Nachbetrachtung zu einer Namibia-/Botswana-Reise Okt./Nov. 2010
Nachdem wir in der Vorbereitung zu unserer zweiten Namibia-Reise aus dem Forum ganz überwiegend sehr gute Antworten bekommen haben und auch andere Beiträge für unsere Zwecke genutzt haben, möchte ich mich sozusagen ein wenig revanchieren.
Ich schreibe dies, weil ich im Forum gesehen habe, daß sich auch echte Namibia-/Botswana-Neulinge nach Ratschlägen für ihre Reise erkundigen. Insofern sind meine Zeilen möglicherweise für diese Zielgruppe hilfreich.
Angesprochen sind auch nur jene, die Namibia/Botswana nicht als Camper bereisen und nicht die ‚zwingend’ zu einer Standard-Namibia-Reise gehörenden Orte besuchen wollen.
Vergessen zu erwähnen habe ich, daß vielen der genannten Unterkünfte sehr schöne Campplätze angeschlossen sind, wobei die Einrichtungen (z.B. Pool und dessen Umfeld/Rasen Liegestühle) für die Lodgen in gleicher Weise auch von den Campern genutzt werden können.
Vorwegschicken möchte ich, dass alle Kommentare zu den Unterkünften selbstredend eine subjektive Beurteilung darstellen. Als Beispiel sei genannt, dass die Garden Lodge in Kasane von Bekannten, die wir dort getroffen und besucht haben, in höchsten Tönen gelobt wurde, wir uns dagegen dort überhaupt nicht wohl gefühlt hätten.
Noch eine Vorbemerkung zur Einschätzung unserer Kommentare: Wir gehören dem sich jung fühlenden und sich auch (noch) so verhaltenen fortgeschrittenen Alter an.
Nun einige eigene allgemeine Erkenntnisse:
Jede Namibia-Reise kann man mit Hilfe des Internets selbst organisieren. Jede Unterkunft kann man selbst buchen. Ich schreibe das, weil wir oft verwundert auf unsere Eigenbuchungen angesprochen wurden.
Viele Lodgen kann man preiswerter als direkt z.B. via hotelkatalog24 (o.a.) bei FTI, TUI, …. buchen. Manche (z.B. AiAiba) bekommt man frühzeitig überhaupt nur so, weil etwa nicht genutzte Veranstalter-Kontingente erst einen Monat vorher zur anderweitigen Vergabe freigeben werden.
Keine der größeren Nebenprogramme sollte man schon von zuhause oder in den Lodgen buchen – man bekommt preiswertere Angebote direkt vor Ort von der jeweils durchführenden Organisation (Preise mit mehreren anderen Reisenden verglichen).
Das Internet bietet zu allen Unterküften meist hinreichend gute Informationen einschließlich Kundenkommentaren, die man allerdings ‚intelligent’ werten sollte.
Wir hatten die Lodgen diesmal überwiegend mit HP gebucht, was falsch war. Wer kein extrem großer Esser ist, sollte besser B&B buchen. Der Preis bei HP für das Dinner ist relativ hoch, eine Portion langt für ‚Normalos’ locker für zwei und wenn einem das Menü nicht zusagt, kann man sich bei entsprechender Vorsorge auch mal selbst verköstigen.
Wir halten ein 4x4-Fahrzeug für die empfehlenswerte Fahrzeugwahl – auch wenn es für die eigentliche Reiseroute nicht zwingend notwendig sein sollte. Man ist freier in der Routenwahl, kann auch mal selbst ‚auf die Pirsch’ gehen oder einfach mal weg vom Asphalt und Normal-Gravel und hat eine elektrische Kühltbox (ein Segen, insbesondere in der waren Jahreszeit).
Wer bei HH (Kalahari Car Hire, Windhoek) bucht, sollte darauf achten, dass die Fahrgestell- und Motornummer vollständig im Mietvertrag eingetragen wird (wir hatten gewisse Schwierigkeiten bei der Rückkehr aus Botswana).
