Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2012 · #2
hallo
leider gottes nichts neues.. Die Loewenpopulation im suedlichen afrika ist in den letzten 50 jahren von geschaetzten 450 000 loewen auf 20 000 (optimistische zaehlung) herunter gegangen... Wenn man bedenkt, dass in den meisten Laendern (ausser botswana) loewen noch zum trophy hunting geschossen werden duerfen und ca 2000 loewen jaehrlich nach USA tot ausgefuerht werden jedoch nur ungefaehr 500 geboren werden, muss man kein mathe spezialist sein um zu wissen, dass wir hier bald am ende sind.
hinzu kommen immer mal wieder seuchen, wie zum beispiel zur Zeit an den Mana Pools und dann Farm-killing zum schutz von Cattle... super ..
Wer mir hier immer noch mit albernen conservation argumenten fuer trophy hunting kommt hat wohl wirklich nicht viel begriffen. Traurig aber wahr.
Solange Simbabwe, Zambie etc sehr viel Geld fuer Trophy Hunting bekommen werden wir dem Aussterben unserer Majesteten wohl nicht entgegen wirken koennen.
Im uebrigen war die reaktion von President Kharma nach dem Zusammentreffen mit den Jouberts und dem Film "last lions" bemerkenswert. Sofort wurden saemtliche Grosskatzen vom Trophy Hunting ausgeklammert und der Abschuss der Tiere aus Jagdzwecken verboten. Danke President Kharma !!
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
ich muss da mal etwas sarkastisch an das Thema herangehen. Wer sagt denn, dass 16T-45T Löwen in Afrika "vom Aussterben bedroht" bedeutet? Vielleicht waren 450.000 Löwen die es "früher" gab einfach auch eine extreme Überpopulation? Es gibt auch immer noch sog. Naturschützer, die die Elefantenpopulation als gefährdet ansehen... und das ist sie sicherlich keineswegs.
Vom Aussterben bedroht bedeutet für mich, dass es keine überlebensfähige, in Freiheit lebende Population mehr gibt. Und das ist weder in Namibia (Bestand übrigens leicht ansteigend), Bostwana, Kenia oder Tansania der Fall.
Sonnige Grüße Christian
P.S. Miss Ellie... Trophäenjagd hat bei der Löwenpopulation 0,00 Auswirkung. In Namibia werden 20 Löwen pro Jahr freigegeben und das schadet dem Bestand überhaupt nicht. Bestandsbedrohend ist die Überpopulation an Futterneidern, z.B. in Etosha durch Tüpfelhyänen. Diese direkt sind Nahrungskonkurrenten und hinzu kommt dann, dass einzelne Löwen auf Farmland abwandern und dort gejagt werden. P.P.S. Trophäenjagd auf Löwen ist übrigens nur noch in Namibia, Botswana, Südafrika, Simbabwe und Tansania offiziell erlaubt.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2012 · #4
also ich werde sicher jetzt hier nicht in eine conservation diskussion einsteigen..
Nur soviel ... Wenn in afrika jaehrlich 2000 loewen geschossen werden aber nur ca 500 geboren werden, kann man sehr wohl davon sprechen, das sie vom aussterben bedroht sind. Jeder der hierzu mehr lernen moechte kann ja mal in die dokumente von last lions einlesen.
Trophy hunting, (ich spreche nicht von canned hunting) hat sehr wohl auswirkungen solange wir von freilaufenden loewen sprechen, das liegt wohl auch auf der hand.
Und in botswana ist es mittlerweile verboten, eben aufgrund der dokumente von den jouberts ...
mfg
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2012 · #5
wobei ich noch hinzufuegen muss, dass canned hunting wohl so ziehmlich das perverseste ist, was dem menschen eingefallen ist um kohle zu machen..
ach ja, und ich wusste natuerlich bis soeben nicht, dass du vom jagen lebst;;; Daher sollten wir die diskussion hier beenden, bevor daraus ein hetz thema wird.. naja, der mensch is eben seinem geldbeutel doch immer naeher als dem planeten..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Serengeti354 Beiträge · seit 201008. Feb. 2012 · #7
Nachdem auch ich ich bemerkte, dass Einige hier im Forum mehr oder weniger mit der Jagd "verbandelt sind" und dementsprechend sich auch den Geldbeutel mit dem Realisieren von Kundenträume füllen (= Tiere abballern lassen), sehe ich bei diesem Thema keine Basis für vernünftigen Gedankenaustausch. Insoweit Miss Ellie, lass es lieber.
