Familienausflug

68 Antworten · 22,6k Aufrufe · gestartet 31. Okt. 2011 von HeikeHeimo
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2'346 Beiträge · seit 200615. Nov. 2011 · #21
Hallo Heike/Heimo,

ihr beschreibt auch eure Erfahrungen mit den Straßenverkäufern (oder besser: Dünenverkäufern) beim Wrack der "Zeila of Hangana". Die gleichen Erfahrungen haben wir im September dort auch gemacht. Das war die einzige Situation in unseren inzwischen acht Namibia-Urlauben, in dem ich regelrecht Angst hatte, obwohl wir zu viert waren.

Da steht man am Strand, das Auto hundert Meter entfernt und weit und breit kein Mensch zu sehen, außer den zitierten "Verkäufern", die wie aus dem Nichts aus den Dünen auftauchten. Sie haben wohl ein Zelt dort platziert, wie wir später sehen konnten. Was uns gleich verdächtig vorkam, war die Story, die sie euch und uns über die Geschichte des Wracks erzählt haben. Die stimmt ja nun vorne und hinten nicht und machte uns von Anfang an stutzig. Ein einziges Messer hätte denen gereicht, um uns um alles zu erleichtern, was wir dabei hatten. Wir wären in dieser Situation vollkommen hilflos gewesen. Zum Glück lief aber alles ab, wie bei euch. Wir haben denen einige Steine abgekauft, mehr aber mit dem Gedanken, sie nicht zu provozieren. Nachdem das "Geschäft" gemacht war, wurden sie dann noch etwas aufdringlicher und fingen mit Betteln an. Sie verfolgten uns bis zu unserem Wagen, ließen uns dann aber doch in Ruhe.

Da das Wrack sehr leicht zugänglich ist, werden hier wohl so viele Touristen anhalten, dass sich das Geschäft (mit der Angst?) lohnt. Alle diejenigen, die sich das Wrack noch ansehen möchten, möchte ich auf diesem Weg vorwarnen. Mag sein, dass meine/unsere Bedenken unnötig waren, unsicher haben wir uns aber auf jeden Fall gefühlt und die Fotoausbeute vom Wrack ist aufgrund der skurillen Situation auch ausgesprochen dürftig ausgefallen.

Viele Grüße
Armin
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2011
Themenstarter60 Beiträge · seit 201116. Nov. 2011 · #22
Ja, ich kann mich deiner Warnung nur Anschließen. Als wir ihnen etwas zu essen gaben, war ihnen das zu wenig und wirkten gereizt.

Wir hatten aber auch andere Situationen mit aufdringlichen „Verkäufern“, die wie Parkplatzwächter wirkten. Ruhe hat man nur in den Parks, der Einheimischen oder Nationale und auf den Farmen.

Schöne Grüße
Heimo
983 Beiträge · seit 201116. Nov. 2011 · #23
HeikeHeimo schrieb:Ja, ich kann mich deiner Warnung nur Anschließen. Als wir ihnen etwas zu essen gaben, war ihnen das zu wenig und wirkten gereizt.

Wir hatten aber auch andere Situationen mit aufdringlichen „Verkäufern“, die wie Parkplatzwächter wirkten. Ruhe hat man nur in den Parks, der Einheimischen oder Nationale und auf den Farmen.

Schöne Grüße
Heimo
Hallo Heimo,
das klingt aber nervig ...
Also so lange es nur Verkaufsmethoden bzw. Bettelmethoden sind, die darauf hinauslaufen leichte Nötigung zu erzeugen, ist es nur nervig. Wer schon Mal in Ägypten oder Marokko war, weiss was ich meine. Aber diese "Verkäufer" aus Marokko sind nicht gefährlich, nur lästig, wie Fliegen, die einem ins Gesicht fliegen.
Habt ihr das Gefühl, dass die "Dünenverkäufer" bzw. die sonstigen "Verkäufer", die ihr getroffen habt, auch Gewalt anwenden würden?
Ich wimmele lästige Bettler/Verkäufer mit toternstem Gesichtsausdruck und einem "No" und/oder entsprechender Geste ab. Werde dann auch lauter, falls es nicht wirkt. Wer mich anfasst, den stosse ich zurück. Das hat bisher immer gereicht. Das hat natürlich seine Grenze, wenn der andere eine Waffe zücken würde ... Ist mir zum Glück noch nicht passiert.
Beste Grüße
Ralf
Beste Grüße rhh64
Themenstarter60 Beiträge · seit 201116. Nov. 2011 · #24
Hallo Ralf

Sehr nervig wars in jedem Fall. Ob tatsächlich eine Gefahr bestanden hat, ist schwer zu beurteilen. Wir haben uns sehr unsicher gefühlt. Interessant wäre eine Meinung von jemandem, der nichts gekauft und auch nichts gegeben hat.


