Die spinnen, die Südafrikaner

44 Antworten · 10,2k Aufrufe · gestartet 15. Juli 2009 von Rodrigo
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49 Beiträge · seit 200916. Juli 2009 · #21
Hallo Miss Ellie, du lebst auf reunion? Warst du vielleicht um Ostern herum auf der Amani Lodge und bist von dort nach Swakopmund gefahren? Wenn ja, haben wir uns dort auf dem game drive kennengelernt. Gruß aus Düsseldorf
49 Beiträge · seit 200916. Juli 2009 · #22
Hallo Miss Ellie, du lebst auf reunion? Warst du vielleicht um Ostern herum auf der Amani Lodge und bist von dort nach Swakopmund gefahren? Wenn ja, haben wir uns dort auf dem game drive kennengelernt. Gruß aus Düsseldorf
1'247 Beiträge · seit 200916. Juli 2009 · #23
das ganze wäre ja eigentlich zum lachen, wenn es nicht einige Leute gäbe, die es tatsächlich ernst nehmen:S

Hat schon mal einer versucht, bei der Einreise in die USA in einem Zollformular eine 7 (Zahl sieben) mit eingefügtem Querstrich zu schreiben (übliche Schreibweise in der Schweiz, um die sieben von der eins zu unterscheiden). Der Zollbeamte - ob schwarz oder weiss, Frau oder Mann - schickt dich zurück - im schlechtesten Fall ans Ende der Schlange - und will ein komplett neu ausgefülltes Formular von dir😠

Auf die Gefahr hin, dass ich nun wieder angepflaumt und als Touri und Gutmensch bezeichnet werde (was ich zweifellos bin:) ): Pauschalurteile sind grundsätzlich IMMER falsch! Mir gegenüber steht ein Individuum, das je nach Situation, Wissen und Gefühlslage agiert (oft auch einfach reagiert!?). Mit Rassismus oder was auch immer hat das erstmal überhaupt nichts zu tun.

So, und jetzt könnt ihr auf mich einhacken😘
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
236 Beiträge · seit 200716. Juli 2009 · #24
Hallo Helmar,

das hatte nichts mit Trinkgeld zu tun... also beschreibe ich die Situation ausführlich.

Wir waren tanken irgendwo in Mpumalanga. Wir sind in die Tankstelle gegangen und haben uns in die Warteschlange hinten angestellt - wir waren die einzigen Touristen, was uns aber nicht wirklich aufgefallen war.
Auf einmal kam der "weiße" Tankstellenbesitzer aus dem Hintergund und hat eine neue Kasse aufgemacht. Er hat uns zugenickt, wir sind zum ihm an die Kasse gegangen und haben bezahlt. Danach wurde die Kasse wieder geschlossen. Das haben wir aber erst beim Herausgehen bemerkt.
Wir haben beim Herausgehen auf einmal bemerkt, was gerade geschehen war und waren zugegebenermaßen geschockt. Irgendwie haben wir die Situation total falsch verstanden, da es in Deutschland ja auch üblich ist, wenn die Warteschlangen zu lang werden, dass eine zusätzliche Kasse aufgemacht wird.
Leider konnten wir ja den Vorgang nicht wieder rückgängig machen, haben uns aber geschworen, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert. Wir waren einfach zu naiv.

Natürlich haben wir viel von Einheimischen erfahren, dass die "schwarze" Regierung nur noch die "schwarze" Bevölkerung bevorteilt - egal wie qualifiziert sie sind und wenn man mit offenen Augen durch Südafrika fährt, bekommt man wirklich so einiges mit, wie es mit dem Land teilweise bergab geht, weil Machtgehabe und Korruption an der Tagesordnung ist.

