Afrika ruft: Acht Schweizer in Namibia

46 Antworten · 33,0k Aufrufe · gestartet 01. März 2010 von gismo
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Themenstarter83 Beiträge · seit 200916. Aug. 2010 · #21
23. Januar, Tag 7, Seal- & Dolphin Cruise

Wie fast immer heisst es auch heute wieder früh aufstehen. Denn heute geht es ab aufs Meer. Da einige von uns nicht ganz sicher sind, wie gut sie den Wellengang vertragen fällt unser Frühstück eher mager aus. Auch müssen wir uns beeilen, denn schon früh am morgen müssen wir am Treffpunkt in Walvis Bay sein. Also ab in die Autos und volle Pulle ab nach Walvis Bay. Dort angekommen finden wir dank Navi sehr schnell die Niederlassung von Katamaran Charters. Wir wundern uns noch kurz wieso wir die Einzigen sind als dann auch noch die Tür verschlossen ist fangen wir an zu zweifeln. Doch auch nach mehrmaliger Durchsicht der Unterlagen finden wir keine Fehler. Wir entscheiden uns im benachbarten Restaurant nachzufragen, was sich als gute Idee herausstellt. Die wissen, dass wir zum Hafen fahren müssen und freundlich wie die Walvis Bayer auch sind erklärt sich sofort jemand bereit und dort hin zu führen. Der konnte unsere fragenden Gesichter gut lesen. Am Hafen angekommen verfliegt meine Hoffnung, dass wir ein Boot für uns haben werden, sehr schnell. Das scheint wirklich ein Touristenmagnet zu sein, selbst in der Nebensaison. In der Zeit in der wir auf das Boot warten können wir die Pelikane beobachten, diese werden gerade gefüttert



Fütterungszeit, es gibt frischen Fisch…



Nach kurzer Wartezeit trifft dann die Silversand, unser Kahn für die nächsten Stunden ein. Ich kann mir die Pole Position sichern (Ohne zu drängeln ;-)) und bin als erster auf dem Boot. So kann ich uns auch die besten Plätze reservieren, diese sind ganz vorne auf dem Boot mit uneingeschränkter Sicht.



Die Silversand.


Und ab geht’s, mit voller Kraft voraus. Mike, unser Skipper erklärt uns während der Hafenausfahrt viel Interessantes über den Hafen und Walvis Bay im Allgemeinen. Ja wir haben heute natürlich wieder Glück, es ist bewölkt; somit stehen unsere Chancen die MolaMola Fische zu sehen sehr schlecht. Während er erzählt erhalten wir Besuch von Cindy einem ausgewachsenen Seebären. Dieser macht seine Runde und erhält von Mike ein Frühstück. Hier rächt es sich jetzt, dass wir ein solch grosses Boot haben, leider kommt Cindy nicht ganz bis zu uns durch und unsere Frauen, die das Tier sehr gern gestreichelt hätten, kommen leider nicht an Ihn ran.



Cindy macht sich hübsch für das Foto, nur blöd, das Barbara Ihre Hand noch im Spiel hatte.



Und hier das Foto von Barbara, eindeutig besser…


Dann verlässt uns Cindy wieder und der Käpten gibt Vollgas. Nach einiger Zeit treffen wir dann auf Delphine, zuerst schwimmen grosse Tümmler neben uns her, später sehen wir auch noch den gemeinen Delphin von weitem. Einige versuchen die Tiere zu fotografieren, was nicht wirklich gelingt. Da bin ich mit meiner Filmkamera eindeutig im Vorteil. Trotzdem gelingt es Marcel mit seiner Superkamera einige Fotos zu mache, auf dem man sogar Delphine erkennt.



Meiner Meinung nach ein ganz gelungenes Foto von dem Delphin.



Gar nicht so einfach einen Delphin zu erwischen.



Da sind diese Sujets doch um einiges einfacher.




Zur Mittagszeit geht es dann ab ins Innere des Bootes. Ein ausführliches Mittagessen ist angesagt. Es gibt Austern, glücklicherweise haben wir schon im Voraus Vegetarier angemeldet. So bekommen wir auch noch eine riesige Vegetarierplatte mit Gemüse und Gebäck. Auch die meisten Nicht-Vegetarier ernähren sich von dieser Platte; nur Willy und Marlis getrauen sich die Austern zu testen, das trotz sehr schlechter Erfahrungen beim letzen Test. Sie konnten jedoch umgestimmt werden und sind begeistert von den angeboten Austern. Auch zum Dessert werden wir nochmals verwöhnt bevor es dann wieder aufs Deck geht. Mit vollen Bäuchen legen wir uns wieder aufs Boot. Auf der Rückfahrt besucht uns noch Nelson die Dominikanermöwe. Auch diese erhält Fisch und unterhält uns köstlich mit den Versuchen, sich auf der schmalen Reling festzuklammern.



Nelson im Anflug



Auf dem Foto sieht es elegant aus, so einfach ist es jedoch nicht sich auf dem Geländer festzuhalten.


Zum Schluss folgt uns noch ein Seebär über mehre hundert Meter um auch noch seine Ration zu erhalten. Hat es bei den Delphinen nicht geklappt geht es nun hier umso besser. Es werden dutzende Fotos von dem Seebären geschossen.







Ja und dann ist es auch schon vorbei, wir legen wieder im Hafen an und gehen von Bord. Trotzt Massentourismus war es wirklich ein gelungener Ausflug. Mike und seine Crew haben uns jeden Wunsch von den Lippen gelesen und auch die vegetarische Platte die extra für uns zubereitet worden ist war köstlich. Also auch hier können wir wieder sagen, jedem zu empfehlen.

Auf dem Parkplatz wartete dann bereits unser Parkwächter auf uns. Willy hat sich dann irgendwie im Betrag geirrt und dem Wächter einen Fürstliches Trinkgeld gegeben, was die Stimmung des Wächters sogleich steigerte. Ja ab diesem Zeitpunkt habe ich jeweils die Wächter bezahlt…

Die Rückfahrt zieht sich ziemlich in die Länge, vor allem weil wir uns wieder mal verfahren. Es ist gar nicht so einfach aus Walvis Bay wieder rauszukommen nur eine Strasse führt hinaus. Zu Beginn denken wir noch, dass wir es auch ohne Navi schaffen. Schon nach der ersten Sackgasse entscheiden wir uns anders.



Eine lange Fahrt, auch für Barbara…


Denn Nachmittag lassen wir im wunderschönen Garten des Secret Garden ausklingen. Die einen nutzen die Zeit um Ansichtskarten zu schreiben, die anderen entspannen, und wieder andere spielen mit den drei niedlichen Hunden.



Wir schreiben Karten…



Andere ruhen sich ein wenig aus.



Fränzis Zeichnung von unseren kleinen Freunden im Secret Garden.


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, deshalb entscheiden wir uns am dritten Abend wieder für das Lighthouse. Wieder werden wir dort verwöhnt mit riesigen Portionen, sehr gutem Essen und einer freundlichen Bedienung.



Das Restaurant Lighthouse finden wir sogar ohne Navi, einfach immer dem Leuchtturm nach…

Zum Secret Garden: Oase in Swakopmund an Toplage. Alle Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten sind bequem zu Fuss zu erreichen. Die Zimmer sind auf einem guten Standard und auch das Badezimmer lässt nichts zu wünschen übrig, auch wenn wir am zweiten Tag kein Wasser hatten, wofür der SecretGarden jedoch nichts konnte, denn irgendwo war eine Wasserleitung geplatzt und ganz Swakopmund hatte kein Wasser mehr. Auch das Personal war mit einer kleinen Ausnahme überaus freundlich und zuvorkommend.

Tiersichtungen:
- Grosser Tümmler
- Gemeiner Delphin
- Kap-Pelzrobbe (Seebär)
- Pelikan
- Möwen (z.B. Dominikanermöwe)
- Kormoran

Fazit des Tages: Im Wasser ist genauso viel los wie im Sand.
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
3 Beiträge · seit 201016. Aug. 2010 · #22
Super, das es weiter geht!
Toll geschrieben wie immer. Danke!! 😄 😁
1'247 Beiträge · seit 200917. Aug. 2010 · #23
Hallo Gismo

hätte ich nur früher gewusst, dass ihr Cindy besucht (resp. sie euch); ihr hättet ihr einen Gruss ausrichten können 😉 Wir hatten im September 09 zum Glück ein kleineres Boot, so dass alle Damen zum knutschen kamen...

Auch sonst werden immer wieder Erinnerungen wach; bitte weiter so!

Gruss aus Bern
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter83 Beiträge · seit 200905. Sept. 2010 · #24
24. Januar 2010 - Lange Fahrt - Tag8

Heute konnten wir zur Abwechslung wieder mal ein wenig ausschlafen. Doch nicht zu lange, denn heute haben wir die grösste Fahrstrecke zu bewältigen. Es geht nach Grootberg. Zuerst geniessen wir nochmals das Frühstücksbuffet vom Secret Garden. Nachdem wir die Rechnung beglichen haben packen wir zusammen, so dass wir um etwa neun Uhr den Secret Garden verlassen. Ein Zwischenstopp wird noch bei der Post von Swakopmund gemacht, um die vielen gestern geschriebenen Karten einzuwerfen. Auch wird nochmals kräftig Geld abgehoben, denn wer weiss wann wir das nächste Mal dazu kommen. So jetzt aber los, ansonsten kommen wir heute nicht mehr am Grootbergpass an. Schon nach wenigen Minuten Fahrt kommen wir aus der Stadt; das Land wird karger und karger und schon bald treffen wir auf das erste Highlight der Fahrt. Einen gestrandeten Fischkutter, nicht das einzige gestrandete Schiff an der rauen Küste von Namibia. Auch werden wir an diesem Ort den ersten Teil unserer Essenresten los. Ein Packet Spaghetti mit Sauce wechselt den Besitzer.



Ja was ist denn da draussen…



Aha, jetzt ist auch klar, was Barbara auf dem Bild oben macht.



Und hier noch ein wenig näher.



Zum Schluss wird der Sand noch durchsucht.