Heimo
1'483 Beiträge · seit 200916. Nov. 2011 · #25
Hallo Heimo,
vielen Dank dafür, dass du dir so vile Mühe mit deinem berichtmachst. Ich habe ihn eben in einem rutsch gelesen und werde ihn weiter mit Interesse verfolgen, da er doch einige Erinnerungen weckt.
Einer meiner vorgänger hat sich ja schon als Klug... geoutet. Ich bin auch so einer ( von berufswegen, bitte um Nachsicht!) Ich habe möchte zwei Anmerkungen machen:
1. Für eventuelle Leser ohne Erfahrung mit dem Linksverkehr: Euer Fehler ist typisch für den zweiten Tag: Man fährt los und nach dem ersten Abbiegen ist man auf der falschen Spur. Oder, man fährt los und ist allein auf der Straße und schon passiert´s. Ein kleiner Trick kann sein: ein Taschentuch um´s linke Handgelenk binden, solange man sich nicht wirklich sicher ist!
2. Bei dem "Eisen" im Sand während eurer Wüstentur handelt es sich um das durch Erosion und äolische (= durch Wind ) Umlagerung zerkleinerte Mineral Magnetit.

Herzliche Grüße von
Reinhard
2'346 Beiträge · seit 200616. Nov. 2011 · #26
Hallo Ralf,

wie man mit lästigen Verkäufern oder Bettlern fertig wird, weiß man nach acht Urlauben im südlichen Afrika und Erfahrungen aus Ägypten und der Türkei. Tatsache ist aber, dass man es mit Verkäufern und Bettlern in aller Regel dort zu tun hat, wo sich noch viele andere Menschen (Touristen und/oder Einheimische) aufhalten. Soll sich ja schließlich auch rentieren. Da ist die Gefahr von Übergriffen m. E. nicht sonderlich hoch. Anders ist es am Wrack der "Zeila of Hangana". Da wäre im Zweifel absolut niemand, der einem helfen könnte. So wehrlos habe ich mich selten gefühlt, aber wie gesagt, wahrscheinlich waren unsere Bedenken ja letztendlich unbegründet.

Viele Grüße
Armin
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2011
983 Beiträge · seit 201116. Nov. 2011 · #27
Hallo Armin,
ja, dann werden wir das Wrack bei unserer kommenden Namibia-Rundreise meiden. Man muss ja auch nicht überall hin und alles gesehen haben. Solche Tipps auf potenzielle Gefahren sind ja für alle Mitleser hilfreich.
Im südlichen Afrika haben wir uns stets an die üblichen Sicherheitsregeln (nicht nachts fahren, keine bekannten gefährliche Orte besuchen usw.) gehalten. Auch in Namibia werden wir diese Regeln konsequent beherzigen.
Beste Grüße
Ralf
Beste Grüße rhh64
Themenstarter60 Beiträge · seit 201117. Nov. 2011 · #28
24.8 Swakopmund – Ameib Ranch

Zeitig verließen wir die Atlantic Villa. Wir waren noch nicht aus den Zimmern, da waren schon das Trinkgeld und das Gewand welches wir zurücklassen wollten, verschwunden. Beim Superspar kauften wir noch Brot, das wir gestern nicht bekommen hatten. Bei einem Geschäft nebenan wollte ich noch meine Fotos und Videos auf CD sichern. Leider beginn der Mann einen Fehler und löschte blöderweise alle Videos.

Kurz nach der Stadtausfahrt von Swakopmund besuchten wir noch die Martin Luther Lokomotive.



Ein Ungetüm, mit dem Frachten von Walvis Bay nach Swakopmund transportiert werden sollten. Ein Versuch der kläglich scheiterte.

Auf der B2, einer Asphaltstraße, fuhren wir weiter bis zur Abzeigung mit der D1918 zur Spitzkoppe. Die tauchte schon bald nach Swakopmund am Horizont auf. Von Weitem sieht sie gar nicht so spektakulär aus, aber umso näher wir kamen umso imposanter wurden Berg und Umgebung.



Das Gebiet der Spitzkoppe wird von einem Projekt der Einheimischen betreut. Beim Eintritt natürlich genaue Rechnung und Liste. Der Manager lieh uns noch eine Karte. Der hat hier sein eigenes Haus.



Nun konnten wir in das herrliche Gebiet einfahren.





Umso tiefer wir in den Park fuhren, desto schöner wurde die Landschaft.





Unser Ziel war die Bridge, in den USA würde man natürlich Arch sagen. Sie lag in einer umwerfenden Landschaft.



Der Kussmund von Namibia.



Das ganze Massiv ist imposant.



Wir kletterten voller Begeisterung zwischen den Felsblöcken umher.





Der Ausblick zur großen und kleinen Spitzkoppe war genial. Mit dem Felsbogen ergab das spitzen Motive.





Klipsliver, verwandt mit den Elefanten, und Eidechsen tummelten sich auf den Felsen.






Nach ausgiebigem Landschaftsgenuss fuhren wir weiter in den Park hinein. Hinter der großen Spitzkoppe tauchte vor uns ein Mercedes mit geöffnetem Motordeckel auf. Ein junger Mann stand davor. Als er uns bemerkte quollen aus dem Auto ein Mädchen nach dem anderen heraus. Insgesamt vier.



Jonas meinte: “Hört das denn gar nicht mehr auf“. Ein Mädchen fragte uns, ob wir ihnen helfen könnten, der Motor lässt sich nicht mehr starten. Der junge Mann kam aus Deutschland und machte hier ein Praktikum als Kindergärtner. Seine 4 Begleiterinnen ebenfalls so etwas ähnliches oder waren auf Besuch. Sie campten schon seit 2 Wochen quer durch das Land. Starthilfe mittels Batterie von meinem Fahrzeug war erfolglos.