Wer von Namibia nach Botswana einreisen möchte, braucht sich keine Pulas bei der Ankunft am Flughafen Windhoek zu miserablen Konditionen zu besorgen: Die Grenzgebühren kann man in ZAR (und US$, Euro) bezahlen und dann die Pulas ganz normal im Land ‚ziehen’.
Die Mastercard kann man in Botswana zwar in den Lodgen verwenden – die Automaten (und einige Tankstellen) akzeptieren aber nur VISA.
Malaria-Prophylaxe: Wir meinen, dass zu dieser (s.o.) Jahreszeit auf einer Reiseroute der unseren ähnlich, Sprays wie Autan oder PeacefulSleep ausreichend sind, unterstützt ggf. abends durch eine lange Hose und ein langärmliges Hemd. Die Lodgen haben - wo notwendig - alle Moskitonetze.
Jedermanns eigene Sache ist natürlich, wie viele km pro Tag gefahren werden. Wir haben unsere Streckenabschnitte und die morgendlichen Abfahrzeiten so gewählt, dass wir stets gegen 15, spätestens 16:00 beim nächsten Quartier waren. Dies erhöht nach unserer Meinung den Reisewert beträchtlich.
Nehmt bei der Namibia-Einreise gleich mehrere der auszufüllenden Formulare und füllt sie schon vorab aus. Man braucht sie bei jeder Ein- und Ausreise.
Nun einige Kommentare zu den von uns diesmal gebuchten Unterkünften:
Etusis – eine Empfehlung
Kommt man morgens in Windhoek an und möchte den Ort selbst nicht besichtigen, so bietet sich bei einer gen Norden führenden Reiseroute die Etusis entfernungsmäßig als eine sehr gute Adresse an.
Von Windhoek kann man sie (schneller) auf der asphaltierten B1/2 erreichen – landschaftlich viel schöner jedoch auf der C28//32 über den Bosua Pass, wobei streckenweise die gravel-Piste in einem miserablen Zustand war. Wir kamen in der Lodge gerade zum Kaffee mit bestem selbsgebackenen Streuselkuchen an, bezogen unser Häuschen und ruhten uns am besonders schönen Pool von der Anreisein aus.
Die Atmosphäre in der Etusis hat uns sehr angesprochen, weil sie sehr persönlich war und die Gäste, so man man wollte, leicht zueinander brachte (zum ersten Gedankenaustausch über Namibia).
Gebucht hatten wir die Etusis via Intenet (hotelkatalog24) bei FTI.
Ai Aiba – muß nicht sein, aber OK
Als nächste Station hatten wir uns die Ai Aiba ausgesucht, die wir bei unserer ersten Namibia-Reise schon ‚haben’ wollten, aber eine Absage erhielten. Diesmal gab es bei der direkten Anfrage wieder eine Absage – über TUI konnte die Lodge jedoch problemlos gebucht werden.
Im nahen Umkreis kann man eine nette Wanderung (mit einigen Felsmalereien) machen und damit die Zeit zwischen Ankunft und Abendessen gut ausfüllen.
Die zur AiAiba nahe gelegene Erongo Wilderness Lodge, in der wir bei unsere ersten N-Reise genächtigt haben, hat mir weit besser gefallen, weil die Unterbringung uriger ist und die Besteigung des gegenüber der Lodge liegenden ‚runden’ Berges ein Erlebnis war.
Xaragu – eine nette Alternative in dem Gebiet für eine Nacht
Nachdem wir uns bei unserer ersten N-Reise die Mowani ‚geleistet’ hatten und die Internet-Kommentare zur Xaragu durchaus ansprechend waren, nächtigten wir diesmal dort. Das Zelthäuschen war OK (Matratze etwas durchgelegen, Licht mit Petroleumleuchten), das Buffet überteuert, insbesondere wenn man sich nicht gleich den Teller ‚vollhaut’ und dann feststellen muß, dass der Fleischtopf nicht nachgefüllt wird.
Die gemeinsame Atmosphäre beim Abendessen war ansprechend (falls man so etwas mag),
Sesfontein – eine Empfehlung
Auf dem Weg zur Sesfontein haben wir uns die Palmwag Lodge angesehen. Sie hat uns rundum überhaupt nicht gefallen,
In der Sesfontein dagegen fühlten wir uns sehr wohl – allerdings erst, nachdem wir von einem kleinen dunklen ungepflegten Zimmer in ein anderes umgezogen waren,
Der Pool ist groß, sauber und hat gute Liegen.
