und schon wieder...

39 Antworten · 11,5k Aufrufe · gestartet 17. Aug. 2006 von Naukluft
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1'036 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #21
@ Yoshikawa

Danke für den Link. Das ist genau was ich in früheren Beiträgen meinte. Man muss es sehen oder wie manche ignorieren mit falschem Gerichtigkeitswahn.

Aber so geht es wenn man der Bevölkerung das blaue vom Himmel verspricht und nicht einhalten kann. Ohne auf Schwarze schimpfen zu wollen, sie sind es nicht gewohnt über ihren Eigenbedarf zu produzieren .

Leider ist das bei vielen bei uns hier so nicht bekannt. Der Artikel macht mir sogar Angst über die Zukunft für Schwarz und Weiss in SA . Das wird auch für die gesamten Region böse Folgen haben. Die Ironie ist, man erwartet dann wieder von den Weissen dass sie helfen...... Leider sehr tragisch.

Grüsse Georg<br><br>Post geändert von: Georg, am: 29/09/2006 22:47
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1'457 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #22
@ Kaisi: Da hätte ich mein Frühstück ja nochmal schlucken müssen, wenn ich denn eines gehabt hätte. Die Gründe:

a) Ist Mbeki kein Machthaber, sondern ein demokratisch gewählter Präsident

b) bereichert sich Mugabe nicht nur an dem Geld, das die "weißen erwirschaftet haben" was so oder so quark ist, weil es nämlich in erster Linie deren Angestellten waren, sondern leider auch dem seiner schwarzen "Untertanenen"

c) geht es Simbabwe auch so schlecht, weil es international keine Handelsbeziehungen mehr hat

d) Was für ein Stammesdenken denn, was ist denn bitte ein "Stamm"?

e) Bitte und das gilt auch an diesen Artikel: Afrika nicht verallgemeinern ! Ich habe noch nie was von Landverteilung in Mali gehört. Genausowenig gibt es in ganz Afrika " Stammesdenken".

f) kann ich dir genug Deutsche und Buren in Namibia und RSA nennen, die abfällig über Schwarze reden

g) in einer Demokratie ist es nun mal dummer Weise so, dass die Mehrheit über die Minderheit bestimmt. Haben wir einen türkischen Kanzler ? - Nein ! Ich bin versucht an deinem Demokratieverständnis zu zweifeln.

sorry, aber echt . . .<br><br>Post geändert von: konno, am: 14/09/2006 11:00
1'457 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #23
ach ja und noch was: Habe mich gerade durch die alten Posts geklickt:

ich hätte was gegen die dortige schwarze Bevölkerung, weil ich den Schwarzen das gleiche Schicksal wie Zentralafrikanern gönne ? 🙄

Gut, es war nicht ernstgemeint, aber spricht schon Bände. Und ich kann dir sagen: Ich gönne ihnen das gleiche Schicksal wie Kenianern und Einwohner Tansanias (das übrigens ratz fatz sein Land umverteilt hat und nun auch nicht so schlecht dasteht - soviel zum Thema mit der Sache auseinandersetzen) warum ? Die sind frei.

Wie verblendet muss man eigentlich sein, wenn man nicht erkennen will, dass durch die Tatsache, wenn über die Hälfte eines Landes in den Händen von Großgrundbesitzern ist, ein gigantisches Abhängigkeitsverhältnis entsteht ?

Was ist denn toll daran, wenn Südafrika "tolle Gewinne durch Exporte" macht und dabei ein kleiner Teil der Bevölkerung in den Malls und Freizeitparks der Städte das Geld verprasst, während die Angestellten die auf der Farm schuften und nicht anders können, keine Bildung erhalten und so weiter, nur 400 Rand im Monat verdienen (ich weiß es geht in Namibia nicht allen Farmer so gut, aber es gibt immer Unterschiede im Einkommen) ?

DAS heißt für mich ein Land in Grund und Boden wirtschaften. Glaubst du eigentlich, allen Namibiern gehts gut ? Hast du schonmal die Unterschiede zwischem dem Roman Catholic Hospital und Katutura Klinik gesehen ? Die Unterschiede zwischen der DHPS und den Farmschulen, wo die Kinder der Arbeiter hingehen ? Hast du schon mal eine Farmarbeiter Unterkunft von Innen geshen und das Haus des Farmers ? Das ist was anderes, als geputzte Dielen auf Wolwedans zu bewundern, einen Gin Tonic zu schlürfen und denken: Na hier bekommt man ja auch alles (nicht jetzt an dich persönlich Yoshi) !

