Axel1'130 Beiträge · seit 200623. Nov. 2009 · #41wobei er ja eigentlich Juwelier in Stellenbosch ist, das ist doch ziemlich weit weg von Namibia.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
JEjeweller235 Beiträge · seit 200923. Nov. 2009 · #42Danke fuer Deine Antwort, etwas dumm und arrogant,vielleicht auch unerfahren,eben deutsch. Also vergessen wir das einfach.
Gruss Hubert
BLBlacky18 Beiträge · seit 200923. Nov. 2009 · #43Hallo Hubert,
ich habe gerade mal online die Allgemeine Zeitung Namibia gelesen - stand 23.11.09. Die Berichte über
Kriminalität unterscheiden sich nicht, zu den Berichten hier in Deutschland. Hast Du schon mal amerikanische Zeitungen gelesen - auch hier gibt es mehr als genug Berichte über kriminelle Machenschaften (auch von offiziellen Staatsorganen - es sind schon öfter Leute der Willkür amerikanischer "Dorf-Sheriffs" zum Opfer gefallen. Trotzdem fahren ein paar 1000 Menschen jährlich dorthin in Urlaub (wir zählen übrigens auch dazu).
Ich gebe Dir Recht, man sollte nicht naiv sein und blauäuig jedem Vertrauen und vor allem Vorsicht walten lassen. Aber früher war nicht immer alles besser. Die Wirtschaftskrise fördert Kriminalität und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grösser.
Aber Namibia ist keine Ausnahme - und wir können uns ja nun nicht alle zu Hause einschliessen und darauf hoffen, dass uns dann nichts passiert.
Grüße von
Blacky
JEjeweller235 Beiträge · seit 200924. Nov. 2009 · #44Hi Blacky, Du sprichst mir aus der Seele. Nur darf man nicht vergessen, dass Namibia nur die Einwohnerzahl von Hamburg hat. Aber Du hast natuerlich recht mit der weltweit zunehmenden Kriminalitaet.
Ich mag nur nicht ,wenn uns dumme arrogante Deutsche die wahrscheinlich eimal in Africa waren, Kolonialisten nennen.Wir bezeichnen ja auch nicht jeden Deutschen als Nazi.
Gruss Hubert
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200624. Nov. 2009 · #45@Topobär
Die wahren Kolonialisten in Afrika sind die schwarzen Wa Benzi,die korrupten Eliten, die den Kontinent plündern und das Volk leiden lassen…
Gruss Beat
Topobär5'479 Beiträge · seit 200924. Nov. 2009 · #46Tomcat schrieb:@Topobär
Die wahren Kolonialisten in Afrika sind die schwarzen Wa Benzi,die korrupten Eliten, die den Kontinent plündern und das Volk leiden lassen…
Gruss Beat
So wie von Dir geschrieben, ist der Satz schlicht und einfach falsch. Kolonialisten können per Definition nicht aus dem eigenen Land kommen.
So würde ich den Satz auch jederzeit unterschreiben:
Die wahren Ausbeuter in Afrika sind die schwarzen Wa Benzi,die korrupten Eliten, die den Kontinent plündern und das Volk leiden lassen…
Wobei mir aber auch immer im Hinterkopf herumspukt, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient. Hört sich im ersten Moment vielleicht hart an, aber in der Geschichte hat sich gezeigt, dass sich keine Herrschaft dauerhaft gegen den geballten Volkswillen behaupten kann. Die fatalistische Trägkeit der meisten Afrikaner macht es den korrupten Eliten leicht.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200624. Nov. 2009 · #47...ok Du hast recht, es war als Vergleich gemeint... am Ende sind es Ausbeuter.
Wie auch immer. Die Probleme in Afrika sind leider grössten Teil selbst gemacht..
ULUlli931 Beiträge · seit 200624. Nov. 2009 · #48Es ist doch immer wieder erstaunlich wie man mit einfachen und präzisen Worten die teilweise desolate Situation erklären kann: es sind die korrupten Eliten und die fatalistische Trägheit der Afrikaner....
Nun besteht aber die Korruption aus einem aktiven und einem passiven Teil. Wer übernimmt denn die Bestechung (also den aktiven Teil) der Eliten? Das werden sie ja wohl nicht selber tun, dafür sind sie ja zu träge 😠 Es sind vielmehr die alten und neuen Wirtschaftsmächte auf ihrer Suche nach Märkten und Rohstoffen - ganz früher völlig offen und ungehemmt, später unter dem Deckmäntelchen politischer Befreiung und heute dem Dogma der 'Nichteinmischung' folgend.
