D 3700 - Epupa Falls - Rucana

13 Antworten · 3'581 Aufrufe · gestartet 04. März 2010 von orli
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Themenstarter38 Beiträge · seit 200704. März 2010 · #1
Wer kennt die D 3700 zwischen den Epupa Falls und Rucana - entlang der Grenze bzw. des Kunene ? Wir sind dort Ende Oktober (normalerweise nicht in der Regenzeit) mit Toyota 4x4 unterwegs. Die Strecke sollte schön sein. Wie ist sie zu befahren ?

Danke im voraus für Eure Kommentare.
Peter
1'920 Beiträge · seit 200804. März 2010 · #2
HI Peter

ich selber bin die Strecke noch nicht gefahren u.A weil es da ziemlich wild zugeht...
Meines Wissens nach brauchst du für die ca.100 KM zwischen 9 und 10 h und musst ordentlich an pioneer Arbeit leisten, da die Pad (wenn überhaupt erkennbar) in einen misserablen (und das ist noch sehr optimistisch) Zustand sich befindet 🙂

Aber du weisst ja, NUR wer ABENTEUER gebucht hat, hat auch Anspruch auf ein solches 😄

Falls ihr mit 2 Autos unterwegs seid und a bissle ""schräg"" drauf seid, WAY NOT 😉

LG Bloke
4'140 Beiträge · seit 200904. März 2010 · #3
Hallo Orli,
bin die D 3700 vor drei Jahren gefahren. Es war eine der wildesten Strecken, die ich bis jetzt bewältigt habe und ehrlich gesagt, hätte ich nicht einen Einheimischen dabei gehabt, wäre ich jetzt wahrscheinlich noch dort. Die Pad, soweit überhaupt erkennbar, birgt alle Schwierigkeiten, die du dir mit einem Allrad vorstellen kannst. Teilweise musst du zentimeterweise bergauf klettern über Geröllfelder hinweg, dann gleiche Strecken auch wieder bergab. Dabei muss der Beifahrer immer wieder mal aussteigen und die Strecke reparieren, will heißen, er musste Steine Schleppen, um sie so unterzulegen, dass wir nicht aufsitzen. Ein anderes Mal geht es durch tiefsandige Riviere. Oftmals fährt man auch direkt am Ufer des Kunene entlang, wo die Büsche so dicht stehen, dass du dich durchzwängen musst. Der Lack an unserem Auto war dann ziemlich gestreift. Der Höhepunkt war eine Stelle, wo wir einer erkennbaren Spur folgten, diese aber in die Berge führte. Ein Himbahirte hat uns dann zurück begleitet und auf ein Loch - mehr war es nicht! - in einer Hecke hingewiesen, wo ich freiwillig nie durchgefahren wäre. Da wir nur zu zweit waren, halfen wohl die Gebete meines Beifahrers, dass wir heil angekommen sind. (100 km in 9 Stunden)
Soweit die abschreckenden Nachrichten. Ich würde die Strecke niemals mehr allein fahren, aber mit 2 Autos ist es schon etwas sicherer und ein echtes Abenteuer, das du nicht vergessen wirst. Die Landschaft ist phänomenal und du bist hier wirklich ganz abseits der üblichen Touristenrouten. Allerdings solltest du bedenken, dass in den letzten beiden Jahren der Kunene in der Regenzeit sehr viel Wasser führte und ich weiß nicht, in welchem Zustand die Strecke im Moment ist. Ich würde ehrlich gesagt kein Risiko eingehen und die D 3700 bis Swartbooisdrift fahren, dann auf der D 3071 nach Süden abbiegen und über Epembe nach Epupa. Da bist du auf der sicheren Seite und erlebst auch die schöne Landschaft am Kunene und gehst kein Risiko ein.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
4'129 Beiträge · seit 200804. März 2010 · #4
Hallo orli!
Welche Erfahrung habt Ihr in schwerem Gelände? Fahrt Ihr mit dem eigenen Fahrzeug? Wie seid Ihr ausgerüstet?
Mit einem Mietfahrzeug brauchst Du Dir über diese Strecke keine Gedanken zu machen, die ist sowieso im Vertrag ausgeschlossen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter38 Beiträge · seit 200704. März 2010 · #5
Burschi schrieb:
................. (1) Es war eine der wildesten Strecken, die ich bis jetzt bewältigt habe .................. Soweit die abschreckenden Nachrichten. ...................... (2) Ich würde ehrlich gesagt kein Risiko eingehen und die D 3700 bis Swartbooisdrift fahren, dann auf der D 3071 nach Süden abbiegen und über Epembe nach Epupa. Da bist du auf der sicheren Seite und erlebst auch die schöne Landschaft am Kunene und gehst kein Risiko ein.
/quote]

Hallo 'Burschi',

(1) Hörst sich ja schlimmer an als die Überquerung des Van Zyl's Pass, den ich auch schon gestrichen habe. Für uns aufgrund Deines Berichtes nun 'gestorben'.
(2) Danke, das war auch unsere Alternative.

Mal sehen, wo ich was 'Machbares' auf unserer Route finde, was jemand wie ich, der kein Offroad-Spezialist ist - aber einer, der selbst einen 4x4 zuhause (nicht nur auf der Straße) fährt und vor kurzem im Oman einiges beältigt hat.