Gefunden werden Muscheln und Reste von einigen Seebären, aber mit diesen Fotos verschone ich euch…



Und dann geht’s auch schon weiter.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt folgt für die einen von uns das nächste grosse Highlight. Die Seebärenkolonie am CapeCross. Dort angekommen und die Türe geöffnet steigt uns der Duft der putzigen Tiere sofort in die Nase. Ich muss dazu jedoch bemerken, dass wir sehr viel Glück haben, der Wind bläst von der Küste her, wäre es umgekehrt und der Wind würde vom Meer her kommen, ich würde es nicht aushalten. Aber auch so ist der „Duft“ noch schlimm genug. Aber egal, wenn wir schon mal hier sind, also Tempotaschentuch mit Eukalyptusduft vor die Nase Filmkamera in die Hand und raus geht’s. Viele Fotos werden geschossen, eine kleine Auswahl seht ihr hier.



Ich glaube der Kollege sollte mal zum Chiropraktiker…



Alles war voller kleiner süssen Babys, was vor allem unsere Frauen begeisterte, Jöh… war mit Abstand das meist gesagte Wort an diesem Ort.







Ein kleiner Überblick über die Kolonie



… und so sah es auf der anderen Seite aus.



Einige konnten gar nicht genug kriegen, nicht mal fürs zum Fotoapparat-Schauen blieb Zeit. (Man beachte die Augen von Barbara rechts)



Andere, wie ich zogen es vor die Autos zu “bewachen“ und somit ein wenig Abstand zu den Tieren zu haben.


Und weiter geht es, der nächste Abschnitt steht an.



Die Wüste hat uns wieder.


Auch dieses Mal geht es leider nicht weit, es gibt einfach viel zu viel zu sehen in Namibia 🙂, das ist schrecklich, so kommen wir nie ans Ziel. Jetzt kommen wir zum Gate das zum Skeleton Coast Park führt. Schnell werden die Parkgebühren bezahlt und natürlich wird auch noch das obligate Foto am Gate gemacht.



Nur gerade 10min später wird wieder gehalten. Das nächste Schiffswrack wartet auf unseren Besuch. Ja vom Schiff selber ist nicht mehr viel zu sehen, doch ein wunderbares Fotoobjekt gibt es ab. Auch nutzen wir die Zeit um ein kleines Mittagsessen einzunehmen, es fällt jedoch recht dürftig aus. Darvidas und ein paar Früchte sind noch übrig geblieben, das wär’s dann auch schon.



Das Schiffswrack ohne lästige Touristen.



Hier sind sie auch schon wieder, die sind auch überall und stellen sich davor!



Andere schauen ob das Meer hier wirklich so kalt ist? Ja es ist Kalt.



Trotzdem ein Foto mit den Füssen im Meer ist Pflicht.



Auch unsere zwei treuen und sehr zuverlässigen Begleiter haben mal eine Pause verdient.



Auch eine Wäsche hätten sie wieder mal verdient.


Endlich geht es mal vorwärts wir fahren einige Stunden durch bis ich und Damian noch unser vorhaben verwirklichen müssen und dazu die Ideale Fahrstrecke finden. Eine lange gerade und schön staubige... Also werden die Insassen abgeladen, die Filmkamera in die Hand gedrückt und wir fahren wieder zurück. Das Ergebnis zwei Minuten Filmmaterial und ein riesigen Spass für mich und Damian.



..los geht’s



Mit Vollgas über den heissen Sand.



Und vorbei an den Kameras.


Und dann sind wir auch schon durch den Skeleton Park durch. Wir erreichen eine kleine Siedlung und das Gate aus dem Park. Hier finden wir auch noch Abnehmer für unsere letzten Reste, dies geht nur im Tausch, sie kriegen von uns Spaghetti und Saucen und wir dafür ein Foto.



Schon kurz nach dem Park wir das Land wieder grüner und auch sind wieder erste Berge zu sehen, auch Tiere lassen sie hier und da wieder sehen. Ein Warnschild am Strassenrand lässt uns zum nächsten Stopp bewegen.



Der letzte Teil der Strecke führt uns auf den Grootberg Pass, hier sehen wir auch ein erstes Mal die Mountain Zebras. Auch eine kleine Gruppe Kudus und eine Trappe bekommen wir zu sehen.







Beim Grootberg Pass angekommen folgt noch die grösste Herausforderung für uns. Wir müssen den schmalen steilen Weg zur Grootberg Lodge hinauffahren; mit 4x4 und gemächlichem Tempo ist dies jedoch kein Problem, erst als uns ein Auto entgegenkommt wird es eng, doch auch dieses Problem meistern wir mit nur ein paar kleinen Kratzern am Auto.



Bei der Lodge angekommen fühlen wir uns sogleich wie Könige. Ein ganzes Empfangskomitee steht bereit. Wir werden mit Erfrischungstüchern und einem wunderbar gekühlten Fruchtsaft empfangen, es gibt nichts Schöneres nach einer so langen heissen Fahrt. Schnell haben wir eingecheckt und Otti (Stellvertretender Hotelmanager) zeigt uns voller Stolz (zu Recht) die atemberaubende Aussicht der Lodge. Wir können uns von dieser kaum lösen, gehen dann aber doch zu unseren Unterkünften, kleinen Bungalows mit Badezimmern und eigener kleinen Terrasse. Warmwasser wir mit einem kleinen Holzofen hinter dem Haus gemacht. Wir fühlen uns hier wie im Paradies. Dass wir hier wirklich in der Wildnis angekommen sind, sehen wir auch an unseren Mitbewohnern, die ums Haus schleichen. Kleine putzige Hörnchen oder auch Skorpione und ziemlich grosse Tausendfüssler, die im späteren Teil unserer Reise noch eine zentrale Rolle spielen werden 😉.



Endlich angekommen.



Die Unterkünfte werden in Beschlag genommen.





Wann hat man schon mal eine solche Aussicht vom Schlafzimmer aus…



Kleine putzige Tierchen; man beachte die Grösse…



Marcel hat es sich bereits bequem gemacht.



Der Esssaal in der Grootberg Lodge.


Nur wenig Zeit bleibt uns zu staunen, denn schon bald steht das Abendessen an; also wird bereits die Dusche getestet. Ich hatte noch nie eine Dusche mit einer solchen Aussicht! Da kann man beinahe nicht mehr aufhören. Das Nachtessen wir richtiggehend herunter geschlungen. Alle sind sehr hungrig nach der langen Fahrt und dem dürftigen Mittagessen. Auch unsere Vegetarier kommen hier wieder voll auf Ihre Kosten. Während dem Essen geht draussen die Sonne unter; ein sehr spektakuläres Ereignis!



Nach dem Dessert wird dann noch für Unterhaltung gesorgt. Die Mitarbeiter der Lodge singen einige Lieder, und dies mit viel Freude. Zum Lied Amarula, das ihr liebstes zu sein scheint führen sie ein richtiges Theater auf, was zur sehr guten Unterhaltung beiträgt. Nach dem Essen staunen wir nicht schlecht, als wir sehen, dass sogar unsere Betten während des Essens nochmals vorbereitet wurden. Müde und voller schöner Eindrücke fallen wir ins Bett und schlafen sofort ein.

Tiersichtungen:
- Kap-Pelzrobbe (Seebär)
- Oryx
- Springbock
- Trappe
- Bergzebra
- Kudu
- Wurmartige Tausendfüssler

Fazit des Tages: Willkommen im Paradies
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
3 Beiträge · seit 201005. Sept. 2010 · #25
Huhu Gismo

Juhu! Danke für den nächsten Tagesbericht, war spannend zu lesen, nur weiter so 😁

Soeben startet Air Namibia im Flughafen Frankfurt, wäre soooo gern mit dabei 😉

Grüessli Wanda
3 Beiträge · seit 201006. Sept. 2010 · #26
Heita Gismo
Deine Reiseberichte sind absolut genial und spannend zu lesen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung! 🙂 🙂
Liebe Grüsse
Wilhelmina
Themenstarter83 Beiträge · seit 200913. Sept. 2010 · #27
25. Januar 2010 - Wüstenelefanten werden gesucht - Tag9

Kurz nach sechs werden wir geweckt. Dies übernimmt wie immer unser Wecktrupp Kathrin und Barbara. Ungläubig schaue ich auf die Uhr… müssen wir wirklich schon so früh aufstehen? Leider ja, denn heute geht es auf Elefantensuche, nicht normale Elefanten sondern Wüstenelefanten, ja und für dies muss man halt früh aufstehen. Es bleibt uns somit nur wenig Zeit um den wunderschönen Sonnenaufgang zu bestaunen.



Die Sonne geht auf und wir stehen auf…


Schnell sind wir angezogen und es geht zum Frühstück. Es besteht die Auswahl zwischen Continental- oder englischem Frühstück. Die meisten entscheiden sich dann für das Kontinentale, frisches Brot, Marmelade, Müsli, Joghurt und Früchte lassen keine Wünsche offen, nur ist die Zeit ein wenig knapp. Mit der hat vor allem unser Langsam-Esser Marcel seine Mühe. Am Morgentisch werden noch die neusten Stories von der Nacht erzählt. So erfahren wir, dass es hier nur so von Tieren wimmelt. Ich und Fränzi hatten ein Skorpion im Haus, jedoch ein eher ungefährliches Exemplar. Bei Marcel und Damian hatte sich ein Baumhörnchen in der Wohnung eingenistet, das jedoch schnell wieder verschwand. Nicht so bei Willy und Marlis, dort versteckte sich das Hörnchen im Rucksack und konnte erst nach intensiven Bemühungen, nachdem es den Proviant verzehrt hatte, wieder aus dem Bungalow entfernt werden. Durch die vielen Geschichten der Nacht und Marcel, der immer noch nicht fertig gegessen hat, treffen wir erst fünf Minuten nach dem vereinbarten Zeitpunkt ein. Schnell wird unser Gepäck in den grossen LandRover eingepackt und es geht los. Mit dabei ist unser Guide und Fahrer Wilhelm und der Tracker Digel. Zuerst fahren wir einige Zeit auf den normalen Strassen (Also normal für namibische Verhältnisse) dann wird Wilhelm plötzlich langsamer und blinkt, auch wenn keine Einfahrt zu sehen ist, presst sich unser Landrover durch das enge Gebüsch und wir befinden uns auf einem schmalen Weg. Damaraland Highway nennt Wilhelm diese Strassen. Schon nach kurzer Zeit sehen wir dann auch schon die ersten Tiere. Es ist eine einsame Kudu-Kuh, die unser Weg kreuzt. Auch Laufhühnchen, die Ihrem Namen alle Ehre machen sprinten umher.





