SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun?

169 Antworten · 89,9k Aufrufe · gestartet 12. Juli 2010 von lilytrotter
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Gast13. Juli 2010 · #21
Eine halbwegs gute Kühlbox, über Autobatterie versorgt nur während der Fahrtzeiten, die man auf ca.1°C hält, verliert, wenn man seinen Menschenverstand einsetzt und die Regeln der Physik berücksichtigt, max. 5°C. für den Zeitraum zwischen 18:oo und 09:oo Uhr. Ich habe ein Eisfach dabei, da verliert der Kühlteil während der Zeit max. 3°C.

Wenn man natürlich zu den ganz Schlauen gehört, dann packt man die Box abends bei abgeschalteter Stromversorgung voll warme Getränke, dann hat man natürlich morgens 20-25°C, und wundert sich, daß man keine Kühlkette aufrecht erhalten kann....
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
982 Beiträge · seit 200613. Juli 2010 · #22
HJH schrieb:
Soviel unpraktikablen Unfug habe ich selten in meinem Leben gelesen. Manche schreiben offenbar nur, um auch etwas gesagt haben zu wollen.
WOW! Ich bin beeindruckt. Du hast bestimmt einen Schnellurs im Abreichen eines Schlangenantiserums absolviert und bereits praktische Erfahrungen gesammelt.
Leute, das ist doch alles eine Lachnummer was hier an Theorien abläuft.
Wie oft bist du im echten Leben bereits gebissen worden und konntest dein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen?
Willst du mir allen Ernstes erzählen, dass du völlig cool bleibst, wenn dich oder eine deiner Lieben auf deinem Trip eine Giftschlange beißt, das Antiserum auspackst, die "Anleitung" liest und dann zur Tat schreitest? Das glaubst du doch wohl selber nicht!
Das schlimmste ist, daß Leute sich um ihr Leben betreffende Dinge überhaupt nicht kümmern, völlig unvorbereitet eine Reise antreten, wo die Kamera das wichtigste Utensil ist, natürlich um hinterher angeben zu können.
Gehts noch? Ich möchte doch ein wenig um Zurückhaltung bitten. Du kennst hier die anderen Teilnehmer nicht.
Nehmt das zur Kenntnis, die dümmlichen Kommentare einiger können diese sich sparen.
Denkst du, dass dein kleiner Wutausbruch intelligenter war, als die von dir angeprangerten "dümmlichen" Kommentare?
Keiner braucht sich Serum mitnehmen, jeder KANN.
Da stimme ich dir zu.
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Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200813. Juli 2010 · #23
Hallo HJH!

Würdest Du dich jetzt, bitte, endlich mal im Rahmen eines allgemeingültigen Verhaltenskodex bewegen!

Nun hast Du viel geschrieben, beschwert, beleidigt, aber leider noch immer keine der Fragen, die schon längst an Dich gerichtet waren, beantwortet, die da wären:

Welches Serum nimmst Du mit? Wo kaufst Du es? Wo kann man es kaufen, wie teuer ist es?
Wie spritzt Du?
Was spritzt Du zusätzlich?

Wie stabilisierst Du?
Was machst Du bei Schock?
Was machst Du bei Mitreisenden, die sich nicht von Dir spritzen lassen wollen?

Welche Ausbildung hast Du?
Wie oft hast Du schon Schlangenserum gespritzt und wie verlief das?
Kannst Du uns Interessierte bitte darüber informieren, wie man lernt
- Schlangen zu identifizieren
- Das richtige Schlangenserum dabei zu haben und zu spritzen ?
Und wo man erfährt, wo das nächste Krankenhaus ist?

Das wäre doch mal ein konstruktiver Beitrag.
lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast13. Juli 2010 · #24
Holger,
alles hat eine Ursache.
Die zum Teil dümmlichen, mehr aber anmachenden Kommentare, kannst Du im kürzlichen Tread über das Kaokoland nachlesen.
Dieses nur als kleiner Hinweis, falls Dein Gedächtnis Dich jetzt im Stich gelassen hat. Nur die Anmacher, und niemand anderes, sind damit gemeint. Jeder wird wohl sehr genau wissen, ob ihm der Schuh paßt, oder auch nicht. Alle anderen bitte ich herzlich, es mir nach zu sehen, was kein Wutausbruch, sondern lediglich eine nüchterne Betrachtung des Heckenschützentums war.

