christina235 Beiträge · seit 200923. Juli 2010 · #21Hallöchen
Auch ich denke wie Erika, so traurig es ist, für die Buschmänner gibt es keine Möglichkeit ihre traditionellen Lebensweise irgendwo in der Kalahari auf Dauer weiterführen zu können. An "sinnvoller" Integration und Anpassung an die moderne Welt führt kein Weg vorbei. Ich habe eine zeitlang an einem Projekt in Kaudwane am Südeingang des Khutse mitgearbeitet. Dort leben seit mehreren Jahren (ähnlich wie überall auf der Welt) "ausgesiedelte" Buschmänner (auch) von den Sozialleistungen der Regierung. Ein zurück gibt es m.E. nicht mehr. Auch diejenigen welche noch im Süden des CKG lebten, (mit Ziegen, Hund und Gewehr!) finden sich immer wieder in Kaudwane ein. Ich hatte nicht den Eindruck dass die gerne mit Pfeil und Bogen und in der Laubhütte weiterleben wollten. Ob es solche noch gibt, weiß ich natürlich nicht. Aber ob es uns gefällt oder nicht auch die Buschmänner werden von der "Zivilisation" "angezogen".
(@Matou66)Die magische Welt des Laurents van der Post gibt es nicht mehr. Und hat es wahrscheinlich so auch nie gegeben. Seine Geschichten über die Buschmänner sind, laut Historiker, erfunden. LvP hatte nie eine Buschmannsfrau als Kindermädchen, hatte nie ihre Sprache gelernt und von seinen beschriebenen Reisen gibt es keine dokumentierten Unterlagen. Es scheint wohl eher ein schönes Märchen vom edlen Wilden gewesen zu sein. Für alle die sich für Buschmannsgeschichte interessieren 2 Tipps: Nisa erzählt und ich folgte den Trommeln der Kalahari.Geschrieben von Marjorie Soshtak, einer Wissenschaftlerin, welche bei den Khung! Buschmännern gelebt hat. (Ohne Garantie auf 100% Wahrheitsgehalt). Weiterführende Literatur habe ich auch auf Lager.
tschüss Chris
camelthorn409 Beiträge · seit 200923. Juli 2010 · #22Zwei Anmerkungen:
1. Sowohl im Artikel als auch in den Kommentaren stelle ich fest, dass der antiquierte und als diskriminierend empfundene Begriff "Buschmaenner" so mir nichts, dir nichts wieder Einzug gehalten hat. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht mitbekommen, dass die ethnische Bezeichnung "San" wieder abgeschafft wurde. Dann werden wir wohl auch bald wieder ueber die armen Neger schwadronieren...
2. Die "stoned" San aus dem Videoclip werden wohl kaum ihre Zustimmung zu ihrer Zurschaustellung im WWW gegeben haben.
Interessant, nachdenklich!
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200623. Juli 2010 · #23Hallo Camelthorn,
jetz muss ich nachhaken,
zugegebenermassen ist das Wort "Buschmann" eine veraltete Form, das sie diskriminierend ist war mir nicht bewusst.
Zudem wäre dann auch San nicht richtig, da dieser Begriff nur einen Teil der Ethnie umschreibt und nicht als Oberbegriff alle Gruppen einschliesst,
So mein Kenntnisstand mit der Bitte um Berichtigung.
Ich glaube es ist auch entscheidend in welchem Zusammenhang man über diese Volksgruppe schreibt, ich denke hier im Forum benutzt niemand das Wort Buschmann in abwertender Form sondern wieder eines besseren Wissens. Bei N..er ist die Stossrichtung dann schon deutlicher.
Ich werde in Zukunft darum bemüht sein von den Khoisan, Khoikhoi, Kweh oder Kang zu schreiben, insofern ich sie im Zusammenhang richtig zuordnen kann.
Sorry das ich unwissentlich den Begriff Buschmann benutzte!
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200723. Juli 2010 · #24Hallo camelthorn,
ich bekenne ebenso wie Kurt meine Unwissenheit, aber auch die zitierten Experten von Survival International sprechen in dem Zusammenhang auf ihrer Homepage nicht von San, sondern von Buschleuten:
Survival InternationalDas heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass der Begriff San abgeschafft wurde 😉
Was ist denn nun "politisch korrekt"?
Viele Grüße,
Volker
GRGrindsby84 Beiträge · seit 200823. Juli 2010 · #25Was ist denn nun "politisch korrekt"?
Vielleicht indigene Völker der Kalahari?
Schwierig zu sagen was politisch und inhaltlich korrekt ist...
Aufschlussreich find ich die Erklärung des Bradt Travel Guides:
http://www.botswana-travel-guide.com/bradt_guide.asp?bradt=1156"Ideally, we would use the term by which these people use themselves, but there lies the rub. Ask villagers in the Kalahari and they will describe themselves as members of the Ju-/wasi, the !Kung, the Hai-//omn – or any one of a dozen other language groups. If we used these much more precise linguistic terms they would overly complicate our discussions and require an accuracy that is beyond me.
These people have no label for the broad racial category that we regard as 'the Bushmen'. They simply don't think of themselves as belonging to one race of people. Therefore, the concept of an overall grouping of people that we call 'Bushmen' must have originated from someone other than the people themselves. In truth, it is an invention of those who came to this corner of Africa later – a legacy of colonialism in its broadest sense."
Das Bedürfnis, Personen nach Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit zu gruppieren, liegt wohl auch an unserer Kultur. Im Grunde genommen sind doch die Bezeichnungen austauschbar. Die Frage ist, welche Konzepte unserem Denken zugrundeliegen.
Gruß Sybille
MAMatt415 Beiträge · seit 200824. Juli 2010 · #26Den Buschmännern, San etc. wird es wie den Maoris ergehen. Früher oder später. Ich denke nicht, dass diese Art zu leben in Botswana eine Zukunft haben wird. Aber dies ist schlussendlich der Lauf der Zeit. Wir erwarten ja gerade, dass Afrika wirtschaftlich endlich auf eigenen Beinen stehen kann. So ist es auch logisch, dass diese traditionelle Art zu leben, keine Zukunft haben kann/darf.
Hätten diese Buschmänner eine Chance, einen Job zu bekommen, würden sie mit Sicherheit auf dieses Leben verzichten und lieber in Kasane, Jo'Burg- oder irgendeiner anderen Stadt leben. Klingt traurig, ist aber wahr.
Kennt Ihr den Film "Heidi"? Solche Alpenmänner gibt es in der Schweiz ja auch nicht mehr.... oder nur noch ganz selten. Ohne Subventionen vom Staat würden diese Bergbauern auch nicht mehr existieren können.
Zudem, wie schon erwähnt.. man muss vom Bild der Buschmänner mit Pfeil und Bogen weg kommen. So ist dies schon lange nicht mehr...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
HJHJHGast24. Juli 2010 · #27Müssen schon wieder Europäer nach Afrika kommen und jeden maßregeln, was ihrer Meinung nach korrekt oder nicht korrekt ist und wie er sich auszudrücken oder zu verhalten hat?
Von den Buschleuten ist noch nie, so lange ich zurückdenken kann, jemals "abwertend" gesprochen worden. Es ist ein Sammelbegriff vieler Gruppierungen dieser ethnischen Volksgruppe.
Diese ganze Maßregelei ist doch krank. Es gibt Ethnien, es gibt Völker, es gibt Stämme, es gibt Sprachgruppen, ob es uns paßt oder nicht. Ein Kongolese ist ethnisch kein Schweizer, und ein Usbeke ist ethnisch kein Deutscher.
Ob man das wahrhaben will oder nicht. Und wer das nicht respektieren will, kann sich sehr schnell von der einen oder anderen Seite aufgrund dieser Respektlosigkeit eine blutige Nase holen. Und diese Leute respektiere ich, die sich dagegen wehren.
Denn das ist ihr gutes Recht.
camelthorn409 Beiträge · seit 200925. Juli 2010 · #28Kann mir bitte mal jemand den letzten post von HJH uebersetzen?
Danke!
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Nenette1'309 Beiträge · seit 200925. Juli 2010 · #29Hallo,
Matt schrieb: Wir erwarten ja gerade, dass Afrika wirtschaftlich endlich auf eigenen Beinen stehen kann. So ist es auch logisch, dass diese traditionelle Art zu leben, keine Zukunft haben kann/darf.
Ich bin sicher sehr romantisch veranlagt, aber ich erwarte überhaupt nicht, dass diese traditionelle Lebensweise, den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet wird. Es ist nur leider so, dass gerade die traditionell lebenden Völker einem hohen Druck der Anpassung ausgesetzt sind, sei es durch Zwangsumsiedlung, Begrenzung des Lebensraums etc.. Hier z.B. ein interessanter Link bzgl. der Maasai
http://www.maasai-association.org/opinion.html .
Was für den Naturschutz inzwischen weltweit akzeptiert wird, sollte für Kulturen ebenso gefördert werden: Artenvielfalt.
Kennt Ihr den Film "Heidi"? Solche Alpenmänner gibt es in der Schweiz ja auch nicht mehr.... oder nur noch ganz selten. Ohne Subventionen vom Staat würden diese Bergbauern auch nicht mehr existieren können.
