Logi16,9k Beiträge · seit 201203. Okt. 2025 · #161
Nachdem es bis in den heutigen, späten Nachmittag ruhig war, gibt es nun wieder einen erneuten Ausbruch. Dieses Mal ist das Feuer süd-östlich von Okaukuejo:
Merke: It ain't over 'til the fat lady sings
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201203. Okt. 2025 · #162
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
madmaddin153 Beiträge · seit 201108. Okt. 2025 · #164
Logi16,9k Beiträge · seit 201208. Okt. 2025 · #165
Das MEFT (Ministry of Environment, Forestry and Tourism) hat neue Zahlen zu den Verlusten im Etosha heraus gebracht. Nach offizieller Lesart sind nunmehr 12 Elefanten, 2 Giraffen, 1 Nashorn Kalb, 6 Springböcke, 3 Duiker und 1 Zebra verendet. Dazu sollen 3 weitere Elefanten, sowie ein Python moderate Verbrennungen (was immer damit auch gemeint ist) erlitten haben.
... Damit werden schon bald nach dem massiven Buschfeuer im Etoscha-Nationalpark Befürchtungen war, die kurz nach dem Brand geäußert worden waren. Demnach befürchtete man, dass die Tiere durch den Veldbrand und dem damit entstehenden Mangel an Weide (Elefanten) und später wahrscheinlich auch Mangel an Beutetieren (Löwen), den Park notgedrungen verlassen haben oder verlassen werden und dadurch näher an bewohnte Gebiete geraten. ... Das Fleisch wurde anschließend an die Kommunalgemeinschaft verteilt.
Officials from the environment ministry this morning shot an elephant at Onawa village in Omusati Region’s Anamulenge Constituency. This was confirmed by Omusati Police commander, commissioner, Ismael Basson who this afternoon told NMH that the elephant is one of the three elephants that were spotted roaming in various communities in Omusati. It is believed that the elephants left the Etosha National Park following the recent fires which destroyed a large part of the park. As for the two other elephants, Basson said he cannot confirm if the they are still in the area or not. => klick
Hier ein Video dazu, in dem die mit Pangas ausgerüstete Bevölkerung um das Fleisch des Elefanten rangelt => klick
Zu der Erlegung des Elefanten durch das Ministerium gibt es inzwischen auch kritische Stimmen:
... The Ministry of Environment was supposed to jump into action right away when the 3 Elephants escaped and were reported . To protect them and safely return them to the park. They know the community will get hold of them and kill them. ...
Sie haben es also nicht nur versäumt, unsere Tierwelt in Etosha durch Vorbereitung, Instandhaltung der Brandschneisen und angemessene Maßnahmen zur Brandbekämpfung zu schützen. Viele Elefanten kamen in den Bränden um, und diejenigen, denen es gelang, sich aufgrund fehlgeschlagener, schwacher Versuche, sie zurück in den Park zu führen, in Sicherheit außerhalb des Parks zu bringen, wurden von genau denjenigen erschossen, die auch für ihre Flucht aus dem Park verantwortlich waren und die unsere Tierwelt eigentlich schützen sollten. Von wegen Vorbildfunktion! Jetzt sehen die Gemeinden, wie die Anführer einen Elefanten töten und ihnen erlauben, sich einzugraben und den Elefanten unethisch und unhygienisch und ohne jegliche Kontrolle für Fleisch zu zerlegen. Applaus für ein großartiges Beispiel versagter Führung und Vorbildfunktion (noch mehr Sarkasmus). Jetzt ist also ein Exempel statuiert, und jedes Wildtier, das sich Gemeinden oder Siedlungen nähert, wird als Bedrohung angesehen und abgeschlachtet. ...