Aber ich kenne das auch aus anderen deutschen Foren: Jeder Neue muß erst einmal fertiggemacht werden. Wie ein Rudel Hyänen stürzen sich alle auf den Neuen, wo vorausgesetzt wird, daß es sich wohl um einen Idioten handeln muß....

@ lillytrotter

Lies mal bitte Deine Kommentare über mich nach. Du und ich sitzen nicht am gleichen Feuer. Also Frage mich bitte nicht.

Hajo
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
727 Beiträge · seit 200813. Juli 2010 · #25
HJH schrieb:
Holger,
alles hat eine Ursache.
Die zum Teil dümmlichen, mehr aber anmachenden Kommentare, kannst Du im kürzlichen Tread über das Kaokoland nachlesen.
Und warum antwortest Du auf diese Kommentare dann nicht in dem anderen Thread?

Bis zu Deinem Kommentar war dieser Thread hier äußerst Informativ und wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest insbesondere die verlinkten Quellen zu lesen, hättest Du gesehen, dass Deine Anschuldigungen für diesen Thread alle nicht zutreffen.
Das schlimmste ist, daß Leute sich um ihr Leben betreffende Dinge überhaupt nicht kümmern, völlig unvorbereitet eine Reise antreten, wo die Kamera das wichtigste Utensil ist, natürlich um hinterher angeben zu können. Wer hat sich denn Literatur über Schlangenarten und Behandlung eines Schlangenbisses besorgt und sich damit mal intensiv beschäftigt?
Genau das wird in diesem Thread versucht, nämlich das Thema sachlich zu diskutieren und es sind einige sehr fundierte Quellen verlinkt.

Ich würde Dich also bitten Deinen Frust (ob berechtigt oder nicht) bitte in dem Thread auzulassen, in dem er entstanden ist.

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
982 Beiträge · seit 200613. Juli 2010 · #26
Hallo Hajo,

vielleicht wäre es eine gute Idee davon auszugehen, dass nicht alle Teilnehmer jeden Faden hier lesen. Das würde schon einmal helfen.

Ich für meinen Teil habe jetzt mal den Kaokoveld-Faden angelesen. Der erste, der aus meiner Sicht beleidigt reagiert und rumgepöbelt hat, warst du im Beitrag #146002. Der Grund war der, weil keiner der europäischen Idioten auf dich hören wollte. Weiter habe ich nicht gelesen, denn das Thema "Kaokoveld" interessiert mich nicht.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, mal im Netz nach "Netiquette" zu suchen. Da gibt es einige Versionen, die aber alle denselben Tenor haben, den du nach meinem Empfinden nur begrenzt berücksichtigst.
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323 Beiträge · seit 200713. Juli 2010 · #27
Wenn mal wirklich was passieren würde, wäre ich nicht unglücklich, jemand wie HJH als Tourguide in meiner Nähe zu wissen. Natürlich ist er im Umgangston nicht Mainstream. Aber das kommt in Namibia öfter vor. Wenn man auf der einen oder anderen Farm ist, wenn man ein Auto mietet und und und...

Wenn man alles auf absolute Korrektheit vorher prüfen will, dann wird im Endeffekt nichts getan. Schlechter Vergleich, ich weiß: Mein Auto ist kaputt. Wer repariert es, hat er die richtige Ausbildung und durch wem? Woher bezieht er die Ersatzteile und zu welchem Preis? Sind es auch die empfohlenen Teile und wer hat sie empfohlen? Und warum? Was macht er, wenn noch was kaputt gehen sollte? Und wo ist die nächste, alternative Werkstatt? Bis das alles geklärt ist, ist mein Auto verrostet. Scheißegal, wenn ich ein echtes Problem habe, soll geholfen werden!