Ich kenne die Verhältnisse in der Schweiz nicht, aber in der EU erhalten die Bauern die größten Subventionen, die am weitesten von der Heidi-Idylle entfernt sind: die Großbetriebe.
Zudem, wie schon erwähnt.. man muss vom Bild der Buschmänner mit Pfeil und Bogen weg kommen. So ist dies schon lange nicht mehr...
Aber das Bild, was heute von ihnen gezeigt wird, siehe Video von Erika, ist eher erschreckend.
Wie so viele andere Völker können sie nicht mehr zu ihrer ursprünglichen Lebensweise zurückkehren, sind aber in der "modernen" Welt nicht angekommen und oftmals auch gar nicht erwünscht.
Liebe Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Silberadler563 Beiträge · seit 200925. Juli 2010 · #30Hallo,
Focus schrieb:
„...Die Regierung hatte die eingeborenen Bewohner wegen Ansprüchen von Diamantminen und eines Luxusressorts für Touristen umsiedeln lassen. 2006 entschied ein anderes Gericht, dass die Buschmänner in ihre wüstenartige Heimat zurückkehren dürften. ...“
Nun verwehrt man Ihnen die Entnahme von Wasser. Hier brauchen man m.E. erst gar nicht auf Naturvölker abheben, um darin eine Ungerechtigkeit zu sehen. Die Bedeutung von diesem Lebenselixier haben unsere Vorfahren zu schätzen gewusst. Nicht umsonst entstanden die ersten festen Siedlungen in Europa an den Flussläufen. In diesem Fall kommt erschwerend hinzu, dass diese Volksgruppe noch einen großen Anpassungsprozess vor sich hat. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Entscheidung doch noch zu Gunsten der San geändert wird.
Gruß Mike
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200625. Juli 2010 · #31Hi Camelthorn,
Kann mir bitte mal jemand den letzten post von HJH uebersetzen?
Also Usbeken sind keine Deutschen. Das habe ich verstanden (und wusste ich schon) 🙂 Ansonsten bin ich für eine Erklärung auch mehr als offen!
Sonnige Grüße
Christian
P.S. Die Bezeichnung "Buschmänner" war uns ist schon immer eine von Einwanderern (Kolonialmächten) aufgebrachte und genutzte Bezeichnung. Khoisan ist die korrekte Stammesgruppenbezeichnung laut diesen Personen selber. Ist ähnlich wie Eskimos vs. Inuit etc. Ach ja, übrigens bedeutet Neger schlichtweg nur "schwarz" und war bis weit in das 20. Jahrhundert rein ein absolut nicht negativ belasteter Begriff. Aber das nur am Rande! Ich esse auch weiterhin Negerküsse...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Silberadler563 Beiträge · seit 200925. Juli 2010 · #32Hallo Christian, Camelthorn,
ich habe auch verstanden, dass "...Diese ganze Maßregelei ist doch krank ... und ... Ein Kongolese ist ethnisch kein Schweizer, ..." 😄
Gruß Mike
JEjeweller235 Beiträge · seit 200925. Juli 2010 · #33Hallo Leute ,
seht es gelassen, die Germanen haben vor 2000 Jahren auch viel von den Roemern angenommen.
Die Welt aendert sich und wir muessen nicht glauben, das die Norm Deutschland, fuer den Rest der Welt gilt.
Gruss Hubert
HJHJHGast25. Juli 2010 · #34jeweller schrieb:Hallo Leute ,
seht es gelassen, die Germanen haben vor 2000 Jahren auch viel von den Roemern angenommen.
Die Welt aendert sich und wir muessen nicht glauben, das die Norm Deutschland, fuer den Rest der Welt gilt.
Gruss Hubert
KLASSE ausgedrückt! Wenn nur die Deutschen das mal endlich zu Herzen nehmen würden, daß das außerhalb Deutschlands nicht immer, und immer weniger, als opportun angesehen wird, was ihnen in den vergangenen Jahrzehnten anerzogen wurde oder was sie meinten sich anerziehen zu müssen in Sache "Korrektheit im Mainstream" (Staatsfunk ARD und ZDF), und viele nun meinen, jeden maßregeln zu müssen. Die ganze Welt lacht darüber, und keiner in Deutschland bekommt es mit innerhalb des Horizontes der Selbstgerechtigkeit.
Tut mir leid, wenn Einzelne sich angesprochen fühlen. Es ist eine allgemeine Aussage die niemanden bewußt oder unbewußt gezielt anspricht. Ein bischen Gelassenheit würde uns allen gut tun in diesem Umfeld der Schuld- und Betroffenheitskultur.
MAMatt415 Beiträge · seit 200825. Juli 2010 · #35Ich bin grundsätzlich für die korrekte Bezeichnung sämtlicher ethnischer Gruppierungen. Wenn ich das nicht tue, dann, weil ich nicht weiss, wie eine Gruppierung sich in Wirklichkeit nennt.
Zu dem Heidi-Faktor. Auch in der Schweiz werden die Bauern massiv mit Subventionen eingedeckt. Jedoch steht es gerade bei den Bergbauern sehr schlecht, da es finanziell nicht sehr attraktiv ist. Ich denke, mittlerweile haben wir mehr deutsche Bergbauern in der Schweiz als SchweizerInnen (um das weibliche Geschlecht nicht zu benachteiligen).
Aber, hätten die Buschmänner andere Perspektiven, würden diese garantiert (ok, nicht zu 100%) eine andere Lebensweise bevorzugen.
Solange es jedoch keine anderen Alternativen gibt, finde ich das Verhalten der Botswanischen Regierung unterste Schublade (Verbot von Wasserbohrungen etc.). Hier bräuchten wir mehrere Jean Zieglers, welche gegen solche Regierungen ankämpfen würden.
Selber fasziniert mich die Art und Weise, wie die Buschmänner, Hereros, Himbas (Ok, nicht die Touristen-Himbas) weiterhin nach urtümlicher Art leben. Kann jedoch jeden/jede verstehen, welche/r das Leben der westlichen Welt anstrebt.
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
camelthorn409 Beiträge · seit 200927. Juli 2010 · #36Nochmal zurueck zum Thema: Wuerdige Bezeichnung von Ethnien.
Was nun politisch korrekt ist und was nicht, aendert sich im Laufe der Zeit immer wieder. Aus gutem Grund. Auch wenn der Einzelne im Einzelfall eine Bezeichnung gaenzlich neutral benutzt, und vielen nehme ich das im Fall von "Buschleuten" auch ab, so hat die Titulierung dennoch einen Klang, der despektierliche Assoziationen weckt. Wenn nun, wie in diesem Fall, die so Bezeichneten den Sammelbegriff "Khoisan" vorziehen, dann ist das meines Erachtens Grund genug, ihn auch zu gebrauchen. Die Damara heissen ja auch nicht mehr "Klippkaffern" und die Nama werden auch laengst nicht mehr "Hottentotten" genannt. Dass sich die deutschstaemmigen Namibier unter dem antiquierten Begriff "Suedwester" scheinens immer noch wohl fuehlen, will ich hier lieber nicht diskutieren.
Auch wenn es das Thema nur streift, so moechte ich doch behaupten, dass es unter den Deutschen in Deutschland sicherlich einen Aufschrei gaebe, wuerde eine oesterreichische Nachrichtensendung mit den Worten beginnen: "Berlin. Die Piefkes haben einen neuen Bundespraesidenten..." oder eine englische mit den Worten "The Krauts made it to the Semi-finals..." Es steckt zweifellos etwas abschaetziges in den Bezeichnungen.
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
HJHJHGast27. Juli 2010 · #37Camelthorn,
ich mußte zu diesem Beitrag doch wirklich schmunzeln.
Warum?
Weil die Begriff "Buschleute" niemals und von jemanden anderes als von ihren schwarzen Brüdern despektierlich benutzt wurde, besonders von namibischen Regierungsmitgliedern (wie übrigens die Kommentare zu den Himbas). Maßregele doch die Minister und den Präsidenten einmal *LOL*.
Die Buschleute wurden von den "Weißen" immer als Inbegriff von etwas Besonderen angesehen, das man zu respektieren hatte und auch konnte. Das ist die Praxis bis heute. Sie haben nie mehr konsumiert als die Natur ihnen gab. Viele werden von den weißen Farmern auf den Farmen mit ihrer traditionellen Lebensweise toleriert. Werden Farmen durch schwarze Farmer, besonders durch Herero, übernommen, dann werden die Buschleute heute generell verjagt. Speziell von den Omaheke-Farmen.
Der Begriff "Khoisan" ist auch wieder so eine abstruse Kreation, die ich nicht benutzen werde.
Die Damara nennen sich zum Teil selbst Klippkaffern, und die anderen Schwaren nennen sie Goudamab (übersetzt: sch... Damara).
Die Nama nannten sich bereits vor 100 Jahren Nama, die anderen Volksgruppen jedoch herablassend Hotnots, besonders wenn sie sich etwas zuschulden haben kommen lassen, oder dem Alkohol zu sehr zugesprochen haben.
Ich weiß nicht, was am Begriff Südwester antiqiert sein soll?
Oder sollen die Deutschen bald in Westanatolen umgetauft werden nur weil es einigen "Korrekten" opportun erscheint sich bei der künftigen Mehrheit zu integrieren?
Übrigens sind die Deutschen auch so für die Ösis die Piefkes, und die Deutschen für die Engländer und Amis die Krauts oder Huns.
So sind die Engländer für die Buren die Rooineks, und die Afrikaaner für die Südwester eben die Japies oder die Schlappohren.
Und was ist verkehrt daran?
Lach mal darüber, statt Dich verklemmt an angeblichen Korrektheiten hochzuziehen! 😄 😄 😄 😄 😄 😄 😄
camelthorn409 Beiträge · seit 200927. Juli 2010 · #38Werter HJH,
vielen Dank fuer Ihre einfuehlsame, taktvolle und hoefliche Antwort auf meine Einlassungen.
In nahezu brillianter Weise haben Sie zum besseren allgemeinen Verstaendnis meine eigentliche Intention herausgearbeitet: Massregeln, ja das war es was ich vergass zu erwaehnen, Massregeln wollte ich. Und zwar alle - ausser natuerlich die schwarzen Brueder der Khoisan und die namibische Regierung natuerlich auch nicht. Die sollen ruhig alle weiterhin Buschmann rufen so oft und so laut sie wollen.
Sie muessen naemlich wissen, alle meine Gedanken muessen ersteinmal durch einen Schwarzweissfilter, bevor ich sie in Worte presse.
Dass das zu Verklemmungen fuehrt, werden gerade Sie doch sicherlich verstehen, oder?
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200627. Juli 2010 · #39Hallo,
obwohl ich selten vom Campingplatz runter kommen 😄
den fand ich gut, kenne ich viele Weisse Namibier die sich als Namibier fühlen und sich selbst als deutschstämmige Namibier bezeichnen. Ich werde in Zukunft wenn ich mit Menschen die aus dem Volk der San oder Kweh kommen kurz fragen wie ich sie nennen soll - kein Problem!
Manchmal muss man sich von "altem" trennen, no Problem.
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
WOWoMaGast27. Juli 2010 · #40HJH schrieb:Die Buschleute wurden von den "Weißen" immer als Inbegriff von etwas Besonderen angesehen, das man zu respektieren hatte und auch konnte. Das ist die Praxis bis heute. Sie haben nie mehr konsumiert als die Natur ihnen gab. Viele werden von den weißen Farmern auf den Farmen mit ihrer traditionellen Lebensweise toleriert.
Tut mir Leid, Camelthorn, aber da schließe ich mich Hajo an. Ob der Begriff "Buschleute" nun ethnisch korrekt ist oder nicht, er ist und war eine Bezeichnung die - für mich jedenfalls - mit positiven und nicht mit "despektierlichen" Assoziationen behaftet ist. Für dich mag das anders sein, und das respektiere ich auch, nur denke ich wirklich nicht dass man das mit "Piefkes" und "Krauts", "Rooineks" oder "Japies" vergleichen kann, denn wann waren diese Bezeichnungen jemals respektvoll gemeint??
Dass die Südwester nichts dagegen haben so genannt zu werden erleichtert übrigens die Unterscheidung zu den eingewanderten "Jerries" ungemein 😄
Ich benutze also den Namen "Buschleute" parallel zu "Khoisan" weiterhin in meinem täglichen Sprachgebrauch da mein Umfeld das genauso sieht.
Ich glaube sowieso nicht dass man sich an Bezeichnungen hochziehen sollte sondern lieber an der Attitude die dahinter steht. Zum Beispiel kann eben der Begriff "Jerrie" ganz unterschiedlich gemeint sein: wertneutral als Unterscheidung zu den Südwestern, liebevoll-neckend (zB von meinen Kollegen wenn ich mal wieder zu "deutsch" denke 😉 ) oder tatsächlich ziemlich abwertend.
Ich kenne jemanden der immer noch den Begriff "Neger" benutzt, was mich anfangs immer zusammenzucken ließ. Bei ihm ist das jedoch einfach nur als Sammelbegriff für Schwarze gemeint, in keinster Weise diskriminierend oder abwertend, einfach nur weil er den Begriff als wertneutral kennen gelernt hatte und eben immer noch als solchen benutzt. Das kann ich also akzeptieren - im Gegensatz zu manchen Leuten hier die schwarze Menschen generell als "Kaffer" bezeichnen und ich genau weiß welche Gesinnung dahinter steht.
Ich jedenfalls freue mich dass die Welt bunt ist 🙂
lg
WoMa