1. Namibia-Reise im April 2012

11 Antworten · 2'813 Aufrufe · gestartet 21. Nov. 2011 von goldi2702
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Themenstarter18 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #1
Hallo,

zu zweit mit kleinem Mietwagen und Campingausrüstung möchten wir Namibia in 3 1/2 Wochen kennenlernen. Aus beruflichen Gründen können wir nur im April so lange verreisen.

Wichtig ist uns Unabhängigkeit von lange vorausgebuchten Unterkünften, viele Tiere und schöne Landschaften. Die Unterkünfte können einfach sein - Campingplätze bevorzugt.

Wir haben uns grob die "klassische Route" von Windhoek südlich zum Köcherbaumwald, nach Fish River Canon, Lüderitz, Walvis Bay, Twelfontein, Etosha Nationalpark und wieder zurück Richtung Windhoek vorgestellt.

Was meint Ihr dazu? Ist das realistisch? Wie sieht es mit der Befahrkeit der Straßen bzw. Pisten aus? Was ist mit Malaria-Prophylaxe?

Ich weiß es gibt sehr viele Beiträge hier im Forum, aber als Neuling sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Freue mich auf Eure Tipps.
915 Beiträge · seit 201021. Nov. 2011 · #2
Hallo,
in der zur Verfügung stehenden Zeit kann man schon viel unternehmen in Namibia. Ob es gleich das nahezu ganze Land sein muss, möchte ich mal in Frage stellen. Wir haben 3 Reisen á 3 - 4 Wochen gebraucht um das alles zu sehen.

Da Ihr auch Swakopmund vorgesehen habt müsste Lüderitz, obwohl zweifellos sehr sehenswert, nicht auch noch sein. Die gewonnene Zeit würde ich im Bereich Erongo/Spitzkoppe und/oder Vingerklip dranhängen.

Überlege mal ob der FR Canyon während einer ersten Reise wirklich sein muss.

Sossusvlei/Sesriem fehlt bisher in Deiner Planung. Hat das einen besonderen Grund ?

Über die Befahrbarkeit der Straßen kann Dir wohl keiner was voraussagen. Das hängt vom Regenfall im April bzw.der Zeit davor ab. Wir selbst waren in 2010 auch im April unterwegs und hatten keinerlei Probleme in dieser Hinsicht. In 2011 hat das ganz anders ausgesehen.

Zur Malaria gibt es 1000 Meinungen, es ist an sich eine Frage die Du mit dem Arzt klären musst. Ich könnte da guten Gewissens keinen Rat geben.
Suche dennoch mal im Forum, da wirst Du fündig. Wenn auch möglicherweise nicht wirklich schlauer in dieser Frage.

Der April ist eine sehr schöne Reisezeit. Ihr werdet ein häufig grünes Namibia erleben. Die Route wäre mir allerdings zu lang. Machbar ist es schon, für sinnvoll halte ich es nicht.

Die meisten Tiere werdet Ihr in Walvis Bay (Robben, Pelikane, Delfine) und im Etosha (da mind.4 Nächte innerhalb des Parks bleiben) sehen.
Gruß
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
2'610 Beiträge · seit 200721. Nov. 2011 · #3
Hi,

ich stimme mit Günter überein und würde sogar so weit gehen, dass ich nicht südlicher als Sossusvlei fahren würde. Dafür etwas mehr Zeit in Etosha einplanen und zum Schluss die Spitzkoppe anfahren.

Grüße Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
6 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #4
🙂
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
6 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #5
Hallo goldi, willkommen im Forum!

Die Tour hört sich weit an, wenn man den Fish-river Canyon dabei hat. Ein Freund hat etwas ähnliches gemacht und knapp 4000km Fahrt hinter sich.
Für uns wäre das zu viel!

Seid Ihr übrigens Anfang April schon dort? Wir sind bis zum 4.4. nämlich da unterwegs

Gruß
P2
Themenstarter18 Beiträge · seit 201122. Nov. 2011 · #6
Vielen Dank erst einmal für Eure Antworten.

Werde mich auf jeden Fall mit Euren Vorschlägen befassen.

@ Günter: Sossusvlei möchten wir auch gerne sehen, hatte ich nur in meiner Auflistung vergessen, dennoch vielen Dank für Deinen Hinweis.

@ pitou: wir fliegen am 4.4. in Deutschland los - verpassen uns also knapp.

Lieben Gruß von

Rosa
956 Beiträge · seit 200922. Nov. 2011 · #7
Hallo Rosa!