LG Logi
COCocolino6 Beiträge · seit 202013. Okt. 2025 · #167
Da kann man nur hoffen, dass die Regierung aus den Versäumnissen lernt und zudem klar kommuniziert, dass es eigentlich unter Strafe steht einen Elefanten zu schießen und zu fressen dazu Elfenbein zu schmuggeln. Ich komme seit über 20 Jahren regelmäßig ins Land meines Herzens aber dieses Mal freue ich mich nicht sondern möchte am liebsten stornieren was gebucht ist. Der Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle für Namibia. Verbrannter Park, weniger Tiere, kein ausreichender Tierschutz das kann fatale Folgen haben....
OceanView239 Beiträge · seit 202513. Okt. 2025 · #168
@Cocolino Nach 20 Jahren sollte man aber wissen, daß europäische Moralnormen in Afrika nicht gelten. Man raubt, was einem nicht fertig gebraten in den Mund fliegt. Nachhaltigkeit der Entwicklungshilfe aus Europa basiert auf jeweils 5 Jahren. Nicht umsonst müssen deutsche Entwicklungshelfer Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben. Alles was sich bewegt, wandert durch die Dickdärme der Menschen. Daher liegt der Tourismus im gesamten Afrika südlich der Sahara zumeist in europäischen oder asiatischen Händen. Wäre dem nicht so, gäbe es in Afrika keine Tiere mehr bei dem Bevölkerungswachstum. Nach 1-2 Regenzeiten werden die diesjährigen Brandnarben im Etosha-Park verschwunden sein. Nur die Zäune werden noch immer platt liegen und die Wilderer in den Park eindringen. Und es werden noch immer keine neuen Brandschneisen gezogen sein.
COCocolino6 Beiträge · seit 202013. Okt. 2025 · #169
@OceanView Danke für die Infos und die klaren Worte. Auch nach 20 Jahren bin ich ein Tourist der sich oft schwer tut einiges zu verstehen und ich bin anscheinend besonders naiv. Ich glaube wenn ich in Namibia leben würde - was immer mein Traum war - würde ich einiges anders sehen. Neben der Moral dachte ich es ist klar wenn man die Tiere abschlachtet und futtert die die Touristen sehen wollen - keine Touristen kein Geld. Die armen Farm- und Lodgebesitzer die vom Tourismus leben müssen.....Ich hab schon geguckt ob man für Wiederherstellung oder versorgen verletzter Tiere spenden kann aber wer weiß wo das Geld dann landet....
Logi16,9k Beiträge · seit 201214. Okt. 2025 · #170
Cocolino schrieb:Ich hab schon geguckt ob man für Wiederherstellung oder versorgen verletzter Tiere spenden kann aber wer weiß wo das Geld dann landet....
Diesbezüglich kannst Du gerne einmal Dr. Simone Herzog auf Okutala anschreiben. Sie kümmert sich aktuell unermüdlich um die Brandopfer des Feuers und sie wird auch überall als die kompetente Ansprechperson genannt, wenn es um Sichtungen von betroffenen Tieren (insbesondere natürlich Elefanten) geht.
Das gilt übrigens auch für alle Reisende: wer vom Brand geschädigte Tiere gesichtet hat, soll sich an Doktor Simone wenden.
LG Logi
COCocolino6 Beiträge · seit 202014. Okt. 2025 · #171
Lieber Logi vielen Dank für den Tipp. Kontaktaufnahme ist erfolgt und ein Spendenaufruf an meinen Freudeskreis auch....
Logi16,9k Beiträge · seit 201215. Okt. 2025 · #172
Der ehemalige Parlamentarier und Anführer der Namibia Economic Freedom Fighters (NEFF) Epafras Mukwiilongo war einer der Prominenten, die am Samstag im Dorf Onawa in der Region Omusati mit einfachen Dorfbewohnern um einen Anteil am Elefantenfleisch konkurrierten. Das Bild von Mukwiilongo, wie er ein Stück Fleisch vom Kadaver schneidet, löste einen Sturm der Entrüstung in der Öffentlichkeit aus. Er zeigt Politiker und andere wohlhabende Personen, die sich nehmen, was sie nicht wirklich brauchen, und so die bedürftigen Bürger benachteiligen. Es kam zu Unruhen, als Hunderte von Dorfbewohnern mit Pangas, Äxten und Messern bewaffnet zum Kadaver des Elefanten stürmten, um einen Teil des Fleisches zu beanspruchen. Die Dorfbewohner behaupteten, die unzureichend organisierte Verteilung habe zu einer ungleichen Verteilung des Fleisches geführt: Einige hätten angeblich zu viel genommen, während andere nichts bekämen. Es war vor allem die Anwesenheit prominenter Persönlichkeiten, allen voran des NEFF-Anführers Mukwiilongo, die die Gemeindemitglieder erzürnte, die sagten, kostenloses Elefantenfleisch hätte ausschließlich an einfache Gemeindemitglieder verteilt werden sollen und nicht an diejenigen, die „bereits satt“ seien. ...
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201216. Okt. 2025 · #173
Im Parlament hinterfragte der Abgeordnete der Independent Patriots for Change (IPC), Rodrick Likando, warum das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (MEFT) die in der Sambesi-Region eingesetzten nicht-tödlichen Maßnahmen bei Konflikten zwischen Menschen und Elefanten in Omusati nicht angedente habe Es geht um den Elefantenbullen, der nahe Onawa erlegt wurde. In Sambesi würden Elefanten oft lediglich von den Gemeinden weggeleitet, betonte Likando. ...
LG Logi
OceanView239 Beiträge · seit 202517. Okt. 2025 · #174
Im Parlament hinterfragte der Abgeordnete der Independent Patriots for Change (IPC), Rodrick Likando, warum das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (MEFT) die in der Sambesi-Region eingesetzten nicht-tödlichen Maßnahmen bei Konflikten zwischen Menschen und Elefanten in Omusati nicht angedente habe Es geht um den Elefantenbullen, der nahe Onawa erlegt wurde. In Sambesi würden Elefanten oft lediglich von den Gemeinden weggeleitet, betonte Likando. ...
Auch von mir ein herzliches Dankeschön an Logi, Christian und auch alle anderen welche sich hier um sachliche Informationen verdient gemacht haben! Ich denke, fast jeder weiß, dass Buschbrände schon immer ein wesentlicher Bestandteil der natürlichen Prozesse im südlichen Afrika sind. Leider ist eben -wie an fast jedem anderen Ort auf unserem Planeten- kein Raum mehr für solche "Katastrophen". Weder in der Fläche noch in zeitlicher Hinsicht. So ist eben selbst ein Nationalpark nicht einfach nur ein Stück konservierte, heile "Idealnatur" aus einer längst vergangenen Zeit, sonder eben auch und nicht zuletzt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Gerade aus diesem Grund rächt sich nun die grobe Vernachlässigung des Brandschutzes durch Behörden und Regierung besonders bitter und trifft -wie immer in solchen Fällen- die, welche nicht dafür verantwortlich sind. Meine Gedanken und meine besten Wünsche sind bei all denen, welche jetzt besonders darunter zu leiden haben. Ausdrücklich mache ich da zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied! Unser nächster Namibia-Besuch ist für Januar geplant. Etosha stand dabei eigentlich nicht auf der Liste, doch nun aber schon. Ich denke, dass Schlimmste wäre jetzt wenn sich alle abwenden und gar keiner mehr kommt. Wir haben beschlossen das Gegenteil zu tun, wir fahren hin! Nach dem Motto: Jetzt erst recht! Wer kann denn ganz aktuell etwas zur derzeitigen Lage aus erster Hand berichten? Gibt es jemanden der gerade vor Ort ist/war? Vielen Dank!
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Rosa Luxemburg)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Rosa Luxemburg)
Butterfly21 Beiträge · seit 202101. Nov. 2025 · #178
Hallo liebe Fomis,
war jemand die letzten 8 Tage im Etosha in Olifantsrus und kann etwas zu der Tierdichte dort sagen? Wir sind in gut einer Woche für 2 Nächte dort eingebucht und überlegen, ob wir neben Okaukuejo ( danach für 2 Nächte ) uns lieber weiter östlich halten sollten. Vielen Dank für Eure Hinweise.