Serengeti
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2012 · #8
jupp .. das hab ich dann auch erkannt.. danke fuer deine unterstuetzung !! ::)
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
steenbok143 Beiträge · seit 200908. Feb. 2012 · #9
Hallo zusammen,
eine spannende Diskussion um Löwen und co; wer sein letztes Rind oder sein letztes Bokkie den "Raubtieren" opfert ("opfern darf") und keine Entschädigung dafür von der Gesellschaft/dem Staat bekommt, hat zum Tier- und Naturschutz und -nutz(en) bestimmt eine abweichende Meinung. Die beste Lösung für alle Naturschutz- und Umweltschutzprobleme scheint jedoch zu sein, dass sich der Mensch selbst abschafft; wir sind auf dem besten Wege dahin, ganz egal ob in Hieroshima, Fukushima oder gleich beim Einlagern von gebrauchten Brennelementen in Niedersachsen... Unwitzigerweise sind die Tiere, Pflanzen und Bäume immer die "Verlierer" gegenüber der "zivilisierten" Menschheit; spannend dürfte dazu auch die kommende Berichterstattung über die geplante Umsetzung des Films "MadMax" in Namibia sein. Das Budget dürfte auch in diesem Forum "alle" Bedenken "zerstreuen", schafft es doch 500 Arbeitsplätze (http://www.az.com.na/lokales/sorgt-mad-max-fr-umweltdesaster.142513.php. Da spüre ich schon den neuen Wirtschaftsaufschwung, es geht nach oben - wenn man die Absätze vorne unter die Schuhe nagelt. In diesem Sinne wünsche ich allen Namibia-Freunden die notwendige Toleranz; wir leben eben auch durch, mit und von anderen (Lebens-)Perspektiven - und - Jagd und Fischfang werden auch im Jahr 2012 weder aus Namibia, noch aus dem Rest der Welt wegzudenken sein und es wird auch wohl wieder der eine oder andere Löwe bzw. seine Löwinnen die eine oder andere wilde oder "zivile" Beute leicht verdaulich zerkleinern ... ihnen/Ihnen guten Apptit, mit einem Gruß "Steenbok"
Serengeti354 Beiträge · seit 201008. Feb. 2012 · #10
Na super, ich hab auch das schon mal angesprochen. Auch hiermit könntet Ihr viel Kohle machen. Da ja die Robben dezimiert werden müssen (fressen ja die Fische weg), könntet Ihr Touristen ins Land holen, wobei jeder 5-10 Robben totschlagen darf. Evtl. Kombi Paket. Auf den websites der Jagdfarmen sind ja bereits die Preise für zu jagende Tiere vermerkt. Einfach noch die Robben für die Kombi ergänzen, neue Preise drauf und fertig.
ach ja, und ich wusste natuerlich bis soeben nicht, dass du vom jagen lebst;;;
Das ist ja eine interessante Information... aber schlichtweg falsch und eine Unterstellung!
Aber in der Tat sollten wir das Thema hier vielleicht lassen! Bin aber gerne bereit mich mal mit Dir und allen anderen interessierten in Windhoek auf ein Bier oder Wein zusammen zu setzen und wir können mal ganz objektiv das Thema Jagd in Namibia betrachten/besprechen/Meinungen austauschen!
Sonnige Grüße aus Windhoek (wo es aber gerade mal wieder regnet) Christian
P.S. Bei 20.000 Löwen in Afrika, wovon ungefähr 70 % weiblich sind (=14000), davon ungefähr 50 % im gebärfähigen Alter (=7000) und diese bekommen im Schnitt alle 2 Jahre Nachwuchs (=3500) von durchschnittlich 3 Tieren ergeben sich also etwa 10.500 Löwenbabys pro Jahr! Aber das kannst Du ja nochmal mit Löwenforschern besprechen...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:Wer sagt denn, dass 16T-45T Löwen in Afrika "vom Aussterben bedroht" bedeutet? Vielleicht waren 450.000 Löwen die es "früher" gab einfach auch eine extreme Überpopulation? Es gibt auch immer noch sog. Naturschützer, die die Elefantenpopulation als gefährdet ansehen... und das ist sie sicherlich keineswegs.
