unsere letzte Tour nach Namibia ab Mitte Mai bis Juni 2008 führte bis an den Kwando im Caprivi. Mücken/Moskitos haben uns in dieser Zeit nicht geplagt.
Also Hauptzeit der Mossis ist im Norden Namibia's normalerweise Februar Maerz April. Lange Aermel, lange Hosen dicke Socken bzw. Boots , einspruehen und unterm Moskitonetz schlafen
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
rick62Themenstarter160 Beiträge · seit 201004. Feb. 2011 · #7
vielen Dank euch, da weiß ich ja Bescheid.
@Volker achja, sehr interessant - und wo gibt es denn dieses Apachos Öl zu kaufen?
@Jörg: Also mit Norden Namibias ist dann so der Bereich Etosha gemeint, oder?
Swakop521'223 Beiträge · seit 201004. Feb. 2011 · #9
Das ist gegen Ende der Regenzeit. Da gibt es je nach Wassermenge im Veld z.T. sehr viele Moskitos. Die einen werden wenig gestochen, ich z.B. sehr viel. Wenn ich draußen sitze habe ich immer einen Mosquitocoil am qualmen und schaue daß ich in der Qualmrichtung sitze, die Zimmer halte ich zu und spritze sie abends mit DOOM (in jedem Supermarkt erhältlich) aus. Auch die Gaze der Fenster. Türen zuhalten. Licht aus.
Leute mit Säcken vor den Türen haben die Plagegeister in der Bude. Hört sich geil an, wenn sie nachts ihre Stuka-Angriffe gegen einen fliegen.
Gaze vor den Türen und Fenstern haben den Sinn, die Mossies draußen zu halten. Also nicht alles offen stehen lassen. Deutsche Mittelchen kannst Du in die Tonne kippen, an denen stört sich kein Mossie.
Ansonsten ist ein Überleben möglich. Im Süden hast Du wenig, in der Mitte mehr, und im Norden des Landes sehr viele Moskitos. Wer sehr viel Angst hat, sollte sich ein Moskitonetz kaufen.
Aussagen, es gäbe keine Moskitos sind relativ und absoluter Quatsch. Es gibt keine Regel, im einen Jahr gibt es wenige, im nächsten Jahr sehr viele. Gute Regenzeiten ergeben immer viele Moskitos. Die einen Menschen werden gestochen, andere nicht. Also gibt es auch da keine Regel.
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Hallo Reinhardt, ich hab mal ein wenig in meinen Erinnerungen gekramt.
Ich will deiner Frau auf keinen Fall irgendwelche Ängste einjagen. Aber ich finde es besser, wenn jemand, der eh diesbezüglich ein wenig ängstlich auf solche Eventualitäten ein wenig vorbereitet ist. Muss ja bei euch auch gar nichts sein. 😉
Komisch, aber wahrscheinlich müssen wir was besonderes sein. Denn von ähnlichen Erlebnissen haben andere noch nie erzählt.
Da du nicht nur nach Mücken sondern auch anderen Plagegeistern gefragt hat, hier mal ein kleiner Auszug aus meinem Reisebericht vom April 2008:
Ort des Geschehens: Kooimasis-Schwalbennest
Zwischen den von der Sonne angestrahlten Granitfelsen ist es unbegreiflich schön. Rotleuchtend verabschiedet sie sich wenig später hinter den Bergen. Total berauscht ignoriere ich, gemeinsam mit Karl-Heinz nach unten zu steigen. Erst als der letzte Farbtupfer verschwunden ist kraxle ich im Dunklen, einen leckeren Duft folgend zu Karl-Heinz hinab. Während ich wieder mal alles um mich herum vergessen habe, hat er pflichtbewusst an unser Braai gedacht.
Was nun folgt gleicht fast einem Horrorfilm. Plötzlich wie aus heiterem Himmel sind wir von Heuschrecken umringt. Anfangs sind es nur ein paar die uns am Feuer ärgern. Doch es werden mehr und mehr und mehr. Wie magisch stürzen sie sich auf jedes Licht. Geistesgegenwärtig machen wir schnell unsere Stirnlampen aus. Auf der Terrasse schwirren sie einer Invasion gleich um unseren gedeckten Tisch. Zum Essen bleibt uns keine Chance. Während Karl-Heinz bei unserem fast garen Fleisch verharrt transportiere ich im Dunklen alles ins Häuschen hinein. Eine gar nicht so leichte Aufgabe wenn man die Räumlichkeiten noch nicht so genau kennt. Erst als Tür und Tor verriegelt sind machen wir Licht. Hätten wir’s mal lieber nicht getan. Denn nun sehen wir die Offenbarung. Trotz Dunkelheit haben sich wahnsinnig viele Krabbelviecher nach innen verirrt. Noch vor dem Essen gehen wir gemeinsam auf „Heuschreckenschlacht“.
Beim anschließenden Essen müssen wir uns noch unzähliger Quälgeister erwehren. Und statt des erhofften Grillenzirpens bekommen wir das Geräusch von den von außen an die Fenster klatschenden Heuschrecken übergestülpt. Das Sitzen unter dem nächtlichen Sternenhimmel wurde uns heute auf eine fast Ekel erregende Weise vergällt………….
