bushbugThemenstarter42 Beiträge · seit 200819. Feb. 2012 · #1Hallo liebe Fomis,
wir werden mit unserer 2-jährigen Tochter am 8.4. für 3 Wochen nach Namibia fliegen und da ich gerade unsere Route plane würde ich gern wissen, ob jemand Infos hat, wo die malariafreie Zone ungefähr endet?!? Wir planen unsere Route von Windhoek - Lüderitz - Swakopmund - südliches Etosha Gebiet (Okaukuejo) - Okakarara und zurück nach Windhoek.
Ich habe mich im Impfzentrum beraten lassen, aber die sagten mir nur, dass es immer davon anhängt, wie viel Regen gefallen ist... Wenig Regen = hohe Wahrscheinlich keit dass die wenigen Mücken Malaria verbreiten. Viel Regen = viele Mücken von denen nur wenige die Malaria übertragen...
Jetzt wäre die Frage:
a) Wie viel hat es in der letzten Zeit in Etosha und südlich davon geregnet? Wie viel Wasser ist in der Etoshapfanne?
b) In welchen Lodges könnte man unterkommen? Wo ist noch Malaria-Gefahr und wo nicht mehr?
Wäre toll, wenn Ihr mir weiter helfen könnt.
Liebe Grüße Bushbug
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200619. Feb. 2012 · #2Hallo Bushbug,
es gibt keine fest definierte Malariagrenze, schön wäre es.
Grundsätzlich gilt Etosha als Regenzeit als Malariarisikogebiet.
Zu Deinen Fragen:
a) viel bis sehr viel
b) grob alles südlich von Okahandja und westlich der B1. Aber es gibt wie gesagt keine feste Grenze.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
maddy2'167 Beiträge · seit 200919. Feb. 2012 · #3Hallo bushbug,
Ich habe mich im Impfzentrum beraten lassen, aber die sagten mir nur, dass es immer davon anhängt, wie viel Regen gefallen ist... Wenig Regen = hohe Wahrscheinlich keit dass die wenigen Mücken Malaria verbreiten. Viel Regen = viele Mücken von denen nur wenige die Malaria übertragen...
???????
Also das macht nun ueberhaupt keinen Sinn. Bist du sicher dass du dich nicht verhoert hast?
Falls das doch so ist, kann mir das mal einer erklaeren?
Gruss aus Sodwana
Maddy
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201119. Feb. 2012 · #4Hallo Bushbug,
deine Frage, die man wohl in Bezug auf ein Kleinkind sehen muss, ruft in mir das blanke Entsetzen hervor! Du willst doch nicht wirklich die Gefahr für das Leben deines Kindes von einer subjektiv bestimmten Wasserstandsmeldung abhängig machen?
bushbugThemenstarter42 Beiträge · seit 200819. Feb. 2012 · #5Hallo Reinhard,
vielen Dank, dass Du so besorgt bist. Wir haben nicht vor unser Kind in Gefahr zu bringen. Deshalb frage ich ja hier nach, weil das Tropeninstitut uns nicht von der Reise abgeraten hat. Von denen hieß es nur, dass wir nicht in den Etosha Park sollten, weil dort die Malariagefahr größer sein. Alles davon südlich sei o.k., sagte man uns.
Wie machen es eigentlich die ganzen Südafrikaner o.Ä., lassen die ihre Kinder zu Hause?
@Maddy
Der Arzt im Tropeninstitut sagte, dass wenn es nur wenige "alte" Mücken in einer Malariaregion gebe, man davon ausgehen kann dass fast alle den Erreger in sich tragen.
Wenn es in einer Malariaregion viele "junge" (frisch geschlüpft) Mücken gebe, wären jedoch viele frei vom Erreger und nur einige (die alten) könnten Malaria übertragen.
@Christian
Vielen Dank für die grobe Info. Damit ist mir schon mal ein wenig weiter geholfen.
Vielen Dank schon mal.
bushbug
jaw2'048 Beiträge · seit 200719. Feb. 2012 · #6Hallo Bushbug,
schützt euer Kind vor den Mücken. In den Lodges und Räumen in Etosha habt ihr Moskitonetze. Repellent-Mittel sind bei einem so kleinen Kind gefährlich, da Haut und Hände ja abgeschleckt bzw. in den Mund gesteckt werden.
Klar sagen muss ich, es wäre besser, einige Monate später in der Trockenzeit zu reisen. Teilweise hat es viel geregnet und in vielen Senken steht reichlich offenes Wasser, so wie mir erzählt wird. Weiter nördlich ist das Wasser der letzten REgenzeit nicht mal ganz weg gewesen.
Wichtig ist auch, sobald die Sonne untergeht langärmlige Kleidung und Socken+ feste Schuhe zu tragen. Der mechanische Schutz vor dem Stich ist eine gute Möglichkeit.
Was dir über die Zahl der Mücken und das Risiko etc. erzählt wurde ist Quatsch. Richtig ist, die weiblichen Anophelex müssen erst einen infizierten Menschen stechen, um selbst Malraria weiter zu tragen. Deswegen hast du im Hereroland z.B. wenig Probleme, auch wenn es Mücken gibt. In Etosha-Region arbeiten aber viele Menschen aus dem Norden, die bringen praktisch das Malariarisiko mit, mehr als die Mückenzahl.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2012 · #7Hallo Bushbug,
also wie Jaw es beschreibt/erklä#rt ist es genau richtig. Die Anzahl der Mücken haben nicht mit der Wahrscheinlichkeit zu tun... eine kann reichen. Grundsätzlich lieben Müchen feuchtwarmes, stehendes Wasser und deshalb kommen sie auch dort vor allem vor. Das ist in Namibia in der Trockenzeit eigentlich nur in den Flußnahen Gebieten des hohen Nordens der Fall. Während der Regenzeit können Mücken aber weit südliche vorkommen. Wenn sie dort angesteckt werden, dann können die weiblichen eben auch Malaria übertragen.
Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1) andere Reisezeit wählen
2) ihr bewegt Euch wirklich nur im Süden (südlich von Windhoek um sicher zu gehen) und westlich der B1 bis zur Höhe von Windhoek sowie ganz im Süden auch im Osten.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!