Verhalten beim Campen

27 Antworten · 12,2k Aufrufe · gestartet 15. März 2012 von Ylvi
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201215. März 2012 · #1
Hallo zusammen,
bin auch neu im Forum, und was solche Reisen betrifft. Bin 33 Jahre und habe vor zusammen mit meiner Freundin im Oktober/November 3 1/2 durch Botswana mit nem Toyota Hilux mit Dachzelt zu reisen. Was mir noch nicht so ganz klar ist, wie man sich eigentlich beim Campen mit den ganzen Tieren verhält. Muss man sobald es dunkel ist, immer ein Feuer brennen haben? Wie weit kann man sich tagsüber frei vom Auto weg bewegen? Gibt es irgendwelche Gefahren oder Verhaltensweisen die man beachten muss, damit es möglichst zu keinen "tierisch gefährlichen" Zwischenfällen kommt. Wär super, wenn ihr da von euren Erfahrungen berichten könntet.
4'129 Beiträge · seit 200815. März 2012 · #2
Hallo, Ylvi!

Die Erfahrungen der Fomis kannst du in den vielen ausführlichen und schönen Reiseberichten nachlesen. Sie sind voll von Tipps und allabendlichen Erlebnissen.
Da hast du ordentlich Lesefutter.
Es gibt nämlich sehr viel Differenziertes darüber zu sagen, da weiß man garnicht, wie man auf so eine pauschal formulierte Frage antworten soll.

Dann schau doch auch mal im Wiki, unter Campen
Und u.a. aus den letzten Monaten z.B. unter Folgendem:
http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/199646-sicherheit-beim-campen.html#199650
http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/206732-selbstschutz-beim-campen.html?limit=6&start=6#206793
Sicher kannst du auch in deinem Botswana-Reisführer ein ganzes Kapitel darüber lesen.
Wenn das noch nicht genug ist, dann gib hier oben deine Suchworte ein und du wirst reichlich finden.
Wenn du dann noch konkrete Fragen hast, dann man immer her damit.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
5'479 Beiträge · seit 200916. März 2012 · #3
Ich will mal auf die von Dir klar formulierten Fragen hinsichtlich Feuer und das verlassen des Fahrzeuges eingehen. Das ganze bezogen auf die Nationalparks in Botswana.

Grundsätzlich ist zu bedenken, dass die Campsites in den Nationalparks in Botswana nicht umzäunt sind, man deshalb dort mit den gleichen Tieren rechnen muß, wie an allen anderen Stellen der Nationalparks.

Wir haben grundsätzlich ein Feuer brennen, wenn es dunkel ist. Ab diesem Moment verlassen wir auch nicht mehr Bereich des Feuerscheins. Wir haben selbst erlebt, wie Camper nachts im Moremi noch das Waschhaus aufsuchen wollten und dabei fast mit einer Hyäne zusammengetroffen sind. Ging noch mal gut, da die Hyäne allein und nicht im Rudel war.

Tagsüber bewegen wir uns frei auf der Campsite. Allerdings sehen wir zu, dass wir uns im offenen Gelände halten und nicht durchs dichte Gebüsch gehen. Unterwegs verlassen wir nicht die direkte Umgebung des Fahrzeuges. Wichtig ist es meiner Meinung nach, bei einem menschlichen Bedürfnis keine falsche Scham zu zeigen und hinter einen Busch gehen zu wollen. Du weißt nie, wer schon hinter dem Busch sitzt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast17. März 2012 · #4
Hallo Ylvi

Ein Feuer an zumachen in der Nacht ist immer Sinvoll. Volle Zustimmung an meinen Vorrednern. Übern Tag kann man sich auf dem Camping Platz frei bewegen. dennoch würde ich dir Raten immer wachsam zu sein. Den auch Tagsüber Können predatoren, Big 5 im Camp auftauchen. was manchmal nicht ganz ungefährluch sein kann. Zum Thema aussteigen, Grundsätzlich darfst du im Südlichen Afrika im National Parl nicht aussteigen. Ausnahme sind ausgewiesene stellen. Außerhalb würde ich darau achten, das das gelände übersichtlich ist. Wenig Büsche, gute Sicht.

Ansonsten würde ich dir raten Wanderschuhe oder Schuhe die über die Knöchel gehen anzuziehen, denn es Gibt auch Schlangen. Gegen diese kann man sich dadurch gut schützen.

Gerade bostwana ist Malaria Gebiet. Abends würde ich mich mit Autan eionschmieren und lange Klamotten tragen. Egal wie war es ist. eine gute Prophylaxe ist in diesem Gebiet auch zu empfehlen. (Malaria befindet sich speziell im Nördlichen teil. Ich weiss nicht wo du hin willst).

bei Flüssen, wie z.B. Zambezi ist vorsicht geboten. Versuch diese Abschnitte zu vermeiden. Denn die Dichte an Crocodilen ist hier besonders hoch.