-> Apartheid lebt ! Leider !<br><br>Post geändert von: konno, am: 14/09/2006 09:50
291 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #24
@Konno: Hast Du gut ausgedrückt, finde ich...

Ich bin immer wieder schockiert darüber wenn ich mitbekomme wie die Weissen in NA mit den Farbigen umgehen. Selten soviel Rassismus erlebt... Und immer wieder heißt es die Farbigen können nichts, etc. Unglaublich... Man muss sie eben nur mal lassen, was aber auch heißt es müssen mal Fehler gemacht werden dürfen.

Was jetzt nicht bedeuten soll das die Politik in Simbabwe "nur" ein Fehler ist. Das ist schon eine ganz andere Kategorie.

Viele Grüsse.
Christian
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2'732 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #25
@konno

da kann ich dir leider nicht ganz zustimmen. Wenn du 45.000 weisse Farmer 750.000 schwarzen Farmern gegenueberstellt und die erwirtschafteten Warenwerte 99,5% zu 0,5% betragen spricht das Baende!

Auch wenn die schwarze Ministerin es nicht wahrhaben will, aber es wird ein zweites Zimbabwe werden! Wennn das Kreise macht, werden auch sicherlich Firmen wie BMW und Mercedes sich aus einem Land das politisch instabil ist zurueckziehen und andernorts produzieren. Das ist eine Teufelsspirale abwaertes.

Ich denke man kann gut ab Beispiel mit Zimbabwe vergleiche ziehen. Die Lebenserwartung war vor 20 Jahren noch 65 Jahre fuer Maenner. Inzwischen ist sie auf 36 Jahre gesunken. Mit dem Weggang der weisen Farmer hat das Debakel angefangen. Ein einst bluehendes wirtschaftlich stabiles Land ist im Chaos versunken. Zambia und Australien boten den Zwangsumgesiedelten neue Grundstuecke an. Zambia steht nun wesentlich besser da!

Ich kann mich an den Namen der Farm nicht mehr erinnern aber der Artikel stand in der AZ. Es war eine gutgehene Farm in Nambia die fuer die locals in Teile zerhackt wurde. Die hatten aber kein Interesse daran und so verfiel nun alles. Der Boden liegt brach, die Haeuser sind geplundert und zerstoert. Es ist genau das gegenteilige eingeteten von dem was man sich erhofft hatte.

Was mich dann aber am meisten aufregt ist, dass nun diese einst wirtschaftlich unabhaengigne Nationen nach Entwicklungshilfe lechzen. Fuer die Aussage werde ich nun von einigen geluencht werden, aber wenn sie es so wollen, dann sollen sie auch verhungern wenn sie sich nicht mehr selber versogen koennen. Wozu soll die Staatengemeinschaft aufkommen fuer etwas das Selbstverschuldet ist?

Ich denke, dass wir alle als Afrikafahrer uns schon des oefteren ueber die locals geaerget / gewundert haben. Mit der Einstellung die sie an den Tag legen, kann es nichts werden.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
12 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #26
@ Con_yes, Kon_no und Co.
Wie wär's mit dieser Geschichte?

Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen.
Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100 Euro.
Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern, und das sah ungefähr so aus:
Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.
Der Fünfte zahlte 1 Euro.
Der Sechste 3 Euro.
Der Siebte 7 Euro. Der Achte 12 Euro. Der Neunte 18 Euro.
Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.
Das ging eine ganze Zeitlang gut.
Jeden Tag kamen sie zum Essen, und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, indem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren.
"Weil Sie alle so gute Gäste sind!" Wie nett von ihm!
Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte es unbedingt beibehalten, so zu bezahlen, wie wir besteuert werden.
Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos.
Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus?
Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, daß jeder etwas davon hatte?
Die sechs stellten schnell fest, daß 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergeben.
Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, daß sie überhaupt zum Essen gehen.
Also schlug der Wirt den Gästen vor, daß jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte, wie er insgesamt beisteuere.
Er setzte sich also hin und begann, das für seine Gäste auszurechnen.
Heraus kam folgendes:
Der fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
Der sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis).
Der siebte zahlte 5 Euro statt 7 Euro (28% Ersparnis). Der achte zahlte 9 Euro statt 12 Euro (25% Ersparnis).
Der Neunte zahlte 14 Euro statt 18 Euro (22% Ersparnis).
Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 50 statt 59 Euro (15% Ersparnis).
Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher - und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.
Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal, wie sie dachten.
"Ich hab' nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!" sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen.
"Aber er kriegt 9 Euro!" "Stimmt!" rief der Fünfte.
"Ich hab' nur 1 Euro gespart und er spart sich neunmal so viel wie ich." "Wie wahr!!" rief der Siebte. "Warum kriegt er 9 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!" "Moment mal," riefen da die ersten vier aus einem Munde.
"Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!" Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.
Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf.
Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:
Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute...
1'457 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #27
Andreas: Die Zahlen sind lachhaft, weil die vielen Farmer viel weniger Land haben. Schade, dass du auf meine Argumente nicht eingehst und offensichtlich nicht verstehen willst, was ich vom derzeitigen "Erwirtschaften" halte überlege doch mal bitte, an wen die 99,5 % erwirtschafteten Warenwerte gehen ?

