Fahrzeug Verschiffung nach Madagaskar ??

14 Antworten · 10,8k Aufrufe · gestartet 29. Apr. 2012 von yuma01
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Themenstarter27 Beiträge · seit 201129. Apr. 2012 · #1
😎 hallo zusammen !

weiss hier jemand ob es eine möglichkeit gibt sein fahrzeug (in unserem falle expeditions-lkw) von irgendwo nach madagaskar zu verschiffen ? wir sind derzeit in caprivi strip, fahren jetzt dann nach botswana, dann sambia und malawi. wir haben genügend zeit und sind flexibel in der routenplanung, wollten einfach mal nach madagaskar rüber mit dem dem eignen fahrzeug. wäre echt cool wenn hier jemand im forum weiterhelfen könnte 😉
freu mich auf ein feedback
yuma
Wenn Du etwas willst, das Du noch nie gehabt hast dann tue etwas, das Du noch nie getan hast !
649 Beiträge · seit 200729. Apr. 2012 · #2
Das interssiert mich auch - unsere Planung ist leider noch lange nicht so konkret wie Deine - aber ich will auf alle Fälle mit unserem Dicken da rüber!
Wie genau wir das anstellen, weiss ich auch noch nicht - aber soweit ich das bisher rausgefunden habe, scheint es am einfachsten über Durban oder Port Elizabeth zu sein. Wir werden vermutlich eine Spedition beauftragen - und da die Preise von den verschiedenen Häfen variieren können, wird es wohl die billigere werden.
Eine Fähre, die sowohl Personen als auch Autos rüber bringt, wäre die einfachste Option - aber ich habe noch nichts gefunden, dem ich mich selber und meinen Wagen anvertrauen würde.
zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2012
Themenstarter27 Beiträge · seit 201129. Apr. 2012 · #3
hallo giraffenmog 🙂

für uns ist südafrika schon zu weit weg und wäre rückwärts, wir suchen eher was ab mozambique oder tansania (DAR), da wir uns nun nur noch nördöstlich bewegen. falls du was über andere kanäle rausfindest lass es mich bitte per PN wissen ! wäre echt nett. soweit ich bisher herausgefunden habe, scheint es extrem schwierig zu sein. na ja ...😗
alles gute
yuma
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143 Beiträge · seit 200929. Apr. 2012 · #4
Hallo zusammen,

nur kurz als zusätzlichen Input: auf Madagaskar ist es nur im direkten Bereich um die Hauptstadt geboten mit einem registrierten Fahrzeug zu fahren, da es danach keine nennenswerten Infrastrukturen mehr geben soll. Dies haben auch einige Leser der Zeitschrift LandRoverOwners (LRO) immer wieder bestätigt.

Wäre daher schön, wenn Reisende einmal über den Ist-Zustand der "Straßen" und ggf. Tankmöglichkeiten berichten würden...
206 Beiträge · seit 201130. Apr. 2012 · #5
Hallo zusammen,
Madagaskar war auch vor 10 Jahren schon ein sehr heißes Pflaster und der
richtige Platz für Grenzgänger! Es ist ein wunderschönes Land, korrupt bis
zum Gehtnichtmehr, die Erde ist rot und "bluted", weil rigoros der Regenwald abgeholzt wird.
Ich war damals per Sammeltaxi unterwegs. Meist wird geflogen und der Tummel- und Umsteigeplatz ist Tana. Ein 4x4 ist das passende Fahrzeug dort. Meine
Lieblingsdistanz war Tana nach Fort Dauphin, bin ich damals getrampt, weil
es keine andere Alternative gab, hatte Glück von einem Edelsteinschürfer, der
seinen franz. Patron begleitet hat, mitgenommen zu werden. War mein krassestes Erlebnis in fast 30 Jahren Reisen!
Ich kann nur sagen, seid vorsichtig dort, die Menschen sind sehr sehr arm
und auf dem wunderschönen Markt im Kessel von Tana wimmelt es nur so mit halbwüchsigen Diebstahlsüchtigen. Direkt zum Auto kann ich leider nichts beisteuern, aber ich weiß, mit 4x4 ist Fahren durchaus machbar. Alle Europäer, die dort gelebt haben, waren damit unterwegs.
Ich melde mich hierzu nochmals, mir fällt gerade ein, dass ich dort in einem
Waisenhaus war, dass ein Deutscher geleitet hat. Diese Organisation gibt
es noch. Ich schicke euch die Kontaktdaten, die ich erst heraussuchen muss.
Dort könntest du wichtige Informationen erhalten.
Viele Grüße und viel Erfolg
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
Themenstarter27 Beiträge · seit 201130. Apr. 2012 · #6
hallo marion

