Camping - lieber vorher reservieren?

32 Antworten · 9'640 Aufrufe · gestartet 15. Mai 2012 von ricky_rick
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8 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #21
Hallo Ricky,

jetz geb ich auch noch schnell meinen Senf ab 🙂 Wir sind nämlich vor kurzem von unserem ersten Namibia Trip zurückgekommen, zwei Wochen mit dem Dachzelt durchs ganze Land. Gebucht haben wir Flug und Auto erst vier Wochen vor Abflug, dementsprechend war alles sehr spontan bei uns 🙂

Wir hatten für die erste Nacht ein Campsite in der Bagatelle Lodge vorgebucht (das war auch gut so, die waren voll als wir dort waren), dann noch zwei Nächte Sesriem (wobei wir hier nur für die erste Nacht noch im Rest Camp nen Platz bekommen haben) und 3 Nächte Etosha. Bei Etosha muss man dazu sagen, diese drei Nächte war wirklich nicht viel los auf den Campingplätzen. Wir wollten dann noch spontan eine Nacht verlängern und haben in Okaukejo und Namutoni nichts mehr bekommen, Halali wäre noch frei gewesen.

Die anderen Nächte haben wir - obwohl wir uns vorher auch nicht sicher waren, ob wir vorbuchen sollen - spontan vor Ort gebucht. Einfach eine MTC Karte gleich am Flughafen kaufen, Trummis Liste mitnehmen und gut ist! Wir haben dann meistens einen Tag vorher oder manchmal auch ne Stunde vorher angerufen und nachgefragt und wir hatten immer Glück! Das war zumindest unsere Erfahrung!

Wir haben in zwei Wochen 4000km hinter uns gebracht. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, für andere wäre das vielleicht Stress... aber für uns war es einfach perfekt! Es war der schönste und entspannteste Urlaub, den wir je hatten - trotz der Kilometer. Ehrlich gesagt glaube ich, man muss es immer so machen, wie es einem selbst am besten gefällt! Wenn ihr Euch nicht festlegen wollt, dann tut es auch nicht....im schlimmsten Fall musst du ne halbe Stunde rumtelefonieren, um einen anderen Campingplatz als Zielort zu finden.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen wunderschönen Urlaub und bin sehr neidisch 😁

viele Grüße Steffi
27 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #22
Hallo Chrigu!
Gilt das was du schreibst auch für Juli/August? Wir sind auch das erste Mal in Namibia und eigentlich eher spontane Menschen, die sich nicht gerne festlegen. Einiges haben wir dennoch gebucht (Waterberg, Swakopmund, Fish River, Etosha), 10 Nächte (Twyfelfontein, Omaruru,Tirasberge,Keetmannshop) wollten wir spontan machen (haben Bodenzelt dabei und fahren mit normalem PKW). Ist das realistisch?
Herzliche Grüße
doris59
482 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #23
Hallo Ricky
wie Du liest ist beides möglich!
Wir haben bei der ersten Reise alles vorgebucht, bei der zweiten Reise nur die Hälfte und es hat geklappt. Bei der dritten Reise haben wir nur den Anfang und Ende vorgebucht und mußten zwischendurch dann auch mal 40 bis 80 km bis zur nächsten Übernachtung fahren. Wenn wir heute Campingplätze vorbuchen ärgern wir uns jedesmal Leute zu treffen, die nicht vorgebucht haben und trotzdem einen Platz bekommen haben (natürlich freuen wir uns für die Leute, die so reisen konnten).
Da viele Reiseveranstalter Plätze frühzeitig reservieren bekommt man oft ein "fully booked", das dann kurzfristig wegen "No Show" aufgehoben wird. Es kann also klappen. Auf der anderen Seite habe ich keien Lust am Nachmittag schon am Telefon zu hängen und einen Platz zu suchen. Dafür ist die Landschaft/ die Tierbeobachtung zu intersessant (...für uns jedenfalls )

Viele Grüße und viel Erfolg!
Wolfgang
Themenstarter20 Beiträge · seit 201224. Mai 2012 · #24
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Nachrichten! Ich bin mir nun sicherer, dass wir es so machen können und damit eben in Kauf nehmen, herumzutelefonieren oder auch mal Umwege zu fahren.

