Namibia im August 2012 - wie kalt ist es wirklich?

7 Antworten · 7'163 Aufrufe · gestartet 26. Feb. 2012 von lycaonpictus
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Themenstarter16 Beiträge · seit 201226. Feb. 2012 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder!

Ich fahre Ende Juli/August 2012 mit meiner Lebensgefährtin für drei Wochen nach NAM (selfdrive 4x4 Nissan Single Cab Roof Tent fully equiped von Budget). Ca. die Hälfte der Übernachtungen wird im Dachzelt erfolgen. Ich bin mehr oder weniger sommercampingerfahren, meine Lebensgefährtin hat noch nie ein Zelt von innen gesehen 😁 . Unsere Reise konzentriert sich hauptsächlich auf den Norden (Damaraland, Etosha, West Caprivi), im Süden ist Sossusvlei (Sesriem Camping) und Swakopmund dabei.
Nun liest man immer wieder, dass es im August empfindlich kalt in Namibia sein kann (ich kenne das Land nur zu den warmen Monaten Januar bis April) und ich frage mich, wie kalt es denn nun wirklich im Zelt wird. Wir besitzen beide nur so 0/8/15 Billig-Schlafsäcke, die ihren Comfortbereich bei etwa +5°C haben. sollte man sich da besser nochmal in Unkosten stürzen und teure Daunenschlafsäcke kaufen oder ist es damit machbar? Wir sind beide keine +20 °C Schläfer und nicht überempfindlich, aber ich will natürlich vermeiden, dass wir uns den lang ersehnten Urlaub versauen, indem wir bibbernd im Zelt liegen. Habt Ihr vielleicht sonst hilfreiche Tipps, was Kleidung etc. in den namibischen Wintermonaten anbelangt? Braucht man wirklich eine dicke Winterjacke, Mütze und mehrere Decken für die Nacht (dann wäre der Koffer recht schnell voll...) oder reicht normale Frühlingsbekleidung insbeondere für den Norden? Im Voraus vielen Dank für Eure Antworten!
Themenstarter16 Beiträge · seit 201226. Feb. 2012 · #2
Sorry, jetzt sehe ich erst, dass es erst gerade den gleichen Thread gab. Sorry... Erst lesen, dann schreiben 😗
2'167 Beiträge · seit 200927. Feb. 2012 · #3
Hallo lyco,

Wir waren auch im August unterwegs, auch mit Rooftop (trailertop) Zelt.
Namibia kann vor allem im Sueden sehr kalt werden. Im Norden fand ich das ueberhaupt nicht schlimm. Normales Pijama und ein normales Duvet -suedafrikanisches, also kein besonders dickes und schon gar keine Daunen - hat uns laengstens genuegt. In Windhoek wird es kalt wegen der Hoehenlage, da haben wir im Inn uebernachtet. An der Kueste wirds kalt wegen dem Nebel, deshalb haben wir in Swakopmund inland uebernachtet (Sofia Dale), das war auch sehr angenehm. In Sesriem waren wir nicht, weiter noerdlich wars ueberall sehr angenehm.
Schlafsaecke bis +5 grad sollten eigentlich genuegen, aber kauf dir doch bei deiner Ankunft im Pep Store zwei billige Decken, fuer den Notfall.

Ich kann mich nicht mehr erinnern was 'normnale Fruehlingsbekleidung' ist in Europa - ist schon zulange her! Aber eine Europa-style Winterjacke brauchst du nicht. Eine Fleece Jacke, und dazu ein Windbreaker, den du notfalls darueber anziehen kannst hilft dir mehr.

Muetze und Halstuch wuerde ich trotzdem mitnehmen. Wir waren am Cape Cross, und das war der einzige Ort wo wir tagsueber ganz fuerchterlich gefroren haben im Wind - aber da haben wir natuerlich nicht uebernachtet. 😎