Ein erstes Mal wird angehalten, Digel muss raus um Spuren zu suchen. Er schnappt sich seinen Rucksack, zwei kleine Flaschen Wasser und sein Wanderstock und los geht’s, bei annähernd dreissig Grad! Wir fahren weiter bis Wilhelm eine Vollbremsung macht und wieder zurücksetzt. Er zeigt auf den Boden und sagt uns, dass das Löwenspuren sind… Wir sehen nichts, also ausgestiegen und genau angeschaut und tatsächlich, die Spuren sehen doch recht ähnlich aus wie die von Löwen, doch wie Wilhelm diese Spuren aus voller Fahrt gesehen hat, bleibt uns ein Rätsel.



Bei genauem Hinschauen sieht man den Fussabdruck des Löwen doch ganz gut.


Weiter geht die Fahrt, immer wieder vorbei an Farmen. Obwohl diese Familien sehr abgelegen wohnen, scheinen sie gut zurecht zu kommen. Einzig die Elefanten stören die Bauern immer wieder, da Sie Zäune und Ihre Wasserstellen zerstören.



Vor allem Ziegen werden von den Bauern gehalten.


Nach einer weiteren Stunde Fahrt über das offene Gelände stoppen wir erneut um uns die Füsse zu vertreten, langsam taucht die Frage auf, wo denn eigentlich Digel ist. Immer wieder funkt Wilhelm diesen an, erhält jedoch keine Antwort. So steigt er jetzt auf einen Hügel rauf um eventuelle Antwort zu bekommen. Wir versuchen uns in dieser Zeit die lästigen kleinen Bienchen vom Leib zu halten, was gar nicht so einfach ist, die Viecher sind sehr schnell. Endlich ist dann der Funkkontakt wieder hergestellt und wir fahren weiter. An einem Bauernhof halten wir schliesslich wieder und wir staunen nicht schlecht als Digel aus diesem herausgelaufen kommt. Es ist uns weiterhin ein Rätsel wie er eine solche Strecke (wir sind mehrere Stunden gefahren) in so kurzer Zeit zurücklegen konnte. Jedenfalls wird er wieder aufgeladen und wir gehen weiter. In der Nähe ist anscheinen erst vor kurzem ein Elefantenbulle gesichtet worden, auch Spuren sind zu finden also machen wir uns jetzt auf die Suche nach diesem. Immer weiter stossen wir in das Dickicht vor, immer wieder müssen wir uns vor Ästen in Sicherheit bringen die von den Seiten in den Wagen hereinbrechen. Immer mit der Warnung “Branches“. von Wilhelm begleitet. Als wir auch nach längerer Suche noch keine neuen Spuren von dem Elefantenbullen finden, beschliessen wir erst mal Mittag zu machen. Wir erhalten ein reichhaltiges Lunchpaket; auch unsere Vegetarier werden nicht enttäuscht, sie bekommen extra fleischlose Kost.



Mittagspause im Nirgendwo.


Nach kurzer Pause geht es dann auch schon weiter. Wir fahren zurück zum Hof auf dem wir Digel das letzte Mal aufgegabelt haben. Ein Bauer dort hat die Elefanten erst vor kurzem gesehen und weiss auch wo diese hin sind. Kurzerhand wird also dieser zum Guide umfunktioniert und steigt ein. Immer tiefer stossen wir in das Dickicht vor, wo zuerst noch eine Strasse war ist bald nur noch ein Pfad und schliesslich fahren wir einfach über das offene Feld, immer wieder müssen wir umdrehen und uns einen neuen Weg suchen. Dann kommen wir jedoch doch noch zu dem Punkt an dem es einfach nicht mehr weitergeht. Also packen wir das Wichtigste zusammen und gehen zu Fuss weiter. Wilhelm, Digel und der einheimische Bauer leichtfüssig voran und wir bei Temperaturen weit über dreissig Grad schwitzend hinterher. Auf einer Anhöhe angekommen sehen wir sie dann, eine grosse Gruppe Wüstenelefanten. Sie befinden sich etwas mehr als zweihundert Meter vor uns. Wir laufen noch zu einem anderen Standort und sehen Sie dann noch etwas näher. Ein faszinierendes Bild - es sind 15 Stück. Für dieses Bild hat sich die ganze Mühe mehr als gelohnt. Eine kleine Auswahl der Bilder seht ihr hier:



Hier geht es wirklich nicht mehr weiter, dass musste auch Wilhelm einsehen.















Zum Schluss zog die ganze Gruppe weiter und verschwand hinter dem Horizont.





Unsere drei Helden, die uns das alles ermöglicht haben. Rechts Wilhelm, links Digel und in der Mitte der lokale Bauer, von dem wir leider keinen Namen wissen. Zu bemerken gilt noch, dass die Erfolgschance Wüstenelefanten zu sehen bei ca. 60% liegen, mit Wilhelm und Digel als Guide glaube ich, liegen diese aber um einiges höher. Vor allem Wilhelm ist selber so fasziniert von den Tieren, das er nicht locker lässt bis er diese gefunden hat und dabei auch Zeitpläne nicht beachtet.


Nach langer Beobachtung gehen wir dann zurück zum Fahrzeug. Ich staune nicht schlecht als ich dort wieder mal auf die Uhr schaue. Es ist bereits nach sechs Uhr, eigentlich war die Tour als Halbtagestour angegeben gewesen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Wilhelm voll auf die Tube drückt und alles aus dem LandRover herausholt, was möglich ist in diesem unwegsamen Gebiet. Unterwegs wird unser dritter Guide noch abgeladen, er wird von uns mit grossem Dankeschön und natürlich einem grosszügigen Trinkgeld verabschiedet. Nach sieben Uhr treffen wir dann in der Lodge ein; dort werden wir schon sehnsüchtig erwartet. Die Angestellten hatten sich bereits sorgen um uns gemacht, da wir ja eigentlich bereits am Nachmittag wieder eintreffen hätten sollen. Da das Nachtessen bereits begonnen hat, gehen wir direkt in den Speisesaal und werden wieder fürstlich bewirtet. Auch an diesem Abend wird wieder gesungen und diesmal können wir auch noch ein afrikanisches Comedy-Programm erleben. Ein Mitarbeiter imitiert Tierstimmen. Als er einen Ziegenbock bei der Paarung imitiert, können wir uns kaum halten vor Lachen. Auch dies war wieder ein wunderbarer Tag voller Erlebnisse. Nach dem Essen geht’s in unsere Bungalows, nur kurz wird geduscht (faszinierendes Erlebnis bei direkter Sich in den Sternenhimmel) und dann ab ins Bett, denn Morgen geht’s noch früher los!

Tiersichtungen:
- Wüstenelefanten
- Pavian
- Esel, Kühe, Ziegen, Schafe, Pferde, Hühner und einen Hund (Bauernhöfe)
- Oryx
- Kudu
- Klippspringer
- Graulärmvogel
- Gelbschnabeltoko (Flying Banana)

Fazit des Tages: Mit genügend Ausdauer und den richtigen Guides ist alles möglich!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2010
3 Beiträge · seit 201013. Sept. 2010 · #28
Hallo Gismo
Dein Reisebericht über die Suche nach den Wüstenelefanten ist wie alle bisher verfassten Berichte sehr lesenswert. Ich freue mich jetzt schon "tierisch" auf die Fortsetzung.
Liebe Grüsse
Wilhelmina
Themenstarter83 Beiträge · seit 200926. Sept. 2010 · #29
26. Januar 2010 - Spitzmaulnashörner werden gesucht – Tag 10

Ja es geht wirklich… ich meine noch früher aufzustehen als am Tag zuvor. Schon um sechs Uhr gibt’s Frühstück, es ist mehr als verständlich, dass nur wenig gesprochen wird am Frühstückstisch. Vermutlich wären wir am Tisch wieder eingeschlafen hätte uns nicht Wilhelm, der zur Freude von uns allen auch heute wieder unser Guide ist, nicht abgeholt hätte. So torkeln wir wieder zum Landi; unterwegs werden noch schnell ein paar Fotos vom phänomenalen Sonnenaufgang gemacht.




Es war wirklich sehr früh, was dieses Bild auch beweist…

Los geht’s! Nach kurzer Fahrt auf der “Hauptstrasse“ geht’s wieder ab auf den Damaraland Highway. Langsam werden wir auch wach und können die wunderbare Aussicht geniessen. Heute hätten wir eigentlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber gestern. Ein Black-Rhino ist nämlich mit einem GPS Sender ausgestattet. Doch leider sind an diesem Sender die Batterien alle, wie uns Wilhelm erzählt. Darum haben wir heute, neben Wilhelm und Digel, auch einen dritten Guide, Lazares. Denn im ganzen Gebiet gibt es nur fünf Spitzmaulnashörner, ein Männchen und zwei Weibchen mit Jungen. Die Chance Rhinos zu finden sind also doch eher klein. Immer wieder halten wir an und suchen nach Spuren.



Kurzer Fotostopp.



Sehr wichtig bei den heissen Temperaturen: sehr viel trinken. Kaum gestoppt geht der grosse Kampf an der Kühlbox los.



Zu viel Energie scheint hier Kathrin zu haben.


Schon nach kurzer Zeit finden unsere Tracker die ersten Spuren im Sand, also heisst es für Digel und Lazares raus aus dem Wagen und ab in die Wildnis. Wir bleiben erst mal an Ort und Stelle und warten ab. Bei genauerer Inspektion der Räder sehen wir, dass wir auf einem Reifen einen schleichenden Plattfuss haben. Da nur eine Handpumpe vorhanden ist helfen wir Wilhelm beim auffüllen des Reifens. Vor allem Kathrin gibt alles…



Kurze Zeit später, erhält Wilhelm einen Funkspruch. Unsere zwei Guides haben ein Nashorn gefunden, also rein in das Fahrzeug und Vollgas voraus. Auf einer Anhöhe halten wir wieder an und Wilhelm packt sein Fernglas aus und sucht die Nashörner.