HJH hat eine "interessante" Vita. Ich kann mich noch an meine Militärzeit erinnern, war auch in einer interessanten Einheit. Da gab es einen absoluten Kotzbrocken als Vorgesetzten, unkonventionell, ungerecht usw. usf. Wenn aber wirklich mal Kugeln geflogen wären, dann hätte ich mir genau ihn gewünscht. Bisschen so kommt mit Hajo vor. Also lasst ihn leben...

Gruß
Wolfgang
499 Beiträge · seit 200613. Juli 2010 · #28
HJH schrieb:
[
Leute, das ist doch alles eine Lachnummer was hier an Theorien abläuft. Das schlimmste ist, daß Leute sich um ihr Leben betreffende Dinge überhaupt nicht kümmern, völlig unvorbereitet eine Reise antreten, wo die Kamera das wichtigste Utensil ist, natürlich um hinterher angeben zu können. Wer hat sich denn Literatur über Schlangenarten und Behandlung eines Schlangenbisses besorgt und sich damit mal intensiv beschäftigt?
quote]

Ich. Wie man weiter oben anhand der Liste nachlesen kann. Da ich nicht zu denen gehöre, die Sie beleidigt oder "angemacht" haben, denke ich, Sie können meine Fragen beantworten. Mit dem selbstsicheren Auftreten im Umgang mit Antiseren, Kühlkette, lebenserhaltenden Massnahmen, gehe ich davon aus, dass Sie Arzt sind. Wo haben Sie studiert? Im südlichen Afrika? Vielleicht kennen wir uns, ich habe im Groote Schuur Hospital in Kapstadt gearbeitet, ein Freund von mir war bis 2005 dort Herzchirurg. Da Sie klare Empfehlungen geben, wie sich andere in medizinischen Notsituationen verhalten müssen (!), sollten Sie Ihre Reputation angeben.
Beste Grüsse
Tobias H.
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200813. Juli 2010 · #29
@ All!
Würde bitte einer der anderen Interessierten dem Herrn HJH die spannnenden Fragen stellen!
Mir mag er nicht antworten.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'612 Beiträge · seit 200713. Juli 2010 · #30
Hallo Tobias,

die medizinischen Ratschläge mögen ja alle korrekt sein, aber setzen die rechtzeitige Erreichbarkeit eines Spezialisten voraus.

Was empfiehlst Du für den Fall, wo kein Arzt in der Nähe ist, sondern mehrere Stunden entfernt in der nächstgrößeren Stadt?

Viele interessierte Grüße,

Volker
Bye bye Forum
5'479 Beiträge · seit 200913. Juli 2010 · #31
So lansam bin ich mir bei HJH ziemlich sicher; deshalb:

Don't feed the troll!!!

oder er hat eine ausgeprägte Schlangen-Phobie, die ihm bei diesem Thema eine angemessene und zivilisierte Kommunikation unmöglich macht.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
3'766 Beiträge · seit 200613. Juli 2010 · #32
Hallo Volker,

unabhängig ob jetzt Tobias uns einige Verhaltensregeln geben kann (ich denke er kann)ist doch die Frage:

Sind wir im Kopf bereit, sind wir uns bewusst wohin wir Reisen, und dass es eine Reise sein könnte mit ungenutztem Rückflugschein?

Ich für mich habe einen Notfallplan im Kopf, diesen passe ich gerne an wenn kompetente Ratschläge dies aufdrängen.

Das Schlangenbisse emotional hier für so viel Interesse sorgen ist nur natürlich,
wer kennt sie nicht die Filme wo jemand nach einem biss einer Kobra innert Sekunden stirbt.

Nur denke ich dass die Situation überhaupt gebissen zu werden, gleichzeitig noch eine grössere Menge Gift in meinem Körper gelangt und ich Tagesreisen entfernt bin von einem Ort, sich über 100erte Kilometer kein Airstrip befindet, diese Gefahr ist aus meiner Sicht recht klein.

Und wenn's doch passiert?
Dann mach ich was ich machen kann und harre der Dinge die da kommen!

