MEMemmserThemenstarter6 Beiträge · seit 201024. Okt. 2010 · #1Hallo,
wir sind 45 Jahre alt und planen als Selbstfahrer mit einem 4x4-Bushcamper (hatten wir auch in Westaustralien/Northern Territory und waren sehr zufrieden)von Windhoek aus Namibia zu erkunden.
Für uns stellen sich nun mehrere Fragen:
- Bisher fanden wir nur Reiseberichte mit 4x4+Dachzelt. Ist der Bushcamper nicht verbreitet oder spricht was gegen den Bushcamper?
- Würdet Ihr raten von Windhoek gleich in den Norden zum Etosha aufzubrechen und dann über Damaraland entlang der Küstenstrasse in den Süden zu reisen ODER besser zuerst den Süden zu machen und am Schluss der Reise den Norden zu besuchen?
- Man liest stets nur Berichte über Übernachtungen auf Campsites. Das sind wir vom australischen Outback nicht gewohnt - dort stellt man sich mehr oder weniger hin wo man will (außer im NP). Warum in Namibia nur Campsites? Ist es sonst zu gefährlich, oder generell verboten wild zu campen?
Bin über jeden Tipp dankbar.
Gruß
Memmser
joli3'491 Beiträge · seit 200624. Okt. 2010 · #2Hallo Memmser,
wir haben uns anfangs auch gewundert, warum vergleichsweise wenige Campmobile unterwegs sind. Eigentlich schreit dieses Land nach dieser Reiseform. Es gibt sie ja auch, aber eben nicht in den Mengen wie Ihr es vielleicht erwartet. Zum Teil liegt das sicher am Preis - für den Mehrpreis bekommt man ja schon eine feste Unterkunft.
Die angebliche Freiheit, überall stehen bleiben zu können, ist recht trügerisch:da gibt es neben den Straßen zwar Parkplätze, aber die sind doch etwas unsicher. Zumindest wird immer davor gewarnt,zumal die offiziellen Campingplätze meist recht gut ausgestattet sind.Wem das zu touristisch ist, der kann natürlich auch "wild campen", z.B. auf Farmgelände. Aber dafür sollte man selbstverständlich stets vorher den Farmer fragen. Und das bitte nicht zwischen 13.00 und 15.00 - das ist die geheiligte Stunde des Farmers.
Dann sollte man den Straßenzustand nicht außer acht lassen: die Pads sind zwar zumeist ok, aber gelegentlich schon "etwas" waschbrettmäßig.Das kann die Einrichtung ganz schön durcheinanderwirbeln.
Von der Reiseroute her würde ich zu Eurer Reisezeit im Norden anfangen und erst im November in den Süden fahren, weil man Ende Oktober/Anfang November im Norden mit der "kleinen Regenzeit" rechnen muss. Da kann es schon mal zu Straßenschäden kommen.Im Süden dagegen ist das nicht zu erwarten - dort ist die Regenzeit eher im Juli.
Gruß Joli
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200724. Okt. 2010 · #3Hallo Memmser,
willkommen im Forum.
Wir fahren zwar auch immer mit Dachzelt, aber es geht auch mit Bushcamper. Hier sind die Angebote nicht so groß, aber es findet sich sicher jemand hier, der euch einen Vermieter empfehlen kann. Für mich hat das Dachzelt den Vorteil, dass es sich dort besonders luftig schlafen lässt. Der Nachteil ist sicher, dass man morgens alles zusammenpacken muss. Aber bei uns dauert es mitlerweile nicht mehr als 5 Minuten.
Wild campen ist so weit ich weiß, in Namibia nicht verboten. Allerdings ist es wegen der Sicherheitslage nicht - überall - zu empfehlen. Ich kann dir aber garantieren, dass es sich in den verschiedenen Camps auch wunderbar aushalten lässt. Wild campen wir nur in äussersten Norden von Namibia und achten dann sehr darauf, nicht in der Nähe von bewohnten Gebieten zu campen.
Grüße und viel Spass bei der Planung
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Travelboy705 Beiträge · seit 201024. Okt. 2010 · #4Hallo Memmser,
erst einmal ein hezliches Willkommen im Forum.
Ob zuerst den Süden und dann den Norden, ist Geschmacksache, wir hatten die Entscheidung im März / April von der Regenzeit abhängig gemacht, also erst den Süden, die Küste hoch und dann den Norden.
Als Fahrzeug hatten wir uns für den Discover X entschieden, ähnliches Fahrzeug wie der Apollo in OZ und wir würden das Fahrzeug immer wieder nehmen.
Vorteile (hauptsächlich meiner Frau)- festes Unterkunft, riesiges bequemes Bett, richtige Bettwesche, kein Zelt auf- und abbauen und bei Regen kann man da bequem im Innenraum sitzen und lesen.
Übernachten ausserhalb der Plätze ist zwar (fast) überall erlaubt, doch sind die Möglichkeiten begrenzt, denn so ziemlich alle Strassen haben links und rechts Farmzäune und direkt an der Straße stehen ist nicht gerade prickelnd, ein anderes Problem ist der Sicherheitsaspekt bei über 50% Arbeitslosigkeit.
Ausser in den Nationalparks (sehr teuer) und die super privaten Plätze kann mann auch auf Farmen übernachten, einfach fragen - vile freuen sich über etwas Abwechselung und ein paar Doller.
So - nun plant mal schön weiter.
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200824. Okt. 2010 · #5Hallo, Memmser!
Willkommen im Forum!
Eigentlich kann ich mich den anderen nur anschließen.
Dachzelt oder Bushcamper: Macht es so, wie Ihr es für Euch besser findet.
Ihr fahrt in der warmen Zeit, das könnte für ein Dachzelt sprechen.
Für beide Fahrtrichtungen gibt es Argumente, das Entscheidende ist Euer Geschmack.
Will man zum Schluss die Tierbeobachtungen in Etosha oder zum Schluss zum Sossusvlei in die Sandwüste (o.ähnliches).
Die anderen Argumente sind schon gesagt.
Wir neigen dazu, im Damaraland die Strecke zur Küste hin, also lieber bergab zu fahren. Wegen der schönen Ausblicke.
In den meisten Gegenden der touristischen Hauptrouten hat man schwerlich eine andere gute Möglichkeit, als auf Campsites zu gehen. Das mag einen anfangs verwundern, ein so riesiges Land, so wenig Einwohner, aber das viele Farmland ist halt eingezäunt.
Allerdings sind die Campsites überwiegend sehr hübsch angelegt und haben nicht selten wirklich viel Charme.
Tipp: Thomas Richter Campingliste runterladen, hier, links, unter Camping.
Dort wo das Farmland aufhört, könntet Ihr Euch auch, mit entsprechend umsichtigem Verhalten, wild hinstellen. (Abgesehen davon gibt es natürlich Gegenden, wo wir uns nicht wild hinstellen würden, weil wir uns da nicht wohl/nicht sicher fühlen.)
In der Praxis sieht das bei uns dann so aus, dass wir auf manchen Reisen kaum wild stehen, weils streckenmäßig und zeitmäßig von Campsite zu Campsite auch gerade sehr gut passt. Ein anderes Mal stehen wir häufig wild, weil wir viel in menschenleeren Gebieten sind.
Stellt doch einfach Eure Tour hier vor, dann könnt Ihr konkrete Ratschläge dazu bekommen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
spediteur1190 Beiträge · seit 201025. Okt. 2010 · #6Hallo Memmser
Willkommen im Forum
Ob Dachzelt oder Discoverer 4x4 ist Geschmackssache,Beides probiert und für O.K.befunden.Der Discoverer 4x4 ist ausgesprochen "luxeriös"und für ,fast,alle Strecken geeignet.Tiefsand würde ich mit Vorsicht befahren,leichte hecklastigkeit.Als Vermieter kann ich nur BOBOCAMPER(€ 114,00 pro Tag) in Windhoek empfehlen mit Rückgabestation in RSA!!!!
Vom freien campen,ausser ev.im Kaokoveld,würde ich abraten,nicht wegwen der "wilden Tiere"sondern Gelegenheit macht Diebe".
Welche Reisezeit habt Ihr im Auge???dementsprechend kann man dann seine Tour ,besser.planen.
Nachtrag,wir kurven schon Jahre durch Nam.u.Botsw.und haben noch nie reserviert und trotzdem immer eine Campsite ergattert!!!Oft sogar ganz Alleine!!!
Gruß vom Spediteur 🙂
MEMemmserThemenstarter6 Beiträge · seit 201011. Nov. 2010 · #7Hallo Spediteur1,
Deine Info hat mir schon gut geholfen. Ich hatte zuerst den Bushcamper im Visier, aber der Komfort vom Discoverer X hat schon was. Tiefsand habe ich nicht vor - zur Not Luft raus.
Wir reisen Mitte Oktober 2011 los und bleiben für ca. 5 Wochen in Namibia.
Wir hatte zwecks Discoverer X bei www.nature-trekking.de nachgefragt. Da war der Preis aber bei ca. 170€/Tag - natürlich all-inclusive (brauche ich aber nicht). Du hast BOBOCAMPER empfohlen. 114€ ist unschlagbar günstig. Gut, dann kommen noch CDW etc. drauf. Hast DU mit BOBOCAMPER speziell gute Erfahrungen gemacht oder mit anderen schlechte?
Danke Dir.
Memmser
spediteur1190 Beiträge · seit 201017. Sept. 2011 · #8Hallo Memmser
Bin ab 4.Oktober wieder in Namibia. Mein Reisebericht im Forum :90 Tage durch das südliche Afrika
Mail:spediteur@gmx.at
LG Walter
Travelboy705 Beiträge · seit 201017. Sept. 2011 · #9Hallo Memser,
binzwar nicht der "spediteur 1" aber ebenfalls ein Fun vom Discover X, das Fahrzeug hat uns in Nam so gut gefallen, dass wir es jetzt für SA wieder gebucht haben.
Für Nam hatte ich bei www.camperboerse.de gebucht und für SA jetzt bei www.sudafrika-wohnmobile-und-camper.de ist deutlich günstiger als direkt bei BoBo.
Die CDW brauchst du nicht, dafür kannst du lieber eine Selbstbehalt-Ausschlußversicherung bei der Alianz abschließen, da ist dann alles versichert, für 6,40 €/Tag.
Wir finden den Discover X vergleichbar mit dem Apollo in AUS.
SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.