Etwas komplizierter ist es meines Erachtens schon. Richtig ist, das Afrikanische Elefanten bei einem Bestand von mindestens 700.000 Stück insgesamt nicht vom Aussterben bedroht sind und es teilweise eine destruktiv wirkende Überpopulation gibt. Regional in einigen Parks/Gegenden sind Elefanten allerdings sehr wohl vom Aussterben bedroht. Wenn sich die Population auf immer weniger Regionen konzentriert, steigen bestimmte Gefahren für die Art zwangsweise an, z.B. in Form von Seuchen.
Bei Löwen ist es ähnlich. Wenn z.B. im Kaokoveld 7 von 9 Rudeln keinen Pascha mehr haben, weil die jetzt Bettvorleger von Trophäenjägern sind, dann sind die Löwen dort regional durchaus akut bedroht. Und 20 Abschüsse pro Jahr Namibia rotten Löwen in Namibia nicht aus. 3-4 Abschüsse von erwachsenen männlichen Löwen pro Jahr im Kaokoveld würden aber wahrscheinlich reichen, um die Löwen dort auszurotten. Deswegen kann es auch für 20 Abschüsse pro Jahr keinen Persilschein geben.
Hallo ihr, ich habe mir das durchgelesen und möchte eigentlich gar nicht darauf weiter eingehen, wollte nur mitteilen das ich entsetzt bin und die Jagd auf gesunde Tiere verabscheue. Und da sind in Afrika ja die Löwen nicht die einzigen. Traurig traurig...😐
Matou66843 Beiträge · seit 200808. Feb. 2012 · #14
@Guido: Danke für Deine relativierenden Worte. Ich geb's auf, das Thema Jagd, speziell auf Beutegreifer, hier zu diskutieren.
@Christian: Mit Dir konnte man in der Vergangenheit ja immer noch ganz gut übers Thema Jagd usf. diskutieren. Kontrovers, aber durchaus sachlich. Durch die von Dir gewählte Terminiologie "extreme Überpopulation" bzgl. Löwen sowie "Überpopulation" an Hyänen, die "Futterneider" der Löwen seien, hast Du Dich für mich endgütlig entlarvt bzgl. Deiner Ansichten. Diese sind in meinen Augen mehr als "althergebracht" und dienen bestens dazu, waidgerecht ein Problem zu kreieren, um dann - schwupdiwupp - auch gleich eine "Lösung" mitzuliefern: Peng! Einmal Jäger, immer Jäger. Bzgl. Sozialstruktur von Löwenrudeln könnte a bisserl mehr Fachwissen nicht schaden.... . Bin mir sicher, dass Du weißt, dass der Abschuss von 20 Löwen "nicht von Pappe" ist, v.a. wenn es sich dabei um frei lebende Männchen handelt. Aber, Du darfst das ja nicht zugeben 😉... .
scheinbar hast Du das Wort "Sarkasmus" in meinem Beitrag überlesen.
Und ja, ich bin schon seit Generationen mit der Jagd in Namibia und Deutschland aufgewachsen und habe grundsätzlich damit kein Problem! D.h. nicht, dass ich z.B. Tröphaenjagd auf Löwen, Elefanten etc nicht verurteile (was ich sogar 100% tue). Es ist nur einfach falsch zu denken, dass Trophäenjagd Tiere ausrottet, z.B. bei Elefanten war es die Wilderei und nicht die Trophäenjagd. Die rote Liste der IUCN erklärt deutlich woran der globale Rückgang der Löwenpopulation liegt. Bzgl Futterneid durch Hyänen z.B in Etosha steht einiges interessantes auf der Website des MET.
Sonnige Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200909. Feb. 2012 · #16
ohhh
hier wird ja jetzt huebsch in der suppe rumgeruehrt.. kein mensch behauptet das trophy hunting der einzige Grund fuer die Bedrohung der existenz eines Tieres, in diesem Fall die loewen ist. Aber wenn Populationen (und naja deine berechungen hinken an allen ecken und enden, ich verlasse mich da eher auf angesehene Loewen Conservatoren wie Jouberts etc ) sich extrem stark reduzieren, macht es Trophy Hunting nicht besser. Es ist einfach eine sauerei auf diese Tiere aus Geilheit eines ausgestopfen kopfes zu schiessen. Auch wenn es in den meisten Laendern im suedlichen Afrika noch erlaubt ist..