Viel mehr würde ich mich vor dem Idoten fürchten der mit 120 Sachen über die Pad rast und mich frontal küsst - Asta la Vista Baby 😛

Gruss Kurt

Das Leben ist gefährlich - und endet mit dem Tod
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
5'479 Beiträge · seit 200913. Juli 2010 · #33
Hallo Kurt,

so wie in Deinem letzten Post beschrieben sehe ich es auch. Bei allem, was man tut, besteht ein gewisses Restrisiko. Man kann sich nicht gegen alle Risiken schützen; manche muss man akzeptieren. Wer das nicht schafft wird sich eines Tages nicht mehr aus dem Bett trauen und ganz sicher nicht nach Afrika fahren.

In unserem Alltag in Deutschland oder der Schweiz setzen wir uns täglich erheblich größeren Risiken aus, als einem Schlangenbiss in Afrika. Und auch bei einer Reise nach Afrika steht der Schlangenbiss eher auf den hinteren Tabellenplätzen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
461 Beiträge · seit 200813. Juli 2010 · #34
Wir fällt da nur ein:

Zu Tode erschrocken ist auch gestorben

Gruss
Tom
291 Beiträge · seit 200613. Juli 2010 · #35
Hier würde mich auch mal die Meinung von Tobias zu interessieren, was er als Arzt empfehlen würde zu tun in einer Situation in der man auf sich gestellt ist.

Ich persönlich würde nichts anderes tun als früher bereits geschrieben, aber das mag auch daran liegen das ich kein Arzt bin. Von daher würde es mich definitv interessieren.

Was den Rest angeht bin ich hin und her gerissen ob ich dazu noch etwas schreiben soll, hätte aber auch da nochmal eine Frage an den Profi. Meines Wissens führt selbst ein Biss der genannten schwarzen Mamba nicht in 10 Minuten zum Tode, nur in einem Ausnahmefall und der wäre wenn das Gift direkt in die Blutbahn kommt. Hier würde dann nach meinem Verständnis aber auch kein Antiserum mehr helfen. Sehe ich das Richtig?

Grundsätzlich keine Panik, egal in welchem Fall. Ich kenne viele die haben es noch nie geschafft eine Schlange zu Gesicht bekommen und wir haben schon viel Zeit mit gezieltem Suchen nach Schlangen verbracht. Fast schon ein Glücksfall eine zu sehen zu bekommen.

Viele Grüße.
Christian
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2'612 Beiträge · seit 200713. Juli 2010 · #36
Ich habe mich bisher mit dem Thema noch nicht intensiv beschäftigt, da ich das Risiko eines Schlangenbisses bei meiner Art des Reisens in Afrika für überschaubar halte. Vielleicht ändere ich irgendwann einmal meine Einstellung - sei es durch persönliche Erfahrungen und/oder gute Argumente für das Mitführen von Seren. Das Risiko einer Falschanwendung darf man offensichtlich nicht unterschätzen, sollte dies sich durch medizinischen Fortschritt verringern, dürfte das Mitführen von Seren in Zukunft eine Standardempfehlung der klassischen Medizin sein.

Wie hier schon von einigen Fomis geschrieben wurde, es gibt für diesen Fall keine "Vollkasko". Es sollte einem Jeden selbst überlassen bleiben - so wie es Hajo auch geschrieben hat - ob er eine "Teilkasko" in Form von Seren und Spritzen mit sich führt. Für mich ist es z.Zt. mangels ausreichender (medizinischer) Kenntnisse keine praktikable Lösung.
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2010
415 Beiträge · seit 200814. Juli 2010 · #37
Jeztt müssen wir doch ehrlich sein. Wenn hier ein Foto einer Schlange gepostet wird, dann gibt es ca. 5 verschiedene Meinungen, welche Schlange es sein könnte. Und genau dies würde einen Patienten/In ins Verderben führen, nämlich dann, wenn ein falsches Serum gspritzt wird.