Wer die Wüstenelefanten aus angabegemäß nächster Nähe sehen möchte, sollte eine zweite Nacht einplanen. Die Fahrt in den Hoanib mit eigenem Fahrzeug oder dem der Lodge (bis weit hinten rein, wo die Elefanten sind) dauert den ganzen Tag.
Opuwo Country Lodge – eine Empfehlung wegen der Lage
Die Lage macht’s aus: Vom Pool und der Terrasse (dort Abendessen) hat man einen weiten, kaum sonst zu findenden Blick ins Land.
Das Straßenbild in Opuwo am Nachmittag und frühen Abend sollte man gesehen haben: Die hier lebenden unterschiedlichsten Volksgruppen beleben den Ort (mit zwei gegenüberliegenden Banken - eine nur Visa).
Omarunga Camp – mehr als OK – empfehlenswert, falls man die Epupa-, (sogenannten) Wasserfälle sehen will (in der Vor-Regenzeit sind sie mini).
Die Bungalows sind OK – die Lage direkt am Kunene River ist schön, das Krokodil
auf angolanischer Seite entzückt für erste Wassertier-Fotos.
Kunene River Lodge – mehr als OK – empfehlenswert
Oshandira Lodge – Geschmacksache – wir fanden sie ‚prima’
Wir haben die Oshandira aufgrund der Internetkommentare der Oshakati Country Lodge vorgezogen und wurden nicht enttäuscht. Die Lodge ist etwas schwer zu finden. Die Anlage ist offensichtlich auch für größere Veranstaltungen geeignet. Die Zimmer sind gut, der Pool ‚na ja’. Das Essen a la Cart ist OK, das Eis-Dessert für N$ 45 darf man nicht versäumen – als Eis-Spezialist glaube ich zu wissen, was ich hier empfehle.
Hakusembe – wir würden sie jederzeit für eine Übernachtung wieder wählen
Günstig gebucht via hotelkatalog24 bei FTI. Wegen anderweitigen Bedarfs der Bungalows wurde uns die auf dem Okavango schwimmende Honeymoon-suite (Floating Chalet) mit Eckbadewanne angeboten, der uns viel Spaß gemacht hat.
Nunda – eine gute Wahl
Die Zelt-Häuschen direkt am Okawango und alles übrige waren OK. Besonders anzumerken ist der einladende Poolbereich mit Liegewiese, der diese Lodge auch für einen zweitägigen Aufenthalt empfehlenswert macht.
Kwando – eine besonders gute Wahl
Wir hatten uns für das Treehouse entschieden, das uns nicht enttäuschte: Richtig schön geräumig und gut ausgestattet. Aber auch die Zelt-Häuser sind OK (diese sind eigentlich überall sehr ähnlich). Der Aperitiv auf der vorgebauten Terrasse oder der Lapa mit vielstimmigem Vogel-/Grillengezwitscher und einem Sonnenuntergang der den völlig ruhig daliegenden Kwando rot schimmern ließ (wetter-/wolkenabhängig) hatte einen ganzbesonderen Reiz. Anmerkung: Ab 22:00 gibt’s keinen Strom mehr. Ebenfalls sehr geeigent für einen zweitägigen Aufenthalt.
Senyati Safari Camp – u.E. ein ‘must to be there’
Die Zufahrt wegen der tiefen Fahrspuren nur mit höherliegendem Kfz möglich. Der erste Eindruck: Etwas kaotisch. Der (wir kennen nur einen) Bungalow mit direktem Blick auf das Wasserloch ist komplett ausgestattet (auch für vier Personen). Die Senyati bietet Elefanten-(u.a. Tiere) GARANTIE aus nächster Nähe – auch sehr schön von der höherliegenden Terrasse zu beobachten. Es kann passieren, auf der eigenen Terrasse sitzend, dass ein Elefant bei völliger Dunkelheit lautlos und langsam in 4 (in Worten vier) Meter Entfernung, dich einmal intensiv anschauend, an dir vorbeikommt – ein Erlebnis das man nicht so schnell vergisst.