@ Emanuel: Natürlich sehen deine Bekannte, die 40 Jahre in Südafrika leben die Mißstände. Ich unterstelle ihnen jetzt mal, dass deine Bekannten nicht führend bei dem Apartheidsystem beteiligt waren. Trotzdem ging es ihnen als weiße Bevölkerung in der Zeit verdammt gut. Und es ist ganz natürlich, dass sie die Verhältnisse von früher als "besser" empfinden. Aber wenn man einmal gesehen hat, wie die schwarze Bevölkerung in der Zeit gelebt hat, unterdrückt und verfolgt wurde, dann kann man heute so einiges verstehen. ABER NICHT TOLERIEREN! Wir haben sehr viele "Weiße" in Südafrika kennengelernt, die ähnlich wie deine Bekannten argumentiert haben. Sicherlich hat man einerseits Verständnis für ihre Situation und kann es nachvollziehen, dass man selber auch nicht diskriminiert werden möchte. Aber wie schon erwähnt: Viele haben das "weiße" System toleriert und dabei gut gelebt.

Außerdem ist der Rassismus zwischen "Schwarz" und "Weiß" nicht unbedingt mehr das Hauptproblem, sondern die Aggression der vermeintlich benachteiligten, armen Bevölkerung in den Townsships richtet sich jetzt gegen die "schwarze" Upper Class! Es ist einfach so, dass sehr viele Menschen, um ihr Überleben kämpfen und leider sind ihnen da häufig jede Mittel Recht!

Trotzdem stelle ich mal jetzt eine These auf: Wie lange hat es in Deutschland gedauert, bis eine stabile Demokratie entstanden ist?! Und jetzt überlegt mal, wie lange Südafrika Zeit gehabt hat?!!

Ich hoffe inständig, dass das Land und die Menschen die großen Herausforderungen bestehen, und dass es ihnen gelingt, einen gewissen Wohlstand in alle Bevölkerungsgruppen zu bekommen. Es wird ein langer und steiniger Weg werden. Trotzdem glaube ich nicht, dass das Land und die Zustände mit Zimbabwe zu vergleichen ist/sind.

Ich halte nur das Vordrängeln in Warteschlangen und die mangelhafte Bürokratie nicht als die geeignetesten Argumente, um die wahren Mißstände in Südafrika aufzuzeigen, weil sie in meinen Augen trivial sind und dir so etwas auch hier in Deutschland passieren kann. Das Land Südafrika hat ganz andere, riesengroße Probleme, von denen wir hier in Deutschland nicht das geringste verstehen. Ich mag auch keine Pauschalisierungen, auch wenn die Ereignisse an der Tagesordnung in SA sind.

Wir können nicht unsere Maßstäbe in Afrika anwenden! Wir haben andere kulturelle, soziale und historisch gewachsene Hintergründe, die sich in keinster Weise mit denen in Afrika vergleichen lassen.

Ich bin der Meinung, wenn man mit den Zuständen vor Ort nicht klar kommt, dann soll man andere Länder beurlauben.

Puh, ein schwieriges Thema. Aber wie schon gesagt, ich kann mir auch nicht anmaßen, hier die Weisheit gepachtet zu haben. Ist nur meine persönliche Meinung, die von persönlichen Erlebnissen geprägt wurde.

Gruß
Christoph
Tiefsandtaucher: Unser privater Reise- und Abenteuerblog für Individualreisende und Selbstfahrer mit vielen Reiseberichten aus dem südlichen und östlichen Afrika Blog: https://www.tiefsandtaucher.de Facebook: https://www.facebook.com/tiefsandtaucher/
Gast16. Juli 2009 · #25
Moin Christoph,
Trotzdem glaube ich nicht, dass das Land und die Zustände mit Zimbabwe zu vergleichen ist/sind.
Deinen Optimismus in allen Ehren, aber wo in Schwarzafrika sind die Ausnahmen? Botswana: ok. Ghana: Um Gottes Willen, von welcher Basis aus?
ALLE Parameter für Südafrika weisen nach UNTEN!
Wir können nicht unsere Maßstäbe in Afrika anwenden! Wir haben andere kulturelle, soziale und historisch gewachsene Hintergründe, die sich in keinster Weise mit denen in Afrika vergleichen lassen.
Auch Afrika lebt im Jetzt, muss im Jetzt leben. Für Afrika andere Maßstäbe anwenden zu wollen als für den Rest der Welt halte ich für dummes Zeug.

