Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201024. Aug. 2010 · #1
Hallo zusammen,
erzählt doch mal, was waren eigentlich euere aufregensten Afrika-Erlebnise?
Bei uns waren es die Löwen im Camp ( Third Bridge und Pipers Pan in der Zenrtal-Kalahari ),ein paar aufregende Nächte in Savuti, wo Elefanten und Hyänen für Spannung sorgten, - und alles im Bodenzelt- Scheinangriff von einem Silberrücken in den Virungabergen
Weniger schön: der Wüstenelefant, der unserem Fahrer das Zelt nachts abbaute in Purros, der Überfall in der Verdi-Straße in Windhoek am Sonntag morgen, der gottseidank glimpflich ausging,
Schlimm: einer unserer Mitfahrer starb auf der Fahrt durch den Kongo in Kisangani
Gruß Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Super: Der selbst entdeckte und fotografierte Gepard, in dessen Augen sich das Licht der Abendsonne wiederspiegelte...
Weniger schön: Zwei englische Mitfahrer bei einem Gamedrive, die den Fahrer zwangen, zum Mittagessen pünktlich in die Lodge zurückzufahren, obwohl wir frische Spuren von einer Löwin mit zwei Jungen auf dem Weg fanden (Ruaha NP, Tanzania)
Schlimm: Eine Giraffe mit einer Totgeburt, neben uns auf der Strasse im Moremi...
BAbaerchen36 Beiträge · seit 200824. Aug. 2010 · #4
Au ja.
Das tollste Erlebnis: eine Fußsafari im Okavango-Delta, in relativ geringer Entfernung zu einigen Elefanten mit einem sehr erfahrenen Führer, der uns da sehr einfühlsam durchgeführt hat.
Das "unheimlichste" Erlebnis: Ein Elefant, der ebenfalls im Okavango-Delta ein oder zwei Stunden quasi direkt neben unserem Zelt einen Baum zu Nahrungszwecken abgeholzt hat (gesehen haben wir ihn hatürlich nicht, gehört um so besser. In einem Bodenzelt geht einem da schon ganz schön die Düse; Dachzelt fühlt sich einfach besser an:-). Aber das kennst Du ja alles:-)
Weniger schön: der neunjährige Sohn eines Einheimischen in Purros hatte großflächige Verbrennungen an beiden Beinen, er hatte sich fünf Tage vorher Porridge drüber gegossen; die Wunden waren seit fünf Tagen mit Dreck bedeckt und teilweise schaute das rohe Fleisch raus. Trotzdem war es bereits besser verheilt, als man meinen würde. Ich habe ihm an zwei Tagen die Wunden desinfiziert und verbunden und hoffe einfach nur, dass es ihm gut geht.
Sag mal, das mit dem Wüstenelefanten....ich habe ja gehört, die sollen aggressiver sein; aber die Geschichte mit dem abgebauten Zelt stimmt mich etwas, öhm, bedenklich; ich dachte immer, Zelte werden respektiert? Ich nehme mal an, es war kein Obst im Spiel? Und woran ist dieser Mitfahrer gestorben? Das klingt ja furchtbar; und wie seit ihr denn in den Kongo gekommen? Ich dachte, da würde man ganz definitiv keinen Fuß reinsetzen?
Gruß, Ursula PS: gestern abend heimgekehrt aus Namibia. Heimweh.....
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201024. Aug. 2010 · #5
Hallo Ursula, das mit dem Wüstenelefanten, das war im letzten Jahr auf dem Campingplatz in Purrros. Unser fahrer hatte langjährige Safari-Erfahrung als Tourist Guide und somit sicherlich nichts essbares im Zelt. Ich denke, es war vielleicht ein halbwüchsiger Elefant, der sich einfach mal am Zelt austoben wollte. Dem Guide - er lag im Zelt - ist gottseidank nichts dabei passiert. Die Fahrt durch den Kongo, das ist schon lange her, war in den 80ern. unser Mitfahrer bekam einen Darmverschluß als wir auf der Missionsstation in Kisangani zelteten. Er wurde am Tag drauf in der Klinik in Kisangani notoperiert, aber der Darm war schon geplatzt und er ist dann in der Nacht gestorben. Wir haben dann auf Wunsch seiner Ehefrau, die in Deutschland war, die Beerdigung vorbereitet und ihn auf dem Friedhof am Kongo beerdigt. Das war ziemlich hart.