Der Manager, Louw, organisiert im übrigen preiswert alle gewünschten Aktivitäten (Bootsfahrten, Victoria-Wasserfälle).
Insbesondere wenn man auf dem Weg nach Kasane schon häufiger Tiere gesehen hat, kann man sich u.E. die Fahrt durch den (teuren) Chobe Nationalpark sparen, sollte aber unbedingt (bis zwingend) die dreistündige (Abfahrt gegen 15:00) Sundowner-Bootsfahrt machen, bei der man neben den Elefanten aus nächster Nähe auch viele andere Tiere und Vögel sehen kann, die einem die Fahrt durch den Chobe Nationalpark nicht bietet. Hätten wir den Erlebniswert dieser Sundowner-Bootsfahrt gekannt, hätten wir uns zumindest eine der beiden zuvor unternommenen Bootsfahrten erspart, die bei Niedrigwasser kurz vor der Regenzeit eigentlich wenig geboten haben.
Maun Lodge – empfehlenwert für einen Stopp
Maun - ein wenig bis gar nicht ansprechender Ort – dort sollte man nur nächtigen, wenn ein Flug über das Delta nicht ohne Übernachtung möglich ist (falls man diesen machen will). Die Chalets und auch die Zimmer haben uns gefallen – sie war nicht teuer, sauber, das Personal hilfsbereit, das Essen (größere Auswahl) gut und ebenfalls nicht teuer. Der offene Weiswein geschmacklich gut (nur etwas zu warm).
Will man nicht nach (von) Windhoek direkt (Asphaltstraße) zügig nach Maun fahren, so ist eine Fahrt via Tsumkwe durchaus erwägenswert – insbesondere, weil der Grenzübergang und die -abfertigung durchaus nicht alltäglich ist..
Wir benötigten von Maun zur Tsumkwe Lodge knappe 7 Stunden, wobei der Abschnitt Nokaneng bis zur Grenze (Dobe) 3 Stunden betrug. Von wirklichen Tiefsand-Abschnitten vor der Grenze haben wir nichts bemerkt (alles ohne 4x4 gefahren, allerdings mit gutem All-Mud-Reifenprofil und ein wenig Wüsten-Fahrerfahrung/Oman).
Tsumkwe Lodge – eigentlich gibt’s nichts auszusetzen
Die Tsumkwe Lodge hat nette Häuschen (derzeit noch ohne Klimatisierung oder Ventilator – sollen Mitte November angeliefert werden), ist (noch ? – siehe unten) preiswert und hat einen kleinen Pool (soll vergrößert und verschönert werden). Dinner als fixes Menu. Elektrizität wird in ganz Tsumkwe zwischen 22:00 und 06:00 Uhr abgestellt (soll sich bis zum nächsten Jahr ändern).
Nach Info des Managers angagiert sich künftig der Club Med in Namibia und hat auch die Tsumkwe Lodge im Programm (deshalb wohl all die Veränderungen).
Waterberg Plateau Lodge – Lage der Bungalows top – ansonsten enttäuschend – dennoch haben wir die Buchung nicht bereut
Teuer für das, was geboten wird. Sehr schön gelegen mit traumhaftem Blick über das Land, Häuschen mit eigenem Erfrischungspool ansich überaus nett für tagsüber eingereicht, abends zeigen sich Mängel hinsichtlich der Beleuchtung.
Dennoch wird uns die Waterberg Plateau Lodge nicht negativ in Erinnerung bleiben – einerseits wegen der netten Wanderung auf die Plateau-Felsen, vor allem aber wegen des Blickes morgens aus dem Bett durch das große Doppelfenster in die Weite Namibias.
Vineyard Country Lodge (VCL) – eine Überlegung wert
Die VCL halten wir gut geeignet für jene, die nach der Ankunft im Nahbereich von WDH bleiben wollen, aber den Stadtrummel scheuen – noch mehr für die letzte Nacht, wenn der Abflug morgens ist. Wir würden sie wieder wählen. Preis/Leistung stimmen.
