Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200601. Apr. 2012 · #21
casimodo schrieb: Es ist das Zelt Nr. 1, in dem schon einiges an Forumsprominenz gewohnt hat.
Hallo Carsten,
bin schon gespannt wie Dein Bericht weiter geht.
Wir waren im Zelt No.2. In Nummer 1 sollte die Küche neu gemacht werden. Es kamen 9 Arbeiter auf 3 Lkw`s, von denen 2 gearbeitet haben (ausserhalb des Chalets) und blieben etwa 10 Minuten. Was die wohl in der Zeit geschafft haben????? Deshalb meine Frage: Ist die Küche fertig renoviert?
Maria 58186 Beiträge · seit 201001. Apr. 2012 · #23
Hallo Ihr zwei,
schöner Bericht und auch sehr schöne Bilder. Da könnte man doch grade wieder ins Flugzeug steigen. 😉
Viele Grüße aus dem Westerwald 🙂 Maria
Hanne6'152 Beiträge · seit 200601. Apr. 2012 · #24
Hallo Carsten,
erstmals danke, dass wir anhand Deines Reiseberichtes mitlesen und vieles miterleben und erfahren dürfen. Ich bewundere alle die einen Reisebericht schreiben- denn ich kann besser lesen als schreiben - also wird es von mir nie einen Reisebericht geben. Tulbagh fanden wir auch reizend. Freu mich auf die Fortsetzung - vor allen Dingen - wo Ihr noch überall Mäuse erlebt - das ist für mich ja der Horror... 😉 Auch bin gespannt über das erlebte im KTP, da wir ja kurz vor Euch da waren. Einen sonnigen und schreibfreudigen Sonntag wünscht Dir und Kerstin Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Wir haben während des gesamten Urlaubes keine einzige Seite eines Buches gelesen. Früher hätten wir nie im Leben geglaubt, das es niemals langweilig wird, über Stunden gar nichts zu tun und nur die Stille und die Weite der Landschaft und die Kleintierwelt genießen zu dürfen. In Deutschland würde es uns nach wenigen Minuten langweilig, in Afrika nicht.
... ist einer der Gründe, warum es Menschen gibt, die einem einfach auf den ersten Blick sympatisch sind. 🙂
Dieses Phänomen (des Nichtstun´s) haben wir erstmals vor Jahren auf den Malediven erlebt. Jeder 5 Bücher dabei, und keine einzige Seite gelesen. Und in Afrika ist es genau das Gleiche. Unglaublich, aber wahr. Da ist ein Reiseführer das Maximale.
Übrigens ist 17.00 Uhr seit einer Stunde um, vieleicht haben wir Glück und es gibt vor dem Tatort noch eine kleine Geschichte von Euch?!?
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200701. Apr. 2012 · #27
Hallo Bayern Schorsch,
erst einmal vielen Dank für die netten Worte, das geht ja runter wie Öl 🙂 Das Kompliment können Kerstin und ich nur an Conny und Dich zurückgeben.
Die Fortsetzung gibt es leider erst nach dem Tatort, wir gehen noch schnell zu einer Weinprobe (natürlich nur aus Südafrika). Der Text ist schon fertiggeschrieben, es kommt unser erstes kleines Abenteuer mit dem Leuberg 4x4 Trail.
Hallo Carsten, ich freue mich ebenfalls schon auf die Fortsetzung... Dein/ Euer Bericht ist toll geschrieben und dazu die Fotos..., genau das richtige für das Aprilwetter. 🤩 Liebe Grüße Kiwi
casimodo schrieb:Der Mietwagen von KEA war entgegen aller Bedenken OK und funktionierte bis auf einen Wackler am Kühlschrank einwandfrei. Er musste einiges aushalten und leistete uns treue Dienste. Allerdings blieben einige Schrauben des Frontbumpers auf den teilweise üblen Wellblechpisten im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Strecke“.
Das Problem des abfallenden Frontbumpers hatten wir 2009 bei einem Nissan von KEA auch. Das Teil ist normalerweise durch flexible Gummihalterungen mit der Karosserie verschraub. KEA hatte die Gummihalterung durch selbstgefeilte, starre Metallwinkel ersetzt. Ob das eine Verbesserung des Originalteils sein sollte oder eine billigstmögliche Reparatur seitens KEA war, weiß ich nicht. In der Nissan-Werkstatt in Upington hat man über die selbstgefertigten Teile nur entgeistert den Kopf geschüttelt. Da das Auto noch innerhalb der Garantie war, wurden uns schnell, unbürokratisch und kostenfrei wieder die Originalhalterungen eingebaut.
casimodo schrieb:Obwohl es in der Bretterklasse kein eigenes Boardentertainmentsystem gibt, ist der Service bei Lufthansa diesmal erstklassig, das Personal sympathisch.
Und ich dachte, das Lufthansa mittlerweile auch die letzte 747 mit PTV nachgerüstet hat. Es ist immer wieder lustig, wenn Lufthansa herumjammert, dass sie Marktanteile an arabische Airlines verliert. Die hinken den Marktstandards teilweise auch um 10 Jahre hinterher.
Ansonsten wie immer sehr angenehm zu lesen.
Beste Grüße
Guido
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200701. Apr. 2012 · #30
Nach einer sehr warmen Nacht ist Heute Morgen Frühstück im Häuschen angesagt. Der abgedeckte Pool wimmelt heute von Bienen und Mäusen. Sie tun uns nichts (die Bienen) und halten sich schwerpunktmäßig nur dort auf.
Den heißen Tag verbringen wir wieder mit Nichtstun. Gegen 14:00 Uhr starten wir dann in Richtung des heutigen Ziels, dem Leuberg 4x4 Trail. Die Beschreibung hörte sich bis auf eine angeblich sehr steile Abfahrt am Ende ganz easy an. Zuerst geht es die altbekannt Rüttelpad in Richtung NP Office, dann biegen wir nach Rechts auf eine kleine Pad ab. Die 50 KM von Elandsberg bis zum Beginn des Tracks führen uns durch absolut einsame, wunderschön gebirgige Wüstenlandschaft. Hier ist außer uns weit und breit niemand. Der Weg ist gleichzeitig auch die Zufahrt zum Varschfontain Cottage, das kurz nach dem allerletzten Abzweig zum Leuberg 4x4 Trail liegt. Auf dem Weg dorthin sehen wir ganz überraschend eine Herde Red Hardebeest, in weiter Entfernung rennt eine Herde Bergzebras vor uns weg. An einem Wasserloch sind Baboons und Springböcke. Mit Tieren hatten wir hier gar nicht gerechnet. Die Sandpad führt dann noch an einem weiteren rietbewachsenen Wasserloch vorbei, in dessen Nähe die Reste einiger alter Lehmhäuser stehen. Dann erreichen wir den Abzweig zum 4x4 Trail. Zuerst ein Kindergeburtstag, nach einer Biegung stehen wir dann aber plötzlich vor einem größeren Sandkasten. Er ist ziemlich tief ausgefahren und geht einige Meter bergauf. Das geht ja noch, aber an der oberen Kante sind mehrere ordentliche Felswacker freigefahren. Da wir nicht mit Sand gerechnet hatten und plötzlich etwas aufgeregt sind, denke ich natürlich nicht an den Reifendruck und schon gar nicht ans Fotografieren. Kerstin will direkt umkehren, weil es hier echt einsam ist. Verschiedene Südafrikaner hatten uns eh für etwas verrückt gehalten. Ein einigermaßen normaler Einheimischer würde wohl nicht Mitten im Sommer in die Wüste fahren.
OK, mit so einem Sandkasten habe ich bisher keine Erfahrung. Mit Anlauf bleibe ich zweimal stecken, kann das Auto aber im Geländegang locker wieder rückwärts herausfahren. Beim dritten Versuch klappt es dann. Ich nehme mehr Schwung und rausche zackig über die Felswacker. Der treue Nissan hüpft mit ächzenden Blattfedern über die Felsen, ohne das ich irgendwas wichtiges zerstört habe. Uff, geschafft ! Nach einigen hundert Metern kommt dann eine Strecke mit übel spitzen Steinen. Als normaler Asphaltfahrer hält man das für unpassierbar, das Auto ruckelt mit äußerster Gelassenheit drüber. Unsere Wirbelsäulen werden hier etwas gelockert. Jetzt wird es spannend. Im Internet hatte ich die hügelige Auffahrt schon gesehen. Das sah harmlos aus. Jetzt geht es beängstigend steil bergauf. Auf den Photos kommt das übrigens nicht annähernd rüber. Vom Beifahrersitz kommt ein sehr eindringlicher Befehl:
Kerstin : „Hier werden wir NICHT hochfahren ! Carsten : „Willst Du zurück über die spitzen Steine und die felsige Sandgrube?“ Kerstin : „NEEEEIN !!!“ Carsten: „Wir fahren da jetzt hoch ! „
Also Geländeuntersetzung rein und schön gleichmäßig losfahren. Am Ende des ersten Hügels sehen wir nur noch Himmel ! Keine Ahnung wie die Pad weitergeht. Also Aussteigen und nachschauen. Ah, etwas Rechts und gerade runter. Dann das Gleiche noch zwei oder dreimal und wir stehen auf dem höchsten Hügel. Eigentlich kein Problem, aber wir haben so etwas eben noch nie gemacht und fragen uns so langsam, was noch auf uns zukommen wird ! Warum tun wir überhaupt so etwas ??? Jetzt stehen wir erstmal vor einer seeeeehr steilen Abfahrt. Also erst einmal die schöne Aussicht geniessen, dann läuft Kerstin den Weg herunter. Sie möchte mich bei der Abfahrt filmen. Ich entschließe mich für den zweiten Gang und die Geländeuntersetzung und merke schnell, das der zweite Gang einer zu viel ist. Ich erinnere mich an die 4x4 Tipps im Forum, bremse ganz vorsichtig und rausche tendenziell einige KM zu schnell an meiner bleichen Frau vorbei. Auf dem Film ist hauptsächlich Himmel und Erde zu sehen. Über den Ruf von Kerstin „BREEEEEEEMS“ lachen wir uns inzwischen kaputt.
