Expect the unexpected - 12 Tage KTP im März 2012

121 Antworten · 35,8k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2012 von DK0812
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Themenstarter334 Beiträge · seit 200815. Apr. 2012 · #1
Hallo Zusammen,

nachdem wir inzwischen schon so viele tolle Reiseberichte gelesen haben und immer wieder ganz begeistert Eure Bilder anschauen, wollen wir diesmal auch von unserem letzten Trip in den KTP einen Reisebericht ins Forum stellen.

Nachdem es in diesem Urlaub nicht so viele Kilometer werden sollten haben wir uns ganz bewusst entschieden nur in den KTP zu fahren.
Die Rundtour hatte folgende Stationen: Windhoek, Gochas, Kieliekrankie, Roiputs, Polentswa, Gharagab, Bitterpan, Urikaruus, KTC, Windhoek plus einem nicht geplanten „Ausflug“ nach Askham, Südafrika, dazu später mehr...

Fr/Sa 16./17.03. Flug München - Johannesburg - Windhoek

Nachdem wir noch den halben Tag gearbeitet haben und der Tag echt besch… war, ist die Freude umso größer als ich (Bärbel) mittags endlich das Büro verlassen darf und 14 Tage Urlaub in Namibia mit Ruhe, Natur und hoffentlich ganz vielen Katzen auf uns warten 🙂

Gesagt, getan, noch schnell zu Hause die Wohnung Urlaubsfertig machen, die letzten Sachen ins Handgepäck gepackt und ab geht es ins Auto auf den Weg nach München. Wir haben Glück: Freitagnachmittag und kein Verkehr auf der Straße heißt => wir sind super pünktlich in Halbergmoos an dem Treffpunkt für unserem Parkplatz und 15 Minuten später auch schon am Flughafen.
Nachdem das Mittagessen ausgefallen war, gab’s noch eine kleine Stärkung bei Subways und dann checken wir ein und trinken einen Einstimmungs-Prosecco auf die nächsten 14 Tage.

Pünktlich am Gate angekommen verzögert sich leider das Einsteigen um fast eine halbe Stunde, sodass wir uns bereits am Abend wieder auf das bereits bekannte Jogging-Umsteigen in Jo’burg nach Windhoek einstellen. Der Flug verging soweit ereignislos – der Service und das Essen von SAA waren wieder wirklich o.k. und so landen wir wie erwartet etwas verspätet in Jo’burg, schaffen aber auch diesmal zum Glück unseren Anschlussflug nach Windhoek 😉

Um 11:30 h landen wir somit in Windhoek, unser Abholer ist auch schon da und Ruckzuck sind wir auf dem Weg in die Stadt um unseren „großen Grauen“ in Empfang zu nehmen.

Unser Ritual ist es inzwischen nach Ankunft und Empfang unseres Autos als erstes zum Spar bei der Maerua Mall zu fahren und erstmal einen leckeren Cafe Latte und ein toasted sandwich oder ein Brötchen zu essen und die Leute zu beobachten. Zwar stecken einem die Stunden des Flugs immer noch in den Knochen, aber irgendwie ist dies hier völlig nebensächlich; man schaut auf die Leute die sich an der Theke ihr Mittagessen aussuchen, die Mitgenießer, die - wie wir - an den Tischen sitzen, sich unterhalten oder die AZ lesen und noch während man hier sitzt und seinen Cafè (oder Coke Light) schlürft, schweifen die Gedanken schon durch die Regale… und so banale Dinge wie Knoblauchbutter (die eckige), Brot, Fleisch (Sirloin oder doch Filet) werden wichtig und der Stress der letzten Tage, Wochen verblasst mehr und mehr.

Glücklicherweise sind wir nicht sofort nach dem „Lunch“ Richtung Regalauslagen durchgestartet, sondern wollten vorher noch am Geldautomaten NAM$ ziehen… glücklicherweise deswegen, weil wir so an dem Bottle-Store vorbeikamen und beim Blick auf die Öffnungszeiten wurden wir blass: 8:00 – 14:00 Uhr -> und es war 14:02 Uhr !!!! Schock schwere Not – heute war Samstag, das hieße: keine weitere Möglichkeit mehr außerhalb des KTP Wein einzukaufen. Glücklicherweise zeigten Sie sich gnädig und ließen uns dann doch noch auf die Schnelle ein paar Flaschen Wein und Savanna Dry einkaufen.