Trophy Hunting ist und bleibt eine echte Perversitaet fuer Menschen die scheinbar einen echten Komplex haben und sich mit dem Abschuss eines majestetischen Tieres besser fuehlen.. Und naja wer ist perverser, der der davon lebt und sich den wanst fett friesst oder der sich daran aufgeilt neben einem toten loewen zu posen... ??
gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
steenbok143 Beiträge · seit 200909. Feb. 2012 · #17
Hallo zusammen! Es ist leider eigentlich wie immer: "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!":) , denn in der AZ steht einfach nur, dass am 10. und 11.02. eine internationale Konferenz zum Schutz der Löwen in Namibia stattfinden wird. Zitat: "Ziel der Konferenz ist, Ideen und Fakten über den Bestand und die Erhaltung der Löwen auszutauschen." In dem Artikel geht es gar nicht um die "Trophäenjagd";) . Einfach klasse, wie ein gut gemeinter Hinweis auf einen tagesaktuellen Artikel der AZ hier gleich die Gemüter "hochkocht".
Vielleicht sollten wir besser die Tiere auffordern "eine Konferenz der Tiere" abzuhalten;) , um die vielen "Gutmenschen" mit ihren zahlreichen Komplexen und "Gutideen" zu belohnen. Denken wir hierbei doch nur an den 100%igen Schutz der Seehunde in der Nordsee: sie werden regelmäßig "totgeschützt" und sterben dann bei Überpopulation durch "Seehundstaupe"... (alle paar Jahre wieder...).
Für diesen angewandten "Tierschutz" gibt es einen kleinen Applaus... und einen großen für die immer wiederkehrende "Kudusickte", womit wir wieder in Namibia wären. Denn da reguliert sich die Natur dann ganz alleine ohne "Gutmenschen" und die Knochen und Reste der Kudus sammeln die dann auch nicht gerne ein, weil ... die "Gutmenschen" dort gar nicht vor Ort sind ... (was ja auch ganz gut ist mit diesen "Gutmenschen" 😉 ), in diesem Sinne einen schönen Tag wünscht "Steenbok"
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200909. Feb. 2012 · #18
...
OFFTOPIC
was soll eigentlich immer das gelabere von GUTMENSCHEN ??????????????? Ich bin glaube ich, alles andere als ein Gutmensch, obwohl vielleicht kann mir ja mal jemand erklaeren was ueberhaupt ein GUTMENSCH ist.. Wenn ein GUTMENSCH jemand ist der sich fuer Tierschutz und Conservation einsetzt, dann bin ich das sehr gerne.
Und eure Thesen hinken an allen ecken und ende, aber wie gesagt das bringt hier wohl nichts es auszudiskutieren.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Matou66843 Beiträge · seit 200809. Feb. 2012 · #19
Hallo Christian, Danke fuer Deine Klarstellung bzgl. Sarkasmus. Ist mir entgangen.
@steenbock: Offenbar weisst Du nicht, was Du tust bzgl. Begriff "Gutmensch". Dieser Begriff wurde 2011 als eines der Unwoerter des Jahres gekuert. Er steht dafuer, andere zu diffamieren. Laut Gesellschaft fuer Deutsche Sprache wird er gerne in Foren aufgegriffen, um das ethische Ideal des guten Menschen haemisch abzuwerten. Damit werden Andersdenkende ohne Ansehung Ihrer Argumente diffamiert und als naiv abgewertet. In der Rhetorik wird er als "Kampfbegriff" bewertet. Zitat Ende.
Aber bzgl. Deiner hanebuechenen Vergleiche mit den Seehunden hast Du Dich eh komplett disqualifiziert, auch ohne, dass Du weisst, was die Begriffe bedeuten, mit denen Du hier um Dich haust. Ergo: "Thema verfehlt, fuenf, setzen."
