Hallo Schaui, ich war während meiner Praktikazeit am Wochenende immer am Brandberg - wir waren da auch mal in Januar/Februar. Das die Elefanten ins Camp kamen - haben wir leider nicht erlebt. Zweimal waren Sie gerade durch und wir mussten Sie dann noch suchen(hinterher fahren)- da sind immer welche von den Campbetreibern, die Dir sagen- wieweit die Elefanten gerade entfernt sind und Dir bestimmt bei der Suche behilflich sind. Die passen dann auch auf den nötigen Sicherheitsabstand auf. Gruß Friese
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200922. Nov. 2009 · #22
Bei meinen letzten 3 Campingplatzbeurteilungen geht es um Plätze in und um den Etosha.
Eigentlich wollten wir 2 Nächte im Etosha in Okaukejo verbringen. Leider konnte man uns da nur 1 Nacht bestätigen, so mussten wir uns für die erste Nacht nach etwas anderem umsehen. Unsere Camping-Wahl fiel auf das Etosha Safari Camp. Grund dafür war vorallem die Nähe zum Anderson-Gate. Dieses ist nämlich nur 10 km entfernt und es hat auch nicht noch eine ellenlange Zufahrt wie andere Übernachtungsmöglichkeiten um den Etosha rum. Wir checken im Camp linkerhand an der C38, das gleichzeitig auch noch feste Unterkünfte anbietet, ein und fahren dann zum Campground. Dieser liegt ganz nahe beim Hauptgebäude. Das Gelände finden wir eher klein und es hat keine abgesteckten Parzellen. Auf der ganzen Reise übrigens der einzige Campground mit richtig dickem Rasen. Die Kinder unserer Mitcamper fanden das zwar super, denn sie konnten Fussball spielen (man sieht: Der Platz war nicht ausgebucht), ich jedoch fands gar nicht so toll, denn der Rasen wurde feucht und er gab in der Nacht und am Morgen Kälte ab. Die Sanitäranlagen sind sauber und in Ordnung. Wir haben uns beim Einchecken für das Abendessen angemeldet, ein weiser Entscheid. Über einen wirklich sehr kurzen, beleuchteten Weg gelangt man über das Schwimmbad (sieht toll aus, haben wir aber nicht genutzt) zum Restaurant. Man kann hier zum grössten Teil draussen sitzen und alles ist romantisch mit Kerzen beleuchtet. Zudem hatten wir musikalische Unterhaltung, durch einen singenden und gitarrespielenden Musiker, dessen Repertoire jedoch nicht sehr gross war 😉 . Das Essen war dann sehr gut. Vorallem hatte es eine sehr grosse Auswahl am Buffet und ausser den Karotten, die irgendwie chemisch schmeckten, war vom Salat über die Beilagen bis zu dem Fleisch alles sehr lecker. Eine witzige, urige Bar gibts da auch noch. Wir haben aber festgestellt, dass man hier keine Ahnung hat, wie man einen richtigen Mojito macht 😛 Übrigens, die nahe C38 hat uns in der Nacht nicht gestört. Viele Mitcamper brechen jedoch sehr früh am Morgen auf, warum so früh war uns nicht klar, denn das Gate öffnete bei uns erst um 20 vor sieben. Vielleicht wollten sie unbedingt die Ersten im Park sein 😉
Das Etosha Safari Camp ist eine gute Alternative zum Etosha dank dem kurzen Anfahrtsweg. Auch wer gut Essen will oder etwas weniger für einen Stellplatz bezahlen will, ist hier sicher an der richtigen Adresse. Sonst ist dieser Campingplatz aber nichts Besonderes und ich könnte mir vorstellen, dass es bei stärkerer Belegung hier nicht mehr so gemütlich ist. Wir würden eine Übernachtung im Park (Okaukejo/Halali) jederzeit wieder einer Übernachtung ausserhalb vorziehen. Warum, erfahrt ihr dann in meiner nächsten Beurteilung.