Als nächstes zogen wir das Fahrzeug auf einen höheren Punkt, falls der Starter kaputt ist. Dabei riss das Abschleppseil wegen des tiefen Sandes ab.



Auch das Anschieben half nichts. Wenigstens war die Umgebung eine Augenweide.



Wir nahmen eines der jungen Mädchen zum Eingang mit, damit sie einen Abschleppwagen organisieren konnte.

Zurück auf der B2 fuhren wir bis Usakos und dann auf die D2306 Richtung Ameib Ranch. Beim Tor zur Ranch wurden wir von einem grimmig dreinblickenden Schwarzen in einem Tarnanzug empfangen. Keine Frage, die obligatorische Liste durfte nicht fehlen. Bei der Rezeption wieder Liste und genaue Rechnung. Zu erwähnen ist, dass alle Rechnung handgeschrieben werden. Frau Kögl begrüßt uns, eine ältere Frau, die wie es scheint in ihren Drehsessel schon hineingewachsen ist. Sie betreibt die 10.000 ha große Ranch wie es aussieht mit den schwarzen Helfern alleine. Auf dem Weg zum Campingplatz sehen wir einige Tiergehege, die aber alle leer waren. Der Platz ist sehr eng. Da aber nur noch drei Gäste am Platz waren störte das nicht. Das Abendessen war schnell gekocht und danach genossen wir, bei angenehmen Abendtemperaturen, wieder das himmlische Sternenzelt.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201120. Nov. 2011 · #29
25.8 Umgebung der Ameib Ranch


Pünktlich vor Sonnenaufgang begannen wieder die Hähne ihr morgendliches Konzert. Nach den kalten Nächten, war diese Nacht angenehm mild. Beim Frühstück tauchten einige Esel bei der Umzäunung des Campingplatzes auf. Auch „Zebresel“ waren, zum Entzücken der Kinder, dabei.



Gut versorgt mit Kartenmaterial von der Ranch, war unser erstes Ziel die Phillips Cave. Vom Parkplatz geht es über einen Sattel hinunter in ein Flusstal.



Nach dem Durchqueren des Tals wieder hinauf zur Höhle.



Die Höhle war schon vom Tal aus zu sehen, sie ist eher ein Felsvorsprung.



Wir waren allein hier. Die Felszeichnungen sind deutlich zu erkennen.





Ein schönes schattiges Plätzchen mit einem tollen Ausblick in die Umgebung.



Zum Elephants-Head, Bulls Party und Berglandschaft gegenüber.

Zurück im Tal beschlossen wi,r uns zu teilen. Ich ging zum Parkplatz zurück. Außer mir gingen alle auf dem Fußweg durch das Tal zur Bulls Party. Es war schon ziemlich heiß und wir waren uns nicht sicher, ob der Rückweg von der Bulls Party nicht zu anstrengend für die Kinder ist. Vom Parkplatz aus fuhr ich noch schnell zurück zur Ranch und reservierte ein Abendessen, da wir zum Sonnenuntergang beim Elephants Head sein wollten und keine Lust hatten, im Finsteren zu kochen. Beim Bulls-Party Parkplatz war ich ganz alleine. Der Parkplatz liegt mitten in den Steinen.

Als ich am anderen Ende dieser Steineansammlung ankam, hörte ich schon die Meute kommen. Sie hatten einen Bach durchqueren müssen, der noch Wasser führte. Das war gar nicht so einfach. Wundversorgung (Blasen) unter einem der interessanten Felsgebilde der Bulls Party.





Von einer seitlichen Anhöhe gibt es einen schönen Ausblick.



Zum Elephant Head



Die Erkundung des Gebietes bescherte uns tolle Eindrücke.









Die müden Wanderer.



So ein Sonnenschutz hat was.



Die Erdkugel



Ein kühler Rastplatz zur Mittagshitze.





Kurz nach Mittag fuhren wir zurück zum Campground, die Hitze war schon sehr stark. Eine kleine Impression vom Tal zurück zur Ameib Ranch





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Hier entspannten wir uns ein wenig. Die Kinder gingen auf Eidechsenjagd und kühlten ihre Füße im eiskalten Pool.



Nach 15 Uhr fuhren wir, außer Margit, zurück zum Elephants Head. Wir wollten den Klettersteig gehen. Der Weg beginnt über eine große Steinplatte vor dem Head



Er führt an spektakulären Felskugeln und Gebilden vorbei.



Das klassische Foto darf natürlich auch nicht fehlen.



Man muss ganz an die Rückseite des Felsen gehen bis der Einstieg erreicht wird.



Die Kinder waren schon fast nicht mehr zu halten. Durch Felshöhlen





und Klettersteige geht es hinauf.





Bis wir zum letzten Steig kamen, der für unseren Kleinsten aufgrund der Abstände der Steighilfen nicht bezwingbar war.