Wenn du Lust hast, siehe mein Reisebericht, link unten.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
201 Beiträge · seit 200827. Feb. 2012 · #4
Nachts kann es um diese Zeit sehr kalt werden. Wir sind im Juli 2011 in WDH morgens um 4:45 gelandet und ich bin bei -6 Grad in kurzen Hosen übers Rollfeld spaziert. Die erste Nacht in Kalahari Anib waren dann -3 Grad. Wasser war gefroren. Da ist es schon gut , wenn man kuschelige Daunenschlafsäcke fürs Dachzelt hat. Wir haben aber nicht gefroren. Es wird dann auch morgens schnell warm.
Im Norden bei Epupa hats dann nachts so um 12 Grad.
Wir waren dann hauptsächlich im Norden, aber nicht wegen der Kälte im Süden (tagsüber ist es ja wunderbar warm), sondern weil die Tage im Süden so kurz sind,- auch ein Aspekt den man berücksichtigen sollte.
gruß, Wolfgang
183 Beiträge · seit 200627. Feb. 2012 · #5
Hallo lycaonpictus,

Es kommt immer darauf an, wie Kälteempfindlich ihr seid! Ich seh das immer mit meinem Mann, der rennt bei 5 Grad noch mit kurzer Hose und ich brauch schon den Skianzug 😄
Es kann in der Nacht empfindlich kalt werden und ich bin froh einen wirklich warmen Schlafsack zu haben. Denn du willst ja nicht noch dazu 10 Schichten anhaben beim schlafen. Noch dazu, da es für deine Lebensgefährtin das 1x ist, soll sie doch keinen Schock bekommen!!!!😁
Ich habe hier ganz dünne, aber sehr warme Decken, die ich IMMER mithabe und zum Unterlegen eine Silbermatte, die auch ganz leicht ist. Denn vom Dachzeltboden, wo zwar eine Matratze draufliegt, kriecht die Kälte doch hoch.
Liebe Grüße aus Windhoek
Elisbeth
Namibian-Life- Travel, ihr Partner im südlichen Afrika namibian-life-travel@iway.na Wir helfen gerne bei Anfragen und bearbeiten Routen nach Ihren Wünschen http://www.namibian-life-travel.com
350 Beiträge · seit 200627. Feb. 2012 · #6
hallo miteinander,
noch kurz zu dem Tip "Decken von PEP"
Wir haben das in 2011 gemacht. Aber ! die Fusseln ! Entsetzlich, alles ist voll. Da lohnt sich gleich von vornherein bei @home ein paar Dollar mehr auszugeben. Wir haben das dann zusätzlich gemacht. Sind auch sehr praktisch zum morgens und abends draussensitzen
Es ist aber eine sehr schöne Reisezeit
viel Freude
sita
143 Beiträge · seit 200927. Feb. 2012 · #7
hallo zusammen,

wenn man nachts friert, werden die Nächte lang 😕 ; das "Zwiebelschalenprinzip 🤪 " hilft dann und es kann auch gut kalt werden. Zusammenkoppelbare Daunen-Schlafsäcke können da komfortabel sein, sind aber viel Packmaß; die gute alte olivgrüne BW-Unterwäsche hilft schon, besser ist die Funktionsunterwäsche (Brynje untendrunter, dann Helly-Hansen-Faserpelz innen - Achtung, man wird da auch schnell zum Michelin-Männchen:) ); (ansonsten von "innen" vorglühen mit einem heißen Bier mit Honig und Zitrone 😉 am Abend).

Wichtiger finden wir für morgens eine warme einfache Mütze und ein paar Handschuhe, die möglichst winddicht sind. (Okay, wird fahren häufgig-er hinten auf der Ladefläche mit, oder testen vorne den Reservereifen als Sitz 😁 )

Meist kühlt aber der Wind einen gut aus und da hilft dann eine winddichte Jacke, die nicht raschelt.

Fazit: ein frierender "Jäger" ist ein schlechter Jäger und das gilt halt auch für uns "Touris"

Gruß steenbok
Gast19. März 2012 · #8
@ lycaonpictus

also im Süden bis hin nach Windhoek kann es schon mal verdammt kalt werden. Minusgrade bis hin zu -7 Grad sind defenetiv drin. Im norden ist es vergleichbar warm unter 0 Grad wird es selten. Dies bezieht sich, mit Ausnahme von swakopmund, nur auf die Nacht. von daher macht es mehr Sinn, Geld für Thermo kleidung zu investieren. Über den Tag sind es angenehme 20-25 Grad im durchschnitt. Also würde ich euch das Zwibel prinziep raten.

MFG