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200922. Nov. 2009 · #23
Der Campingplatz Halali befindet sich mitten im Etosha Park bei den beiden Hügeln im Gelände. Bei unserem Besuch waren die Wasserlöcher östlich von Halali bis und mit Batia wegen Bauarbeiten gesperrt. Nur die Hauptverbindungsstrasse nach Namutoni und die Zufahrt zu Halali waren offen. Halali ist das kleinste der drei Restcamps im Park. Das Restaurant bietet ausserhalb der Essenszeiten nur Toast und Chips (Pommes). Um die Mittagszeit rum gibts dann Buffet. Man kann auch (wie wir es gemacht haben) nur Salat-Buffet wählen. Achtung vor den Hefegebäcken, welche es im Shop zu kaufen gibt: Die sind (passend zur Umgebung 😉 ) staubtrocken! Nach dem Einchecken kann man sich einen Platz auf dem Campground auswählen. Die Parzellen sind vergleichsweise eher klein und eng beieinander und wir hatten auch keine Ahnung welcher Grill jetzt zu welchen Platz gehört. Na ja, halb so schlimm, wir bleiben ja nur eine Nacht. Da alle Plätze ziemlich staubig und ungemütlich wirken, wählen wir ganz einfach einen welcher recht nahe beim Zugang zum Wasserloch liegt. Der Campground liegt nämlich hier am nächsten beim Wasserloch, als Chaletbewohner hat man nicht (wie in Okaukuejo) einen Standortvorteil. Die Sanitäranlagen waren in genügender Anzahl vorhanden und überraschend sauber. Ganz toll an Halali ist der wirklich grosse Swimmingpool in dem man sich abkühlen und auch ein paar Längen schwimmen kann. Leider hat es viel zuwenige Liegestühle und Schattenplätze am Pool. Das Beste an diesem Platz (und der Grund, warum ich jederzeit trotz absolut fehlendem Charme immer wieder hier übernachten würde) ist das Moringa Waterhole! Nur ca. 200 m (kurzer Weg zum Laufen) vom Campground entfernt und Nachts beleuchtet. Es ist zwar nicht so gross wie Okaukejo und auch nicht so zahlreich bevölkert, dafür fand ich es sehr malerisch (vor allem zum Sonnenuntergang) und hier hatten wir die grösste Diversität an Tieren zu sehen bekommen. Neben den üblichen Verdächtigen von Okaukuejo z.B. auch Kuhantilopen, einige Black Rhinos, einen Maribu und sogar (als absolutes Highlight) am Abend zweimal nacheinander einen Leoparden! Als wir uns dann endlich losreissen können und ins Dachzelt steigen wollen, rennt noch ein Honigdachs an unserem Auto vorbei. Wir folgen ihm natürlich und als er den Abfalleimer der Nachbarn umwirft und zu durchwühlen beginnt, wollen wir ihn mit Händeklatschen vertreiben. Was einen Schakalen vertreibt, beeindruckt einen Honigdachs überhaupt nicht. Im Gegenteil er stellte die Brust und kam auf meinen Liebsten zu. Also diese Kerle lässt man wohl lieber in Ruhe. Am nächsten Morgen hörten wir dann auch noch, dass eine Hyäne über den Campground spaziert sei, soviel zur Effektivität der Zäune rundherum 😉 .
Hier zwei Fotos:
Campingplatz:
Moringa Waterhole:
Noch ein Tipp zu den Tiersichtungen im Etosha: In jedem Rastlager liegt ein grosses Buch auf, in dem die Besucher ihre Tiersichtungen verzeichen können. Wir hatten dank diesen Büchern zweimal an verschiedenen Wasserlöchern das absolute Glück Löwen zu sehen.