Wilhelm auf der Suche nach den Rhinos



Auch wir suchen, jedoch mit beschränkten Mitteln…



Doch mehr als ein paar Bergzebras finden wir vorerst nicht.


Dann wird erst mal gegessen. Wieder erhalten wir ein Lunchpacket, das wir schnell verschlingen. Gestärkt von diesem Mahl geht es dann weiter. Zuerst mit dem Fahrtzeug dann wieder zu Fuss, da in dem unwegsamen Gebiet ein Vorwärtskommen mit dem Auto nicht mehr möglich ist. Geleitet von Digel, der auf einem Hügel steht und die Nashörner anscheinend sieht, laufen wir immer Tiefer in das Tal hinein.


Und los geht es, mit viel Wasser bepackt.

Dann plötzlich sehen wir vor uns zwei Nashörner. Eine Mutter mit Ihrem Kalb, leider sehen wir die zwei nur sehr kurz denn plötzlich bebt die Erde und ein drittes Nashorn kommt herangestürmt, schnaubend verscheucht es die zwei , diese ergreifen dann auch sofort die Flucht. Und da sehen wir noch ein viertes Tier, nochmals ein Junges. Wir können es kaum glauben. Im ganzen Gebiet gibt es fünf Rhinos und wir sehen vier davon. Nur Hans-Otto das Männchen mit dem GPS Sender finden wir nicht. Einige Zeit laufen wir den Nashörnern nach und sehen sie immer wieder. Einige Male sind wir nur etwa fünfzehn Meter von ihnen entfernt. Schon ein wenig unheimlich dieses Riesentier vor einem zu haben, zu hören wie es schnaubt und hoffen, dass es uns nicht sieht und auf uns zu rennt; denn vor allem jetzt mit dem Jungen ist nicht zu spassen mit den Tieren. Die Fotos sind leider nicht so gut geworden, trotzdem hier eine kleine Auswahl.











Nach diesem faszinierenden Erlebnis geht’s wieder zurück zum Auto. Auf der Rückfahrt laufen uns alle möglichen Tiere über den Weg.



Ein Impalabock mit Sender ausgestattet.





Auch eine Gruppe Mountain Zebras lässt sich blicken. Diese kreuzen vor uns die Strasse und verschwinden kurze Zeit später im hügligen Gelände, das ihnen keine Mühe bereitet.





Kudus schauen auch noch vorbei.



Und zum Schluss noch eine sehr farbenfrohe Echse.


Nach dieser sehr interessanten und abwechslungsreichen Heimfahrt, erreichen wir die Lodge am heutigen Tag bereits um ca. 16.30Uhr. Am Morgen hatten wir noch einige Zweifel, ob wir überhaupt heute noch zurückkommen, da die Wüstenelefantentour, bei der wir am Tag zuvor erst nach 19 Uhr zurückgekehrt waren, eigentlich als Halbtagestour geplant war und die Rhino-Tour als Ganz-Tages-Tour. Aber so können wir am Nachmittag noch den herrlichen Pool und auch die herrliche Aussicht von der Lodge geniessen.



Entspannung am Pool, Es ist sehr kalt, doch nach diesem heissen Tag genau das Richtige.



Es war wieder ein langer Tag, und einige sind am Nachmittag sehr müde. Wie man jedoch in dieser Steinhöhle schlafen kann fragen wir uns heute noch…



Unser Besucher am Nachmittag in der Lodge.


Nach diesem sehr entspannenden Nachmittag geniessen wir noch ein letztes Mal die wunderbare Küche der Grootberg Lodge. Die Stimmung ist gedrückt, gerne würden wir noch länger an diesem wunderbaren Ort bleiben, doch morgen müssen wir weiter. So bestaunen wir nochmal den wunderbaren Sonnenuntergang in vollen Zügen und fallen schlussendlich alle zufrieden ins Bett.


Zur Grootberg Loge: Für viele von unserer Gruppe die schönste Lodge der ganzen Reise. Es stimmte wirklich alles. Von der Unterkunft über das wunderbare Essen bis zum überaus freundlichen Personal. Zu bemerken gibt es noch, dass die Lodge vollständig durch die lokale Community geführt wird. Von der Putzfrau bis zum Manager sind ausschliesslich Personen der Umgebung angestellt. Die Leute, die dort arbeiten sind stolz auf ihre Lodge und können es auch wirklich sein. Viele europäische oder südafrikanisch geführte Lodges könnten sich von der Herzlichkeit und dem Engagement eine Scheibe abschneiden. In der Lodge hat man wirklich das Gefühl in Afrika angekommen zu sein. Einfach Natur pur. Hier noch einige Bilder der Lodge:



Übersicht von einem Bungalow aus auf das Haupthaus, mit Pool.



Verzweigte Wegsysteme führen zu den Bungalows. Vor allem in den Abendstunden können darauf und in den Steinen daneben viele Insekten und Reptilien beobachtet werden, auch grasen am Abend immer wieder Springböcke hinter den Bungalows.



Auch das Essen können wir nur loben. Es wurde immer lokale Kost serviert und für unsere Vegetarier wurde jeden Abend ein anderes Menu gezaubert.


Tiersichtungen:
- Spitzmaulnashörner
- Kudus
- Impalas
- Steenbock (Steinböckchen)
- Hartmannzebra
- Springbock
- Oryx
- Streifenschakal
- Baumhörnchen
- Eidechsen
- Raupen
- Spinnen (Spring- und Krabbenspinnen)
- Heuschrecken
- Gelbschnabeltoko (Flying Banana)
- Senegaltaube
- Adler
- Blauracken
- Helmperlhuhn

Fazit des Tages: Vier von fünf Nashörner gesehen. Jupi! Zu denken geben muss jedoch, dass in diesem riesigen Gebiet nur noch fünf Nashörner leben!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2010
1'309 Beiträge · seit 200926. Sept. 2010 · #30
Hallo Ihr acht Schweizer,

ihr habt ja wirklich eine schöne und unterhaltsame Reise erlebt, nicht nur für euch unterhaltsam, sondern auch für die Leser des Reiseberichts!

Danke schön!
Liebe Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
3 Beiträge · seit 201026. Sept. 2010 · #31
Hallo Gismo
Wie immer ein toller Bericht. Sehr unterhaltsam geschrieben.
Auf die Fortsetzung freut sich Wilhelmina
8'691 Beiträge · seit 201026. Sept. 2010 · #32
Hallo Gismo, auch ich bin eine begeisterte Leserin deiner Berichte, auch wenn mein Notebook, bzw. meine schwache W-Lan-Anbindung immer heftig mit deinen Fotos zu kämpfen hat und alles sehr langsam geht. Aber naja, sind eben schweizer Fotos *duck* 😛

Besonders deine Schwärmerei über die Grootberglodge habe ich sehr genossen, da ich dort Anfang Mai 2011 auch zwei Nächte verbringen werde. Allerdings ist nur die Wüstenelefantentour geplant, aber besser als nix, oder?

Schönen Sonntag noch in die Schweiz von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter83 Beiträge · seit 200926. Sept. 2010 · #33
Hallo Bele,

Sind halt grosse Fotos, auch wenn ich Sie immer stark komprimiere. Bis froh stell ich nicht die Originale rein, die wären noch etwa 20mal grösser 🙂

Ja, da beneiden wir Dich ganz schön drum! Wirst ganz sicher nicht enttäuscht werden von der Grotberg Lodge. Ja Wüstenelefantentour ist sehr eindrücklich und auch zu Empfehlen. Wobei ich sagen muss, dass wir bei der Rhino Tour insgesamt mehr Tiere gesehen haben, da diese in einem Naturschutzgebiet stattfindet, aber eigentlich müsst Ihr Wissen was Ihr lieber sehen wollt. Elefanten oder Rhinos?

Freue mich schon über Euren Bericht nach der Reise.

Grüsse aus der Schweiz
Philipp
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200911. Okt. 2010 · #34
27. Januar 2010 – Pannen über Pannen – Tag 11

Jupie, heute können wir wieder mal ausschlafen. Das tut sehr gut, auch wenn einige von uns bereits wieder kurz nach sieben wachsind. Ich hingegen geniesse noch einmal das schön grosse Bett und bleibe noch ein bisschen liegen. Dann muss auch ich aufstehen, denn heute haben wir eine lange Fahrt vor uns. Es geht zum Etosha Park. Aber zuerst nochmal ein ausgiebiges Frühstück in der Grootberg Lodge. Damian und Willy entscheiden sich heute sogar für das English Breakfast, und wie könnte es auch anders sein - auch dieses ist köstlich. Ich weiss, man könnte meinen, wir hätten Aktien bei der Lodge, aber das ist nicht der Fall - wir waren einfach vollends begeistert von dieser Unterkunft.
So herzlich, wie wir empfangen wurden, wurden wir auch wieder verabschiedet. Alle waren versammelt und winkten zum Abschied. Eine Mitarbeiterin nahmen wir dann auch sogleich mit. Sie musste zum Arzt und dieser ist nicht wie bei uns fünf Minuten entfernt, sondern geschlagene drei Stunden Fahrzeit, nämlich in Outjo und da wir sowieso nahe an diesen Ort heranfahren, auf dem Weg zum Etosha, nehmen wir sie gleich mit. Unterwegs müssen wir noch tanken. Wie sich bald herausstellt, wird das ein richtiger Spiessrutenlauf, denn Damian‘s Tanknadel geht immer weiter nach unten und die Tankstelle kommt nicht näher. Als wir uns schon mit dem Gedanken herumschlagen, nächstens anzuhalten und Diesel von unserem Auto zum andern rüber zu pumpen, taucht die Tankstelle am Horizont auf. Was übrigens auch sehr interessant war, da wir zwei baugleiche Autos hatten, gezwungenermassen meistens gleich schnell fuhren und die gleiche Strecke zurück legten; das eine Auto jedoch insgesamt knapp 40Liter mehr verbrauchte??? Jedenfalls sind wir sehr froh, als wir an der Tankstelle ankommen. Sogleich nach unserer Ankunft werden wir auch schon von Einheimischen belagert, anscheinend kommen an dieser Tankstelle nicht so viele Touristen vorbei. Einer kommt zielstrebig auf uns zu und stellt sich vor und fragt uns nach dem Namen und erkennt uns sofort als Schweizer - wie er dies rausgefunden hat, fragen wir uns heute noch. Wir unerfahrenen Touristen stellen uns natürlich auch vor, was sich als Fehler erweist, denn nach unserem Gang zur Toilette hält uns der freundliche Mann zwei Amarulafrüchte, in die unsere Namen geschnitzt sind hin. Wir sind froh, haben wir die Mitarbeiterin von der Grootberg Lodge dabei. Sie übernimmt das handeln für uns und schlägt einen fairen Preis für beide (Uns und den Einwohner) heraus. Da wir sowieso noch diese Amarulafrüchte kaufen wollten, entscheiden wir uns dafür. Nach einem kurzen Besuch des Tankstellenshops versorgen wir uns wieder mit Getränken und Snacks und es geht auch schon wieder weiter.



