Warnung vor Anfängerfehler bei Khowaribschlucht

23 Antworten · 5'663 Aufrufe · gestartet 24. Feb. 2011 von myrio
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Themenstarter962 Beiträge · seit 200724. Feb. 2011 · #1
Aus gegebenem Anlass hier eine Warnung an alle, die eventuell vorhaben a l l e i n die Tour als Abkürzung iun Richtung Etosha auf den Khowaribtrail mit einem 4x4 zu starten.
Ich hatte 2008 unseren Sohn, mit Frau und Kind, vor einem Alleinritt gewarnt, er hatte jedoch leichtfertigerweise Südafrikanern vertraut, die in aufforderten gemeinsam mit ihnen den Trail zu fahren, plötzlich waren das nachfolgende
Begleitfahrzeug verschwunden, ihm war das infolge der Staubfahne erst zu spät aufgefallen.
Ohne GPS und Satphone war er dann im Vertrauen der Aussage : "Straight on, straight on!" auf eigne Faust weitergefahren, geriet in den River, nach ca. 30 km wurde er unsicher und dann sass er fest. Kam nach vielen vergeblichen Versuchen wieder frei, Sprit und Trinkwasser wurde infolge der Hitze bzw. des hohen Spriverbrauchs im schweren Gelände der Sandpads knapp. Sie sassen mehrmals fest und schafften es schliesslich, total geschafft, gerade so bis zur Dunkelheit bis zum Eingang in Richtung Seesfotein zurück, hilfsbereite Schwarznamibier halfen ihnen kurz vor dem Erreichen der Pad mit 2 l Sprit aus.
Also wenn schon, dann nur zu zweit und gut mit GPS bestückt, um gefährlichen Überraschungen zu entgehen.
HG Frank 😛
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2011
33,1k Beiträge · seit 200624. Feb. 2011 · #2
Hi Frank,

das wurde hier gerade anders gesehen mit der "Gefährlichkeit": http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/176503-kowarib-trail.html

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'479 Beiträge · seit 200924. Feb. 2011 · #3
Sorry, aber da muss ich Dir mal heftig wiedersprechen.

Das Problem ist nicht der Khowarib Trail. Wenn man ohne Orientierung sowie ausreichend Wasser und Sprit die offiziellen Pads verlässt ist das echt dilletantisch. Nur weil Dein Sohn so planlos an die Sache rangegangen ist, vor einer Alleinfahrt durch die Schlucht zu warnen halte ich für weit überzogen. Auf der Basis wäre ja fast der gesamte Nordwesten für Alleinfahrer Tabu.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'927 Beiträge · seit 200824. Feb. 2011 · #4
Hallo Frank,

Danke für den Hinweis, zum Glück ist ja noch mal alles gut gegangen. Den Sprit- und Wassermangel Deines Sohnes auf einem 4x4 Trail kann ich aber nicht so recht nachvollziehen.

Die Khowarib-Schlucht ist ca. 80 km lang und kurz vorher gibt es in Sesfontein Wasser und eine Tankstelle 🤨

Gruß
Peter
Gast24. Feb. 2011 · #5
Hallo,

bei aller Einfachheit des Tracks - es kann eben doch etwas schief gehen.....

Auch wenn Fehler gemacht wurden, hier schreiben und lesen nicht nur "die Profis" sondern Leute, die vielleicht das erste Mal so etwas angehen und da ist ein Hinweis bzw.Warnung durchaus angebracht. Das erhöht die Sensibilität für solch eine Strecke und evtl. auch eine genauere Vorbereitung v o r der Einfahrt...

Und es wird wieder einmal die Regel aufgefrischt - lieber mehr Wasser als für die nächsten 3 Stunden mitnehmen - Kraftstoff für die geplanten Kilometer plus das Doppelte - Überlegung der Fahrzeugbergung aus Sand - Streckenplanung - ggf. GPS - ggf. jemanden Bescheid geben über die geplante Route etc...

Gruß
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2011
3'175 Beiträge · seit 200624. Feb. 2011 · #6
Hallo Sambezi!

Wirklich gut Tipps, die beherzigt werden sollten.
Es sind ja auch schon Leute mit GPS "verschuett" gegangen.

Man kann Touren, aber auch mit einen kompetenten Guide machen...
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Gast24. Feb. 2011 · #7
Joerg schrieb:
Es sind ja auch schon Leute mit GPS "verschuett" gegangen.


Ergänzung: vor der Tour mit den Bedienung der GPS Geräte gründlich befassen.... 🙂
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2011
3'175 Beiträge · seit 200624. Feb. 2011 · #8
Sambezi schrieb:
Ergänzung: vor der Tour mit den Bedienung der GPS Geräte gründlich befassen.... 🙂
HALT FAST VERGESSEN!!

und sicher machen dass das GPS auch richtig funktioniert!!! Habe schon das dritte Mal meins umtauschen muessen weil es mich in die Irre leitete!! Denke Mensch besser als Elektronik!!
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
146 Beiträge · seit 200924. Feb. 2011 · #9
Wenn das wirklich so passiert ist, hat das mit gefährlich nichts zu tun sondern mit Dummheit bzw. totaler Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.

Wie kann einem der Sprit nach nicht einmal 100km ausgehen bzw. das Wasser nach einem Tag 😠. Sorry für so etwas habe ich kein Verständnis. So jemand hat dort als Selbsfahrer einfach nichs verloren. Punkt.
www.globenomaden.at
579 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #10
Hallo,
Joerg schrieb:
und sicher machen dass das GPS auch richtig funktioniert!!! Habe schon das dritte Mal meins umtauschen muessen weil es mich in die Irre leitete!! Denke Mensch besser als Elektronik!!
Der Trend geht zum Zweitnavi 😎
Viele haben sowieso ein Notebook oder ein Smartphone auf Reisen dabei. Wenn man das ohnehin dabei hat, kann man das zuhause auch noch fix zum Navigieren vorbereiten. Das kostenlose Kartenmaterial von Openstreetmap kennt auch einen Weg durch die Khowarib-Schlucht ist enthalten.

Sonnige Grüße
5'479 Beiträge · seit 200924. Feb. 2011 · #11
Wie sind wir bloß früher durch Namibia gefahren, als es noch kein GPS gab? Man sollte halt auch heute noch in der Lage sein mit Karte & Kompass zu navigieren, falls das GPS ausfällt.
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425 Beiträge · seit 200724. Feb. 2011 · #12
Zu diesem Thema kann ich nur jedem das Buch von Herrn Dirk Schäfer empfehlen:

Verschollen im Land der Ahnengeister

spannend geschrieben und macht sicherlich einiger Leser nachdenklich.


LbG
Matthias
www.matthias-goessmann.de
5'479 Beiträge · seit 200924. Feb. 2011 · #13
In der Khowaribschlucht kann man kaum verschollen gehen. Da fahren jeden Tag Autos durch und es gibt Einheimische, die dort leben.
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705 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #14
@ lowflyer
was nutzt da Handy oder Laptop, wenn den schon nach 100km der Sprit ausgeht, dann haben die sicher auch keine vollen Batterien 🤩

Dann lieber vorher nen Schnellkurs bei den Pfadfindern machen und wie Topobär schreibt mit Karte und Kompass navigieren - kann inzwischen sogar mein Frau 😎

SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
Gast24. Feb. 2011 · #15
Hallo,

...hinterher kann man immer schlau "kacken"...

Scheinbar sind viele schon als Alleskönner- und wisser auf die Welt gekommen.

Ein zweites Mal wird es demjenigen sicher nicht passieren und gut, dass auch hier Fehler eingestanden bzw. gepstet werden - egal warum sie nun passiert sind.....

Gruß
1'927 Beiträge · seit 200824. Feb. 2011 · #16
Hallo Volker,

Vorgehen wie folgt:

Das akkugestützte Navi in den Fussgängermodus schalten, über die POI "Restaurant" eingeben, Südwester aufsetzen und dann langsam einem Windhoek Lager entgegenspazieren 😉
Themenstarter962 Beiträge · seit 200724. Feb. 2011 · #17
Topobär schrieb:
Sorry, aber da muss ich Dir mal heftig wiedersprechen.