Der Rest der Strecke ist bequem zu fahren und führt in einem großen Bogen zurück zu dem Wasserloch und dem verlassenen Dorf. Für Offroadfreaks ist der Trail sicher keine große Herausforderung, für uns war es wieder eine neue Erfahrung. Das nächste Mal würden wir da auch locker durchfahren. Etwas stolz über das Geschaffte geht’s weiter in Richtung der verlassenen Siedlung Nahe des Wasserloches. Dort halten wir an. In totaler Stille laufen wir einige Meter zu einem kleinen Gräberfeld.
Es ist sauheiß. Ohne Wasser hätte man hier keine große Lebenserwartung.Von was haben die Menschen hier wohl gelebt ? Im Fenster eines halb zerfallenen Hauses entdecke ich eine große Eule, die aber leider sofort das Weite sucht.
Nach kurzer Zeit geht es die 50 KM zurück nach Elandsberg. Die Fahrt auf den Elandsberg-Viewpoint brechen wir ab, da es wieder sehr ruckelig über zahlreiche spitze Steine geht. Das hatten wir Heute genug. Nach dem kleinen Abenteuer schmeckt das Savannah besonders gut ! Unser kleiner gefiederter Freund ist auch wieder da und leistet uns Gesellschaft. Es gibt Heute Speckwürstchen, selbst eingelegtes Rindersteak, griechischen Salat und Gemsquash mit Knobibutter.
Beim Auspacken der garen Gemsquash merke ich, daß ich das Anstechen vergessen hatte. Angeblich können die Dinger dann explodieren. Also lasse ich beim Auspacken aus der Folie äußerste Vorsicht walten und steche das pralle Ding von der mir abgewandten Seite an. Mit lautem Zischen verabschiedet sich ca. ein Drittel des Fruchtfleisches in einem lauten Zischen aus dem kleinen Kürbis. Echt lustig und Gott sei Dank ist auch dieses kleine Abenteuer gut ausgegangen ! Ich sah uns schon mit den heißen Kürbisbrocken im Gesicht schreiend durch die Wüste rennen. Der Diemersfontain Voignier ist ein würdiger Wein für unseren letzten Abend in Elandsberg.
Wir hatten hier genug Zeit, um in Afrika anzukommen. Ein wunderschöner, einsamer Platz. Die Unterkünfte bewerte ich am Ende des Berichtes.
wenn ich einmal reich wär... dann wäre ich aber sowas von schnell wieder in Afrika 🙁 .So sitze ich hier mit einem südafrikanischen Rotwein, afrikanischer Musik, Deinem sehr schönen Reisebericht und träum mich wech. Dazu die tollen Bilder( vor allem Maus im Glas).Könntest Du mir das evtl.mal zukommen lassen??? ( nur für den privaten Gebrauch ).Unübertroffen ist auch das Klo 🤩 🤩 . Freue mich schon auf den nächsten Teil. Bis dahin benetze ich noch etwas meine Kehle. (hätte gern in Kronau noch etwas ausführlicher mit euch gesprochen. Vielleicht beim nächsten Mal ). Liebe Grüße euch beiden,
Purzel
zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung.Wir verprassen das Erbe unserer Kinder...;-)
Reisebericht Namibia 2013
"Nur" eine Einsteiger-Tour
es geht ja echt spannend weiter. Leider kommen auf Bildern die Höhenunterschiede nicht wirklich zur Geltung. Aber dank Deiner Schilderung kann man es sich sehr plastisch vorstellen.
