Druck im Reifen

17 Antworten · 4'293 Aufrufe · gestartet 23. März 2011 von Jagger
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Themenstarter39 Beiträge · seit 201123. März 2011 · #1
Hallo zusammen
Ich hab mich im forum ein wenig herum gesehen und nichts über den Druck der Reifen gefunden!
kann mir jemand sagen der ein wenig erfahrung hat mit welchem druck der Reifen fahren soll?
Sand und wüsten region?
freundliche grüssen
33,1k Beiträge · seit 200623. März 2011 · #2
Hi Jagger,

hängt vom Reifen, Fahrzeug und und und ab... Kannst Du etwas konkreter werden?

Ansonsten ist die Antwort: in tiefem Sand weniger Druck 😉

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter39 Beiträge · seit 201123. März 2011 · #3
Toyota 4X4 KEA jeep
einzelkabiene!
besser?
2'612 Beiträge · seit 200723. März 2011 · #4
Jagger schrieb:
Hallo zusammen
Ich hab mich im forum ein wenig herum gesehen und nichts über den Druck der Reifen gefunden!
kann mir jemand sagen der ein wenig erfahrung hat mit welchem druck der Reifen fahren soll?
Sand und wüsten region?
freundliche grüssen
Hallo Jagger,

zu dem Thema ist schon reichlich geschrieben worden, schaue mal über nachfolgenden Link, Stichwort Reifendruck, Beiträge aus dem letzten Jahr - 65 Treffer:

http://www.namibia-forum.ch/forum/advsearch.html?q=reifendruck&exactname=1&childforums=1

Viel Spaß beim Lesen.

Volker
Bye bye Forum
250 Beiträge · seit 201023. März 2011 · #5
Hallo Jagger

… ich seit 20 Jahren, Landcuiser HZJ78

Tiefer Sand 1.5
Teer 4.5

Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
5'538 Beiträge · seit 200823. März 2011 · #6
Hallo Jagger,

ich kann Dir sagen, was ich bei meinem Condor 4 x 4 mache:

Teer - 2,5 bis 2,8
Schotter - 1,8 bis 2,0
Sand/Strand - 1,2 bis 1,6 je nach Tiefe des Sandes
(z. B. Sossusvlei 1,6)

Liebe Grüße
Gerd
461 Beiträge · seit 200823. März 2011 · #7
Hallo Jagger

Die Fahrzeuge haben einen entsprechenden Reifendruck vom Vermieter. Bei einem Nissan oder Hilux so in der Regel 3.5 Bar. Das schont die Reifen und senkt den Benzinverbrauch.
Bei tiefem Sand diesen dann auf 1.4 reduzieren um Pad zu schonen und anschliessend wieder auffüllen. Wenn nicht möglich Tempo runter und mit der Hand prüfen ob Reifen warm werden.

Zusammengefasst gesagt reduziere ich nur bei wirklich tiefem Sand (kann bei extremen Anforderungen auch auf 1.0 runter) und um die Pad zu schonen. Wegen steckenbleiben iaR gar nicht nötig.

Gruss
Tom
709 Beiträge · seit 201123. März 2011 · #8
Hi,

auf Teer, Piste, Schotter, Stein den laut Fahrzeughersteller und entsprechend Zuladung vorgeschriebenen Druck + max0,2bar. 🙂

In Sand 1,2...1,5bar, min jedoch extrem 1,0bar. Da besteht aber dann schon die Gefahr, daß der Reifen von der Felge rutscht 😠 . Und den bekommt dann ein Laie bei schlauchlosen Rädern kaum wieder drauf (Profis nehmen Bremsenreiniger, sprühen etwas in den Reifen und zünden das Ganze... 🤩 ). Nach den Sandpassagen muß sofort wieder der Druck erhöht werden. Ein Kompressor ist Pflicht, mit einer Fuß- oder Handpumpe wird man weich... 😵

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
33,1k Beiträge · seit 200623. März 2011 · #9
Hallo Jagger,

kann Namib Tom und Rocky absolut Recht geben. Die Betonung liegt auf "Tiefem Sand"... und der ist in Namibia zu 99,9 % nicht zu finden. Ich persönlich und die meisten meiner Freunde haben in ihrem Leben in Namibia noch nie Luft aus einem Reifen gelassen...

Also wenn, dann wirklich nur in tiefem Sand (nein, eine Gravelroad ist kein tiefer Sand!), ansonsten belasse es bei dem vom Hersteller empfohlenen Druck.