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #26
Der Campingplatz Onguma war unser letzter Campingplatz dieser Reise und nochmals ein wahres Goldstück! Wir blieben 2 Nächte. Wirklich unmittelbar nach dem Von Lindquist Gate (Ostausfahrt des Etosha) sieht man links das Gatter der Onguma Unterkünfte. Das Gatter wird uns geöffnet und die Reservation auf einer Liste kontrolliert. Man erklärt uns wo wir hinmüssen, denn Onguma hat ganz verschiedene Arten von Unterkünften. Das billigste ist das Bush Camp und da müssen wir als Campinggäste hin um einzuchecken. Nach dem Gatter fährt man nochmals gute 8 km über Farmgelände (wie im Etosha ist auch hier aussteigen verboten, man sagt uns es habe sogar Löwen hier). Wir sehen aber „nur“ ein tolles Warzenschwein und Giraffen direkt vor dem Eingangstor zum Onguma Bush Camp. Beim Einchecken wird uns die Campsite „Duiker“ zugewiesen. Wir haben schon viel Tolles über das Essen hier gehört und wollen für heute abend reservieren. Leider ist bereits um 16 Uhr alles ausgebucht. Wir reservieren aber gleich für morgen Abend das Dinner und das Frühstück gleich mit. Der Platz ist schön in Büschen gelegen und sehr sauber gehalten. Man hat, wie schon auf Bagatelle, ein eigenes Dusch-/WC-Häuschen. Das Häuschen ist oben offen. Die Plätze sind jedoch etwas nahe beieinander. Sehr schön ist die grosse Feuerstelle, wo man ein romantisches Feuerchen machen kann.
Unsere Campsite:
Das WC im Häuschen:
Am nächsten Morgen frühstücken wir dann im Bush Camp (ca. 5-10min Fussweg unbeleuchtet). Das Brot ist zwar schrecklich trocken aber dafür gibt es wunderbar frischen Obstsalat und Kellogs. Auf Wunsch auch Eggs and Bacon. Nach ausgiebiger Etosha-Besichtigung am Morgen kann man gut über die heisse Mittagszeit, wo sich sowieso nicht so viele Tiere im Etosha zeigen, ins Bush Camp zurückfahren und die heisse Zeit des Tages am Pool verbringen. Dieser ist nämlich auch für Campinggäste gratis benutzbar. Wir waren an diesem Tag die einzigen Gäste am Pool. Leider hatte es im Pool unzählige schwarze Mücken, was den Spass am kühlen Nass etwas milderte.
Pool:
Dann nochmals auf Pirschfahrt in den Etosha. Gegen Abend kehren wir dann zurück und geniessen das Dinner im Bush Camp. Gleich ausserhalb des Zaunes in Sichtweite von Pool und Lapa hat es ein kleines Wasserloch, wo wir ein paar Zebras, Springböcke und einen Schakal beobachten können. Dies ist aber nicht vergleichbar mit den Erlebnissen an den Wasserlöchern im Park. Wir waren zu früh da und setzten uns noch an das Feuer. Hier sahen wir auch Pia aus dem Forum wieder, denen wir heute den Tipp betreffend der Löwen gegeben hatten. Liebe Pia, falls du noch im Forum unterwegs bist, hiermit ein lieber Gruss an euch beide! Das Dinner war dann wirklich sehr lecker. Von der Vorspeise übers Fleisch bis zum Dessert war alles absolut schmackhaft. Zum Essen sitzt man draussen mit Blick auf das Wasserloch. Kurz fielen ein paar Tropfen, welche aber niemanden gestört haben. Noch ein kurzes Wort zum Service: Der Service war hier wirklich überragend. Vor allem möchte ich die Hilfsbereitschaft der Reception hervorheben. Hier hat man uns mit viel Geduld, Freundlichkeit und Hartnäckigkeit geholfen, den Flug rückzubestätigen.
Restaurant (links) und Feuerstelle:
Abendstimmung an der Feuerstelle:
cheetah13Themenstarter57 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #27
So, dies war nun meine letzte Campingplatzbeurteilung.
Ich hoffe, es kann dem einen oder anderen bei der Planung helfen.
