yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201119. Juli 2011 · #1
SOMMERFERIEN!!!
23.6.11 Bereits am ersten Ferientag sind wir in Frankfurt am Flughafen und schon diese Nacht geht’s nach Namibia. Die Vorfreude ist riesig, aber auch der Respekt, denn wir waren seit 20 Jahren nicht mehr auf dem „Schwarzen Kontinent“ und seit mehr als 10 Jahren nicht mehr campen.
Was ist passiert? Unsere mittlere Tochter hat uns Ende April eröffnet, dass sie ihren Auslandsaufenthalt verlängern möchte und so wurde nichts aus der geplanten „Abholaktion“. Die Älteste (gerade 18) hat die Gelegenheit genutzt und eigene Ideen verfolgt, so standen nur noch wir als „reduzierte Mannschaft“ ohne Ferienidee da. Wir, das sind Ruth und Wolfgang (Mittvierziger) mit der jüngsten Tochter Malaika (13 Jahre).
Im gemeinsamen Brainstorming kam dann schnell die Idee auf, dass eine Campingreise durch Namibia was sein könnte (die war seit dem GeoSaison Heft aus 2008 bei mir im Kopf). Also flott Flüge gecheckt (Air Namibia für € 667,- p.P.) und einen Hilux mit 2 Dachzelten angefragt (ASCO für € 88,- p.T.) mit dem Ergebnis: eigentlich gut machbar!
24.6.11 Beim Verlassen des Fliegers ein Schock: Das ist doch Afrika – aber hier hat jeder Handschuhe, Mütze und dicke Jacken an! Bei -6 °C geht es über das Vorfeld zum Zoll und dort werden erst einmal sämtliche verfügbare Kleidungsstücke übereinander angezogen. Gemeinheit! Es sind Sommerferien und wir wollen zelten! Natürlich hatten wir gehört, dass es im Südwinter in der Wüste auch mal um den Gefrierpunkt sein kann, aber doch nicht direkt bei der Ankunft und -6 °C ist deutlich unter dem Gefrierpunkt!
Obwohl wir pünktlich in Windhuk gelandet sind, hilft es uns nicht wirklich. Zwar steht der Fahrer von ASCO wie versprochen in der Halle, aber vor 7 Uhr braucht man nicht los fahren, denn das Büro öffnet erst um 7:30 …
Also genug Zeit die ersten organisatorischen Dinge zu regeln. Geld tauschen (später in der Stadt sehe ich zwar einen etwas günstigeren Wechselkurs, aber die Differenz ist gering) und eine namibische SIM-Karte kaufen (MT „Tango“ für NAD 37 incl. NAD 30 Guthaben). Dann noch einen recht ordentlichen Latte Machiatto und schon ist die Zeit vorbei.
Wir werden im Hotel UHLAND abgesetzt, das ich genauso wie die letzten Übernachtungen in Windhuk schon vorgebucht habe. Mir war es zu heikel, ohne Fahrzeug auf Zimmersuche zu sein und durch die Flugdaten stehen Zeitpunkt mit Ort sowieso fest. Mit dem Fahrer vereinbaren wir noch schnell die Abholung für den nächsten Morgen und ab geht’s zur Rezeption.
Das Zimmer ist so früh natürlich noch nicht frei, aber wir nutzen die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Frühstück und bummeln bis zum Mittag durch die Stadt. So richtig begeistern kann uns Windhuk nicht und meine Hauptaufgabe des Tages (Beschaffung einer Mobilkarte, damit unterwegs die Organisation leichter fällt) hatte ich ja schon am Flughafen erledigt. Den Rest des Tages verbringen wir dann im Hotel (für den Pool ist es trotz der wärmenden Sonne viel zu kalt, das Wasser war wahrscheinlich heute Nacht auch gefroren 😐 ) und Abends schlendern wir die 15 Minuten zu Joes Beerhouse.
Das Ambiente ist echt spaßig und der erste Geschmackstest für Zebra und Co. lässt uns für den weiteren Aufenthalt in Namibia vergnügt hoffen. Als wir aufgegessen haben verlagern wir uns zu einem der großen Lagerfeuer und genießen den ersten Abend unter afrikanischen Sternen. Durch das Hotel hatten wir uns die Nummer eines zuverlässigen Taxiservice geben lassen (und den richtigen Preis für die Fahrt erfragt). So kommen wir auch bequem und sicher zurück zu unserer Schlafstätte.
25.6.11: Schon vor der verabredeten Zeit kommt der Fahrer von ASCO vorbei. Ist das hier wirklich Afrika?
Die Übergabe des Fahrzeugs dauert fast 1,5 Stunden und ist sehr detailliert. Es ist das Standardfahrzeug für Namibiaurlauber: Toyota Hilux 2.5 D mit Double Cabin, Canopy und zwei Dachzelten. Der Wagen ist 13 Monate alt, hat 60.000 km auf der Uhr und ist umfangreich ausgestattet (140 Liter Doppeltank, 40 Liter Wassertank, eingebauter Kühlschrank, 2 Ersatzreifen und komplette Campingausstattung einschl. Bettwäsche – zumindest die Beste meiner Ehefrauen ist bis auf das fehlende Küchensieb zufrieden). Wir bekommen alles ausführlich erklärt und das Auto wird sorgfältig auf Vorschäden dokumentiert. Die Reifen sind fast neu und auch die Matratzen der Dachzelte sind ok.
