TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200908. Okt. 2009 · #1
hallo! bin neu hier und hoffe, dass ich hier einige infos bzgl tanzania bekommen kann. wir planen für nächstes jahr oktober 3 wochen tanzania. wir möchten auf den kilimajaro, dann wollen wir noch eine kleine safari machen - max 5 nächte. glaubt ihr, dass das zu kurz ist? dann wollen wir noch nach sansibar baden. hat jemand hotel / bungalow tipps? hat jemand erfahrung mit safari anbietern, die man empfehlen oder ablehnten sollte. ist es ein problem, sich ein auto zu mieten und alleine herum zu fahren. hat jemand tipps bezgl lodge oder camping safari oder ist das einfach nur geschmacksache? gibt es tipps bezgl safari - wo man unbedingt hin sollte und glaubt ihr, dass 5 nächte zu wenig sind? ich bin mir nicht sicher, ob das nicht zuviel programm für 3 wochen ist und hoffe auf eure erfahrungen danke und lg aus tirol!
Irgendwie habe ich den Eindruck, so richtig durchgeplant habt ihr das noch nicht>
Besteigung via Marangu Route (7 Tage) Besteigung via Machame Route (8 Tage) Besteigung via Umbwe Route (8 Tage) Besteigung via Lemosho Route (9 Tage) Besteigung via Rongai Route (8 Tage)
Erfahrungsgemaess geht es schief, wenn ich ankommt und gleich die Besteigung in Angriff nehmt (auf dem Kili war ich noch nicht - aber auf genuegend anderen sehr hohen Bergen). Flug und Klima sind konditionskiller und wir haben es immer so gemacht.
Flug - ein bis zwei Tage Akklimatisation - dann Besteigung der Berge begonnen.
Im Falle des Kili wuerde sich der Arusha National Park anbieten. Safari und evtl. den Mt Meru als Eingehtour. Wenn ihr wieder vom Kili wieder untern seit, wuerde ich in die Serengeti fuer 3 - 4 Tage fahren. Zansibar am Schluss ist der wohlverdiente Ausklang fuer die Muehen.📎 phpvhawyl
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200808. Okt. 2009 · #3
Hallo Tirolerin,
Wir waren mit dem Pongwe Beach Hotel auf Zansibar sehr zufrieden. Es liegt 35 Kilometer von Stone Town entfernt und hat einen wunderschönen Strand. Hier der Link: www.pongwe.com
Wenn Du dich ausruhen möchtest empfehle ich Dir nicht den Ort Nungwe im Norden. Er wird hauptsächlich von Italienern besucht und da ist echt was los!
Achtung wenn Ramadan auf der Insel. Der Service lässt überall nach.
eine ähnliche Reise habe ich im Januar 2007 gemacht. Sehr gute Erfahrung habe ich mit der Firma Afromaxx gemacht. Afromaxx sind zwei junge Deutsche (Madeleine und Alexander) die vor Ort in Moshi leben und recht flexibel alles für dich organisieren wie du es dir vorstellst. Schau einfach mal auf deren Seite nach. www.afromaxx.com
Wir sind über die Maranguroute aufgestiegen (weil wir am Berg nicht Zelten wollten und die Marangu die einzige Route mit Hüttenübernachtung ist), danach schloss sich eine 7-tägige Safari an (Manjara NP 1Ü, Serengeti 2Ü, Ngorongoro 1Ü, Lake Easy 1Ü, und Tarangire NP 1Ü. Die letzten 5 Nächte verbrachten wir in einem sehr schönen Hotel (Zansibar Safari Club) an der Ostküste Zansibars.
Im folgenden Link kannst du dich sehr gut über alles was den Kilimanjaro betrifft informieren, hier gibt es auch ein sehr gutes Forum, das sich speziell mit dem Kilimanjaro befasst: www.mount-kilimanjaro.de/
Zum Schluß möchte ich dir zum nachlesen noch den richtigen Reiseführer empfehlen. Mit dem Kunkler erwirbst du das wohl für diese Reise beste Buch. www.tom-kunkler.de/
PS Im Oktober ist in Tansania Regenzeit und eignet sich nicht für eine Kilimanjarobesteigung
Gruß Bernd
AfricaDirect1'271 Beiträge · seit 200709. Okt. 2009 · #5
Hallo,
leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, nach Tanzania zu fahren zu dürfen, aber wir haben schon Pläne für 2010.