Nachdem wir in der Vorbereitung zu unserer zweiten Namibia-Reise aus dem Forum ganz überwiegend sehr gute Antworten bekommen haben und auch andere Beiträge für unsere Zwecke genutzt haben, möchte ich mich sozusagen ein wenig revanchieren.
Ich schreibe dies, weil ich im Forum gesehen habe, daß sich auch echte Namibia-/Botswana-Neulinge nach Ratschlägen für ihre Reise erkundigen. Insofern sind meine Zeilen möglicherweise für diese Zielgruppe hilfreich.
Angesprochen sind auch nur jene, die Namibia/Botswana nicht als Camper bereisen und nicht die ‚zwingend’ zu einer Standard-Namibia-Reise gehörenden Orte besuchen wollen.
Vergessen zu erwähnen habe ich, daß vielen der genannten Unterkünfte sehr schöne Campplätze angeschlossen sind, wobei die Einrichtungen (z.B. Pool und dessen Umfeld/Rasen Liegestühle) für die Lodgen in gleicher Weise auch von den Campern genutzt werden können.
Vorwegschicken möchte ich, dass alle Kommentare zu den Unterkünften selbstredend eine subjektive Beurteilung darstellen. Als Beispiel sei genannt, dass die Garden Lodge in Kasane von Bekannten, die wir dort getroffen und besucht haben, in höchsten Tönen gelobt wurde, wir uns dagegen dort überhaupt nicht wohl gefühlt hätten.
Noch eine Vorbemerkung zur Einschätzung unserer Kommentare: Wir gehören dem sich jung fühlenden und sich auch (noch) so verhaltenen fortgeschrittenen Alter an.
Nun einige eigene allgemeine Erkenntnisse:
Jede Namibia-Reise kann man mit Hilfe des Internets selbst organisieren. Jede Unterkunft kann man selbst buchen. Ich schreibe das, weil wir oft verwundert auf unsere Eigenbuchungen angesprochen wurden.
Viele Lodgen kann man preiswerter als direkt z.B. via hotelkatalog24 (o.a.) bei FTI, TUI, …. buchen. Manche (z.B. AiAiba) bekommt man frühzeitig überhaupt nur so, weil etwa nicht genutzte Veranstalter-Kontingente erst einen Monat vorher zur anderweitigen Vergabe freigeben werden.
Keine der größeren Nebenprogramme sollte man schon von zuhause oder in den Lodgen buchen – man bekommt preiswertere Angebote direkt vor Ort von der jeweils durchführenden Organisation (Preise mit mehreren anderen Reisenden verglichen).
Das Internet bietet zu allen Unterküften meist hinreichend gute Informationen einschließlich Kundenkommentaren, die man allerdings ‚intelligent’ werten sollte.
Wir hatten die Lodgen diesmal überwiegend mit HP gebucht, was falsch war. Wer kein extrem großer Esser ist, sollte besser B&B buchen. Der Preis bei HP für das Dinner ist relativ hoch, eine Portion langt für ‚Normalos’ locker für zwei und wenn einem das Menü nicht zusagt, kann man sich bei entsprechender Vorsorge auch mal selbst verköstigen.
Wir halten ein 4x4-Fahrzeug für die empfehlenswerte Fahrzeugwahl – auch wenn es für die eigentliche Reiseroute nicht zwingend notwendig sein sollte. Man ist freier in der Routenwahl, kann auch mal selbst ‚auf die Pirsch’ gehen oder einfach mal weg vom Asphalt und Normal-Gravel und hat eine elektrische Kühltbox (ein Segen, insbesondere in der waren Jahreszeit).
Wer bei HH (Kalahari Car Hire, Windhoek) bucht, sollte darauf achten, dass die Fahrgestell- und Motornummer vollständig im Mietvertrag eingetragen wird (wir hatten gewisse Schwierigkeiten bei der Rückkehr aus Botswana).
Wer von Namibia nach Botswana einreisen möchte, braucht sich keine Pulas bei der Ankunft am Flughafen Windhoek zu miserablen Konditionen zu besorgen: Die Grenzgebühren kann man in ZAR (und US$, Euro) bezahlen und dann die Pulas ganz normal im Land ‚ziehen’.
Die Mastercard kann man in Botswana zwar in den Lodgen verwenden – die Automaten (und einige Tankstellen) akzeptieren aber nur VISA.
Malaria-Prophylaxe: Wir meinen, dass zu dieser (s.o.) Jahreszeit auf einer Reiseroute der unseren ähnlich, Sprays wie Autan oder PeacefulSleep ausreichend sind, unterstützt ggf. abends durch eine lange Hose und ein langärmliges Hemd. Die Lodgen haben - wo notwendig - alle Moskitonetze.
Jedermanns eigene Sache ist natürlich, wie viele km pro Tag gefahren werden. Wir haben unsere Streckenabschnitte und die morgendlichen Abfahrzeiten so gewählt, dass wir stets gegen 15, spätestens 16:00 beim nächsten Quartier waren. Dies erhöht nach unserer Meinung den Reisewert beträchtlich.
Nehmt bei der Namibia-Einreise gleich mehrere der auszufüllenden Formulare und füllt sie schon vorab aus. Man braucht sie bei jeder Ein- und Ausreise.
Nun einige Kommentare zu den von uns diesmal gebuchten Unterkünften:
Etusis – eine Empfehlung
Kommt man morgens in Windhoek an und möchte den Ort selbst nicht besichtigen, so bietet sich bei einer gen Norden führenden Reiseroute die Etusis entfernungsmäßig als eine sehr gute Adresse an.
Von Windhoek kann man sie (schneller) auf der asphaltierten B1/2 erreichen – landschaftlich viel schöner jedoch auf der C28//32 über den Bosua Pass, wobei streckenweise die gravel-Piste in einem miserablen Zustand war. Wir kamen in der Lodge gerade zum Kaffee mit bestem selbsgebackenen Streuselkuchen an, bezogen unser Häuschen und ruhten uns am besonders schönen Pool von der Anreisein aus.
Die Atmosphäre in der Etusis hat uns sehr angesprochen, weil sie sehr persönlich war und die Gäste, so man man wollte, leicht zueinander brachte (zum ersten Gedankenaustausch über Namibia).
Gebucht hatten wir die Etusis via Intenet (hotelkatalog24) bei FTI.
Ai Aiba – muß nicht sein, aber OK
Als nächste Station hatten wir uns die Ai Aiba ausgesucht, die wir bei unserer ersten Namibia-Reise schon ‚haben’ wollten, aber eine Absage erhielten. Diesmal gab es bei der direkten Anfrage wieder eine Absage – über TUI konnte die Lodge jedoch problemlos gebucht werden.
Im nahen Umkreis kann man eine nette Wanderung (mit einigen Felsmalereien) machen und damit die Zeit zwischen Ankunft und Abendessen gut ausfüllen.
Die zur AiAiba nahe gelegene Erongo Wilderness Lodge, in der wir bei unsere ersten N-Reise genächtigt haben, hat mir weit besser gefallen, weil die Unterbringung uriger ist und die Besteigung des gegenüber der Lodge liegenden ‚runden’ Berges ein Erlebnis war.
Xaragu – eine nette Alternative in dem Gebiet für eine Nacht
Nachdem wir uns bei unserer ersten N-Reise die Mowani ‚geleistet’ hatten und die Internet-Kommentare zur Xaragu durchaus ansprechend waren, nächtigten wir diesmal dort. Das Zelthäuschen war OK (Matratze etwas durchgelegen, Licht mit Petroleumleuchten), das Buffet überteuert, insbesondere wenn man sich nicht gleich den Teller ‚vollhaut’ und dann feststellen muß, dass der Fleischtopf nicht nachgefüllt wird.
Die gemeinsame Atmosphäre beim Abendessen war ansprechend (falls man so etwas mag),
Sesfontein – eine Empfehlung
Auf dem Weg zur Sesfontein haben wir uns die Palmwag Lodge angesehen. Sie hat uns rundum überhaupt nicht gefallen,
In der Sesfontein dagegen fühlten wir uns sehr wohl – allerdings erst, nachdem wir von einem kleinen dunklen ungepflegten Zimmer in ein anderes umgezogen waren,
Der Pool ist groß, sauber und hat gute Liegen.
Wer die Wüstenelefanten aus angabegemäß nächster Nähe sehen möchte, sollte eine zweite Nacht einplanen. Die Fahrt in den Hoanib mit eigenem Fahrzeug oder dem der Lodge (bis weit hinten rein, wo die Elefanten sind) dauert den ganzen Tag.
Opuwo Country Lodge – eine Empfehlung wegen der Lage
Die Lage macht’s aus: Vom Pool und der Terrasse (dort Abendessen) hat man einen weiten, kaum sonst zu findenden Blick ins Land.
Das Straßenbild in Opuwo am Nachmittag und frühen Abend sollte man gesehen haben: Die hier lebenden unterschiedlichsten Volksgruppen beleben den Ort (mit zwei gegenüberliegenden Banken - eine nur Visa).
Omarunga Camp – mehr als OK – empfehlenswert, falls man die Epupa-, (sogenannten) Wasserfälle sehen will (in der Vor-Regenzeit sind sie mini).
Die Bungalows sind OK – die Lage direkt am Kunene River ist schön, das Krokodil
auf angolanischer Seite entzückt für erste Wassertier-Fotos.
Kunene River Lodge – mehr als OK – empfehlenswert
Oshandira Lodge – Geschmacksache – wir fanden sie ‚prima’
Wir haben die Oshandira aufgrund der Internetkommentare der Oshakati Country Lodge vorgezogen und wurden nicht enttäuscht. Die Lodge ist etwas schwer zu finden. Die Anlage ist offensichtlich auch für größere Veranstaltungen geeignet. Die Zimmer sind gut, der Pool ‚na ja’. Das Essen a la Cart ist OK, das Eis-Dessert für N$ 45 darf man nicht versäumen – als Eis-Spezialist glaube ich zu wissen, was ich hier empfehle.
Hakusembe – wir würden sie jederzeit für eine Übernachtung wieder wählen
Günstig gebucht via hotelkatalog24 bei FTI. Wegen anderweitigen Bedarfs der Bungalows wurde uns die auf dem Okavango schwimmende Honeymoon-suite (Floating Chalet) mit Eckbadewanne angeboten, der uns viel Spaß gemacht hat.
Nunda – eine gute Wahl
Die Zelt-Häuschen direkt am Okawango und alles übrige waren OK. Besonders anzumerken ist der einladende Poolbereich mit Liegewiese, der diese Lodge auch für einen zweitägigen Aufenthalt empfehlenswert macht.
Kwando – eine besonders gute Wahl
Wir hatten uns für das Treehouse entschieden, das uns nicht enttäuschte: Richtig schön geräumig und gut ausgestattet. Aber auch die Zelt-Häuser sind OK (diese sind eigentlich überall sehr ähnlich). Der Aperitiv auf der vorgebauten Terrasse oder der Lapa mit vielstimmigem Vogel-/Grillengezwitscher und einem Sonnenuntergang der den völlig ruhig daliegenden Kwando rot schimmern ließ (wetter-/wolkenabhängig) hatte einen ganzbesonderen Reiz. Anmerkung: Ab 22:00 gibt’s keinen Strom mehr. Ebenfalls sehr geeigent für einen zweitägigen Aufenthalt.
Senyati Safari Camp – u.E. ein ‘must to be there’
Die Zufahrt wegen der tiefen Fahrspuren nur mit höherliegendem Kfz möglich. Der erste Eindruck: Etwas kaotisch. Der (wir kennen nur einen) Bungalow mit direktem Blick auf das Wasserloch ist komplett ausgestattet (auch für vier Personen). Die Senyati bietet Elefanten-(u.a. Tiere) GARANTIE aus nächster Nähe – auch sehr schön von der höherliegenden Terrasse zu beobachten. Es kann passieren, auf der eigenen Terrasse sitzend, dass ein Elefant bei völliger Dunkelheit lautlos und langsam in 4 (in Worten vier) Meter Entfernung, dich einmal intensiv anschauend, an dir vorbeikommt – ein Erlebnis das man nicht so schnell vergisst.
Der Manager, Louw, organisiert im übrigen preiswert alle gewünschten Aktivitäten (Bootsfahrten, Victoria-Wasserfälle).
Insbesondere wenn man auf dem Weg nach Kasane schon häufiger Tiere gesehen hat, kann man sich u.E. die Fahrt durch den (teuren) Chobe Nationalpark sparen, sollte aber unbedingt (bis zwingend) die dreistündige (Abfahrt gegen 15:00) Sundowner-Bootsfahrt machen, bei der man neben den Elefanten aus nächster Nähe auch viele andere Tiere und Vögel sehen kann, die einem die Fahrt durch den Chobe Nationalpark nicht bietet. Hätten wir den Erlebniswert dieser Sundowner-Bootsfahrt gekannt, hätten wir uns zumindest eine der beiden zuvor unternommenen Bootsfahrten erspart, die bei Niedrigwasser kurz vor der Regenzeit eigentlich wenig geboten haben.
Maun Lodge – empfehlenwert für einen Stopp
Maun - ein wenig bis gar nicht ansprechender Ort – dort sollte man nur nächtigen, wenn ein Flug über das Delta nicht ohne Übernachtung möglich ist (falls man diesen machen will). Die Chalets und auch die Zimmer haben uns gefallen – sie war nicht teuer, sauber, das Personal hilfsbereit, das Essen (größere Auswahl) gut und ebenfalls nicht teuer. Der offene Weiswein geschmacklich gut (nur etwas zu warm).
Will man nicht nach (von) Windhoek direkt (Asphaltstraße) zügig nach Maun fahren, so ist eine Fahrt via Tsumkwe durchaus erwägenswert – insbesondere, weil der Grenzübergang und die -abfertigung durchaus nicht alltäglich ist..
Wir benötigten von Maun zur Tsumkwe Lodge knappe 7 Stunden, wobei der Abschnitt Nokaneng bis zur Grenze (Dobe) 3 Stunden betrug. Von wirklichen Tiefsand-Abschnitten vor der Grenze haben wir nichts bemerkt (alles ohne 4x4 gefahren, allerdings mit gutem All-Mud-Reifenprofil und ein wenig Wüsten-Fahrerfahrung/Oman).
Tsumkwe Lodge – eigentlich gibt’s nichts auszusetzen
Die Tsumkwe Lodge hat nette Häuschen (derzeit noch ohne Klimatisierung oder Ventilator – sollen Mitte November angeliefert werden), ist (noch ? – siehe unten) preiswert und hat einen kleinen Pool (soll vergrößert und verschönert werden). Dinner als fixes Menu. Elektrizität wird in ganz Tsumkwe zwischen 22:00 und 06:00 Uhr abgestellt (soll sich bis zum nächsten Jahr ändern).
Nach Info des Managers angagiert sich künftig der Club Med in Namibia und hat auch die Tsumkwe Lodge im Programm (deshalb wohl all die Veränderungen).
Waterberg Plateau Lodge – Lage der Bungalows top – ansonsten enttäuschend – dennoch haben wir die Buchung nicht bereut
Teuer für das, was geboten wird. Sehr schön gelegen mit traumhaftem Blick über das Land, Häuschen mit eigenem Erfrischungspool ansich überaus nett für tagsüber eingereicht, abends zeigen sich Mängel hinsichtlich der Beleuchtung.
Dennoch wird uns die Waterberg Plateau Lodge nicht negativ in Erinnerung bleiben – einerseits wegen der netten Wanderung auf die Plateau-Felsen, vor allem aber wegen des Blickes morgens aus dem Bett durch das große Doppelfenster in die Weite Namibias.
Vineyard Country Lodge (VCL) – eine Überlegung wert
Die VCL halten wir gut geeignet für jene, die nach der Ankunft im Nahbereich von WDH bleiben wollen, aber den Stadtrummel scheuen – noch mehr für die letzte Nacht, wenn der Abflug morgens ist. Wir würden sie wieder wählen. Preis/Leistung stimmen.