Vielleicht mit einem Seil gesichert. Dietmar und ich gingen voraus. Wir waren uns nicht sicher, ob das ein Rundweg war. Am Plan war er nicht als Rundweg eingezeichnet. Am Ende des Plateaus traf ich eine Mann, der mir sagte, dass ein einfacher Weg von hier hinunter führt. Zurück am Steig hatte Jonas der Jüngste schon seinen eigenen Weg gefunden. Durch einen schmalen Durchschlupf, durch die nur die Kinder kamen und unter Gestrüpp hindurch schlängelten sie sich eine schmale Felsspalte hinauf zum Plateau.



Den letzten Aufstieg hinauf halfen wir ihnen dann. Wohl war uns nicht dabei. Oben am Kopf des Elephant Heads gab es einen herrlichen Ausblick.





Zurück ging es den rauen Sandsteinfelsen hinunter. Die immer tiefer stehende Sonne ließ die Felsen immer mehr in roten Farbtönen aufleuchten.



Das ganze Massiv strahlte in der Abendsonne auf.



Unten angekommen leuchtet der Elephant Head in kräftigem orange.



Die Sonne warf scharfe Schatten.



Mit jeder Minute verstärkte sich die Farbgebung,



bis die Sonne verschwunden war.

Auf dem Rückweg kreuzte noch eine Herde Affen unseren Weg.




Als wir am Campingplatz ankamen, gingen wir gleich zum Abendessen. Das war vorzüglich. Süßkartoffeln, Rindssteak, Oryx-Gulasch, Reis, Gemüse vom Buffet. Satt und müde gingen wir den finsteren Weg zurück zu unseren Zelten. Der Sternenhimmel leuchtete uns den Weg und auch auf diesem kurzen Nachtspaziergang wurde, der „afrikanischen Wildnis“ zum Trotz, keiner von uns gefressen.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201123. Nov. 2011 · #30
26.8 Ameib Ranch – Aba Huab

Eine weitere laue Nacht auf Ameib wurde durch den lautstarken „Hähne-Wecker“ beendet. In den Duschräumen fand Florian eine ganz dünne Gespensterschrecke.

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Sie sah wie eine Grasstück aus. Nach dem Bezahlen unserer Rechnung fuhren wir auf der D2306 Richtung Norden. Kurz nach der Flussdurchfahrt in Okombahe gab es Aufregung neben der Straße. Ein Polizeifahrzeug hatte sich überschlagen und lag abseits der Straße. Die Insassen waren aber wohlauf und es waren schon genügend Helfer anwesend, wir fuhren daher weiter.
Auf der C36 ging es nach Uis. Hier legten wir einen kleinen Einkaufsstopp ein. Kurz vor der Abzweigung zur C35 kam uns ein Auto entgegen. Es wirbelte einen großen Stein auf, der mit einem ordentlichen Rumms auf unserer Windschutzscheibe landete. Er hinterließ ein schönes, sternförmiges Cut in der Scheibe. Wir fuhren zurück nach Uis und versuchten einen Aufkleber zu bekommen, damit nichts weiter springt. Es war aber nichts zu bekommen. Der Handteller großer Stern war glücklicherweise oberhalb der Beifahrerseite hinter dem Rückspiegel. So störte er mich wenigstens nicht während der Fahrt. Die C35 war sehr holprig, wir bogen daher in die D2319 ab, eigentlich die Zufahrt zum Brandberg. Wir nutzen die Straße als Abschneider. Sie war wesentlich besser als die Hauptstraße. Wir konnten generell beobachten, dass die Nebenstraßen meist im besseren Zustand waren. Die Straße verläuft durch eine sehr schöne Landschaft.

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Strauße streifen durch das hohe Gras.

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Die Straße führt nah an das Brandbergmassiv heran.

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Auch interessante Straßenzeichen gibt es hier.

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Der kleine Ort Sorris Sorris machte schon fast einen wohlhabenden Eindruck auf uns. Es sah im Damaraland überhaupt wesentlich ordentlicher in den Orten und um die Häuser aus als in den anderen Regionen des Landes. Zurück auf der C35 bogen wir gleich wieder auf die D2612 Richtung Aba Huab ab. Auf den Straßen waren immer wieder die typischen Eselkarren zu sehen. Dieser schien sogar einen Reserveesel mit zu haben.

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Die Straße führte durch wunderschöne, im Wind wogende, goldene Graslandschaften die von roten Bergen begrenzt waren.

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Manchmal war die Landschaft hier auch kultiviert.

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Am Aba Huab Campground kamen wir am mittleren Nachmittag an. Er liegt direkt am gleichnamigen Fluss der trocken ist. Wir konnten uns irgendeinen Stellplatz, einen der nicht mit einem Stuhl oder ähnlichem gekennzeichnet war, aussuchen.

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Teil 2 folgt sogleich
Themenstarter60 Beiträge · seit 201123. Nov. 2011 · #31
26.8 Ameib Ranch – Aba Huab Teil 2

Nach dem Aufstellen der Zelte, inspizierten wir die Umgebung. Endlich gelang es uns einen dieser Vögel mit dem knallig roten Bauch zu fotografieren.

