RENAULT B90 4x4 - Afrikatauglich ?

15 Antworten · 7'396 Aufrufe · gestartet 26. Juli 2011 von Tuffi
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Themenstarter108 Beiträge · seit 201026. Juli 2011 · #1
Hallo Liebe Fomis

Ich hätte da mal eine Frage bezüglich eines Militärfahrzeug Renault B90
welches ich sehr gerne kaufen würde zwecks Wohnmobilausbau für spätere Afrikadurchquerung. Meine Befürchtung ist, da es sich um eine französische Marke handelt, Baujahr 1990 dass ich kaum Ersatzteile finden werde in der Schweiz als auch in Afrika.

Die Angaben des Verkäufers: absolutes Einzelstück: Renault B90 2.5l Turbo Diesel, 65`000Km, von 4.7t abgelastet auf 3.5t, ehemaliges Schweizer Militärfahrzeug, Jg. 1990, zuschaltbarer Allrad mit Untersetzung, Freilaufnaben und Querdifferentialsperre, Servolenkung, Doppelbereift. Sehr gut gepflegt. Kein Rost.
Anbei 2 Fotos. Habe schon Bilder gesehen auf denen auf Einzelbereifung umgerüstet wurde. Scheint aber recht schwierig zu sein passende Felgen in der Schweiz zu finden, da der Verkäufer dies ebenfalls schon versucht hat.

Vielleicht kennt ja jemand dieses Fahrzeug und weiss, ob sich dieses für Afrika eignet oder nicht. Die Geländetauglichkeit ist kein Thema, aber ob es auch möglich ist dieses bei Pannen reparieren zu lassen ist die Frage! Kann mir da irgend jemand weiterhelfen ?

Liebe Grüsse
Silvi
1'335 Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #2
Ich habe keine Ahnung von Autos.

Aber bedenke, dass Du mit so einem Laster nicht in jeden NP darfst oder extrem erhöhte Gebühren bezahlen musst! In Botswana bräuchtest Du schon ein nettes Bündel an Scheinchen für den Eintritt!


Viele Grüße
Cora
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33,1k Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #3
Hi Tuffi,

in Westafrika wärst Du mit einem Franzosen sehr gut aufgehoben (so wie mit einem Toyota im südlichen Afrika), aber im südlichen Afrika wirst Du neben dem Problem was Cora angesprochen hat auch einfach wenig Werkstätten etc. finden. Franzosen sind hier die absolute Ausnahme...

Sonnige Grüße
Christian
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Gast26. Juli 2011 · #4
Hallo,

Du nimmst Dir selbst die Kaufentscheidung ab....

..."absolutes Einzelstück"......

und auf "Einzelstücke" warten die Werkstätten in der Regel nicht.

Gruß

PS: und wenn es schon bei ner passenden Felge klemmt...
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2011
931 Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #5
Bei dem Wartungs- und Ersatzproblem habt ihr sicher recht. Nicht aber mit dem Argument der höheren NP Gebühren. 1. ist das allenfalls ein Kleinlaster und 2. liegt der mit 3.5 to in der genau gleichen Kategorie wie jeder Hilux auch...

Und schließlich bezog sich die Fragestellung ja auch auf eine Afrikadurchquerung. Da gibt es aber auch noch andere Kriterien an ein Fahrzeug als bei Reisenden, die in Namibia oder Botswana eh nur die Campsites in den Nationalparks abklappern.

Gruß

Ulli
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33,1k Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #6
Hi Ulli,

"2. liegt der mit 3.5 to in der genau gleichen Kategorie wie jeder Hilux auch..." Ja, aber so wie ich den Beitrag von Tuffi verstehe soll der ja noch zum Camper ausgebaut werden... das wiegt sicher mehr als 0 kg 😉

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Aber z.B. für Namibia ist es unerheblich, da es dort bei den NP um Sitzplätze und nicht Gewicht geht.
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Gast26. Juli 2011 · #7
Ulli schrieb:Bei dem Wartungs- und Ersatzproblem habt ihr sicher recht. Nicht aber mit dem Argument der höheren NP Gebühren. 1. ist das allenfalls ein Kleinlaster und 2. liegt der mit 3.5 to in der genau gleichen Kategorie wie jeder Hilux auch...

Und schließlich bezog sich die Fragestellung ja auch auf eine Afrikadurchquerung. Da gibt es aber auch noch andere Kriterien an ein Fahrzeug als bei Reisenden, die in Namibia oder Botswana eh nur die Campsites in den Nationalparks abklappern.

Gruß

Ulli
Hallo,

ja stimmt, da sind andere Kriterien zu beachten...

z.B. Ich stehe mit einem exotischen Fahrzeug im Etosha und die LIMA ist kaputt - gleiches Problem, aber ich stehe in Mali......

Bei gebräuchlichen Fahrzeugen - wird mir in Namibia ersatzreiltechnisch geholfen, wenn nicht, kann ich zumindest ein Ersatzteil in Europa kaufen, schicken lassen und Einbau (mal die Kosten außer acht gelassen) aber wenn man schon Probleme in Europa hat, Teile zu bekommen, dann ist in z.B. Mali Hopfen und Malz verloren..... (auch irgendwelches Improvisationsgeflicke außer acht gelassen...)

Gruß
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2011
4'129 Beiträge · seit 200826. Juli 2011 · #8
Hallo, Tuffi!

Tu dir das mit der Doppelbereifung nicht an!

Im Sand eine absolute Niete, die Doppelbereifung.
1. Das wichtigste Argument: Du fährst dir im Sand immer die vordere Fahrspur mit den doppelten Hinterrädern wieder kaputt (du fährst ja mit den 2 Reifen auf deinem eigenen seitlichen „Hügel“ oder den aufgeworfenen Sandstreifen die von anderen einzelbereiften Fahrzeugen vorhanden sind) und das Fahrzeug benötigt dadurch unnötig viel Power, die bei Einzelbereifung eben nicht für so was verpufft. Das Verhalten im Sand ist einfach schlecht (eigene Erfahrung mit Borgward 522A, MAN 630L2A)
2. Man hat bei Matsch und anderen Geländeproblemen eine gute Chance sich Untergelegtes Gut (Holz, Steine...) zwischen die Reifen zu arbeiten.
3. Bei Zwillingsbereifung hast du einen kleineren Reifendurchmesser und das ist schlecht. Je größer der Reifendurchmesser desto besser im Gelände.
Wir haben später einen MAN 630L2AE, also einzelbereift gefahren, das war ein himmelweiter Unterschied zum L2A! - obwohl auch er untermotorisiert war (wir fahren stets untermotorisierte Fahrzeuge 🤪 )

Gruß lilytrotter



Nachsatz:
Übrigens sollte man, wenn man mit einem solchen Exoten unterwegs ist, ihn auch selber reparieren können und genügend Ersatzteile mitführen.
Wir hatten (mit unseren Exoten) immer alle Aggregate dabei und ein Werkstatthandbuch sowie ein weiteres Fahrzeug hier in Deutschland, das uns als Ersatzteillager diente (was auch nötig war!). Sowas ist bei deinem Einzelstück ja leider eher nicht möglich.

Wir würden uns ein einfaches und übliches Fahrzeug kaufen. Das, was du jetzt mehr bezahlst, sparst du hernach an Nerven und Reparaturkosten und Zwangsaufenthaltszeiten wegen derselben.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2011
406 Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #9
hallo
die 3,5 tonnen beziehen sich auf das gesamtgewicht. also, du darfst samt einrichtung und ausrüstung die 3,5t nicht überschreiten. die sitzplätze sind bei solchen fahrzeugen meistens mit 4 angegeben. somit ist es ein ganz normaler pkw. warum weiss ich das so genau? na weil ich so ein ähnliches gefährt besitze und zum gleichen zweck wie tuffi benutzen werde.
den franzosen würde ich nicht kaufen. die gründe wurden schon genannt.
gruß
karl
709 Beiträge · seit 201126. Juli 2011 · #10
Hi Silvi,

frag doch mal bei:
http://www.lkw-allrad.de/
http://www.viermalvier.de/ubb_portal/index.php
http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/phpBB2/

nach.