schon mal vielen dank für deine infos. wir warten gespannt, ob noch weitere infos folgen, die uns helfen, eine entscheidung zu treffen. wir wären ja grundsätzlich "autark", können mehr als 2000km bis zum nächsten dieselnachschub fahren und haben auch sonst alles "on board" 😁
wir wären natürlich vorallem froh, nebst den infos bezgl. verschiffung, für infos bezgl. der aktuellen lage. will heissen, wie man als traveller dort reisen kann, mögliche schwierigkeiten oder probleme, sei es versorgungstechnisch oder bezüglich dem einvernehmen zwischen locals und weissen "touristen", zudem wüssten wir gerne ob und wie/wo es möglich ist, übernachtungsplätze zu finden (einfach in der wildnis oder eher nur auf bestimmten plätzen/lodges/polizei/kirchen etc.)😕

wir freuen uns über jede info, haben ja auch noch zeit und können die sache gelassen angehen 🙂

grüsse aus dem caprivi strip
yuma
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206 Beiträge · seit 201107. Mai 2012 · #7
Hallo zusammen,
ich kann euch ein paar wenige aktuelle Informationen zum Reisen auf Madagaskar liefern.

Es gibt keine Fähre, die Personen und gleichsam Autos nach irgendwo auf
Madagaskar bringt. Es wird wohl einzig allein auf einen Dienst bei einer
Spedition hinauslaufen.
Besorgt euch, wo immer ihr seid, ein Visum.
Mit dem LKW könnt ihr überall schlafen, da gibt es keine Beschränkungen.
Diesel gibt es, allerdings weiß ich nicht, ob es teilweise zu einem Mangel kommt. Solche Fahrzeuge sind dort ja selbst auch unterwegs.
Versorgungsmöglichkeiten an Lebensmitteln sind in jeder großen Stadt
absolut kein Problem. Obst + Gemüse gibt es saisonal überall.
Vor 3 Jahren gab es einen Putsch und die alte Regierung, die den Tourismus forciert hat, wurde abgelöst. Das hat den Tourismusaufbau wieder zurück versetzt! Autos vorort kann man mieten, sind aber dermaßen teuer, dass es geschickter ist, ein Fahrzeug mit Fahrer zu mieten.
Die Kriminalität ist nach wie vor ungebrochen. Wenn ihr in Tana über den
riesigen Markt schlendern wollt, dann habt ja nichts dabei. Wir selbst wurden damals an einem Tag (unserem 1.!) gleich 2x beraubt, u.a. unser
Reiseführer war futsch! Laßt eure Kamera daheim! Hab und Gut verstaut am Körper, Souvenirs deponiert in vertrauensvollen Shops und holt sie erst
beim Sprung ins Auto ab! Seid achtsam und wirklich auf der Hut! Es geht einzig und allein um Materielles, da das Land echt arm und immer wieder
zurück geschlagen wird.