On the road again! Ach ja, für alle dies noch nicht wissen - das Foto ist nicht spiegelverkehrt, nein in Namibia wird links gefahren und rechts gesteuert. Alles in allem kein grosser Unterschied, nur Blinker und Scheibenwischer sind auch verkehrt, was vor allem zu Beginn immer wieder für Verwirrung sorgte. Denn die meisten entgegenkommenden Autos begriffen jeweils nicht, dass wir abbiegen wollten wenn der Scheibenwischer lief…



Pipipause an einer Raststätte.


Nach guten drei Stunden treffen wir dann an der Kreuzung Richtung Outjo ein. Die Grootberg Mitarbeiterin wollte ja eigentlich von hier aus laufen. Da wir jedoch sehen, dass es noch über 10 Kilometer sind und wieder mal Temperaturen von über 30° C herrschen, beschliessen wir auch noch kurz in die Stadt zu fahren. Wobei auch hier wieder gesagt werden muss, Dorf trifft es eher. Jedenfalls scheint Damian ein wenig abgelenkt zu sein, als uns die hübsche Mitarbeiterin verlässt - so dass er rückwärts in einen Strassenpfahl fährt. Ergebnis davon: eine Eingedrückte Hecktür. Fachmännisch wird die Beule von uns mit Hammer und Händen “repariert“ und es geht weiter. Doch nur kurz, dann bemerken wir, dass das zweite Auto nicht mehr hinter uns ist. Wir halten an und warten einige Zeit. Vielleicht ist Damian umgekehrt und der Mitarbeiterin hinterher gefahren? Wir fahren zurück und finden sie auf einem Parkplatz mit dem Kompressor in der Hand. Schleichender Plattfuss, ja auch das noch.



Kathrins Hilfe beschränkt sich aufs Posieren für das Foto.



Ja in diesem Reifen fehlt etwas. Glücklicherweise gibt es eine Kompressor und wir müssen nicht mit der Handpumpe ran.


Nach diesen kleinen technischen Problemen können wir endlich wieder los. Es stellt sich jedoch bald heraus, dass wir mit diesem Reifen nicht mehr weit kommen. Einmal unterwegs wird noch gepumpt, dann müssen wir jedoch einsehen, dass der Reifen gewechselt werden muss. Am Etosha Gate wird das dann gemacht. Damian, Willy und Marcel übernehmen das Wechseln des Reifens, wobei unsere Crew sich darauf beschränkt blöde Kommentare zu geben und das ganze auf Video aufzunehmen.



Angekommen im Etosha National Park.



Doch es geht nicht weit, ein Radwechsel ist angesagt…



Und los geht’s. Die Männer arbeiten..



Die Frauen kontrollieren und geben ihre fachmännische Meinung dazu ab 😉



Gar nicht so einfach - das Werkzeug befindet sich im Unterboden im Kofferraum - leider steht unser ganzes Gepäck sowie die schwere Kühlbox drauf.



Und hoch geht das Auto.



Husch, husch und schon ist das neue Rad dran.



Noch kurz die Schrauben angezogen und schon kann es wieder weiter gehen.


Auch die zweite Panne überstehen wir ohne Anstrengungen, jedenfalls die Gruppe von Auto eins 😉. Und so geht’s weiter in Richtung Namutoni Camp, in dem wir die erste Nacht im Etosha Park verbringen werden. Wir kommen jedoch nur sehr schleppend voran, nicht weil im Park nur 60Km/h erlaubt sind, nein der Grund ist, dass wir überall Tiere sehen und immer wieder anhalten um Fotos zu schiessen. Auch auf dieser Fahrt kommt unser alt bekannter Freund wieder zum Vorschein, der Tausendfüssler. Gemütlich fahren wir auf der endlos scheinenden Strasse voran, plötzlich schreckt mich ein markerschütterndes Gekreische aus meinem Tagtraum. Nach einer Vollbremsung drehe ich mich um und sehe einen riesigen, fetten schwarzen Tausendfüssler meinen Sitz hochklettern. Fachmännisch wird dieser von Fränzi dann wieder in die Wildnis entlassen. Einige Minuten dauert es, bis mein Puls wieder unten ist und sich mein Gehör wieder erholt hat und es endlich weiter gehen kann.



Unser “kleiner“ Blinder Passagier von der Grootberg Lodge



Aber nicht nur den Tausendfüssler haben wir auf der Fahrt gesehen, auch viele Andere Tiere waren zu sehen.













Ein etwas unkonventionelle Art zu fahren, bei diesen endlosen Weiten und ohne jeglichen Gegenverkehr jedoch kein Problem.











Hier bekommt der Begriff Zebrastreifen einen ganz anderen Sinn…




Nach dieser sehr langen und ereignisreichen Fahrt erreichen wir endlich unser Ziel. Das Fort Namutoni. Schnell beziehen wir unsere Zimmer und fallen erst mal in die wunderbaren grossen Betten und entspannen uns ein wenig. Es hält uns jedoch nicht lang dort, schon kurz Zeit später gehen wir zum Wasserloch, das nur wenige Meter von unserem Zimmer entfernt ist. Auf dem Weg dorthin begegnen wir einer Familie Warzenschweine, die es sich im Fort gemütlich gemacht haben. Am Wasserloch selber herrscht kaum grosses Treiben. Also zurück zum Zimmer und erst mal die wunderbare Outdoordusche unter freiem Himmel geniessen. Nach dieser Erfrischung geht es dann zum Abendessen. Danach geht es gestärkt nochmals zum Wasserloch. Auch zur späten Stunde schauen nur sehr wenige Tiere vorbei. Somit beschliessen wir schon bald mal schlafen zu gehen.



Die Stimmung am Wasserloch ist trotz der wenigen Tiere sehr eindrücklich.


Zum Fort Namutoni: Sehr schöne Unterkunft ganz am Ende des Etosha Parks. Für uns alle die schönste der drei Unterkünfte im Etohsa Park. Jedoch lässt die Freundlichkeit des Personals teilweise ein wenig zu wünschen übrig. Doch im Allgemeinen sehr zu empfehlen. Vor allem der wunderschönen Zimmer und dem fantastischen Badezimmer wegen.

Tiersichtungen:
- Springbock
- Oryx
- Streifengnu
- Rote Kuhantilope
- Giraffen
- Steppenzebra
- Schwarznasenimpala
- Warzenschwein mit vier Babies
- Europäischer Bienenfresser
- Gelbschnabeltoko
- Afrikanischer Monarch
- Rotschnabelmadenhacker
- Vogelstraus
- Abdims-Storch
- Paradieskranich
- Waffenkiebitz
- Rotschnabelente
- Stelzenläufer
- Gabelracke
- Sekretär
- Riesentrappe
- Wurmartiger Tausendfüssler
- Nachtpfauenauge

Fazit des Tages: Im Etosha gibt es viele Tiere…
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2010
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #35
28. Januar 2010 – Tag 12 – Etosha

Ich fühle mich am Morgen nicht wirklich gut, vermutlich war gestern etwas mit dem Essen nicht in Ordnung. Jedenfalls gibt es heute kein Morgenessen für mich, im Gegenteil, das gestern Gegessene meldet sich am Morgen wieder zurück. Meinem Gesundheitszustand wegen, verlassen wir schon am Morgen das Camp und machen uns auf den Weg nach Halali. Dort werden wir die nächsten zwei Tage verbringen. Eine besondere Aufgabe fällt auf dieser Fahrt Willy zu, da ich nicht mehr wirklich im Stande bin zu fahren, übernimmt er dies. Das erste Mal mit einem Automat. Vor allem zu Beginn bereitet ihm das grosse Mühe, so dass ich nach einer Vollbremsung beinahe an der Frontscheibe klebe (er wollte kuppeln…). Glücklicherweise kommen wir dann ohne weitere Probleme im Camp an. Dort angekommen müssen wir uns zuerst anmelden, was ne weile dauert, aber das sind wir uns bereits gewohnt. Wir bekommen einen wunderschönen Bungalow - mich interessieren vor allem das Bett und das Klo. So verschwinde ich für die nächsten Stunden im Bett. Fränzi macht es sich auf der schönen Terrasse bequem und bekommt bald Besuch von einem kleinen süssen Baumhörnchen. Diese scheinen speziell die Gummikabel der Klimaanlagen zu mögen.



Unsere Unterkunft im Halali Camp.



Unser kleiner Freund vom Halali Camp, wir nannten Ihn Fildius



Später trifft auch das zweite Auto mit Damian, Marcel, Kathrin und Barbara ein. Auch sie beziehen als erstes ihr Quartier und machen sich auch gleich auf zum Wasserloch. Dieses ist in Halali ein wenig entfernt. Leider sind nur wenige Tiere zu sehen. Bald kommen Sie wieder zurück und es wird entschieden, erst mal den Swimmingpool aufzusuchen, bei weit über 30°C sicher keine schlechte Idee. Damian vergisst dabei, dass die UV-Strahlung auch im Schatten ziemlich hoch ist, vor allem für uns Europäer. Damian bekommt dies zu spüren und auch zu sehen…



Damian‘s Rücken nach einem Tag Sonne. Man kann gut sehen, wo er mit der Sonnencreme nicht mehr rangekommen ist...