Aus meiner Sicht sind für Fernreisen 4x4-KFZ geeignet, welche vom jeweiligem Hersteller in sehr großen Stückzahlen gebaut wurden. Zivil und militärisch.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
3'766 Beiträge · seit 200626. Juli 2011 · #11
Hallo,

was mir zuerst aufgefallen ist, die kleinen Raddurchmesser, ich denke in Dünen und Sand nicht zwingend vorteilhaft.

Auch die Doppelbereifung hinten ist in Tracks wo nur « normale » 4x4 fahren auch nicht so super.
Wäre noch das mit der Spurbreite zu klären, ärgerlich wenn die Aussenläufer immer aussherhalb der Spur sind, da wo die spitzen Steine und Baumwurzeln lauern..

Ansonsten kann ich wirklich nicht daran ausetzen als das bereits erwähnte.

Gruss Kurt

Im Süden wäre für mich der Franzose nur 3. Wahl, dann noch lieber einen Landrover 🤩 duck und weg 😄 😄 😄
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2011
41 Beiträge · seit 201027. Juli 2011 · #12
moiën, muss auch mal meinen senf dazu geben.
also ein einzelstück ist der b90 bestimmt nicht. die karrosse siehst du in frankreich und nord- sowie westafrika ziemlich oft. findest also auch immer ersatzteile auf den schrottplätzen. technik ist serie, gibts also auch als (gebraucht) ersatzteil, vielleicht nicht an jeder hütte. kleine reifen haben wesentlich besseren grip auf geröll und lockerem fels, nicht nur in der sahara die bessere wahl als große reifen. im sand mehr luft ablassen, fertisch. jedes fahrzeug fährt man fahrzeugspezifisch im gelände. einen landy bewegst du anders als einen hilux oder einen brem oder man, oder, oder. von daher kann man geländefahrzeuge nicht oder nur sehr schwer vergleichen. schwierig zu fahren im sand die zwillinge, naja nicht so wie einzeln bereifung, nur halt eben mit einer anderen art. bekommt man einen blick für. der renault ist ansonsten ein fahrzeug das gut für afrika ist, 13er schlüssel und schraubenzieher reichen für 90% der fälle. für eine afrikadurchquerung für mich eine bessere wahl als landy und co. müßtest dich nur mal schlau machen wer den 4X4 verbaut hat, wenn der von dangel kommt, die meisten fr-autos sind damit ausgestattet, ist er unkaputtbar.
"I never knew of a morning in Africa when I woke that I was not happy" Ernesto Hemingway
325 Beiträge · seit 200627. Juli 2011 · #13
Nun, wenn der Wagen noch umgebaut wird, sind die Reifen das geringste Problem, die damischen Doppelreifen werden dann halt größeren und ordentlichen Reifen weichen müssen!
Mit den Doppelreifen haben hier alle Recht, da ist nicht mal "eben" ein Reparaturstreifen eingezogen. Hast Du da schonmal versucht, einen neuen Reifen mit dem Montiereisen aufzuziehen? Also ich habe es nicht, kenne den Aufwand nicht, vermute aber Großes.

Ich fahre in Afrika einen Nissan Patrol, im Vergleich zu dem von Dir ins Auge gefassten Wagen fast schon ein alltägliches Auto - aber trotzdem: südlich der Sahara wird schon ein Radlager zur logistischen und zur fachlichen Herausforderung, wirklich KEIN Mechaniker, der das Fahrzeug kennt (was natürlich keiner zugibt, so das im Endeffekt mehr kaputt gemacht wird als repariert - aber das ist ein anderes Thema). Was wird das erst mit einem Auto werden, dessen Namen die meisten nichtmals richtig aussprechen können?
Die Ersatzteilfrage und die entsprechende Fähigkeit der Mechaniker ist fast schon wichtiger als die Frage, ob das Auto einen guten Motor und ein gutes Getriebe hat. Hier in D würde ich jderzeit wieder einen Patrol fahren, in Afrika schau ich neidisch sogar Landrovern hinterher, nicht wegen des besseren Autos, allein wegen der besseren Landrover-Infrastruktur.