Ausserdem: bitte nicht die kapitalistische Produktionsweise mit der subsistenzorientierten vergleichen ! Das macht (in der Theorie zumindest ) nicht einmal mehr die Weltbank, oder gar Entwicklungshilfeorganisationen.
931 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #28
Nun müsste man wenigstens lesen können (sorry, ich kann gerade nicht anders..) :

In dem referenzierten Artikel aus Times Online war von 45.000 weissen Farmen die Rede, die ca, die hälfte aller Farmarbeiter beschäftigen und angeblich 95% der Nahrungsmittel produzieren. Dem gegenübergestellt wurden 750.000 scharze Farmarbeiter (nicht Farmen) die die restlichen 5% erwirtschaften.

Aber für die Diskussion sind das ja wahrscheinlich banale Unterschiede - die Meinung steht ja eh fest, gefestigt in unzähligen anheimligen Braiabenden auf einer -selbstverständlich- weissen Farm oder Lodge....

Nochmals sorry, aber dieser reaktionäre Mist geht mir einfach auf den Keks. Ich glaube einfach das es einer differenzierteren Betrachtung bedarf wenn man sich wirklich dafür interessiert und nicht nur sein Urteil bestätigt haben will.

Ulli
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3'766 Beiträge · seit 200614. Sept. 2006 · #29
@ percy

wenn deine Geschichte nicht so nah an der Realität wäre müsste ich lachen.


Kurzum, leider sind die Probleme in Afrika so vielfälltig das man locker 100'000 Seiten schreiben könnte, um am Schluss wieder dort zu sein wo man angefangen hat.

Selbstverständlich habe ich auch eine Meinung zu diesem Thema, und es bewegt mich sehr die soziale Ungerechtigkeit (nicht nur in Afrika).

Nur komme ich mir manchmal vor wie der dumme Jakob, wenn ich nach einem reichlichen Mahl und Wein und auch finanziellen Mitteln (immerhin kann ich mir Afrika Urlaub leisten) versuche Patentrezepte in der gemütlichen Runde nach dem Essen mit meinen Freunden zu entwerfen.

Sicher die Situation in afrikanischen Ländern ist alles andere als "gut" für die meisten Menschen die dort wohnen oder dahinvegetieren.

Und wenn wir auchh jedes Jahr wohlbehüteten Urlaub auf Campingplätzen oder Luxuslodges machen, finde ich es manchmal von uns anmassend zu glauben wir kennen die Lösungen (auch nur Ansatzweise) für die Probleme Afrikas.

Wir können sicher dies und das an der Situaion ändern, manchmal nützt es auch was, aber ich denke wir sollten vergessen für Afrika zu sprechen.

Bei uns in Europa dauerte der Prozess zu unserem heutigen Wohlstand und der Spassgeselschaft ein paar "Jahrhunderte" und wir wurden nicht kolonialisiert oder wegen der Rohstoffe ausgebeudet auf denen sich ein nicht unbeträchtlicher Teil unseres Wohlstandes gründet!

Wir sollten nicht schön reden aber auch nicht alles verdammen auf dem schwarzen Kontinent, aber wir sollten Afrika Zeit geben seinen eigenen Weg zu finden, auch wir hatten unsere Kriege, Bürgerkriege, Genoziede, Landvögte und Ausbeuter, ist noch gar nicht so lange her und da meine ich nicht den 2. Weltkrieg!

Aber um eines möchte ich bitten, so verschieden die Meinungen auch sein mögen, mit dem nötigen Respekt gegenüber anders denkenden, der Bereitschaft auch mal die andere Sichtweise zu akzeptieren kann in der Tat auch von unserer Seite etwas beigesteuert werden um kleine Änderungen herbeizuführen.