Später geht es dann nochmals ans Wasserloch, auf dem Weg dorthin begegnen wir noch einer gut getarnten Zwergohreule. Wir hätten Sie nicht bemerkt, doch ein Parkangestellter macht uns darauf aufmerksam und nach genauem hinsehen entdecken wir sie auch.



Zwei Meter vor uns und doch beinahe nicht zu sehen.


Am Wasserloch selber durchqueren ein paar Impalas das Gebiet, ansonsten wieder gähnende Leere. Also beschliesst unsere Gruppe schon bald mal zurück zur Unterkunft zu gehen und dort den Abend noch ein wenig ausklingen zu lassen.



Nichts los am Wasserloch…



Doch da… Kathrin scheint etwas entdeckt zu habe…



“Nur“ ein Impala, das sich hierher verirrt hat



Also geht’s zurück.


Später dann gehen wir zum Abendessen - ich lasse es noch aus, da ich immer noch ein wenig angeschlagen bin. So beende ich diesen Tag früh, in der Hoffnung, dass es mir morgen wieder besser geht.

Tiersichtungen:
- Impala
- Zebra
- Springbock
- Giraffe
- Zebramanguste
- Gabelracke
- Helmperlhuhn
- Waffenkiebitz
- Sekretär
- Zwergohreneule
- Schildkröten
- Nachpfauenauge
- Eidechsen
- Wurmartiger Tausendfüssler
- Stabschrecke
- Gottesanbeterin

Fazit des Tages: Krank sein in den Ferien ist genauso beschissen wie zuhause…
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #36
29. Januar 2010 – Tag 13 – A Day off

Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Entspannung. Ich fühle mich am Morgen wieder besser, trotzdem entschliessen wir (Ich und Fränzi) uns, den GameDrive am Morgen nicht mitzumachen. Die anderen fahren schon früh am Morgen los. Auf dieser Fahrt gibt es dann einiges zu sehen. Ein Löwe wird gesichtet und auch ausgiebig fotografiert. Später dann sehen Sie auch noch einen Tüpfelhyäne direkt neben ihrem Fahrzeug. Schade, dass wir nicht dabei sein konnten, denn wie sich später herausstellte, war es die einzige Hyäne, die wir zu sehen bekommen werden.



Als erstes wurden zwei Löwen entdeckt…



Erst lagen Sie nur faul herum, dann machen Sie sich langsam auf den Weg. Nur keine Eile.



Dann kommt auch noch eine Hyäne vorbei, diese lässt sich ungestört fotografieren.



Danach löscht sie ihren Durst an einer Pfütze, bevor sie wieder im Wald verschwindet.



Während die anderen auf Pirschfahrt sind, gehen ich und Fränzi zum Wasserloch. Diesmal ist schon ein wenig mehr los. Ein Impalabock, der alles andere verscheucht, was auch noch trinken will und auch zwei Marabu‘s sehen wir. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft begegnen wir dann noch einem Waran, der gleich neben unserem Bungalow in einem Baum verschwindet. Also sofort rein, den Fotoapparat herausgeholt und versucht ein Foto von ihm zu machen. Kurze Zeit später kommt auch wieder Fildius vorbei.



Der sehr dominante Impalabok am Wasserloch, schaut schon wieder um sich, ob sich irgend ein anderes Tier nähert, damit er es verscheuchen kann…



Die zwei Marabus geniessen das kühle Nass an diesem sehr heissen Tag.



Unser Highlight für den Tag, wir tippen auf einen Felswaran.



Hier ist noch etwas mehr zu sehen.


Nach der individuellen Morgengestaltung treffen wir uns dann wieder zum Morgenessen. Dort sehen wir auch wieder einen von Fildius‘ Kollegen. Dieser speist auch gerade. Vor allem zum Entsetzen von Fränzi, isst dieser die am Boden ruhenden Nachtpfauenaugen. Ab diesem Zeitpunkt kündet Fränzi die Freundschaft zu Fildius 😉.



Leider nicht wirklich ein guter Schnappschuss aber es ist ganz gut zu erkennen, was unser kleiner Freund hier isst. Die Geräusche dazu haben wir leider nicht aufgenommen, waren jedoch nicht gerade Appetit anregend.


Den Rest vom Vormittag und den Nachmittag verbringen wir am Pool und entspannen mal richtig. Auch das braucht es mal. Unsere Reise war bis jetzt ziemlich straff durchgeplant und nur wenig Zeit blieb uns zum entspannen - umso mehr geniessen wir es. Am Abend geht es dann nochmals auf eine Pirschfahrt, auf dieser sind dann wieder alle mit an Bord, auch ich und Fränzi gehen wieder mit. Auf dieser Fahrt geniessen wir vor allem die wunderschöne Stimmung. Am Horizont kommen dichte Wolken auf, eine Herde Giraffen kommt uns da genau richtig. Viele Fotos werden geschossen.



Wolken und Sonne wechseln sich innerhalb von Sekunden ab. Trotz der dunklen Wolken regnete es auch an diesem Abend nicht.



Die Herde Giraffen scheint sich schon ziemlich an Autos gewöhnt zu haben. So können wir sie wunderbar beobachten.







… und dann geht die Sonne auch schon unter.


Zurück in Halali angekommen geht es zum Abendessen. An diesem Abend ist Fränzi nicht ganz fit, vermutlich war sie ein wenig zu lange in der Sonne. Sie hat ein wenig Fieber. So lässt sie das Abendessen aus - ich schlage wieder zu, bevorzuge jedoch für die nächsten Wochen vegetarische Kost.

Zum Halali Camp: Schöne Unterkunft, auch wenn nicht der gleiche Standard wie im Fort Namutoni. Dafür grösser und weitläufiger. Das Wasserloch ist etwa fünf Minuten entfernt, was für uns jedoch nicht störend war.



Schöne Bungalows mit vielen Tieren rundherum - das ist Halali.



Drinnen ist genug Raum, ein separates Wohn- und Schlafzimmer und auch noch eine kleine Küchenecke ist vorhanden.



Tiersichtungen:
- Giraffe
- Impala
- Gelbschnabeltoko
- Helmperlhuhn
- Senegal-Tschagra
- Marabu
- Felswaran
- Nachtpfauenauge
- Gottesanbeterin
- Baumhörnchen

Fazit des Tages: Mal so richtig ausspannen tut gut!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #37
30. Januar 2010 – Tag 14 – Von Halali nach Okaukuejo

Noch einmal nehmen wir es gemütlich am Morgen - so schlafen wir aus und gehen dann zum Frühstück. Im Shop vom Halali decken wir uns mit dem Nötigen ein. Wobei wir wieder mal die afrikanische Gemütlichkeit kennenlernen 😉. Anscheinend wir gerade ein neues Kassensystem eingeführt. Mit Computer, was doch noch einige Schwierigkeiten birgt, wie wir schnell merken. Der Scanner ist noch nicht einsatzbereit, so muss die Verkäuferin jeden Artikel im Computer suchen und dann auswählen. Nachdem die Frau gemerkt hatte, dass man die Maus mit dem Kabel nach oben halten muss geht es dann los. Insgesamt dauerte das kassieren von unseren etwa zehn Artikeln ungefähr 30 Minuten… Dann wird alles zusammengepackt und es geht wieder los. Bevor wir fahren tanken wir noch einmal voll und waschen unser Auto ein wenig, damit wir wieder aus der Heckscheibe sehen können. Auf dem Weg nach Okaukuejo sehen wir wieder viele Tiere. Das Highlight ist ein Chamäleon, das unseren Weg kreuzt. Einen kleinen Abstecher machen wir zur Etosha Salzpfanne. Diese kann man befahren, ein faszinierendes Erlebnis, wenn man dort in die Weite blickt.



Kathrin gibt ihr Bestes um die Scheibe sauber zu kriegen, jedoch ohne grossen Erfolg.



Chamäleon, das wir leider nicht genau bestimmen konnten. Weiss jemand per Zufall was das für eines ist?



Einen Sekretär…



… Abdims – Störche…



… Impalas …



Und auch einen Kudu trafen wir auf der Fahrt an.



Angekommen an der Salzpfanne. Man beachte auch die Bekleidung von Marcel im Vordergrund - das bei weit über 30 °C.



Unendliche Weiten…



Nach einer längeren Fahrt treffen wir dann schlussendlich doch noch in Okaukuejo ein. Dort erledigen wir zuerst mal noch das Administrative und fahren dann zu unserer Unterkunft für die nächste Nacht. Wir haben Waterhole-Chalets, somit sind wir direkt am Wasserloch und an diesem Wasserloch ist auch etwas los. Das sehen wir sehr schnell, als wir das erste Mal rausgehen. So verbringen wir die nächsten Stunden dort und beschliessen nicht noch ein GameDrive zu machen.



Unsere Unterkunft in Okaukuejo, direkt am Wasserloch.



Der Lieblingsplatz von Willy, mit direkter Sicht auf das Wasser.











Später gesellten sich auch noch Gnus dazu.



Und zum Schluss schauten auch noch Schakale vorbei.


Beinahe vergessen wir das Abendessen, so viel ist am Wasserloch los. Noch rechtzeitig treffen wir ein und können das leckere Buffet geniessen. Später am Abend kommt noch eine örtliche Schulklasse vorbei. Die Kinder tanzen und singen und so klingt dieser Tag aus. Nach dem Essen gehen wir nochmals zum Wasserloch und können noch ein Breitmaulnashorn bestaunen das gerade am Trinken ist - es verschwindet erst wieder als drei männliche Löwen ans Wasserloch kommen um ihren Durst zu stillen. Nach diesen wunderbaren Beobachtungen gehen die einen von uns ins Bett, andere schlagen sich die halbe Nacht an diesem Wasserloch um die Ohren, denn immer wieder gibt es etwas Neues zu sehen.