Gruß, Michael
1'715 Beiträge · seit 200616. Juli 2009 · #26
Hallo Christoph

Auch ich habe mal (vor 35 Jahren) für zwei Jahre von den Privilegien der Apartheid profitiert. Damals waren diese Bekannte eine Zeitlang meine Chefs.Im Jahr 2000 haben wir sie wieder besucht und waren erfreut wie sie die Abschaffung der Rassendiskriminierung begrüssten. So wie ich das Beurteilen kann haben sie auch vorher alle Angestellten anständig behandelt. Inzwischen sind sie aber deutlich weniger begeistert.Ich weiss nicht ob sie aktiv gegen das weisse Regime waren, resp. nehme an, dass sie wie die Mehrheit passif waren. Aber ich kann es ihnen nicht verdenken, denn das war auch für Weisse äusserts gefährlich.
Ich habe das damals auch gar nicht richtig richtig wahrgenommen, es war einfach so. Und für uns ja auch bequem und sicher. Man erfuhr ja praktisch nichts davon, die Zensur hat dafür gesorgt. Aus heutiger Sicht kann man sich das wohl auch kaum vorstellen, aber damals war das halt der normal Zustand. Nun schlägt das Pendel wohl zurück. Heute werden in Südafrika viele Kaderstellen mit Leuten aus dem ANC-Umfeld besetzt, die Qualifikation ist dann nur sekundär. Das hat aber zur Folge das junge, gut ausgebildete Südafrikaner auswandern.

Wie viele Deutsche und Schweizer haben sich gegen die Nazis aufgelehnt und muss man diese oder ihre Nachkommen dafür verurteilen oder gar benachteiligen.

Zum Glück hat die ANC bei den letzten Wahlen noch die Mehrheit der Stimmen erhalten, denn ich fürchte wenn dies einmal nicht der Fall ist, wird es auch keine Demokratie mehr geben. Die muss man nur solange tolerieren, wie man auch die Macht hat.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2009
236 Beiträge · seit 200716. Juli 2009 · #27
Hallo Emanuel,

ja, wie schon gesagt, ich kann vieles auch sehr gut nachvollziehen und verurteile auch keinen. Das mit der Qualifikation und der Besetzung der Stellen ist ein sehr großes Problem, dass Südafrika eher in die falsche Richtung treibt.

Wenn Du mal die Gelegenheit hast, besuche das Apartheidmuseum in Johannesburg. Uns ist wirklich ganz schlecht geworden, weil uns vieles auch nicht SO bewußt war. Das Museum ist übrigens sehr gut ausgeschildert und auch wenn es in Johannesburg liegt, relativ sicher zu erreichen.

Wir haben in Südafrika sehr viel gesehen und erlebt, da wir immer einen sehr engen Kontakt zu den Menschen vor Ort pflegen. Die einhellige Meinung vor Ort ist, dass der schlimmste bzw. kritischste Moment erst noch kommen wird: Der Tag, wenn Nelson Mandela stirbt. Dann wird sich zeigen, wie du unterschiedlichen Stämme reagieren werden, weil Nelson Mandela diese noch so einigermaßen "unter Kontrolle" oder besser zusammen hält.

Man kann nur hoffen, dass es einen guten Ausgang nehmen wird. Auch wenn die HIV Rate, Aufklärung, Korruption und die hohe Kriminalität nichts Gutes erwarten lässt.

@ Michael: Natürlich leben die Afrikaner im JETZT, aber die Afrikaner haben eine andere Mentalität und soziale Gefüge - das ist von Stamm zu Stamm schon verschieden.
Da greifen nicht die üblichen "Maßstäbe" bzw. Parameter, die wir hier in Europa für gut und richtig halten. Es geht doch in erster Linie darum, die Bevölkerung vor Hunger, Krankheiten und Kriminalität zu bewahren.
Was ich nur damit sagen wollte, dass ich mir nicht anmaße, das zu beurteilen, was nun richtig oder falsch ist. Diese Themen sind sehr komplex und schwierig.

