
Wenn ich aber denke, dass ich jedes Tier hautnah erleben möchte und im Alleingang überall hingehe, dann sollte ich mich besser impfen lassen. Entscheiden müßte ich dies alleine. Genau so waren die Worte im Tropeninstitut.
Also bitte keine Panikmache, wie Gelbfieberimpfung ist wichtig usw.
So kann man nämlich auch jemandem den Urlaub madig machen.
Gesundheit sollte man grundsätzlich einem Mediziner überlassen,
Eigene Erfahrungsberichte und Werte können allerdings schon hilfreich sein, nicht aber ich kenne einen der kennt einen usw....
Will niemandem zu nahe treten, aber dies mußte ich loswerden.
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2012
Themenstarter370 Beiträge · seit 201117. Juni 2012 · #19
Danke für Eure Antworten.

Ich werde mich jetzt Impfen lassen. Einmal hat es mir ja der Arzt empfohlen und ausserdem werden wir Campen und viel Hiken. Man weiss es nie. Ich hatte bei der letzten FSME Impfung einen starken Impfschaden und bin daher sehr skeptisch Impfungen gegenüber. Allerdings hat mir mein Homöopath jetzt Tuja vor der Impfung empfohlen und ich hoffe das bewahrt mich diesmal vor dem Impfschaden. Wir werden sehen.

Was jemand was so eine Impfung eigentlich kostet, ich habe oft gelesen sie ist so teuer? Ich wohne in der Schweiz aber der ungefähre Europreis wäre auch ok. Im Internet steht 60 Euro was ja ok wäre oder ist das pro Spritze also mal 4? Was dann doch recht teuer wäre?

Danke und Gruss, Danni
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
6'369 Beiträge · seit 201118. Juni 2012 · #20
Hoi Danni

Ich schau mal nach...wohne ja auch in der Schweiz und habe darum ja auch Informationen eines schweizer Tropeninstitutes gepostet...😗
Aber ich hab was von ca. 160.- pro Impfung in Erinnerung (ohne Gewähr)...drei davon brauchst Du mindestens...

Und melde Dich früh genug bei Deinem Tropenarzt, bei mir war (in der Schweiz) während etwa 2 Monaten kein Impfstoff zu bekommen, habe mich schon schlau gemacht wo ich in Deutschland oder Österreich was bekommen könnte...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2012