Sonnige Grüße
Christian
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1'483 Beiträge · seit 200923. März 2011 · #10
Hallo Jagger,
ich habe nur wenig Erfahrung im offroad-Bereich.
Unser Vermieter hat gesagt: In Namibia brauche ich nirgends abzulassen.

Bei der Living Desert Tour wurde abgelassen, aber da ging´s auch die Dühnen hoch und runter.

Gruß Reinhard
290 Beiträge · seit 200724. März 2011 · #11
piscator schrieb:
Bei der Living Desert Tour wurde abgelassen, aber da ging´s auch die Dühnen hoch und runter.
Außerdem ist das wichtig für die Show, damit die Touris daheim was zu erzählen haben 🙂.

Wir haben uns mal auf einer Farmzufahrt im Sand festgefahren. Hatten vergessen, Luft abzulassen. Auch nachdem wir im Sand gesteckt sind, haben wir nicht mehr daran gedacht, die Luft rauszulassen. Aber wenn man erstmal drinnen steckt, dann ist das auch sinnlos, oder?
Außerdem hatten wir nur einen 2x4. Einen Bakkie zwar, aber ob wir da selbst mit Luftrauslassen durchgekommen wären?

Viele Grüße,
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
5'479 Beiträge · seit 200924. März 2011 · #12
Luftablassen hilft auch, wenn man sich bereits festgefahren hat. Natürlich nicht, wenn man sich schon bis zur Bodenplatte eingegraben hat.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'612 Beiträge · seit 200724. März 2011 · #13
flip666 schrieb:
piscator schrieb:
Bei der Living Desert Tour wurde abgelassen, aber da ging´s auch die Dühnen hoch und runter.
Außerdem ist das wichtig für die Show, damit die Touris daheim was zu erzählen haben 🙂.

Wir haben uns mal auf einer Farmzufahrt im Sand festgefahren. Hatten vergessen, Luft abzulassen. Auch nachdem wir im Sand gesteckt sind, haben wir nicht mehr daran gedacht, die Luft rauszulassen. Aber wenn man erstmal drinnen steckt, dann ist das auch sinnlos, oder?
Außerdem hatten wir nur einen 2x4. Einen Bakkie zwar, aber ob wir da selbst mit Luftrauslassen durchgekommen wären?

Viele Grüße,
Phil
Hallo Phil,

wenn man erst einmal stecken geblieben ist, hilft das Luftablassen nur geringfügig - es erhöht den Grip ein wenig. Wichtiger ist dann das Freischaufeln der Spur, nicht nur ein Meter, es sollten ggf. schon 4-5 Meter sein, sonst steckt man gleich wieder fest. Auch unter dem Fahrzeug freischaufeln, so dass der Wagen nicht aufliegt.

Mit etwas Übung und Umsicht kommt man oft auch ohne 4x4 und niedrigem Luftdruck im Tiefsand klar:

Drehzahl beim Diesel möglichst nicht unter 2.000 U/min, aber auch nicht über 3.000 U/min - es sei denn, man muss mit Schwung eine Düne erklimmen

Möglichst keinen "Fahrspur"wechsel - das hat uns auch schon Buddeln eingehandelt. Bei zu niedrigem Luftdruck (unter 1 bar) kann dabei auch noch der Reifen von der Felge springen

Nicht unbedingt in der Mittagshitze im Tiefsand unterwegs sein, in den Morgenstunden ist der Sand kälter und damit auch griffiger