Kauft mal beispielsweie auf euren Reisen eine Orange oder Ananas auf der Strasse anstatt im Spar wo es möglicherweise billiger ist und erst noch importiert.

Schön das uns allen Afrika nicht "egal" ist, Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Gast14. Sept. 2006 · #30
Moin zusammen,

ich werde versuchen, den inzwischen doch sehr emotionalen Touch der Äußerungen hier ein wenig in Richtung Tatsachenbetrachtungen zu lenken.

„a) Ist Mbeki kein Machthaber, sondern ein demokratisch gewählter Präsident“

Diese Aussage ist korrekt. Ich gebe aber zu bedenken, dass wir in den drei Ländern Zimbabwe, Namibia und Südafrika Parteien(-koalitionen) an der Macht haben, die sich im wesentlich ethnisch einheitlich zusammensetzen oder von einer Ethnie dominiert werden (ZANU–PF/Shona, SWAPO/Ovambo, ANC/Xhosa).

Formal sind alle Länder Demokratien, dies waren die DDR und die UdSSR auch. Eine Demokratie erweist sich für mich erst dann als eine solche, wenn ein Machtwechsel tatsächlich möglich ist. Auf Südafrika bezogen ist zu bemerken, dass im Vorfeld der nächsten Präsidentenwahlen derzeit im ANC interne Machtkämpfe stattfinden, die sich auch an Ethnien festmachen lassen (dem ehemaligen Vizepräsidenten Zuma/Zulu wird derzeit wegen Korruption der Prozess gemacht, viele andere bleiben völlig ungeschoren). Insgesamt wage ich die Voraussage, dass auch Südafrika auf dem Weg in einen Einparteienstaat afrikanischen Zuschnitts ist.


"b) bereichert sich Mugabe nicht nur an dem Geld, das die "weißen erwirschaftet haben" was so oder so quark ist, weil es nämlich in erster Linie deren Angestellten waren, sondern leider auch dem seiner schwarzen "Untertanenen""

Hier wird die Behauptung aufgestellt, dass ein Unternehmer keinen nennenswerten Beitrag zur Gewinnerwirtschaftung leistet, sondern dies nahezu ausschließlich das Ergebnis der Arbeit der Angestellten ist. Ich glaube, hier wäre einmal ein Betriebspraktikum bei einem selbstständigen Mittelständler angebracht.


"c) geht es Simbabwe auch so schlecht, weil es international keine Handelsbeziehungen mehr hat"

Diese Aussage ist schlichtweg falsch! Zimbabwe hat wenige oder keine Produkte, die es handeln kann, weil die Regierungspolitik die Wirtschaft vollkommen ruiniert hat. Der wenige Tabak, der noch produziert wird, wird selbstverständlich international vermarktet.


"d) Was für ein Stammesdenken denn, was ist denn bitte ein "Stamm"? "

Ersetze Stamm durch Volk, dann passt es wieder. Hier weise ich auf die Geschichte Europas und Asiens hin. Diese war niemals friedlich. Nichts anderes passiert in Afrika. Die immer wieder gern gemachte Aussage, dass z.B. Namibia vor der Ankunft der Deutschen ein Ort des friedlichen Zusammenlebens war, ist ein Märchen.


"e) Bitte und das gilt auch an diesen Artikel: Afrika nicht verallgemeinern ! Ich habe noch nie was von Landverteilung in Mali gehört. Genausowenig gibt es in ganz Afrika " Stammesdenken"."

Mali hatte auch keine kolonialen Siedler. Zum Rest: Siehe oben.


"f) kann ich dir genug Deutsche und Buren in Namibia und RSA nennen, die abfällig über Schwarze reden"

Was soll uns das sagen?


"g) in einer Demokratie ist es nun mal dummer Weise so, dass die Mehrheit über die Minderheit bestimmt. Haben wir einen türkischen Kanzler ? - Nein ! Ich bin versucht an deinem Demokratieverständnis zu zweifeln."

Und genauso, wie ich meine Kanzlerin kritisiere in ihrem Tun, erlaube ich mir das auch bei anderen. Wenn die Regierungspolitik eines Landes, mit dem ich mich durchaus verbunden fühle, durch ihr Handeln die Fähigkeit zerstören sollte, sich selbst zu ernähren und dieses Land dann wieder uns bittet, sie zu füttern, dann ist das für mich ein Grund zu massiver Kritik.