Hallo Matou, disqualifizieren tust am ehesten du dich mit dem Post:
Aber bzgl. Deiner hanebuechenen Vergleiche mit den Seehunden hast Du Dich eh komplett disqualifiziert, auch ohne, dass Du weisst, was die Begriffe bedeuten, mit denen Du hier um Dich haust. Ergo: "Thema verfehlt, fuenf, setzen." (...) Don't drink and write.
gerade das Seehundsterben ist so ein Beispiel, wo sehr gerne jeder seine eigenen Wunschgründe reinschiebt: Mal ist es der Klimawandel durch Algenblüte, mal Greenpeace mit den Gift- und Chemiegehalt der Nordsee usw. Tatsächlich ist es die Hundestaupe (Viruskrankheit), die durch Tier-zu-Tier Kontakte weitergegeben wird. Eine potentielle Lösung wäre die Bestandsausdünnung um diese Kontakte zu vermeiden. Das war und ist ein wissenschaftlich fundierter Vorschlag, um die Wellenförmige Ausbreitung aus den vorhandenen Erregervorkommen zu verhindern. Hierzu wäre für einige Zeit die gezielte Bejagung notwendig gewesen, die von "Gutmenschen" aber prinzipiell als inakzeptabel abgelehnt wird. Ob es sinnvoll und richtig ist, kann ich genauso wenig sagen wie die Frage. wie realistisch andere Maßnahmen sind. Jedenfalls haben diese anderen Maßnahmen bisher nichts gebracht und dieses, spätestens nächstes Jahr wäre wohl die nächste Sterbewelle fällig, weil sich die Bestände soweit erholt haben, dass die Ausbreitung wieder stattfinden kann.
Über das Kudusterben kenne ich nur Vermutungen, zuletzt über bestimmte Bäume, die auf Anreiz durch andere Bäume Giftstoffe produzieren ... aber da habe ich keine Informationen, die ich als gesichert ansehen kann.
off topic Und ja, den Begriff Gutmensch verwende ich gerne, um naive oder kindliche Denkweisen aufzuzeigen, die im Zusammenhang mit bestehenden Problemen meist nicht zu einer Problemlösung beitragen sondern im Gegenteil meist eine Verschlimmerung oder neue, zusätzliche Probleme erzeugen. Die naive Herangehenseweise beruht meist auf einer emotionalen Betroffenheit gepaart mit fehlender Sachkenntnis (ja ich denke noch und google nicht oberflächliches Wissen). Der Effekt dieser Lösungsvorschläge beruht darauf, dass sich der Gutmensch damit besser fühlt, was getan hat o.ä.. Dass es nichts nützt oder sogar schadet hören Gutmenschen sehr ungern und ignorieren diese Hinweise gerne systematisch als Neider oder Miesmacher etc.. Interessierte können diese Gutmenschen-Eigenschaften hervorragend nutzen, sei es um Spenden zu scheffeln, weitere Gutmenschen für sinnlose Aktivitäten zu werben oder sich persönlich einzubringen (Aktivisten, Volonteers) um den Wohlfühlfaktor des "was tuns" zu maximieren. Manchmal kann so kleinräumig auf einer sehr begrenzten Mikorebene auch was erreicht werden - die Gesamtwirkungen auf ein System oder eine Gesellschaft bleiben aber negativ, es sei denn, die Maßnahmen sind zufällig wirklich sinnvoll und erreichen eine Quantität die systemwirksam ist. Das ist aber die absolute Ausnahme. Aber auch das wollen Gutmenschen nicht hören. Da ich beruflich im professionellen sozialen Bereichen, sowohl hier in D als auch in Afrika arbeite, treffe ich sehr häufig auf diese Gutmenschen. Ich versuche durch Aufklärung und Information über Zusammenhänge Aktivitäten sinnvoll zu kanalisieren, soweit mit das möglich ist. Für mich heißt das, aufzuzeigen, wo Gutmenschentum ausgenutzt wird (s. Harnas-thread). Polemik ist für mich eine der Methoden, mit der ich auf die Diskrepanzen zwischen Wollen und tatsächlichem Ist aufmerksam mache. Es hat nichts mit Diffamieren zu tun, sondern mit dem Klassifizieren einer bestimmten, nicht hilfreichen Denkweise helfender Menschen.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)