Stativ fuer Namibia oder nicht?1

11 Antworten · 4'775 Aufrufe · gestartet 03. Apr. 2011 von mattm
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201103. Apr. 2011 · #1
Hallo zusammen

hab da eine frage und zwar brauche ich fuer namibia ein Stativ oder nicht? Was ist eure erfahrung?

Gruesse mike
1'483 Beiträge · seit 200903. Apr. 2011 · #2
Hallo Mike,
folgender Tip: Gib bei der Suche mal "Fotoausrüstung" oder "Stativ" ein, Da wird dir geholfen.
Grundsätzlich braucht man ein Stativ bei "lang": Lange Belichtung oder lange Brennweite, oder bei beiden zusammen.

Solche Gelegenheiten wirst du in Namibia ( natürlich nicht nur dort )wahrscheinlich des Öfteren haben. Auch ein kleines Bohnen (o.Ä. )-Kissen ist sinnvoll, wenn du die Kamera in der Wagentür auflegen willst, weil du nicht aussteigen darfst ( z.B. Etosha ).

Herzliche Grüße
Reinhard
728 Beiträge · seit 200603. Apr. 2011 · #3
Hallo Mike,
natürlich "braucht" man kein Stativ für Namibia. Die allermeisten fotografieren ohne Stativ, und das werden keine schlechten Bilder. Und wenn es schlechte Bilder sind, liegt es kaum am fehlenden Stativ.
Dennoch: ich nehme mein (sehr altes) Stativ immer mit. Warum? Weil, wenn man Landschaft sorgfältig fotografieren will, man mit Stativ mehr Schärfe erhält als ohne, da hilft auch die 1000stel oder 2000stel Sekunde nichts. Lies mal "Naturfotografie" von Fritz Pölking. Ein Stativ kann das letzte I-Tüpfelchen bringen, das, auch wenn es vorhanden ist, die meisten auf dem fertigen Foto dann doch nicht bemerken. Es gibt viele prima Fotos, die ohne Stativ entstanden sind.
Also: natürlich geht's ohne, etwas besser geht's mit.
Gruß
Reinhard
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915 Beiträge · seit 201003. Apr. 2011 · #4
Hallo Mike,
zu Deiner Frage wäre hilfreich zu wissen,ob Du digital fotografierst und Deine Kamera und/oder Objektiv(e) über Bildstabilisatoren verfügen !!??

Ich frage das aus eigener (teils leidvoller) Erfahrung. Mit einer Kamera / Objektiv ohne Stabilisatoren ist ein Stativ m.E. auch für Landschaftsaufnahmen sinnvoll.
Andererseits wirst Du besonders in den Nationalparks wo Du nicht aussteigen darfst dieses erst gar nicht einsetzen können. Also gerade da wo lange Brennweiten für Tieraufnahmen erforderlich sind und eine ruhige Kamerahaltung unentbehrlich ist !

Die Aufnahmen in meinem Reisebericht (sh.unten) sind durchweg ohne Stativ entstanden. Allerdings nutze ich jede Gelegenheit die Kamera wenn irgend möglich aufzulegen, die Kamera ruhig zu halten, den Atem anzuhalten während des Auslösens o.ä. Klingt vielleicht simpel ist aber nicht ohne Wirkung. Insgesamt will ich damit sagen, dass konzentriertes Fotografieren am ehesten zum Ziel führt.

Schöne Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2011
415 Beiträge · seit 201004. Apr. 2011 · #5
Hallo Mike,

Reinhard (piscator) hat´s teilweise schon gesagt.
Für mich ist bei Ausrüstungsdingen immer die Frage wichtig: "was will ich machen? und wie will ich es machen"

Wenn Du Deine Bilder mit größerer Brennweite aufnimmst, später vielleicht im Rahmen der Bildgestaltung einen Ausschnitt von der Aufnahme weiterverarbeiten oder größere Abzüge eines besonders schönen Fotos machen willst, wirst Du um ein leicht transportables Stativ nicht herumkommen.

Im Notfall reicht aber auch einmal eine straff gespannte Schnur zwischen Kamera und Deinem Fuß (das ist kein Witz - es klappt tatsächlich einigermaßen gut, da die vertikale Verwackelrichtung damit ausgeschlossen wird)

Kritische Momente sind auch Dämmerung oder Bewölkung (zum Fotografieren für mich die besten Lichtverhältnisse!). Hier wirst Du in Abhängigkeit von Brennweite, ISO und Objektivöffnung einfach längere Belichtungszeiten und damit ein stabiles Stativ benötigen.

Wenn Du all das aber nicht machen willst und auf die Automatik, Autofocus, Bildstabilisator usw. vertraust, geringere Brennweiten verwendest usw. wäre es eher verzichtbar.

LG
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2011
2'048 Beiträge · seit 200704. Apr. 2011 · #6
Hallo Mike,
fast alles schon gesagt. Tierfotos aus dem Auto ist eher eine Auflage / Kissen für die Seitenscheibe hilfreich ("Bohnenkissen" oder sowas aus dem Schießsport).
Ich habe nur ein Ministativ (15-20 cm) als Dreibein dabei. Das brauche ich für Panoramaaufnahmen und Sonnenuntergangs-serien. Ein stabiler Unterbau, auf den ich das dann aufstelle habe ich immer gefunden, notfalls auch das eigene Autodach.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
160 Beiträge · seit 201004. Apr. 2011 · #7
Hallo Mike,

eigentlich haben meine Vorredner schon alles gesagt. Ich für meinen Teil hab mir extra für Namibia ein stabiles Stativ zugelegt, damit ich auch dort die Landschaft und die Tiere bei Ausflügen ohne Verwackler ablichten kann.

