NAnamibstarterThemenstarter4 Beiträge · seit 200929. Dez. 2009 · #1Hallo zusammmen,
ich habe schon einiges im Forum gelesen, und mir ist klar, dass auf obige Frage definitiv die Antwort "ja" kommen muss, wenn man den National Park in seiner vollen Größe/Schönheit erkunden möchte...
Allerdings würde ich gerne wissen, ob es für einen "Otto-Normal-Touristen", der gerne einmal eine rote Düne etc. sehen würde, auch möglich ist, einen Teil (Randgebiet was auch immer 😉 dieses Parks mit einem normalen Auto zu erkunden?
Generell als Info: wir planen nächstes Jahr im August für etwa 2,5 Wochen nach Namibia zu reisen - Qual der Wahl ist eben momentan ob normales Mietauto oder 4x4 genommen werden soll ...
4x4 ist halt immens teurer ... und wir müssen eigentlich nicht wirklich in die totalen 4x4 Gebiete fahren - uns interessieren hauptsächlich die 0815 Touri Ziele und noch der EtoshaPark.
Laut Forenbeiträgen sollen diese Ziele ja in der Regel auch mit einem normalen Mietauto befahrbar sein (auch wenn es sicherlich manchmal bequemer wäre einen 4x4 zu haben.. 😉
Aber da wir unbedingt diesen kleinen Abstecher zu den roten Dünen machen möchten, kommt jetzt langsam die Frage auf, ob man hier nicht doch ein 4x4 braucht?
Vielen lieben Dank schonmal 🙂
Kerstin
Matou66843 Beiträge · seit 200829. Dez. 2009 · #2Hallo Kerstin,
herzlich willkommen hier im Forum!
Selbst für den Etosha NP brauchst Du für diese Zeit keinen 4x4.
Und, hr seid ausserhalb der Regenzeit unterwegs und die Strassen sind dann alle wiederhergestellt.
Wir waren bisher 5x im südlichen Afrika, davon 3x mit einem Golf 1 (wurde dort noch bis vor kurzem gebaut) und 2x mit 4x4, weil wir damit auch durch Botswana gefahren sind (dort brauchst Du so ein Teil in den NPs).
Die hier immer wieder genannten pro-4x4-Argumente von wegen bessere Sicht auf Tiere, Fahrkomfort stehen m.E. in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten, solange ihr "0815-Ziele" anfahrt (wenn ihr da wart, möchte ich aber nicht wissen, wie ihr dann schöne Gegenden in Europa etc. bezeichnet ;-)).
Um z. B. Raubkatzen im Etosha zu sehen, müßt Ihr nur dahin fahren, wo schon alle anderen Autos stehen 🙂!
Zum Sossusvlei ist die Strasse fast bis hin 1a geteert. Am Ende kommt ein Shuttle-Parkplatz, von wo aus Ihr die letzten 5 (tiefsandigen) Km gegen Gebühr gefahren werdet.
Wenn Ihr später mal zu Wiederholungstätern geworden seit, und vielleicht mal in den Khaudom NP oder ins Kaokoveld fahren wollt, kommt Ihr um einen 4x4 nicht herum.
Viel Spass bei der weiteren Planung!
LG
Dirk
Neil32 Beiträge · seit 200629. Dez. 2009 · #3kann ich bestaetigen: fuer sossusvlei ist defnitiv kein 4x4 notwendig ... wir sind 2003 selbst mit einem 2x4 nach sossusvlei ... und sind damit uebriegens auch 2000 km (groesstenteils auf schotter) durch sued-namibia gefahren ... klar: wer ins kaokoveld usw. will, kommt um einen 4x4 (mit entsprechender ausruestung! und vor allem 4x4 erfahrrung!! ) nicht herum ...
NAnamibstarterThemenstarter4 Beiträge · seit 200929. Dez. 2009 · #4Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten! 😁
Das mit dem Shuttle nach Sossusvlei hört sich ja schonmal sehr gut an - ich nehme mal an, dass der Shuttle den ganzen Tag über in kurzen Zeitabständen angeboten wird? Oder muss man zu bestimmten Tageszeiten ankommen?
Mit 0815 hatte ich mehr die typischen Namibia Sehenswürdigkeiten gemeint, die noch ohne 4x4 erreichbar sind 😉 ... wir waren vor einigen Jahren schon einmal für einen Monat in Südafrika und wollten nun - nachdem wir von SA endlos begeistert waren/sind - endlich auch Namibia bereisen 🙂
Viele Grüße
Kerstin
Rika12 Beiträge · seit 200929. Dez. 2009 · #5Hey Kerstin,
ich bin erst letzte Woche aus Namibia zurückgekommen und wir haben knapp 4000 km mit einem Kia Picanto zurückgelegt - das wohl winzigste Auto in ganz Namibia.
Ganz wohl war mir auf manchen Schotterpisten nicht, aber im Endeffekt ist alles gut gegangen.
