Afrika ruft: Acht Schweizer in Namibia

46 Antworten · 33,0k Aufrufe · gestartet 01. März 2010 von gismo
Bilder klein
Antworten
Themenstarter83 Beiträge · seit 200901. März 2010 · #1
Hallo Zusammen,

Bereits drei Wochen sind wieder vergangen seit unserer Rückkehr. Nach tiefer Feriendepression 🙁 habe ich jetzt endlich wieder mum meinen Reisebericht zu schreiben, auch wenn ich mich immer noch zurückwünsche.

Hier der erste Teil meies Berichtes, weitere werden folgen.



17.Januar 2010 Afrika ruft

Früh morgens schreckt mich der Wecker aus meinen Träumen. Es ist doch Sonntag, wieso so früh aufstehen, denke ich mir im ersten Moment. Bis meine Hirn auf Betriebstemperatur kommt und meine Gedanken wieder klar sind. Heute geht es endlich ab nach Namibia. Nach Monatelanger Planung ist endlich der Tag gekommen!

Nach kurzer Kontrolle, ob beim Last Minute einpacken gestern Abend nichts vergessen ging, klingt es auch schon an der Türe. Unser Fahrdienst bringt uns zum Bahnhof wo wir den Rest unsere Gruppe treffen. Wir sind insgesamt acht Personen. Achtung jetzt wird’s kompliziert, mit dabei sind: Ich Philipp meine Freundin Fränzi Ihre Schwester Barbara, Kathrin eine Freundin von Barbara, dann noch meine Eltern Willy und Marlis, mein Bruder Marcel und der Jugendfreund Damian. Mit dem Zug geht es zuerst nach Zürich und von dort über Mannheim nach Frankfurt. Bis auf eine kleine Auseinandersetzung mit einem Mitreisenden, der ein sehr empfindliches Hörorgan zu besitzen scheint, verläuft der erste Teil unserer Reise unspektakulär. So steigen wir in Mannheim entspannt aus. Mit meiner Sitzplatzreservierung in der Hand suchen wir dann unsere Plätze. Leider müssen wir schon bald feststellen, dass die Deutsche Bahn irgendwo auf der Reise die zweite Zugskomposition (Mit unserem Wagen dabei) vergesse hat. Durch so etwas lassen wir uns jedoch nicht aus der Ruhe bringen und nehmen mit all unserem Gepäck den Bistrowagen in Beschlag.


Eine mässig begeisterte Barbara im Bistro-Wagen der DB.

In Frankfurt angekommen geht es auf die grosse Suche nach unserem Terminal. Nach gefühlten dreissig Minuten herumirren erreichen wir endlich die Schnellbahn zum Terminal. Leider ist diese jedoch ausser Betrieb so geht es zu einem Provisorisch eingerichteten Busterminal, bei dem schon ungefähr hundert Leute warten. Auch dies kann jedoch unsere Stimmung nicht drücken, also warten wir geduldig bei nasskaltem Wetter bis endlich wieder mal ein Bus erscheint und uns zum Terminal bringt.


Das grosse Warten Teil eins hier beim Busterminal im nasskalten Frankfurt.

Im Terminal suchen wir uns ein Platz genau vor dem AirNamibia Schalter, da wir ungefähr zwei Stunden zu früh sind heisst es wieder mal warten. Das treiben auf dem Terminal bietet jedoch genug Ablenkung damit die Zeit wie im Fluge vergehe. Am unterhaltsamsten war sicher das Einchecken der Pakistanischen Maschine neben uns. Ihr glaubt nicht was Pakistanis so alles mit nach Hause nehmen. Vom Reifen über selbstgebastelte Koffer aus Karton und Klebeband bis hin zu einer ganzen Taubenkolonie, war alles dabei.
Dann öffnen endlich die Schalter von AirNamibia. Vorsichtig legen wir die Koffer auf das Band, die Angst ist gros zu viel Gewicht dabei zu haben. Ich mit meine 24Kg komme zuerst (Zu meiner Verteidigung ich habe noch 4KG Prospekte für den LakeOanob dabei), Es stellt sich dann heraus, dass es ohne Probleme reicht. Vor allem die drei jungen Frauen überraschten mich dabei, die hatten weniger dabei als wir Männer.

Dann beginnt Teil zwei des grossen Wartens. Weitere drei Stunden müssen wir uns um die Ohren schlagen. Diese verbringt jeder auf seine Weise. Die einen gehen in das “Restaurant“ mit dem grossen M und die anderen schwirren nervös umher. Nach einer ausgiebigen Shopingtour durch die DutyFree Geschäfte geht es durch die Gepäckkontrolle. Auch dies verläuft natürlich nicht ohne Zwischenfall. Ich bin ruck zuck durch und stellte mich vor den Schalter an dem unsere drei Mädels anstehen. Ein Zöllner stellt sich mit finsterer Mine vor einen Rucksack und fragt uns wem dieser Rucksack ist. Kleinlaut sagt Kathrin „mir“ Mit ernster Stimme erwidert Er „Junge Frau Sie haben ein Messer dabei!“. Sie völlig geschockt und perplex, überlegt und überlegt, dann fällt der Groschen. Sie grübelt kurz im Rucksack und schon kommt ein kleines Schweizer Armeemesser zum Vorschein. Der Zöllner, der zum glück sehr locker drauf ist, misst das Messer genau, es ist einige Millimeter zu gross.
„Wir Schweizer haben halt alle ein Sackmesser dabei“ Witzelt Kathrin noch in Ihrem besten Hochdeutsch! Der Zöllner erkennt, dass die Gefahr eines terroristischen Anschlages durch uns doch eher Gering ist. „Lächeln Sie mal“ sagte Er und Kathrin gibt Ihr bestes. Dann packt der Zöllner das Messer wieder in den Rucksack und wir sind entlassen. In der Meinung, dass wir die letzten unserer Gruppe sind wollen wir schon los, als Marcel aus einer Privatkabine entgegen kommt. Völlig ausserhalb unseres Blickes wurde er komplett gefilzt, da er ungefähr dreihundert elektronische Geräte in seinem Handgepäck hatte.
Nach diesem unterhaltsamen Zwischenstopp beginnt das grosse Warten teil drei. Diesmal in der Abflughalle. Gerade als es ein Ende zu nehmen scheint und alle Passagiere zum Einsteigen stürmen schalt es aus den Lautsprechern in etwa so: „Liebe Passagiere aufgrund Technischer Probleme an unserem Flugzeug verzögert sich unser Flug um ca. eine Stunde“. Zur Info Fränzi fliegt das erste Mal Marlis ist sehr anfällig auf diese Durchsagen. Jedenfalls haben wir jetzt ein Gesprächsthema für die nächste Stunde.