Viel Erfolg & Glück bei eurer Organisation zur Umsetzung.
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
499 Beiträge · seit 200607. Mai 2012 · #8
Hallo,

wir waren 2008 auf Madagaskar und haben es als angenehmes Reiseland empfunden. Touristisch ist es ausserhalb Tana's eher "Entwicklungsland" aber man gut und sicher umherreisen. Wir sind sowohl mit Mietwagen als auch Bus und Flugzeug unterwegs gewesen. Einen Mietwagen ohne Fahrer zu bekommen, wäre nur zu "Mondpreisen" möglich gewesen, so dass wir einen Fahrer gebucht haben. Dieser hat sich als wertvoller Begleiter und später Freund herausgestellt. Ebenso haben wir eine Flussfahrt auf den Canal des Pangalanes und dem Tsiribinha gemacht. Auch hier waren die Menschen immer sehr hilfsbereit und nett.
Da Madagaskar sehr gross ist, lassen sich manche "Highlights" besser per Flugzeug erreichen. Fliegen ist für die Madegassen wie für uns Busfahren, sofern sie es sich leisten können.
Allerdings habe auch ich im Sinn, diese Insel mit unserem LKW zu bereisen. Mein "Vor-Ort-Eindruck" sagt mir, dass es möglich ist.
Viele Grüsse
Tobias
PS.: Die Chinesen sorgen seit einigen Jahren auch auf Madagaskar für eine bessere Infrastruktur.
Themenstarter27 Beiträge · seit 201109. Mai 2012 · #9
hallo zusammen😁

vorab vielen dank für die infos. obwohl die "bklauungslage" nicht grad toll klingt (aber das ist sie meist in städten nicht 🤢 ) wäre die insel mit sicherheit einen aufenthalt wert ! tatsächlich scheint aber der einzige wirkliche knackpunkt die verschiffung zu sein. 😵

wir haben unser fz schon von europa nach afrika verschifft und werden auch nach asien weiterverschiffen, aber diese "kleine" strecke von MOZ oder TAN nach madagaskar scheint schwierig zu sein. unsere reederei kann hier nichts anbieten. so bleibt die forumfrage weiterhin offen, wer kennt eine reederei oder einen shippingagent der eine solche verschiffung organisieren könnte ??🤔 🤨

ab südafrika ist uns zu weit weg, wir sind derzeit in botswana und reisen weiter via SIM, MOZ, TAN, also kommen nur MOZ oder TAN in frage als ausgangs- und wieder endpunkt der verschiffung.

wäre schön, wenn noch infos diesbezüglich kämen 🙂

kwaheri und maybe later 🤨
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206 Beiträge · seit 201110. Mai 2012 · #10
Hallo zusammen,
nur wegen dem Beklauen würde ich nicht auf diese schöne Insel verzichten wollen! Man muss sich einfach darauf einstellen und sich richten. In Großstädten sollte man auf der Hut sein. Es sind hier Halbwüchsige, die ihr täglich Brot sammeln wollen! Am 1. Tag waren wir erbost und verzweifelt, weil gerade der Reiseführer mit Futsch war und wir
aber zum Glück dann doch einen alten englischen in der Stadt noch auftreiben konnten. Aber das verblasste dann immer mehr, als wir diese schöne Insel erkundet haben. In den dörflichen Gegenden kamen wir nie in diese Situation
und erfuhren hier unvergessliche Stunden.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr eure großen Fahrzeuge irgendwie da hinüber bringen könnt, es lohnt wirklich!
Viel Glück und Erfolg.
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
108 Beiträge · seit 201227. Mai 2012 · #11
Hallo,

Obwohl ich auf Madagaskar lebe und arbeite kann ich leider nicht genau auf deine Frage antworten.
Ihr könnt ein Fahrzeug von Ostafrika nach Madagaskar verschiffen, es gibt die Möglichkeit das Fahrzeug auf Madagaskar zu benutzen und dann wieder aus dem Land zu schiffen.
Was ich nicht weiss ist wie das mit dem Zoll geregelt wird und was für Schwierigkeiten mit den Behörden aufkommen könnten. Ich habe noch nie ein Fahrzeug mit ausländischer Zulassung hier gesehen (ausser Importfahrzeugen die noch nicht auf Madagaskar entgültig zugelassen waren).
Wenn man davon ausgeht das est äusserst selten ist das man mit ausländischen Kennzeichen und Papieren hier fährt ist es höchstwahrscheinlich das man sehr oft von der Polizei und der Gendarmerie angehalten wird (mit einem Nutzfahrzeug sowieso)und damit viel Zeit und Geld verliert.
Kein Problem was die Dieselversorgung anbelangt.
https://urlaub-auf-madagaskar.com
4'129 Beiträge · seit 200831. Mai 2012 · #12
Hallo, Reiseleiter!

Du hattest geschrieben:
„Wenn man davon ausgeht das est äusserst selten ist das man mit ausländischen Kennzeichen und Papieren hier fährt ist es höchstwahrscheinlich das man sehr oft von der Polizei und der Gendarmerie angehalten wird (mit einem Nutzfahrzeug sowieso)und damit viel Zeit und Geld verliert.“
Warum sollte man mit ausländischem Kennzeichen auf Madagaskar derartige Probleme haben??
Könntest du deine Annahmen konkretisieren?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2012
108 Beiträge · seit 201231. Mai 2012 · #13
Hallo Lillytrotter,

Ich wollte damit sagen dass man sich erstmals gut erkundigen sollte wie dass mit dem Zoll funktioniert, was es kostet und vor allem wie lange die Zollformalitäten in Anspruch nehmen und ich habe ja geschrieben das ich mich mit den Einfuhrbedingungen und dem Zoll nicht auskenne.
Um deine Frage konkreter zu beantworten: wenn man hier mit einem Auto fährt wird man öfters mit einem Allradwagen und fast immer mit einem Nutzfahrzeug angehalten (je nach der Strecke kann das Über 20X am Tag sein). Hier gibt es vor und nach jeder Stadt und auch dazwischen Gendarmerie und Polizeikontrollen. Es gibt unzählige „Vorschriften“ und Papiere und auf den Kontrollen verliert man „bestenfalls „ auf total unnötige Weise Zeit und auch Geld wenn irgendwas wirklich oder angeblich nicht in Ordnung ist. Ohne französisch oder besser Madagassisch zu sprechen wir die Sache noch komplizierter.
Außerdem sind die Verkehrsbedingungen für alle die es nicht gewohnt sind in Afrika zu fahren ziemlich chaotisch und die meisten Straßen sind in sehr schlechtem Zustand. Man sollte auch unbedingt wissen das man hier als Europäischer Fahrer auch wenn es zu einem nicht verschuldeten Unfall kommen sollte der Fahrer immer schuldig ist!
L.G. Klaus
https://urlaub-auf-madagaskar.com
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2012
4'129 Beiträge · seit 200831. Mai 2012 · #14
Hallo, Reiseleiter!

Danke für deine Erläuterungen.

Folgere ich aus deinen Infos das Richtige, wenn ich vermute, dass man als Weißer/Europäer mit einem Madagaskar-registered-Vehicle anders behandelt wird?
Oder ist es so, dass grundsätzlich auch alle einheimischen Fahrer und Lorrys und 4x4 und Sedan das gleiche Kontroll-Schicksal ereilt?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
108 Beiträge · seit 201231. Mai 2012 · #15
Hallo Lillytrotter,
Also, als Weißer wird man viel weniger angehalten als wenn man Madagasse ist und das aus einem ganz einfachen Grund: die Polizisten nehmen an und haben recht dass man als Europäer in Madagaskar eher die Papiere in Ordnung hat und das es daher ein Zeitverlust ist sie anzuhalten.
Wenn man mit einem Nutzfahrzeug fährt wird dieses schon von weitem, bevor sie wissen wer es fährt angehalten.
Wenn man einen Unfall hat ist es für einen Europäer wesentlich schlimmer, wenn es körperliche Schäden oder sogar eine tödliche Folge an Madagassen hat wird es dramatisch.
https://urlaub-auf-madagaskar.com