Wenn du noch weitere Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben.

MFG
1'667 Beiträge · seit 201117. März 2012 · #6
Max Power schrieb:@ Malealea

Ich habe nun schon ein gutes Dutzend mal gelesen, dass manch Nationalpark sogar speziell dazu auffordert, die Natur auch mal ausserhalb des Autos zu erleben. Spontan fällt mir dazu Mahango ein.

nur so am Rande 😉

Amos
Mir fällt spontan Mana Pools ein 🙂 Vielleicht war Malealea noch nie im südlichen Afrika ?

Früher hieß es aus Flaschen gezogenes Wissen, heute heißt es wohl google 😉
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
250 Beiträge · seit 200817. März 2012 · #7
Für Namibia uns SA ist es wohl richtig, dass man die Fahrzeuge nicht verlassen soll/darf. In Botswana muss man dies aber zwangläufig, da auch die Campgrounds nicht gesichert sind.
Topobär hat es vortrefflich beschrieben.
Gruss tom
439 Beiträge · seit 200918. März 2012 · #8
Zum Thema Lagerfeuer muss mal folgendes bemerkt werden: Mit einem Feuer herkömmlicher Größe wie es von Campern entzündet wird, ist zwar sehr stimmungsvoll und verbreitet auch einen schönen Schein (gute Rundumsicht in die nähere Umgebung), ein wildes Tier wie etwa einen Löwen oder einen Elefanten beeindruckt es aber nicht.
zuletzt bearbeitet 18. März 2012
1'287 Beiträge · seit 200818. März 2012 · #9
Hallo Ylvi,

wenn Ihr noch gar keine Erfahrungen im Afrikanischen Busch habt, würde ich Euch vor der eigentlichen Alleinfahrt, eine Tour mit einem Guide in einem Nationalpark vorschlagen. Hier kann man meiner Erfahrung nach sehr viel über das Verhalten der Tiere lernen.
Meine persönliche Erfahrung ist nämlich, dass man als total ungeübter so ziemlich jedes Tier übersieht und somit auch relativ schlecht mögliche Gefahren erkennen kann.
Ich finde es auch nach einigen Jahren Erfahrungen immer wieder erstaunlich wie sich z.B. in ziemlich kleinen Mopanebüschen ausgewachsene Elefanten "verstecken" können.

Nachts würde ich schon deshalb kein Feuer brennen lassen, da es (wie schon beschrieben) sowieso keine Tiere abhält und mich ausserdem zwingen würde ständig aus dem Zelt zu gehen, um Holz nachzulegen.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
728 Beiträge · seit 200618. März 2012 · #10
Ich weiß ja nicht, wie andere das machen, aber wenn wir ein kleines Feuer machen, schauen wir da auch hinein mit der Folge, dass man außerhalb des Feuer nun gar nichts mehr sieht, weil man letztlich geblendet ist und die Pupillen relativ klein werden. Man sieht also m.E. ohne Feuer viel mehr als mit Feuer.
Gruß
Reinhard
Es gab hier mal Forum so schöne Fotos, wo man sehen konnte, dass hinter der Reihe der Zweibeiner, die in's Feuer starrten, auch Vierbeiner standen (Löwe und Hyäne), die das Feuer auch interessant fanden 😗
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zuletzt bearbeitet 18. März 2012
290 Beiträge · seit 200718. März 2012 · #11
Hallo Ylvi,

das gefährlichste Tier im südlichen Afrika ist vierradgetrieben und von einem unerfahrenen Touristen gelenkt (oder einem verrückten Einheimischen).
Informiert euch vor allem anderen über die Sicherheit beim Autofahren.

Viel Spaß!
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
238 Beiträge · seit 201118. März 2012 · #12
Hallo Yivi,

ich schließe mich den anderen an. Den Hinweis von Carl finde ich auch sehr wichtig und ist nicht zu unterschätzen!

Ansonsten auch an die zu bewältigenden Strecken mit Tiefsand & Co denken. Auch ein Navi ist sinnvoll, da man sich auch ruck zuck verfahren kann, wenn man die Gegend nicht kennt.

WICHTIG!
Kauft Euch z.B. den Hupe (Hupe-Verlag). Da steht viel wissenswertes drin, insbesondere Streckenvorschläge, Art der Strecken und und und.

Achso...und rechtzeitig buchen! Wir haben das 1 Jahr im voraus gemacht! Gerade Moremi und Chobe können fully booked sein. Beim Chobe gibt es seit dem 01.02. Reglements (hier im Forum. Ich pers. werde Ende Mai berichten, da wir Mitte April dort sein werden und pers. berichten.

Aber Hupe wäre eine gute Basis. Streckenverläufe (km und geschätzte Zeit: google-maps...klappt aber nicht in den Parkstrecken Moremi Rtg. Chobe z.B.