Zum Okaukuejo Camp: Sehr schönes Camp mit sehr tierreichem Wasserloch. Die Unterkunft ist beinahe auf dem Niveau vom Fort Namutoni. Unsere Empfehlung: ein Waterhole Chalet lohnt sich auf alle Fälle, wunderbare Lage und schöne Einrichtung.



Die Chalets von aussen.



Schöne Zimmer und…



…viel Liebe zum Detail.

Tiersichtungen:
- Giraffe
- Rote Kuhantilope
- Oryx
- Impala
- Springbock
- Zebra
- Gnu
- Breitmaulnashorn
- Löwe
- Schabrackenschakal
- Chamäleon
- Abdims Storch
- Waffenkiebitz

Fazit des Tages: Tolles Wasserloch!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #38
31. Januar 2010 – Tag 15 – Luxus pur

Wir treffen uns an diesem Tag am Frühstückstisch. Es gibt wieder Buffet, wir schlagen so richtig zu und bereiten uns so auf den langen Tag vor. Heute geht es wieder weiter, vom Etosha fahren wir heute zurück in Richtung Windhoek - nach Erindi.



Die Koffer werden gepackt, man beachte, dass Marcel mal kurze Hosen anhat 🙂.



Alles Gepäck wieder eingeladen und schon geht’s wieder los.


Einen Halt machen wir bei den Dinosaurier Fussspuren, die auf unserer Karte eingezeichnet sind. Auf der Suche nach diesen treffen wir auf einer Farm ein. Dessen Besitzer empfängt uns mehr als unfreundlich. Als wir dann erfahren, dass die Fussspuren auf seiner Farm sind und wir um diese zu sehen eine ganze Führung machen müssten und auch noch zahlen müssen, entscheiden wir uns dagegen. Der Besitzer scheint nicht gerade den besten Tag zu haben. Als wir ihm unseren Entscheid mitteilen verschwindet er fluchend. So geht’s halt ohne die Fussspuren zu sehen weiter in Richtung Erindi.



Kurze Pinkelpause vor dem Erindi Reserve.



Und schon am Ziel. Das Erindi Privat Game Reserve.


Bis zum Tor dauerte die Fahrt nicht lange, ab da jedoch ewig… denn im Park sind zuerst 60km/h erlaubt, später dann sogar nur noch 30km/h und das bei einer Strecke von über 50km. Glücklicherweise ist die Fahrt sehr abwechslungsreich und ab und zu sehen wir auch Tiere. Die Lodge erreichen wir doch erst am Abend.



Einen von vielen Termitenhügeln im Reserve.



Ein kleines süsses Erdhörnchen beobachtet uns genau.



Und auch ein Warzenschwein sehen wir auf der Fahrt.


Nach der Ankunft gehen wir als erstes auf die Terrasse. Am Wasserloch sehen wir auch sogleich Krokodile und Nilpferde.



Die Krokodile liegen faul herum...



…währenddem die Nilpferde gerade einen Ausflug machen



Begeistert werden die Tiere von uns beobachtet.


Nach diesem ersten faszinierenden Einblick am Wasserloch gehen wir zu unserer Unterkunft. Ein wahrer Traum. Riesige Zimmer, wunderbar ausgestattet mit direkter Sicht auf ein Wasserloch. Schnell richten wir uns ein, denn schon bald steht das Abendessen auf dem Plan. Ein grosses Buffet mit allem, was das Herz begehrt. Das sehr freundliche Personal liest einem jeden Wunsch von den Lippen ab. Auch hier wird am Abend wieder gesungen. Als wir fragen ob Sie das Amarula-Lied kennen, bejahen sie und sofort wird angestimmt. Wir geben uns grösste Mühe um mitzusingen, was vor allem bei den Mitarbeitern für Erheiterung sorgt. Den Abend perfekt macht der nächtliche Besuch einer Elefantenherde. Einer der Elefanten geht sogar ausgiebig baden. Wie uns eine Mitarbeiterin sagt, sei er ein “nasty elephant“ da er im Wasser immer die Krokodile und Nilpferde ärgert. Da wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen müssen - es geht auf Game Drive - entschliessen wir uns an diesem Abend schon früh ins Bett zu gehen. “Leider“ sehen wir von unserem Bett direkt auf eine grosse grüne Fläche mit einem kleinen Wasserloch, so können wir lange nicht schlafen, da wir immer wieder neue Tiere entdecken und sie beobachten. Erst als Fränzi den Vorhang zieht, können wir einschlafen. Ein wirklich gelungener Tag.



Abendstimmung am Erindi



Nächtlicher Besuch am Wasserloch.


Tiersichtungen:
- Krokodil
- Schabrackenschakal
- Giraffe
- Oryx
- Zebra
- Gnu
- Impala
- Springbock
- Elypsenwasserbock
- Elefant
- Nilpferd
- Damara – DikDik
- Erdhörnchen
- Rotbauchwürger
- Gackeltrappe

Fazit des Tages: Willkommen zurück im Paradies.
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #39
1. Februar 2010 – Tag 16 – Tiere, Tiere und nochmals Tiere.

Früh werden wir von Barbara und Kathrin, unserem Frühteam geweckt. Bereits um 05.45. Schnell geht’s zum Frühstück, Frühstück rein, welches übrigens sehr gut war und dann ab nach draussen. Dort wartet bereits Alfonso auf uns. Wir haben Glück weil wir wieder einen einheimischen Führer bekommen. Als erstes entdecken wir riesige Pilze, die auch essbar sind, erklärt uns Alfonso. Sie scheinen sogar ausserordentlich gut zu sein, nur so ist es zu erklären, dass Alfonso sogleich aussteigt und die Pilze sammelt. Das sei sein Mittagessen, sagt er uns mit einem Lächeln. Einigen unserer Gruppe läuft das Wasser im Munde zusammen, mich als nicht Pilzesser lässt dies kalt. Dann treffen wir auch schon die ersten Tiere wobei wir beim Morningdrive nicht so viel Glück haben. So erzählt uns Alfonso auch viel Interessantes über die Pflanzenwelt und die lokale Bevölkerung. Eine Besonderheit im Erindi ist, dass es bis vor wenigen Jahren noch eine Jagdfarm war. Das bedeutet, dass viele Tiere noch sehr scheu sind und sofort die Flucht ergreifen, wenn sie ein Auto sehen. Es ist sehr interessant, die Tiere mal in ihrem natürlichen Verhalten zu sehen, so sieht man auch mal, wie schnell sie alle sind. Hier seht ihr eine kleine Auswahl unserer Fotos vom Morningdrive.



Warm gekleidet geht es auf Morningdrive. Denn am Morgen ist es noch empfindlich kalt.



Ausbeute der morgendlichen Pilzernte von Alfonso.



Ein Grössenvergleich. Alfonso glänzte mit einem schier unendlichen Wissen über Land und Leute. Von ihm haben wir sehr viel gelernt.



Eine Gackeltrappe ist das erste Tier, das wir antreffen.



Dann schaute noch ein Helmperlhuhn vorbei, von uns liebevoll Selbstmordhühner genannt. Denn diese Tiere hatten eine unglaubliche Gabe, immer wieder direkt vor dem Auto über die Strasse zu huschen…



Auch Wasserböcke waren zu sehen.




Ein Steinböckchen, wie immer sehr aufmerksam und wie wir gelernt haben, bei jedem Stopp zurückblickend, was sich auch bestätigte…



Nochmal etwas Typisches. Bei den flüchtenden Warzenschweinen, ist immer das Schwänzchen oben; dies dient zur Orientierung. Damit sehen die hinteren Tiere, auch im hohen Gras, immer den Vordermann.



Ein Nest einer Webervogelkolonie. Diese können laut Alfonso über eine Tonne wiegen.


Zurück in der Lodge sitzen wir als erstes ein wenig auf die Terrasse und beobachten die Tiere am kleinen See. Schon bald wird es dort jedoch so unerträglich heiss, dass wir zurück zu unseren Unterkünften gehen. Dort legen wir uns in die Wiese. Auch dort sind noch Tiere zu sehen, eine kleine Maus kommt immer wieder hervor und sammelt Nahrung.



Schattenplätze sind beliebt. Denn es ist wieder sehr heiss.



Andere geniessen die Sonne. Denn schon in wenigen Tagen ist wieder frieren angesagt.



Unser kleiner Besucher an der Lodge. Eine Streifenmaus.



Ein nächstes Foto der Serie, ‚Barbara beim Schlafen an ungewöhnlichen Orten‘


Nach dem Mittagessen gehn wir zum Pool. Dort entspannen wir uns noch einmal und geniessen die Sonne. Um halb fünf gehen wir auf den zweiten GameDrive. Bei diesem haben wir weit mehr Glück als am Morgen. Wir sehen so viele Tiere, dass Alfonso kaum nachkommt mit erklären.



Alles bereit für den nächsten Gamedrive. Barbara und Fränzi sind vorbereitet.



Gemütlich überquert diese Schildkröte die Strasse.



eine Herde Giraffen rennt über die Strasse.



Giraffe und Gnu beobachten uns ganz genau.



Mitten auf der Fahrt hält Alfonso an und baue ein kleines Buffet mitten im Niemandsland auf. Eine wunderbare Erfrischung inmitten von Tieren.



Hier das Buffet in seiner vollen Pracht.



Ein Schlankichneumon, der noch die letzten Sonnenstrahlen geniesst.



Und zum Schluss noch mal ein Wasserbock.


Auf dem Weg zurück können wir noch den wunderbaren Sonnenuntergang geniessen. Alfonso versucht noch verzweifelt für uns einen Löwen oder Leoparden zu finden; leider gelingt dies nicht, aber dennoch können wir uns mit der Ausbeute an diesem Tag sehr zufrieden schätzen.



Abendstimmung im Erindi.


In der Lodge angekommen machen wir uns noch kurz frisch, bevor wir zum Abendessen gehen. Und sieh an, dort sehen wir auch noch unsere Löwen. Diese kommen zum See um zu trinken. Einige Zeit liegen sie dann dort und lassen sich wunderbar beobachten. So endet auch dieser Tag wieder mit einem Highlight.



Die zwei Löwinnen, in der Ferne war auch noch ein Männchen zu hören, dieser liess sich aber leider nicht blicken.

Zur Erindi Lodge: Sehr schöne Lodge in einem Naturparadies. Erindi ist der grösste private Park in Namibia und eine wirkliche Oase. Die Zimmer sind auf einem sehr hohen Niveau und auch das Essen und das Personal waren top. Das alles hat jedoch auch seinen Preis. Dies war mit Abstand die teuerste Lodge auf unserer Reise.

Tiersichtungen:
- Oryx
- Wasserbock
- Springbock
- Steenbock
- Impala
- Gnu
- Rote Kuhantilope
- Weissschwanzgnu
- Warzenschwein
- Hartmannzebra
- Giraffe
- Löwe
- Schabrackenschakal
- Nilpferd
- Krokodil
- Helmperlhuhn
- Gelbschnabeltoko
- Gackeltrappe
- Riesentrappe
- Kapturteltaube
- Raubadler
- Falke
- Geier
- Waffenkiebitz
- Marabu
- Abdims Storch
- Nilgans
- Eule
- Strauss
- Streifenmaus
- Hase
- Schlankichneumon Erdhörnchen
- Pavian

Fazit des Tages: Meine Güte gibt es viele Tiere in Namibia!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 · #40
2. Februar 2010 – Tag 17 – Letzter Tag 🙁!

Noch ein letzes mal ein wenig Ausschlafen, dann geht’s zum Morgenessen. Nochmal schlagen wir voll zu am Buffet und dann geht es nochmals raus auf die Terrasse. Ein einsames Warzenschwein ist noch gekommen um uns zu verabschieden, ein etwas mageres Abschiedsteam. Das Personal hatte dann Einsicht mit uns und kam mit einer Schüssel voller Schlachtabfälle. Diese wurden den Krokodilen gefüttert, was noch einiges an Spektakel bot. Nach dieser beindruckenden Fütterung geht’s zurück zur Unterkunft, alles zusammenpacken und dann brechen wir auf.



Alle geniessen noch einmal die herrliche Terrasse mit dem wundervollen Weitblick.



Wenigstens er kam noch kurz vorbei um uns zu verabschieden



Nachdem alle Rechnungen bezahlt sind und die Souvenirs gekauft, kann es los gehen.


Kurz vor Mittag fahren wir los. Die Strecke ist nicht mehr lang und die Strasse meistens geteert. So kommen wir zügig voran, jedenfalls bis Windhoek. Dort haben wir unsere grössten Mühe, die Autovermietung wieder zu finden. So machen wir unsere persönliche Standtrundfahrt und fahren etwa zwei Mal quer durch die ganze Stadt. Auch das Navi will uns nicht wirklich helfen. Per Zufall finden wir es dann doch noch und merken: das Navi hätte doch richtig gehabt, wir haben nur die falsche Einfahrt erwischt. Unser zweites Auto, die den Weg noch kannten, trauten anscheinend ihren Augen nicht, als wir das erste Mal kurz vor dem Ziel wieder abbogen und umkehrten.



Zuerst noch auf Sandstrassen, dann schnell auf Teer geht es weiter nach Windhoek.



Wo er recht hat, hat er recht 😉.


Bei ASCO angekommen, wird noch kurz vollgetankt und dann das Auto abgegeben. Wir müssen noch ein Unfallprotokoll schreiben und eine Gebühr hinterlegen. Diese empfinden wir als sehr fair und zahlen auch gerne. Wie sich später herausstellt, kommt auch nicht mehr dazu, was sehr kulant von ASCO war. Um 15:00 sind wir dann mit Bwana für eine Stadtrundfahrt verabredet. 15:15 und noch niemand in Sicht, ja das wird die afrikanische Gemütlichkeit sein. Als um 15:30 immer noch niemand in Sicht ist, entschliessen wir uns anzurufen. Wie sich schnell herausstellt, ist unsere Buchung irgendwie vergessen gegangen. Danach vergehen nur wenige Minuten und die Frau, die wir angerufen haben, erscheint mit einem kleinen VW. Sie sagt uns, dass unser Führer bereits unterwegs ist, sie übernimmt unser Gepäck und bringt es zu unserer letzten Lodge. Da das Gepäck im Auto, mit dem wir die Führung machen werden, kein Platz hat. Es braucht einiges an logistischem Geschick; aber schliesslich schaffen wir es, alles Gepäck einzuladen. Dann taucht auch schon Djongo, unser Führer auf. Wir verabschieden uns von der Frau und steigen in den VW Bus ein. Wie sich schnell herausstellt, haben wir wieder mal sehr viel Glück mit unserem Führer. Djongo glänzt mit viel Wissen und einer sehr unterhaltenden Erzählweise. Ausserdem scheint er jeden Menschen in ganz Windhoek zu kennen. Zuerst fährt er zum Bahnhof von Windhoek. Überaus unterhaltsam, wenn man diesen mit unseren Bahnhöfen vergleicht.



Der Bahnhof von Windhoek sieht von ausser ganz stattlich aus, vergleichbar mit unseren Bahnhöfen.



Wenn man jedoch auf den Fahrplan schaut, erkennt man den Unterschied. Gerade mal vier Züge täglich verkehren hier. Diese haben zwar geplante Ankunfts- und Abfahrtszeiten; es sind jedoch nur ungefähre Angaben.



Djongo wie er leibt und lebt, immer für einen Lacher gut.


Vom Bahnhof geht es dann weiter zum Aussichtspunkt von Windhoek. Von da können wir ganz Windhoek überblicken. Dann fahren wir nach Katutura, dem Armenviertel von Windhoek. Die Leute da sind wirklich sehr arm, viele leben in Blechverschlägen oder haben gar kein Haus. Am höchsten Punkt dort macht dann der Motor vom VW Bus schlapp, mit einem lauten Knall verabschiedet sich dieser und wir bleiben stehen. Wie sich schnell herausstellt ist der Motor überhitzt. Die Hilfsbereitschaft dieser armen Leute überwältigt uns. Obwohl sie selber beinahe kein Wasser haben, stehen sie sofort mit einem ganzen Kanister bei uns. Und immer mehr Kinder sammeln sich rund um uns. Wie uns Djongo erzählt ist die Schule jetzt zu Ende. Perfekt für uns. Denn schon die ganzen Wochen schleppen wir die 100 Schulhefte und Stifte mit uns herum. Also beginnen wir zu verteilen.



Motor überhitzt. Willy hat Wasser dabei, einen Liter wird jedoch nicht reichen…



Sofort ist Hilfe da und auch der Wasserkanister lässt nicht lange auf sich warten.



Also Wasser rein und hoffen, dass das reicht.



Perfektes Timing für uns: von überall kommen Schulkinder, so beginnen wir die Hefte zu verteilen.



Waren es zuerst nur einige wenige, tauchen von überall her weitere Kinder auf.


Irgendwann kommen wir mit dem Ansturm nicht mehr nach. Willy wird von den Kindern richtig in den Bus gequetscht beim Verteilen. Djongo übernimmt das Verteilen der restlichen Hefte für uns und wir ärgern uns, dass wir nicht mehr Hefte gekauft hatten. Wir hätten weit über das Doppelte verteilen können. Doch konnten wir viele Kinder glücklich machen - ein gelungener Abschluss unserer Reise. Unser Bus scheint wieder zu laufen und da es jetzt nur noch abwärts geht, sollten wir das schaffen. Und los geht’s. Weit kommen wir leider auch dieses Mal nicht. Die Temperaturnadel steigt schon wieder in den roten Bereich. So heisst es bei der nächsten Tankstelle wieder anhalten. Mit diesem Auto kommen wir definitiv nicht mehr bis zu unserer Lodge. Djongo ruft wieder die Frau an, sie ist immer noch auf dem Rückweg von der Lodge und verspricht uns, sofort zur Tankstelle zu kommen. Kurze Zeit später taucht sie auch schon dort auf. Da wir im VW kein Platz haben, muss ein grösseres Auto her. Djongo hat noch einen VW Bus bei sich zu Hause stehen. Also machen sich die zwei auf. Wir erfrischen uns an der Tankstelle und sind immer noch ganz fasziniert vom eben erlebten. Es dauert noch etwa eine halbe Stunde bevor Djongo mit seinem VW Bus wieder auftaucht. Die Zeit rennt uns langsam davon, also schnell rein in den Bus und ab zu der Etango Ranch, wo wir unsere letzte Nacht verbringen werden. Die Leute da wurden bereits informiert, dass wir ein wenig später eintreffen werden, denn eigentlich ist um sieben das Abendessen geplant. Diesen Zeitplan werden wir nicht einhalten können. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit dem VW Bus kommen wir dann doch noch in der Lodge an. Kennt Ihr den Film “Little Miss Sunshine“? - etwa so kam uns die Stadtrundfahrt vor, ein wunderbares Erlebnis, das wir trotz den Pannen nicht missen wollen! Den Abend lassen wir in der Etango Ranch ausklingen. Zusammen mit den anderen Gästen der Lodge geniessen wir noch einmal das wunderbare Essen in Namibia. Im Wissen, dass dies unser letzter Abend in Namibia ist, ist die Stimmung ein wenig im Keller. Schon bald mal verschwinden alle im Zimmer. Dort packen wir alles zusammen und gehen früh schlafen, denn am nächsten Tag geht es wieder früh los.

Zur Etango Ranch: Leider waren wir nur sehr kurz dort und sahen sie hauptsächlich nur im Dunkeln. Die Zimmer waren jedoch schön eingerichtet und das Essen war Tiptop. Die Lage dazu ideal für einen frühen Abflug am nächsten Tag.



Die Unterkunft in der Etango Ranch.


Tiersichtungen:
- Schildkröte
- Nilpferd
- Krokodil
- Warzenschwein
- Impala
- Sprinbock
- Steenbcok
- Abdims Storch
- Helmperlhuhn
- Riesentrappe

Fazit des Tages: Stadtrundfahrt mit Djongo - ein Muss!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***