FSausS466 Beiträge · seit 201010. Sept. 2012 · #21
auch mit 4x4 kannst du stecken bleiben auf den letzten Kilometern...kostet dich ca. 100Euro wenn dich die lauernden Abschlepper rausziehen - plus eventueller Schäden am Mietwagen durch das Abschleppen! Der Weg ins Vlei ist nach Ende der Teerstrasse teilweise (sehr) tiefsandig, daher sollte man auf jeden Fall den Reifendruck reduzieren wenn ihr die Teerstrasse verlasst! Man kann sich streiten ob man Sperren einlegen sollte - sofern sie denn vorhanden und aktiv sind (mache Vermieter deaktivieren sie um Schäden am Diff zu vermeiden!) Ich jedenfalls lege die Sperren ein.😗 Wir haben letztes Jahr genau den geschilderten Fall beobachtet - und nachher am Pool in Sesriemcamp von den "Nebenwirkungen" gehört... Entscheiden musst du nun selber - ich würde mit dem Hilux fahren wenn die Sperren nicht deaktiviert sind..
LG Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
Tobias123 schrieb:Nachdem wir von einem Corolla auf einen 4x4 (Hilux DoubleCab) "upgegraded" haben frage ich mich, ob ich die letzten Kilometer selber fahren sollte.
Ja, solltest Du. Jeder fängt mal irgendwo an und muss irgendwo Erfahrung sammeln und es ist kaum irgendwo in Namibia ungefährlicher als da. Es lauern keine heimtückischen Felsen unter dem Sand, wenn Du aussteigst hocken keine Löwen im nächsten Gebüsch und Hilfe ist generell nicht weit. Es sind ja nur 5km. Natürlich ist es auch nicht schlecht, irgendwo unter fachlicher Anleitung einen Offroad-Fahrkurs zu machen, aber ansonsten sind die 5 km da wirklich gut zum Einstieg und nicht allzu schwer.
Beste Grüße
Guido
NAnamibstarterThemenstarter4 Beiträge · seit 200910. Sept. 2012 · #23
So ... als ehemaliger Threadstarter (unglaublich, wie lange er aufgerufen wird 😉 ), hier auch noch meine Erfahrungen, als wir letztes Jahr in Namibia waren:
Wir hatten einen 4x4 Nissan (ohne jegliche 4x4-Kenntnisse) und der MietwagenVerleih gibt einem eine sehr ausführliche Einführung in das Auto und man hat genug Zeit fragen zu stellen. Außerdem hatten wir noch eine Reifenpumpe welche mit Zigarettenanzünder funktioniert zusätzlich ausgliehen. Nicht unbedingt notwendig, aber sehr bequem, wenn man wieder die Luft reinbekommen möchte ohne extra an die Tanke zu fahren...
Für die letzten 5km haben wir dann die Luft abgelassen. Und dann hats eigentlich nur noch endlos Spaß gemacht 🙂 ... wann kann man schonmal durch tiefen Sand fahren und hier und da etwas sliden? ... 😉 .... Letztendlich bin ich sogar mehr hinterm Steuer gesessen als mein Mann, einfach weils so viel Spaß gemacht hat 😉 .... und Stecken geblieben sind wir kein einziges Mal. Ein bissl Grips bringt man ja doch mit und weis, dass man nicht direkt auf einer Düne im tiefen Sand stehen bleiben sollte 😉
Viel Spaß in Namibia und fahrt auf jeden Fall die letzten km mit Eurem 4x4 Kerstin
@Tobias: Die Strecke hat Stellen mit tiefen Snd, bei dem man sich einraben kann - aber mit druckreduzierten Reifen und Viel Schwung kommt dort auch ein Anfägner druch. Nicht bremsen, nicht anhalten, nicht langsamer werden - und darauf achten, dass sich der Befahrer gut festkeitl 😉
Und wenn Du fast da bist solltest Du eines auf keinen Fall machen: Es gibt zwei Wege ins Sossusvlei - beide an einem Wegweiser ausgeschildert. Einmal Sossusvlei und einmal Sossosvlei via deep sand. Hier merkst Du: Das, was Du da gerade hinter Dir hast, ist KEIN tiefer Sand! Und jetzt bitte nicht übermütig werden und weil es so gut gelaufen ist, die Strecke über den tiefen Sand nehmen! Schön weiter, die ausgefahrenen Wege über den einfachen Weg wählen.
LG elli
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #25
Hallo
Ich habe schon öfters mal gegraben (nicht im Sossusvlei aber sonst im Sand). Das waren immer Situationen in denen ich zu bequem war Luft abzulassen und am Ende wieder Luft zu pumpen. Da wo ich Luft abgelassen habe, war es dann auch nie ein Problem.
Gelernt habe ich das Luft ablassen beim Büssli (VW-Bus T3 Syncro 2.1). Wenn ich abgelassen habe war alles OK, wenn nicht hatte ich wegen dem kleinen Motor keine Chance. Irgendwann hatten wir dann Probleme mit der Kardanwelle, so wurde diese ausgebaut. Ich war anschliessend mit dem Büssli noch dreimal im Sossusvlei jeweils ohne 4x4 aber mit wenig Luft in den Reifen. Jedes Mal konnten wir beobachten, dass 4x4 Fahrzeuge stecken geblieben sind.
Meine Empfehlung ist ganz klar: Lass Luft aus den Reifen wenn Du Sand fährst, auch wenn Du es vielleicht gar nicht brauchst.
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Hallo, ich danke auch für die Hinweise! Luftdruck um die 1,5 bar ok, oder noch weniger? Gruss Horst
[
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #27
Hallo Horst
ich mache meist um die 1.2 Bar. Es kommt aber etwas auf die Reifen und das Fahrzeug an. Ich denke bei den meisten Hilux etc. wird 1.2 - 1.5 Bar gar nicht schlecht sein.
Man braucht übrigens weder zu rasen noch wie eine Schnecke durch den Sand zu kriechen. Einfach gemütlich fahren. Auch anhalten und weiterfahren ist kein Problem. Dabei solltest Du nur nicht zu stark bremsen und beim anfahren auch nicht stark Gas geben. Wenn es mal nicht mehr geht, zuerst wieder zwei Meter zurück fahren.
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200811. Sept. 2012 · #28
Hallo Zusammen,
als ich den Condor 4 x 4 noch hatte, bin ich immer zwischen 1,6 und 1,8 gefahren. Mit dem Hover habe ich es noch nicht ausprobiert, aber ich denke, dass ich es auch mit 1,6 beim ersten Mal versuchen werde.
Liebe Grüße Gerd
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #29
Ganz nach dem Motto: Frage in Namibia zehn Leute nach dem richtigen Reifendruck und Du erhältst 12 unterschiedliche Antworten 😄
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
wenn ich mal zitieren darf; die aktuelle Drive Out (eine der beliebtesten Outdoor/4x4 Zeitschriften) schreibt diesen Monat genau zu diesem Thema:
On sand: Here we recommend anything between 0.8 and 1.5 bar, even lower in extreme circumstances. But remember that the tyres of a heavily-laden vehicle don`t have to be that flat to effect a long footprint. It`s incredible what the difference between 1.2 and 0.8 bar can do for your vehicle`s sand-driving capability.
Da ich hier in diesem Strang auch mehrere Beiträge geschrieben habe - bevor ich im Soussusvlei gefahren bin - hier meine Erfahrung nach der Fahrt:
Wir hatten Nissan 4x4 und sind stecken geblieben, da wir die Luft nicht abgelassen hatten.
Also Luft ablassen!
Beste Grüße
rhh64
Tobias123101 Beiträge · seit 201211. Sept. 2012 · #33
Hui... das sind ja mal viele Antworten 😎 Danke erst mal an alle für das tolle Feedback!
Super, dann werden wir es ebenfalls versuchen, nachdem wir die Luft abgelassen haben. Wenn ich schon auf den Hilux upgegraded habe, will ich auch etwas davon haben. 😉 Hätte ich nicht gedacht, dass Luft ablassen so extrem wichtig ist; gut, dass ich noch mal nachgefragt habe, sonst wären wir ganz sicher auch stecken geblieben.
das Luft rauslassen hilft nicht nur im Urlaub bei den Reifen sondern auch im Alltag Zuhause 😄
Wir haben auch die 10 Namibianer gefragt und dann 12 verschiedene Luftdrücke ausprobiert. von 0,8 bis 1,6 geht alles. Es kostet halt nur Zeit. a) entweder Du hast zu wenig abgelassen und bleibst stecken oder b) Du brauchst 5 Minuten pro Reifen zum wieder aufpumpen. c) oder irgendwo dazwischen 😛
Ich habe zwar keinen tollen Video-Clip für Dich, hoffe aber das ich Dir mit dem selbstgeschossenen Foto trotzdem Mut machen kann 🙂 auch wenn im Hintergrund Touristen zu sehen sind, die stecken geblieben sind 😈 viel Erfolg und noch mehr Spaß Wolfgang
Tobias123101 Beiträge · seit 201212. Sept. 2012 · #35
DieWiesbadener schrieb: Ich habe zwar keinen tollen Video-Clip für Dich, hoffe aber das ich Dir mit dem selbstgeschossenen Foto trotzdem Mut machen kann 🙂 auch wenn im Hintergrund Touristen zu sehen sind, die stecken geblieben sind 😈
😄 Das ist wirklich böse...
Die Sache mit dem "Pumpen" verdränge ich erst mal... bei den hohen Temperaturen bestimmt auch ein Erlebnis 😉
Tobias123 schrieb: Die Sache mit dem "Pumpen" verdränge ich erst mal... bei den hohen Temperaturen bestimmt auch ein Erlebnis 😉 Gruß Tobias
Hallo Tobias,
ja, es ist ein Erlebnis und Du freust Dich dann auf ein kühles Erfrischungsgetränk Deiner Wahl ( deshalb ist der Kühlschrank so wichtig ) und Du freust Dich wieder auf Dein Büro mit dem Schreibtisch und dem Schreibtischstuhl, der sich mühelos hochpumpen läßt.😄
Viel Spaß und immer eine funktionierende Pumpe an Bord! Wolfgang
Windhuk183 Beiträge · seit 200624. Sept. 2012 · #37
Hallo Namibstarter!!! Willkommen im Forum! Ich rate dir auf jeden Fall zu einem Auto, das hochgestellt ist. Das heißt es muß kein 4x4 sein, aber ein höherer Wagen ist für das Fahrverhalten, Sicherheit und was ganz wichtig ist, zum erkunden und sehen um vieles bessser. Was siehst du in einem kleinen Wagen und was kannst du im hochgestellten Wagen entdecken? Namibia ist keine Schnellstrasse und birgt doch so manche Gefahren beim Fahren, noch dazu wenn man das Land nicht kennt!
Liebe Grüße aus dem sonnigen Windhoek
Elisabeth
Namibian-Life- Travel,
ihr Partner im südlichen Afrika
namibian-life-travel@iway.na
Wir helfen gerne bei Anfragen und bearbeiten Routen nach Ihren Wünschen
http://www.namibian-life-travel.com
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201224. Sept. 2012 · #38
@ rhh64 Und wenn Du einen Automatik hättest wärst Du wahrscheinlich auch nicht stecken geblieben... Meistens Schaltfehler und zuviel Gas im falschen Augenblick. Statt sich fest zu buddeln vorher aufhören Gas zu geben, und Spur mit Spaten frei machen.
Achim G.294 Beiträge · seit 200724. Sept. 2012 · #39
Hallo Tobias,
Du hast jetzt viele Tipps + Erfahrungsberichte bekommen. Selbstverständlich ist es wichtig die Luft etwas abzulassen - keine Frage!
Für meinen Teil kann ich jedoch berichten, dass wir in den vergangenen Jahren auch ein paar Mal dort mit einem 4x4 Nissan dort unterwegs gewesen sind. Da ich jedoch zu den Menschen gehöre, die sehr faul sind, die über etwas 4x4 Erfahrung verfügen und dazu sicher noch etwas Glück haben, habe ich mir das "Luft ablassen" kurzerhand gespart 😉
Ich bin nie stecken geblieben, habe keine Kupplung ruiniert und auch das anfahren im Tiefsand hat geklappt 😎 (natürlich im Rückwärtsgang in der eigenen Spur).
Es ist aber besser, Du beherzigst die Vorschläge bezüglich des verminderten Reifendrucks. Ist sicher angebracht!!
Bei der nächsten Reise, werden wir jedoch auf einen 4x4 verzichten (Mai 2013). Diese 5 km 4x4-Vergnügen sind uns den saftigen Aufpreis im Vergleich zu einen 2x4 (hochbeinig) nicht mehr wert. Da werden wir gerne den Traktor mit Anhänger benutzen 😄
Gruß Achim
0
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201124. Sept. 2012 · #40
Hallo @all,
wir waren dies Jahr zum 3. Mal im Sossusvlei. Die 1. beiden Male ('99 und '08) habe ich keine Luft abgelassen (da ich davon noch nie gehört hatte 😊 ), bin auch nicht stecken geblieben (die Strecke gehört m.E. zu den einfacheren Tiefsandstrecken). Diesmal habe ich nach den Erfahrungen auf der Strecke zum KTP und nach längeren Diskussionen mit Véro ("und wenn der Kompressor kaputt ist?"), den Reifendruck von 2,3 auf 1.6 bar reduziert. Ein unvergleichlich angenehmeres Fahrgefühl! Statt der elenden Hoppelei schwebt man eher. (Vielleicht hätte ich mich trauen sollen, den Druck noch weiter zu erniedrigen.) Richtig übel stecken geblieben bin ich 2008 in Moremi (mit vollen Reifen), als wir wegen eines steckengebliebenen Mini4x4 die Spur verlassen mussten und uns fast bis zum Bodenblech eingegraben hatten. Da hat uns der "Zauberknopf" (Difflock)geholfen und wir sind ohne Schaufeln etc. frei gekommen und konnten anschließend die Havarierten frei schleppen. Allerdings: der Zauberknopf ist nur für solche Extremsituationen gedacht. Auf keinen Fall Difflock während der 5 km Fahrt zum Sossusvlei eingeschaltet lassen! Man ruiniert damit das Fahrgestell! Das ist der Grund, warum viele Vermieter Difflock gekappt haben. Hubert Hester erzählte uns, dass er zu dieser Maßnahme gegriffen hat, weil er etliche Autos mit verzogener Hinterachse zurückbekommen hatte, aber die Mieter natürlich "nie!!!", und schon gar nicht längere Zeit und überhaupt nie schneller als 5 km/h ... und er auf einem beträchtlichen Schaden sitzengeblieben ist.