Hm, scheinbar bin ich doch ein Vielfahrer 🙂 Ich finde, in dreieinhalb Wochen geht sich der Fish River Canyon auf alle Fälle mit aus. Aber gut, wir sind heuer im März in zweieinhalb Wochen auch knapp 4000 Kilometer gefahren (inklusive Game Drives) und fanden das nicht schlimm.

Etwas Bauchweh bereitet mir der "kleine Mietwagen". Heuer im März waren die Straßen teilweise in sehr schlechtem Zustand, mit großen Löchern und teilweise über- und unterspült. Da war ich über unser großes Auto schon sehr froh. Vielleicht überlegt ihr euch einen Terios oder Jimny (haben ein paar Vermieter im Programm und kostet wesentlich weniger als ein Hilux), damit ihr von der höheren Bodenfreiheit profitieren könnt. Das ist sicherer, bequemer und bietet auch bei Tiersichtungen Vorteile.

Zu den Malaria-Prophylaxen sag ich nix, das muss man selbst entscheiden.

Melde dich doch, wenn du die möglichst genaue Zahl an Nächtigungen schon weißt, dann geht das mit der Routenerstellung und den Tipps für Unterkünfte leichter.

LG aus Österreich,

Tanja
705 Beiträge · seit 201022. Nov. 2011 · #8
Hi goldi 😉

3 1/2 Wochen (so 25 Tage) sind schon sehr schön und April ist für Namibia auch eine gute Reisezeit. Die Regenzeit ist (meistens) vorbei und auf den Hauptstrecken habt ihr mit einem 2x4 sicher keine Probleme mehr.
Ich empfehle aber trotzdem ein Fahrzeug mit hoher Sitzposition und guter Bodenfreiheit zu nehmen - muß kein 4x4 sein, aber mit 4x4 habt ihr natürlich auch mehr Möglichkeiten, mal abseits der eingefahrenen Wege Namibia zu Entdecken. Schau mal nach dem SUZUKI JIMNY 4x4, ist für zwei Personen und kostet 43,-€ / Tag.
http://www.ascocarhire.com/vehandpricG.htm

Die geplante Strecke ist in 25 Tagen locker zu schaffen.
Malaria Gebiet ist laut WHO nur nördlich WDH so ungefähr ab der Grenze zur Etosha und natürlich im Etosha NP.
Las dich da mal vom Arzt beraten.

Nun zur Route 🙂
1. Hotel / Pension in WDH und erst einmal ankommen und sich Orientieren.
2. Fahrzeug übernehmen, einkaufen und ab in den Süden - z.B. bis zur Anib Lodge und da euren ersten Gamedrive mit Sundowener erleben // vorbuchen, die haben nur 3 Plätze//
3. Mesosaurus Fossil Site (Köcherbaum Wald)
Einkaufen und Stadtbesichtigung Keetmanshoop
4. FRC, Wandern am Canyonrand und Abends den Sonnenuntergang am Canyon bestaunen. In den Canyon hinein dürft ihr als Tagesbesucher sowieso nicht.
5. 6. Klein Aus Vista, Nachmittags die Wildpferde und Abends den Gamedrive mit Sondowner
Morgends nach Kolmanskop die alten Häuser besichtigen und nachmittags nach Lüderitz Stadtbummel (sehr kleine Stadt 😉 )
7. Tirasberge z.B. bei Familie Koch, haben nzwar nur 2 Plätze aber super gelegen und mit eigenem Waschhaus.// Vorbuchen //

8. 9. Sossusvlei Dünen und den Canyon
10. 11. 12. Swakopmund (die Aktivitäten in Swakop kann ich garnicht alle Aufzählen, aber da kommt bestimmt keine Langweile auf.

13. 14. die Küste hoch bis Henties Bay und weiter über Uis
Ihr könnt jetzt im Bereich Brandberg / Twyfelfontein übernachten oder bis zur Palmwag Lodge weiterfahren.

15. Fahrtag evt. bis Kamanjab

16. Etosha Safari Lodge direkt vor den Gate
17. Etosha durchfahren bis Namutoni - Abends am Wasserloch
18. Etosha die Loops bis Halali abfahren - Abends am Wasserloch in Halali
19. Etosha die Loops bis Okaukuejo abfahren - Abends am Wasserloch in Okaukuejo
20. Etosha den südlichen Bereich bis zur Touristengrenze im Westen abfahren und Abends aus dem Park heraus
21. Übernachten im Etosha Safari Camp (ihr könnt natürlich auch in Okaukuejeo bleiben 😉

22. 23. 24. Waterberg Wildernes Lodge, Holzmarkt in Okahandja, Farm Düsterbrok oder über Karibib und den Bushua Pas zum Dan Viljon Park für die letzte Nacht.