Falls Du einigermaßen der englischen Sprache mächtig bist, kann ich Dir das www.tripadvisor.com Forum empfehlen. Dort gibt es ein sehr aktives Tanzaniaforum, in denen es auch diverse Tipps zu lokalen Anbietern und zu Zanzibar, Safari und Kilimanjaro Besteigung gibt.
Ich hoffe, dass es ok ist, auf ein anderes Forum zu verweisen, wenn nicht bitte löschen und Entschuldigung.
TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200912. Okt. 2009 · #6
hallo zusammen! vielen dank für die guten tipps! die reise ist natürlich noch nicht gut durch geplant - nur mal schattenhaft umrissen. ich habe sämtliche reiseanbieter bereitss kontaktiert - von afromaxx - die von vielen empfohlen werden über leopard tours, moja travel,... habe auch englische anbieter angeschrieben - mal schauen - es kommt mir so vor,dass alle das gleiche - auch die selben unterkünfte -anbieten
kann mir jemand etwas abseits der "trampelpfade" im norden empfehlen? langsam bin ich schon dabei alles neu und anders zu planen 🙂
ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass sich sanzibar nur schlecht zum schwimmen eignet - wg der starken ebbe - stimmt das?
sonst bin ich dankbar für jeden tip und verbesserungsvorschläge! verschneite grüße aus tirol!
TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200912. Okt. 2009 · #7
hallo andreas! dein eindruck stimmt natürlich - tanzania ist eher eine spontane idee gewesen und ich habe mich sofort halb über kopf in die reiseplanung gestürzt - obwohl ich sonst gar nicht so der typ für reiseplanung bin 🙂 ich habe mir das schon so vorgestellt, dass wir nach dem flug - direkt zum kilimanjaro airport - 1 - 2 tage akklimatisieren und dann auf den berg gehen. trotzdem wir tiroler sind ist mein freund nicht 100% schwindelfrei und deshalb werden wir die klassisch überlaufene? route nehmen. dann denke ich den ersten safari tag eher relaxed anzugehen und insgesamt 5 nächte safari zum machen. dies denke ich auf 2 unterkünfte zu reduzieren um das ganze nicht zu stressig zu planen. anschliessend noch nach sansibar baden, da ich nur wenig infos über die küste tanzanias finde. danke für deine tipps und wenn dir noch was einällt - gerne lg, tirolerin
TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200912. Okt. 2009 · #8
hallo bernd - danke für deine tipps. wie hast du die unterkünfte bei der safari gefunden? möchte 5 nächte in max. 2 unterkünften bleiben und nicht ständig wechseln. kannst du mir da was empfehlen, wo es dir besonders gut gefallen hat.
danke und lg
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200812. Okt. 2009 · #9
Hallo Tirolerin,
Es stimmt schon die Ebbe ist schon stark auf Zanzibar, besonders an der Ostküste. Für mich war es aber kein Problem. Schwimmen kann man schon immer aber manchmal muss man halt ein Stück laufen. Wenn Dir das Schwimmen aber so wichtig ist, schlage ich Dir vor im Norden, in Nungwe zu übernachten. Die Ebbe ist da viel geringer.
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200912. Okt. 2009 · #10
Oktober ist für Tanzania eine ungünstige Reisezeit. Die Migration ist im Norden, eventuell noch in Kenia. Somit sind die großen Tierherden nichtin der Serengeti zu finden. Ich kann Dir nur zu Lodges in den Nationalparks raten, da Du nur so die fotografisch interessanten Morgens- und Abendstunden nutzen kannst.
Zanzibar: In Stone Town kann ich das Dhow Palace Hotel empfehlen. Es ist ein altes arabisches Handelshaus und ganz nett eingerichtet. Nicht empfehlen kann ich die Nordspitze. Dort gibt es keinen Sandstrand. Bei Flut ist das Wasser so stürmisch, dass man an den scharfkantigen Ufer nicht baden kann. Bei Ebbe, ist das Wasser weg, da ist auch nix mit baden. Wir mussten mehrere Stunden am Strand entlanglaufen, um eine Badestelle zu finden. Wobei die einsetztende Flut einen schnell den Rückweg versperren kann.