Und die Reaktion Deiner Frau kann ich natürlich auch nachvollziehen. Aber Ihr Männer seht das ja manchmal etwas anders.
Freue mich schon, wie es weitergeht. Du legst ja ein ordentliches Schreibtempo vor. Da können wir uns alle nur eine Scheibe von abschneiden.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201002. Apr. 2012 · #35
Purzel schrieb: Dazu die tollen Bilder( vor allem Maus im Glas)
Purzel
*lach* - Sohn Nr.2 hat mich gestern gefragt, warum ich mit dem Notebook aufm Schoß so dämlich vor mich hinkichern würde. Ich hab ihm das Mäusebild dann gezeigt.... 😄
Carsten, richte Kerstin bitte aus, dass das auch mein Redebeitrag hätte sein können bei eurer Offroad-Tour! (Ich hab gestern schon nen Verweis als Beifahrerin bekommen, nur weil ich so ein bisschen die Hände vorm Gesicht zusammengeschlagen habe, ich glaube ganz geräuschlos 😗 , als vor uns einer etwas riskant überholt hat.... 😉 )
Freue mich schon auf die Fortsetzungen - was hat Bayernschorsch dir denn für einen Termin vorgegeben für die nächste Folge?? Nur damit ich mich rechtzeitig wieder einklinke 🤪 !
Serengeti354 Beiträge · seit 201002. Apr. 2012 · #36
Hallo Carsten,
toller Bericht. Vielen Dank. Bin gespannt, wie es weiter geht. Auch bei uns wird nächsten Februar der KTP im Mittelpunkt der Reise stehen. Unsere Anfahrt aus CT ist noch nicht ganz geplant. Evtl. werden wir es Euch "nachmachen". Also, mach uns weiter den Mund wässrig!
LG Serengeti
Montango1'667 Beiträge · seit 201102. Apr. 2012 · #37
Hallo Carsten,
danke für den schönen Bericht. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung vor allem natürlich auf KTP und dann auf Leshiba. Das klappt ja sicher noch, bis wir abfliegen 😉 Du legst ja ein ordentliches Tempo vor 🙂
LG
Montango
P.S. ist die Maus lebend wieder aus dem Glas gekommen ? Und falls ja , wie ??
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200702. Apr. 2012 · #38
@ Purzel Schicke mir doch per PM bitte einmal Deine E-Mail-Adresse, dann maile ich Dir das Bild gerne. Die Zeit in Kronau war wirklich zu kurz. Wir hätten von Euch gerne noch etwas über Moremi, Savuti etc. geredet 🙁
@ Fleur Du baust so kurz vor Deinem Urlaub ja einen ganz schönen Druck auf 😉
@ Africa Direct Vielleicht liegt es ja nicht an Mann oder Frau, sondern an Fahrer oder Beifahrer 😐 Eigentlich ist meine bessere Hälfte viel mutiger als ich
@Montango Wir hatten uns bei der Livebeobachtung auch gefragt, ob die Maus da wieder rauskommt. Sie hat das unglaublich wendig und leicht geschafft. Sie hat das Glas nicht einmal umgeworfen.
@Champagner Habe es Kerstin ausgerichtet, tut ihr sicherlich gut 😉 Der BayernSchorsch hat sich fair verhalten und keine neuen Termine gesetzt
@Serengeti Paternoster, West Coast NP, Cederberge, Springbok und AUgrabies sind ja auch keine schlechten Alternativen. Hatten wir aber schon.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200702. Apr. 2012 · #39
Elandsberg nach Upington
Distanz 504 KM
Heute ist ein reiner Fahrtag und die längste Teiletappe unserer Reise. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir schweren Herzens unsere Sachen. Hier hat es uns richtig gut gefallen ! Auf der anderen Seite freuen wir uns auf den Kgalagadi Transfrontier Park. Der erste Teil der Strecke führt über knapp 100 KM richtig üble Pad. Hier lässt unser Nissan die ersten Schrauben fallen. Die Frontschürze wackelt jetzt seitlich etwas, die Metallbefestigung scheppert. Mit Panzerband bekomme ich das Ding aber wieder ruhiggestellt.
Nach einer Abzweigung geht es auf Schotter weiter immer an imposanten Bergen entlang über einen Pass, von dem aus wir einen schönen Blick zurück haben. In Calvinia wird getankt und im Calvinia Hotel gibt’s ein lecker Omelette und ein kurzes Gespräch mit einem Einheimischen. Im Drankwinkel gegenüber und im Sparmarkt nebenan werden die ersten Einkäufe für den KTP getätigt. Hier ist alles sehr relaxed, ein ganz nettes Städtchen.