Trotzdem lieben wir das südliche und östliche Afrika und wir unterstützen auch zahlreiche Hilfsprojekte. Auch hier denken wir positiv und gehen einfach davon aus, dass die Hilfe auch ankommt. Und das machen wir nicht, weil wir unser Gewissen beruhigen wollen, sondern weil wir immer noch an das "Gute" im Menschen glauben und weil wir hier in Europa das Glück haben, in einer exponierten, wohlhabenden Gesellschaft aufwachsen zu dürfen.

Unsere Probleme sind meistens "Luxusprobleme" - wie auch die von Wolf Rüdiger - im Gegensatz zu den Problemen, die die Bevölkerung in Afrika täglich erleben und ertragen muss. Deshalb habe ich mich hier zu Wort gemeldet.

Gruß
Christoph
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781 Beiträge · seit 200716. Juli 2009 · #28
La Leona schrieb:
Vorige Woche habe ich mein Auto verkauft. Privat. Hier schildere ich den unumgehbaren bürokratischen Weg welchen ich als Verkäuferin eines Gebrauchtwagens gehen musste.
Ogott, La Leona, wir wollen doch auch unser Auto verkaufen....😐

Hat sich das so in NAM oder in SA abgespielt?

Gruß,
Antje
5'479 Beiträge · seit 200916. Juli 2009 · #29
YoshikawaNeu schrieb:
Auch Afrika lebt im Jetzt, muss im Jetzt leben. Für Afrika andere Maßstäbe anwenden zu wollen als für den Rest der Welt halte ich für dummes Zeug.

Dann üb Dich schon mal in Fleiss, Demut und Selbstaufgabe. In Asien gelebte und wirtschaftlich sehr erfolgreiche Maßstäbe.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'723 Beiträge · seit 200916. Juli 2009 · #30
@ulrike ,

jupp das waren wir .. ein bisschen off-topic aber schoen euch hier wieder zu treffen...
schreib doch mal ne pm...

viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
843 Beiträge · seit 200817. Juli 2009 · #31
@La Leona: ich wolte Dich auch fragen, wo Dir das passiert ist (in Argentinien oder in Afrika)? Egal, trotzdem interessant, was es alles gibt... .

@eggitom: kann ich nur bestätigen. Bei der Einreise von CAN in die USA sind wir als Mitarbeiter einer US-Fa. von den schwarzen amerikanischen Immigrationsofficers extrem unfreundlich behandelt worden. Und das z. T. nur, weil einige die "7" "falsch" geschrieben hatten, oder das Datum nach europäischer Manier. Das hat mich damals geschockt, und ist für mich ein Beispiel, dass einem augenscheinliche "herkunftsbedingte Benachteiligung" überall passieren kann.

Klar ist das ärgerlich, was Wolff-Rüdiger passiert ist.
Aber - bezogen auf das 2te Beispiel mit dem Briefmarkenkauf, oder sein früheres Beispiel mit dem Park fee für das Namib Rand Reserve - was können die Frauen hinterm Tresen dafür, dass ihre Schulausbildung offenbar nicht gut war? Da liegt doch die "Wurzel allen Übels"!
Wir haben auch ähnliche Sachen bzgl. Rechnen und Rechtschreibung in Afrika erlebt, wobei es nicht um so etwas Gravierendes wie eine Verlängerung der Zulassung ging. Wir waren auch genervt, haben innerlich die Augen verdreht etc., aber im Endeffekt tut mir das für die Betroffenen voll leid. Das war denen z.T. auch total unangenehm. Einem Freund von mir (über 50) geht es ähnlich, und daher kriege ich immer wieder mit, wie besch... das ist.
Nebenbei: Meine Mutter gibt Migrantenkindern Nachhilfe in Mathe und Deutsch - uiuiui, da könnte ich Euch Sachen erzählen... . Die sind nicht wirklich anders als in Afrika (eher schlimmer), was die nicht vorhandenen Fähigkeiten in diesen Fächern betrifft. Und, wir sind hier in Deutschland, nicht in der RSA.