SQsquirrel111 Beiträge · seit 200612. Okt. 2009 · #11
Als authentischere und ruhigere Alternative zu Zansibar würde ich Dir http://www.mafiaisland.com/ empfehlen. Soo schlecht ist's im Oktober nicht, die ersten Rückwanderungen und Crossings beginnen anfangs Oktober. Der Norden der Serengeti zwischen Lobo und dem Mara River ist eh empfehlenswert, weil einsamer und wilder als die Touripfade rund um Seronera.
hi tirolerin, ich war schon 2 mal auf dem kili. das erste mal über Rongei rauf und Marango runter. Marango würde ich nie wieder machen. (Coca Cola Route mit hunderten von Menschen. Das zweite Mal über Machame. war insgesammt die schönere tour, auch nicht anstrengender und in 6 tagen zu machen. Anschließend haben wir eine woche Manjara NP, Serengeti und Ngorongoro gemacht. Am besten Ihr bucht ein Komplettpacket (wenn ihr nicht selbst fahren wollt) mit einem fahrer für die gesammte Zeit. Anbieter gibt es genügend in Arusha. Ja, und dann zum relaxen nach Sansibar. 3 Wochen Traumurlaub sind euch gewiss. Viel Spaß Tom
TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200913. Okt. 2009 · #13
Hallo! danke für die guten tipps! das problem für die kili besteigung sollte nicht unbedingt die kondition sein, sondern, dass mein freund nicht 100% schwindelfrei ist und zB ausgesetzte stellen nicht probelmlos überqueren kann... deshalb hätten wir uns für die standard route entschieden. schwimmen auf zanzibar ist mir nicht enorm wichtig, aber schlecht wäre es auch nicht. primär wollen wir tauchen und relaxen.
die geschichte bezgl schlechte reisezeit oktober macht mich etwas nervös, da es für uns beruflich im oktober ideal wäre 3 - 4 wochen zu fahren. ansonsten wollen wir die tour organisiert machen, selberfahren machen wir dann beim 2. mal... 🙂 ich bin weiterhin froh um jeden tip und freue mich schon auf neue anregungen von euch! lg aus dem verschneiten tirol
Geopard378 Beiträge · seit 200713. Okt. 2009 · #14
tirolerin schrieb:
...mein freund nicht 100% schwindelfrei ist und zB ausgesetzte stellen nicht probelmlos überqueren kann... deshalb hätten wir uns für die standard route entschieden.
Hallo Tirolerin,
eine sogenannte Standard Route gibt es am Kilimanjaro nicht. Die populärsten Strecken unterscheiden sich nicht dadurch, das die Schwierigkeit sehr weit auseinander liegt oder man auf manchen Strecken extrem Schwindelfrei sein müsste. Kletterpartien bei denen alpine Kenntnisse notwendig sind gibt es am Kilimanjaro nicht.
Auch ist es zumindest heute nicht mehr so, dass, wie von Tom geschrieben, die Marangu-Route so überlaufen wäre und die Machame nicht. Mittlerweile hat sich das Bild gedreht. Aufgrund der steigenden Zahl der Leute die auf den Berg hinaufwollen, den aber nur begrenzt zur Verfügung stehenden Betten in den Maranguhütten, weichen immer mehr Wanderer auf die anderen, insbesondere die Machame-Route aus. Die Einsamkeit, die du in der Kibowüste auf der Marangu erleben kannst wirst du auf der Machame nicht mehr finden.
Die meisten Leute scheitern am Kilimanjaro nicht an der Kondition, (auch wenn davon reichlich vorhanden sein sollte) oder an schwierigen Passagen, sondern an der Höhe in der man sich dort bewegt. Wie die Höhe wirken kann und wie man am besten damit umgeht, darüber solltest du dich mal etwas genauer informieren. Ich hatte in einer vorherigen Antwort an dich schon einmal den Reiseführer von Tom Kunkler erwähnt. Ich denke der wäre bei deinem Vorhaben eine gute Investion.
In meinem Buch "Die Droge Afrika" habe ich etwas zu den Routen geschrieben. Diese Passage zitiere ich hier:
aus Die Droge Afrika
Der Kilimanjaro kann über mehrere unterschiedliche Routen bestiegen werden. Die bekanntesten Routen sind:
Wesentliche Unterschiede zwischen den Routen bestehen in erster Linie in der Besteigungsdauer, in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und in der Art der Übernachtung. So wird zum Beispiel auf der Maranguroute in festen Betten, in Hütten übernachtet. Alle anderen Touren sind Zelttouren. Die Marangu gilt neben der Rongairoute, die meist von kenianischer Seite aus genutzt wird, als der leichteste Aufstieg. Ihr größter Nachteil ist die Tatsache, dass für Auf- und Abstieg der gleiche Weg benutzt wird. Früher galt die Maranguroute, vermutlich wegen der komfortableren Hüttenübernachtung, als sehr beliebt und damit als sehr stark frequentiert. Nachdem aber immer mehr Touristen den Kilimanjaro besteigen wollen, hat sich das allerdings etwas relativiert. Die Plätze sind aufgrund der vorhandenen Bettenkapazität begrenzt, so dass die Wanderer auf andere, zum Beispiel auf die auch sehr beliebte Machameroute ausweichen müssen. Diese sehr schöne, vor ein paar Jahren noch einsame Strecke, ist heute weitaus überlaufener als die Maranguroute. Die Lemoshoroute ist die längste Route und gilt als eine der Schönsten. Aufgrund ihrer Länge ist man auf dieser Route zwei Tage mehr unterwegs, was eine bessere Akklimatisation zur Folge hat. Die dadurch entstandene, längere Verweildauer am Berg erhöht die Chance den Gipfel zu erreichen. Die Umbweroute gilt als die schwerste Route und sollte nur von sehr konditionsstarken Wanderern begangen werden.
Gruß Bernd
TItirolerinThemenstarter6 Beiträge · seit 200913. Okt. 2009 · #15
hallo bernd! wie immer danke für deine tipps. das die höhe nicht zu unterschätzen ist, ist mir vollkommen klar - war in ladakh, neapl und südamerika bereits über 6000m trekken. dort haben wir bei jeder neuen 1000er stufe einen gemütlichen tag zum akklimatisieren gemacht. ich habe öfters gelesen, dass man abseits der Marangu Route kletttertechnisch erfahren sein soll und ausgesetzte stellen zu überwinden sind. das war unsere hauptmotivation diese route zu nehmen. in der hütte schlafen ist für uns nicht wichtig. warst du auch auf dem mt meru? ist dieser mittlerweile auch schon "überlaufen" - wie man es ständig über den kilimanjaro liest?
ich werde mir jetzt wirklich deinen klunkler vornehmen. danke und lg
Hallo, Namibia-Forum Kilimanjaro? Nun auf dem Rückflug von Namibia habe ich eine Promo über den Kili gesehen und keine 1 1/2 Jahre später war ich auf dem Kibo.
Hier mein kurzes Feedback. Mt. Meru halte ich für Geldmacherei. Einfach schön langsam hoch auf den Gipfel.Das geld gibst Du lieber für eine Nacht auf dem Krater aus. Das ist ein Spass, einfach nur eine Stune zum Gipfel, wenn alle anderen um Mitternacht losgetiegert sind. "Der Weg ist das Ziel, also lieber am Tag, da sieht man mehr
Zur Schwierigkeit: Diese Breakfast-Wall, sollte die auf Deinem Weg liegen, ist ungesichert nicht zu unterschätzen. Ordenliche Reiseanbieter bieten Ihren Kunden zumindest an 2-3 Stellen Sicherungsseile. Überleben kann man es aber auch so. Die Regel ist: Spät starten, dann ist der gefrohrene Tau geschmolzen.
Ansonsten, alles easy: Eine Überlegung zum Thema Schuh: Bergschuh oder Treckingschuh? Unten im Schlamm ist der Bergschuh rutschig, aber egal, oben bist Du dankbar wenn Du auch blanken Steinplatten stehst und der Bergschuh hält.
Also: Wenn dann scheitert man: An fehlender Kondition (das ist kein Spass), Durchhaltevermögen, schlechter Ausrüstung oder Durchfall.