Und übrigens: Südafrika steht im internationalen Korruptionsindex besser da als Italien und Griechenland - aber die sind wahrscheinlich auch nur zu träge, oder? Haben wir ja schon immer gewusst...
Um Missverständnissen vorzubeugen: ich will überhaupt nichts beschönigen, aber diese plakativen Einschätzung gehen mir einfach auf den Keks.
Gruß
Ulli
Bamburi541 Beiträge · seit 200724. Nov. 2009 · #49Tomcat schrieb:...
Wie auch immer. Die Probleme in Afrika sind leider grössten Teil selbst gemacht..
Hallo Beat,
vielleicht solltest Du Dich ein bisschen mehr mit Afrika beschäftgen, bevor Du hier solche unfundierten Kommentare abgibst!
Ich empfehle Dir zum Einstieg ebenso leichte wie spannende Literatur wie z.B. "Afrikanisches Fieber" von Ryszard Kapuscinski, für etwas mehr Hintergrundinfos und weniger Polemik auf Stammtischniveau.
Gruß
Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200624. Nov. 2009 · #50Plakativ ? Sind halt schon gewisse Tataschen.
Wie soll man erklären, dass Länder wie Zimbabwe, mit dem Boden voller Rohstoffe und genialem Klima für Ackerbau in Armut versinkt.
Nigeria immerhin 6. grösster Erdölproduzent auf keinen grünen Zweig kommt. Afrika war einmal grösster Exporteur von Kakao und Kaffee. Wo bleiben die Exporte heute?
In den meisten afrikanischen Ländern funktioniert die Wirtschaft nicht. Westliche Länder werden durch uferlose Bürokratie und eben auch Korruption abgeschreckt zu investieren. Die gehen dann auch lieber nach Asien.
Das ist aber egal, weil es keinen der Elite (sorry für das Plakative) interessiert. Von dem Geld aus der Entwicklungshilfe lässt sich sehr gut leben 😎
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200624. Nov. 2009 · #51..Danke für das Buch Anja... kenne ich. 🙂
Ich bereise und beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Afrka und hab etwa 4 Jahre auf dem Kontinent verbracht..no worries
SOSoutherndreamsGast24. Nov. 2009 · #52Hallo Katja,
lass dich von all dem Gerede nicht beirren,
wenn du gesunden Menschenverstand hast,
brauchst du keine Angst zu haben.
Und in Namibia schon garnicht.
Aber deshalb schreibe ich eigentlich nicht,
ich wollte dir nur noch eine Rat geben,
vergiss Shark Island im April!
Ihr werdet euch den Hintern abfrieren,
die Ablutions sind marode und es gibt
auf der ganzen Halbinsel nur einen etwas
windgeschützen Platz hinter eine Toilette.
http://southerndreams.de/html/32_luderitz.htmlGeht in Lüderitz in ein B&B, es gibt da das eine oder
andere schnuckelige Etablissement.
Viele Grüße,
Beate
katja999Themenstarter387 Beiträge · seit 200924. Nov. 2009 · #53Danke, Beate!
Leider ist meine Reiseplanung etwas in Diskussionen über die politische Situation in Namibia abgedriftet... 😕
Über Lüderitz müssen wir dann noch mal nachdenken. Allerdings werden wir kein Dachzelt haben, sondern einen geschlossenen Camper. Damit lassen sich die Temperaturen vielleicht eher aushalten??
Gruß
Katja
SOSoutherndreamsGast24. Nov. 2009 · #54Hallo Katja,
das hatte ich wohl überlesen mit dem Camper 😊
Aber es ist in Lüderitz immer furchtbar zugig,
die Ablutions auf Shark Island sind marode
und man friert nur ....
Auch das Kochen war unmöglich.
Ich weiß nicht, ob ihr da mit Camper Freude habt,
es ist toll zu schauen, ein irren Blick auf Lüderitz,
aber schlafen würde ich da freiwillig,
auch im Camper nicht mehr.
Viele Grüße,
Beate
katja999Themenstarter387 Beiträge · seit 200924. Nov. 2009 · #55Hallo Beate,
gerade habe ich noch einen Blick in deinen Reisebericht geworfen. Das hört sich ja wirklich nicht so toll an mit Lüderitz.