Ein etwas größeres Auto mit größeren Reifen, so dass man nicht jedes Schlagloch fühlt, ist sicher von Vorteil, aber selbst das war in unserem Reisebudget nicht drin und so ging es eben auch mit dem kleinen Flitzer.
Einziger Wehrmutstropfen: Die Sossuvlei-Shuttles kamen erst gegen halb 7 morgens, die Sonne war aber schon gegen 6:20 aufgegangen.
Die Shuttles halten sich übrigens auch nicht an Zeiten, sondern fahren da einfach so rum - irgendwie haben die wohl einen Riecher für Touristen, die gerne rumgefahren werden möchten, denn immer, wenn wir ein Shuttle gesucht haben, stand innerhalb von weniger als 5 Minuten eins da...
Viiiiel Spaß, die erste Namibiatour ist einfach großartig!!! 🙂
MImibia33 Beiträge · seit 200902. Jan. 2010 · #6Hallo,
wenn man das letzte Stück vom 2x2 Parkplatz bis zum Sossusvlei selber fahren will, dann braucht man unbedingt einen 4x4!! Es gibt wohl immer wieder verrückte, die es ohne probieren.
Aber sonst, es ist wie die anderen es schreiben.
Allerdings ist es im 4x4 so viel komfortabler und vergnüglicher, klar aber auch teurer. Stell dir einfach mal vor, du musst mehrere Stunden über einen schlechten Feldweg fahren, mir macht das keinen Spass.
Ganz besonders holperig sind die Farm Pads, aber auch dort gibt es im extrem Fall einen Shuttle, der die Gäste abholt.
Gruss Fritz
crossfire67 Beiträge · seit 200903. Jan. 2010 · #7Hallo Kerstin,
meine Frau und ich waren im letzten September das erste mal in Namibia mit einem "normalen" Nissan X-Trail unterwegs. Alles ohne das geringste Problem oder irgendwelche Komforteinbußen wie es Fritz schrieb.
Zum Sossusvlei wurde ja schon alles geschrieben. Für die letzten Kilometer nach dem letzten Parkplatz ist ein 4x4 Fzg. unumgänglich.
Aber dann kann man besser die paar Dollar für den Shuttle bezahlen als jede menge Kohle für ein Fzg. mit Allrad was man ansonsten eigentlich nicht braucht.
MImibia33 Beiträge · seit 200903. Jan. 2010 · #8Hallo,
ein Nissan X-Trail ist wohl auch ein komfortables, geländegängiges Auto, halt ohne 4x4. Ich kann mir auch vorstellen mit diesem zu fahren, aber auch der hat ja schon seinen Preis. Bei Holiday Autos zwei Wochen im Februar
X-Trail 1067 €, Hilux 1273 € und ein VW Golf 315 € (!).
Gruss Fritz
NAnamibstarterThemenstarter4 Beiträge · seit 200905. Jan. 2010 · #9Hallo zusammen,
vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten! 😁
Ich denke wir werden wohl ziemlich sicher einen normalen Golf mieten. Gerade die Info mit den Shuttle-Fahrzeugen war sehr hilfreich. So kommt man dann ja doch zu reinen 4x4-Touri-Atraktionen - und zur Not kann man ja jederzeit eine extra Tour hinzubuchen ...
Grüße
Kerstin
PApaddy518 Beiträge · seit 200705. Jan. 2010 · #10Habe Dir gerade eine PM geschickt
Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
rhh64983 Beiträge · seit 201104. Okt. 2011 · #11Hallo zusammen,
habe diesen alten Strang hochgeholt, da mich das Thema "Sossusvlei 4x4" zu einer konkreten Frage interesiert:
Wir haben einen X-Trail 4x4 und wollen zum Sonnenaufgang im Vlei ankommen (da wir hinter dem Tor in der Sossus Dune Lodge wohnen werden, können wir im Dunkeln bereits losfahren).
Ganz so früh soll es noch kein Shuttle (für die letzten 5 km) geben, somit werden wir wohl mit dem eigenen 4x4 bis zum Ende durchfahren müssen.
Habt ihr (wer die letzten 5 km selbst gefahren ist) dann dort den Reifendruck gesenkt oder seid ihr mit normalem Druck durch den Tiefsand gefahren?
Reifendruck senken würde ich nur ungern, da vom Vermieter wohl kein Aufpumper im Bordwerkzeug dabei sein wird.
Beste Grüße
Ralf
piscator1'483 Beiträge · seit 200904. Okt. 2011 · #12Hängt vom Vermieter ab. wir hatten den Kompressor "serienmäßig" dabei.
Übers absenken gehen die Meiningen auseinander. Unser Vermieter sagte ausdrücklich, dass für´s Sossusvlei kein Absenken sinnvoll sei. Auch sonst seien die Reifen breit genug.
Gruß Reinhard
SASambeziGast04. Okt. 2011 · #13Hallo,
die letzten 5 Kilomrter sind kein Tiefsand... ganz normale Sandfahrt - ein Absenken des Luftdrucks ist nicht notwendig.
Gruß
GUGuido.Gast04. Okt. 2011 · #14Hallo,
wir sind zwar auch ohne Reifendruckreduzierung gefahren, aber ich würde das nicht pauschal als unnötig erachten. Es hängt auch ein bisschen davon ab, was Dein Vermieter an Reifen raufgezogen hat. Da gibt der Eigenschaften auf Sand große Unterschiede. Luftdruck reduzieren vergrößert in jedem Fall die Auflagefläche.
Hier kannst Du einmal hin und zurück ins Sossusvlei fahren, falls Du keine Vorstellung von der Piste hast.
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Beste Grüße
Guido
tolyviva100 Beiträge · seit 201004. Okt. 2011 · #15Hallo Ralf
also, ich würde empfehlen den Reifendruck abzusenken. Evt ist ja ein Kompressor in der Grundausstatung dabei. Und wenn nicht: Es hat bei Rückkehr zum Parkplatz wohl welche da, die dir sehr gerne aushelfen. Liebe Grüsse Tolyviva
rhh64983 Beiträge · seit 201105. Okt. 2011 · #16Herzlichen Dank für eure informativen Beiträge!
Der Tenor der Beiträge ist für mich, dass bei normalen Verhältnissen und bei entsprechend gutem Auto/Reifen kein Druckablassen notwendig ist.
Nach Ansicht der beiden Videos von Guido (die wirklich einen guten Eindruck über die örtlichen Verhältnisse verschaffen; ähnliche Strecken bin ich in AUS auch ohne Druckabsenkung gefahren) und mit Blick auf mein Auto werde ich nun, ohne den Druck abzusenken, da durch fahren.
Sollte ich unterwegs Schwierigkeiten bekommen, kann ich immer noch spontan Druck ablassen, und dann, wie empfohlen, am Parkplatz andere Reisende mit Kompressor bitten, mir diesen für ein paar Minuten zum Aufpumpen zu leihen.
Beste Grüße
Ralf
TanjaH956 Beiträge · seit 200905. Okt. 2011 · #17Hallo Ralf!
Wir waren im März unterwegs und haben den Druck auch nicht abgelasen. Ging alles easy, hat sogar richtig Spaß gemacht. Wir hatten einen Hilux.
LG aus Österreich,
Tanja
GUGuido.Gast05. Okt. 2011 · #18Hallo,
vielleicht hast Du auch zuhause einen kleinen Kompressor, der noch ins Fluggepäck passt? Audi und Co haben ja standardmäßig kein Ersatzrad und kein Notrad mehr, sondern nur noch ein Dichtset + Kompressor. Diese kleinen Kompressoren haben meistens eine ganz ordentliche Qualität und wir nehmen den auch auf Reisen mit, z.B. in den Oman. In Namibia hatten wir auch schon fest im Auto eingebaute Kompressoren, die so schlecht waren, dass das Aufpumpen von 4 Reifen damit fast eine Stunde gedauert hat.
Beste Grüße
Guido
Tobias123101 Beiträge · seit 201210. Sept. 2012 · #19Hallo zusammen,
ich grabe diesen alten Thread noch mal aus 😉
Nachdem wir von einem Corolla auf einen 4x4 (Hilux DoubleCab) "upgegraded" haben frage ich mich, ob ich die letzten Kilometer selber fahren sollte.
Allerdings ist es für mich zum ersten mal 4x4 - daher die Frage: Braucht man irgendwelche 4x4 Erfahrungen, oder sind die letzten Kilometer auch für "Anfänger" kein Problem?
Über 4x4 Grundlagen habe ich mich aus Interesse schon beschäftig und mein Spieltrieb wird mich bestimmt schon vor Sesriem verleiten alle Knöpfe im Fahrzeug zu drücken und auszuprobieren 😉
Trotzdem fehlt (noch) die Erfahrung...
Hier haben ja schon einige geschrieben, dass es kein Problem sei, aber ich habe keine Ahnung, ob es sich um 4x4 Profis handelt 😎.
Wer kann mich aufklären?
Viele Grüße
Tobias
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200810. Sept. 2012 · #20Hallo Tobias,
beim ersten Mal bin ich 4x4-unerfahren trotzdem hängen geblieben. Grund: Ich hatte die Luft nicht abgelassen. Wenn Du den Reifendruck auf 1,6 - 1,8 runter nimmst, schön langsam, aber zügig durch die sandigen Stellen fährst, sollte es auch als Anfänger gehen. Aber bitte im Tiefsand NIE bremsen, dann gräbst Du Dich ein.
Und entweder eine Luftpumpe mitnehmen, oder auf dem Rückweg die vorgschriebenen 60 kmH einhalten und sofort in Sesriem an einer der beiden Tankstellen tanken und die Luft wieder auffüllen lassen.
Liebe Grüße und gute Pad
Gerd