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
2'167 Beiträge · seit 200924. März 2011 · #14
Hallo Phil,
Wir haben uns mal auf einer Farmzufahrt im Sand festgefahren. Hatten vergessen, Luft abzulassen. Auch nachdem wir im Sand gesteckt sind, haben wir nicht mehr daran gedacht, die Luft rauszulassen.
Das sehen wir leider hier am Strand jeden Tag ein paarmal, vor allem in der Ferienzeit und an Wochenenden. (hat uebrigens klasse Unterhaltungswert!) Die kommen dann und verlangen den Traktor um sie rausziehen. Das tun wir natuerlich gerne, 😈 aber nur wenn der Reifendruck hoechstens 1,8 bar ist und sie damit immer noch stecken bleiben. Ja, mit 3 bar in den Reifen nuetzt dir halt auch der beste, teuerste 4x4 nichts! (wir leihen auch gerne die tyre pressure gauge aus...)
Der Anhaenger, falls vorhanden, muss natuerlich auch genauso reduzierten Reifendruck haben.
Aber wenn man erstmal drinnen steckt, dann ist das auch sinnlos, oder?
Sinnlos ist das nie, und ein bisschen graben gehoert dann halt auch dazu (die Ventile sind dann doch eh meistens am untersten Punkt!) aber viel besser waere doch, wenn man dem im vornherein vorbeugt!
Auch das ist hier an der Tagesordnung: die Beton Rampe runterfahren, ein paar Meter in den Sand fahren, steckenbleiben, aussteigen, Reifen runterlassen... manche lernen es nie, das schon vorher im Parkplatz zu machen.
Außerdem hatten wir nur einen 2x4. Einen Bakkie zwar, aber ob wir da selbst mit Luftrauslassen durchgekommen wären?
Spielt doch keine Rolle! Ist alles nur eine Frage des Luftdrucks. Ich bin mit einem Isuzu 2x4 DC auf dem tiefsandigen Track von Lake Sibaya bis Kosi Bay gefahren mit 1,0 bar, kein Problem!

(mit 1,2 bar koennen wir sogar im weichen Sand die 8 meter Dive Duck auf den Anhaenger laden mit dem alten Landy, wenn mal der Traktor ausfaellt)

Ansonsten, auf Reisen, halten wir es ungefaehr wie Gerd das beschrieben hat.

Gruss aus dem immer noch heiss-schwuelen Sodwana - wann kommt denn endlich der Herbst??!!
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
2'612 Beiträge · seit 200724. März 2011 · #15
Hallo Maddy,

da kommen alte Erinnerungen hoch.

In 1999 sind wir, von Hluhluwe kommend, in freudiger "Ungeduld" mit einem 2x4 Japaner der Corolla-Klasse an den erstbesten breiten Strand bis ans Meer vorgefahren (genauen Ort habe ich vergessen, Sodwana kann ich aber ausschließen ;-))- da standen ja auch genügend andere Fahrzeuge "rum". Die Freude währte allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als es nach einem kurzen Testen des Indischen Ozeans mit dem Anfahren so gar nicht klappte - ein Südafrikaner mit Bierdose(n) am Steuer war unser Erlöser.

Am besten lernt man durch Fehler, die vergisst man auch nicht so schnell.

Danke für die Erinnerungshilfe.

Volker
Bye bye Forum
709 Beiträge · seit 201124. März 2011 · #16
Hi,

zum Thema Strand und 4x4:

Mit 4x4 fahren am Asowschen Meer (RUS/UA; liegt nordöstlich dem Schwarzen Meer) alle bis zum Liegeplatz am Strand.



Hinfahrt mit Hinterradantrieb und ohne Luftdrucksenkung, Rückfahrt mit 4x4 und Untersetzung (wenn das nicht gereicht hätte, hätte ich Luft abgelassen und notfalls die Sandbleche bemüht; wäre aber peinlich geworden... 🤩 )



Flachtaxen ohne 4x4 bleiben zurück...


Unsere Bilder vom menschenleeren und kilometerbreiten Strand in Lettland find ich gerade nicht... Nur Strand, wir und unser 4x4-Iveco.

Gruß

Rocky 🤩
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 24. März 2011
290 Beiträge · seit 200725. März 2011 · #17
Hallo,

vielen Dank für all die Tipps! Beim nächsten mal weiß ich bescheid.

Auf der Farm deutete uns dann selbst ein Lämmchen an, dass wir wohl besser mal Luft aus den Reifen gelassen hätten:



Viele Grüße,
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
3'766 Beiträge · seit 200625. März 2011 · #18
Hallo,

wenn festgefahren Luft raus lassen - aber klar doch!!!

Selten ist das Sandbecken nur 5 Meter lang und dann ist wieder gut.
Normalerweise lohnt sich das, wenn ihr alle 10 Meter buddeln wollt kann man darauf verzichten.

Beispiel:

Militärgelände der ehemaligen DDR - Lockersandpiste mit 20 Grad Steigung

Gefahren mit dem Bremach (4 Tonnen) bis am Hang steckengeblieben und ein wenig eingraben.

Luft raus auf 0.8 Bar (bei Schlauchrefen höchstens bis 1.2 Bar)
Untersetz rein und los - wühlte sich den Berg hoch wie eine Bergziege und wir mussten nicht mal freischaufeln.

Wer Gelegenheit hat soll so was mal üben zu Hause, man staunt was alles möglich ist 🙂

Grüsse Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch