SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun?

169 Antworten · 89,9k Aufrufe · gestartet 12. Juli 2010 von lilytrotter
Antworten
2'721 Beiträge · seit 200625. Dez. 2011 · #121
Hallo
Bitte. Ich wollte nichts zersetzten. Ich dachte die Liste soll auch hilfreich sein. Was nutzt es mir, wenn ich weiss wie die Schlange heisst und ich sie nicht einschätzen kann.
Sorry, war ja nicht bös gemeint.
Bazi
4 Beiträge · seit 201125. Dez. 2011 · #122
Hallo ihr Beiden,
in Namibia gibt es sehr viele Schlangenarten, erhrlich gesagt, man begegnet ihnen häufig, bemerkt sie aber nur sehr selten. Wichtig in diesem Zusammenhang, keine blutverdünnenden Medikamente, kein z.B. ASPIRIN, einige Gifte wirken auf das Blut gerinnungsmindernd, bis hin zur absoluten Ungerinnbarkeit.
Hier eine kompl. Liste hinzustellen würde den Rahmen sprengen.
Auch die Beurteilung über den LD 50 ist Unsinn, was sagt er schon?
Werden Toxine an Tieren getest verzerrt das, das Bild. Würde man den LD 50 der australischen Trichternetzspinne an Mäusen ermittel...schwach toxisch!
Seltsamer Weise wirkt das Gift nur bei Primaten sehr stark, Hunde und Katzen kratzen sich gelegentlich und das wars. Mir ist schon klar das Australien nichts mit Namibia zu tun hat, es geht mir um die Aussage.
Wichtiger ist, vertraut machen, mit dem was an Ausrüstung vorhanden ist. Auch Geräte mit denen Inzisionen angelegt werden gehören nicht in die Hand von Laien.
Mir reicht ein Taschenmesser, eine Klinge ist scharf wie ein Skalpel, die andere mit einem ander Schleiffwinkel für den normalen Gebrauch.
Jedes Teil kann ich blind handhaben, ein einfacher Tipp von mir, im Grasland (bei der Jagd geht ein Teil der Aufmerksamkeit verloren) trage ich selbst genähte, ich nenne es Glocken, Überzüge. Die haben oben zu Befestigung Klettbänder, sie sind weit und aus einem guten, dichten Leinenstoff. Giftschlangen greifen die Oberfläche an! Die meisten trennen sich dann um nicht verletzt zu werden.
Ich versuche keine Dogmen zu erstellen, wenn jemand nur über meine Worte nachdenkt habe ich erreicht was ich erreichen wollte.
Eines ist mir bei Schwarzen Mambas aufgefallen, überqueren sie eine freie Fläche und bemerken einen, sie verstecken sich und sind angriffsbereit, stoßen ohne weiteres zu. Hier lohnt sich ein Bogen um sie herum.
Gruß
Uwe
4 Beiträge · seit 201125. Dez. 2011 · #123
Eigentlich wollte ich schon los, ist Weihnachten.
Bilder bringen nichts, es gibt so unendlich viele Farbvarianten.
Am Verhalten kann man einiges sehr grob festmachen.
Nattern, auch die Schwarze Mamba, die Kobras, sie stellen einen Teil ihres Körpers gerade hoch, wenn sie auf dem Boden sind.
Ottern richten sich auch auf, aber der Körper ist in sich noch verwunden, sie springen regelrecht vor. Sie vertrauen stärker auf ihre Tarnung, zu recht.
Immer die Augen als erstes, dann der Rest, nie über Findlinge oder Baumstämme steigen, ein kleiner Umweg doch der Urlaub geht nach fünf Sekunden normal weiter.
Grüße
Uwe
983 Beiträge · seit 201125. Dez. 2011 · #124
Manchmal ist Google auch der Weihnachtsmann:

http://www.schlangen.in/namibia

Nach dieser Quelle gibt es in Namibia folgende Giftschlagen:
Insbesondere schwarze Mamba und gestreifte Speikobra!
Weitere sind Puffotter, Namib Sandotter (im Westen), Erdotter, Hornvieper, Kapkobra, Angolanische Kobra, Schwarze Kobra (im Norden), Schwarznacken Kobra (im Norden), Baumschlange, Vogelschlange, Gemeine Korallenschlange, Südwest afrikanische Korallenschlange, Schildnasenkobra (im Westen, Nordwesten), Damara Tigerschlange (im Norden), Namib Tigerschlange (im Westen, Südwesten), Peitschenschlange und Grasschlange.

Bilder gibts auch zu (fast) jeder dieser Schlangen auf Google.

Damit ist mein Interesse als Tourist an dem Thema befriedigt.

Selbstverständlich beachte die von euch hier in diesem Strang genannten Sicherheitsregeln zu Schlangen, mache im Notfall ein Foto von dem Tier für den Arzt

- und wünsche noch schöne Weihnachten!
Ralf
Beste Grüße rhh64
518 Beiträge · seit 200729. Dez. 2011 · #125
Hallo , liebe Gruesse aus der kalahari von Paddy . Gestern Abend beim sundowner - Spaziergang hörte ich es einen Meter neben mir rascheln . Ein Blick und ich sah die kapkobra aufgerichtet neben mir . Wir blieben stehen und sie zog sich aufgerichtet langsam zurück . Es war ein spektakuläres Erlebnis für uns , auch die letzte nacht haben wir davon geträumt , was waere wenn . Jetzt mit Abstand können wir uns glücklich schaetzen , so etwas gesehen zu haben . Wir sind übrigens in der kalahari , suedlich kalkrand in der Red dunes Lodge , die sehr schön ist . Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
260 Beiträge · seit 200730. Dez. 2011 · #127
Bei Fragen bezüglich Giftschlangen aus dem südlichen bzw. südwestlichen Afrika dürft ihr Euch gerne an mich wenden. Ich pflege bereits seit rund 12 Jahren ausschliesslich Giftschlangen aus den genannten Regionen und habe deshalb 2006 auch Namibia für knapp vier Wochen bereits um die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und zu beobachten.

Im allgemeinen kann aber gesagt werden dass wenn man nicht weiss was man wo zu suchen hat, ist die Chance eigentlich überraschend gering auf eine Giftschlangen zu treffen. Ich musste mich zumindest teilweise recht bemühen und mich durchfragen bei den Einheimischen, damit ich die eine oder andere Spezies überhaupt entdecken konnte.

Am ehesten trifft man noch auf Kapkobras, Sandrennattern oder Puffottern - alles andere bleibt einem meistens verborgen.


Beste Grüsse
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Gast13. Jan. 2012 · #128
22 Seiten zu lesen hab ich nun wirklich nicht die Lust zu.

Aber Schlangenseren werden heut zu Tage NICHT mehr empholen. Es gibt verschiedene Gifte und wenn dann nochj das falsche Antiserum dazu kommmt, existiert eine hefftige Kreuz reaktion.

Zum Thema Schlangen Kobra Gift entfaltet seine volle Wirkung zwischen 14-.24 Stunden (Quelle: Schlangenpark Swakopmund). Es ist mörderisch Giftig aber es dauert lange. Gefährlich ist die Mamba. Das Gift ist stark, schnell Wirkend. Und sie kann sich 2/3 aufstellen, ein Biss in Brusthöhe ist also möglich. Kurze Hosen sind keine Gefahren. Die meisten Bisse existieren am Knöchel undda sind Wanderboots ausreichend. Bei Schlangenhändler sind Arme und Hände gefährdet. Nur dagegen hilft kein Hemd o.Ä. die beissen durch den Stoff durch. Auch eine lange Jeans ist ein Alibi Schutz, wenn sie wollen beissen sie da durch.

Die Pumpe ist in der Tat gut. Vor allem Multifunktionall. Nicht nur gegen Schlangen sondern auch gegen anderen Stichen z.B. Rote wespen. Gerade im südlichen Namibia ein Problem.

Wer immer diese dumme Idee hatte mit dem aufschneiden. Bloß NICHT!!! schon mal an eine erhöhte Infektionsgefahr gedacht??? Es ist dann eine offene Wunde und wenn dann Dreck rein kommt habt ihr freude. Und gerade in der Wildniss ist Dreck ein Problem.

Wenn jemand gebissen wird sofort mit klarem Wasser ausspülen das hilft immer sehr gut. Vitamin C ist auch immer gut, zumindestens habe ich das auch gehört.

So etzter Punkt alle haben Angst vor wilden Tieren, aber die meisten Todesursachen in Namibia (nehmen wir Aids mal raus), ist das Auto! Viele touristen schnallen sich einen 4X4 und denken sie sind sicher. FALSCH aufgrund des schlechten Bodenfreiheit und demnach Schwerpunkt neigen sie viel mehr sich zu überschlagen. Die Strassen sind das Problem nicht die Tiere. Wenn ich manche Posts hier lese schüttel ich nur noch den Kopf.


@ Monokelkobra
das seh ich anders. Im südlichen Namibia habe ich in vier Monaten eine Horned Viper gesehen, eine Gelbe kobra, zwei schwarze Kobras, eine Tiger Snake. und dann zwei Peitschenschlangen (ok keine Giftschlange aber dennoch). Ich finde das ist schon viel....
MFG
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2012
260 Beiträge · seit 200715. Jan. 2012 · #129
@ malealea

Also in deinem Text stimmt inhaltlich so vieles nicht, da muss ich schon etwas energisch intervenieren:

1. Schlangenseren (Antivenine) sind noch heute absolut stand der Technik und der Wissenschaft und finden sicherlich auch in 10 Jahren noch praktische Anwendung. Man ist heute einfach so weit dass man mit Seren etwas länger wartet, in der Hoffnung die med. Probleme auch anders in den Griff zu bekommen. Dies da Seren immer auch gewisse Risiken bergen, vor allem bezüglich der Verträglichkeit...... sie sind aber absolut gängige Praxis und oft die letzte Chance für einen Gebissenen.

2. Das Kobragift seine volle Wirkung erst binnen 14-24h entfalten soll ist ja wohl der Quatsch des Jahrhunderts (da hat man dich def. verschaukelt!) und hat mit Faktenwissen rein gar nichts mehr zu tun. Das Gift aller Kobraarten auf der Welt kann seine volle Wirkung durchaus binnen 5 bis 15 Minuten entfallten und im Worstcase auch ebenso schnell zu Tode führen. Dies hängt mehrheitlich davon an ob der/die Gebissene darauf allergisch reagiert oder aber wo die Bissstelle ist - gut durchblutete Regionen des Körpers beschleunigen den ganzen Prozess massivst.

Im Normalfall kann man sagen dass die gefährlichen Symptome nach einen Kobrabiss cirka ab 1h nach dem Biss zu erwarten sind...... (+/-) Ab dann kann dies rasend schnell voran gehen. Es gibt allerdings eine Regel die zu deiner Zeitangabe passt, und zwar sagt man eigentlich dass wenn ein Patient einen Kobrabiss 24h überstanden hat, dann ist dieser über dem Berg - immernoch etwas zu betrachten, aber sicherlich nicht völlig jeder Grundlage entbehrend.

3. Diese Pumpen sind eher schlecht als recht und allenfalls bei Insektenstichen bzw. Spinnenbissen geeignet. Bei einem Schlangenbiss wird dass Gift recht tief injitziert, auch bei Kobras, und da kann das Sauggerät keine Wirkung mehr erzeugen. Bei einem Puffotterbiss hast du damit sogar absolut NULL Chance. Die Wunde auszuwaschen ist sicherlich keinesfalls falsch, aber die Stiche- bzw. Bissstellen sind meist so winzig dass es dan nicht viel auszuwaschen gibt.

4. Aufschneiden wird heutzutage wirklich nicht mehr empfohlen, wobei dies auch deshalb der Fall ist da die Gifte von Tieren derart unterschiedlich wirken, dass der Laie darüber keine Kenntnisse besitzen kann. Soll heissen bei gewissen Art macht einschneiden prinzipiell noch Sinn, während es bei einer anderen Spezies fatale Auswirkungen haben könnte. Ich wurde anno 2000 von einer Klapperschlange in die Hand gebissen (rechter Zeigefinger) und habe diesen ca. 10-20 Sek. nach dem Unfall aufgeschnitten...... und würde es bei der selben Spezies sofort wieder machen. In Afrika wäre dies ev. nach einen Mambabiss eine gute Möglichkeit 10-20% des Giftes aus dem Körper auszuschwemmen, da man ev. auch 5-6h Autofahrt bis zum nächsten Hospital vor sich hat. Während es bei einen Biss einer Sandrasselotter mit Garantie zu Komplikationen führen würde.

Wegen der Infektion würde ich mir gerade im trockenen Afrika wenig Sorgen machen, zumal dass eindeutig grössere Problem die Vergiftung ist !

5. Stimmt, autofahren in Namibia ist eindeutig sehr gefährlich und wohl kaum zu toppen durch etwas anderes dort. Ich bin damals erschrocken wie dort rumgeheizt wurde.

6. Naja ich sehe dass nicht so, denn wenn du in Relation betrachtest wie oft du in Namibia tatsächlich in der Nähe einer Schlangen gewesen bist, und wie oft du dann am Ende wirklich eine gesehen hast, dann ist dies vernachlässigbar wenig. Also um meinen ''Durst'' nach Giftschlangen zu stillen musste ich effektiv aktiv suchen gehen..... und dies Ausbeute war gerechnet daran gerade zu dürftig und lächerlich.
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Gast15. Jan. 2012 · #130
Hallo Monokelkobra,

Nachdem du mir wiedersprochen hast bin ich stutzig geworden. Ein bekannter von Dr. (Biologie)Mark Auliya und renomierter Schlangenexperte hat jetzt folgende Aussagen getroffen

deine Angaben zum Schlangengift sind ebenfalls nicht korrekt. Gerade beo Kobras gibt es kein Durchschnittswert. Denn es ist immer davon abhängig, wie alt die Schlange und das Opfer ist. Ob das opfer sich gepanikt hat oder nicht. Wo der Biss war, Wieviel Gift injeziert worden ist, Ob nur ein Zahn oder 2 Giftzähne getroffen haben etc. Er meinte sogar selbst Toxikologen geben bei Kobras keine Zeiten raus. Egal ob es sich bei der Angabe, um "wann fängt das Gift an zu wirken" oder "wann sind die ersten Sympthome zu erwarten".

Mit dem Serum ist es so eine Sache, nicht nur das Gefährliche Kreuzreaktionen auftreten können, sondern auch die Nebenwirkungen sind enorm. Von daher sollte das Serum nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Dennoch ist es Oft die letzte Rettung. Gerade mit Seren werden aus unkenntnis viele fatale Fehler begangen, deswegen sollten Laien keine Seren selber verabreichen. Mit Empfohlen meinete ich für Laien, um Klarheitrein zu bringen. habe mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt.

Mit dem Pumpen bin ich tatsächlich falsch informiert worden, die bringen tatsächlich nichts und von daher danke für den Hinweiss.

Zum Thema aufschneiden, meinte der Experte blos nicht denn die Infektionsgefahr ist tatsächlich ein Problem. Der Körper ist durch das Gift genug geschwächt und ist von daher anfälliger. Weiter bekommt man nicht alles gift durch aufschneiden raus. Man hat eine Zusätzliche Wunde. Heut zu Tage wird geraten ein leichter Druck verband und dann zum Arzt.

Darf ich fragen ob du Schlangenexperte bist oder welche Quellen du nutzt? möchte mein Wissen gerne auffrischen.
260 Beiträge · seit 200716. Jan. 2012 · #131
Meine Angaben zum Thema Schlangengift sind in soweit zutreffend wie sie's eben sein können. Allzu pauschale Angaben bezüglich Zeit etc. können nicht gemacht werden. Drum habe ich auch davon gesprochen dass sich die Wirkung durchaus binnen Minuten zeigen kann..... ich habe keinesfalls behauptet dass dem immer so ist und oder dass die Zeitangabe auf die Minute stimmen muss. By the way: Was sind denn deines Erachtens ''echte Symptome'' ?!? Gibt's denn auch unechte oder falsche Symptome in diesem Zusammenhang ?

Das mit den zwei Giftzähnen oder wie alt dass Tier ist, ist eigentlich eher nebensächlich, da ich bei meinen Angaben natürlich klar von einem Worstcase Szenario ausgehe: Das bedeutet adultes ausgewachsenes Tier und IMMER beide Zähne !

Nebenwirkungen bei Serumgabe sind mittlerweile kaum mehr ein wirklich grosses Thema, die Seren sind heutzutage qualitativ bedeutend besser als vor 10 Jahren noch. Mittlerweile können die heiklen Eiweissbestandteile welche allergische Resktionen bzw. eine anaphylaktischen Schock auslösen können sehr gut abgetrennt werden. Nebenwirkungen sind fast nur noch bei qualitativ minderwertigen Produkten zu erwarten. Ausnahmen gibt's natürlich immer, wie bei jedem Medikament ! Das Serum NUR vom Arzt und NUR verdünnt verabreicht werden darf ist ja wohl selbstverständlich und stand meineserachtens niemals zur Debatte ?!?

Woher hast du den Quatsch das mit Seren viele Fatale Fehler begangen werden ?? Sorry, Seren befinden sich zu 99% in ärztlicher Hand. Man kann also davon ausgehen dass damit Fachpersonal und keine Laien herumhantieren....... dass dennoch immer was schief laufen kann liegt in der Natur der Dinge.

Mich würde interessieren wo dein Experte sein Studium absolviert hat und wann dies denn war ? 50er Jahre in Warschau ? Die Infektionsgefahr bei einem Einschnitt ist sehr gering sofern dass Werkzeug, also das Skalpell eine sterile Klinge hatte. Desweiteren schneidet man auch nur wenige Millimeter tief, und steckt sich dass Ding nicht einfach planlos ins Fleisch. Sowas hatte ich bei meinen Namibia Aufenthalt immer bei mir dabei für Notfälle. Das dabei von aussen noch eine Sekundärinfektion auftreten könnte ist klar, aber bei einer blutenden Schnittwunde 10x kleiner als wenn du in Namibia stolperst und dir bloss relativ undblutig und wenig tief dass Knie aufscheuerst! Was mit beim rumkletternd dort auf den Steinen bei der Schlangensuche 2x passiert ist, und dies auch ohne irgendeinen Effekt auf meine Gesundheit.
Und dass man danach sich einen Verband um die Schnitt- bzw. Bissstelle anlegt, der natürlich sauber sein soll, und man danach zum Arzt fahren sollte ist doch wohl klar. Da gibt's dann automatisch einen kleinen Pieks mit der Spritze eben wegen des schneidens, bzw. auch nur schon wegen des Bisses eines Wildtieres.

Ich sag's nochmals, die Situation im Amazonasdelta wäre weitaus dramatischer als in den meisten Teilen Afrikas !

Ich mag den Begriff Schlangenexperte nicht, dass unterstellt mir zu sehr eine Art von Allwissenheit, die ich nicht habe. Aber ja, ich bin sicherlich sowas wie ein Schlangenfachmann, der sich auf giftige Schlangen aus USA, Mexiko und dem südwestlichen Afrika spezialisiert hat und diese natürlich auch selbst zahlreich pflegt und züchtet. Desweiteren bin ich selber aus dem Pharma- und Medizinproduktesektor kommend, und habe deshalb sicherlich guten Zugang und profunde Kenntnisse auch was den medizinischen Aspekt anbelangt. Desweiteren wurde ich anno 2000 daheim von einer hochgiftigen Klapperschlange gebissen, und kann also (leider) sogar aus der Praxis mitreden, wobei mir lieber wäre ich hätte auf dieses ''Vergnügen'' verzichtet.

Man kann mir sicherlich vieles unterstellen und nachreden, aber mangelnde Kenntnisse und dummes Gerede ist's wohl eher nicht. Da ich nichts sage oder schreibe, wenn ich nicht auch was vernünftiges und vorallen Dingen Wahres dazu beitragen kann.

Wenn ich was nicht leider kann dann ist dies BlaBla und Halbwahrheitenwissen und dessen Streuung ! Denn es gibt tatsächlich Leute die Zählen hier darauf eine vernünftige und fachlich korrekte Antwort zu bekommen.....Aussagen wie ein Freund eines Bekannten von der Tochter meiner Arbeitskollegin ist BlaBla nutzt hier keinem was und ist auch meistens erstunken und erlogenes Mittel zum Zwecke der Weiterführung einer Diskussion. Dies habe ich mittlerweile in meiner wohl cirka 10 oder 15 Jährigen Foren-Karriere gelernt.

Entweder man weiss selber was, oder eben nicht....

Dies ist aber nur meine persönliche Meinung und Einstellung und ich zwingen niemanden diese mit mir zu teilen !

Best whishes
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
249 Beiträge · seit 200616. Jan. 2012 · #132
Hallo Monokelkobra

Ist die schwarze Mamba Standort treu?

Gruss Peter
Gast17. Jan. 2012 · #133
@ Monokelkobra,

Nichts für Ungut, das mir ein Schlangenpark faklsche Angaben gibt war sicherlich fatal,eigentlich müsste man diese auf den Faux pax aufmerksam machen... .

Was meinen bekannten betrifft er ist Dr. der Biologie und arbeitet zum Thema Schlangen in ebem Forschungsinstitut bei Leipzig. Also nix Warschau. Seit er denken an arbeitet er in der Schlangenforschung. Und ich halte es für eine logische Konsequenz, dass man nachforschungen anstellt, wenn man sich selber nicht mehr sicher ist. das war bei mir der Fall. Also wo ist das Problem?

Ich habe immoment die Impression, dass sich selbst die Experten gerade uneins sind wie gefährlich ein Antiserum wirklich ist. Wie soll dann ein Touri durchblicken?
Und wenn ein Touri so ein Antiserum auf reisen nimmt, glaubst du tatsächlich das sie
a) einen Arzt dabei haben?
b) bei einem Schlangen biss richtig reagieren z.B. nicht paniken
c) den Beipackzettel durchlesen?

Den Schock den du beschrieben hast, hat er auch erwähnt, diesen aber nicht
heruntergespielt. Denn auch wenn die Gefahr gering ist ein rest risiko ist da. Und was dann? Und wie es aussieht kennt keiner die gefahr wirklich, zumindestens kommt mir das so vor. Denn es ist eigenartig, dass zwei Experten so Grund verschiedene Meinungen haben.
MFG
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2012
260 Beiträge · seit 200717. Jan. 2012 · #134
@ peterB

Ja schwarze Mambas gelten als extrem standorttreu, man kann diese Tiere über Jahre immer wieder an selben Platz antreffen, wenn sie nicht zu sehr gestört und gestresst werden. Sonst kann es durchaus passieren dass sie sich einen ruhigeren Platz suchen.

LG
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
260 Beiträge · seit 200717. Jan. 2012 · #135
Erwarte die von Leuten in einem Schlangenpark nicht allzuviel, da gehts oft nur um Show in Verbindung mit leichter Panikmache. Egal in welches Land du gehst und welchen Park du besuchst, die Schlangen dort vor Ort sind immer die gefährlichsten und giftigsten der Welt... blablabla...
Also ob dies grundsätzlich eine gute Werbung wäre 😉 lach

Selbstverständlich ist es eine logische Konsequenz dass man sich Infos von aussen holt, bloss sind diese für mich solange keinen Cent wert bevor ich nicht weiss wer diese Person ist.

Nein, wir ''Experten'' sind uns nicht grundsätzlich uneins. Problem ist nur es gibt ein Dutzend Hersteller, und mehrere Varianten und Qualitäten von Seren. Solche die man quasi erst anrühren musse (z.Bsp. CroFab) oder bereits flüssige wie das alte Wyeth oder alle SAIMR Antiseren für Afrika.
Dann gibt's welche gewonnen aus Pferdeblut, und solche gewonnen aus Schafsblut..... usw usf.

Du glaubst doch nicht wirklich den Quatsch dass ein Tourist sein eigenes Serum dabei hat auf Reisen ?!? Zum einen ist dies ein Medikament, und kann also oft gar nicht eingeführt werden aufgrund diversen Gesundheitlicher Bestimmungen des Reiselandes. Zweitens ist es ein Rezeptpflichtiges Produkt welches auch ein Hausarzt nicht ohne guten Grund einfach so abgeben darf... wir reden hier nicht von einem einfachen Antibiotika oder so! Drittens sind Seren teuer und können schnell mal 250 oder gar 500 Euro (oder mehr!) pro Ampulle kosten. Und nur zwei oder drei dabei zu haben, nutzt für den Fall der Fälle eher nichts bis wenig. Also schon rein kostentechnisch ein Witz da man meist für eine Behandlung zwischen 4-12 Ampullen benötigen dürfte, nicht selten sogar mehr als 15 oder 20.

Desweiteren beträgt die Haltbarkeit von Seren meist nur kurze Zeit, vorallem bei den flüssigen Seren ist dem so. Nach spätestens 3 Jahren werden sie trüb und Eiweisse flocken aus...
Unter den nicht vernünftig gekühlten Bedingungen eines Afrikatrips kann dies aber auch bereits nach 2-3 Wochen passieren....

Drum sag ich ja, dass Antivenin muss das Problem der Ärzte im Krankenhaus bleiben !!

Du selbst kannst nicht mehr als die üblichen Wirkungsverzögernden Massnahmen einleiten, an ein heilen muss gar nichts erst gedacht werden - dies geschieht frühestens im Hospital.

Wir reden hier auch nicht von einer Gefahr, sondern von einem schlichten Restrisikopotantial, und sofern in der Regel der positive Nutzen eines Medikaments die geringe Gefahr eines Restrisiko überwiegt, wird dieses Medi auch zurrecht eingesetzt werden. Die Risiken sind mittlerweile gut bekannt, und einem Anaphylaktischen Schock kann gut entgegengewirkt werden - sogar im Outback bzw. draussen in der Savanne. Dafür gibt's Epipens wie sie auch von vielen Bienengiftallergikern den Sommer über immer mit dabei sind!

Cheers
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Gast17. Jan. 2012 · #136
@ Monokelkobra

Dann gehen wir doch eigentlich konform, denn du wiederholst eigentlich nur das was ich anfang geschrieben bzw. gemeint habe.

Mit Ausnahme der Zeitdauer des Giftes. Da lagen wir ja beide daneben. Das mit dem Schlangenpark fand ich jetzt interessant, finde ich eigentlich ein Unding, immerhin gelten sie, zumindestens sollen, als Experten gelten. Um dir mal ein Bild zu mache hier mal ein Link zur seinen referenzen
http://www.ufz.de/index.php?de=19706

Wenn ich die kompletten Posts hier lese, geht es doch darum das Laien das Serum mit in den Urlaub nehmen und selber verabreichen, oder hab ich da was falsch verstanden?

Und das bringt nichts. Auch wenn du sagst das sich viel getan hat in der Forschung, was ich auch glaube, nur es ist immer noch ein medizinischer Hammer.
260 Beiträge · seit 200717. Jan. 2012 · #137
Da das ganze doch ein wenig ermüdend und ernüchternd ist werde ich es mal bei meinem bisher gesagten belassen. Wer mehr Details möchte, Fragen hat oder mich zusammenstauchen möchte weil etwas nicht stimmig ist, möge sich doch per PM bei mir melden.


Beste Grüsse
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
249 Beiträge · seit 200617. Jan. 2012 · #138
Ups dann hatten wir vorgestern wohl grosses Glück,als die Schlange zwischen uns durch schlängelte und wir das Geräusch falsch interpretierten.

Wir werden diesen Platz wohl in Zukunft nicht mehr als Braaiplatz nutzen.

Gruss Peter
142 Beiträge · seit 201117. Jan. 2012 · #139
liebe monokelkobra,

ich finde, dass deine ausführungen höchst kompetent und interessant zu lesen sind und konnte so manches neue erfahren daraus. wäre sehr schade, wenn du uns dein wissen in zukunft vorenthalten würdest.

lb. gruß ulli
260 Beiträge · seit 200717. Jan. 2012 · #140
@ Ulli

Besten Dank, ich weiss deinen Comment zu schätzen und werde mich sicherlich nicht zurückhalten was zu schreiben wenn ich dafür den Bedarf erkenne. Ich möchte einfach dem üblichen Foren -BlaBla und dem damit verbundenen Ärger aus dem Weg gehen.

Ich bleibe euch allen erhalten, und werden mich sicherlich immer mal wieder melden. Schliesslich sind die Reptilien aus dem südlichen Afrika, vor allem die Schlangen, meine grosse Passion.

Beste Grüsse
Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien