Welche Route mit 1 1/2 jährigem Kind?

18 Antworten · 5'923 Aufrufe · gestartet 12. Sept. 2011 von Marita
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201112. Sept. 2011 · #1
Hallo,

Ich brauche Hilfe: wir sind eigentlich afrikaerpobt, waren bereits in suedafrika, Botswana, kurz in Sambia und dann die letzten Jahre immer in Ostafrika, Tansania und Kenia.

Jetzt kam Simon auf die Welt und wir haben uns bisher nicht getraut, mit einem Baby zu reisen. Aber die Sehnsucht quält..... Wir wollen natürlich nichts riskieren, aber jetzt haben uns Freunde gesagt, dass wir doch mal Namibia ausprobieren sollen, das ginge gut mit Kind.

Simon ist jetzt 1 Jahr alt und wir wuerden gerne im Januar/Februar gehen. Etwa zwei Wochen Reisezeit und lieber wenig Autofahren, da er das bisher nicht so mag. Also lieber nur 3 oder 4 verschidene Orte und dafür dort länger bleiben.

Was meint Ihr? Etosha ist ein muss, aber sonst kennen wir uns gar nicht aus. Wie wäre erindi?

Gibt's denn überall kinderbetten? Wie sind die Lodges ausgestattet? Waren bisher sehr verwöhnt, sind fast immer mit andbeyond gereist und ich wuerde wahnsinnig gerne in die sousouvlei Dessert Lodge. Bringt's das?

Tausend dank fuer eure Hilfe!!!

Marita
7'267 Beiträge · seit 200612. Sept. 2011 · #2
Hallo Marita

Zum Thema Reisen mit Kleinkindern gibt es hier sehr unterschiedliche Meinungen. Da hilft vielleicht auch die Suche.

Ganz unabhänig davon ist im Januar und Februar natürlich Regenzeit. Somit gehört das sicher nicht zur besten Reisezeit. Entweder ist es nass, schwül oder sehr heiss. Könnt Ihr das nicht um ein paar Monate nach vorne oder hinten scheiben?

Herzliche Grüsse
Chrigu
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105 Beiträge · seit 201112. Sept. 2011 · #3
Hallo,
wie schon von chrigu gesagt, Januar ist es meißt sehr warm in Namibia, vor allem im Inland.
Etosha (wenn etwas Geld vorhanden) vielleicht in den Westteil und dort gibt es eine Neue Unterkunft die noch nicht im Internet ist, man muss dort wohl direkt bei der NWR anfragen. Und dann ist da ja auch noch das Camp Onkoshi. Die beiden wären wohl die beiden luxuriösten in Etosha. Oder aber man bleibt im Onguma Game Reserve für ein paar Tage.
Eine Lodge bei Sossusvlei lohnt sich auf alle Fälle für ein paar Tage genauso wie eine im Damaraland und im Erongo Gebirge.

Mein Schwager lebt in Namibia und seine beiden Söhne sin dort geboren und wachsen dort auf, er fährt mit ihnen zu jeder Jahreszeit durch das Land.

Gruß Namibianer1
im Fieber südliches Afrika
359 Beiträge · seit 201012. Sept. 2011 · #4
Hallo Marita,

also wir leben mit zwei Kindern (morgen 2 und in drei Tagen 6) hier im Caprivi. Wir sind schon einiges durchs Land gekommen und die meisten Lodges in denen wir waren sind überhaupt nicht auf Kleinkinder eingestellt. Daher würde ich immer vorher anfragen.

Speziell an die Flüsse würde ich nicht fahren, da es keine Begrenzungen gibt. Auch Kinderbetten gibt es selten. Hochstühle hatten wir z.B. nur mal in der Kalahari Anib Lodge und in Okaukuejo (Etosha).

Allgemein müsst ihr natürlich wissen, ob euer Kind längere Autofahrten gut verkraftet. Die Tierwelt wird meist auch sehr schnell langweilig und Spielplätze gibt es auch nur selten (wobei ich das schon mal erwähnte und dem wiedersprochen wurde, habe aber bis heute noch keine Auskunft wo denn die ganzen tollen Spielplätze in Namibia sind).

Swakopmund oder Walfishbay sind natürlich mit Kleinkind ganz gut, wegen Strand und Klima.

Wenn du speziellere Fragen hast schreib ruhig eine PM.