Ach Mensch, bin ja selbst kein Arzt. Aber ich hasse solche Diskussionen, welche darauf hinaus führen, dass Afrika extrem gefährlich ist. NEIN, wenn man sich an die Regeln hält, dann reist man doch relativ sicher durch die Gegend. Und, wie schon 2, 3 mal erwähnt... bevor ich Schlangenserum oder igendwelche Pumpstationen nach Afrika mitnehmen würde, kämen mir selber noch ganz andere Dinge in den Sinn....:) Ein 9mm Kaliber etc..:)

Also, bitte, HÖREN WIR DOCH AUF MIT DIESEM SCHWACHSINN. Solche Leute sollten dann wohl nicht nach Afrika gehen... nicht nur nicht nach Afrika- sondern einfach nicht weit weg vom heimischen Europa...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200814. Juli 2010 · #38
Liebe Fomis!

Der Sinn dieses Threads ist es nicht, falsche Ängste zu schüren!
Aber wir sollten es auch nicht damit bewenden lassen, dass ein Schlangenbiss „nun einmal“ zum Restrisiko des Lebens gehört. Das ist keine gute Antwort für die, die vielleicht erst beginnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und ehrlich gesagt, reicht mir das auch nicht. Und den Kopf in den Sand stecken nützt ja nun auch nix.
Die großen Meinungsunterschiede zeigen deutlich, dass es durchaus einen Informations- und Diskussionsbedarf gibt.
Einer der Gedanken zu diesem Thread war der, eben mit falschen Vorstellungen, falschen Ängsten, falschen Selbsteinschätzungen und dem fatalen Konglomerat aus Halbwissen und Selbstüberschätzung ein wenig aufzuräumen. Und - sein eigenes Wissen zu erweitern, anstatt falsche Ängste und falsche Hoffnungen zu verfestigen und Fatalismus zu fördern.
Angst, an und für sich, ist ja nicht schädlich, sie warnt, erhöht den Adrenalinspiegel und die Aufmerksamkeit.
Entscheidend jedoch ist der Umgang mit Angst. Macht sie einen nervös oder konzentrierter, wird das eigene Handeln kopflos oder sinnvoll strukturiert und besonders verantwortungsvoll. Lässt man sich von seinen Ängsten bestimmen oder von seiner Ratio.
Ein Indikator in diesem Zusammenhang ist neben einer ethischen Grundhaltung ein gewisses Wissenspotential, auf das man zurückgreifen kann, damit man in Krisensituationen verantwortungsvoll handeln kann.

Jeder, der schon mal längere Zeit in weit abgelegenen Gebieten gereist ist, weiß wovon ich spreche. Man neigt dazu, unter Zuhilfenahme von möglichst viel Information aus möglichst vielen Quellen, sich sein persönliches Notfall-Rettungs-Szenario zurechtzubasteln, ein Jeder nach seinen Möglichkeiten - und darüber hinaus… Denn alleine der Gedanke schon ist belastend, dass es Situationen gibt, in denen man wohl versagen muss. – Traumatisierend ist es, wenn es Realität wird.
Es ist aber auch erstrebenswert, dass man sich so gut es geht, so gut man kann, fähig macht, solchen Situationen zu trotzen, ohne sich selbst zu überschätzen und fahrlässig zu handeln. Das ist der schwierige Grad für verantwortungsvolles Handeln.
Niemand kann es ertragen, vollkommen hilflos einer lebensbedrohlichen Situation gegenüber zu stehen oder erleben zu müssen, wie jemand Schaden nimmt oder gar stirbt, weil man selber einen grob fahrlässigen Fehler begangen hat oder einfach nur verpasst hat, sich zu informieren.
Und genau deshalb ist eine dringende Empfehlung, als Reisender ein Schlangenserum mit sich zu führen und im Notfall auch als Laie einem Mitreisenden zu spritzen eine sehr ernste Angelegenheit.

Wir selbst kennen uns mit Schlangen wenig aus. Wir finden Schlangen interessant, haben allerdings extrem selten Schlangen zu Gesicht bekommen und noch seltener giftige Schlangen. Unser Interesse an Schlangen wächst allerdings gerade enorm.
Und - wir haben auch Angst vor solchen Giftschlangen, deren Biss lebensgefährlich bis tödlich ist.
Hat eigentlich jemand einen Tipp für ein gutes Bestimmungsbuch?

Hier noch weitere interessante umfangreiche Info zur Wirkung von Schlangengiften gefunden. Für uns Laien ist Vieles nicht verständlich, aber zwischendrin gibt es leicht verständlichen Passagen. Zitat: “Die körperliche Verfassung eines Menschen ist sehr wichtig und kann über Leben oder Tod entscheiden. Grundsätzlich gilt, je besser die körperliche Konstitution um so grössere Überlebenschancen. Wichtig sind jedoch auch Faktoren wie Alkohol, Medikamente, Allergien und sonstige physischen Veränderungen.
Alkohol im Blut gibt dem Gift die Möglichkeit, sich schneller im Blutkreislauf zu bewegen.
Medikamente, die man regelmässig aus irgendwelchen Gründen einnehmen muss, sollten unbedingt dem Arzt mitgeteilt werden. Sie können die Anfälligkeit gewisser Organe begünstigen oder den Verlauf etwas verfälschen.“ …
http://www.snakeparadise.ch/schlangengift.html?showall=1


Wenden wir uns also der Sammlung weiterer Informationen und Tipps zu, in der Hoffnung, dass niemand von uns all dieses Wissen jemals anwenden muss.

Die gute kompakte Info zum Umgang mit einem Schlangenbiss (vom Apotheker) könnte man sich kopieren und mit weiteren persönlichen Schwerpunkten garnieren.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2010
2'612 Beiträge · seit 200714. Juli 2010 · #39
lilytrotter schrieb:
Liebe Fomis!

Der Sinn dieses Threads ist es nicht, falsche Ängste zu schüren!...

Wenden wir uns also der Sammlung weiterer Informationen und Tipps zu, in der Hoffnung, dass niemand von uns all dieses Wissen jemals anwenden muss.

Die gute kompakte Info zum Umgang mit einem Schlangenbiss (vom Apotheker) könnte man sich kopieren und mit weiteren persönlichen Schwerpunkten garnieren.

Gruß lilytrotter
Hallo lilytrotter,

Dein Wunsch in Ehren, aber wer soll/kann/darf hier ihr/sein Wissen zum Besten geben - ähnlich wie beim leidlichen Malariathema?

Ich würde mich in dem Punkt nie auf den Inhalt dieses Threads verlassen - wenn schon Internet, dann Medizinerforum.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung, der nicht jede(r) folgen braucht.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
982 Beiträge · seit 200614. Juli 2010 · #40
Ich frage mich, wo ihr alle in Afrika unterwegs seid, dass ein Krankenhaus nicht innerhalb von max 4h erreichbar ist. Keine Frage, es gibt viele "weiße Flecken" auf der Krankenhaus-Infrastruktur-Landkarte, nur denkt mal an das Areal, das ihr normalerweise in Afrika bereist.

Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass ihr von einer Schlange gebissen werdet, gibt es noch eine 50% Chance, dass es sich um einen Leerbiss handelt, d.h. kein Gift ausgeschüttet wird. An der Stelle hat Kurt schlicht Recht: das Restrisiko einer Afrikareise ist an anderer Stelle mit Abstand höher.

Das ist mal wieder typisch Mensch: an (tödliche) Verkehrsunfälle hat er sich gewöhnt, das liest er täglich in der Zeitung. Es ist ja nicht so, als würde Mensch eine Lehre daraus ziehen und defensiver fahren. Bei Schlangen ist es etwas anderes. Hier werden Urängste wach, diese Gefahr ist nicht greifbar und das macht ihm Angst, das ist quasi eine latente Phobie. 🙂

Ich für meinen Teil würde einen Druckverband anlegen und mich ohne Rücksicht aufs Material in das nächste Krankenhaus fahren lassen. Das sollte für Namibia, Moremi, Savuti und Chobe als Notfallplan reichen.
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2010