Eintrittspreise und Kosten: ich kennen einen Schweizer, der mit einem Sprinter-Iglhaut unterwegs war. Auch ein Auto gewichtsmäßig in der Landcruiser 75er Klasse. Er musste überall als LKW zahlen. Bescheinigungen, Zulassungsdokumente, ...nix "Du willst hier rein? Du zahlst !"

Ich bin ich niemals in Westafrika gewesen, kann also sein, dass dort die Ersatzteile/Mechanikerlage besser ist.

frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2011
3'766 Beiträge · seit 200627. Juli 2011 · #14
kahele schrieb:

. kleine reifen haben wesentlich besseren grip auf geröll und lockerem fels, nicht nur in der sahara die bessere wahl als große reifen. im sand mehr luft ablassen, .
Hallo Kahele,

nur ungern, aber in diesem Punkt möchte ich dir wiedersprechen 🙂

Ich würde dir ja gerne die Sandformel als Excel hier anhängen wenn es ginge, aber grosser Radumfang ist im Gelände und vorallem im Sand durch nichts zu ersetzen 😉 sonst müssten ja die Fahrzeuge in Kiesegruben ja nicht grosse sondern kleine Raddurchmesser haben.

Kleines Beispiel, dein Radhalbmesse ist 30cm, mein Halbmesser 50cm, nun haben wir einen schönen Stein/Baumstamm von 25cm vor unseren Rädern, was denkst du wer kommt besser darüber hinweg.

Und bei grossen Reifen ist die Wirkung des Luftablassens wesentlich ausgeprägter 😛

So nun überzeug mich vom Gegenteil 🙂

Liebe Grüsse auch an deine bessere Hälfte, Kurt
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zuletzt bearbeitet 27. Juli 2011
Themenstarter108 Beiträge · seit 201028. Juli 2011 · #15
Hallo Ihr Lieben

Vielen herzlichen Dank erstmal für die vielen Antworten. Ihr habt recht. Ich werde das Fahrzeug "schweren Herzens" nicht kaufen, da es wie mehrfach erwähnt schwierig bis unmöglich sein wird Teile zu finden. Hab auch im Internet weiter recherchiert und es macht wirklich keinen Sinn. Seufz...

Was die Doppelbereifung angeht, kann ich aus eigener Erfahrung sagen damit kommt man auch durch die Sahara. Sogar ohne 4x4. Wir sind mal mit einem Mercedesbus 407 "ohne" Allrad + doppelbereift die Strecke Algerien - Niger gefahren. Später dann mit einem Mercedes 1113 4x4 - siehe Fotoprofil 🙂 ebenfalls doppelbereift Marokko - Mauretanien. Hier sind wir sogar Dünen rauf und runter... Hat wunderbar geklappt. Auch durch die Kalahari und bei Soussusvlei war's kein Problem. Wie einige erwähnt haben ist das wirklich einfach eine Frage des Luftablassens. Und ohne ab und zu mal schaufeln, macht das ganze doch keinen Spass. 😉

Hab "leider" noch einige Jahre vor mir bevor ich hier meine Zelte abbrechen kann. Denke ein Mercedesbus wird es dann werden... Ich fahre zwar lieber grösseres Geschütz, doch das wird für mich allein kräftetechnisch kaum machbar sein, wenn ich da ans Reifen wechseln denke. 🙂

So träum ich denn weiter von meinem zukünftigen Womo. Kommt Zeit kommt Rat kommt Attentat. 🙂

Liebe Grüsse aus Zürich
Silvi
1'335 Beiträge · seit 200628. Juli 2011 · #16
son bisschen außerhalb des Threads 🤨

Guckt mal hier:
Man braucht überhaupt kein 4x4!!
http://press.discovery.com/de/dmax/programs/top-gear-botswana-special/

Kauf Dir ne olle Schrottkarre und los gehts! 😄 😄

Ich habe den Filmbeitrag sogar gesehen und war platt! Wie die mit den Wagen durch den Moremi (durch Wasser!) gefahren und abgesoffen sind.
Verrückte Kerle!
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