Ansonsten:

Ich habe die Preise von 2011 (als wir zahlten) hier eingestellt.
Adressen zum eigenen organisieren oder organisieren lassen (Aufschlag m.E. sehr akzeptabel!) ist auch hier im Forum.

Beste Grüße

Sven
4'140 Beiträge · seit 200918. März 2012 · #14
Hallo,
Carl hat eigentlich die beste Antwort gegeben. Manche Tiere interessiert das Feuer nämlich tatsächlich nicht! Wir hatten schon mal einen Elefanten fast eine halbe Stunde lang 2 Meter neben unserem Feuer stehen gehabt. (Wir hatten uns ins Auto geflüchtet.) Der Eintopf war dann ziemlich angebrannt und den Elefantenbullen haben nur die Zweige am daneben stehenden Baum interessiert. Aber einen ganz wichtige Aspekt sollte man nie vergessen: Feuer NIEMALS unbeaufsichtigt lassen! "Die ganze Nacht brennen lassen" hieße ja ständig aufstehen und nachlegen und immer jemanden einteilen zum Beaufsichtigen, denn ein fliegender Funke kann in der trockenen Savanne eine Katastrophe auslösen. Das trifft natürlich nicht auf die Camps z.B. in der Etoscha zu, da wäre ein "Nachtfeuer" aber sowieso Quatsch. Aber in Boswana kann das schon mal an dem einen oder aneen Ort zum Problem werden. Also: Vor dem Schlafen gehen noch mal aufs Klo und dann bis zum Morgen im Zelt bleiben, dann passiert nix! 🙂
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Gast18. März 2012 · #15
@ Mantango und Max power,

Auf der anderen seite kann ich euch genügend Beispiele geben, auch in Botswanan, wo das Verlassen des Autos nicht erlaubt ist. Dazu gehört z.B. der Chobe Np. Mahango und Mana pools kenne ich nicht, da kann es in der Tat anders aussehen.

Aber auch in zimbabwe wie z.B. Hwange ist das ausstreigen untersagt, genauso wie Matopos. Wie ihr meinen Post entnehmen könnt bezog ich mich auf das komplettte südliche Afrika. aber Ausnahmen bei den Regelungen bestättigen die regel.

zur Frage ob ich schon mal im südlichen Afrika war, möchte ich nicht mehr näher drauf eingehen.

was das Feuer betrifft, habt ihr natürlich Recht. es hängt immer von der Vegetation ab. Ich muss gestehen, an ein feldfeuer habe ich nicht gedacht... . In einer Wüste das feuer über Nacht brennen zu lassen (vorrausgesetzt wir haben kein gras), halte ich für relativ ungefährlich. Allerdings im buschigen Areal sieht das ganze selbstverständlich anders aus. Ich denke ob Tiere zum feuer gehen oder nicht kann nicht pauschal beantwortet werden "Erwarte immer das Unerwartete".

MFG
728 Beiträge · seit 200618. März 2012 · #16
Von mir selber gelöscht.
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 18. März 2012
1'287 Beiträge · seit 200819. März 2012 · #17
malealea 2.0 schrieb:
Auf der anderen seite kann ich euch genügend Beispiele geben, auch in Botswanan, wo das Verlassen des Autos nicht erlaubt ist. Dazu gehört z.B. der Chobe Np.
Hallo Malealea,

kannst Du bitte eine Quelle nennen, die das Aussteigen im Chobe NP untersagt? Nach meinem Kenntnisstand sollte es ja wenigstens auf den (nicht eingezäunten) Campsites und Picknick Areas erlaubt sein. Somit kann ich mir nicht vorstellen, dass der Rest des Parks eine andere Regelung haben sollte. Das dies IMMER nur auf eigene Gefahr geht, versteht sich ja von selbst.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Gast19. März 2012 · #18
Hallo Carl,

Das du an ausgewiesen Stellen aussteigen darfst, ist auch in Namibia bzw. Südafrika der Fall. Ich war im Dezember im Chobe, und da stand ausdrücklich drin, das mit Ausnahme gekennzeichneter Flächen, ein verlassen des Autos untersagt ist. Ich versuche mal die Quelle zu finden.

MFG
1'723 Beiträge · seit 200919. März 2012 · #19
nur mal ein kleiner einwand . autan ist im suedlichen afrika ziehmlich unwirksam...
ich war auch im dezember im chobe und kann mich nicht erinnern ein solches schild gesehen zu haben.. aber das kann natuerlich an meiner kurzsichtigkeit gelegen haben ...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
5'479 Beiträge · seit 200919. März 2012 · #20
Da sieht man mal, wie schnell man missverstanden werden kann. Selbstverständlich bezog ich das Feuer in der Dunkelheit nur auf die Zeit, die man sich noch draußen aufhält. Wenn wir ins Zelt gehen, wird das Feuer selbstverständlich gelöscht.
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