Außerdem habe ich gelesen, dass ihr auf dem Mesosaurus Camp übernachtet habt und auch am "offiziellen" Köcherbaumwald wart. Ich überlege, ob es reicht, wenn man sich die Gegend rund ums Mesosaurus Camp anschaut oder ob man auch die Ecke mit Giants Playground etc. gesehen haben sollte. Ihr wart ja offenbar von der Mesosaurus-Gegend mehr angetan...
Lohnt eine Fahrt nach Walvis Bay nur um Vögel von weitem zu sehen? Im Moment denke ich, wir sollten besser ganz auf Walvis Bay verzichten.
Laut deinem Bericht reicht für die Ecke rund um Twyvelfountain ein halber Tag...
Gruß
Katja
eggitom1'247 Beiträge · seit 200924. Nov. 2009 · #56Hallo Katja
schön zu sehen, dass der Thread wieder beim eigentlichen Thema gelandet ist; hoffen wir, dass es so bleibt 😮
Zu Shark Island muss ich Beate unbedingt beipflichten. Wir waren im September dort im
Island Cottage (Achtung Link) und dies zum Glück! In Lüderitz kann der Wind ziemlich kräftig blasen, und da ist man für eine feste Unterkunft dankbar. Zeit für's Campen bleibt noch genug und schönere Plätze als denjenigen in Lüderitz findest du zuhauf!
Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir eine schöne Reise - und beneide dich natürlich auch ein wenig 🙁
Gruss Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)
Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende) SOSoutherndreamsGast24. Nov. 2009 · #57Hallo Katja,
wenn du nicht unbedingt die Geparden streicheln willst,
geh ins Mesosaurus Camp, es war Spitze, Gil ist ein Unikat.
Preislich gesehen war es mehr als ok,
wir hatten eine Privatführung ca. 2 Stunden
und durften dann überall noch alleine hin und Fotos machen.
Er nahm sogar unsere ganzen Kamera Akkus mit zur Farm zum Laden,
weil es im Camp nur Solar Strom gibt und wir letztes Jahr
keinen Power Inverter dabei hatten.
Twyvelfontein - ich würde ins Aba Huab Camp gehen,
das ist eine der Campsites, wo es sich lohnt,
zu campen (danke Tom)und mit Glück sind
Elefanten da und es gibt keine Zäune.
Im April ist das durchaus möglich.
Versucht jedenfalls vor 15 Uhr im (egal ewlchem) Camp zu sein
und fahrt dann die 5 oder 10 Minuten nach Twyvelfontein
nur ins Tal reinfahren, da kann man schon mal tolle Bilder machen.
Am nächsten Morgen, wenn ihr um 7:30 da seid,
reicht locker der halbe Tag, später würde ich
die Führung eh nicht mehr machen, je später es ist,
umso härter das Licht zum Fotografieren
und umso heißer ist es.
Um 7:30 hat man normalerweise einen Guide für sich.
Von mir ebenfalls eine schöne Reise,
Beate
katja999Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Mai 2010 · #58Hallo zusammen!
Auch wir sind wieder zurück.
Nachdem wir gleich am ersten Tag eine Autopanne hatten, hat alles prima geklappt.
Auf Shark Island hatten wir Glück mit dem Wetter. Es war nicht zu kalt zum Übernachten. Aber wir waren die einzigen auf dem großen Platz, das war schon ein komisches Gefühl. Aber es gab ja einen Wachmann am Tor... Am nächsten Tag haben wir dann noch ein anderes Pärchen getroffen, die dort übernachten wollten, dann wären wir zumindest zu zweit gewesen. 😉
Auch wenn mal längere Fahrtstrecken dabei waren, fanden wir die Tour insgesamt entspannt, keineswegs stressig. Wir hatten sogar zwischenzeitlich Zeit zum Lesen und für den Pool (falls vorhanden).
Würde das meiste beim nächsten Mal wieder so machen.
Hiermit möchte ich mich auch noch mal für all eure Tipps bedanken, die sehr hilfreich waren.
Ohne euch wären wir nicht auf die Tirasberge gekommen! Leider war es bei uns bewölkt auf der Fahrt zur Farm Koiimasis, so dass die Farben nicht so schön rauskamen. Aber ansonsten hatten wir eigentlich klasse Wetter!
Viele Grüße
Katja