Das grosse Warten Teil drei: Letzte Stärkung vor dem Flug.

Etwas früher als angenommen geht es dann doch noch los und wir können in den Airbus A340 von AirNamibia steigen. Zum Flug: hmm, ja ist halt Holzklasse. Es versucht jeder irgendwie zu schlafen, was nicht ganz einfach ist bei den durchgelullten Sesseln, ja das Unterhaltungsprogramm im Flugzeug war auch nicht gerade der Hammer. Glücklicherweise sassen wir nicht in der ersten Reise. Dort Flimmerte während des ganzen Fluges der Beamer auf der Leimwand, ich wäre durchgedreht! Aber alles im allen gesagt, das Preis- Leistungsverhältnis bei AirNamibia stimmt.

Fazit des Tages: Namibia wir kommen, weder die DB noch der Frankfurter Flughafen, der Zoll oder AirNamibia konnte uns aufhalten 😎
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
zuletzt bearbeitet 01. März 2010
5'479 Beiträge · seit 200903. März 2010 · #2
Das liest sich super. Weiter so. Interessante Gruppenzusammenstellung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter83 Beiträge · seit 200909. März 2010 · #3
18. Januar 2010 Regen in Namibia

So ein Sonnenaufgang über den Wolken ist schon etwas faszinierendes. Leider ist es leicht bewölkt, so dass wir nicht auf die Salzpfanne im Etosha sehen können. Erst wenige hundert Metern über dem Boden kommen wir aus der Wolkendecke und sehen ein erstes Mal auf Namibia herab.
Nach einer sanften Landung rollen wir zu unserem Standplatz. Schon kurze Zeit nach dem wir stehen, laufen Techniker zu einem unseren Triebwerken. Ich vermute, dass dort unsere technischen Probleme entstanden. Aber zurück zum Thema. Namibia, das Wetter klart bereits auf und die Temperaturen, ein Traum!


Ja zum glück hat während des Fluges alles gehalten...

Das nächste Abenteuer folgt zugleich. Der Zoll. Da wir in den Ferien nie stress haben, sind wir als letzte ausgestiegen und hier rächt sich das. Die Reihe reicht beinahe bis zur Türe. Beim System blicken wir auch nicht ganz durch. Einmal dürfen nicht Namibianer beim Namibia Schalter durch dann lassen diese wieder niemanden rein. Kurz bevor wir an der Reihe sind hat unsere Zöllnerin offenbar Pause. Sie packt Ihre sieben Sachen und verschwindet. Nach einigen Minuten geben wir die Hoffnung auf, dass Sie wiederkommt und stellen uns in die nächste Reihe. Dann kommen wir doch noch an die Reihe. Ich komme ohne Probleme durch, auch wenn ich nur die hälfte des Einreiseformulares ausgefüllt habe. Am Schalter neben mir geht mein Bruder durch den Zoll, bei Ihm reichen die Daten leider nicht und schon reist mir die nette Dame vom Zoll auch meine Zettel nochmals weg. Ja also nochmals Stifte organisieren und alle Daten nachführen. Dann gibt es doch noch den freudig erwarteten Stempel und wir sind offiziell in Namibia. Jupiii!

Nachdem wir alles Gepäck in Empfang genommen haben geht’s ab nach draussen, wo wir bereits von Mitarbeitern von ASCO erwartet werden. Mit dem Kleinbus geht’s ab nach Windhoek. Bereits auf der Fahrt in die Hauptstadt entdecken wir die ersten Tiere, Pferde, Kühe (Ja wie speziell) aber auch die ersten Paviane und sogar Giraffen werden von uns gesichtet. Was in uns Begeisterungsstürme auslöst lässt unseren Fahren kalt. (Auch verständlich wir rasten bei uns ja auch nicht ab jedem Reh aus). Nach einem kurzen ersten Eindruck von Windhoek erreichen wir auch schon bereits ASCO, wo wir erwartet werden. Möglichst schnell werden alle Formalitäten erledigt und es geht ab zu den Autos. Die Autos werden natürlich mit Schweizer Genauigkeit überprüft und in Empfang genommen. Die zwei Mitsubishi Panjero sind jedoch in einwandfreiem Zustand.


Der stolze Marcel vor unsern zwei Mitsubishis. Die zwei Teppiche auf denen er steht gingen beinahe vergessen.

Und ab geht es. Doch nicht weit… Bereits am Eingang werden wir angehalten, jedoch bereits zu spät das erste Auto, mit Damian, Marcel, Willy und Marlis ist bereits weg. Wir merken es noch rechtzeitig. Wie sich herausstellt haben wir vergessen den Tank zu füllen deshalb nochmals alles zurück. Nach zwei drei Ehrenrunden um das ganze Quartier kommt auch Auto Nummer zwei zurück. In dieser Zeit lassen wir uns noch die Klimaanlage erklären. Dann geht es definitiv los. Da Willy einen Tipp bekommen hat, wo man gut einkaufen kann fährt Auto Nummer zwei voraus. Zielstrebig fahren Sie direkt ins Stadtzentrum voll in den Stau. Nach einer halben Stunde Hauptstrasse rauf und Hauptstrasse runter geben Sie auf uns lassen uns voraus. Nur wenige Minuten später erreichen wir den Wernhil Park, ich habe zwar keine Ahnung, wie wir dort hin gekommen sind aber egal. Im Pickand And Pay machen wir unseren ersten Grosseinkauf. Nach dem dritten versuch klappt auch das Zahlen mit der Kreditkarte. So jetzt aber endlich ab Richtung Lake Oanob wo wir unsere erste Nacht verbringen werden. Zuerst geht es auf der geteerten Hauptstrasse zügig vorwärts, so zügig, dass wir doch glatt die Ausfahrt verpassen. Beim zweiten versuch gelingt es und zum ersten Mal geht es auf die Schotterpisten. Wie auch die Strassen ändert der Verkehr, statt LKWs kommen uns hier Eselwagen und Pferde entgegen. Ein erstes Mal merken wir auch, wie schnell das Wetter in Namiba ändern kann, eben noch leit bewölkt und dann plötzlich ein riesiger Wolkenbruch. Bei strömendem Regen erreichen wir den Lake. Nach freundlicher Begrüssung des Personals nehmen wir unsere Zimmerschlüssel entgegen und ab geht’s zu den Zimmern, dachten wir jedenfalls. Wir folgen den Schildern und stauen nicht schlecht als wir die Villa Timon erreichen. Wunderbar gelegen mit Blick über den ganzen See und riesengross ist die Villa! Da kann auch der immer stärker werdende Regen unsere Laune nicht trüben. Überwältigt von den neuen Eindrücken aber auch sehr müde von dem langen Flug nickt einer nach dem andern auf dem Sofa ein.



Die Aussicht von der Villa aus.

Eine ziemlich müde Truppe, fünf Minuten später schliefen alle

Nach diesem späten Mittagsschlaf der bis zum Abend dauert, geht es auch schon weiter. Das Abendessen steht an. Da es immer noch wie aus Kübeln schüttet, entscheiden wir uns mit dem Auto zum Restaurant zu fahren, zum glück, wie sich herausstellt. Denn als wir sehen, dass es einen GameDrive gibt entschliessen wir uns spontan diesen entlang zu fahren. Auf der Fahrt sehen wir Giraffen und ein erstes mal auch Zebras, aber auch für mich und Damian war etwas dabei, ein erstes mal konnten wir die Panjeros ein wenig im Gelände Testen. Nach diesem kurzen Ausflug erreichen wir hungrig das Restaurant. Wie sich schnell herausstellt, sind wir die einzigen Gäste im ganzen Ressort. Nur ein Tisch ist gedeckt. Ein erstes Mal werden wir von der Namibischen Küche verwöhnt. Das Essen war sehr gut und auch für unsere drei Vegetarier zauberte die Küche etwas. Erschöpft fallen wir an diesem Tag ins Bett.

Zur Übernachtung: Der Lake Oanob können wir wirklich nur empfehlen. Unsere Villa Timon ganz speziell. Wunderschön gelegen direkt am See, drinnen sehr Viel Platz und alles vorhanden was man benötigt. Jedes der drei Zimmer hatte ein eigenes Badezimmer unseres sogar mit riesiger Badewanne. Auch das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Die Lage des Ressorts könnte auch besser kaum sein und ist für alle, die die erste Nacht nicht in Windhoek verbringen wollen eine super Alternative.

Fazit des Tages: Lager Flug + kurze Nacht = grosse Gähn
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
26 Beiträge · seit 200912. März 2010 · #4
Ein schöner Bericht 🙂

Ich freue mich auf die Fortsetzung 😉

Gruß
Volker
Themenstarter83 Beiträge · seit 200922. März 2010 · #5
19. Januar 2010 Es geht in die Wüste

Heute wird ausgeschlafen, jedenfalls für die einen. Die Frauen waren schon wieder um sechs wach und machten einen ersten Spaziergang in der Wildnis. Wir Männer geniessen es und schlafen weiter. Ausgeschlafen und wieder vollbepackt müssen wir uns bereits wieder von der Villa verabschieden. Beim Auschecken lassen wir uns viel Zeit und kaufen schon mal die ersten Souvenirs ein, was wir dabei komplett vergessen, ist das Frühstück. Wir hätten eigentlich spätestens um neun beim Frühstück sein sollen. Um halb zehn merkte es der erste…. Zum Glück hat Helena (Die Besitzerin) viel Verständnis und verständigt sofort das Restaurant, damit diese das Buffet noch nicht abräumen. Dann geht es sofort los zum Frühstücksbuffet. Immer noch sind wir die einzigen Gäste somit haben wir noch die volle Auswahl. Das Buffet ist reichhaltig und alles im Überfluss vorhanden.


Bye Bye Lake Oanob, wir werden wieder kommen ganz sicher!

Gestärkt geht es weiter. Wir entscheiden uns noch für eine Rundfahrt, durch das Reservat im Lake Oanob. Auf dieser sehen wir alle möglichen Tiere, unter andere überquert eine Schildkröte unser Weg. Dies läuft etwas so ab… Schildkröte vor der Strasse – Vollbremsung – vier Türen springen auf vom ersten Auto, Vier vom Zeiten – Acht Personen springen raus – Sieben Fotoapparate und eine Filmkamera werden au die Schildkröte gerichtet. Das arme Tier hat vermutlich den Schock von Ihrem Leben und verkriecht sich sofort unter einen Stein. Ja in etwas so läuft das ganze noch ungefähr ein Dutzend male ab. Ihr könnt Euch vorstellen, dass wir nicht wirklich vorwärts kommen. Es ist bereits früher Mittag als wir endlich den Lake Oanob definitiv verlassen.


Unterwegs auf dem schmalen Game Drive im Lake Oanob.