Ganz herzlichen Dank für die Warnung.
Themenstarter38 Beiträge · seit 200704. März 2010 · #6
zuletzt bearbeitet 04. März 2010
Themenstarter38 Beiträge · seit 200704. März 2010 · #7
zuletzt bearbeitet 04. März 2010
Themenstarter38 Beiträge · seit 200704. März 2010 · #8
lilytrotter schrieb:
Welche Erfahrung habt Ihr in schwerem Gelände? Fahrt Ihr mit dem eigenen Fahrzeug? Wie seid Ihr ausgerüstet?
Mit einem Mietfahrzeug brauchst Du Dir über diese Strecke keine Gedanken zu machen, die ist sowieso im Vertrag ausgeschlossen.
Gruß lilytrotter
Erfahrung wird offensichtlich (siehe Burschi) nicht ausreichen, obwohl ich mich auch schon zentimetergenau mit Wegräumen von Steinen und halber Laufflächen-Radbreite über tiefem Abgrund durchgekämpft habe.
1'927 Beiträge · seit 200804. März 2010 · #9
Hallo Namensvetter,

die D 3700 sind wir vor drei Wochen von Ruacana bis Swartbooisdrift gefahren. Eine landschaftlich wunderbare Strecke. Der Kunene war randvoll - kein Hochwasser - es hatte 7 Tage vorher nicht geregnet.

Trotzdem gab es einige matschige 4x4 Furten. Anspruchsvoll waren 3 Hügel mit enormen Steigungen. Hier brach während der Überfahrt teilweise die von Rinnen durchzogene Fahrspur unter den Reifen ein, ohne 4x4 wäre da nichts zu machen gewesen.

Bert Ham von Savanna Car fuhr mit einer Gruppe mit 3 sehr gut ausgerüsteten Fahrzeugen dann von Swartbooisdrift weiter längs am Kunene bis Epupa. Ich bin über die D 3701 nach Süden und die C 43 dann nach Epupa, landschaftlich auch überwältigend, vorbei am Ehomba und den Zebrabergen.

Bert war von Swartbooisdrift bis Epupa zwei Tage unterwegs. Nach Erzählungen der Gruppe, waren teilweise zwei Leute nur mit Wegebau beschäftigt.

Gruss
Peter
403 Beiträge · seit 200605. März 2010 · #10
Orli

Wir sind die Strecke auch gefahren. Es braucht schon Nerven und vorallem Zeit. Die Gegend am Kunene entlang ist jedoch traumhaft und interessant. Es kommt halt immer auf die Strassenverhältnisse an und welche Jahreszeit man sich in diese Gegend wagt.
Wir fuhren die Strecke 2x und jedesmal waren wir mit ganz wenigen Ausnahmen alleine.
Wir würden diese Strecke immer wieder fahren, weil sie eben
( trifft einfach für uns zu ) sehr reizvoll ist.
Wir waren einmal mit einem Toyota Hillux und einmal mit einem Landy unterwegs.
Gruss Margrit

http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/104006-zustand-der-pads-am-kunene.html?limit=6&start=6#117539
Themenstarter38 Beiträge · seit 200705. März 2010 · #11
Hallo - Ihr D3700-'Glücklichen',

die letzten nicht so abschreckenden Berichte machen mich ja nun wieder ganz 'spitz'.
Danke an alle, die mich mit Ihren jeweiligen eigenen Erlebnisberichten mo- oder demo- tivieren. Vielleicht gibt's noch andere gute Ratschläge. Bin gespannt.

Peter
4'140 Beiträge · seit 200905. März 2010 · #12
Hallo Peter,
wollte dich keineswes demotivieren, aber es ist besser ehrlich zu sein, als dich mit tollen Beschreibungen in eine gefährliche Strecke zu locken. Die Strecke kann auch mal ausgebessert sein, ist und bleibt aber ein Risiko und wenn du sie machst, dann nicht allein mit einem Auto!
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'927 Beiträge · seit 200805. März 2010 · #13
Hallo Namensvetter,

die meisten Beiträge zu solchen Routen sind nur Momentaufnahmen, die in 1 Woche schon nicht mehr zutreffen müssen.

Es gab ja erst kürzlich einen Beitrag, da wurde die D 3700 im östlichen Teil bis Swartbooisdrift zu gewissen Jahreszeiten glaubhaft als "einfach mit PKW befahrbar" beschrieben.

Gruß

Peter
4'129 Beiträge · seit 200805. März 2010 · #14
Hallo, orli!

Meine erste Antwort war zu pauschal und bezog sich eigentlich nur auf den westlichen Teil der abgefragten Strecke.
Es ist nämlich von entscheidender Bedeutung zu unterscheiden zwischen
a) der Strecke Ruacana – Swartbooisdrift (wo die Kunene River Lodege liegt) und
b) der Strecke, die ab Swartbooisdrift nach Westen führt bis Epupa Falls.
Hierzu kann ich nur genau das bestätigen was Peter08 schrieb.
Die westl. Strecke b) nur mit Erfahrung und gut ausgerüstet und mit viel Zeit und Bereitschaft zu arbeiten (das hat ja auch Burschi beschrieben).
Die Strecke a) kannst Du im Oktober (wenn es nicht gerade zu früh regnet) getrost fahren. Kann etwas holprig und ausgewaschen sein, aber mit Allrad kein Problem. Tatsächlich sahen wir im August auch einen PKW, der saß allerdings auf ner Bodenwelle. Nun ja, es gibt immer wieder Leute, die sich überschätzen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. März 2010