Gruß aus Katima
Kowo
Gast12. Sept. 2011 · #5
Hallo,

zum Beispiel lässt es sich am Oanob Dam recht gut mit Kindern aushalten - Eis, Trinken, Snacks, Planschbecken und am WE viele andere Kinder (auch Kleinkinder) "on tour" dort - natürlich mit Eltern....

Gruß
4'140 Beiträge · seit 200912. Sept. 2011 · #6
Hallo Marita,
ih teile die Bedenken meiner Vorschreiber:
1. ganz ungünstige Reisezeit hinsichtlich des Klimas, insbesondere für Kinder
2. Zu dieser Zeit sollte man auch in der Etoscha Malariaprophylaxe machen und ob man das einem Kind mit 1 1/2 zumuten kann? Ich würde es nicht machen.
3. Etliche Lodges haben nicht nur keine Kinderbetten, sondern Kinder sind auch unerwünscht. Das hat nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun, sondern liegt an den Tieren, die gelegentlich mit den Kindern in Kontakt kommen können. Hier muss man sich bei jeder Lodge unbedingt vorher erkundigen. Auch bei manchen Gamedrives werden keine Kinder unter 14 Jahren mitgenommen.
4. Lange Autofahrten sind kaum zu vermeiden.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter2 Beiträge · seit 201112. Sept. 2011 · #7
Herzlichen dank an euch alle, das war sehr aufschlussreich. Ist dann schon komisch, wenn einem dazu geraten wird im Januar. Gut dass es diesen Blog gibt. Da lassen wir mal besser die Finger davon und halten es eben durch, bis der kleine Schatz groß genug ist.

Marita
152 Beiträge · seit 200812. Sept. 2011 · #8
Hallo Marita!

Bitte nicht so schnell aufgeben... nur die Eckpunkte ein wenig anpassen!!!

Es wäre doch schade, wenn ihr eurem kleinen Schatz so eine tolle Reise vorenthalten würdet!

Wir waren dieses Jahr im Mai für drei Wochen in Südafrika mit unserem, damals zweijährigen, Sohn unterwegs.
Kuck mal hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/191920-zu-dritt-durch-suedafrika.html

Es war nicht immer leicht, aber abenteuerlich und am Ende wunderschön!

Falls noch Fragen sind gerne per PN.

Schönen Abend noch und liebe Grüße,
Suuusa
354 Beiträge · seit 201013. Sept. 2011 · #9
Marita schrieb:. Da lassen wir mal besser die Finger davon und halten es eben durch, bis der kleine Schatz groß genug ist.

Marita
Uff, dann hat doch noch die Vernunft gesiegt.

S.
835 Beiträge · seit 200613. Sept. 2011 · #10
Hallo Marita,

uns ging es ähnlich wie euch - vor der Geburt unserer Tochter waren wir viel im südlichen Afrika unterwegs und vermissen das Ganze inzwischen ziemlich.
Daher werden wir es nächstes Jahr mit unserem dann 3 1/2 jährigen Mädchen probieren. Allerdings im August und auf einer ähnlichen Route wie Suusa.

Falls ihr tatsächlich jetzt schon fahren wollt, würde ich euch eine andere Reisezeit und wohl auch ein bißchen ein anderes Reiseziel empfehlen. Nach Berichten einiger Freunde eignet sich mit so kleinen Kindern die Gartenroute und Kapstadt wohl ganz gut. Ansonsten: Habt noch zwei Jahre Geduld, dann lässt sich mit eurem Kind schon wesentlich mehr unternehmen und erleben und es ist auch für euch deutlich weniger stressig.

Gruß
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
818 Beiträge · seit 200713. Sept. 2011 · #11
Also wir sind von Anfang an mit unseren beiden Kindern wieder nach Afrika gefahren. Die Kids waren jeweils bei ihrer 1. Afrikareise knapp 1 Jahr alt und haben mittlerweile RSA, NAM, BOT und MOZ kennenlernen dürfen.

Botswana war dabei die größte Herausforderung an die Eltern, weil die Camps nicht eingezäunt sind und die Tiere auf Haaresbreite an einen heranrücken können, dh zu weit sollte man nie von einem rettetenden Fahrzeug entfernt sein.

Dagegen ist Namibia ein Kinderspiel. Südafrika sowieso.
Am besten hat es aber den Kids und uns in Mosambik gefallen, denn dort passte für alle einfach alles: Afrika freundliche Seite, was die Menschen angeht, die Strände wie in Mauritius, die Preise günstig, die Lodges luxeriös und vor allem in einsamer Spitzenlage, rote afrikanische Pisten und auch so ein Traum.