Was ich hier auch noch nicht gelesen habe, mich aber interessiert: War die Frau in der Zulassungsstelle nun im Recht?

LG
Dirk
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39 Beiträge · seit 200917. Juli 2009 · #32
Hallo erstmal,

um noch mal zu einem Ausgangspunkt zurückzukommen:

Die Aktionen mit dem Taschenrechner um 3 x 5,- Dollar auszurechnen, und die 5,- Dollar Wechselgeld bei Zahlung mit einer 20er Note, erleben wir hier auch regelmäßig. Wir schauen uns dann noch immer ganz fassungslos an! Für uns gibt es zwei denkbare Erklärungen: Die geistige "Beweglichkeit" der Menschen hier ist eine andere (Afrikakenner werden verstehen was ich meine!), und / oder der Taschenrechner wird hinzugezogen, um die Korrektheit der Transaktion zu untermauern.

Eine der besten Formulierungen, die ich bisher hier gelesen habe: "Auch Afrika lebt im jetzt!"
Genau so ist es! Die modernsten Handys, die neusten Toyotas, Surround-System und DVD fast Standart ab mittelgroße Hütte, Internet-Cafés, Handynetz an fast allen Fernstraßen, usw. Das 21. Jahrhundert ist auch in Afrika. Jetzt! Nur wenn es darum geht, Geld abzuzocken ist der Koloniallismus eine dankbare Sache. Und wenn es darum geht, der Ehefrau im Suff mal wieder die Fresse zu "richten", oder die süße Nichte mal eben in einer schmuddeligen Ecke herzunehmen, oder wenn nur restlos verstümmelte Frauen wirklich "reine" Frauen sind, dann werden die Traditionen ganz groß geschrieben! Es wird ja akzeptiert, denn es passiert ja in Afrika!
Leute, sind wir wirklich alle gleich? Wer kann so laufen wie ein Nordkenianer? Wer ist so klein wie ein Pygmäe? Wer kann soviel essen wie ein Buschmann? Wer überlebt soviel Malaria wie die Leute am Victoria-See? Und wer ist so korrekt wie ein Deutscher? Sind wir wirklich alle gleich? Oder gehört nicht schon Kultur, Mentalität, Herkunft, usw. auch zum Individuum? Ich glaube, in Zukunft werden noch nicht einmal die Terminator alle gleich programmiert...

LG, Jens
5'479 Beiträge · seit 200917. Juli 2009 · #33
Jens Frautschy schrieb:
der Taschenrechner wird hinzugezogen, um die Korrektheit der Transaktion zu untermauern.

Meiner Kenntnis nach ist das in den allermeisten Fällen der Grund.

Und seien wir mal ehrlich. In Deutschland ist das auch nicht anders. Nur haben wir schon technisch enorm aufgerüstet. Bei uns ist es nicht mehr ein einfacher Taschenrechner sondern eine Hightech Computerkasse. Die zeigt dem VerkäuferIn auch, dass ich 4,-€ retur bekomme, wenn ich das 1,-€ Eis mit einem 5,-€ Schein bezahlt habe.

Wir sollten uns in Europa nicht immer überhöhen. Wir rechnen nicht besser, sondern haben nur das bessere Equipment.
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38 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · #34
hallo wolf-rüdiger und auch hallo an all die anderen,

mein "na und" sollte eigentlich heißen "na und was hast du jetzt mit deinem auto gemacht?"

da hat sich ja mal wieder eine spannende diskussion entfacht. spannend deshalb, weil die stimmen derer immer lauter werden, die kritsche ansichten über africa und die schwarzen dort schreiben und die anderen, die pseudointellektuell so tun, als wäre alles nur ein einzelfall, immer weniger werden. ich erinnere mich an frühere threads.