"ach ja und noch was: Habe mich gerade durch die alten Posts geklickt:
ich hatte was gegen die dortige schwarze Bevölkerung, wenn ich den Schwarzen das gleiche Schicksal wie Zentralafrikanern gönne ?
Gut, es war nicht ernstgemeint, aber spricht schon Bände. Und ich kann dir sagen: Ich gönne ihn das gleiche Schicksal wie Kenianern und Einwohner Tansanias (das übrigens ratz fatz sein Land umverteilt hat und nun auch nicht so schlecht dasteht soviel zum Thema mit der Sache auseinandersetzen) warum ? Die sind frei."

Auweia Konno, da gehen jetzt aber die Gäule mit Dir durch! Gefestigte Überzeugungen lassen sich ja manchmal nicht durch so etwas Störendes, wie Tatsachen, beeinflussen, aber Du solltest trotzdem einmal darüber nachdenken und die Geschichte dieser Länder studieren. Als ein Ergebnis wirst Du dann nämlich feststellen, dass es den Menschen in diesen Ländern wirklich gut gehen müsste, angesichts der Abermillionen US–Dollar Entwicklungshilfe. „Auch nicht so schlecht dastehen“ ist in diesem Kontext der Beweis völligen Versagens.

Nimmst Du allen Ernstes an, dass die Menschen lieber an Hunger und Aids verrecken, als bei einem Abkömmling kolonialer Siedler einen Job, zu Essen und Zugang zu einem Gesundheitswesen zu haben?


"Wie verblendet muss man eigentlich sein, wenn man nicht erkennen will, dass durch die Tatsache, wenn über die Hälfte eines Landes in den Händen von Großgrundbesitzern ist ein gigantisches Abhängigkeitsverhältnis entsteht ?"

Ich bin auch von meinem Arbeitgeber abhängig. Ich liefere vertragsgemäß meine Arbeitsleistung und bekomme dafür Geld. Wo ist das Problem? In allen südafrikanischen Ländern bieten umverteilte Farmen weniger Arbeitsplätze als vorher und produzieren, wenn überhaupt erheblich weniger als vorher.


"Was ist denn toll daran, wenn Südafrika "tolle Gewinne durch Exporte" macht und dabei ein kleiner Teil das Geld verprasst, während die Angestellten die auf der Farm schuften und nicht anders können, keine Bildung erhalten und so weiter, nur 400 Rand im Monat verdienen ? DAS heißt für mich ein Land in Grund und Boden zu wirtschaften."

Solch vernichtende Kritik der herrschenden politischen Klasse Südafrikas aus Deinem Mund, Konno? Ich staune!

Eine Frage zur Anregung: Woher soll denn das Geld kommen, mit dem die Lebensverhältnisse des hohen Anteils der Armen und Arbeitslosen verbessert werden soll? Du scheinst der Auffassung zu sein, das Geld für Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildungswesen etc. wie Manna vom Himmel fällt. Auch wenn es vielleicht neu für Dich ist, Konno, lass Dir gesagt sein: Es muss von Menschen erarbeitet werden.


"Glaubst du eigentlich allen Namibiern gehts gut ? Hast du schonmal die Unterschiede zwischem dem Roman Catholic Hospital und Katutura Klinik gesehen ? Die Unterschiede zwischen der DHPS und den Farmschulen, wo die Kinder der Arbeiter hingehen ? Hast du schon mal eine Farmarbeiter Unterkunft von Innen geshen und das Haus des Farmers ? Das ist was anderes, als geputzte Dielen auf Wolwedans zu bewundern, einen Gin Tonic zu schlürfen und denken: Na hier bekommt man ja auch alles (nicht jetzt an dich persönlich Yoshi) !"

Und genau da triffst Du den Nagel auf den Kopf, Konno! Hier liegt nämlich das Versagen dieser Regierungen! Um die Armut und andere soziale Unterschiede mit der Zeit einebnen zu können, braucht man Geld. Geld verdient die Wirtschaft. Wenn die Wirtschaft zerstört wird, dann können diese Ziele nicht erreicht werden.


"-> Apartheid lebt ! Leider !"

Richtig. In Südafrika ist es so, dass im Zuge von AA der schwarze Bewerber den Job bekommt und nicht der besser qualifizierte Coloured oder Inder.