Dort bietet sich ggf. auch Januar-März als Reisezeit an, wenn man die Schulferien der Südafrikaner ein bisschen im Blick behält.

Die Kapregion ist von September bis Juni eine Reise wert.
Das restliche Südafrika eigentlich ganzjährig.

Namibia geht eigentlich auch ganzjährig, wobei ich die Monate April bis Juli bevorzuge.

Ein paar Tipps zu Reisen mit Kindern findest du in unseren Reiseberichten auf der Webseite.

LG Enrico
http://www.oribi.de/
962 Beiträge · seit 200713. Sept. 2011 · #12
Hallo, Marita
als Nam-Infizierte können wir es sehr gut nachvollziehen, wenn ihr vom Land eurer Sehnsüchte magisch angezogen werdet.
Vielleicht kann ich dich trösten, dass ihr aufgrund eures jugendlichen Alters, um das wir euch sehr beneiden, noch soooooooo!! viele Jahre und Reisen nach Afrika vor euch habt.
Leider muss ich mich den Vorbehalten von Burschi anschlissen, da ihr eurem Liebling keinen Dienst erweist, da das Aufnahmevermögen für den Genuss dieser Reise doch noch sehr beschränkt ist, und die Strapatzen, die er ertragen muss, diese Tour eigentlich n o c h nicht rechtfertigen.
Wenn ihr noch warten könntet, habt ihr mit ihm als Kleinkind viel mehr Freude.
Die weitgereisten "Oribis", deren Reisemut mit den Kleinen wir schon damals, mehr verwundert, aber auch bewundert verfolgt haben, betrachten wir als Einzelfall, sie haben sehr viel Erfahrungen gemacht, aber auch das "Glück des Tüchtigen" gehabt, dass nie etwas passiert ist.
Wir erlebten Südafrikaner, die mit ihren Kindern, allerding im Alter von drei und vier Jahren, die sie völlig unbekümmert barfuss auf Gharagab im Sand spielen liessen, obwohl sie wussten, dass sich im Lebensraum von
Sanvipern aufhielten und plötzlich waren s i e wieder da und die Kleinen spielten mit ihren Stöcken "Fangen".
Südafrikaner haben, wie oft erlebt, einen besondere Beziehung zu Tieren.
Man kann und muss eben nicht immer um jeden Preis alles haben.
Die Entscheidung liegt natürlich bei euch, die beste Reisezeit für ein zumutbares Klima wäre natürlich April/Mai.
Eine richtige Entscheidung wünschen euch Frank und Inka
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 13. Sept. 2011
33,1k Beiträge · seit 200613. Sept. 2011 · #13
Hallo Namibianer,
Unterkunft die noch nicht im Internet ist, man muss dort wohl direkt bei der NWR anfragen.
Ist seit gut 6 Monaten bereits auf der NWR-Seite zu finden: http://www.nwr.com.na/dolomite_camp.html

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1 Beiträge · seit 201120. Sept. 2011 · #14
Liebe Marita,
wir waren mit unserer damals 5 Monate alten Tochter 3 Wochen in Kapstadt und haben nur kleinere Ausflüge gemacht. Mit unserem Sohn (6) waren wir auf der Gardenroute in RSA mit vielen Selfcatering Unterkünften, die auch "einheimische" Familienurlauber nutzen, und zuletzt auf Rundreise mit Krügerpark und Swasiland (Kinder waren 2,5 Jahre und 11 Jahre alt). In RSA waren die meisten Unterkünfte nicht für Kinder eingerichtet. Wir hatten immer unser eigenes Kinderbettchen (klappbar, Gewicht des Bettes 8 kg) mit, auch einen Kinderstuhl, den man an einen Tisch anhängt. Viele Unterkünfte nehmen gar keine Kinder auf, also unbedingt vorher klären und buchen.
Jetzt buchen wir gerade einen Namibiaurlaub und grübeln auch, ob das das Richtige für unsere Kinder (dann 4 und 13)ist. Auf jeden Fall stellen wir das Gleiche wie in RSA fest: Kinder nicht immer möglich, oder wahnwitzig teuer (2 Doppelzimmer und keine Ermäßigung für die Kleine)! Kinder unter 12 bzw 14 dürfen auf keine Pirsch, also kann nur ein Erwachsener soetwas machen, der andere macht Babysitter. Manchmal stößt man auf unerwartete Schwierigkeiten: 2 Nuckel zerbissen, sowelche wie in Deutschland gibt es nicht, Kind schreit nur noch.....Vorrätige Nahrung (Gläschen) schmeckt dem Kind nicht, Kindertee gibt es nicht, nur Roibosch....Das sind alles keine wirklichen Probleme, aber unglückliche Kinder vermiesen den Erwachsenen definitiv den Urlaub. Auch ist fliegen mit 2 Kindern ohne einen Sitzplatz auch nicht schön (dafür deutlich billiger). In der ersten Reihe kann man sie wenigstens auf dem Boden schlafen lassen, aber dahinter....Tagsüber turnen sie rum und andere Fluggäste meckern, nachts können sie nicht auf den Beinen der Eltern schlafen und nerven alle.

Unterkünfte haben meist einen Pool, in den die Kinder natürlich wollten. Da muß man aber immer höllisch aufpassen (Ertrinken). Gut, das gilt auch auf Mallorca mit Kleinkindern....
Man muß aber viel sorgfältiger planen und alles Zubehör und Medikamente von zu Hause mitbringen. Auch stelle ich mir Autofahren nicht so spaßig vor: Mama hinten bei den Kids, Papa fährt, wer hilft dann beim navigieren/aufpassen fotografieren, insbesondere im Etosha, wo man ja nicht einfach aussteigen kann?
Unsere Tochter war ja schon 2,5 jahre alt im Krügerpark und konnte aus dem Fenster viele Tiere sehen. Tierparks, am besten mit Streichelzoo, gingen immer! Sie hatte ihren Spaß und ist ein wahnsinnig geduldiger Autofahrer. Aber wenn man "groß" muß und gerade kein Klo da ist, in die Notwindel will Prinzessin nicht machen, aussteigen geht auch nicht!!!! Das ist dann ein Problem, wenn gerade eine Kapbüffelherde das Auto umringt und man etwas nervös ist.....Mit einem nur 1,5 Jahre alten Kind (oder gar 2 davon) hätte ich unsere Reise in RSA nicht gemacht.....Jede Nacht in einer anderen Unterkunft ist auch Streß für alle und mit 4 Leuten aus dem Koffer leben, auch nicht ganz "ohne".
Wenn man eher stationär an einem Ort ist und nur wenig rumfährt, wird es den Kindern besser ergehen. Namibia ist aber sehr groß und nicht alles ist in "praktischer" Nähe.
Also mein Tip: unbedingt einen entschleunigten Urlaub mit wenig Unterkunftwechsel und nicht zu vielen Kilometern planen, klare Absprache, dass Mama nur für die Kinder da ist und Papa allein fährt/navigiert, Unterkünfte für Kinder langfristig buchen und alles Wichtige mitschleppen.
Wie eure Kinder so auf lange Flüge, Autofahrten, Streß und Malariamedikamente reagieren, wißt ihr selbst am Besten....

Wir werden auf jeden Fall in der Omandumba Farm absteigen, damit wir Geparden sehen und streicheln können. Ein Familienurlaub ist nun mal ganz anders, als ein Urlaub nur als Paar.

Viel Spaß auf der Reise, Martina
60 Beiträge · seit 200920. Sept. 2011 · #15
Hallo Marita,
wir waren 3 Wochen im Oktober 2011 mit unseren 2 Kindern - da 1 1/2 und 3 3/4 Jahre alt - in Namibia unterwegs. Wir hatten noch eine befreundete Familie mit einem 2 jährigem Kind dabei. Es hat alles super geklappt und wir denken heute noch sehnsüchtig daran!!
Wir waren immer im Wechsel im Dachzelt und in Unterkünften übernacht. Das war prima, mindestens 2 Nächte an einem Ort, besser 3. Es ist aber wirklich wichtig auf familiengerechte Unterkünfte zu achten, da man sich sonst als Familie mit kleinen Kindern wirklich fehl am Platz fühlt. Wir hatten für die Kleine unser eigenes Reisebett (wir haben so ein kleines "Reisezelt" das wenig Platz im Gepäck braucht) dabei, ich glaube, die meisten Unterkünfte hätten keines gehabt.