Von dem ganzen Spuck des gestrigen Abends sind nur noch Heuschreckenleichen zu sehen. Eine Unmenge von ihnen haben die Nacht mit uns oder wir mit ihnen verbracht. Trotz der „Heuschreckenschlacht“ vorm Abendessen hatten mich die Flattergeräusche fast um den Schlaf gebracht. Kaum war ich am Einschlummern, da kam das nächste Viech angebraust. Dann hatte ich draußen ein undefinierbares Geräusch gehört und kurz danach hatte ein Fensterladen geknarrt. Und dann habe ich irgendwelche Schatten vorm Fenster gesehen. Und da fiel mir sofort der schreckliche Touristenmord vom letzten Juli ein. Was wäre wenn hier so was passiert? Das „Schwalbennest“ liegt sehr weit vom Farmhaus entfernt. Unsere Hilferufe würde dort keiner hören. Karl-Heinz hatte mich mit seinem Schnarchen zum Glück wieder ganz schnell zurück in die Realität gebracht. Mit Ohropax habe ich alle Geräusche rigoros aus meinem Umfeld verbannt, mich unter meiner Decke verkrochen und die Heuschrecken ihrem Schicksal überlassen.
Und das Schicksal hat’s mit ihnen alles andere als gut gemeint. Nur ganz wenige haben die Nacht überlebt. Alle anderen liegen da, wo für sie das letzte Sekündlein schlug. Auf Boden, Betten, Tisch und Stühlen, ein paar haben sich vor ihrem Ableben sogar in unsere halbgeöffnete Reisetasche verirrt. Als wir Türen und Fenster öffnen nehmen die letzten Überlebenskünstler Reißaus. Und die Heuschreckenleichen werden zur Freude der Vögel mit dem Besen schnell nach draußen gekehrt. Für die Piepmätze ist es der reinste Festtagsschmaus……………….
Im März 2009 ist uns was Ähnliches auf der Campsite von Terra Rouge passiert. Doch da wurde unser Abendessen von einer Invasion von kleinen weißen Nachtfaltern gestört.
Im September 2010 hatten wir auf der Campsite von der „Farm Wildpark“ eine Käfer- und Weiße Fliegen-Invasion. Wieder abends so kurz nach dem Sonnenuntergang. Und wieder gerade als das Essen auf dem Tisch stand. Uns blieb nichts anderes übrig als alle Lampen auszumachen und im Dunklen zu Essen. Und das zwei Tage nachdem Neumond war. Man hat fast nicht die Hand vorm Gesicht gesehen. Hatte allerdings auch sein Gutes. Da konnten wir wenigstens nicht sehen was für Proteine zusätzlich auf unserem Teller waren.
Dann gibt es eine ganz bestimmte Sorte von kleinen Käfern die sich mit voller Leidenschaft in mit Alkohol gefüllte Gläser stürzen. Egal ob Bier, Schnaps oder Wein. Bei denen hat man das Gefühl, dass sie total alkoholsüchtig sind. Deshalb haben wir immer Deckel für unsere Gläser dabei.
Nach der guten Regenzeit im April 2008 gab es wahnsinnig viele Dickpensen. Die kanibalistisch veranlagten Viecher haben noch nicht einmal vor unseren Füßen halt gemacht. Mitunter haben sie uns auf unseren Campsites fast schon unangenehm in Füße und Wade gezwickt.
Zum Glück sind wir gegen solche Begegnungen immun. So etwas hält uns auch nicht vor weiteren Afrikabesuchen zurück. Denn so etwas gehört in der Wildnis halt dazu. Wir lassen uns überraschen wie es nach der Regenzeit in diesem Jahr mit den Krabbelgeistern ist. Im April und Mai sind wir wieder da. 😎
Swakop521'223 Beiträge · seit 201004. Feb. 2011 · #11
Hinweis zum klareren Verständnis für Neue...
1. Heuschrecken tun niemandem etwas. 2. Dickpense tun niemandem etwas. Sie knabbern nicht einmal Käsefüße an. Sie sind nur einfach eklig. 3. Nachtfalter tun niemandem etwas. 4. Fliegende Termiten sind lästig, wie auch sonstiges Kleingetier an Lampen. Licht aus. 5. In der Regenzeit gibt es einiges Klein-Ungeziefer, das einen gelegentlich auch beißt. Harmlos, nur lästig. So kleine grüne Zirkaden.
Wer in oder kurz nach der Regenzeit mit heller Festbeleuchtung draußen sitzt hat selbst Schuld.
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Swakop521'223 Beiträge · seit 201005. Feb. 2011 · #12
Sorry, wem ich auf die Füße getreten sein sollte. Entschuldige mich, es ist korrigiert.
Der Schutz sollte primär ausgerichtet sein auf Moskitos und die kleinen grünen Zirkaden in der Regenzeit, deren Biß sehr juckt!
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
wie schon gesagt - Socken, lange Hosen und lange Ärmel. Wir hatten noch so Räucherzeugs unter dem Tisch stehen. Aber wir waren auch im Dezember/Januar/Februar dort, also in der Haupt-Mückenzeit. Trotzdem kein Problem. No Bite oder solche Mittel kann man in jedem Supermarkt unten kaufen. Viele Grüße walu