OKAVANGO RIVER LODGE, NÄHE MAUN - ÜBERFÄLLE

9 Antworten · 5'508 Aufrufe · gestartet 21. Juli 2011 von Paulchen
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201121. Juli 2011 · #1
In der Nacht vom 10.auf den 11.07.2011 wurden wir um 3:30Uhr durch laute Rufe unseres Campingnachbars geweckt. Diebe hatten die Fahrerscheibe seines Allradfahrzeugs eingeschlagen und einen Rucksack mit 2 hochwertigen Kameras nebst Pässen und Geld entwendet. Die Wachen auf dem Campingplatz hatten freie Sicht auf das Fahrzeug, das neben einer Laterne gut beleuchtet geparkt war. 4 Personen schliefen während der Tat in zwei Dachzelten auf dem Fahrzeug. Laut Aussage des Campsitemanagers war dies nicht der erste Überfall dort. In letzter Zeit kam es häufiger zu Raubdelikten, trotz nächtlich postierter Wachen.
Nach Rückkehr haben wir unsere Campingnachbarn kontaktiert. Diese erklärten uns folgenden Sachverhalt: Sie waren am 10.07.11 Teilnehmer einer lokalen Bootstour. 6 weitere Passagiere dieser Bootstour von verschiedenen Campsites rund um Maun trafen sich am 11.07. auf der Polizeistation, um Angaben über weitere Einbrüche zu machen. Es handelt sich also vermutlich um organisierte Raubzüge von Verbrechern, die sich bei der Bootstour tagsüber über mitgeführte Wertsachen von Touristen kundig machen, um dann in der Nacht gezielt zuzuschlagen.

Ich möchte dies als Warnhinweis veröffentlichen und aufrufen hier ganz beonders wachsam zu sein. Auf keinen Fall sollte man nur auf die postierten Wachen vertrauen.

Schöne Grüße
Euer Paulchen
4'129 Beiträge · seit 200821. Juli 2011 · #2
Hallo, Paulchen!

Vielen Dank für deinen wichtigen Hinweis.

Zu dem Vorfall/Vorfällen hätte ich noch zwei Fragen:

Mit welcher Boots-Tour waren die Leute zuvor gefahren?
Und auf welchen Campsites/Lodges waren die anderen Diebstahl-Opfer?

Kannst du dazu etwas sagen?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. Juli 2011
Gast21. Juli 2011 · #3
Hallo,

Danke für die Information. Gleiche Fragen wie Lilytrotter.

Ich handhabe das im südlichen Afrika so, dass ich den Rucksack mit Kamera, Notebook, Satfon, etc. nachts mit ins Dachzelt mitnehme und dort am Gestänge antütel. In besiedelten Gebieten knote ich tagsüber den Rucksack am Beifahrersitz fest. Das ist natürlich auch kein hundertprozentiger Schutz, minimiert bei den "üblichen" Smash&Grab-Überfällen (Scheibe einschlagen oder Zelt aufschlitzen und alles Greifbare grabschen) aber den Schaden.

Beste Grüße

Guido
630 Beiträge · seit 200822. Juli 2011 · #4
Hallo,

es ist - glaube ich - recht schwierig, einen sicheren Platz in Maun zu finden. Bislang war in der Presse ja häufig vom Audi Camp die Rede, wenn über Diebstahl in Maun berichtet wurde. Ich habe 2010 selbst - trotz des demonstrativ aufgestellten Sicherheitspersonals - mit einem unguten Gefühl dort übernachtet.

Tatsächlich sind aber wohl viele Unterkünfte betroffen. Ein Beispiel aus der neuesten Ngami Times: ngami times
A man nicknamed “Helicopter' couldn't fly away from police in Maun when he was arrested along with four accomplices on alleged burglary charges. The gang that stole from tourists at local hotels and camping grounds has appeared in the Maun magistrate's court.
They were nabbed after cutting through a perimeter fence and breaking into chalets at the Sedia Riverside Hotel and a tent at Maun Rest Camp. The offences were all committed on the same night - June 22, 2011.
The alleged thieves were named in court as Maitapiso Kgakgamatso (27), who is also known as “Helicopter”, Lamiki Montshonyane (23), Kaboyaone Monnaatsie (26), also known as “Dozer”, Goitsemasng Rephiya (23) and Seolebaleng Mosweu (20). It was alleged they had stolen property and valuables worth more than P2517.00 from tourists. In one instance, an American tourist named Cathleen Gloria Rudie woke up to find her money, mobile phone and other electronics stolen. These were worth P5 117.00. In another chalet, the men raided Rich Mguni's chalet and stole a cellphone. Another tourist, named on the charge sheet as Daniel Johan, was robbed of goods worth over P20 000 while sleeping in his tent. The five are in custody while police investigations continue.
Viele Grüße

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
Themenstarter2 Beiträge · seit 201122. Juli 2011 · #5
Hallo nochmal,

ich habe gestern abend versucht, Kontakt zu unseren ehemaligen Campingnachbarn der Okavango-River-Campsite aufzunehmen, um etwas mehr über die Bootstour und die anderen betroffenen Campsites zu erfahren, aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten.

Sobald ich Näheres weiß, werde ich hier wieder informieren.

Grüße
Paulchen
30 Beiträge · seit 201023. Juli 2011 · #6
Hallo Paulchen,
wenn du da vielleicht in der Gegend sein solltest: wie ist es denn inzwischen mit der Diesel-Versorgung in Maun und umzu?
Weiß sonst jemand, ob sicht die Tank-Lage in BOTS verbessert hat?
Vielen Dank + schöne Grüße
Thomas
91 Beiträge · seit 200904. Aug. 2011 · #7
Hi Thomas,

war mitte Juli in Maun, und keinerlei Probleme Diesel zu bekommen. Ich war im Zentrum neben dem Spar beim tanken.

Grüße Siggi

Wir haben eine Nacht im Audi-Camp übernachtet und eine sehr ruhige Nacht. Soweit ich mitbekommen habe hat es keinen Vorfall im Audi-Camp gegeben.
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2011
68 Beiträge · seit 201005. Aug. 2011 · #8
moin,

das "Audi Camp" ist schon seit Jahren Ziel nächtlicher Überfälle, leider!
Gruss Gernot
1'223 Beiträge · seit 201005. Aug. 2011 · #9
Wie bereits andere geschrieben haben, kann man ein kleines bischen auch zur Prävention beitragen.

Geld irgendwo im Auto einschrauben, Hendgelenktaschen, Kameras und Elektronikgeräte läßt man nicht offen auf den Sitzen herumliegen, wie man dieses andauernd sieht.
Die Leute sind z.T. so etwas von naiv...

Wertsachen, Geldbörse etc. nimmt man mit ins Zelt unters Kopfkissen.

Und den Knopkierie, Assegaai, Pfefferspray oder Baseballschläger nicht vergessen, obwohl man wenig Chance hat, wenn sie einem die Leiter wegtreten.

Aber, sie beobachten einen vorher, und kommen nicht blind. Und wenn sie sehen, man hat etwas dabei sich zur Wehr setzen zu können, bleibt der Versuch der Beraubung oft aus.

Wenigstens schießen sie in Botswana nicht ohne weiteres, wie es die Diebe in Südafrika und z.T. in Nam oftmals in den Genen haben.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
1'247 Beiträge · seit 200905. Aug. 2011 · #10
Swakop52 schrieb:...wie es die Diebe in Südafrika und z.T. in Nam oftmals in den Genen haben.
😮
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)