Auf den Staubigen Strassen geht es jetzt weiter in Richtung Sossusvlei. Schon nach wenigen Minuten müssen wir einen weitern Stopp einlegen. Im Rückspiegel entdecke ich ein Seil, dass von unserem Auto herunterhängt und rumfalttert. Wie sich herausstellt war es ein Spanngurt, der sich gelöst hat. Als ich versuche diesen wieder zu befestigen reisst dieser… Ja die Kanister halten hoffentlich auch ohne dieses Ding!?


Das sieht man es wieder mal. Die Männer müssen arbeiten und die Frauen machen Fotos.

Also weiter geht es. Das Wetter ist übrigens wieder besser geworden, doch die Folgen der starken Regenfälle vom Tag davor sind noch überall zu sehen, vor allem auf der Strasse. Immer wieder müssen wir Wasserlöcher überqueren. Was vor allem mir und Damian sehr viel Spass bereitet.


Das macht Spass, mit Vollgas durchs Wasserloch!

Je näher wir zur Wüste kommen um so trockener wird das Klima und um so mehr kommt die Sonne zum Vorschein. Glücklicherweise hat uns Helena am Morgen noch den Tipp gegeben über den Spreetshoogte Pass zu fahren. Dieser Blick von diesem Pass aus ist fantastisch. Man sieht Kilometer weit in die Ferne auf die Namib Wüste hinab. Vor allem wenn man vom feuchten und grünen Lake Oanob kommt ist es faszinierend, wie schnell die Vegetation und auch das Klima wechselt.


Leider können die Bilder nur einen schwachen Eindruck vermitteln, dass müsst Ihr schon selber sehen!


Auf dem Pass entstand auch unser einziges Gruppenfoto. Selbstauslöser sei dank.

Auch die Abfahrt ist ein Abenteuer für sich, denn es geht steil bergab und ein Blick auf unsere Aussentemperaturanzeige treibt uns die Schweissperlen ins Gesicht.


Die Strasse geht abwärts, die Temperaturen aufwärts.

Nach weiteren langen Kilometern auf staubiger oder sogar sandiger Strasse erreichen wir unser nächsten Zwischenstopp. Solitaire, ne nicht das Kartenspiel auf den Windof-Kisten sondern der Ort in Namibia. Ja wobei Ort ist ein wenig zu hoch gegriffen, denn dieser besteht nur aus einer Tankstelle einen Shop ein paar Häuser der Angestellten und dem Zeltplatz. Die Autos werden wieder vollgetankt und auch wir decken uns wieder mit Getränken ein. Da wir schon spät dran sind, ist eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp eingeplant. Als wir jedoch die Bäckerei entdecken wird es doch ein längerer. Eine halbe Stunde später geht es mit dem feinen Apfelstrudel im Bauch doch noch weiter.


Die Bäckerei von Solitaire.

Um etwa fünf Uhr erreichen wir dann endlich das Desert Camp. Nach einem sehr herzlichen Empfang, beziehen wir unsere vier Zeltcamps. Sofort packen wir unsere Badekleidung aus und es geht ab in das Swimmingpool. Ja es gleicht eher einem Plantschbecken, da wir jedoch die einzigen Benützer sind, reicht es vollkommen. Selten war das kühle Nass so angenehm, wie nach dieser langen heissen Fahrt. Am späteren Abend steigt dann unser grosser Namibischer Grillaben. Grillchef Willy, bereitete uns ein wunderbares Abendmahl. Bevor jedoch gegessen werden kann, muss zuerst ein zweiter Tisch herangeschafft werden. Die Dinger sind ziemlich massiv und schwer. Nach dem Essen bewundern wir noch einige Zeit den wunderbaren Sternenhimmel von Namibia bevor wir von Killerheuschrecken angegriffen werden die das kleine Licht von der Küche entdeckt haben. Zum Schluss kommt noch ein Schakal vorbei um uns eine gute Nacht zu wünschen und ab geht’s in Bett, denn morgen geht’s früh los!


Unsere Behausung in der Wüste.


Grillchef Willy an seiner Arbeit.


Wunderbarer Sonnenuntergang direkt hinter unserem Haus.


Gemütliches Beisammensein am Abend.

Tiersichtungen am Tag 2:
- Springböcke
- Kuhantilope
- Buntböcke
- Paviane
- Ein Hase
- Ein Dikdik
- Ein Schabrackenschakal
- Starrbrust – Pelomeduse (Schildkröte)
- Gabarhabicht
- Webervögel
- Viele grosse Käfer und Heuschrecken

Fazit des Tage: In der Wüste ist es heiss.
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
zuletzt bearbeitet 22. März 2010
5'479 Beiträge · seit 200923. März 2010 · #6
Wieder sehr schön. So ein Bericht von einer selbst organisierten Gruppenreise ist mal ganz was anderes. Freue mich auf die Fortsetzung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
20 Beiträge · seit 200930. März 2010 · #7
Hallo Gismo,
ich bin auch gerade dabei einen Bericht über unsere Namibia-Reise zu schreiben. Nachdem ich deinen hier gelesen habe, bin ich auch sehr inspiriert. Schaun wir mal, ob meiner auch so toll wird..
Weiter so!
Liebe Grüße aus Österreich!
Claudia
1'723 Beiträge · seit 200930. März 2010 · #8
hello

schoener bericht. weiter so!
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Themenstarter83 Beiträge · seit 200906. Apr. 2010 · #9
20.Januar 2010 Tag4 Sonnenaufgang in der Wüste

Heute war nichts mit ausschlafen. Ja wer ein Sonnenaufgang sehen will muss früh Aufstehen. So weckt uns unser Weckteam, das aus Kathrin und Barbara besteht, noch vor sechs Uhr. Schnell werden noch die gestern Abend gestrichenen Brote eingepackt und dann geht’s ab zum Eingangstor bei Sessriem. Wie sich dort herausstellt, sind wir nicht die einzigen, die an diesem herrlichen Morgen den Sonnenaufgang über der Wüste betrachten wollen. Kurz nach Sechs wird das erste Tor geöffnet und wir können uns endlich ein Permit besorgen. Eigentlich wollten wir bis zur Düne 45 weiterfahren um dort den Sonnenaufgang zu betrachten. Doch bald sehen wir ein, dass dies nicht reichen wird. So stoppen wir also bei der nächst besten Düne um das eindrückliche Naturschauspiel zu betrachten. Auch werden dutzende von Fotos geschossen, eine kleine Auswahl seht ihr hier.













Nach diesem kurzen Zwischenstopp geht die gemütliche Fahrt (Es sind nur 60km/h erlaubt) weiter nach Sossusvlei. Nach 20min Fahrt erreichen wir dann die Düne 45. Zu Fuss geht es diese hoch. Auf dem Weg dorthin nehmen wir auch noch gleich unser Morgenessen ein. Die Düne runter nehmen wir dann den direkten Weg was um einiges schneller geht und viel mehr Spass macht!


Jetzt weiss ich auch wieso die Sandberge so hoch sind, wenn alle Touris Ihre Schuhe auf dem Berg oben leeren


Gruppenbild auf der Düne45


Und es geht abwärts...

Ein weiterer Stopp wird beim Parkplatz vor dem 4x4 Pfad gemacht. Dort werden die überaus interessanten Toiletten inspiziert und auch gleich getestet. Überaus amüsant ist auch, wie hier die Touristengruppen von den grossen Bussen in die kleinen 4x4 Fahrzeuge geladen werden, dies erinnert uns eher an einen Tiertransporter als an eine Bus, aber seht selbst..



Zum glück haben wir 4x4 Fahrzeuge deshalb können wir auch den letzten Teil der Strecke, die durch tiefen Sand führt alleine fahren. Relativ schnell wird uns bewusst, wieso auf dieser Strecke nur 4x4 Fahrzeuge erlaubt sind. Versuchen wir zuerst noch mit normalem Antrieb zu fahren, schalten wir schnell die Allradübersetzung ein, denn im Tiefen Sand ist ansonsten kein Vorwärtskommen. Für mich und Damian ist die Strecke ein Traum… In Sossusvlei angekommen erkunden die einen die Gegend den anderen sind die Temperaturen zu heiss und suchen nur noch Schatten. Was uns sehr erstaunt ist, dass selbst in dieser kargen Landschaft tief in der Wüste noch viele Tiere leben.


Viele Vögel


Einen Vogelstrauss


Springbock


Auch Schakale fanden wir in Sossusvlei


Ja sogar ein ausgewachsenes Gorillamänchen fanden wir auf einem Baum ruhen 🙂

Nach dieser Mittagspause fahren wir wieder zurück zum Desert Camp. Überwältigt von den vielen Eindrücken und müde von dem frühen aufstehen, fallen die meisten auf der Fahrt in einen tiefen schlaf.




Kathrin und Barbara im Tiefschlaf

Da die Hitze um die Mittagszeit unerträglich ist, verschwinden nach diesem Ausflug alle in Ihre Zimmer. Selbst der Ventilator auf Vollgas lässt die Hitze nicht erträglicher machen, man klebt förmlich am Bett. Nach einem kurzen Mittagsschlaf und als die Temperaturen wieder ein wenig erträglicher sind geht es ab in den Pool. Dieser ist zwar nicht gerade riesig, doch ein Pool mitten in der Wüste ist schon etwas Spezielles. Und was kann es schöneres geben als bei einem erfrischenden Getränk im Pool zu sitzen und die unglaubliche Aussicht zu geniessen.

Später am Nachmittag ziehen dunkle Wolken auf, was uns aus dem Pool flüchten lässt, da auch Donner und Blitz nicht mehr weit entfernt sind. Auch ein Sturm zieht auf. Wir warten darauf, dass sich der Himmel öffnet und wir Regen in der Wüste erleben. Doch wie an einer unsichtbaren Wand zerschellen alle dunklen Wolken kurz vor uns. Nur einzelne Regentropfen erreichen unser Camp.




Dunkle Wolken ziehen auf


Regen oder ein Wirbelsturm?

Diesen Abend entscheiden wir uns gegen ein zweites selbstgekochtes Essen und haben bereits am morgen für das Abendessen im Desert Camp reserviert. Open Air, mit sicht auf die Wüste und mit Kerzenlicht, was will man mehr. Beim reservieren haben wir noch extra bemerkt, dass drei von unserer Gruppe Vegetarier sind. Als wir alle zur Vorspeise einen Tonsalat bekommen, waren unsere drei Vegis dann ein wenig verwirrt. Beim Abräumen der Vorspeise bemerkt unsere herzliche Bedienung, dass alle drei Teller noch voll sind und fragt erstaunt nach „No Fish?“ als Sie dann von allen drei ein Ja als Antwort bekommt versteht die Dame die Welt nicht mehr…. Sofort eilt sie in die Küche wo wir noch ein „They don’t eat Fish“ mitbekommen. Danach herrscht ein grosses durcheinander ein Koch verschwindet in den Tiefen des Kühllasters und die anderen Diskutieren. Kurze Zeit später wird der Hauptgang serviert. Faszinierend, was die Köche in der kurzen Zeit für unsere drei Vegetarier gezaubert haben. Ein Bunter Gemüsemix mit Ei und Reis der anscheinend ausgezeichnet schmeckt. Wir Fleischfresser bevorzugen jedoch das wunderbare Impala- und Wildbeestfleisch. Als Dessert bekommen wir Kotta (Oder so ähnlich) dies ist ein Küchlein und eine etwas zähflüssige, jedoch feine Vanillecreme. Beim Nachtessen erhalten wir noch Besuch von einem Schakal, der auf Reste von unserm Essen wartet, der arme hat jedoch Pech, denn bei diesem Festessen bleibt nichts übrig. Kurze Zeit später liegen wir alle im Bett nach diesem Langen Tag sind wir alle erschöpft und schlafen sofort ein.




Gemütliche Stimmung beim Abendessen

Zum Desert Camp: Die zweite Unterkunft, die wir für alle empfehlen können. Genügend Platz, vor allem das grosse Badezimmer mit Saloontüren zur Toilette, das herzliche und sehr freundliche Personal und nicht zuletzt die Einmalige Lage machen diese Unterkunft zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Tiersichtigungen am Tag 4:
- Spiessbock
- Streifenschakal
- Schabrackenschakal
- Springbock
- Siedelweber
- Kapsperling
- Bergschmätzer
- Schildrabe
- Springmaus
- Verschiedene Eidechsen

Fazit des Tages: Von heute an werden wir erwähnen, dass unsere drei Vegetarier auch kein Fisch essen.
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
287 Beiträge · seit 200907. Apr. 2010 · #10
Hallo Gismo,

klasse Reisebericht, erfrischend geschrieben. War aber bestimmt auch ne klasse Truppe, in der ihr unterwegs wart. Bin auch schon auf die Fortsetzug gespannt.

Liebe Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter83 Beiträge · seit 200907. Apr. 2010 · #11
Hallo Zusammen,

Danke für Euer Lob, das gibt gleich wieder Motivation zum weiterschreiben...

Grüsse aus der Schweiz.
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200913. Mai 2010 · #12
Endlich wieder mal ein Bericht von mir. Auf den nächsten müsst Ihr nicht so lange warten verprochen.

21. Januar, Tag 5, Ankunft in Swakopmund

Heute konnten wir endlich wieder mal ein wenig ausschlaffen. Jedenfalls die einen. Andere waren bereits wieder um sechs Uhr wach und konnten den Sonnenaufgang bestaunen, der auch von unserem Camp her ganz ordentlich aussah.



Als dann alle wach sind, freiwillig oder auch weniger freiwillig… bastel wir uns aus den verbleibenden Nahrungsmitteln noch ein Frühstück zusammen. Dann kann es endlich weitergehen. Es wird auch langsam Zeit, denn heute haben wir eine doch recht lange Fahrt nach Sakopmund auf dem Tagesprogramm. Also schnell auschecken und ab geht’s. Einen ersten Stopp legen wir bei Solitair ein. Dort kennen wir uns bereits aus. Es wird aufgetankt, Die Autos und wir natürlich auch.






Rasch aufgetankt und verpflegt und weiter geht es.

Kurze Zeit später sind wir bereits wieder auf dem Weg. Der Mittagsstopp legen wir am Quiseb Pass ein. Das Mittagessen fällt mit Darvidas (Noch aus der Schweiz) und Früchten eher mager aus. Zum Schluss werden noch einige Fotos geschossen und dann sind wir auch schon wieder unterwegs in Richtung Swakopmund. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir auch den Namib Naukluft Park. Sind zu beginn noch vereinzelt Bäume und auch Büsche zu sehen erreichen wir bald schon die trostlose aber doch faszinierende Landstriche der Namib.




Gar nicht so einfach zu sehen, was Strasse und was Wüste ist.. .

Die Strecke zieht sich dahin und unser Harndrang wird immer grösser, so sind wir doch ziemlich erleichtert, als wir am Strassenrand auf einem Stein Toilets lesen können. Sofort reiss ich das Lenkrad rum und biege ab. Mit Vollgas geht’s auf den verlassenen Parkplatz mit einer kleinen Hütte. Vier Türen springen auf und ab geht’s auf die Toilette. Als alle ihr Geschäft erledigt haben, merken wir, dass es an diesem Ort noch mehr zu entdecken gibt als nur die Toilette, denn wir sind am Vogelfederberg angelangt. Auch dieser wird von uns sofort in Beschlag und vor allem auf Foto genommen.

Hier in der Wüste ist es sehr heiss. Beweise gefällig?



Der Vogelfederberg von weitem.





Nach diesem letzten kurzen Pinkel… äh Zwischenstopp, fahren wir weiter durch die Wüste. Wir staunen nicht schlecht als plötzlich vor uns eine sauber geteerte Strasse auftaucht. Mitten in der Wüste. Das bedeutet wohl, dass wir der Zivilisation wieder näher kommen und somit auch unserem Ziel Swakopmund. Zuerst geht es jedoch noch kurz durch Walvis Bay. Dieses Dorf, oder auch Stadt, wird vor allem von Einheimischen bewohnt, was auch schnell zu sehen ist, sind es doch vor allem Hütten oder auch Blechverschläge in denen die Leute hier leben. Wir durchqueren Walvis Bay und fahren weiter. Je näher wir an Swakopmund kommen, desto mehr touristische Einrichtungen sind zu sehen. Zuerst Quad Bike Anlagen, danach, zu dieser Zeit meist unbewohnte Ferienhäuser, ja ganze Feriendörfer, die richtig ausgestorben wirken. In Swakopmund angekommen, fahren wir auch sogleich wieder die ganze Stadt ab um uns zu erkunden. Oder besser gesagt, wir finden unsere Unterkunft nicht sofort. Dann endlich finden wir den Secret Garden in den wir die nächsten drei Nächte verbringen werden. Rasch wird eingecheckt und die Autos auf dem Alarmgesicherten Parkplatz parkiert. Was wir rasch bemerkten, so warm ist es hier aber nicht mehr. “Nur“ noch knapp 20°C sind es hier. Vor noch etwa zwei Stunden waren wir bei 38°C. Erschöpft von der langen fahrt beziehen wir als erstes unsere Zimmer und nehmen eine kalte Dusche. Erfrischt geht es dann auf eine Stadtbesichtigung und vor allem auf die Suche nach einem guten Restaurant. Auf dieser landen wir beim Lighthouse, da dieser auch von meinem Stadtführer empfohlen wird und das wichtigste, es gibt vegetarische Gerichte, reservieren wir gleich einen Tisch für den Abend. Weiter gehen wir dann der Küste entlang und beobachten die rauhe See, was kaum zu glauben ist, hier gibt es tatsächlich Leute die im Meer baden. (Offizielle Wassertemperatur: 15°C!). Unsere nächste Station ist ein EC-Automat, denn unser Bares geht langsam aus und wird für das Nachtessen nicht mehr reichen. Die ersten Versuche auf verschieden Banken schlagen jedoch fehl, was vor allem Marlis sehr beunruhigt. Dann endlich finden wir doch noch einen Automaten der Unsere Karten akzeptiert. Dieser wird gleich leer gepumpt, denn alle brauchen Geld!


Marlis hat wieder bares in der Tasche und ist gleich wieder happy.

Die Zeit vergeht schnell, schon bald ist es sechs Uhr und das Essen wartet. Das Restaurant Lighthouse ist jedem zu Empfehlen, wunderbares Essen und sehr nette Bedienung. Einige Impressionen vom Essen seht ihr hier.


Der Leuchtturm weisst und den Weg zum Essen.


Damian mit seinem Hamburger. Vorfreude macht sich breit.


Lässt Vegetarierherzen höher schlagen. Die Vegi Platte im Lighthouse.


Einmal in Namibia und Marcel bestellt eine Pizza Margherita…

Vollgefressen machen wir uns dann auf den Heimweg. Noch zum Thema Sicherheit, wir fühlten uns in Swakopmund zu keiner Zeit unsicher oder bedroht, weder spät in der Nacht noch mitten im Markt. Dort wird man zwar oft angesprochen jedoch reicht ein freundliches Nein, also da fühlte ich mich auf dem Markt in Griechenland oder Paris mehr belästigt.

Wer denkt, an einem Tag an dem man nur fährt, sieht man keine Tiere, irrt sich. Unsere Späher entdeckten folgende auf der Fahrt.
Tiersichtigungen am Tag 5:
- Kapturteltaube
- Siedelweber
- Trappe
- Pelikan
- Möwen
- Vogel Straus
- Braungeränderter Weissling (Schmetterling)
- Schakal
- Springbock
- Oryx

Fazit des Tages: Lange Fahrt = grosses Hunger!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
245 Beiträge · seit 200914. Mai 2010 · #13
Schön, dass es weiter geht.

Danke für den tollen Bericht!
1'247 Beiträge · seit 200914. Juli 2010 · #15
schliesse mich an - bei diesen Temperaturen gibt es nichts besseres, als Swakopmund bei 20°C 😎

Gruss aus dem tropischen Bern
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
461 Beiträge · seit 200814. Juli 2010 · #16
Hallo Gismo

Sitz hier und warte auf meinen Flug nach J'burg/Windhoek. Dieser super Bericht steigert meine Vorfreude gleich nochmals - obwohl ich in einzelnen Passagen bereits gleich mitgereist bin.

Gruss
Tom
Themenstarter83 Beiträge · seit 200914. Juli 2010 · #17
Hallo Zusammen,

Ja WM sei dank... Aber jetzt ists ja vorbei und ich hab endlich wieder Zeit, jedenfalls wenn es nicht gerade gefühlte 52,5°C, aber verspreche Euch das in kürze weitere Berichte folgen werden...

Grüsse aus dem tropischen Wetzikon
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
Themenstarter83 Beiträge · seit 200918. Juli 2010 · #18
22. Januar, Tag6, Wüstentour mit Chris Nel

Wieder einmal hiess es früh aufstehen, denn heute geht es ab in die Wüste. Ja wieder einmal. Aber diesmal geht es geführt mit Chris Nel. Schon viel haben wir gehört von Chris und freuen uns auf den Tag. Als erstes gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Müesli, Brot, Eier, Speck und Fruchtsalat. Pünktlich um halb acht werden wir dann von Darel, Chris Assistenten, abgeholt. Während der Fahrt zum Treffpunkt erzählt Darel uns viel Interessantes über die Wüste und Swakopmund im Allgemeinen. Wir haben natürlich wieder mal glück, denn es regnet heute, was laut Darel nur etwa zweimal im Jahr der Fall ist in Swakopmund. Durch die Feuchtigkeit dürfte es heute schwierig werden Spuren und somit auch Tiere zu finden. Nach einer kurzen ersten Fahrt durch die Wüste treffen wir dann auf die zweite Gruppe mit Chris.



Im Innern des Gefährtes. Marcel hinten links braucht noch ein wenig seine Ruhe 😉




Als erstes gibt es eine ausführliche Begrüssung und vorstellrunde aller Beteiligten. Es dauert einige Zeit bis wir unsere komplizierte Gruppenstruktur erklärt haben, was vor allem Chris sehr unterhaltsam findet, denn als erstes hat er gedacht, dass wir alles Geschwister sind und meine Eltern somit sechs Kinder, alle im selben Alter hätten… Ja aber so produktiv waren dann meine Eltern doch nicht. Aber zurück zur Wüstentour. Wir fahren wieder mit Darel, dieser ist vor allem in der Geologie Kundig, wie wir schnell merken, Er kennt jedes Gestein genau und weiss auch viel darüber zu berichten. Immer wieder stoppt Chris mit seinem Auto und stürmt aus dem Fahrzeug, zuerst dachten wir noch er will von uns flüchten, doch als er kurze Zeit später mit einem kleinen Gecko angelaufen kommt schnaufen wir auf. Es ist kaum zu glauben, wir sehen überall nur Wüste und Chris, der sich noch auf die “Strasse“ achten muss, sieht diese kleinen Tiere vom Auto aus. Nach einer weiteren abenteuerlichen Fahrt durch den Sand gibt es den nächsten Stopp. Dort erklärt uns Chris mit Charme und Witz, wie die Tiere in der Wüste überleben und welche Tiere in der Namib Wüste leben. Fränzi hat das ganze Nachgezeichnet, meiner Meinung nach sehr gelungen.





Und hier das Original. Gut zu sehen ganz rechts, das sind die Menschen, die mit den Quads über die Dünen heizen und alles zerstören.


Zu einer heftigen Diskussion kommt es kurze Zeit später, als ich und Damian die Frage ob jemand noch Quad Fahren gehen will mit Ja beantworten. Chris erklärt uns daraufhin, wie die Quadfahrer das ganze Ökosystem der Dünen zerstören, wir versuchen uns noch mit dem EcoQuad, das auch angeboten wird herauszureden. Doch Chris weiss ganz genau, wie er auch dies verhindern kann. Er wendet sich an die Frauen… versuch Dich mal zu zweit gegen vier Frauen durchzusetzen, ja das war’s wohl mit Quad Fahren.
Weiter geht es mit dem OffRoad Fahrzeug zur nächsten Zwischenstation, wären wir uns die Füsse vertreten und uns eine Erfrischung gönnen tigert Chris und Darel in der Wüste umher und suchen nach Spuren. Mitten in der Wüste stoppt dann Chris und ruf uns zu sich. Für uns vom blosen Auge nicht zu sehen, meint Chris, das sich an dieser Stelle vermutlich eine Carparachne (Dancing White Lady) befindet. Dann beginnt das grosse Graben. Diese Spinne versteckt sich anscheinend sehr Tief im Sand



Chris auf der Suche





Da scheint sich jemand zu verstecken



Gar nicht so einfach in Einer Düne ein Loch graben, da ist Einsatz gefragt. Chris und Darel geben Ihr bestes.



Dann einige Zeit später kommt sich zum Vorschein. Die Dancing White Lady. Faszinierend und gefährlich zugleich.


Nachdem alle Fotos geschossen worden sind, und es sich nicht wenige… geht es wieder weiter. Immer wieder werden Stopps eingelegt und Chris gräbt neue Tiere aus dem Sand. Das Highlight ist dann sich die Seitenwinderschlange. Diese versteckt sich im Sand und nur Ihre Schwanzspitze ist zu sehen, mit diesem lockt sie ihre Beute an, die meinen es sei eine Fliege und wenn Sie dann zuschnappen schlägt die Seitenwinder zu. Betreffend der Gefahr für den Menschen drückt Chris es folgendermassen aus. When she bite your are not dead, but you wish you were…



Von uns hat sie noch niemand entdeckt doch Chris weiss, die Schlange versteckt sich hier. Er will uns dies auf Foto zeigen.



Doch die Schlange ist heute ein wenig gestresst und lässt es nicht zu, dass Chris Sie in Ihrem Versteckt fotografiert. Sie Springt regelrecht heraus. Auf dem Foto Oben seht man sie in Ihrer vollen Pracht.



Chris ist erstaunt darüber, dass sich die Schlange nicht wieder eingräbt. Sie scheint äusserst aggressiv zu sein, gar nicht typisch für diese Schlage, wie Chris meint.



Dann doch noch, nach einiger Zeit schlängelt sich die Seitenwinder wieder in den Sand, bis nur noch die kleine schwarze Schwanzspitze rausguckt.


Zum Schluss der Fahrt kommen dann noch Damian und ich auf unsere Kosten. Es gibt noch eine kleine Off Road Tour in der Wüste, bevor es dann wieder zurück zu unserer Unterkunft geht. Hier noch einige Eindrücke.



Auch dieses putzige Tierchen, einen Wüstengecko buddelte Chris aus dem Sand.



Den Wüstengecko konnten wir auch in die Hand nehmen, was vor allem Fränzi freute.



Eine Blindschleiche, hier hielt sich der Ansturm zum anfassen in grenzen…



Ein Chamäleon. Genaue Art unbekannt





Gruppenfoto mit Chris



Ja nicht alle Tiere überleben in der Wüste.






Abschliessend kann über die Wüstentour mit Chris gesagt werden. Wirklich jedem zu Empfehlen. Mann merkt einfach, dass Chris das ganze mit Leidenschaft macht. Auch die schlechten äusserlichen Bedingungen konnten Ihn nicht davon abhalten und hat für uns viele Tiere gefunden aber auch sonst kann er mit seiner Art und auch seinem Wissen über die Wüste begeistern.

Nach der Wüstentour geht es ab nach Swakopmund. Dort steht Shopping auf dem Programm. Vor allem der Sportscene hat es uns angetan. In diesem lassen wir viel Geld liegen, für uns werden sogar extra die Öffnungszeiten verlängert, damit wir fertig einkaufen können.

Nachtessen gibt es schliesslich dann im Europahof, der gleich neben dem SecretGarden liegt. Auch ein gutes Restaurant vor allem bekannt für den guten Fisch. Uns hat aber auch das Fleisch und die vegetarischen Gerichte sehr gut geschmeckt.

Auch an diesem Tag haben wir wieder viel erlebt und es fällt uns nicht schwer am Abend einzuschlafen.

Tiersichtigungen am Tag 5:
- Dancing White Lady
- Gecko
- Eidechse
- Blindschleiche
- Black-Backed Jackal
- Seitenwinder
- Klopfkäfer
- viele andere Käfer

Fazit des Tages: Chris hat sehr gute Augen!
*** Rechtschreibefehler sind Absicht und dienen der allgemeinen Belustigung. ***
1 Beiträge · seit 201022. Juli 2010 · #19
ich lese dein Bericht sehr gerne und freue mich darauf, wenns weitergeht! 😉
3 Beiträge · seit 201030. Juli 2010 · #20
Super Berichte, toll zu lesen und die Reise dadurch nochmals zu erleben!!
Hoffentlich geht es bald weiter 😉