Das Problem ist nicht der Khowarib Trail. Wenn man ohne Orientierung sowie ausreichend Wasser und Sprit die offiziellen Pads verlässt ist das echt dilletantisch. Nur weil Dein Sohn so planlos an die Sache rangegangen ist, vor einer Alleinfahrt durch die Schlucht zu warnen halte ich für weit überzogen. Auf der Basis wäre ja fast der gesamte Nordwesten für Alleinfahrer Tabu.
Warum habe ich den Beitrag als neues Thema geschrieben?
Natürlich für alle die Newcomer, die glauben,
"Ach da fahren wir mal eben die Abkürzung!!!ohne entsprechend vorbereitet zu sein.
Nur darum ging es mir und nicht um eine übertriebene Bewertung dieses Fehlers!!!

Also Topobär,
ich schätze dich als sehr erfahrenen Afrikakenner sehr, aber bei deinem Urteil musst du schon die besonderen Umstände meines Sohnes berücksichtigen, unter denen es zu dieser Irrfahrt gekommen ist. Die anfänglich zuverlässig wirkenden Südafrikaner hatten ihn bei seiner Anfrage im Ongongocamp sehr beruhigt, dass es überhaupt kein Problem sei, bis Hobatere zu fahren.
Nur weil sei derartig unverantwortlich die zugesagte Begeleitung abbrachen und nicht meht auftauchten, kam es zu diesem Problem.
Ein entscheidender Fehler meines Sohnes war es, nicht sofort zurückzufahren, aber er hatte sich eben sehr schnell im Flussbett verfahren und kam nicht mehr frei. 🤩
Zur Wasserfrage:
Da er für den folgenden Abend eine Lodgeunterkunft gebucht hatte, schien ihm der vorhandene Wasservorrat als genug und ausreichend, da er ja dort auffüllen konnte.

Ein bedauerlicher Irrtum aber er vertraute eben auf die gemeinsame Fahrt bsi Hobatere.
Er hatte schon noch Wasser für einen halben Tag, aber ein Feststecken im Flusslauf 30 km von der urprünglichen Pad mit Übernachtung und in Erwartung des folgenden überaus heissen Tages hätte schon
sehr lebensbedrohlich werden können.
Zur Spritfrage:
Er fuhr vollgetankt von Seesfontein los, aber das ständige Steckenbleiben und Freikommen und die Tiefsandfahrt erhöhte ja wie bekannt, den Verbrauch auf über 30 l/100 km, dann geht der Tankinhalt sehr schnell zu Neige.
Sei es wie es sei, es ging mir lediglich darum andere Fomis darauf aufmerksam zu machen.
HG Frank 🤩
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2011
Themenstarter962 Beiträge · seit 200724. Feb. 2011 · #18
Ich danke dir, Sambezi
für deine vernünftige und aufklärende Antwort und deshalb scheute ich mich auch nicht, nun mal passierte Fehler einzugestehen, die Andere vor einem schlimmen Ende bewahren könnten.
Denn auch dafür ist das Forum da.
HG auch im Namen der Betroffenen von myrio
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
705 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #19
Hallo Frank,
im Ernst, erst einmal danke für deinen Anstoss 😎

Es gibt immer wieder Touristen, die leichtgläubig, unerfahren und unvorbereitet in solche Schwierigkeiten kommen, ob in Namibia oder anderswo, zum Glück kommen dann die Meisten mit nem blauen Auge davon. Das dein Sohn so etwas passiert ist tut mir leid.
Wichtig ist nur, dass am Ende unserer ganzen "Schadenfreude" viele Newcommer das lesen und sich bei ihrer Reiseplanung darüber Gedanken machen und nicht einfach blind und leichtgläubig drauf los fahren.

Und auch wenn das übertrieben und übervorsichtig ist,
ich mache grundsätzlich vor JEDER Weiterfahrt die Wasser- und Treibstofftanks voll und sorge für ausreichend Proviant für mehrere Tage. Auch wenn ich NUR 100km Tagestour vor mier habe.

SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
250 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #20
Hallo Frank

Guter Beitrage. Viele unerfahrene Turis verlieren sehr schnell die Übersicht, handeln oft nicht mehr rational , geraten in Panik.

Wir sind einmal vor der Kowarib Schlucht von einem Buschfeuer überrascht worden und konnten uns nur in höchster Not in ein breites Flussbett retten … jetzt weiss ich wie gefährliche und schnell trockenes
Gras brennen kann...

Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)