Heuschrecke ?

31 Antworten · 11,1k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2010 von namutomi
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Themenstarter79 Beiträge · seit 200629. Okt. 2010 · #1
Hallo liebe Fomi
wer kann bei der Bestimmung dieses Monsters helfen, gefunden im Namaqualand Np.

liebe Grüße Karin
2'167 Beiträge · seit 200929. Okt. 2010 · #3
Hallo Karin,

In der Familie Bradyporidae - Armoured Ground Crickets.
Es gibt etwa 30 species (Arten) in 5 verschiedenen genera (Gattungen?)

Deine hier ist wahrscheinlich Hetrodes pupus - umgangssprachlich Corn Cricket genannt.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter79 Beiträge · seit 200629. Okt. 2010 · #5
hallo
vielen Dank an alle unter hetrodes pupus konnte ich auch ein passendes bild goggelnhttp://www.flickr.com/photos/botalex/4087583326/

manche dickpen waren etwas zu klein oder etwas zu blau
🤩
liebe grüße Karin
89 Beiträge · seit 200929. Okt. 2010 · #6
Hallo Karin,
ich kenne sie auch unter Dickpens (übersetzt Dickbauch). Sie sind nicht selten und ich habe schon die Straßen flächendeckend damit besetzt erlebt. Man hat ein ungutes Gefühl dann weiterzufahren. Die "Kollegen" fressen dann die Toten auf, somit werden weitere auf die Straße gelockt.......
Gruß Karsten
16,9k Beiträge · seit 201209. Apr. 2021 · #8
Heuschrecken bedecken Straße https://www.az.com.na/nachrichten/heuschrecken-bedecken-strasse2021-04-09/

Die Heuschreckenplage scheint in Namibia nicht vorüber zu sein. Gestern berichtete die Leserin Christine van der Merwe erstaunt von massiven Heuschreckenschwärmen im Süden auf dem Weg von Karasburg zum Grenzposten Ariamsvlei...

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200609. Apr. 2021 · #9
Ich habe vor Jahren mal einen Heuschreckenschwarm in Rostock Ritz erlebt. Da saß ich abends beim Essen und plötzlich war alles voller Heuschrecken. Die sind auf einem rumgeklettert und über den Teller gelaufen. Bei jedem Bissen musste man darauf achten, dass nicht noch im letzten Moment eine Heuschrecke auf der Gabel landete. Für die Erdmännchen war es am nächsten Morgen ein Festmahl. Die sind durchs Restaurant gelaufen, haben die schlafenden Heuschrecken von den bodenlangen Vorhängen geschüttelt und aufgefressen.
Diese Tiere kommen in rauen Mengen quasi aus dem Nichts.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
24 Beiträge · seit 202111. Apr. 2021 · #10
Wird auch als gepanzerter Laubheuschrecke bezeichnet und habe sie in komplett schwarz gesehen.
Morgens vor Sonnenaufgang war es einfach sie zu fotografieren, da sie wie tot am Strauch hangen.
11-3(11).JPG11-3(12).JPG
33,1k Beiträge · seit 200611. Apr. 2021 · #11
Wird auch als gepanzerter Laubheuschrecke bezeichnet und habe sie in komplett schwarz gesehen.
Morgens vor Sonnenaufgang war es einfach sie zu fotografieren, da sie wie tot am Strauch hangen.
Hat aber nichts mit der Plage zu tun. Dein Foto zeigt einen Dickpens ("Dickbauch"; Acanthoplus discoidalis), der immer zum Ende der Regenzeit, gerne auch zu zigtausenden auf den Teerstraßen, zu sehen ist. Er ernährt sich kanibalisch. Im Süden des Landes herrscht eine graue Variante vor, während nördlich von Windhoek zumeist die schwarze Version zu sehen ist.

Ganz aktuell ist die Plage der Afrikanischen Wanderheuschrecke in Ohangwena: https://twitter.com/NewEraNewspaper/status/1381169108193017856 (Video auch ohne Login abrufbar)

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2021
1'162 Beiträge · seit 201211. Apr. 2021 · #12
Hallo Christian,

von der Gattung Acanthoplus gibt es in der s-afrikanischen Region ca. 6 Arten, die sich vor allem in der Ausbildung der Körperbedornung unterscheiden. Sie ernähren sich auch (!) kannibalisch, deshalb ziehe ich den Gebrauch von räuberisch (carnivor) vor. Bekannt (und auch schon gefilmt) ist, dass die Tiere Webervogelnester plündern. Die Elterntiere, die ihren Nestlingen zu Hilfe kommen, werden mit einer sehr aggressiven Flüssigkeit bespritzt. Deshalb sollte man die Heuschrecken lieber auch nicht anfassen, und wenn doch, dann unbedingt die Hände gründlich waschen. Gelangt die Flüssigkeit auf Schleimhäute hat das auch für den Menschen sehr unangenehme Folgen. So mir vor etlichen Jahren in Stampriet passiert. Zum Glück gab es damals einen Arzt mit angeschlossener Apotheke vor Ort (heute noch?). Damals hatte ich eben von Acanthoplus noch keine Ahnung.

Mit besten Grüßen
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
7'296 Beiträge · seit 200611. Apr. 2021 · #13
Biologe schrieb:Die Elterntiere, die ihren Nestlingen zu Hilfe kommen, werden mit einer sehr aggressiven Flüssigkeit bespritzt. Deshalb sollte man die Heuschrecken lieber auch nicht anfassen, und wenn doch, dann unbedingt die Hände gründlich waschen. Gelangt die Flüssigkeit auf Schleimhäute hat das auch für den Menschen sehr unangenehme Folgen.

… Menschen aus dem ärmeren Teil der Bevölkerung essen diese Tiere aber auch, wobei ich mich wegen fehlenden persönlichen Interesses nicht danach erkundigt habe, wie man die zubereitet. 😉
Ich habe nur bei meiner ersten Reise in Okahandja von Jugendlichen davon erfahren, als sie mir ein bisschen die Umgebung zeigten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'162 Beiträge · seit 201211. Apr. 2021 · #14
Hallo Wolfgang,

die Tiere werden meist geröstet, was zudem den Vorteil hat, dass der (stachelige) Panzer aufbricht und man so etwas leichter an die Innereien kommt. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es ein Genuss ist, diese Heuschrecken zu essen. Als flugunfähige Tiere verfügen sie kaum über eine ausgeprägte Muskulatur, die sättigen könnte. Und das Aussaugen der dünnen Beinchen macht eher hungrig als satt.
Dass die Einheimischen die Risiken im Umgang mit den Tieren kennen ist logisch. Entsprechend werden sie mit den Tieren umgehen. Zudem ist es davon auszugehen, dass die ätzende Brühe nicht hitzebeständig ist. Habe hierzu aber in einer kurzen Suche keine Infos gefunden.
HeuschreckeAcanthopluslongipesNamibia-2011029.jpg
Acanthoplus longipes, Stampriet, 2011

Mit besten Grüßen
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
94 Beiträge · seit 201911. Apr. 2021 · #15
Sind gestern wieder gelandet. Ende März waren diese häßlichen Viecher schon massenhaft in Solitaire bis weit nördlich von Windhoek. Wir haben ca 2 Mio davon überfahren 🤢 Als wir gestern morgen in WDH in den Flieger gestiegen sind, da war der ganze flughafen mit Wanderheuschrecken bedeckt. Die Viecher hatte man am Körper. Auch auf den Tragflächen sassen die. Beim Start sind sie so nach und nach weggeflogen. Unser Rekordhalter der sich an einem Schlitz des Triebwerks festgehalten hat, der hat laut Flightradar bis 1500m und 450KMH durchgehalten
16,9k Beiträge · seit 201221. Apr. 2021 · #16
Heuschrecken erreichen Ongwediva: Ministerium stellt Pestizide für betroffene Ortschaften bereit https://www.az.com.na/nachrichten/heuschrecken-erreichen-ongwediva2021-04-21/

...Die lokalen Farmer versuchten mit Hupen und Rauchfeuern, die Tiere davon abzuhalten, auf ihren Feldern zu landen und die Ernte zu beschädigen......man habe Pestizide an die Regionalbüros verteilt und Teams beauftragt, die Mittel in den Morgenstunden auf den betroffenen Feldern zu versprühen.... Man wies auch darauf hin, dass mit Pestiziden besprühte Tiere nicht mehr zum Verzehr geeignet sind...

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200621. Apr. 2021 · #17
Logi schrieb:Heuschrecken erreichen Ongwediva: Ministerium stellt Pestizide für betroffene Ortschaften bereit https://www.az.com.na/nachrichten/heuschrecken-erreichen-ongwediva2021-04-21/

...Die lokalen Farmer versuchten mit Hupen und Rauchfeuern, die Tiere davon abzuhalten, auf ihren Feldern zu landen und die Ernte zu beschädigen......man habe Pestizide an die Regionalbüros verteilt und Teams beauftragt, die Mittel in den Morgenstunden auf den betroffenen Feldern zu versprühen.... Man wies auch darauf hin, dass mit Pestiziden besprühte Tiere nicht mehr zum Verzehr geeignet sind...

Die besprühten Pflanzen wohl eigentlich aber auch nicht, oder?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
56 Beiträge · seit 201306. Apr. 2022 · #19
Am Sonntag hat es kurz hinter Keetmanshoop einen schweren Unfall mit mehreren Verletzten wegen der Heuschrecken gegeben. Ein Kleintransportbus war von der Fahrbahn abgekommen. Die Polizei, die selbst mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war, stoppte uns sogar und riet uns, nur sehr langsam über die total von Heuschrecken übersäte "braune" Teerstraße zu fahren. Die Fahrbahn war total schmierig und rutschig. Gefühlt hatten wir danach Billionen dieser Viecher an und unter unserem Auto kleben. 🤪 Mittlerweile ist fast der gesamte Süden von der Plage betroffen.
"Von Zeit zu Zeit braucht jeder ein bisschen Wüste", Sven Hedin
16,9k Beiträge · seit 201209. Apr. 2022 · #20
Ein weiterer Unfall durch Heuschrecken:

The swarm of locusts on the road surfaces in the ||Kharas Region has caused another minibus accident on the B1 road about 20 kilometers north of Keetmanshoop.
Police and medical sources indicate three passengers have died in the accident, while others sustained minor to serious injuries.

https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=5281752111857822&id=208420699191014&__tn__=-R

LG
Logi