Gastgeschenke für Himbas

14 Antworten · 8'479 Aufrufe · gestartet 22. Jan. 2010 von Hungerbuehler
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201022. Jan. 2010 · #1
Im April 2010 werden wir auf unserm Namibia Nord Tripp auch Himbas besuchen.
Um keine Fehler zu machen, möchte ich gerne von erfahrenen Namibia- und Kulturkennern wissen, welche sinnvollen Gastgeschenke wären angezeigt und begeehrt.
Ich habe gehört, dass die weiblichen Himbas Vaselin für ihre besondere Körperpflege schätzen würden.
Herzlichen Dank für Eure Empfehlung

Alfonso
841 Beiträge · seit 200822. Jan. 2010 · #2
Hallo Alfonso,

Maismehl, Zucker und sehr gerne wird Tabak genommen. Den Tabak erhälst du in jedem Supermarkt. Ist in Plastik eingepackt und hat einen weiss-schwarzen Aufdruck.

Mit Finanziellen Geschenken solltest du vorsichtig sein. wird meistens in Alkohol umgesetzt.

Viel Spass auf deiner Tour

Gruß

Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
2'772 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 · #3
Hallo Alfonso,

ich denhke, es ist allemal besser eine geführte Tour zu den Himba zu unternehmen, als allein durch ein Himbadorf zu stokeln.
Zu schnell kannst du unbewusst die Etikette / Regeln der Himba verletzen. Bei einer geführten Tour wird dir ausserdem alles von einem einheimischen Führer erklärt... er holt die Erlaubnis ein, dass ihr das Dorf betreten dürft, usw.

Und... er geht mit euch vorher in einem Einheimischenladen einkaufen und kauft das, was das Dorf benötigt.

Wir wurden damals von einer Himbafrau gefragt, ob wir nicht einen leeren Wasserkanister für sie hätten. Haben ihr dann einen neuen, gefüllten gegeben. Was meist du wie sie sich über frisches, klares Wasser freuen.

Gruss Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
Themenstarter5 Beiträge · seit 201022. Jan. 2010 · #4
Liebe Pascalinah !

Herzlichen Dank für den Tip.
Natürlich sind wir, zwei Personen, mit einem Guide unterwegs.
Nachdem ich acht Jahre in Südafrika gelebt habe und als Buschpilot Einiges gesehen habe, wollte ich sicher machen,dass die Situation heute noch so ist wie ich sie kenne.Mit den Himbas habe ich nie Kontakt gehabt, sehe aber , dass das Verhalten so gefragt ist wie in allen Ländern mit ursprünglichen Kulturen.Da ich die Qualität des Guides noch nicht kenne,dachte ich,dass es nicht von Nachteil sein kann, wenn ich auch mit studiere.

Herzliche Grüsse und nochmals besten Dank

Alfonso
Themenstarter5 Beiträge · seit 201022. Jan. 2010 · #5
Lieber Namib Tom !

Herzlichen Dank.So habe ich mir die Liste vorgestellt und nun die Bestätigung bekommen.

Beste Namibia Grüsse

Alfonso
4'140 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 · #6
Hallo,
wenn du einen Guide hast, dabnn wird der in der Regel die Himba kennen und Bescheid wissen,was sie gerne möchten.
Zu den von Tom genannten Dingen möchte ich noch einen Kasten Weißbrot ergänzen, den die Himba meines Clans, den ich öfter besuche iommer gerne haben. Ist der Clan weit von einer Wasserstelle entfernt und die Zeit sehr trocken, wird öfter auch einfach mal nach Wasser gefragt. Cola-Dosen oder ähnliches solltest du nicht ausgeben, die liegen dann nur leer in der Gegend herum. Seit neuestem wird man in manchen Gegenden auch nach Geld gefragt, nicht um Alkohol zu kaufen, sondern das Handy aufzuladen!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
3'700 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 · #7
Hallo,

wir nehmen mehrere Dynamo-Taschenlampen mit, welche keine Batterien benötigen. Mit diesen Taschenlampen kann man das Handy (Nokia) aufladen, Radio empfangen, ein Warnsignal abgeben (ähnlich der Police Cars in USA) und Licht machen sie auch. Wie ich finde, ein sehr nützliches Gastgeschenk, dass keine Karies, keinen Lungenkrebs und keine Alkoholabhängigkeit produziert. Gibts für ca. 11 € im bekannten blau-gelben Baumarkt (am besten zur 20%-Aktion kaufen).

LG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
3'700 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 · #8
Dynamo-Taschenlampen vom blau-gelben Baumarkt (am besten zur 20% Aktion) für ca. 10 bis 11 €. Benötigen keine Batterien, man kan damit Radio empfangen, das Nokia-Handy aufladen und "Feinde" verscheuchen (hat die übliche Warnsirene der US Police-Cars eingebaut). Frau hat so etwas immer auch im PKW und Rucksack.

LG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
7'296 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 · #9
... Wann werden die europäischen Touristen lernen, dass man mit sinnlosen Geschenken die Himbas (und andere Völker) zu Bettlern erzieht?

Ich glaube, die (Touristen) begreifen das nie.

Kopfschüttelnd
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
134 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 · #10
Sei nicht böse Butterblume......aber was soll denn dieses Taschenlampengeschenk? Da kreuseln sich mir ja die Fussnägel und die sind mit Sicherheit kurz....;-) Das erinnert an bunte Glasperlen. 🤩

LG
lamp
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3'700 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 · #11
Hallo Wolfgang, hallo Lamp,

nun - was haltet Ihr für sinnvoll?

LG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
134 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 · #12
Leider kann man es nicht unterbinden oder den Kontakt verhindern, ich wäre aber etwas radikaler und würde Himba-Touren verbieten.
LG
lamp
0
7'296 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 · #13
Butterblume schrieb:
Hallo Wolfgang, hallo Lamp,

nun - was haltet Ihr für sinnvoll?
... keine Geschenke einfach so! Niemals!

Mitbringsel nur als Gegenleistung für irgendwas, aber in angemessenem Rahmen (nach dortigen Verhältnissen!). Niemals einfach so als Geschenk.

Jedes Geschenk sorgt dafür, dass die Himbas zukünftige Touristen als "Geschenkeüberbringer" ansehen und betteln, die Fahrzeuge zukünftiger Touristen mit Steinen bewerfen, wenn man nichts gibt. Das Kaokoveld wurde in den letzten 20 Jahren total versaut durch gedankenlose Touristen.

Bitte denkt auch daran, dass das Verteilen von Bonbons schwerwiegende Folgen hat. Hierzulande geht man zum Zahnarzt und der bohrt und füllt Löcher. Dort befindet sich der nächste Zahnarzt evtl. 200-300 km entfernt. Bei Zahnschmerzen bekommt das Kind einen kleinen Zweig an den Zahn gehalten und dann stößt man einen Stein drauf. Der schmerzende Zahn ist weg ...

Sorgt bitte dafür, dass es keine schmerzenden Zähne gibt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'129 Beiträge · seit 200823. Jan. 2010 · #14
Ups!

Wieso denn verbieten???

Bei uns in Europa gibt es doch auch Kultur-Teilnahme in Form von Schaudörfern und Museumsdörfern, die temporär und sogar ganzjährig bewohnt sind. In Süd-Schweden gibt es ein Wikinger-Dorf, da leben die Leute wie zu Zeiten, da Odin noch angebetet wurde. Da geht man auch hin und bezahlt Eintritt.
Solange man nicht in die Dörfer hineinplatzt sondern sich führen lässt und sich anständig benimmt, ist das doch eine akzeptable Form der Kontaktes und des Geld-Verdienens (oder eben Nahrungsmittel-Verdienens).

Wenn wir dort auf dem Land der Leute stehen, in der Nähe ihrer Siedlungen pausieren und Essen und jemand kommt uns besuchen, geben wir natürlich etwas, das gebietet die Gastfreundschaft! Wir sind Gäste! Ein kleiner Tee, etwas Tabak, einen Keks, kühles Trinkwasser sind selbstverständlich! Wir haben für diesen Fall eine Gästeflasche, die wir jeweils befüllen und die Himbas haben es offensichtlich immer genossen, eine extra Portion kühles Wasser zu trinken. Und wir genießen diese Kontakte und freuen uns immer, wenn jemand zu uns kommt.

Anders ist es allerdings mit dem Bonbonverteilen ohne jeden Grund.
Als wir dort oben waren und an einem Schmuckstand gerade die Verhandlungen führten, hielt ein SA Fahrzeug und die Beifahrerin nestelte in einer Rascheltüte, rief die zurückhaltenden Kleinen zu sich (musste sie sogar mehrmals rufen, denn die wollten gar nicht kommen) und reichte dann jedem 2 Bonbons. Dann forderte sie die verstörten Kinder mehrfach auf sich dafür zu bedanken und brauste von dannen. Uns entgleisten etwas die Gesichtszüge, die Eltern schüttelten mit dem Kopf.
Was will man da machen?

Und wir Braven reden uns hier die Köpfe heiß …
Diese Leute fahren schon viel länger und viel häufiger da oben rum als wir, die sich kulturell-sozial-etnisch korrekt verhalten wollen.

LG Lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'048 Beiträge · seit 200723. Jan. 2010 · #15
zurück zur ursprünglichen Frage:

Ich nehme für die Kinder immer einen oder 2 stabile Fußbälle mit. Nicht solche aus Plastik, die haben in den Dornen keine Überlebenschance. Aber ein stabiler Lederball und ne Pumpe dazu....
Es dauert meist nur Sekunden bis meine Kinder mit den Himbakindern spielen, selbst wenn sie keine gemeinsame Sprache finden.
Und die Himba-Kinder sind erstaunlich geschickt, so einen schweren Ball mit nackten Füßen zu spielen. Versucht es einmal, dann werdet ihr verstehen was ich meine (hihi).
Maismehl und Zucker ist der Standard. Leider erlebe ich immer wieder, dass dies nicht zur Erzeugung von Nahrungsmitteln sondern auch zur Erzeugung alkoholischer Getränke verwendet wird. Das ist mir Brot und Wasser nicht möglich.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)