TRTräumerinThemenstarter4 Beiträge · seit 201107. Juni 2011 · #1Hallo an alle!
Ich war im letzten Jahr für 14 Tage in Namibia und habe mich in Land und Menschen verliebt. Und so bald ich es finanziell einrichten kann, werde ich wieder da sein! Es war mein schönster Urlaub überhaupt, nur leider viel zu kurz!
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Die 21jährige Tochter einer guten Freundin ist an Borderline erkrankt. Seid vielen Jahren versucht sie in Deutschland mit verschiedenen Therapien gesund zu werden. Leider ohne Erfolg.
Da fiel mir die Möglichkeit ein, auf einer Farm in Namibia zu arbeiten. Ich glaube diese Ruhe, die Weite, die Menschen und all die Eindrücke die dieses Land hinterläßt würden ihr sehr gut tun.
Aber nun stehe ich da, die Idee ist gut und jetzt?`Wer kann mir helfen? Adressen, Kontakte oder gibt es vielleicht wirklich die Chance direkt in Namibia eine Therapie zu machen?
Wer fühlt sich dieser Verantwortung gewachsen?
Über Anregungen, Ideen oder auch einen GEdankenaustausch würde ich mich sehr freuen.
Ich bedanke mich schon jetzt mal
liebe Grüße Vanessa
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200907. Juni 2011 · #2Hallo Vanessa,
ich bin ehrlich,musste erst mal guugeln um mich schlau zu machen, meine Meinung dazu, such dir eine Farm in der Nähe von Windhoek aus um im worst case medizinsche Hilfe in der Nähe zu haben. Ich wüsste eine Farm die Freiwillige aufnimmt, auf die Idee kommen vielleicht noch andere. Ich würde mich aber nicht so weit von Windhoek entfernen. Die Idee finde ich gut, ich hoffe für dich das es funtkioniert.
Sasowewi
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. Juni 2011 · #3Hallo Vanessa,
möglicherweise ist das etwas für Dich bzw. die Tochter der Freundin:
Okonguarri Psychotherapeutic Centre
bei Outjo/Etosha
www.okonguarri.com.na
Sie muss ja dort nicht unbedingt aktive Therapien machen, sondern sich nur entspannen. Zumindest gibt es aber die nötige Betreuung und Struktur.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
freshy3'883 Beiträge · seit 201108. Juni 2011 · #4Das Krankheitsbild der Borderliner ist sehr vielfältig und -schichtig und häufig vergesellschaftet mit weiteren psychischen Erkrankungen. Die Krankheit ist nicht heilbar, die Symptome jedoch - bis zu einem gewissen Grad - therapierbar. Es gibt in Deutschland ausgezeichnete Fachleute (z.B. Psychiater mit neurologischer Ausbildung, klinische Psychologen), die geeignete Therapien vorschlagen und anordnen. Alle Maßnahmen sollten zum Wohle der Patientin in enger Abstimmung untereinander erfolgen.
Ob im Falle dieser Mandy deine Idee hilfreich ist, müsste mit diesen Fachleuten geklärt werden. Es hilft niemandem, von Arzt zu Arzt und Therapie zu Therapie zu hoppen, weil sich ein Erfolg vielleicht nur sehr langsam einstellt.
Nix für ungut
freshy
Bazi2'721 Beiträge · seit 200608. Juni 2011 · #5Hallo
Da kann/muss ich freshy 100%ig zustimmen. Ich habe ca. 20 Jahre lang jemanden nach der Diagnose Borderliner begleitet. Die Begleitung ist sehr anstrengend und fordert den ganzen Menschen. In diesem Fall war die Nähe zur Familie sehr wichtig und ein Aufenthalt in der Fremde, ohne eine familiäre Bezugsperson, wäre nicht hilfreich gewesen. Leider kann man nur die Symptome behandeln und versuchen sie in den Griff zu bekommen. In dem geschilderten Fall haben wir leider den Kampf gegen die Krankheit verloren.