Kleiner Exkurs zur im Forum häufig diskutierten Frage „wie fährt man auf Gravelroad“: ASCO-Empfehlung sind ein leicht reduzierter Luftdruck (- 15 bis 20 %) und 4H (also Allrad mit normaler Getriebeübersetzung). Leuchtet mir physikalisch voll ein.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die „kleinen“ Hilux bei ASCO inzwischen keine zweite Batterie mehr haben (man kann die Truhe aber dafür an externen Strom anschließen – wenn vorhanden). Wegen den Wintertemperaturen finden wir das nicht wirklich tragisch, handeln aber dafür die kostenlose Mitgabe eines Kompressors aus – man weis ja nie.
Nun aber los und nur noch schnell einkaufen (es ist ja inzwischen schon fast Samstagmittag). Nach einer weiteren Stunde „shopping“ stellt sich nun aber eine praktische Frage: wo bringt man die Lebensmittel und Kram für die nächste Woche noch unter? So ein Canopy ist mit dem ganzen Equipement (Ersatzreifen, Spaten, Werkzeugkiste, 2 Gasflaschen, Tisch, 3 Stühlen, Grill, Wassertank, Kühlbox, Kochkiste, 3 Bettwäschesäcken und unseren Taschen) doch schon verdammt voll. Wir schaffen es mit etwas Mühe und ab geht’s zum Ziel des Tages.
Etwas verunsichert durch das Forum („muss man vorbuchen oder kann man einfach so fahren?“) hatte ich Ende Mai mal bei NWR für ein fiktives Datum in der ersten Juliwoche einen Campingplatz in Etoscha angefragt. Die knappe Terminauswahl zeigte mir, dass dies auch nicht verkehrt ist und inzwischen hatte ich auch bemerkt, dass wir genau in der Zeit der Südafrikanischen Winterferien unterwegs sind. Damit es nicht am Start des Urlaubs zu Pannen kommt hatte ich deshalb die erste Campingstation bereits vorreserviert.
Unser Ziel des Tages: Bagatelle Kalahari GameRanch (267 km). Hier übrigens ein Dank an das Forum, denn ursprünglich dachte ich an den Hardap Dam als Ziel …
Die Fahrt parallel zur B2 verläuft gut, mit dem Gravel kommen wir auch gut klar und müssen deswegen immer auf das Speedlimit achten, bei 100 km/h ist Schluß (das Tempo ist auf den geraden und ebenen Strassen im Süden für mich wirklich ok). Wir sehen die ersten Tiere (Pavian, Strauß, Giraffe, Oryx und später auf der Straße noch Springbock und Schakal) und schaffen es gerade mit dem letzten Tageslicht zur Lodge. Die Tage gehen im Südwinter echt verdammt früh zu Ende (17:20h)!
Der Campingplatz mit eigenem Waschhaus ist nett und – wir sind die einzigen Camper! Beim Abendessen in der Lodge merken wir, dass auch die Zimmer nicht komplett belegt sind. Es ist noch keine Hochsaison.
Das Abendessen insgesamt enttäuscht uns etwas, nach den Kommentaren war unsere Erwartung höher und auch gestern bei Joes Beerhouse fanden wir es besser. Wir entschädigen uns mit einer zweiten Flasche südafrikanischen Rotweins, ehe wir von Pedro im offenen Geländewagen zurück zum Campingplatz gebracht werden. Seinen mitleidigen Blick verstehen wir, als wir fierend in unsere Dachzelte verschwinden.
26.6.11 War das eine kalte Nacht! Noch vor Sonnenaufgang um 6:30h treiben mich Kälte und Blase aus dem Zelt – was für eine Stille. In der Nähe grasen ein paar Springböcke und sonst nichts. Wahnsinn.
Der Toilettengang zeigt dann aber ein anderes Problem, es gibt kein Wasser. So hatte ich mir Afrika nicht vorgestellt …
Wir beginnen diesen Tag also nach Minimaltoilette mit einem Guided Walk bei dem uns Dube ausführlich die Planzen- und Kleintierwelt der Kalahari erklärt. Sehr beruhigend, dass im Winter die Skorpione im Boden vergraben sind und Schlangen meistens in Erdlöchern schlummern. Anschließend sind die Wasserleitungen aufgetaut und wir beschließen, uns auch noch für den Game Drive mit Sundowner anzumelden. Die Zeit bis dahin verbringen wir bei strahlender Sonne mit unserem ersten Braai – ja, so soll Urlaub schmecken!
Um 15:30 sitzen wir dann wieder bei Pedro in seinem offenen Geländewagen und 2 km von unserem Campingplatz springt er aus dem Auto. Leopardenspuren! Sie sind neu, denn sie sind auf seiner Fahrspur von gestern … Von seiner Vermutung, dass der Leopard nur durch die derzeit auf der Farm anwesenden Schafe angelockt wird, werden wir etwas beruhigt.
Während der Fahrt kommen wir mit einem Paar ins Gespräch, das am Nachmittag auch auf dem Campingplatz ankam. Wir verabreden uns für später am Lagerfeuer und halten mit Feuerwasser, Bier und dem vereinten Holzvorrat beider Plätze (ist bei der Bagatelle inbegriffen) unter einem phantastischen Sternenhimmel (es ist Neumond) bis Mitternacht aus.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200820. Juli 2011 · #2
Hallo Yax,
Trotz Kälte hört sich der Anfang euerer Reise sehr gut an!B)
SpottedDrum360 Beiträge · seit 201020. Juli 2011 · #3
Hallo Yax,
schönen Dank für deinen Reisebericht ... Ich lese ja hier eigentlich alle Reiseberichte mit wachsender Begeisterung - über deinen freue ich mich aber besonders, da ihr mit dem Zelt unterwegs seit, die meisten reisen doch mit festen Unterkünften. Unsere erste Reise nach NAM im September wird auch im Dachzelt sein und so bekomme ich schon mal einen netten Einblick 🙂
Ich hoffe nicht, dass wir auch noch so frieren müssen - es soll dann ja Frühling sein.....😕
Ich feue mich also auf deine Fortsetzung ....😜
LG SpottedDrum
panther1'292 Beiträge · seit 200720. Juli 2011 · #4
Hallo yax,
schöner, kalter Anfang deines Berichts 😉 Sind schon auf die Fortsetzung gespannt.
So wie es aussieht spart ASCO nicht nur bei dem "kleinen" Modell an der 2. Batterie, sondern auch bei den 3.0 TD Hilux Modellen. Zumindest ist auf der Seite nur noch ein Kabel für den 220V Anschluß erwähnt. Das ist für die wärmeren Reisemonate nicht sehr hilfreich 🙁
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #7
@Fleur @topobär
Wie bekommt man denn die Fotos in den Text? Die Bilder nur am Ende anzuhägen ist blöd, da dann die Zuordnung fehlt und der Leser das extra öffnen muss.
Wolfgang
Topobär5'479 Beiträge · seit 200920. Juli 2011 · #8
Ich mache es bei meinen Reiseberichten immer wie folgt:
Ich lege hier im Forum ein Fotoalbum für den Reisebericht an und verlinke dann aus dem Album an die gewünschte Stelle im Text, wo dann ein Thumb steht, den ich per anklicken auf annähernd Bildschirmgröße öffnen kann. Für die Verlinkung mußt Du die Fotokennzeichnung (die eckigen Klammern unter den geöffneten Bildern im Album) in den Text kopieren.
Ich klicke einfach auf Datei hinzufügen. Wenn das Bild hochgeladen wurde, klicke ich auf die Stelle im Text, an welcher ich das Bild einfügen möchte und gehe auf einfügen. That´s all...
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #11
27.6.11 Die ersten Bewegungen am Morgen lassen doch darauf schließen, dass der letzte Abend lang und heftig war. Der Blick auf die im Frankfurter Dutyfree erworbenen Vorräte bestätigt diese Vermutung. Wir haben zwar durch verschiedene Maßnahmen (damit ist nicht die Einnahme von hochprozentigen Alkoholika gemeint!) die Nacht ohne Erfrierungen verbracht, aber nach dem Aufstehen zeigt sich, dass es noch immer deutlich gefroren ist (again, no water running …). Im Wesentlichen haben wir darauf geachtet, dass wir den Kopf bedeckt halten (es geht sehr viel Wärme über den Kopf verloren) und dünne Fleecedecken (hatten wir auch aus D mitgebracht, kann man aber auch für wenig NAD vor Ort kaufen) gegen die Kälte von unten zwischen den Schlafsack und die Matratze gelegt. Zugedeckt mit den mitgemieteten Bettdecken war es nun in unseren Sommerschlafsäcken (Komfortbereich: + 8 °C) gut auszuhalten.
Zum ersten Mal geht es ans zusammenpacken und abbauen. Das Falten der Dachzelte stellt sich als fast so einfach wie das Aufbauen heraus (wir haben die Zelte von HOWLING MOON). Die eigentlich logistische Aufgabe kommt bei dem Canopy: Wie passte das alles da rein? Der Laderaum ist eng und tief, zum Glück haben wir unsere 13-jährige Tochter, die für den Rest des Trips zur Oberstaumeisterin ernannt wird. Im Canopy hockend bekommt sie die verschiedenen Taschen gereicht (Tip: Mehrere mittelgroße Taschen mitnehmen, damit das eigene Gerödel besser verstaut aber auch besser organisiert werden kann. Wenn es z.B. eine Tasche: LADEGERÄTE, LAMPEN, WERKZEUG etc. gibt muss man dafür nicht in den Klamotten wühlen). Gegen 8:30 Uhr haben wir alles zusammen und es geht noch zur Lodge, damit wir uns von der Mannschaft (alle waren sehr führsorglich und nett, auch der Besitzer hat sich immer wieder nach uns erkundigt) verabschieden und die offene Rechnung zahlen.
Erst um 9 Uhr geht es dann endgültig weiter, das Ziel des Tages: Twee Rivieren im KTP.
Zur Vorbereitung der Reise hatte ich als Reiseführer IWANOWSKIs und als Karte Tracks4Africa genutzt (die Karte von Reise-KnowHow habe ich auch, aber die ist lausig! Wenn sie jemand haben möchte, gegen Portoersatz gebe ich sie gerne her). In der T4A-Karte steht für die Strecke Mariental - Mata Mata eine Fahrzeit von 3 Stunden und mit meinem mitteleuropäischen Blick liegt Bagatelle Kalahari GameRanch ja fast bei Mariental – gegen 12 Uhr sollten wir also an der Grenze sein.
Wir fahren über Stampriet, Gochas (dort noch einmal getankt, hey das Bezahlen geht sogar mit Kreditkarte!) durch das landschaftlich schöne Auobtal und kurz vor 12 Uhr kommen wir an einem Wegweiser „Kalahari Game Lodge, 73 km“ vorbei. Huch? Die Kalahari Game Lodge liegt doch noch ein Stückchen vor Mata-Mata? Wieso ist das dann noch so weit? Ein genauer Blick auf die Karte löst das Rätsel: T4A hat für die Berechnung von Mariental nach Gochas die M29 und C15 genommen, während wir hinter Mariental gestartet sind und die C20 und C15 genommen haben. Auf der Karte sieht das so unbedeutend aus, aber in Wirklichkeit ist hier alles so riesig und weit …
Mist, nun aber flott weiter, denn wir müssen von Mata-Mata noch 120km durch den KTP nach Twee Rivieren. Die Mindestfahrzeit (Speedlimit: 50 km/h) sind dafür 2,5 Stunden und wir wollen ja auch noch ein bisschen was sehen!
Um 12:45 haben wir endlich die Grenze erreicht. Die Abfertigung ist unproblematisch (Permit von ASCO hatte ich und die Frage nach Feuerholz haben wir verneint), trotzdem kommen wir erst um 14:30 (in Südafrika wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt) weiter. Schade, dass wir noch bis Twee Rivieren müssen, aber die Idee mit dem KTP hatten wir erst kurz vor dem Abflug und da waren nur auf diesem Campsite noch die erforderlichen zwei Übernachtungen buchbar (ohne eine feste Reservierung für zwei Nächte darf man bei Mata-Mata nicht einreisen).
Jammern hilft nicht, wir machen uns besser auf den Weg, damit wir rechtzeitig vor Torschluß um 18 Uhr das Ziel erreichen. Schon nach den ersten Kilometern sind wir beeindruckt von der Menge und Vielfalt von Tieren:
Strauße, Gnus, Springböcke und Oryxe wohin das Auge blickt und immer wieder die verschiedensten Vögel. Klasse!
Exkurs: Die Straße im KTP ist grundsätzlich auch für 2x4-PKW zugelassen. Es macht aber nicht viel Sinn, da die Piste etwas in die Erde eingegraben ist und man schon aus dem Geländewagen manchmal Probleme hat dann über das Gras hinweg einen vernünftigen Blick zu haben. Noch weniger macht der PKW Spaß, denn der sandige Boden ist oft ein schreckliches Wellblech, der selbst mit dem Hilux nicht einfach zu ertragen ist.
Durch das häufige Anhalten und Tiere beobachten sind wir gezwungen, dass Speedlimit nicht ganz genau zu nehmen. Das hat nebenbei den Vorteil, dass ab knapp 60 km/h der Rütteleffekt nachlässt – hoffentlich kommt einem dann aber nix in die Quere …
Kurz vor 18 Uhr haben wir es geschafft und durchfahren das Tor von Twee Rivieren. Das Camp ist gut belegt und ziemlich eng. Etwas frustriert (es ist eine Stimmung wie an der Adria) suchen wir uns eine Ecke und verpassen den Sundowner. Na gut, kommen ja noch mehrere. Gekocht wird im Dunkeln, aber zum Glück hat hier ja jeder Platz ein eigenes Licht.
Gesamtstrecke: 430 km, was eigentlich viel zu viel war. Ich wusste vorher, dass es eine anstrengende Etappe wird, nur hat der „Planungsfehler“ dann noch zusätzliche Hektik verursacht.
28.6.11 Klappern und Autogeräusche wecken mich. Was ist hier los? Bibbernd packe ich mich in meine Standardausrüstung (dicke Jeans, T-Shirt, Fleece-Pulli 1, Fleece-Pulli 2, Windjacke, Mütze und Stiefel) und wage mich nach draußen. Es ist noch dunkel und das Thermometer verrät mir: schon wieder – 6 °C!
Der Anblick beeindruckt mich aber trotzdem: Rundherum sind die Südafrikaner dabei zusammen zu packen bzw. sich auf den anstehenden Game Drive vor zu bereiten. Zur Toröffnung um 7:30 verschwindet dann der erste Schwung und um 8:00 Uhr sind wir fast allein. Man sind die gut organisiert …
Das ist auch eine Sache, die mir bei der Ankunft in Twee Rivieren aufgefallen ist. Jede Menge Südafrikaner (wie wir ja inzwischen Wissen, es sind dort 3 Wochen Winterferien), die mit fantastisch ausgestatten Trailern (off-road-tauglichen Kleinwohnanhängern) oder Zelten unterwegs sind. Ich habe mir gestern Abend mal ein paar zeigen lassen, da wird aus einem kleinen Kasten ein Wohnpalast mit Aussendusche, Freiluftküchenzeile und Doppelbett. Perfekt für das bequeme Leben im Busch (z.B. in Botswana gibt es fast nur Wildernesscamps ohne Facilities). Beim nächsten Blick in unser Canopy-Chaos schwanke ich zwischen Neid und Peinlichkeit.
Gegen 9 Uhr haben auch wir uns soweit zusammengepackt, dass wir für den Game Drive aufbrechen können. Hier zeigt sich der nach unserer Meinung gravierende Nachteil der Dachzeltcamper: Wenn Du das Auto brauchst (und das ist in Namibia fast für jede Aktivität) musst Du vorher fast alles zusammenpacken. Die Betten müssen abgebaut und genauso wie die Klamotten und Essenssachen vollständig im Auto verstaut werden. Nur wenige Dinge wie Stühle, Tisch und Kocher können wir stehen lassen. Das kostet Zeit und macht Unruhe.
Zum Lohn für den späten Start haben wir aber den südlichen Parkteil fast für uns allein. Wir fahren ins Nossob-Tal, das aber leider wegen Straßenschäden nur für wenige Kilometer freigegeben ist. Nach der Hektik von gestern bummeln wir langsam und schauen nach den vielen Tieren (Fuchs, Erdmännchen, Schakal, Oryx, Springbock, Steinbock, Kuhantilope und immer wieder Vögel) es ist einfach toll. Zur Mittagspause sind wir dann wieder ins Auob-Tal und nutzen eine der tollen Picknick-Stellen.
Ohne die erhoffte Sichtung von Raubtieren oder Giraffen sind wir gegen 16 Uhr (und doch wieder 127 km) zurück im Camp. Vor dem Shop entdecke ich dann die Tafel für die Tiersichtungen und habe etwas Frust: Zweimal haben wir kurz vor den Löwen gedreht und Giraffen sind nur im Teil von Botswana markiert. Morgen ist aber auch noch ein Tag. 29.6.11
Gestern haben wir Wasser im Teekessel vergessen und müssen das für den Frühstückstee erst auftauen. Man ist das kalt in Afrika …
Mit etwas Routine starten wir wieder gegen 9 Uhr, diesmal komplett gepackt, denn wir müssen zurück nach Namibia. Gestern Abend hatte ich noch bei der Parkverwaltung nachgefragt, es gibt weder in Nossob noch in Mata-Mata einen freien Campsite und auch in den Camps nur übermorgen im Kalahari Tented Camp eine Nacht. Das ist halt der Preis für keine bzw. nur wenig Vorplanung (die Südafrikaner hatten mir erzählt, dass sie schon vor 12 Monaten gebucht hatten und in Nossob nichts mehr frei war).
Wir wollen diesmal gemütlich durch das Auob-Tal zurückfahren, denn unser Parkpermit gilt bis 14:30. Schon bald sind wir wieder von den Tieren in den Bann gezogen und bummeln langsam Richtung Mata-Mata. Nach einem ausgiebigen Picknick (hatte ich schon gesagt, dass die Picknick-Sites im KTP schön sind?) kommen doch langsam Sättigungserscheinungen bei den Tiersichtungen aus („da noch`n Springbock, `n paar Gnus, oje Strauße“). Wir liegen gut in der Zeit und dann stehen da doch glatt ein paar Giraffen rum. Es gibt sie doch nicht nur in Botswana! Nur mühsam reißen wir uns wieder los, die Uhr sitzt uns im Nacken. Nur eine halbe Stunden später: noch mehr Giraffen und die auch noch ganz nah! Keiner denkt mehr an das Parkpermit.
Noch immer haben wir kein Raubtier gesehen. Es gibt so viele schattige Bäume und Herdentiere, eigentlich muss das für die doch das Paradies sein. In dem hohen trockenen Gras sind die Tiere aber auch nur schwer zu erkennen. Ungefähr 20 km vor Mata-Mata stehen dann vier Autos am Rand, da müssen die Löwen sein! Und tatsächlich liegt nur 5 Meter neben der Pad ein Löwenmännchen mit erhobenem Kopf. Ein majestätischer Anblick, von dem Rudel ist aber nichts zu sehen. Nach einigen Minuten wird aber auch der König müde und bette sein Haupt – und man sieht trotz der kurzen Distanz nichts mehr von dem Tier. Es ist einfach wie verschwunden!
Natürlich kommen wir zu spät in Mata-Mata ans Gate, aber man ist freundlich uns wenig später sind wir wieder in Namibia. Kurz hinter der Grenze gibt es mehrere Campingmöglichkeiten, aber wir haben uns telefonisch bereits bei Terra Rouge angekündigt.
Überraschung: Wir sind wieder die einzigen Camper. Bei Peter erstehen wir noch etwas Wild und Feuerholz und erfahren einiges über Farmerleben. Man muss dabei aber anmerken, dass er nicht der große Kommunikator sondern mit Leib und Seele Schaffarmer ist. Die Idee mit der Gästefarm stammt von seiner Frau, die aber dieses Jahr unter der Woche immer mit den Kindern in Mariental wohnt. Ab nächstem Schuljahr möchten sie versuchen das auf Homeschool mit Internet umzustellen, da sich die Kinder in der Stadt nicht wohl fühlen.
Nach gut 160 km endet der Tag früh (das mit dem Sonnenuntergang um 17:30 ist echt blöd), aber wir genießen wieder einsame Lagerfeuerromatik unter dem afrikanischen Sternenhimmel.
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #13
Mist, zu ungeduldig (die Bilder sind noch nicht hochgeladen).
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #14
upps, ,ganz so einfach doch nicht - da fehlt ein Bild 🤨 .
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #15
30.6.11 Schon wieder – 5°C. So langsam gewöhnen wir uns aber daran und Peter hatte uns darauf vorbereitet, dass die Wasserleitungen wahrscheinlich erst gegen 8 Uhr wieder aufgetaut sind. Der Boiler für die Dusche wird rechtzeitig angeheizt, so dass wir gefrühstückt und zusammengepackt haben, als das „Badezimmer“ einsatzbereit ist.
Auf Terra Rouge bedeutet „Badezimmer“, dass man unter freiem Himmel (nur überdacht von einem Kameldornbaum) in einer aus fröhlichen Fliesenbruchstücken gemachten Duschwanne steht, die nach außen durch eine aus Holzstäben aufgebaute Schamwand abgeteilt ist. Unter dem warmen, dampfenden Wasserstrahl zu stehen, während die ersten Sonnenstrahlen herein scheinen ist unbeschreiblich schön.
Anscheinend wird 9 Uhr unsere übliche Startzeit in diesem Urlaub und wir machen uns auf den Weg nach Mariental, denn die Vorräte werden langsam knapp.
Gegen 13 Uhr erreichen wir den etwas trostlosen Ort und angesichts der vielen herumlungernden Leute auf dem Parkplatz beschließen wir, dass einer beim Auto bleibt (ein Car-Guard ist nirgends in Sicht). Ich nutze diese Pause, um mit dem MTC-Handy einige organisatorische Anrufe zu erledigen. Ohne Probleme bekomme ich für übermorgen Nacht einen Tripleroom mit Dinner auf der Guestfarm Weltevrede ca. 45 km nördlich von Sesriem. Damit ist klar, dass wir morgen den ganzen Nachmittag im Sossusvlei verbringen können, die Zeit für Kochen und Zeltaufbau ist gespart. Außerdem gibt es auch mal wieder Bettwäsche, ein richtiges Badezimmer und Nachts eine bequem erreichbare Toilette!
Eine knappe Stunde später machen wir uns wieder auf den Weg und steuern Hudup-Camp an, das wenige Kilometer vor Maltahöhe liegen soll. Gefunden habe ich die Campsite in der Liste von thomasrichter.de, allerdings ohne Telefonnummer. Wir beschließen, es auf gut Glück zu versuchen und sind – mal wieder die einzigen Gäste. Das Campsite ist gepflegt aber weit und breit nur ein paar Landarbeiter und keine Reception. Die Verständigung klappt auch nicht (unser Afrikaans ist halt gleich null), also stellen wir uns einfach mal hin. Eine Stunde später taucht ein älterer Weißer auf, der allerdings auch nur wenige Brocken Englisch spricht. Wir verzichten auf warmes Duschwasser am Morgen (wahrscheinlich ist es sowieso wieder eingefroren und wir haben ja Abends das Zimmer in der Guestfarm – mit Badezimmer!) und bekommen wahrscheinlich deswegen unseren absoluten Schnäppchenpreis von nur NAD 120 für uns Drei zusammen (sonst sind das immer zwischen NAD 250 und 375 gewesen).
Nach 352 km und mehreren Tagen in der Wüste entspannen wir auf dem Steg am Fluss (ja, der Hudup führt Wasser und es gibt Fische) während des Sonnuntergangs bei einer Dose Bier. 1.7.11 Huch, die Toiletten sind nicht eingefroren und das Wasser läuft. Ein Blick auf das Thermometer zeigt auch, dass es nur -2 °C hat. Da kommen doch fast sommerliche Gefühle auf!
Trotz der gestiegenen Temperaturen 😄 halten wir an unserem Plan fest, das Sossusvlei am Nachmittag zu besuchen. Die Bilder und Berichte im Forum von der morgendlichen Rush-Hour am Gate haben mich abgeschreckt und im Winter sind nicht nur die Nächte kalt, sondern auch die Tage wurden bisher nicht unangenehm heiß.
Um 12:30 holen wir in Sesriem das Ticket und machen uns auf den Weg ins Vlei. Die Teerstraße ist langweilig und die Ungeduld treibt uns voran, aber zu Glück werden wir durch den Gegenverkehr gewarnt. Da steht doch tatsächlich die Polizei mit Laserpistole und überwacht das 60 km/h-Limit 😠 . Nach einer knappen Stunde sind wir am 2x4-Parkplatz (die Toiletten sind nur was für ganz Hartgesottene) und nachdem wir etwas Luft aus den Reifen abgelassen haben geht es mit Schwung an die vieldiskutierten letzten 4 km.
Vielleicht ist die Situation für diese Strecke nicht immer gleich, ich finde es zumindest für Anfänger eine kritische Herausforderung. Der Sand war teilweise sehr tief und ohne klare Fahrspur. Dazu kamen manchmal tiefe Querrillen, die das Auto zu kleinen Bocksprüngen verführten. Dabei das Auto permanent in der erforderlichen Bewegung zu halten erfordert Vertrauen und Mut, den auch ich erst mit der Erfahrung gewonnen habe. Auf der Hinfahrt steckten 2 Fahrzeuge fest und auf dem Rückweg hatte sich gerade ein Südafrikaner herausschleppen lassen. Mir hat es Spaß gemacht, aber ich finde niemand sollte sich dazu zwingen. Es gibt die Shuttle, die einen auch vorne absetzen und später wieder einsammeln, damit man die Möglichkeit zum wandern oder einfach nur genießen hat.
Nach der ersten Sandpassage bin ich bereits auf der Suche nach einem Schattenparkplatz und nur den Hinweisen meiner Frau („schau doch mal da hinten noch“) ist zu verdanken, dass wir bis zum eigentlich Vlei durchfahren.
Tja, Glück muss man haben oder vorher gründlicher den Reiseführer lesen 😗 . Da es bereits 13:30 ist sind nur noch wenige Besucher da und wir finden problemlos eine schöne Picknickbank unter einem schattigen Baum. Beim Öffnen des Canopy sehen wir, das eine Milchtüte geplatzt ist und so räumen wir mal schnell aus und spülen aus unserem Tank nach.
Frisch gestärkt und erholt schlendern wir herum und klettern dann auf eine kleine Düne im Westen. Der Weg hoch ist schon ein Erlebnis (z.B. sind Geckos und Käfer unterwegs) aber der Blick von oben übertrifft alles! Klasse, und das fast ohne andere Leute denn inzwischen ist nur noch ein weiteres Auto im Vlei.
Schweren Herzens brechen wir wieder auf, denn vor absoluter Dunkelheit möchten wir bei unserer Gästefarm ankommen. Die Frauenfraktion ist auch dafür, dass vor dem Dinner Zeit für ausgiebiges duschen ist. Bei der Fahrt zum Gate bringen uns die Schattenspiele in den Dünen aber immer wieder zum stoppen und wir schaffen es erst kurz vor Sundowner die Farm nach insgesamt wieder 352 Tageskilometeren zu erreichen.
Es gibt gute Hausmannskost in einem liebevoll gestalteten Lapa und vor unserer nach Westen ausgerichteten Terrasse befindet sich eine beleuchtete Wasserstelle (und die Terrassenmauern speichern die Sonnenwärme – tut das gut!).
2.7.11 Eigentlich hatten wir uns ja auch auf das Ausschlafen gefreut und deswegen erst spät zum Frühstück angemeldet. Kurz nach 6 Uhr gibt es aber Lärm, als ob jemand immer wieder auf ein Blech einhämmert, an Schlaf ist nicht mehr zu denken.
Also wieder raus aus dem Bett und rein in die warmen Klamotten, damit man mit dem frühen Handwerker mal den Versuch eine gütlichen Einigung starten kann. Mir hilft aber weder der Blick vorne noch hinten aus unserem Bungalow, ich entdecke niemanden. Kurz darauf finde ich den Verursacher, es ist ein Trupp Perlhühner, der seine Auseinandersetzungen ausgerechnet auf unserem Wellblechdach austragen muß. Auch vor mir haben sie nicht den nötigen Respekt, deshalb versuche ich mit afrikanischer Gelassenheit den Sonnenaufgang über dem Naukluft zu bestaunen und mich auf den längeren Tag zu freuen.
Die Fahrt vom Kuiseb-Pass nach Swakopmund ist beeindruckend, im Canyon führt der Kuiseb auch noch Wasser. Vielleicht hätte man doch in Sesriem ein Permit für die Namib besorgen sollen …
Was soll’s, wir haben uns bereits telefonisch in Swakopmund im Dunedin Start Guesthouse ein Zimmer reserviert (wieder kein Problem, wo stecken nur die ganzen Südafrikaner?) und Mittags machen wir noch einen Stop in Walvis Bay am Yachtclub. Ich bin sowieso nicht bootstauglich, aber auch die Anderen haben angesichts der steifen Brise keine Lust zu einem Bootstrip und bald fahren wir auf der sandverwehten Küstenstrasse nach Swakopmund.
Dort checken wir schnell ein und räumen die DoubleCabin aus, denn von ASCO haben wir die Aufforderung zur Servicestation in 5, Rakatoka Street zu fahren. Unser ABS ist seit dem KTP ausgefallen und dort soll man versuchen das zu reparieren. Wir suchen etwas in Swakop herum (inzwischen wissen wir auch, dass die Rakatoka Street zweigeteilt ist …), beschäftigen schließlich eine Polizeistation (die nur einen Stadtplan von 2002 hat, und dem fehlen auch schon wesentliche Teile. Was machen die eigentlich bei einem Einsatz?) und bekommen aber nach einem Funkrundruf der Polizei eine genaue Wegbeschreibung zur Servicestation. Inzwischen ist es aber schon nach 15 Uhr und unser Ansprechpartner dort ist für das Wochenende auf seine Farm, in der Werkstatt ist sonst niemand mehr.
Anstatt zu laufen können wir nun an die Strandpromenade fahren und freuen uns an dem seltsamen Charme, der an ein Nordseebad in der Nebensaison erinnert. Es fühlt sich nicht wie Afrika an, das ist aber auch ein Teil der Faszination von Swakopmund.
3.7.11 Leider schaffen wir es nicht so kurzfristig eine Teilnahme an der Living Desert Tour zu organisieren (noch etwas, für das es sich lohnt wieder nach Namibia zu kommen). Eine Verlängerung ist leider nicht drin, denn für Übermorgen haben wir fest gebucht in Etoscha (Halali). So richtig passt uns das zwar nicht mehr, aber ohne feste Buchung ist dieser Park halt kaum zu besuchen.
Nach einem einfachen Frühstück (das Dunedin Star ist nicht besonders: es ist Fussentfernung zum Zentrum, bietet ein Secured Parking und einen ganz netten Innenhof. Zimmer und Bad sind aber Backpacker-Standard ohne eigenen Charme) tanken wir noch einmal voll und fahren über die Salt Road in Richtung Hentjes Bay. Selbstverständlich machen wir den Stop am Wrack des russischen Trawlers und vorher noch einen langen Strandspaziergang.
Wir wollen aber zurück nach Afrika, zum campen in einsamer Landschaft mit Lagerfeuer am Abend. Über die D1918 geht es an der Spitzkoppe vorbei nach Usakos und von dort zur Ameib Ranch (wieder telefonisch reserviert, aber außer uns ist nur ein weiterer Camper da). Für eine komplette Wanderung zur Bull Party ist es uns zu spät, aber mit dem Auto kommen wir bis kurz davor und zwischen den Felsen erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Hallo Yax, das ist ein toller Bericht. Wieder fühlt sich Namibia so nah an... Danke und weiter so, ich freu mich schon auf die Fortsetzung.
LG Ute
PS: "zumindest die Beste meiner Ehefrauen ist bis auf das fehlende Küchensieb zufrieden" Wie viele Ehefrauen hast du und wie hast du das hingekriegst? 😉
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201121. Juli 2011 · #17
Hallo Ute,
über mein Privatleben schweige ich mich aus 😉 .
Die Zufriedenheit hat der Autovermieter geschafft. Im Küchenset waren auch Sparschäler, Dosenöffner und Schneidbrett, die sonst üblicher Weise zu unseren ersten Ergänzungsanschaffungen führen.
hätte nicht gedacht, dass es doch so kalt werden kann. Wie waren denn die Tagestemperaturen? Wir waren letztes Jahr Ende August auf Rundreise durch Namibia, da war es zum Glück doch erheblich wärmer, war dann ja auch schon Frühling.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Gruß Micha
LG
Micha
yaxThemenstarter47 Beiträge · seit 201124. Juli 2011 · #19
Hallo Micha,
ich kann Dir auch nicht sagen, ob es immer so kalt ist. Die Aussagen der Einheimischen dazu waren sehr unterschiedlich ("ist im Winter immer so", "ist nur ein zwei Nächte so, wenn die Kaltfront kommt" bis "extremkalt, es sind schon Leute erfroren").
Wir hatten halt die erste Woche durchgehend Morgentemperaturen von deutlich unter 0 °C (eigentlich immer so um -5 °C). Das ist in Namibia zum Glück nicht ganz so unangenehm, da die Luftfeuchtigkeit gering ist (das ist der Effekt aus der Sauna, nur bei umgekehrten Extremtemperaturen) und es abends/morgens meistens windstill war. Ab Swakopmund war das dann mit dem Frost aber vorbei.
Sobald man in der Sonne stand war es ok (die scheint aber halt nur so kurz ...) und am Nachmittag konnte man dann auch mal "nur T-Shirt" riskieren. Meine kurzen Hosen hätte ich aber zu Hause lassen können.
Gruß
Wolfgang
Champagner8'672 Beiträge · seit 201024. Juli 2011 · #20
yax schrieb:30.6.11
Nach einer knappen Stunde sind wir am 2x4-Parkplatz (die Toiletten sind nur was für ganz Hartgesottene)
Stimmt!! Ich habe lange mit mir gerungen.... 😄
Toller Bericht - wann geht's weiter? Und wie gefällt es eigentlich dem Töchterlein?