Die restliche Strecke führt uns vorbei an den immer einmal vorhandenen Baustellenstops, die jeder Südafrikareisende kennt. Man wartet einige Minuten und darf irgendwann weiterfahren. Dann geht’s auf guter Straße ewig immer nur geradeaus. Nach Calvinia hat es zuerst noch schöne Berge, dann wird es öde. Dafür sitzt Kerstin plötzlich eine minikleine Gottesanbieterin auf dem Arm. Wie klein sie war, kann man an den Haaren auf dem Foto sehen. Sie sieht aber echt gefährlich aus. Wenn die 2 Meter groß wäre 🤩 Die Orte Brandvlei und Kenhardt sind nichtssagend. Die Fahrt ist relativ unanstrengend. So ungefähr 100 KM vor Upington fahren wir in eine Wolkenwand herein. Und plötzlich regnet es. Einige Kilometer weiter baut sich Rechts eine imposante Gewitterfront auf. Die Landschaft wirkt fast etwas namibianisch. Köcherbäume und riesige Webervogelnester vor roten Dünen.
Schließlich erreichen wir den Oranje. Hier gibt es riesige Weinanbaugebiete und einige größere Brückenbaustellen.
Das Navi leitet uns durch die belebte Innenstadt von Upington in eine kleine Seitenstraße am Oranje River zum Moonriver Guesthouse. Die hatten uns den Zimmerpreis pro Nacht lange vorab doppelt von der Mastercard abgebucht. Unsere Reklamation wurde zuerst gar nicht beantwortet und erst nach neuer Nachfrage teilte man uns mit, daß wir das zuviel gezahlte Geld bei Ankunft erstattet bekämen. Bei genau dieser Ankunft teilte der Eigentümer uns mit, sein Haus sei fully booked. Kerstin erwiderte: „we are the germans with the double payment“ ! Ahhh.... er hat uns erst nächste Woche erwartet ! Entschuuuldigung, das war sein Fehler....... und genug Bargeld hätte er jetzt auch nicht da..... wir könnten aber ins Le Must River Manor, er rufe schnell mal da an. Sie hätten was frei, das Geld würde er uns dann per Mastercard erstatten. Das ist bis jetzt noch nicht passiert. Wenigstens Le Must hat er für uns bezahlt. Wir werden der Sache noch nachgehen....
Le Must war sowieso unsere zweite Unkerkunftswahl und liegt ca 500 Meter weiter in einem noblen Wohngebiet direkt am Oranje inmitten eines tropischen Gartens mit schönem Pool. Wir werden nett empfangen, bekommen ein Zimmer, das ganz OK ist. Das Haupthaus ist historisch eingerichtet und hat einen schönene Freisitz zum Garten hin. Auf Empfehlung beschließen wir, zu Fuß zum Irish Pub zu laufen. Das sei hier in Upington OK, wir sollen uns keine Sorgen machen !
Der Pub liegt etliche hundert Meter entfernt an der Abends ausgestorbenen Haupteinkaufsstraße. Wir bekommen noch einen Platz auf der schönen Terrasse, werden sehr nett bedient und bekommen riesige Fleischportionen zu fairen Preisen mit einem kalten Bier.
Es ist sehr warm, am Horizont über dem Oranje gewittert es. Satt gegessen gehen wir mit einem unguten Gefühl im Bauch zurück zur Lodge. Warum laufen wir eigentlich ? Das nächste Mal werden wir wieder fahren, man fühlt sich einfach unwohl....
Zurück im Le Must landen wir noch mit einem sehr netten jüngeren Hausangestellten bei einem Windhoek auf der Terrasse. Wir verstehen uns gut, er berichtet uns viele interessante Sachen über das Leben in Upington. Für ihn sei es der beste Platz zum Leben. Zufrieden gehen wir ins Bett, wo ich noch einen Frosch fange und ins Freie setze. Das leckere Frühstück am letzten Morgen nehmen wir am großen Fenster mit schönem Blick in den Garten ein und fahren danach zu Checkers um die Ecke. Heute wird für 8 Tage Selbstversorgung im KTP eingekauft. Der Supermarkt ist riesig groß und in 1 1 /2 Stunden bekommen wir bis auf Savannah alles, was wir brauchen. Das Angebot an Lebensmitteln erschlägt einen förmlich. Da wohl gerade Erntezeit ist, bekommen wir sehr leckere Papayas, die fast jeden Tag unser Frühstück ergänzen werden.
auch ich wünsche mir eine rasche Fortsetzung deines tollen Berichts, denn auch ich bin eine KTP-Süchtige. Wir haben übrigens auch schon das Honeymoontent im KTC genossen 🙂