Die Flaschen waren schnell verstaut, Geld abheben ging auch problemlos vonstatten und dem Einkaufen stand nichts mehr im Wege, schließlich hatten wir 14 Tage KTP (Kalahari Tranfrontier Park) vor uns. Das heißt: 14 Tage Selbstversorgung und die mussten geplant sein 😉. Nachdem bei unseren ersten Reisen das „Einkaufen“ immer ein wenig chaotisch verlief - sprich: einiges blieb auf der Strecke; haben wir uns irgendwann eine Liste erstellt… und mit der ging das einkaufen Ruck-Zuck von der Hand. Mit zwei vollgepackten Einkaufswagen standen wir dann an der Kasse und nicht das hier jemand denkt wir wären „verfressen“ 😄 - ein Wagen war voll gepackt mit Wasser (60ltr), Säften und Milch.

Genau richtig zum Kaffee kamen wir auf der Airportfarm an und genossen den Nachmittag bei einem kleinen Pläuschchen mit Janet, Peter und Franzi und richteten am Nachmittag unseren Wagen für die nächsten Tage her.

Gefahrene km: 57
ÜN: Airportfarm



Soweit der erste Tag zum Einstieg - noch ohne Bilder - die nächszen sind bereits in der Arbeit und werden dann natürlich auch mit den entsprechenden Bildern ergänzt !

Viel Spaß beim lesen
Bärbel & Dirk
2'460 Beiträge · seit 200615. Apr. 2012 · #3
Hallo Bärbel,
nachdem wir fast zur gleichen Zeit im KTP waren, bin ich auf eure Sichtungen gespannt.
Gestern hattest du in einem anderen Thread ein Testfoto gepostet und hatte vermutet, dass ihr im Honeymoontent bzw. der entsprechenden Campsite auf dem Gelände der Tarental Farm (Red Dune Camp) wart. Liege ich richtig?
LG
Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
4'451 Beiträge · seit 200815. Apr. 2012 · #4
Hallo Ihr Zwei,

ja ist das denn die Möglichkeit? 😄 😄 Noch einen Reisebericht über den KTP, genau zur gleichen Zeit , wo wir auch 14 tage dort waren. 🤩 Da bin ich aber mal gespannt, was Ihr so gesichtet habt. Ich kann dann noch ein wenig warten, weil wir sind eh im Moment im Stress. 😉

Schön das Ihr uns mitnehmt.
Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2012
3'383 Beiträge · seit 200915. Apr. 2012 · #5
Das ist fein, dass Ihr einen Reisebericht hier schreibt. 🙂
Wir freuen uns sehr und schon mal vorab DANKE.

Herzliche Grüße


der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter334 Beiträge · seit 200815. Apr. 2012 · #6
@Casimodo:
Ja, das stimmt, aber wir hatten mal wieder Glück im Unglück !
Deinen Reisebericht lesen wir auch fleißig mit und Ihr hattet ja irre Glück mit Euren Sichtungen im KTP. Marakele und Tlopi Camp hatten uns damals auch gut gefallen, aber von den Elis hatten wir nur die Fußabdrücke auf der Pad gesehen ...

@Chrissie:
Ja, Du liegst genau richtig, wir waren im Red Dune Camp. Ich mußte gestern doch mal testen wie man Photos einstellt, damit wir unseren Bericht auch bebildern können.
Bin auch schon auf Eueren Bericht gespannt wie er weiter geht !

@Engelstrompete:
Anscheinend war Ende März ein beliebter Monat im KTP bei den Fomis. Bin ja mal gespannt ob wir eventuell uns irgendwo gesehen haben ohne davon zu wissen ?

@bayern schorsch:
Hoffe wir können an die tollen Berichte hier anschließen 😕

Vielleicht schaffen wir ja heute noch einen Tag, aber während der Woche müßt Ihr leider etwas Geduld haben 🤨 da wir beide momenatn schon wieder ziemlich im Stress sind !

Noch einen schönen Sonntagabend
Bärbel
Themenstarter334 Beiträge · seit 200815. Apr. 2012 · #7
So 18.03. Windhoek => Red Dune Camp, Gochas

Nach einer erholsamen Nacht starten wir morgens um halb neun, gestärkt durch ein leckeres Frühstück wieder in Richtung Spar, um uns noch mit Fleisch, Knoblauchbutter, Brot und ein paar Trink-Joghurts einzudecken. Kurz darauf sind wir auf dem Weg zum Red Dune Camp in der Nähe von Gochas. Nachdem wir schon so viel Positives über das Red Dune Camp gelesen hatten wollten wir es diesmal auch kennenlernen und freuen uns bereits die ganze Fahrt auf unseren ersten Sundowner auf einer einsamen Kalahari-Düne mit einem leckeren Savanna Dry und unserem ersten Braai unter dem Namibianischen Sternenhimmel (wir sollten nicht enttäuscht werden 😳).

Kurz nach 15 Uhr erreichen wir Gochas, tanken den Wagen noch mal auf und machen uns auf die letzten km bis zum Red Dune Camp. Nachdem wir niemanden am Haus antreffen fahren wir erstmal zur Campsite und schauen uns ein wenig um. Was uns ja noch nie passiert ist (trotz reduzierten Reifendruck!) - wir schaffen es tatsächlich erst im 4. Anlauf auf die Düne, da der Sand in der prallen Sonne so weich ist und unser Auto so beladen (Doppeltank voll, 60 ltr. Wasser + Getränke und restl. Beladung), dass kurz vor dem Dünenkamm in den ersten drei Versuchen jeweils Schluss ist. Erst im vierten Anlauf mit richtigem Schwung schaffen wir es bis ganz oben und genießen den ersten Ausblick und erkunden den Platz. Es ist wirklich Einsamkeit pur und wir freuen uns schon auf unseren ersten Abend in der Natur.
Da wir uns nicht einfach so „einschleichen“ wollten, wagten wir uns die Düne wieder herunter und fuhren nochmals zum Haupthaus zurück um uns dort anzumelden, aber wiederum ist niemand zugegen. Inzwischen ist es 16 Uhr geworden und wir hatten gerade eine Notiz geschrieben und unter der Tür durchgeschoben, dass wir niemanden angetroffen haben und morgen früh zum bezahlen vorbei kommen würden, als plötzlich doch noch jemand im Garten auftauchte. Wir werden erst einmal darüber informiert dass „Check-In-Time“ erst ab 16:00 Uhr ist! Mhmm – das haben wir dann wohl übersehen; aber egal: die Rechnung ist schnell beglichen und somit sind wir kurz darauf wieder auf dem Weg zu „unserer“ Düne.

Auch diesmal ist das Erklimmen der Düne nicht ganz so einfach, aber da wir unbedingt auf der Camp Site #1 unser Zelt aufklappen möchten, muss ein bisserl nachgeholfen werden, um nicht wieder 3-4 Anläufe zu benötigen => feststampfen der Fahrspur im oberen Bereich wirkt Wunder !!

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Kurze Erklärung für all diejenigen die noch nicht im Red Dune Camp übernachtet haben. In Summe gibt es 3 Stellplätze direkt auf dem Kamm einer großen Düne und alle bieten eine tolle Aussicht in die Dünenlandschaft der Kalahari. Der größte Stellplatz liegt auf der rechten Seite (von der Pad aus gesehen) und hat den Vorteil dass man hier den Grillplatz und die Aussichtsplattform für den Sundowner in unmittelbarer Nähe hat.

Schnell ist das Auto für die Nacht ausgerichtet, die Stühle für den Sundowner auf der Plattform aufgestellt und die ersten Photos gemacht. Da die Wolkenformationen für die Nacht keine unliebsamen Überraschungen verheißen, entschließen wir uns das erste Mal den Regenschutz unseres Dachzeltes abzunehmen, damit wir nachts den Sternenhimmel aus dem Bett heraus betrachten können 🙂


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Arbeitsteilig wird alles für den Braai vorbereitet und während Dirk sich noch um’s Feuer kümmert, sitze ich schon in meinem Campingstuhl auf der Plattform und schaue der Sonne zu wie Sie langsam immer tiefer sinkt. Inzwischen hat es Dirk auch hier rauf geschafft und gemeinsam genießen wir unseren ersten Sonnenuntergang mit Sundowner (Savanna Dry – perfekt gekühlt dank unseres Engel- Kühlschranks). Leider wird der Genuss ein wenig durch die (sorry) ätzenden Moskitos getrübt, die sich auch von Peaceful Sleep nicht fernhalten ließen… man glaubt es kaum, dass so kleine Biester, so große Beulen verursachen können! Dirk bleibt mal wieder verschont, dafür krieg ich umso mehr ab!! Glücklicherweise lassen die Angriffe nachdem die Sonne verschwunden ist nach und wir genießen unser erstes Steak mit Champignons, Tomate & Paprika und geröstetem Brot mit der guten garlic-butter. Versüßt wird das ganze durch einen „Blanc de Noir“ von Boschendal und einem Sternenhimmel, wie man Ihn wohl nur hier unten bestaunen kann.

Gefahrene km: 489
ÜN: Red Dune Camp, Campsite #1
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2012
Themenstarter334 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 · #9
Mo 19.03. Red Dune Camp => Kieliekrankie

Nach einer ruhigen,sternenklaren Nacht - super wenn man die aus dem Bett sehen kann - stehen wir mit den ersten Sonnenstrahlen auf, frühstücken und machen uns voller Vorfreude auf die ersten Tiersichtungen auf den Weg.

Leider kommen wir nicht ganz so schnell voran wie wir hoffen, da nach einiger Zeit der Tyre Moni sich lautstark zu Wort meldet. Wir halten an und siehe da, der hintere, rechte Reifen verliert deutlich Luft und ist bereits halb platt. Mal wieder einer 🤨, aber nach 20 min ist der Ersatzreifen aufgezogen und es kann weitergehen.

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Ohne weitere Unterbrechungen erreichen wir gegen 11 Uhr den KTP und erledigen problemlos die Grenz- und Parkformalitäten. In Mata Mata kaufen wir 2 Sack Brennholz für die nächsten Tage, reduzieren den Reifendruck auf ca. 1.8 bar und schon sind wir auf dem Wege nach Kieliekrankie, die Kameras griffbereit, in der Hoffnung auf die ersten tierischen Highlights.

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Um’s gleich vorweg zu nehmen – außer den „üblichen Verdächtigen“ (Springbock, Oryx, Wildebeest etc.) gab’s (fast) nichts zu sehen, dafür zu hören!! Die Piste war in einem so schlechten Zustand, wie wir es noch nie erlebt hatten und immerhin ist das inzwischen unser 6. Besuch im Park. „Equipment-Killer“ hat Dirk noch scherzhaft erwähnt – leider sollte er Recht behalten.


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Wie schon gesagt – zu sehen gab es so gut wie nichts; auch nicht die Eulen in dem verlassenen Webervogelnest von dem Pascalinah schon berichtet hatte. Selbst mit 400’er- Teleobjektiv bzw. Fernglas waren wir uns einig, dass nichts zu sehen war…
Dachten wir jedenfalls bis wir wieder zu Hause waren und das erste Mal die Bilder durchschauten und dann doch ziemlich überrascht waren, als wir auf dem Foto von dem "leeren Nest" eine Eule entdecken die halbverborgen um die Ecke linste.B)
Aber schaut selbst…

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Aufgrund fehlender Sightings erreichen wir bereits am frühen Nachmittag Kieliekrankie und nehmen für die nächsten zwei Tage Cabin #1 in Beschlag.

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Nach einem kleinen Nickerchen bemerken wir beim ausräumen des Wagens eine kleine Pfütze hinten links unter dem Wagen… das ist mit Sicherheit kein Kondenswasser der Klimaanlage! Die trübe, leicht cremige Flüssigkeit kribbelt sofort wenn man sie auf die Finger bekommt. Dirk realisiert es als Erster und ruft nur: bitte nicht schon wieder die Batterie!! Aber leider ist es genau das: durch die Wellblechpiste hat sich die Zweitbatterie für den Kühlschrank losgerappelt und an der Halterung aufgescheuert und durch das Loch auf der Seite läuft die Batteriesäure aus.
Na Klasse – `ne defekte Batterie und einen ganzen Kühlschrank voller Fleisch und Lebensmittel für die nächsten 11 Tage – da ist guter Rat teuer. Wo kriegen wir jetzt auf die schnelle eine neue Batterie her? Der Ranger gibt uns den Tipp es erst einmal im Workshop von Twee Rivieren zu versuchen, ansonsten in Askham – ca. 80 km außerhalb des Parks in RSA. Super - so hatten wir uns den Auftakt unseres Urlaubs wirklich nicht vorgestellt. Da wir heute sowieso nichts mehr machen konnten, haben wir kurzerhand die Batterie ausgebaut, alles abgewaschen und den Grill angeworfen. Schließlich sind wir ja nicht hier um Trübsal zu blasen!

