Peter MockThemenstarter109 Beiträge · seit 200707. Juli 2010 · #1Liebe Forumsteilnehmer / innen
In zwei Wochen geht’s nach Namibia in Kaokoveld. Wie muss ich mich bei Wüsten-Elefanten verhalten. Sicher nicht zu nahe, Ihnen den Vortritt geben und sich notfalls zurückziehen. Was heisst im aggressive Elefanten? Können Elefanten auch 4x4 mit Zeltdach beim Übernachten angreifen.
Danke für euren Feedback und Gruss, Peter
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200607. Juli 2010 · #2Hallo was verstehst du unter Nachts angreiffen, ein wutentbrannter Bulle?
Ich weiss nicht wo du genau übernachten wirst, aber es ist sicherlich ratsam nicht unter Futterbäumen zu parkieren, achte auf Trampelpfade wenn vorhanden und nächtige nicht im Flussbett.
Sollten dir Elefanten freifwillig bis zu deinem Auto kommen besteht in der Regel keine Gefahr die zu Panik anlass geben könnte.
Wichtig ist auch keine Früchte offen im, um oder auf dem Auto/Dachzelt zu haben, da kann es sein das sie zum Naschen verbeikommen. (Früchte geruchsdicht einpacken)
Manchmal wenn man unter Bäumen durchfährt lädt man unfreiwillig "Elefantengudis" auf, diese sollte man entfernen.
Noch zum Flussbett, jeh nach Jahreszeit ist mit Springfluten zu rechnen, schon alleine deshalb sollte man das Flussbett verlassen.
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200607. Juli 2010 · #3Was ich noch schreiben wollte,
gilt natürlich nicht nur bei Wüstenelefanten sondern auch bei Schönenelefanten 😛
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200807. Juli 2010 · #4Hallo, Peter Mock!
Wie Crazy Zebra schon sagte, Futterbäume, hoch bewachsene Flächen (Löwen liegen sehr gerne in den Salvadora-Gebüschen, du siehst sie nicht!) sowie Flussbett und Trampelpfade zum Übernachten meiden. Da bleiben dann noch die Ränder der Flussbetten ohne Bewuchs.
Allerdings sind auf einen zukommende Elefanten nicht immer gut gelaunt! Uns kam einer im Hoarusib von Weitem entgegen, auf der Fahrspur, sehr flotten Schrittes und mit flatternden Ohren (denn auch Elefanten lieben die Fahrspuren, wo alles schön platt ist, für die zarten Füße). Wir suchten uns lieber rechtzeitig eine Stelle zum umkehren (das ist dort nicht immer einfach), um gegebenenfalls vor ihm herfahren zu können. Und das war dann auch nötig. Er ging ziemlich schnell und machte keine Anstalten, die Spur zu verlassen. Wir machten uns vom Acker und fuhren peu à peu fast 2 km vor ihm her, bis er schließlich im Tal in eine Fläche mit Baumbewuchs abbog. Erst dann kehrten wir wieder um und setzten unseren Weg fort.
Ich erzähle das, weil man es in dieser Gegend nie weiß, wie die Elefanten drauf sind. Es ist kein Nationalpark, die Gegend ist Konzessionsgebiet, d.h. es wird dort gejagt!
Man weiß also nie, was diese Elefanten zuvor erlebt haben, deshalb würde ich dort oben in den Trockenflusstälern immer viel vorsichtiger sein, als anderswo.
Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Burschi4'140 Beiträge · seit 200907. Juli 2010 · #5Hallo Peter,
Wüstenelefanten kommen nicht so häufig in Kontakt mit Touristen wie die im Etoscha-Park. Da sollte man also etwas vorsichtiger sein und die genannten Ratschäge beachten. Auf keinen Fall zu nahe an einzelne Bullen und an Muttertiere mit Kälbern. Immer den nötigen respektvollen Abstand halten und daran denken, dass notfalls der Elefant im Sand schneller ist als ein 4x4, der gerade durchdreht!
Was die Futterbäume betrifft, so ist mir mitten am Zeltplatz in Palmwag einmal in der Nacht folgendes passiert. Ich schlafe tief im Dachzelt und meine Tochter weckt mich mitten in der Nacht und sagt, ein Elefant stehe am Zelt. Ich dachte sie träumt. Tatsächlich hatte sich der Elefent aber mitten in der offiziellen Campsite genau den Baum ausgesucht, neben dem unser Auto mit Dachzelt stand. Diese Äste waren scheinbar besonders schmackhaft. Als wir durch die Zeltritzen lugten, war der Rüssel gerade mal 30 cm von uns entfernt. Da der Ele aber Vegetarier war, interessierte er sich nur für die Blätter. Anschließend trollte er sich, nahm noch einen kräftigen Schluck aus dem Swimmingpool und verschwand.
Also notfalls: Ruhe bewahren!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Mathias62 Beiträge · seit 200709. Juli 2010 · #6Hallo Burschi,
mit dem Ele hatten wir auch schon zweimal Kontakt. 2000 beim Braai stand er aufeinmal 5m neben uns, getrennt von einer 20cm hohen Mauer und rupfte in aller Ruhe Gras. 2008 haben wir ihn ein zweites mal gesehen.
2008 erfuhren wir auch, dass er auch einen Namen hat. Sebastian.
Es war schon eindrucksvoll.
Selbstverständlich hatten wir damals unser Braai unterbrochen und ihm respektvoll zugeschaut.
Gruß
Mathias
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200609. Juli 2010 · #7Es gibt einige sehr aggressive Zeitgenossen. Die greifen ein Auto ohne Warnung an.
Es hat auch schon einige tödliche Zwischenfälle gegeben. Einmal haben wir 2 Tage im Damaraland campiert und
wurden von eine Elefantenbullen quasi terrorisiert. Wir haben mehrmals das Camp gewechselt, aber unser Freund ist immer wieder aufgetaucht und hat jeweils gleich angegriffen ... also Vorsicht !