Gruß Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201025. Aug. 2010 · #6
Tobias schrieb:
Weniger schön: Zwei englische Mitfahrer bei einem Gamedrive, die den Fahrer zwangen, zum Mittagessen pünktlich in die Lodge zurückzufahren, obwohl wir frische Spuren von einer Löwin mit zwei Jungen auf dem Weg fanden (Ruaha NP, Tanzania)
Hallo Tobias, ich hätte die zwei Engländer zu Fuß zurück zur Lodge geschickt! Ist ja echt der Hammer!
Gruß Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
es gab auch eine heftige Diskussion. Wir waren zu dritt und die zu zweit. Leider hat sich der Guide nach den Engländern gerichtet, da er Ärger befürchtete, weil wir ja all inclusive gebucht hatten. Die Engländer waren zusammen ausserdem schwerer als wir drei (meine Frau, ein Freund und ich)... Das war übrigens das letzte Mal. Seitdem nur noch private Touren... Tobias
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200926. Aug. 2010 · #8
Hallo,
mein aufregendstes Erlebnis war die Verabschiedung von Belmont, einer Working Citrus Farm im Eastern Cape. Die Angestellten der Farm haben sich auf den Stufen des Farmgebäudes versammelt und ganz exklusiv nur für uns Shosholoza gesungen. Ich habe heulen müssen vor Freude.
Da in den Wintermonaten kaum Einkünfte rein kamen und wir dort einige Tage verbracht hatten, waren wohl alle Mitarbeiter sehr dankbar über die zusätzlichen Einnahmen.
In Europa sind wir noch nie so verabschiedet worden.... Auch nicht in 5 Sterne Hotels oder iregendwelchen Pensionen.
Habe natürlich gleich in Joburg auf dem Airport sämtliche Variationen von Shosholoza auf CD eingekauft.... 🙂
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201026. Aug. 2010 · #9
Mir fällt noch eine lustige Begebenheit ein: als wir auf der Ozombanda Farm in der Nähe von Okahandja übernachteten kamen wir bei einer Farmtour im offenen Landrover zu nahe an den Nistbaum von einem Gaukler-Pärchen. Das Männchen kam sofort im Gleitflug runter und riß mir die Mütze vom Kopf. nach ein paar hundert Meter ließ er sie wieder fallen und so hatte ich meine Mütze wieder.
Gruß
Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200926. Aug. 2010 · #10
Wir haben mal einen geführten Game Drive der Mazambala Island Lodge in der Nähe von Kongola im Caprivi gemacht:
Der Drive im Bwawata Park war toll. Unser Guide erklärte uns wahnsinnig viel über Pflanzen, Tiere und die Region. Wir sahen eine riesige Schildkröte, etliche Grüne Meerkatzen, Kudus, Impalas, Lechwe-Antilopen, eine Sable Antilope, Büffel und etliche Elefanten. Die Landschaft war sehr dicht bewaldet. Ein richtiges "Africa-Adventure-Feeling" kam auf. Vor allem, als wir eine kleine Gruppe Elefanten aus nächster Nähe beobachteten und plötzlich einer davon ohne ersichtlichen Grund laut trompetend auf uns zu stürmte. Der Guide stieg aufs Gas und brauste davon. Der Elefant rannte uns noch ca. 70m hinterher bevor er es aufgab. Es war mit Sicherheit nur ein Scheinangriff um uns zu sagen "Lasst mich in Ruhe und haut ab!", den in dem tiefsandigem Boden konnten wir trotz Vollgas und 4x4 nicht wirklich sehr schnell flüchten. Ich schätze, wenn er gewollt hätte, hätte er uns leicht einholen können bei der kurzen Entfernung! Aber der Schreck saß uns trotzdem in den Knochen....
Am Horse Shoe (einem hufeisenförmigen See) machten wir halt und stiegen aus um ein kühles Windhoek Lager zu geniesen und um uns die Füße zu vertreten. Nur 5 Minuten nachdem wir dort hielten kamen langsam immer mehr Elefanten aus dem Busch. Ohne Übertreibung waren es nach kurzer Zeit ca. 200 Exemplare die in drei Gruppen aufgeteilt am See ihren Durst stillten. Vor allem die vielen kleinen Kälber vergnügten sich im Schutz der Herde ausgiebig im Wasser.
Wir standen staunend nur ca. 60m entfernt und tranken zur Feier des Tages gleich ein zweites Windhoek Lager.
Auch jede Menge Paviane scharrten sich nun um uns.
Dies war wohl der schönste Sundowner in diesem Urlaub!
Wir fuhren durch eine große Büffelherde zurück und traffen abermals auf eine ca. 80köpfige Gruppe von Dickhäutern mit etlichen sehr kleinen Jungtieren. Doch irgendwie war unser Fahrzeug plötzlich komplett umstellt. Rechts von uns war Wasser (der Kwando), in allen anderen Richtungen standen im Umkreis von ca. 6m ungefähr 80 Elefanten darunter ein paar recht stattliche Bullen.
Die Elefanten machten keine Anstanden zu verschwinden oder uns durch zu lassen. Unser Guide sagte nur ständig: "Don't move! Don't shout! Even if they come close - DON'T move! Be quiet!"
So verbrachten wir tatsächlich ca. 40 Minuten regungslos und ruhig mitten in der Herde! Vor uns wälzten sich die Elefantenkälber im Sand, neben uns kam uns ein Bulle immer näher und begutachtete uns argwöhnisch. Zwei große Bullen starteten kamen so nahe und stellten dabei die Ohren auf, dass eine junge Frau, die mit uns im Fahrzeug war, so große Angst bekam, dass sie nur noch auf den Boden schauen konnte. Sie meinte hinterher, dass sie dieses Erlebnis nie verhgessen würde...
Einige Elefantenkühe gingen neben uns ins Wasser und badeten in Seelenruhe!
Ein mehr als mulmiges Gefühl, doch trotzdem irgendwie großartig, wenn auch sehr aufregend!
Nach einer dreiviertel Stunde machten die grauen Riesen endlich Platz und wir konnten sehr langsam und vorsichtig weiter fahren.
Dann hieß es bei Sonnenuntergang (herrlich!) mit dem Aluboot zurück zur Mazambala Lodge und die Lodge-Gäste abliefern bevor der Guide uns mit dem Boot noch einige Kilometer weiter zurück zum Campsite bzw. unserem Auto brachte.
Lg, Otji!
eggitom1'247 Beiträge · seit 200926. Aug. 2010 · #11
10. April 2002 im Krüger: Auf einem schmalen, ungeteerten Loop abseits der Hauptstrasse werden wir von entgegenkommenden Autos auf fünf direkt neben der Strasse im Graben dösende fünf Löwen aufmerksam gemacht. Fotografieren geht wegen des engen Winkels nicht durch die geschlossene Scheibe. Als ich sie runterfahren will, hebt eine der Damen den Kopf und faucht; also lasse ich es doch lieber bleiben. Aber obwohl es schon Nachmittag ist und wir um 18:00h zurück in Pretoriuskop sein müssen, weil die das Gate gnadenlos schliessen, nehmen wir uns noch etwas Zeit; der Rückweg ist ja nicht so lang...
Auf der Weiterfahrt stehen dann aber ein paar Büffel mitten auf der Strasse und lassen sich erst mal nicht stören. Wir warten geduldig, bis die Zeit langsam knapp wird. Als ich den Motor anlasse und versuche, sie von der Strasse zu vertreiben, hebt der grösste von ihnen den Kopf und schaut mich unter seinem gefühlt 10m breiten Hörnerpaar hervor böse an. Tja, was jetzt?
Als uns schon langsam bange wird, kommt ein Büssli voller Leute (könnte rückblickend Chrigu gewesen sein, aber den kannte ich damals ja noch nicht). Ich fahre seitwärts ins hohe Gras soweit es geht und lasse ihn vorbei, damit er mit seiner weissen Front protzen und die Büffel vertreiben kann - was glücklicherweise auch gelingt. Wir schleichen im Windschatten hintennach.
Zurück auf der Hauptstrasse - es wird schon langsam dunkel - fahren wir mit den erlaubten 40kmh - vielleicht auch etwas schneller 😉 - zurück zum Camp. Es ist wohl tatsächlich etwas schneller, denn als ich in der Dämmerung um eine Kurve wetze, überfahre ich beinahe einen Leoparden oder Geparden, der dort die Strasse abseits des Fussgängerstreifens überquert...
Die Elefanten, denen wir auch noch begegnen, stehen glücklicherweise neben und nicht auf der Strasse!!
Es hat dann doch gereicht: um 17:50h fahren wir durch das Tor ins Camp.
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200927. Aug. 2010 · #12
Da haben sich so viele Ereignisse angesammelt, ich fang mal vorn an:
Meine erste Reise nach Namibia 2002, mit einer Gruppe von 25 Ärzten als Tourguide. Ankunft in Okaukuejo mit dem Flugzeug (unser Bus war die Nacht über von WDH gefahren und wir sind morgens hinterhergeflogen mit 5 Maschinen).
Am nächsten Morgen vor dem Frühstück noch kurz zum Wasserloch um mal zu schauen, auf dem Weg dorthin kamen uns Leute entgegen die meinten da wäre überhaupt nichts los, das könne man sich sparen. Wir sind aber trotzdem hin und bekamen auch den Grund für das tierlose Wasserloch geliefert, eine einzelne Löwin die sich in sicherer Entfernung vom Wasser auf die Lauer gelegt hatte.
Und eine einzelne Impala hatte das wohl nicht mitbekommen, nach knapp 10 Minuten Wartezeit hat der Löwe dann direkt am Wasser das Impala gerissen, die Filmaufnahmen sind zwar etwas verwackelt aber immer noch gut erhalten und Teil des Films über die Reise. Hat sich also gelohnt, und so nah hab ich bisher nie wieder einen Riss beobachten können.
Ok, noch eins... Auf dem Weg von der Tau Pan Lodge nach Ghanzi bricht der Schlauchanschluss vom Zusatztank am Dieselfilter ab. Ich merke das erst, als sich die Tanknadel "ziemlich schnell" zu bewegen anfängt. Ein Blick unter das auto bestätigt den Verdacht: es tropft wie ne undichte Dusche... Der Zusatztank ist bereits leer... Ich stopfe einen Kaugummi in den Dieselfilter (das geht tatsächlich), damit der Haupttank nicht auch noch leer läuft und klemme den Schlauch ab. Anschliessend stinke ich wie ein Dieselfass und bin froh, dass ich nicht auf dem Dach mitfahren muss (Dank an meine liebe Frau 😉 ). Mit dem letzten Tropfen Sprit rollen wir zu einer Werkstatt in Ghanzi, und es kommt sonntags nachmittags tatsächlich jemand und repariert alles, für 25 CHF insgesamt... Hat mir ein paar graue Haare eingebracht 😉
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201027. Aug. 2010 · #14
Auf unserer Reise durch Sambia / Malawi hatten wir mit uns. Gruppe in Malawi am Shire River auf dem Camp-Platz der Mvuu Logde ( Liwonde NP ) unsere Zelte aufgeschlagen. Da die Lodge auch schöne Zelt-Chalets direkt am Fluß anbot hab ich mich mit meiner Frau kurzerhand entschlossen, für die 2 Nächte nicht zu campieren, sondern uns den Luxus eines Chalets mit Terrasse Bad und Toilette zu leisten.
Bevor wir unser neues Domizil bezogen gingen wir nochmal zurück zu unserer Gruppe um gemeinsam mit den anderen am Lagerfeuer zu Abend zu essen. Was ich jedoch nicht bedachte, war, daß unser Chalet ungefähr 700 m weiter weg lag und der Rückweg durch den Busch jetzt bei Dunkelheit vor uns lag. Bewaffnet mit zwei Taschenlampen haben wir uns dann auf den Weg gemacht und ich hatte das Gefühl, die 700 m waren in der Dunkelheit wesentlich weiter als bei Tag. Man konnte die Elefanten im Wald hören und wir waren gottfroh, als wir endlich mit klopfenden Herzen unser Zeltchalet erreichten. Wenn ich noch daran zurückdenke, wie leichtsinnig wir waren, was alles hätte passieren können. 😐 😵
In der Nacht wurden wir durch Geräusche direkt neben unserem Chalet geweckt und durch das Gazefenster sahen wir dann ein riesiges Hippo, das in aller Seelenruhe den Rasen abweidete.
Gruß
Fredi 😐
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Es war einmal...vor langer Zeit, da war ich mit einer Reisegruppe in Botswana. Abends kamen wir noch bei Helligkeit bei den Tsodilo Hills an. Unsere Frauen wollten das Abendessen vorbereiten, unter anderem auch Kartoffeln in einer Schüssel abwaschen. Nachdemdie Kartoffeln mit Wasser bedeckt waren,stürzte sich binnen Sekunden ein Wildbienenschwarm über das sich in der Waschschüssel befindliche Wasser her. Es bildete sich eine Bienenschicht von mehreren cm übereinander.Nichts war mehr von den Kartoffeln zu sehen. Dazu muß gesagt werden, dass gerade zu der Jahreszeit schon monatelang kein Regen gefallen war. Eine Lehrerin öffnete in der Nähe eine Coladose (!!!) und urplötzlich wurde sie von einem zweiten Bienenschwarm überfallen. Voller Panik versuchte sie sich in das Innere eines Hilux zu retten. Im Inneren wurde sie von den Bienen angegriffen und dabei im Mund und Luft-bzw.Speiseröhre gestochen. Schreiend flüchtete sie aus dem Auto, wobei sie dabei schon schwer zu atmen begann. Zm großen Glück für sie war auf dieser Reise ein Chirurg (mit Notfallkoffer)unser Begleiter. Sofort setzte er zwei Kalziumspritzen und eine Cortisonspritze um den Schockzustand abzubauen und die Geschwulst zurückzuführen. Nich auszudenken, was geschehen wäre, wenn in diesem Fall keine Soforthilfe geleistet worden wäre. Auf den meisten Reisen, die ich im südl. Afrika unterwegs war,wurde immer darauf geachtet,dass professionelle Hilfe geleistet werden kann! Dazu zählt auch für mich, in entlegenen Gebieten stets ein GPS und SAT.Tel.zur schnellen Hilfe, dabeizuhaben. Ohne diese "Lebesretter"..reise ich nicht!! Wünsche einen schönen Restsonntag! Gerhard
BAbaerchen36 Beiträge · seit 200830. Aug. 2010 · #16
HAllo Fredi, danke für die Antwort. Das mit dem Mitreisenden ist ja echt schlimm. Das mit dem Elefanten in Purros gibt mir wirklich zu denken.... ich habe mich immer drauf verlassen, dass geschlossene Zelte in Ruhe gelassen werden. Aber da sieht man halt mal wieder, nichts im Leben ist 100% ig. Gott sei Dank ist ja nichts weiter passiert.
Gruß, Ursula
BAbaerchen36 Beiträge · seit 200830. Aug. 2010 · #17
fällt mir noch was lustiges ein: mein Freund wollte in Purros "nur noch mal schnell" zur Rezeption, um etwas Wichtiges wegen der geplanten Route für den nächsten Tag zu fragen. Nun weiß man ja, was sich in Purros abends so rumtreibt.... es war schon dunkel, aber er ging trotzdem los, weil derjenige, der ihm Auskunft geben konnte, am nächsten Morgen nicht da gewesen wäre. Einige Minuten später hörte ich ein lautes Trompeten, und unmittelbar darauf trabte mein Freund eiligen Schrittes auf den Campingplatz. Der Elefant war wohl noch in gebührendem Abstand, aber er hatte ihn wohl versehentlich mit der Stirnlampe angefunzelt 🤩
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201031. Aug. 2010 · #18
Mir fällt noch eine lustige Geschichte ein:
wir hatten den Flug von Kinshasa nach Kisangani mit der damaligen Zaire Airline gebucht. Als wir über das Rollfeld zur Einsteigtreppe am Flieger kamen, hatte sich schon eine riesige Traube gebildet und jeder wollte zuerst in die Maschine.
Der Steward, der auf der Treppe stand diskutierte lautstark mit den Passagieren, aber er konnte sie nicht beruhigen. Die Gemüter heizten sich so auf daß der Steward den vordersten Passagier an der Krawatte packte und wieder zurückstieß. Die Einstiegstreppe wurde wieder von der Maschine weggerollt und wir mußten uns wieder alle in Reih und Glied aufstellen.
Kaum war die Treppe wieder ans Flugzeug gerollt worden, ging das Chaos wieder von vorne los und alle rannten vor. Jeder zwängte sich die Treppe hoch und versuchte lautstark und so schnell wie möglich einen Sitzplatz zu ergattern.
Ein Wunder, daß wir es überhaupt in die Maschine geschafft haben. Wie wir später erfahren haben, kam es ab und zu vor, daß zu viele Tickets verkauft wurden und es somit nicht unbedingt sicher war, einen Sitzplatz im Flieger zu bekommen. ( aber das war vor vielen Jahren )
Gruß
Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
NONorbert61 Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · #19
Aus meinem Tagebuch über eine Pirschfahrt auf der Inyati-Lodge am Krügerpark
....Pirschfahrt mit schwarzen Guides und neun Touris. Gnus, Giraffen, ein Wasserbock mit Nachwuchs. Dann quäkt der Funk. Elefanten sind gesichtet. Die wilde Jagd beginnt und wird kurz darauf mit einem Riesenknall jäh gestoppt. Der rechte Hinterreifen ist gefetzt. Das nun Folgende ist kaum zu glauben: Der Wagenheber, sicher mal für einen VW-Käfer gebaut, versinkt im Sand. Der schwere Geländewagen hebt sich keinen Millimeter. Also Steine suchen. Endlich ist der Wagen angehoben....doch kein Radmutterschlüssel ist an Bord. Über Funk wird um Hilfe gerufen, aber niemand hört den Ruf. Wir stehen in einem Funkloch. Der Beifahrer nimmt Gewehr und Funkgerät und macht sich auf den Weg. Der Fahrer teilt inzwischen Bier und Whisky aus. Eisgekühlt! Und dann gibt es Damen, die mal müssen und sich nicht allein vom Auto wegtrauen. Doch die Erlösung naht, nach einer 3/4 Stunde kommt ein Geländewagen der Nachbarfarm Exeter und der hat nicht nur einen Radmutterschlüssel dabei, sondern auch eine Luftpumpe. Zum Glück. Unser Reserverad war nämlich platt. Und wir auch..... Es ist schon dunkel, als wir auf einer Lichtung auf eine Elefantenherde stoßen. Die Tiere sind nervös, laufen hin und her und trompeten. Unser Fahrer fährt immer wieder auf sie zu, bis ein oder zwei Elefanten einen Scheinangriff wagen. Sie schlagen mit den Ohren und stürmen auf uns zu. Das wiederholt sich einige Male, bis wir den Fahrer veranlassen, abzudrehen. Und das kan er wiederum nicht verstehen. Ihm hat's Spaß gemacht. Auf der Weiterfahrt geraten wir noch mal in eine Elefantenherde, die zu beiden Seiten der Pad im Busch steht. Während wir noch nach den im Scheinwerferlicht stehenden Tieren schauen, kommt von hinten eine Elefantenkuh mit ihrem Jungen trompetend auf uns zu. Der Fahrer gibt mächtig Gas, mit einem Satz schießt der Wagen vorwärts. Das ging noch mal gut und zum Glück gab's keinen Platten....
das tollste Erlebnis hatte ich 2000 in Botswana (Kalahari Reserve)
Unsere kleine Reisegruppe samt Guide saß zwischen den Zelten am Lagerfeuer und tauschte Geschichten aus. Da ich immer auf der Suche nach Tieren war, habe ich hin und wieder mit der Taschenlampe die Gegend abgesucht. Als wir Äste-knackende Geräusche hören, leuchte ich natürlich gleich in die Richtung... eine kleine Oryx-Herde. Etwas später entdecke ich leuchtende Augen die sich im Licht meiner Taschenlampe reflektieren, groß und gelb sowie frontal in unsere Richtung schauend... als es unser Guide bemerkt schrickt er gleich auf und nimmt seinen großen Scheinwerfer zu Hilfe. Ein großer männlicher Löwe! Gleich daneben liegen noch 2 Weibchen! 😮 Wir konnten kaum glauben was wir sahen! (Vor allem als Schutzzaun-gewohnter Krüger Park Urlauber...)
Er befiehlt uns langsam aufzustehen und in einer Reihe hinter ihm Richtung Jeep zu laufen. Das Problem: zum Jeep müssen wir ein Stück auf die Löwen zulaufen! 😮 Er blendet sie absichtich damit sie uns nicht sehen und wir steigen alle in den Jeep... erstmal kurz durchschnaufen! 😁
Einer nach dem anderen stehen die Löwen allmählich langsam auf und schlendern gemütlich quer durchs mobile Zeltcamp. Wir verfolgen Sie mit dem Jeep und es dauert eine Weile bis Sie weiterziehen und nicht mehr in Sichtweite sind. Unser Koch hat sich derweil aufs Dach eines Transporters zurückgezogen 😉
Was für ein Erlebnis! Und dann auch noch die seltenen, schwarzmähnigen Kalahari-Löwen...
Letzte Reise:
Namibia August 2011 - Etosha, Grootberg, Walvis Bay, Durban (SA)
Foto-Reisebericht!Insgesamt: 6x Südafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Kenia
13 Nächte Krüger Park - Fotos!Nächste Reise - wohin???