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Gefahrene km: 244
ÜN: Kieliekrankie Cabin #1
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
2'772 Beiträge · seit 200619. Apr. 2012 · #10
DK0812 schrieb:... auch nicht die Eulen in dem verlassenen Webervogelnest von dem Pascalinah schon berichtet hatte. Selbst mit 400’er- Teleobjektiv bzw. Fernglas waren wir uns einig, dass nichts zu sehen war…
Dachten wir jedenfalls bis wir wieder zu Hause waren und das erste Mal die Bilder durchschauten und dann doch ziemlich überrascht waren, als wir auf dem Foto von dem "leeren Nest" eine Eule entdecken die halbverborgen um die Ecke linste.B)
Aber schaut selbst…

Hallo Bärbel,
ja, das war das Problem mit den kleinen Eulen. Sie haben sich gern versteckt und anfangs nur vorsichtig "um die Ecke" geschaut. Solange man den Motor des Fahrzeugs an hatte, waren sie zu sehen. Doch sowie man den Motor ausgeschaltet hatte, verkrochen sie sich ... vorerst! Mit Geduld schauten sie dann doch niedlich in die Kamera:


77a.jpg



LG Pascalinah

PS: bin schon gesapnnt wie Dein Bericht weiter geht!
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
545 Beiträge · seit 200619. Apr. 2012 · #11
Hallo Bärbel, Hallo Dirk,

super einen Reisebiricht von euch!

Schön das wir euch nachdem man sich drei Jahre nicht über den Weg gelaufen ist, zum Ende unserer Touren auf der Airportfarm getroffen haben.

Ich hoffe ihr hattet noch einen ruhigen und entspannten letzten Tag auf der Farm.

Freue mich schon auf euren Reisebricht, er fängt ja schon sehr vieversprechend an.

Viele Grüße

Heike und Frank
3'383 Beiträge · seit 200919. Apr. 2012 · #12
Oh je, das war natürlich Pech mit Eurem Auto.😈
Aber willste da machen?

Gscheit war´s in jedem Fall, den Grill anzuschmeißen.

Bin schon gespannt, wie das bei Euch so weitergeht.

LG
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
1'312 Beiträge · seit 200619. Apr. 2012 · #13
Hallo Ihr Beiden,

super, noch ein Bericht vom KTP.
Da waren dieses Jahr echt viele vom Forum unterwegs.
Die Eulen waren wirklich sehr scheu, aber mit Geduld sind sie dann doch als nach vorne gekommen
3521.jpg


LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
2'460 Beiträge · seit 200619. Apr. 2012 · #14
Hallo ihr zwei,
Ärger mit dem Auto ist auch nicht das, was man im Urlaub braucht. Vor allen Dingen, wenn man im KTP oder sonst wo fernab der entsprechenden Infrastruktur unterwegs ist. Ich hoffe, dass das Kühlschrankproblem in Ashkam behoben werden konnte und keine weiteren unangenehmen Überraschungen aufgetaucht sind.

Ich bin beruhigt, dass die Piste sonst in einem besseren Zustand ist, denn für uns war es der erste Besuch im KTP und dieser Abschnitt hat unsere Freude am Fahren doch erheblich reduziert. Zu allem Überfluss waren wir die ersten drei Tage im KTC und in Mata Mata (von den Camps her wunderbar) und hatten somit jeden Tag das Vergnügen mit dieser Welblechpiste.

Pascalinah und Claudie: tolle Fotos von den Schleiereulen
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter334 Beiträge · seit 200819. Apr. 2012 · #15
Hallo Zusammen,

vielen Dank für Eure netten Kommentare - wir hatten schon Befürchtung dass der Bedarf an KTP Reiseberichten gestillt ist 😕 aber so sind wir doch weiter motiviert und sind schon dabei die näcshten Tage vorzubereiten..

@Pascalinah
Ich hatte Dein Eulenbild schon vor unserem Urlaub gesehen und fand es so genial, dass ich so happy war, dass wir auch das Nest gefunden und wirklich intensiv geschaut haben, aber sollte wohl bei uns nicht sein 😐
Dafür haben wir später aber auch noch was zu bieten, bin gespannt was Du davon hälst...

@Eintracht
Hallo Ihr Beiden,
ja war schön Euch mal wieder zu treffen, nachdem Ihr damals ja der letzte Ausschalg ward, dass wir uns auch den Wagen in Namibia gekauft haben.
Wer weiß vielleicht sind wir ja mal wieder gemeinsam in der Etosha? Würde uns freuen.

@bayern schorsch
... das dachten wir uns auch und haben die Steaks genossen 😉

@jaffles
Euer Eulenbild ist ja auch super schön. Wir waren nach dem dritten Mal schauen so überzeugt, dass die Eulen inzwisschen ausgeflogen waren...

@chrissie
Ja, normalerweise war die Piste nie soo schlecht. Wir waren manchmal - vor allem nach dem Schaden - ganzschön angenervt von dem Gerappel. Bin ja mal gespannt auf Euren KTP Teil !

Soweit allen noch einen schönen Abend
Bärbel
4'528 Beiträge · seit 200719. Apr. 2012 · #16
Hallo Ihr Beiden,

ich bin echt gespannt, was Ih so im KTP erleben durftet !
Wir waren ja Ende Februar/Anfang März da. Im Auob Tal war übelstes Wellblech, an den letzten beiden Tagen waren sie aber gerade dabei, die Pads im Aob Tal zu glätten.

Waren die bis zu Eurem Besuch schon wieder kaputtgefahren ?

Viele Grüßeund ich freue mich auf die weitere virtuelle Reise
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
39 Beiträge · seit 201120. Apr. 2012 · #17
KTP ist super, aber die Pisten haben einen Konstruktionsfehler und werden daher immer relativ schnell Wellblech aufbauen. Im Gegensatz zu den Pisten in Namibia sind sie nämlich "tiefergelegt", d,h, sie haben Sandwälle nahe an der Piste. Sand wird daher auf die Piste geweht und bleibt auch da (gilt natürlich auch für Wasser, was der Pistenqualität auch nicht hilft). Bei höhergelegten, möglicherweise noch zur Seite hin abfallenden Pisten wie in Namibia wird dagegen der Sand heruntergeweht und man fährt auf der durch Salz oder ähnliches gehärteten Piste, die Wellblech viel langsamer aufbaut. Da im KTP damit der Sand auf der Piste bleibt, bildet er eine relativ weiche Auflage auf der an sich harten, irgendwo darunterliegenden Piste. Diese Mischung ist ideal zur Wellblechbildung z.T. schon wenige Tage nach der "Glättung". Diese Glättung besteht in der Regel nämlich nur darin, daß von einem Traktor eine Art Schlitten mit alten LKW Reifen über die Piste gezogen wird. Damit wird der auf der harten Piste liegende Sand nur gleichmäßig verteilt, nicht aber verdichtet oder entfernt. Dazu bräuchte es einen Grader, der auf Grund der Fehlkonstruktion der Piste allerdings die Sandwälle weiter erhöht (schlecht für Tiersichtungen in kleinen Autos) und auch nur Ruhe bis zum nächsten Sturm bringt, der den Sand gerade wieder runter weht.
Das Thema habe ich nach meinem letzten KTP Aufenthalt aus beruflicher Neugierde mit SanPark Officials besprochen und die sehen das Problem genauso. Es fehlt ihnen allerdings das Geld, die Pisten richtig anzulegen, da sie dazu komplett neu aufgebaut werden müßten. Daher versuchen sie das Problem durch regelmäßiges "Reifenziehen" und gelegentliches Graden halbwegs zu managen. Wenn man allerdings das Pech hat, kurz vor der nächsten "Reifen-Zieh-Aktion" im Park zu sein, (so wie wir) rumpelts.
Gruß Stefan
2'772 Beiträge · seit 200620. Apr. 2012 · #18
Off topic!