25. Fahrzeugrückgabe und Heimflug.

Ok. fast jeden Tag Autofahren - aber gut szu schaffen.

SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
4'451 Beiträge · seit 200822. Nov. 2011 · #9
Volker schreibt :

3 1/2 Wochen (so 25 Tage) sind schon sehr schön und April ist für Namibia auch eine gute Reisezeit. Die Regenzeit ist (meistens) vorbei und auf den Hauptstrecken habt ihr mit einem 2x4 sicher keine Probleme mehr.
Ich empfehle aber trotzdem ein Fahrzeug mit hoher Sitzposition und guter Bodenfreiheit zu nehmen - muß kein 4x4 sein, aber mit 4x4 habt ihr natürlich auch mehr Möglichkeiten, mal abseits der eingefahrenen Wege Namibia zu Entdecken.


Hallo Goldi,
da kann ich fast zustimmen.;) In dieser zeit waren wir schon mehrmals in Namibia. 🙂 2011 April, da lese mal unseren Reisebericht" Eine neue Erfahrung...." leider hatten wir da sehr viel Regen und waren froh einen 4x4 zu haben. 🙂


k-02-ImpalaMR103_2011-11-22.JPG



Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2011
412 Beiträge · seit 201122. Nov. 2011 · #10
Hi
Eure geplante Tour ist in 3 1/2 Wochen gut zu machen. Die Strassen sind in diesem Bereich z.T. etwas holperig, aber problemlos zu befahren, z.T. aber auch geteert (z.B. B1, Lüderitz).
Eine Malaria-Prophylaxe erübrigt sich für diesen Bereich, diese ist nur für den Caprivi zu überlegen.
Für die Übernachtungen würde ich mich vor allem an Farmen halten, da gibt es tolle Angebote (z.B. Namibgrens am Spreedshogdepass, Namtip und Gunsbewiis an der D707 (die würde ich auf jeden Fall fahren), Mesosaurus beim Köcherbaumwald (viel besser und günstiger als das offizielle Camp), Granitkop in der Nähe von Twyfelfontain, Alpec Bushcamp bei Kamanjab, usw.). Nur in den Parks werden ihr euch an die offiziellen Campgrounds halten müssen, die mir persönlich aber immer ein Greuel sind. Wir buchen in der Regel kaum etwas im Voraus (bei Farmen eh nicht nötig), lediglich für die bekannten Camps in den Parks (Sesriem, Okaukejo, Namutoni) ist eine Reservation zu überlegen, oder man ist flexibel genug, kurzfristig eine Alternative (ausserhalb des Parks) zu suchen. Wir waren diesen Herbst spontan einige Tage im Etosha, ohne Buchung. Namutoni war ausgebucht (sagten sie), Halali war überhaupt kein Problem (obschon sie uns am Gate was anderes erzählt haben) und in Okaukejo wollten sie uns zuerst nicht, stellten uns dann aber etwas widerwillig einen Notplatz zur Verfügung. Ein Rundgang am Abend zeigte dann, dass fast der gesamte hintere Bereich des Camps leer war (diese Erfahrung habe ich schon mehrfach auch andernorts gemacht). Insistieren lohnt sich meistens.

Gruss Dieter
Themenstarter18 Beiträge · seit 201123. Nov. 2011 · #11
Hallo Tanja,
vielen Dank für Deine Antwort.
4000 km sind für uns wohl auch machbar - da hat halt jeder seine eigenen Vorstellungen.
Sobald ich mehr über unsere endgültige Route weiss melde ich mich wieder!
Lieben Gruß von
Rosa
Themenstarter18 Beiträge · seit 201129. Jan. 2012 · #12
HalloVolker,

haben uns intensiv mit Deinem Routenvorschlag befasst.
Nun doch noch eine Frage, ist Galton Gate /Westtor inzwischen für Individualreisende geöffnet oder nicht? Du machst diesen Vorschlag, aber im Forum und um Internet gibt es viele verschiedene Meinungen.
Sollt es offen sein, gibt es hier eine Campingsite?

Lieben Gruß

Rosa