Unsere Route war die ganz klassische Route (mit der wir schon Erfahrung hatten) und die Unterkünfte waren fast allesamt prima für uns:
Immmanuel Wilderness Lodge - sehr nett!
Rooiklip (Camping)
Tsondab Valley (Camping) - tolle Dünenfahrt nur für uns und nach unseren Bedürfnissen
Sesriem haben wir mit den kleinen Kindern ausgelassen, haben nur unsere Männer gemacht, das wäre uns zu anstrengend geworden mit den kleinen Kindern (früh aufstehen...)
Swakopmund Beach Lodge (toll für die Kinder, endlich nicht so heiß, Meer...)
Brandberg White Lady Lodge (Camping)
Filmhaus (unser Sohn redet heute noch von "dem lustigen Haus")
Vreugde Gästehaus (toller Garten, supernett, auch tolle Farmrundfahrt nur für uns)
Etosha Okaukuejo (Wasserloch war auch schon für die kleinen superspannend und sie waren auch richtig still dort!)
Frans Indongo (Camping) - war nicht so ideal für die Kinder, aber sehr schöne Lodge
Rooidina - ebenfalls nicht so ideal für Kinder, aber sonst auch sehr schön

Das Autofahren war nicht so schlimm, wir haben es immer auf die Mittagsschlafzeit gelegt und max. 3h eingeplant, besser weniger.

Eure Reisezeit ist allerdings recht heiß, uns hat der Oktober schon gereicht!

Viel Spass bei Eurer Planung! Wichtig ist einfach, dass Ihr Eure Reise so gut wie möglich an Euer Kind anpasst, Euch nicht stresst und alles etwas langsamer angehen lasst!
Viele Grüße, Sabine
(die sich schon heute auf die SA-Reise im Februar freut - diesmal allerdings mit 3 Kindern 🙂 - aber dann wirklich ganz ruhig, kaum Unterkunftswechsel)
106 Beiträge · seit 200821. Sept. 2011 · #16
Hallo Marita,

habe erst jetzt den thread entdeckt. Wie Du ja gemerkt hast, gibt es Vertreter aus beiden Lagern, die einen, die eine Reise mit Kind ablehnen (es sei mal dahingestellt, ob mit oder ohne eigene Erfahrung) und die, die eine solche Reise mit Kind unternommern haben und positives berichten. Wir sind mit unserem 8Wochen alten Sohn nach Mexiko gereist und die meisten unserer Freunde und Bekannten hatten kein Verständnis dafür. Der Urlaub war toll. Von diesem Zeitpunkt sind wir regelmäßig wieder gereist und haben nicht mehr auf die Stimmen der anderen gehört. So waren wir in der DomRep, in Neuseeland (ich höre heute noch die negativen Kommentare zum langen Flug und der Zeitumstellung in meinen Ohren), in Vietnam mit Schiffsausflug und absolut einheimischem Essen, in Namibia, Botswana und dieses Jahr in Zimbabwe. Unser Fazit ist, es hängt vom Kind ab. Das könnt ihr besser beurteilen als jeder Fremde. Kann ich dem Kind lange Autofahrten zumuten und einen langen Flugzeugaufenthalt (ein Nachtflug ist da eine prima Lösung und bei den vielen Eindrücken ist Einschlafen vorprogrammiert). Es sind natürlich die Fragen zu klären, mit was beschäftigt sich das Kind gerne und längere Zeit. Unser hat auf Autofahrten immer gut geschlafen. Aber so ist unser Kind. Und Eures???

Also am besten das tun, was man selber denkt und wenn man sich wohl fühlt und die Sachen so nimmt, wie sie sind, gibt es viele "Oribis". Dem Kind geht es gut, wenn es den Eltern gut geht. Unser Sohn hat mit seine Tieren gerne und viel im Sand gespielt und wenn man den Spielplatz unter die Lupe nimmt, ist es auch nicht sooo gefährlich. Es ist auch gefährlich mit Kind in einer größeren Stadt zu sein, denn es könnte sich von der Hand losreißen und das nächste Auto ist nicht weit.

Liebe Grüße, viel Spaß beim Vorbereiten, am besten viele tolle Reiseberichte lesen und viel Spaß in Afrika. Tipps gebe ich gerne und wenn alles soo unproblematisch auf unseren Reisen gewesen wäre wie unser Kind, würde ich nicht auch ein ppar sehr unschöne Erinnerungen an unseren letzten Afrikaurlaub haben. (Reisebericht dazu folgt noch)


Liebe Grüße

Angelika
Gast21. Sept. 2011 · #17
Hallo,

Mit kleinen Kindern zu Reisen ist ein ganz großartiges Erlebnis - für die Eltern und die Kinder.

Die die pauschal abraten und von "Strapazen, die das Kind ertragen muss" reden, wollen zwar gern etwas beitragen, haben aber in der Regel überhaupt keine eigenen Erfahrungen zu dem Thema beizusteuern. Die häufig gehörte Empfehlung erst später (in 5, 10 oder 15 Jahren) wieder zu Reisen, wenn die Kinder groß sind, finde ich auch sinnfrei. Entwicklungsländer wie Namibia entwickeln und verändern sich sehr schnell. Man wird in Zukunft nicht mehr ansatzweise das erleben können, was man heute noch erleben kann.

Die Gefahr, dass Euer Kind dieses Jahr im deutschen Straßenverkehr stirbt, liegt statistisch grob bei 1:22.000. Die Wahrscheinlichkeit das es im Straßenverkehr schwer verletzt wird, liegt sogar bei 1:1.300. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind in Namibia Opfer eines wilden Tieres o.ä. wird, ist um ein Vielfaches geringer. Wer Namibia pauschal für zu gefährlich hält, darf konsequenterweise in Deutschland eigentlich keinen Fuß mehr vor die Haustür setzen. Alles andere wäre irrational.

Der Planungsaufwand steigt bei Reisen mit kleinen Kindern stark an und man sollte auch vorher einen kundigen Kinderarzt konsultieren, aber auch mit Kleinkind ist eine Namibiareise möglich. Der Januar ist allerdings eine suboptimale Reisezeit dafür.

Das Kind wird sich zwar später nicht an die Reise erinnern. Das solche Reisen einen positiven Einfluss auf die geistige Entwicklung des Kindes haben, ist mittlerweile übrigens der Konsens mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen. Die fremden Reize (anders aussehende Menschen, Landschaften, Geräusche, Gerüche, ...) fördern die Entwicklung des Gehirns. Kinder die viel Reisen sind später besser in der Schule (siehe unter anderem Studien von Hirnforscher und Lernpsychologe Prof. Dr. Kristian Folta, Uni Hildesheim).

Übrigens: Falls Ihr zeitlich auf den Januar als Reisezeit festgelegt seid, möchte ich Euch das Sultanat Oman wärmstens empfehlen. In Sachen Tierwelt kann das zwar nicht mit Namibia konkurrieren, aber es ist ein wunderschönes und einfach zu bereisendes Land. Sicherer und noch freundlicher als Namibia. Keine Malaria, 2-3 Stunden weniger Flugzeit und im Januar um die 25° Luft- und Wassertemperatur. Wir fliegen im Dezember auch wieder dahin.

Beste Grüße

Guido
167 Beiträge · seit 200921. Sept. 2011 · #18
Hallo Guido,

Dein Hinweis auf das Sultanat Oman interessiert mich! Kannst du vielleicht noch ein paar Zeilen verlieren: wie reist man dort (Mietauto?) - riesig dürfte das Sultanat ja nicht sein? Unterkünfte? Vielleicht als Einstiegsland für unseren Junior (10 Monate) eine Alternative!
Ich hoffe das Nambia-Forum duldet diese Frage über ein so fremdes Land😕

Viele Grüße
Ruaha
Gast22. Sept. 2011 · #19
Hallo Ruaha,

Der Oman ist fast so groß wie Deutschland. Das Land hat Öl und Gas und deshalb einen gewissen Wohlstand. Im Gegensatz zum benachbarten Dubai setzen die die Kohle aber kaum in Prunk, Protz und Gigantomanie um. Es gibt wunderschöne Bergwelten, Wadis, Wüsten und Strände. Der Oman hat auch eine lange Geschichte als große Handels- und Seefahrernation. Deshalb findet man z.B. viele alte, restaurierte Forts im Land. Das ist eines der sichersten Länder der Welt. Die praktizierte Form des Islam, das Ibadismus, ist so ziemlich die liberalste Form des Islam.

Man kann dort sehr einfach mit dem Mietwagen reisen. Diese sind günstig und Benzin gibt es fast geschenkt (0,24 EUR/Liter). Visum gibt es bei der Einreise am Flughafen (ca. 40 EUR). Man kommt mit Englisch fast überall weiter. Verkehrsschilder sind in arabisch und englisch ausgezeichnet.

Da man den Oman erst seit 15-20 Jahren bereisen kann, ist er in vielen Regionen touristisch noch recht jungfräulich. Aber genau das macht derzeit auch den Reiz aus. Das Land ist in weiten Teilen noch authentisch und man kann noch echte arabische Gastfreundschaft erleben. Hotels sind außerhalb der Haupstadtregion teilweise rar, man kann aber überall "wild" campen.

Ein paar Impressionen findest Du in unserem Oman-Reisebericht. Fragen wirst Du im Wüstenschiff-Forum los.

Beste Grüße

Guido