Mensch Leute, warum meckert Ihr ewig über die schlechten Strassen im KTP. Wäre Euch eine glatte Teerpiste lieber?😮

Wir wollen alle etwas Afrikafeeling wenn wir im KTP sind und dazu muss man auch mal eine etwas ruppigere Piste in Kauf nehmen.
Fahrt langsam, rast nicht durch den Park, dann stören auch die Wellblechpisten nicht so und man sieht das eine oder andere Tier mehr. Es ist schon erschreckend, wenn man sieht, wie manche durch den Park heizen!

Hier in D sind wir ja schlechte Strassen mittlerweile gewohnt und viel schlechter sind die im KTP zunehmend auch nicht! Hier braucht man auch bald nen 4x4, wenn man zum Aldi will...grrrr.

Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2012
Gast20. Apr. 2012 · #19
Danke Bärbel und Dirk für den Bericht, beneide euch um zwei Wochen in der Kalahari und freue mich auf mehr.
@ Wellblech und Stefan: Die Pisten sind nicht “tiefergelegt“ und werden nicht zu wenig (mit Grader) gehobelt, sondern sie liegen so tief, weil sie schon so (zu) oft gehobelt wurden. Das Glätten durch Reifenschleppen ist, wie du sagst, eine Notlösung, die natürlich nur kurzzeitige Erleichterung bringt. Die Pisten sind ja echte Pisten, bloß planierter Untergrund, keine „gebauten“ Straßen. Sie sind stellenweise schlicht und einfach der heutigen Verkehrsfrequenz vom Massentourismus nicht gewachsen, dafür waren sie nie gemacht. Dort wo der Untergrund ungünstig ist, wird das dann eben so wie es jetzt ist. Zu hohe Geschwindigkeit und kaputte Stoßdämpfer erledigen den Rest.
Eine dauerhafte Verbesserung bedeutet Anlegung einer „richtigen“ Straße: Riesige Erdbewegungen mit großen Maschinen, tausende LKW-Fuhren für das Heranbringen geeigneter Unterbaumaterialien, Brunnenbohren und Pipelines für das Wasser (das dann wo anders fehlt), Lärm und Feinstaub über Hunderte Meter beidseitig der Baustellen; also kein Futter für die Tiere und keine Sichtungen für die Besucher, und das für mehrere Jahre. Im KTP gibt es, anders als im Krüger oder anderswo, topographisch keine Ausweichmöglichkeiten, er ist echt an seine Kapazitätsgrenzen gekommen. Eine „richtige“ Hauptstraße im KTP bedeutet praktisch eine vorübergehende und teilweise Stilllegung für den Tourismus. Wer soll das bezahlen (Baukosten und Verdienstentgang)? Wer das nicht will, soll langsam fahren und Zähne zusammenbeißen, falls sie nach dem Wellblech noch im Mund sind.
Grüße Werner
Gast20. Apr. 2012 · #20
Pascalinah schrieb:Off topic!

Mensch Leute, warum meckert Ihr ewig über die schlechten Strassen im KTP. Wäre Euch eine glatte Teerpiste lieber?😮

Wir wollen alle etwas Afrikafeeling wenn wir im KTP sind und dazu muss man auch mal eine etwas ruppigere Piste in Kauf nehmen.


Pascalinah
Hallo!
Seh ich genauso!
Gerade diese Rumpelpisten machen doch ein Stück Afrikafeeling aus. Ich war im vergangenen Jahr im KTP und kann mich echt nicht beklagen. Ich bin immer sehr langsam unterwegs, um Tiere zu suchen. Ansonsten müssen für mich Staub und Rumpelpiste einfach sein, das gehört für mich zum Afrika-Urlaub dazu und stört mich nicht ein bisschen. Viel schlimmer finde ich, wenn ständig irgendwelche Fahrzeuge von Nationalpark-Seite unterwegs sind und die Pisten glätten. Oder - noch schlimmer - die Asphaltpisten im Kruger Park. 😵
Grüße, wiw