@Steffi: ich hoffe, Du planst bald wieder einen Namibia-Urlaub!
@Wiesbadener: danke auch für Deine Einschätzung! Den Anfang haben wir nun auch reserviert und dann mal schauen 😉 - vielleicht haben wir ja auch Glück, so wir ihr das beschrieben habt.

Viele Grüße, R.
48 Beiträge · seit 201216. Juli 2012 · #25
Hallo zusammen,

ich hole hiermit den schon etwas älteren Beitrag nochmal nach oben, da wir uns derzeit mit derselben Frage herumschlagen: Camps im Etosha vorbuchen oder nicht?
Unser Aufenthalt im Etosha Park wird in den letzten Septembertagen liegen, die Entscheidung für den Dachzeltcamper haben wir extra getroffen um frei in der Route bleiben zu können.
Und so macht es mich eigentlich recht traurig zu hören, dass man in Namibia selbst die Campingplätze vorbuchen soll??

Da wir natürlich nach Möglichkeit im Nationalpark und nicht außerhalb übernachten möchen, ist meine Frage folgende: wie funktioniert das mit der Vorbuchung, an wen kann man sich wenden wenn man Flug und Mietwagen ohne Reiseveranstalter gebucht hat? Ist es möglich die Plätze nur zu reservieren oder muß man schon voll bezahlen?

Vielen Dank für eure Info.
Eure Randfichte
4'140 Beiträge · seit 200917. Juli 2012 · #26
Hallo Randfichte,
die Campsites in der Etoscha solltest du bei NWR vorbuchen:
Tel:: 00264 61 224900
Fax: 00264 61 236975/6/7/8
email: reservations@nwr.vom.na
infos auf: www.nwr.com.na
Nicht überrascht sein, wenn du ein "fully booked" bekommst. Notfalls halt mal auf eine feste Unterkunft ausweichen und im Reisebüro bei Meiers oder Dertour buchen. Ist immer noch besser als nichts zu bekommen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
27 Beiträge · seit 201208. Aug. 2012 · #27
Hallo!
Wir sind gestern aus Namibia zurückgekommen und waren mit Bodenzelt und VW Polo 3 1/2 Wochen unterwegs. Die Hälfte unserer Reise haben wir in Gästefarmen und Lodges verbracht, die andere Hälte gezeltet. Etosha hatten wir nachdem es direkt über die Parks nicht funktioniert hat über namibia reservations vorgebucht. Sie haben es vor Ort gegen eine geringe Gebühr für uns gemacht und uns anschließend die Vocher mit Buchungsnummer geschickt. Problematisch war nur die Abbuchung des Betrages von unserer Kreditkarte (Comdirekt). Da dies nicht funktionierte, mussten wir den Betrag überweisen, was mit hohen gebühren verbunden war. von Sesriem hatten wir eine absage erhalten, unterwegs aber von anderen Reisenden gehört, dass sie ohne Buchung hingefahren sind und einen Overflowplatz erhielten (Sesriem hätte 6 solcher Plätze- sind wohl Notplätze ,die kurzfristig vergeben werden.) Bezüglich Zelten ist es so, dass es auf den zu den Lodges gehörenden Campingplätzen nur wenige Plätze gibt (ca.3-5) und man abgewiesen wird, wenn diese belegt sind. Wenn man einen ganz bestimmten Platz möchte, kann es also schief gehen. Man kann es aber auch von unterwegs telefonisch klären und dann gegebenfalls woanders hinfahren- haben wir letzte Woche in der Kalahari so gemacht. Campingplätze, die nicht zu einer Lodge gehören haben mehr Stellplätze und es waren noch viele Plätze frei, z.B. Waterberg, Aba Huab, Onab Stausee. Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Lodge Campingplätze in bestem Zustand waren (Ausnahme Okaukujeo- Sanitär mäßig, dafür aber ein absolut gigantisches Wasserloch-von daher würden wir auf jeden Fall wieder hinfahren), immer eine super Lage hatten und wir als Camper genauso zuvorkommend behandelt wurden wie Lodgegäste, d.h. oft Begrüßungsdrink, 2x kostenlos Kaffee und Kuchen, Teilnahme an Game Drive möglich,z.t. schon Holz zum Grillen gerichtet, z.t. eigenes Sanitärhäuschen für uns Beide,... Besonders gut gefallen hat un die Bagatelle Kalahari Lodge- Camping vor den Dünen, interessante Gepardenfütterung mit Sundowner, sehr schön war es auch an den Ugab-Terassen-liegen allerdings etwas im abseits- und bei der Lapa Lange Lodge. Bezüglich Dachzelt haben uns einige Reisende gesagt, dass sie in den Schlafsäcken der Vermieter frieren- besser eigenen mitbringen (hatten wir fürs Bodenzelt auch dabei). Manche waren aus etwas genervt, wenn sie mehrere Tage an einem Ort waren und bei jeder Autofahrt alles zusammenpacken mussten.
Viel Spaß
Doris
15 Beiträge · seit 201208. Aug. 2012 · #28
Die Doris, mit der wir in der Bagatelle gelagerfeuert haben? 😉

Wir sind ebenfalls gestern zurückgekommen und können - um mal auf die Frage des TOs zurückzukommen - nur sagen: vorbuchen muß man definitiv nicht. Wir haben die drei Camps im Etosha zwar auch vorgebucht, aber wenn ich abends über den Campingplatz gelaufen bin, so waren immer einige Plätze frei. In Namutoni und Halali mehr als in Okaukuejo, aber immerhin. Alle weiteren Campsites sind wir einfach angefahren und haben direkt vor Ort nachgefragt und haben immer einen Platz bekommen. Im Aabadi Mountain Camp (Twyfelfontein) hatte man uns vorab per E-Mail mitgeteilt, dass die nur am 25.7. was frei hätten, aber als wir dann da waren, waren wir fast alleine auf der Campsite. Oft bekommt man auch von Gastgebern Tipps, wo man unbedingt nächtigen sollte. So sind wir dann zur Rooiklipp gekommen, welches für uns die romantischte Campsite direkt unter einem kleinen Felsvorsprung mit Blick über die Berglandschaft, war.

Übrigens, selbst in Sesriem haben wir ohne Reservierung einen Stellplatz bekommen. Wir waren erst gegen halb vier dort und haben den 5. von 6 Overflow-Stellplätzen bekommen, aber wir haben im Park gestanden.

Auch in Klein-Aus Vista haben wir Platz bekommen. Die erste Nacht zwar auch wieder auf der Overfloating-Campsite, aber die nächste Nacht konnten wir auf den regulären Platz wechseln.

Ok, ein wenig Glück ist auch dabei, aber wenn man sich nicht auf eine zeitlich genau fixierte Route festlegen möchte, kommt man auch durch den Urlaub. Und bis auf Sesriem und Klein-Aus Vista war keine einziges Camp so ausgebucht, dass nicht noch weitere Gäste untergekommen wären.

Besonders schön - und da gebe ich Doris absolut Recht - war der Abschluß in der Bagatelle Kalaharie Game Farm. Ein Stellplatz inmitten der roten Dünen und die Cheetah-Fütterung mit anschließenden Sundowner war klasse.

Mein Fazit also: mit der Entscheidung, uns nicht festzulegen, lagen wir goldrichtig, aber letztlich muß jeder für sich entscheiden, ob er flexibel oder abgesichert reisen will. Möglich jedenfalls ist beides.

LG Heiko
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2012
370 Beiträge · seit 201109. Aug. 2012 · #29
Hallo zusammen,

wir haben Sesriem und Etosha vorgebucht. Ich überlege allerdings ob ich Palmwag od. eventuell Spitzkoppe noch reservieren soll. Allerdings schränkt das die Flexibilität ein was natürlich blöd ist. Würdet Ihr Palmwag und Spitzkoppe als sehr beliebte Campings sehen? Naukluft Mountain Park wo wir den Olive Trail machen wollen nehme ich an ist eine Vorbuchung nicht nötig, oder?

LG, Danni
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4'129 Beiträge · seit 200810. Aug. 2012 · #30
Hallo, Danni!

Ich denke du brauchst dir um die Einschränkung eurer Flexibiltät überhaupt keine Gedanken machen. Denn das was du planst, da ist keinerlei Fexibilität mehr drin, es sein denn ihr werdet durch äußere Umstände dazu gezwungen, - was ich euch nicht wünsche.

Du bist jetzt seit fast einem Jahr am Planen und Fragen und es wird Zeit dass du dich aufs Wesentliche konzentrierst. Du zappelst hin und her und machst es dir sehr schwer und du scheinst trotz deiner 150 Fragen noch nicht viel weiter zu sein als vor 10 Monaten.
Ich wünsche dir, dass du in der wunderschön „langweiligen“ Weite Namibias ein wenig zur Ruhe kommst und es genießen kannst, was sie dir bietet.

In deinem Fall spricht also nicht dagegen, dass du jede Campsite zuvor buchst. Das erspart dann Zeitverlust wegen „Weitersuchen“ – und vielleicht macht es dich auch etwas ruhiger.

Erholsame Reise wünscht lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
48 Beiträge · seit 201217. Aug. 2012 · #31
Hallo Danni,

laßt euch nicht verrückt machen, wenn ihr Reisende seid die die Flexibilität lieben wird es euch wesentlich mehr ärgern während der gesamten Route durch Buchungen angebunden zu sein, als vielleicht mal ein bestimmtes Camp nicht zu bekommen.
Auf der Campsite stehst du des nachts wenn es dunkel ist, am Tag bist so eh woanders, und es gibt sicher viele wunderschöne Camps in Namibia.

Wir werden Mitte September bis Anfang Oktober in Namibia sein und haben vor ca. 2 Wochen widerwillig wenigstens das Okaukuejo Camp und das Sesriem Camp gebucht. Das sind die 2 Orte, wo es uns wirklich ärgern würde nicht übernachten zu können, wobei es dabei natürlich nicht um die Camps, sondern um das "im Nationalpark sein" geht.

Campingplätze vorbuchen widerspricht in meinen Augen dem Wesen des Campings, da die Freiheit die das Campen mit sich bringt dadurch wieder genommen wird. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und auch Ansichtssache!

Viele Grüße,
Randfichte
370 Beiträge · seit 201117. Aug. 2012 · #32
Danke für die Antwort.

Inzwischen haben wir uns auch gegen vorbuchen entschieden und wollen die Flexibilität beibehalten und nicht an Unterkünfte gebunden sein. Vielleicht gefällt es uns irgendwo voll gut und wir sagen wir bleiben da länger und lassen dafür woanders was weg...
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48 Beiträge · seit 201205. Okt. 2012 · #33
Hallo zusammen,

hier ein kurzes Update zu diesem Thema.

Wir waren vom 12.09.-03.10. im Land unterwegs und haben folgende Camps besucht:
Daan Viljoen
Red Dunes Camp
Quivertree Forest Camp
Farm Namtib - Little Hunters Rest
Tsauchab River Camp
Sesriem Camp - gebucht
Namigrens
Blutkuppe
Sophia Dale
Spitzkoppe
Ugab Rhino Camp
Farm Bambatsi
Okaujuejo Etosha - gebucht
Halali Etosha - gebucht
Farm Sachsenheim

Resumee:
- Alle Camps die wir besuchen wollten waren verfügbar, mit Ausnahme von Klein Aus Vista und die Camps um Twyfeldfontein, dort gab es keine Stellplätze für uns und wir sind auf andere Camps ausgewichen.
- Die gebuchten Camps hatten noch viele freie Stellplätze und zusätzlich noch die Overflows. Eine Buchung wäre zu unserer Zeit nicht nötig gewesen.
- die übereinstimmende Aussage aller Gastgeber war, daß Namibia im September 2012 nicht stark von Touristen frequentiert wurden, im Vergleich zu den Vorjahren. Man wartete eigentlich überall auf Gäste. Auf vielen Campsites haben wir ganz alleine gestanden.
- die von uns vorab geplante Route konnten wir bereits am 4. Tag nicht mehr halten. Eine Buchung aller Campsites wäre (in unserem Fall) nach hinten losgegangen. Da muß man deutlich mehr Zeit in die Vorabplanung investieren, als wir es getan haben.

Viele Grüße an alle,
Sindy
PS: Namibia ist ein wunderschönes Land und alle von uns besuchten Camps können wir absolut weiterempfehlen. Sesriem und Okaukuejo sind zwar stärker frequentiert als die Camps außerhalb der Parks aber weitaus besser als ihr Ruf.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2012