3400 km in 17 Tagen

27 Antworten · 4'670 Aufrufe · gestartet 06. Juli 2009 von hippo66
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3'491 Beiträge · seit 200607. Juli 2009 · #21
Hallo Fritzmann,
dass Du hier postest, ist ja genügend Beweis dafür, dass man es so, wie von Dir geschildert machen - und überleben kann.B) Gestatte mir aber bitte dennoch eine etwas kritische Anmerkung, weil Dein Beitrag bei Namibia-Erstbesuchern den Eindruck erwecken könnte, man kann in Namibia ganz entspannt "mit 80 km/h dahinschweben" und dabei auch noch die Landschaft genießen. Keine Frage - ich kenne solche Strecken auch. Aber selbst dort würde ich davon abraten, es so zu tun, wie Du beschrieben hast. Es ist nicht die Verkehrsdichte, die einen zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt, sondern die Pad selbst. Die sehen so harmlos aus und stecken doch voller Überraschungen wie spitzen Steinen oder auch Dornen, manchmal auch die "netten" Aufwürfe durch die Straßenhobel, die einen zum Ausweichen nötigen. Plötzliches Ausweichen oder gar Bremsen aber ist eine sehr risikoträchtige Maßnahme, um vermeintlich Schlimmeres zu verhüten. Denn auf Gravelroad kommt ein Auto wegen der geringen Bodenhaftung sehr schnell ins Schlingern und bei geringer Erfahrung mit solchen Situationen in den Überschlag. Die weitaus meisten Verkehrsunfälle in Namibia geschehen ohne Fremdbeteiligung !! Weiter denke man an das "verkehrswidrige" Verhalten von Wild ! Und dann kommen noch die lieben anderen Autofahrer, die einen überholen und dabei Steine aufwirbeln, die durchaus eine Windschutzscheibe durchschlagen können.
Versteht mich bitte nicht falsch - ich will hier keine Furcht vor dem Autofahren in Namibia schüren.Ich möchte nur ein kleines Gegengewicht gegen allzugroße Sorglosigkeit auf den Pads setzen. Ich halte gesteigerte Aufmerksamkeit des Fahrers für unabdingbar und das ist gar nicht so einfach, weil die Streckenführung und der geringe Verkehr einen in falsche Sicherheit wiegen könnte.Außerdem ist man selbst als Fahrer infolge großer Wärme schnell etwas abgespannt. Wer unter diesen Umständen 400 km weggeschrubbt hat, hat einen harten Arbeitstag hinter sich - und sich ein kühles Windhoek Lager redlich verdient.:)
Gruß Joli
439 Beiträge · seit 200907. Juli 2009 · #22
joli schrieb:
Hallo Fritzmann,
dass Du hier postest, ist ja genügend Beweis dafür, dass man es so, wie von Dir geschildert machen - und überleben kann.B) Gestatte mir aber bitte dennoch eine etwas kritische Anmerkung, weil Dein Beitrag bei Namibia-Erstbesuchern den Eindruck erwecken könnte, man kann in Namibia ganz entspannt "mit 80 km/h dahinschweben" und dabei auch noch die Landschaft genießen. Keine Frage - ich kenne solche Strecken auch. Aber selbst dort würde ich davon abraten, es so zu tun, wie Du beschrieben hast. Es ist nicht die Verkehrsdichte, die einen zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt, sondern die Pad selbst. Die sehen so harmlos aus und stecken doch voller Überraschungen wie spitzen Steinen oder auch Dornen, manchmal auch die "netten" Aufwürfe durch die Straßenhobel, die einen zum Ausweichen nötigen. Plötzliches Ausweichen oder gar Bremsen aber ist eine sehr risikoträchtige Maßnahme, um vermeintlich Schlimmeres zu verhüten. Denn auf Gravelroad kommt ein Auto wegen der geringen Bodenhaftung sehr schnell ins Schlingern und bei geringer Erfahrung mit solchen Situationen in den Überschlag. Die weitaus meisten Verkehrsunfälle in Namibia geschehen ohne Fremdbeteiligung !! Weiter denke man an das "verkehrswidrige" Verhalten von Wild ! Und dann kommen noch die lieben anderen Autofahrer, die einen überholen und dabei Steine aufwirbeln, die durchaus eine Windschutzscheibe durchschlagen können.
Versteht mich bitte nicht falsch - ich will hier keine Furcht vor dem Autofahren in Namibia schüren.Ich möchte nur ein kleines Gegengewicht gegen allzugroße Sorglosigkeit auf den Pads setzen. Ich halte gesteigerte Aufmerksamkeit des Fahrers für unabdingbar und das ist gar nicht so einfach, weil die Streckenführung und der geringe Verkehr einen in falsche Sicherheit wiegen könnte.Außerdem ist man selbst als Fahrer infolge großer Wärme schnell etwas abgespannt. Wer unter diesen Umständen 400 km weggeschrubbt hat, hat einen harten Arbeitstag hinter sich - und sich ein kühles Windhoek Lager redlich verdient.:)
Gruß Joli
Ich habe heute vom frühen Morgen bis zum frühen Nachmittag 700 Kilometer auf deutschen Autobahnen gelitten - glaub mir Namibia ist dagegen das reinste Sanatorium. Da fahre ich gern 700 Kilometer am Stück. Dann steige ich aus und bin erholt. In Deutschland ist das nur Horror.
zuletzt bearbeitet 07. Juli 2009
439 Beiträge · seit 200907. Juli 2009 · #23
Allerdings würde ich auch nicht nochmal 8500 Kilometer in 25 Tagen fahren. Das ist tatsächlich zu viel. 3400 Kilometer in 17 Tagen sind aber voll ok. Das sind jeden zweiten Tag 400 Kilometer. Oder jeden Tag 200 Kilometer. Du bist als maximal vier bis acht Stunden inklusive Fotostopps und Pausen unterwegs wenn du ganz gemächlich fährst - also langsamer als 80.
6'152 Beiträge · seit 200607. Juli 2009 · #24
Hallo,