NEIN! wir sind nicht alle gleich!!! ich bin noch nicht mal so wie mein nachbar, geschweige denn wie irgendein afrikaner. die hamburger sind nicht wie die bayern, wessis nicht wie ossis, deutsche nicht wie schweizer usw. (ich mag übrigens alle).

als drittes möchte ich sagen, dass ich meinen letzten SA-aufenthalt schon anfang des jahres kommentiert habe. dort will ich nicht mehr hin. ich bedaurere diese entwicklung zu tiefst, denn der auswanderungswunsch war groß. NAM ist da sehr ähnlich und auch dort von der regierung gelenkt.
leider kann ich es nicht anders ausdrücken: die schwarze regierung, und damit auch die öffentlichen stellen, handeln rassistisch und diskriminierend gegenüber der weisen minderheit. sie machen das mit entsprechenden gesetzen und öffentlichen aussagen.(mugawe geniest hohes ansehen, besonders in NAM)

was ich mich frage bei der ganzen sache: was lief an dem tag schief im office? wie hat sich deine schwester verhalten? gibt es ein neues gesetz in deinem falle? was war mt dem amtsleiter? meine erfahrung in afrikanischen ämtern ist die, dass man immer viel zeit und eine große portion freundlichkeit und beharrlichkeit mitbringen muss, dann gehts fast immer fast alles.

schreib doch nochmal was zu dem letzten abschnitt. was ist denn jetzt?
wie gesagt. ich teile deinen frust über die abwärtsentwicklung in SA und NAM und wollte dich nicht reizen.

viele grüße

mondi
Themenstarter1'125 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · #35
@ Mondi
Wenn ich Dir unrecht getan habe, tut es mir sehr leid. Ich war in der Stimmung, so ein hingeflocktes 'Nau und' als sehr wegwerfend aufzufassen.
Wie ist's weitergegangen? Dürfte man eigentlich nicht öffentlich schreiben. Der Professor meiner Schwester ist 'Commissioner of Oath' (sagt man so?), der hat bestätigt, dass ich einen Eid geschworen habe, telefonisch halt, samt dem religiösen Zusatz. Erneutes Anstellen in der Schlange (zum dritten Mal, sie tat mir leid), dann hat's geklappt.
Ich weiß, es sind 'Luxusprobleme', wie mir jemand vorgeworfen hat. Alles sind Luxusprobleme, wenn man's mit dem Elend der Menschheit vergleicht. Aber ist einfach ärgerlich, wie man mit der Zeit anderer Leute umgeht; überflüssig wie ein Kropf. 16 Jahre ging's auch so, nun plötzlich dieser Aufstand. Ich fasse es immer noch als Schikane auf.
Aber ich finde interessant, was aus meinem kleinen Aus-der-Haut-Fahren geworden ist.
Danke für die vielen Meinungsäußerungen!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
38 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · #36
hallo wolf-rüdiger,

alles wieder gut.

viele grüße

mondi
2'612 Beiträge · seit 200717. Juli 2009 · #37
mondi schrieb:
...spannend deshalb, weil die stimmen derer immer lauter werden, die kritsche ansichten über africa und die schwarzen dort schreiben und die anderen, die pseudointellektuell so tun, als wäre alles nur ein einzelfall, immer weniger werden. ich erinnere mich an frühere threads...
Eine sehr interessante Interpretation.

Es würde mich freuen, wenn die Stimmen immer lauter werden...
Bye bye Forum
Themenstarter1'125 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · #38
@alle:
Ich habe das Thema aufgebracht, ich fand die auseinandergehenden Meinungen spannend - aber jetzt möchte ich den Wunsch äußern, das Thema zu begraben. Es hat sich erschöpft.
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
1'715 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · #39
Hallo WolffRuediger

Da war doch schon mal einer der die Geister die er rief nicht mehr los wurde!

Lass es einach laufen, wenn es ausartet wird der Thread durch den Admin gesperrt oder gelöscht wird:(

Gruss
Emanuel

Nachtrag: Dies ist nicht ernst gemeint und ich ruf nicht nach Zensur!
Ich habe auch nur geschrieben wenn es ausartet...
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2009
2'779 Beiträge · seit 200717. Juli 2009 · #40
Der Autoverkauf hat in Argentinien stattgefunden. Auch ein Land welches grosse Summen für seinen korrupten Staatsapparat benötigt.
Gruss Leona