Nun ist die Fragerunde eröffnet: Wenn noch jemand etwas über unsere Reise wissen möchte, nur zu... 🙂
Eine kleine Anekdote möchte ich hier noch erzählen. Sie zeigt auf wie unterschiedlich Campingplätze wahrgenommen werden können:
Im Etosha Safari Camp lernten wir ein Pärchen kennen, welches bereits Südafrika längers bereist hatte und nun nach Namibia gekommen war. Die Frau beklagte sich sehr über die Qualität und Ausstattung der Campingplätze hier in Namibia. So z.B. vermisste sie sehr die Laundrys. Auf der Onguma Campsite plauderten wir dann lange mit einem Pärchen, welches vorher Botswana quasi durchschwommen hatte. Sie hatten Botswana im Regen erlebt. Für diese Pärchen waren die Campingplätze in Namibia der wahre Luxus. 🙂
Wir selbst waren überrascht, wie sauber und gepflegt und zum Teil wunderschön angelegt die Campingplätze waren. Wir würden sofort wieder in Namibia campen gehen!!!
Der Campingplatz Onguma war unser letzter Campingplatz dieser Reise und nochmals ein wahres Goldstück! Wir blieben 2 Nächte. Wirklich unmittelbar nach dem Von Lindquist Gate (Ostausfahrt des Etosha) sieht man links das Gatter der Onguma Unterkünfte. Das Gatter wird uns geöffnet und die Reservation auf einer Liste kontrolliert. Man erklärt uns wo wir hinmüssen, denn Onguma hat ganz verschiedene Arten von Unterkünften. Das billigste ist das Bush Camp und da müssen wir als Campinggäste hin um einzuchecken. Nach dem Gatter fährt man nochmals gute 8 km über Farmgelände (wie im Etosha ist auch hier aussteigen verboten, man sagt uns es habe sogar Löwen hier). Wir sehen aber „nur“ ein tolles Warzenschwein und Giraffen direkt vor dem Eingangstor zum Onguma Bush Camp. Beim Einchecken wird uns die Campsite „Duiker“ zugewiesen. Wir haben schon viel Tolles über das Essen hier gehört und wollen für heute abend reservieren. Leider ist bereits um 16 Uhr alles ausgebucht. Wir reservieren aber gleich für morgen Abend das Dinner und das Frühstück gleich mit. Der Platz ist schön in Büschen gelegen und sehr sauber gehalten. Man hat, wie schon auf Bagatelle, ein eigenes Dusch-/WC-Häuschen. Das Häuschen ist oben offen. Die Plätze sind jedoch etwas nahe beieinander. Sehr schön ist die grosse Feuerstelle, wo man ein romantisches Feuerchen machen kann.
Es hat tatsächlich Löwen dort. Anfang Oktober marschierte tatsächlich ein prächtiger Mähnenlöwe, pünktlich zum Hauptgericht des Dinners, an das Wasserloch des Onguma Bushcamps. Wir waren im April 2006 das erste Mal auf Onguma. Zur gleichen Zeit campte ein Portugiese, der mit dem Fahrrad den Ethosa NP durchfahren wollte, dort. Eines Nachmittags machte er sich zu Fuss auf, um das Onguma Gelände zu erkunden. Als der Betreiber des Camps das erfuhr, ist er sofort losgefahren um den "crazy portugiese guy" zu suchen - weil er kurz zuvor einige Löwen in der Gegend umherziehen sah, wie er uns erklärte. Die Geschichte ging gut aus - er fand den Portugiesen noch rechtzeitig...;-)
katja999387 Beiträge · seit 200906. Dez. 2009 · #29
Das Onguma Bush Camp hört sich auch vielversprechend an. Jetzt haben wir gerade schon Naumutoni angefragt. Aber wenn das nicht klappen sollte, wäre es eine echte Alternative! Gruß Katja
bin seit langer Zeit mal wieder im Forum unterwegs - lieben Dank für die Grüße :O) Wenn ich Euren Bericht so lese, bekomme ich ein ganz schlechtes Gewissen...ich wollte ja auch noch einen Reisebericht ins Forum setzen.....und ich werde es auch noch tun:o)