Gruß, Michael<br><br>Post geändert von: Yoshikawa, am: 14/09/2006 11:47
Gast15. Sept. 2006 · #32
Moin zusammen,

dieser Thread hat deutlich gezeigt, dass Informationen unterschiedlich gewichtet werden und es einen starken Zusammenhang zwischen der bereits bestehenden individuellen Bewertung eines Themas und der Akzeptanz für neue, dem eigenen Standpunkt widersprechende, Informationen gibt. Kommt jetzt noch eine mehr oder weniger starke emotionale Komponente hinzu (Apartheid lebt weiter! Die Schwarzen können`s sowieso nicht!) fällt es schwer, dem roten Faden der Information durch das Labyrinth der eigenen Vorstellungen und dem Ärger über die „ignoranten Anderen“ zu folgen.

Ich glaube, dass eine weiter gehende Diskussion der Thematik zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiterführt, da zurzeit nur Ansätze der aus meiner Sicht bevorstehenden verheerenden Entwicklung evident sind. Setzen wir daher die Diskussion für ca. 5 Jahre aus –ich hoffe doch sehr, dass es dieses Forum dann noch gibt. Ich werde weiterhin Informationen zum Thema posten, meine aber, dass ein jeder sie nur lesen und die Schlüsse für sich persönlich ziehen sollte.

Diejenigen, die meine Sicht nicht teilen, bitte ich, sich einmal ernsthaft mit dem Punkt der Finanzierbarkeit der gesellschaftlichen Änderungen und der Armutsbekämpfung auseinander zu setzen.

Ein Staatswesen muss über Einnahmen verfügen, mit denen es seine Ausgaben bestreiten kann. Dies sind z.B.:
Verkehrsinfrastruktur, Versorgungsinfrastruktur, Polizei- und Justizwesen, Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen, Katastrophenschutz, Verteidigung und andere Staatsziele.

Hierfür erzielt der Staat seine Einnahmen, hauptsächlich aus Steuern. Direkte Steuern, wie z.B. die Einkommensteuer und indirekte Steuern, wie z.B. die Verbrauchsteuern (Tabak). Das Steueraufkommen wird in Südafrika und Namibia -und wurde in Zimbabwe- von denjenigen getragen, die wirtschaftlich stark sind. Dies ist aus historischen Gründen –über die wir nicht zu diskutieren brauchen, ich kenne sie und erkenne sie an– im Wesentlichen die weiße Minderheit in beiden Ländern.

Arbeitsplätze wurden nahezu ausschließlich im öffentlichen Dienst geschaffen. Dieser nimmt nur insoweit eine unterstützende Rolle in der Wirtschaftsentwicklung wahr, als er im besten Fall die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften schafft. Weder Südafrika in zwölf noch Namibia in 16 Jahren Unabhängigkeit haben es geschafft, Arbeitsplätze im produktiven Sektor der Wirtschaft zu schaffen, die eine nennenswerte, Steuern zahlende, schwarze Mittelschicht darstellen würden.

Wirtschaftlich hat sich somit nichts oder nur wenig geändert. Dies hat einen zunehmenden Einfluss auf die Politik. Die wachsende Unzufriedenheit der schwarzen Bevölkerung mit ihren Regierungen hinsichtlich der nicht eingehaltenen Versprechungen erhöht den Aktionsdruck für die Herrschenden. Es fehlen allerdings die finanziellen Mittel zur Umsetzung.

Die nun eingeleiteten Maßnahmen gleichen dem Versuch, eine Kuh zugleich zu melken und zu schlachten. Das Wissen darüber, dass dies nicht funktionieren kann, ist sicherlich vorhanden. Da der Druck mittlerweile jedoch sehr groß geworden ist, versuchen es die Regierungen beider Länder mit „ein bisschen schlachten“, um so wieder etwas Zeit zu gewinnen.

Das wird nicht funktionieren!

Auch der sozialistische Wirtschaftsansatz, dem Konno den Vorzug zu geben scheint, wird, wie zuletzt 1989 erlebt, zu keiner Veränderung der Situation der Armen führen. Er wird vielmehr alle –bis auf die politischen Kasten– gleich arm machen. So ist es aus meiner Sicht die einzige Chance für Namibia und Südafrika, die Schranken im Wirtschaftsbetrieb, seien es Landveräußerungsverbote, Affirmative Action oder Black Economic Empowerment wieder aufzuheben.