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Die Kinder entdeckten gleich die Kamele. Mit ihnen musste natürlich ein Ausritt unternommen werden. Ich erklärte mich bereit, sie zu begleiten. Während unser Führer die beiden Kamele zusammen trieb, rief Dietmar: „Schaut´s euch die „Häuslspinn“ an, ist die aber groß!“

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Als wir zur Stelle waren stellte sich heraus, dass es sich um einen Skorpion handelt, der über die offene Fläche lief. Ich musste ihm hinterher rennen, damit ich ihn aufs Bild bekam. Als ich in seiner Nähe war, ging er gleich in Kampfstellung.

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Die Häuselspinn verschwand dann schnell im Gras.

Die Kinder und ich schwankten mit den Kamelen in den Sonnenuntergang, der das Gras zum leuchten brachte.

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Zurück am Ausgangspunkt wollte das Kamel Jonas nicht mehr hergeben. Als ich abgestiegen war, stand es wieder auf und wollte sich nicht mehr setzten. Nach längerem Zureden unseres Kamelführers gelang es dann doch.

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Beim Abendessen wurden die vielen Tokos immer wieder lästig.

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Bevor das Sonnenlicht ganz verschwand gingen wir noch auf einen der nahegelegenen Hügel um ein paar abendliche Fotos von der Umgebung zu machen und den Sonnenuntergang zu genießen.

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Feurig leuchtete der Abendhimmel.

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Danach tranken wir noch südafrikanischen Wein und ein paar Windhoek Lager bevor wir schlafen gingen.
28 Beiträge · seit 201127. Nov. 2011 · #32
Hallo HeikeHeimo, was für ein schöner Bericht (inkl. der Fotos), danke für die vielen Inspirationen! Da wir bald mit unsern Kindern eine ähhnliche Route fahren zwei Fragen: Würdet Ihr Ameib (den Zeltplatz) weiterempfehlen? Und hatte Ihr bei der ganzen Kletterei keine Angst, dass Eure Kinder mal 'ne Schlange überraschen? (Klingt jetzt vielleicht blöd, aber meine Zwillinge (7) sind 1. ziemlich verpeilt (= unaufmerksam), 2. leicht (20 kg) und 3. schwer zu kontrollieren (durch z.B. an der Hand gehen).)
Freu mich schon auf die Fortsetzung!
bloebbe
Themenstarter60 Beiträge · seit 201127. Nov. 2011 · #33
Hallo bloebbe!
Am Campground in Ameib herrschen eher europäische Verhältnisse, der Platz ist eingezäunt und man hat nicht die übliche fantastische Umgebung, dass man sonst so in Namibia gewöhnt ist. Wenn ihr 2 Nächte in dieser Gegend bleiben wollt und aus Swakopmund kommt, solltet ihr eine Nacht in Spitzkoppe bleiben und eine in Ameib. Spitzkoppe liegt gut 1 Autostunde von Ameib entfernt und die Gegend dort ist einfach herrlich und lädt zum Erforschen ein.
Wegen der Schlangen und sonstigen netten Viecherln hatten wir natürlich schon bedenken. Wenn möglich ist immer ein Erwachsener vorne weg gegangen - allerdings waren die Kids manchmal auch einfach nicht zu halten. Vor Schlangen haben wir uns eigentlich nur am Klettersteig auf Ameib gefürchtet, und da auch nur weil unsere Kids einen engen, felsigen Alternativweg wählten, da sie die Kletterpartie ohne Seil auf einen Fall bewältigen hätten können. Einfach aufgrund der simplen Tatsache, dass die in die Wand geschlagenen Eisen für ihre kürzeren Füße viel zu weit auseinander waren.
Freut euch auf euren Aufenthalt in Namibia, wir würden mit unseren Jungs jederzeit wieder fahren und für die Kinder ist es auch ein besonderes Erlebnis.
lg, Heike
Themenstarter60 Beiträge · seit 201127. Nov. 2011 · #34
27.8 Living Museum, Organ Pipes, Twyfelfontein

Auch hier gibt’s Hähne die pünktlich sind. Die Nacht war fast schon warm. Das übliche Frühstück für die Kinder.

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Ohne Strom geht’s auch.

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Lästig bei dieser Art zu campen, die ständige hin und her Packlerei.

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Unser erstes Ziel heute war das Living Museum of the Damara. Zur allgemeinen Belustigung kam Dietmar mit geöffneter Laderampe herangefahren.

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Verwunderlich war, dass nichts herunter gefallen ist, obwohl die Pad bis zum Parkplatz ein ordentliches Wellblech war.

Am Eingang begrüßte uns Chris.

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Er war unser Guide für die Besichtigungstour. Die Kinder haben sich gleich gefunden.

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Das Museum ist nun genau seit einem Jahr in Betrieb. Zuerst zeigte er uns einen Stall und die Hütte des Chiefs. Der Chief konnte jede Frau im Dorf auswählen und so viele haben wie er wollte. Die Medizinfrau war unser nächstes Ziel.

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Sie erklärte uns die Wirkung der Blüten, Hölzer usw. in Damara-Sprache, Chris übersetzte. Im Video ein kleiner Ausschnitt aus den umfangreichen Erklärungen. Hier zum Thema Sonnenschutz. Die Klick-Laute sind schön zu hören.

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Margit wollt unbedingt diesen natürlichen Schutz. Er war allerdings, wie sich später herausstellte, nur sehr schwer wieder wegzukriegen.

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Alkohol wurde bei den Damara auch getrunken, nämlich Met. Bei einer Hütte spielten zwei junge Männer eine Art Strategiespiel, das unendlich dauern konnte.

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Ziel des Spieles ist es, dem anderen Spieler alle Steine abzunehmen. Zuhause haben wir dann gesehen, dass es dieses Spiel als Brettspiel auch bei uns im Spielzeuggeschäft gibt.


Der 2. Teil folgt sogleich......
Themenstarter60 Beiträge · seit 201127. Nov. 2011 · #35
27.8 Living Museum, Organ Pipes, Twyfelfontein Teil 2

Die Bearbeitung von Fellen und die handwerkliche Kunst der Frauen wurde uns ebenfalls gezeigt.

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Am Schluss des Rundganges versuchten sich drei junge Männer beim Feuermachen.

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Das waren aber noch Lehrbuben, denn es funktionierte nicht richtig. Es begann zwar zu rauchen, aber der zündende Funke wollte nicht so recht. Erst als der Meister kam und mit hoher Geschwindigkeit den Stab zwirbelte gelang ein Feuer.

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Zu guter Letzt zeigte uns die ganze Gruppe 3 Volkslieder samt Tanzeinlage.

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Mit Chris und einem weiteren Damara machten wir noch einen kurzen Bushwalk. Sie zeigten uns einige Pflanzen und erklärten uns deren Wirkung.

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Auch eine Jagd wurde uns vorgeführt.

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Das Aufstellen einer Steinfalle durfte auch nicht fehlen, was besonders unseren Jungs gefiel. Der Nachbau der Falle wollte dann aber doch nicht so recht funktionieren.

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Insgesamt gesehen kann man auf den Bushwalk verzichten, er ist nichts besonderes.


Der 3. Teil folgt sogleich.....
Themenstarter60 Beiträge · seit 201127. Nov. 2011 · #36
27.8 Living Museum, Organ Pipes, Twyfelfontein Teil 3

Jetzt kam das Highlight für unsere Frauen, sie konnten nun ein paar Dinge von den Einheimischen abkaufen, die angeblich hier gefertigt werden. Es war nun später Vormittag und wir fuhren zurück zum Campground. Den Stuhl, den wir in der Früh als Reservierungszeichen stehen gelassen hatten war natürlich weg. Denn konnte ich aber wieder bei der Rezeption auftreiben. Nach einem Mittagsimbiss, fuhren wir zum Burnt Mountain. Am verbrannten Berg wären wir fast vorbei gefahren. Erst die rapid schlechter werdende Pad hat uns aufmerksam gemacht, dass wir ihn bereits erreicht haben müssten.

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Der ist wirklich nichts besonderes, ein schwarzer Schutthaufen. Interessanter für uns waren da schon die schwarzen Basaltsäulen die kreuz und quer aus dem Boden ragten. Wir fuhren den kurzen Weg zurück zu den Organ Pipes und nahmen den Weg in den Canyon. Hier wäre unser Fahrzeug fast stecken geblieben, aber Dietmar befreite uns mit viel „Gaspedalgefühl“.

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Der Canyon ist nett anzusehen, aber wer schon einmal in Island war, wird enttäuscht sein. Imposant ist, wir lange Wurzeln, die weiße Linie im Hintergrund, der Bäume bis zum Grund werden müssen um zum Wasser zu gelangen.

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Am frühen Nachmittag erreichten wir Twyfelfontein. Das Haimaul von Namibia

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Es war nun brütend heiß und hatte laut Thermometer beim Visitor Center 36°C. Außerdem war es vollkommen windstill und der Rundweg führte durch einen Talkessel. Nach längerem überlegen und einer Bestechung für die Kids wagten wir uns doch auf die geführte Tour durch den Park. Die Sonne knallte in den Kessel und wir schwitzten was das Zeug hielt, dies schien der Bekleidung nach zu schließen, unseren Führer nicht zu stören. Er meinte noch, heute wäre es doch eher kühl.

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Er war ein Spaßvogel und machte so manches Witzchen über die Gravuren.

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Der Ottifant

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Nach gut einer Stunde kamen wir zurück zum Visitor Center. Kurz nach uns kam eine Gruppe Bustouristen vom Rundgang zurück. Eine Frau war schon ganz fertig, sie konnte nicht einmal mehr die Toilette aufsuchen. Die anderen drängten sie, da sie noch 3 Stunden fahren müssen und der Fahrer keinen Stopp einlegt. Na ja, speed kills.

Zurück am Campingplatz wollten die Kinder natürlich ihren versprochenen Ausritt (die Bestechung für den Rundgang in Twyfelfontein) mit den Kamelen unternehmen.

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Diesmal begleiteten sie Heike und Dietmar und zwar auf der langen Runde. Als sie zurück kamen nahmen wir unser Abendessen ein.


Dietmar hatte Feuerholz bestellt, dass wurde uns pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit gebracht. Die Heimo-Geschichten sind so noch um einiges lustiger.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201130. Nov. 2011 · #37
28.8 Aba Huab – Bambatsi Guesthous

Die Nacht war wieder warm. Zum Frühstück hatten wir heute einen Jugendchor, der unweit von uns gecampt hatte. Sie sangen einige Lieder bevor sie abfuhren. Beim Verlassen des Campingplatzes startete ein Bediensteter gerade die Pumpe für die Wasserförderung. Ein Beispiel für Arbeitssicherheit auf afrikanisch. Das auflegen des Keilriemens ist nichts für nervöse Personen.

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Das erste Ziel heute war das Wondergate. Ein Loch im Fels mit unbekannter Tiefe.

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Wenn ein Stein richtig hineingeworfen wurde kullerte der hinab bis er nicht mehr zu hören war.

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Über die C39 fuhren wir zum Versteinerten Wald. Hier musste natürlich wieder ein Guide mit dem Eintritt gebucht werden. Auch wieder ein Mann mit einer lockeren Lippe. Er zeigte uns ein paar Exemplare des versteinerten Waldes.

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Sie seien vor 280 Mio. Jahren, zu einer Zeit also als noch der Zentralkontinent Pangea bestand, von Zentralafrika heran geschwemmt worden. In dieser Gegend sind die Bäume, hauptsächlich Kiefern und Pinien, luftdicht und hoch verschüttet worden. Durch den hohen Druck wurde der Kohlenstoff durch Mineralien ersetzt. Rinde und sogar Jahresringe sind im Stein zu erkennen. Wer aber große Mengen dieser Hölzer sehen will muss in den Petrifid Forest National Park in Arizona. Auch Welwitschias wachsen hier.

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Der Rundgang dauerte vielleicht 45 Minuten. In den Shops vor dem Eingang gibt es überteuerte Touristensouvenirs.

In Khorixas legten wir wieder einen Einkaufsstopp bei einem Supermarkt ein. Der war gut besucht. Am Parkplatz wurden wir gleich eingewiesen und sofort gefragt wie wir heißen. „Ich bin Gerald und dein Name“? Die Namen wurden noch in den Boden geschrieben, ob sie ihn eh richtig verstanden hätten. Dann zogen sie ab. Margit und ich warteten auf unsere Einkäufer. Nach einiger Zeit tauchten die Namensfrager wieder auf. Sie hätten in Nüsse, die als Schlüsselanhänger verwendet werden können unsere Namen geschnitzt. Die Nüsse waren auch noch mit anderen Verzierungen geschmückt. Nach einigen hin und her, Arbeitslos, Kinder, Familie usw., kauften wir ihnen die Nüsse schließlich ab. Da es Sonntag war und an diesem Tag kein Alkohol verkauft werden darf waren die Kühlschränke mit dem Bier, sehr zu unserem Leidwesen, mit einer dicken Kette zugesperrt.

Nach dem Ort bei der Kreuzung mit der C35 war eine Polizeikontrolle. Ein strenger Polizist nahm meine Papiere entgegen. Zu meinem Führerschein hatte ich nur eine englische Übersetzung mit. Er fragte mich ob ich Heimo sei. Ich bejahte. Das könne er mir glauben oder nicht, da er kein Foto sieht. Nach ein paar strengen Blicken gab er sich dann aber mit dem Ausfüllen seiner Liste zufrieden.

Von hier aus ging es auf Asphalt zügig weiter, begleitet von unzähligen Termitenbauten.

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Ein paar Kilometer vor unserem Ziel bogen wir Richtung Vingerklippe ab. Bei der Einfahrt für die Tagestouristen fuhren wir zuerst vorbei. Nachdem wir beim Lodgeeingang umgedreht hatten zahlten wir den Eintritt und fuhren zum ersten Parkplatz.

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Es war schon wieder sehr heiß und der kurze Weg zur Klippe einigen zu beschwerlich. So ging ich erstmal alleine hinauf. Oben war eine wunderbare Fernsicht und die Klippe warf einen angenehmen Schatten und es wehte ein kühlendes Lüftchen.

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Nicht umsonst wird dieses Gebiet das Monument Valley Namibias genannt.

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Wieder zurück am Parkplatz machte ich den Vorschlag, oben die Jause einzunehmen und das Panorama zu nutzen. Der Vorschlag wurde angenommen.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201130. Nov. 2011 · #38
28.8 Aba Huab – Bambatsi Guesthous Teil 2

Die Jause schmeckte vorzüglich.

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Die Aussicht war phänomenal..

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Zurück auf der Asphaltstraße kamen wir bald zur Einfahrt der Bambatsi Ranch. Die Einfahrt hätten wir fast wieder übersehen. Bis zum Guesthouse waren es noch einige Kilometer auf der Farmpad. Wir wurden freundlich vom Besitzer empfangen. Er servierte uns gleich Kuchen und Kaffee. Die Terrasse bietet einen hervorragenden Ausblick auf die Mopanewälder und auch ein Wasserloch war am Fuße der Felsstufe angelegt.

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Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, gingen wir wieder zum Haupthaus um den Sonnenuntergang zu genießen. Möglicher Tierbesuch am Wasserloch wurde auch eifrig beobachtet.

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Außer ein paar Perlhühnern war aber nichts zu sehen.

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Der Sonnenuntergang ließ wieder alle Farben spielen.

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Der Tisch für das Abendessen wurde bereitet, denn um 7 Uhr war das Essen angesagt.

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Pünktlich waren alle bei Tisch. Eine Schweizergruppe und eine Familie aus dem Südwesten von Deutschland saßen mit uns am Tisch. Die Bedienung sang zur Begrüßung ein Ständchen. Dann servierten sie eine Suppe. Als Hauptspeise gab es das unvermeidliche Oryxgulasch. Es ergab sich ein angenehmes Gesprächsklima in der Runde. Der Hausherr musste uns noch einen Fragebogen vorlegen. In Namibia beginnt nämlich eine Volkszählung. Am späten Nachmittag waren die Beamten bei ihm. Am heutigen Tag werden in ganz Namibia die Touristen gezählt. Natürlich musste wieder eine Liste ausgefüllt werden. Neben den üblichen Fragen wurde alles über die Mutter abgefragt. Wo geboren, wo lebt sie usw. In Namibia wird alles auf die Mutter bezogen. Ist irgendwie auch logisch, da nur ihr ein Kind eindeutig zugeordnet werden kann. Nach dem Papierkram führten wir unsere Gespräche weiter. Der Hausherr erzählte von den gefährlichen Elefanten im Etosha und das man sich, wenn sie Junge haben nur maximal 50m nähern soll. Diese Information wird uns noch etwas beunruhigen.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201104. Dez. 2011 · #39
29.8 Bambatsi – Etosha

Die Nacht war heiß und kräftiger Wind setzte ein. Heute weckten uns nicht nur die Hähne sondern auch die Hauskatze, die bei Sonnenaufgang vor unserer Terrassentür miaute und Einlass begehrte. Wir erfüllten ihren Wunsch nicht und machten uns auf zur Terrasse um den Sonnenaufgang zu beobachten.

In der Morgensonne begannen die Blätter der Mopanebäume zu leuchten.

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Ein paar Kudus schlichen um das Wasserloch.

Die lustige Runde von gestern Abend setzten wir beim Frühstück fort. Vor lauter Plappern hätten wir fast die Zeit übersehen. Bei der Abfahrt entdeckte Florian noch eine große Gespenstschrecke an der Hauswand.

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Ein sehr interessantes Tier.

Bis Outio ging es zügig dahin. Wir wussten, dass es in diesem Ort einen Bankomaten gab, von dem auch wir Geld abheben konnten. Im Ort war viel los. Auch die Namenfragenden gab es hier. Wir gaben keine Namen mehr bekannt, da wir keine weiteren Schllüsselanhänger-Nüsse gebrauchen konnten. Getankt wurde auch noch schnell. Wir tankten nicht mehr voll, da wir wahrscheinlich nicht mehr so viel fahren werden. Auf dem Weg zum Andersson Gate waren diesmal rote Termitenhügel zu sehen.

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Beim Gate musste wieder ein Fragebogen ausgefüllt werden. Dieser wurde von der Rangerin abgezeichnet. Mit diesem Bogen muss man dann in Okaukuejo den Eintritt bezahlen.

Darf man hier überhaupt etwas?

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Bis wir zum Etosha gekommen sind haben wir nicht sonderlich viele Tiere gesehen. Schon beim ersten Wasserloch, dem Ombika, gleich nach dem Parkeingang, ging es richtig los.

Viele Zebras,

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Strauße, Springböcke,

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Giraffen,

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Oryx-Antilopen usw.

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kamen und gingen in den 15 Minuten die wir am Parkplatz vor dem Wasserloch gestanden sind. Die Tiere sind nicht scheu und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht durch den Autoverkehr.
Themenstarter60 Beiträge · seit 201104. Dez. 2011 · #40
29.8 Bambatsi – Etosha Teil 2

Nach dieser Ouvertüre fuhren wir zum Rest Camp Okaukuejo um unseren Eintritt zu bezahlen und die Campingplätze zu belegen. Natürlich wieder Listen, Listen, Listen. Auf unseren Plätzen nahmen wir unsere Mittagsjause ein. Am frühen Nachmittag gingen wir auf die Pirsch. Wir fuhren Richtung Olifantsbad. Heike hatte im Park Office gelesen, dass in der Gegend Löwen gesichtet wurden.

Beim ersten Wasserloch Gemsbokvlakte erwischten wir ein Rudel Schakale, die gerade ein Tier zerlegten.

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Wie nervös die Schakale die Schwänze bewegten.

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Natürlich waren auch wieder andere Tiere am Wasserloch, die sich weder von den Schakalen noch von uns stören ließen.

Auch am Wegesrand tauchten immer wieder Tiere auf. Wir waren begeistert.

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Impala

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Beim Wasserloch von Olifantsbad war wenig los nur ein paar Springböcke. Das mit Zäunen gesicherte WC, das sich hier befindet, ist keinen Besuch wert. Wir fuhren weiter Richtung Aus. Perlhühner suchten Schutz im Schatten und mussten umfahren werden.

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Auf der Straße war immer mehr frischer Elefantendung zu sehen. Auch abgebrochene Zweige lagen auf der Straße. Als wir das Wasserloch Aus erreichten, war, zu unserer großen Freude, tatsächlich ein Elefant zu sehen.

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Unser erster Elefant. Wir hielten an um ihn zu beobachten. Nach einiger Zeit hatte er genug und verschwand.