So kann man mit längerer Brennweite arbeiten, ohne auf die 1000tel Sekunde zu achten um nicht zu verwackeln.
Auch kann ich mit Stativ die beste ISO-Zahl 100 oder 200 benutzen und kriegt noch gute Bilder hin.

Fürs Auto nehm ich ein Beanbag und eine Schaumstoffummantlung für Rohre mit, welche ich dann auf die offene Fensterscheibe klicke und dort kann man das Tele gut auflegen und ist relativ verwacklungsfrei, es sei denn, die liebe Frau schubst einen, weil sie gerade einen Löwen sieht *lach*...

Wie gesagt, es ist deine Entscheidung, aber um das letzte aus nem Motiv rauszuholen ist ein Stativ empfehlenswert und so schwer sind die Teile nicht (meines wiegt 700gramm). und ausserdem liegt es doch im Auto rum und man nimmt es nur dort raus...

Gruß vom verregneten Thüringen

Reinhardt
4x Namibia / 2x Botswana / 1x Südafrika
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2011
3'080 Beiträge · seit 200904. Apr. 2011 · #8
Hallo Mike,

ich habe zweimal ein Stativ mit nach Afrika genommen - und unbenutzt wieder mit zurück.

Alle Aufnahmen in meinem Reisebericht und meinen Präsentationen sind ohne Stativ gemacht worden. Anstelle eines Bohnensacks habe ich ein Stück Rohrisolierung aus Schaumstoff auf die Seitenscheibe geklemmt, das tuts auch, aber die meisten Aufnahmen habe ich aus der freien Hand gemacht (ich verwende eine Canon 50D und ein Sigma 170-500mm).

Der einzige Grund warum ich mir die Mitnahme eines Stativs überlege - in diesem Fall ein Einbein-Teleskop - wäre der um es als "Meinungsverstärker" gegen aufdringliche Besucher meiner Campsite zu nutzen.

Sasowewi
Gast04. Apr. 2011 · #9
Hallo,

übrigens sieht man immer wieder "Experten", die mit Profikameras und teuersten Objektiven mit Bildstabilisator aus dem Auto fotografieren. Gern mit Fensterstativ. Der Motor wird dabei aber nicht abgestellt. Die Klimaanlage muss ja laufen, wenn man an einem Wasserloch steht. Das ist dann etwas sinnfrei.

Die Bildstabilisatoren aktueller Objektive sind darauf ausgelegt, menschliches Wackeln zu kompensieren. Dieses hat eine Frequenz ganz grob zwischen 2 und 30 Hz. Die Vibrationen, die ein Motor erzeugt, liegen selbst im Leerlauf bei etwa 1.000 Hz. Das können die Bildstabilisierungselemente in Objektiven nicht kompensieren. Das ist zu schnell.

Möglicherweise ändert sich das aber in der Zukunft. Canon hatte vor einigen Monaten etwas zum Patent angemeldet, mit dem sich auch Motor-Vibrationen u.ä. kompensieren lassen. Kann aber auch sein, dass das nie in irgendwelche Serienprodukte einfließt, weil zwar patentiert, aber in der Realität zu teuer oder unpraktikabel.

Beste Grüße

Guido
303 Beiträge · seit 200804. Apr. 2011 · #10
Hallo Mike,

das wesentlich wurde schon gesagt. Ich nehme aus drei Gründen immer ein Stativ mit.
1. Panoramaufnahmen werden damit einfacher, bzw. beim Stiching gibt es weniger Höhenversatz.
2. Erhöht die Bildschärfe beim Fotografieren von Sonnenuntergängen bei offener Blende und längeren Verschlusszeiten. Ermöglicht das Fotografieren in der anschliessenden "Blauen Stunde".
3. Macht das Leben beim Einsatz von Grauverlaufsfilter deutlich einfacher.

Lg Walter
1'250 Beiträge · seit 200904. Apr. 2011 · #11
Hallo Mike,

ein Stativ brauche ich nur sehr selten, daher habe ich es oft gleich
zu Hause gelassen.

Tiere fotografieren ich in der Regel (auch mit 500/4.0+TC) aus der Hand.
Von einen wackelnden Untergrund (Auto, Boot) macht ein Stativ wenig Sinn.
Ein Antiwackeldackel (VR, IS, VC, OS) ist da hilfreich, aber kein Allheilmittel.
Hinreichend kurze Belichtungszeiten sind Pflicht, auch weil sich
die Tiere (inbesondere kleine Vögel) schnell bewegen.

Ein Stativ ist hilfrich bei
1. Serienaufnahme (z.B. von einen Sonnenungergang)
2. fließendes Wasser, Langzeitbelichtung mit Graufiltern (z.B. Schiffswrack)
3. Sternenhimmel

Aber man kann auch mal die Knipskiste dafür auf einen Felsen,
auf die Fototasche, etc. stellen. Das ist zwar nicht so komfortabel,
aber man spart sich ein paar kg mitzuschleppen.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter43 Beiträge · seit 201104. Apr. 2011 · #12
vielen dank für eure infos. zu meiner ausrüstung:
bin im besitz 2er bodies einmal eine eos 1000d und mein neuestes die eos 7d meine tele haben alle^ein os.
da ich noch nie in namibia war und nicht genau weiss was mich erwartet besonders im bereich landschaftsaufnahmen bin ich echt unschlüssig. mein sehr sehr sehr altes stativ ist ziemlich schwer und unpraktisch zu verstauen, da meine reise nach 2 wochen nach botswana führt, wäre diese teil sicherlich nur ein hindernis.
werde mir da noch einmal durch den kopf gehen lassen. besten dank an euch alle

gruss mike