Anderenfalls wird irgendwann der „Point of no Return“ überschritten werden. Das internationale Kapital wird mangels Gewinnmöglichkeiten nicht mehr in den Ländern investieren, und die internationalen Konzerne werden die Produktion woanders hin verlagern. Afrika ist –außer als Rohstofflieferant– im Welthandel, egal in welcher Funktion, irrelevant. Die dann noch im Lande verbliebenen produktiven Wirtschaftszweige werden überfordert sein, die Finanzmittel auch nur für die Grundbedürfnisse des Landes zu erwirtschaften.

Wer, frage ich, soll die Zeche dann zahlen?

Gruß, Michael<br><br>Post geändert von: Yoshikawa, am: 15/09/2006 23:22
1'036 Beiträge · seit 200616. Sept. 2006 · #33
Hallo Yoshikawa

Das schlimme an der ganzen Situation ist, jetzt besteht noch mehr Unsicherheit im Planen für die Farmer.

Meine Freunde ( grosse Farm 100.000 ha) berichten mir, dass es sich nicht lohnt zu investieren denn keiner weiss was auf sie zukommt.

Ob nun Nam oder SA, führende Politiker schüren diese Unsicherheit und erwecken noch mehr falsche Hoffnungen bei der scharzen Bevölkerung.

Wenn schon Vizeminister und hochrangige Politiker beider Länder das System Mugabe loben und propagieren, wird mir Angst und Bange.

Die Hoffnung aber stirbt zuletzt.

Achtung Satire
Im übrigen wird es ja so sein das die Kritiker in diesem Thread gegen deine und die Meinung manch anderer, ihren Urlaub dort im Schosse der schwarzen Eingeborenen und nicht bei den bösen weissen Eingeborenen die ja eh nur Kapitalisten, Ausbeuter usw sind, verbringen werden.

Die Apartheid ist jetzt 16 Jahre vorbei sie heisst nun etwas anders aber lebt weiter. Früher gab es Job Protection wegen weisser Hautfarbe das war sehr böse.

Heute gibt es A.A wegen schwarzer Hautfarbe und das soll ja jetzt gut sein...... ??????

Nee Rassisten gibt es da keine mehr. 😈

Man muss sich aber auch die Frage stellen was nun in den 16 Jahren geleiste wurde an ZB Bildung und nicht wie kürzlich geschehen noch die Missionare für die schlechte Bildung verantwortlich machen.

Grüsse Georg
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1'457 Beiträge · seit 200616. Sept. 2006 · #34
ok wir machen in 5 Jahren weiter, wenn ich im dann unter dem werten Herrn Jerry Ekandjo arbeite ! 😄

spass beiseite: Ich fliege am Montag nach Thailand und bin danach in Namibia - ich wünsch euch ne schöne Zeit, hoffentlich wirds nicht zu trocken hier ! 😉

-> Dissenz bringt einen immer weiter, Konsenz nie !<br><br>Post geändert von: konno, am: 16/09/2006 20:54
3'491 Beiträge · seit 200617. Sept. 2006 · #35
Hallo Konno,
auch Dir eine schöne Reise und eine gute Zeit. Für uns beginnt die heute schon - in 6 Std. gehts los. Juchuuuh !
Übrigens: Deinem Spruch von Dissens und Konsens stimme ich nur sehr bedingt zu. Konsens macht stärker und so erreicht man sein Ziel schneller - wenn man eins hat.
Gruß Joli

Post geändert von: joli, am: 17/09/2006 12:31<br><br>Post geändert von: joli, am: 17/09/2006 12:45
Themenstarter1'910 Beiträge · seit 200617. Sept. 2006 · #36
@konno und joli, eine schöne Zeit erholt Euch! Es fängt an zu blühen... wunderbar.

bester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Gast17. Sept. 2006 · #37
Hallo Konno,

den guten Reisewünschen meiner Vorposter schließe ich mich an!

😉 Grins! Irgendwie stehen Deine Wortbeiträge in Threads, in denen wir uns fetzen, nicht so wirklich unter einem guten Stern. Den Job beim Minister Ekandjo wirst Du wohl abschreiben müssen, da Ausländer meines Wissens in Namibia nur dann eine Arbeitserlaubnis bekommen, wenn sie Fähigkeiten mitbringen, die kein Namibier zurzeit besitzt.