ob jeden zweiten 400 km oder jeden Tag 200 km
hängt doch wohl von den Tagesetappen ab, wo
übernachtet wird. Mich würden die Unterkünfte
interessieren, so kann man dann auch sehen
welche Tagesetappen zu fahren sind.
Gruss Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
41 Beiträge · seit 200907. Juli 2009 · #25
Hallo,
ich persönlich finde je weniger ich an Kilometer fahre umso mehr habe ich davon.
Für mich ist Namibia kein Land das man mit vielen Kilometern durchfahren sollte um möglichst viele Punkte "abhaken" zu können, sondern ein Geschenk für die Seele, das ich erst mit der Ruhe und Langsamkeit spüren kann. Erst wenn ich mir die Zeit nehme, mir Zeit zu lassen kann ich die Stille hören und die Weite des Landes mit den Augen spüren.
Das kann ich aber nicht, wenn ich mir täglich lange oder auch nur kurze Etappen vornehme und mich so immer wieder auf neue Menschen, Unterkünfte und Landschaften einstellen muss. Dabei fehlt mir die Zeit um zu entdecken, das Land zu riechen und auch die wichtigen kleinen Dinge zu erspähen.
Ich muss auch öfters mehrere Tage an einem Ort sein.
Mag sein, dass ich deswegen noch viele Urlaube brauche um das ganze Land gesehen zu haben, aber das stört mich nicht. Ich freue mich immer, wenn ich mir in der heutigen Zeit, in den wenigen Urlaubswochen die mir bleiben, den Luxus der Langsamkeit und des zur Ruhe Kommens leisten darf.

Grüße
Thomas
403 Beiträge · seit 200608. Juli 2009 · #26
Hallo

Wir waren sieben Wochen unterwegs und hatten gerade mal knapp 8000 km geschafft, allerdings muss ich erwähnen, dass wir halt oft einem Ort, wo es uns gefiel, 2- 3 Tage blieben.

Wie bereits hier schon oft erwähnt, ist ja das Fahren an und für sich keine Hexerei! Aber bei manchen fast unmögligen Strassen - + Padsverhälnissen grenzt es schon bald an ein Wunder überhaupt, das Ziel zu erreichen ( vorallem nach heftigen Regenschauer, und das kommt ja doch des öfteren vor.)
So hatten wir für eine Strecke von 100 km über vier Std. und auch dieses Jahr in Sambia hatten wir zum Teil haarsträubende Strecken zu bewältigen.
Von Strassenverhältnissen kann da schon gar nicht mehr gesprochen werden.

Aber auch das ist eine Erfahrung und zu sehen gibt es ja weiss Gott vieles, auch beim Schneckentempo!

😎 Gruss Margrit
85 Beiträge · seit 200808. Juli 2009 · #27
Bei meiner ersten Namibia-Tour 2003(2 1/2 Wochen) habe ich auch die große Rundreise gemacht(Windhoek,Keetmanshoop,Fish River, Lüderitz, Tiras-Berge, Soussusvlei,Swakopmund,Etosha und Waterberg).
Würde ich Heute nicht wieder machen; jeden Tag an einem anderen Ort übernachten, das bringt nichts.
Bei meiner diesjährigen Tour(3 Wochen) haben wir bei vielen Haltepunkten 3x übernachtet.Das war ok.
Du braucht mal einen Ruhetag, um die ganzen tollen Eindrücke zu verarbeiten.
Liebe Grüsse von mirabilis alias Hans Joachim Wallek Die Europaeer haben die Uhr; die Afrikaner haben die Zeit.
Themenstarter14 Beiträge · seit 200908. Juli 2009 · #28
Vielen Dank ... ihr habt mir sehr weitergeholfen, es bleibt bei der kurzen Runde und dafür intensiver.

GGLG

Andrea