Bazi
Nenette1'309 Beiträge · seit 200908. Juni 2011 · #6Hallo Vanessa,
die Idee finde ich sehr gut! Es gibt auch Projekte von Earthwatch, wo man (allerdings kostenpflichtig) in wissenschaftlichen Projekten mitarbeitet.
http://www.earthwatch.org/europe/Einen Klinikaufenthalt würde ich nicht unbedingt ins Auge fassen, denn damit würde ein totaler Tapetenwechsel wieder in einen klinischen Kontext gebracht werden, und davon hat Mandy ja nun schon, wie du schreibst, einige durchgemacht.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Nenette1'309 Beiträge · seit 200908. Juni 2011 · #7Hallo Freshy und Bazi,
soweit ich das weiß, hat sich in den letzten Jahrzehnten gerade durch die DBT einiges verbessert, so dass man heute nicht mehr davon ausgeht, dass Borderline nicht heilbar ist. Man kann es zumindest so weit in den Griff bekommen, dass die Betroffenen ein normales Leben führen können, leider nicht alle.
Eine Therapie, die über viele Jahre mit Höhen und Tiefen dauert, geht schon etwas über das Herumdoktorn an Symptomen hinaus.
Aber ich stimme euch zu, dass ein längerer Aufenthalt in Namibia mit dem Therapeuten abgesprochen werden muss. Es gibt auch Therapeuten, die genau so etwas vorschlagen.
Liebe Grüße,
Nenette (die Hoffnung stirbt zuletzt)
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Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
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http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
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Bazi2'721 Beiträge · seit 200608. Juni 2011 · #8Hallo
wie Nenette richtig schreibt:
"Man kann es zumindest so weit in den Griff bekommen, dass die Betroffenen ein normales Leben führen können, leider nicht alle."
Der wichtigste Teil der Aussage für mich war "leider nicht alle".
Was natürlich zu bedenken ist, dass jeder, aber wirklich jeder Fall, individuell verschieden und auch so zu behandeln ist. Was dem Einen hilft kann bei dem Anderen genau verkehrt sein.
Leider musste ich mich mit dieser Krankheit und mit ihren Begleiterscheinungen sehr intensiv beschäftigen.
Wer sich als Laie etwas schlau machen will, dem kann ich ein gut verständliches Buch (für interessierte, motivierte Laien) als Lektüre empfehlen, das mir Vieles klarer und verständlicher gemacht hat.
"Ich hasse dich - verlass mich nicht", die schwarzweisse Welt der Borderline Persönlichkeit, ISBN Nr. 3-466-30719-8 von Jerold J. Kreismann und Hal Strauss. Ich hatte den Tip von einem Therapeuten. Ich hoffe, ich durfte das hier empfehlen.
Bazi
jaw2'048 Beiträge · seit 200708. Juni 2011 · #9Hallo Vanessa,
die empfehlung von Christian möchte ich nochmal unterstreichen. Okuoguarri arbeitet auch mit einem deutschen Jugendhilfeträger zusammen. Es gibt noch 2 weitere Anbieter (Phoenix Namibia und Buschschule), die "Problemjugendliche" aus Deutschland, Schweiz und Österreich auf Farmen und in Familien in Namibia betreuen. Außerdem bietet das Projekt Daktari Drogentherapien für deutschsprachige Kinder und Jugendliche in Namibia an. Ich schreib dir eine pms dazu.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
TRTräumerinThemenstarter4 Beiträge · seit 201110. Juni 2011 · #10Ich möchte mich für die vielen Tip's bedanken! Es war sehr viel hilfreiches dabei u ich hoffe das ich so weiter komme. Zumindestens werde ich es mit allen Mitteln versuchen!
Ich möchte noch sagen, das Mandy schon 22 Jahre alt ist! Das ist vielleicht eine ganz wichtige Information!!!!
Aber nochmal: DANKE, DANKE, DANKE!!!!!
Vanessa