Land enteignen können sie doch aber.😄

Gruß, Michael
3'766 Beiträge · seit 200617. Sept. 2006 · #38
Auch ich hoffe das du einen suuuuper Urlaub hast und gesund zurück kommst, ich würde die "fetzigen" Diskussionen mit dir nicht missen wollen 😛

Gruss und alles Gute
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Gast05. Jan. 2007 · #40
Friday, January 5, 2007 - Web posted at 7:44:54 GMT

Resettlement is a failure
BRIGITTE WEIDLICH

EVEN though land reform is necessary, the resettlement policy of the Government has not brought the desired results and not a single farm has become sustainable, a new study concludes.

Given the background of unequal distribution of land along racial and ethnic lines in pre-independence Namibia, the land reform process was not only desirable from a social and political point of view, but also necessary to give the agricultural sector a much-needed injection of new life, according to the study 'SADC Land and Agrarian Reform Initiative - the Case of Namibia', published by the Namibian Economic Policy Research Unit (Nepru) just before Christmas.

However, "it has become clear (that) after nearly 16 years of implementing the Resettlement Programme, that it is not working; or to put it more bluntly, the programme has failed thusfar to empower the poor and the landless in their bid to become self-sufficient farmers," the author, local land reform expert Willem Odendaal, who is attached to the Legal Assistance Centre, stated.

"Land reform involves more than just buying or expropriating land from one group in order to give more land to another group; it also involves a complex human process that requires careful social and economic planning," Odendaal noted in the study.

"It is thus essential for the Government together with all other stakeholders in agriculture to evaluate the land reform process on a regular and transparent basis."

The White Paper on the Government Resettlement Policy stipulates that it will restrict its support for individual resettlement projects to five years only.

It reasons that, "within this period it is expected of settlers (beneficiaries) to have gained enough experience and self-confidence to be able to support themselves".

However, "not a single resettlement project has become sustainable after five years," Odendaal states in the 55-page document.

Sustainability could only be achieved if development projects were implemented over a longer-term period of 10 to 15 years, on condition that the projects are monitored independently by consultants on a tender and five-year renewable contract basis, he added.

"Even then, this monitoring process must be active, and the Ministry of Lands and Resettlement must be prepared to intervene in and restructure failing projects.

It must also provide more education and technical support."

The author recommended, among other things, that Government should come up with clear criteria for the expropriation of commercial farmland.

So far, three farms have been expropriated, although about 20 other white farmers have received expropriation notices since 2005.

According to the study, recent expropriation notes appear to have been handed to farmers who had a history of labour disputes with their farmworkers.

This would have the effect of reducing the process of expropriation to a punitive measure instead of basing it on what is in the public interest.

Said Odendaal: "While 'unofficial' Government policy dictates that land belonging to such farmers should be expropriated, it does not take into account the contribution their farms are making in terms of earning foreign currency and providing employment."

This unclear policy on expropriation also had a negative effect, mainly on white commercial farmers, as it gave them little incentive to invest in their farms, and indeed makes them reluctant to do so.

"The negative effect of this on the country's economy is obvious."

Land expropriation should be dealt with in accordance with set criteria.

Such criteria ideally would be contained in policy documents.

The Government would be bound to follow its own policy guidelines in making decisions on expropriation.

Such policies would also set clear guidelines for the public as to how the Government is to implement its expropriation policy, Odendaal recommended.

Established farmers should become more pro-actively involved in sharing their wealth of experience in farming commercially with black farmers to make the land reform a success.

Government should approach and encourage established farmers to become more involved in the land reform process as a whole.

There was sufficient goodwill and willingness among established farmers in Namibia for their involvement to be realised.

Some good examples of established farmers' involvement already exist among the established farming communities of Uhlenhorst and Outjo.

Some aspects of land reform gave Namibia an opportunity to create a 'unique' land reform programme, according to Odendaal.

"Namibia has a relatively low population, enough European donors willing to support the land reform process, co-operative white farmers and arguably enough time to not have to succumb to political pressure as happened in Zimbabwe's disastrous land reform process," the study noted.

Odendaal concluded by stating that Namibia needed an integrated agricultural economy, based on a new model of agricultural planning to transform and close the gap between commercial and communal agricultural practices.

"This type of effort, which is absolutely necessary for a land reform programme to be effective, requires a level of rural and agricultural planning not yet seen in Namibia.

Despite its large agricultural sector and small population, Namibia is self-sufficient only in beef, mutton and dairy production.

This kind of monoculture is not good agricultural policy.

Namibia could grow much more fruit, vegetables and nuts," he noted.

"Excellent examples of post-independence commercial agricultural initiatives are the date project at Naute Dam and the vineyard irrigation project at Aussenkehr on the Orange River," according to Odendaal.

Gruß, Michael