Let´s do it like ... (Vorsicht Satire!)

50 Antworten · 17,1k Aufrufe · gestartet 26. Juni 2009 von Kokomiko
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Themenstarter323 Beiträge · seit 200726. Juni 2009 · #1
Liebe Freunde,

nachdem die Reiseberichte einzelner Member im Helden-Stil so großen Anklang finden, habe ich unsere letzte Kurzreise in den Süden von Namibia einmal etwas aufgepeppt. Ich hoffe, es gefällt:

Unsere erste Etappe führt in den wilden, fast unberührten Osten von Namibia. Auf einer unserer ersten Safariausfahrten findet unser erfahrener Guide tatsächlich die berühmten Elefanten von Okambara. Ganz vorsichtig nähert sich unser 4,2l Diesel-Landrover der kleinen Herde mit zahlreichen Jungtieren. Es ist große Vorsicht geboten, denn Kühe mit Jungtieren können extrem gefährlich werden. Wenn es brenzlig wird, rettet uns nur die schnelle Reaktion unseres Fahrers, denn eine Waffe hat er nicht dabei.



WARNUNG: Ich warne eindeutig dafür, sich Elefanten-Kühen mit Jungtieren zu sehr zu nähern. Dies ist nur erfahrenen Safariführern zuzutrauen. Uns schützt die Erfahrung aus schon 3 Tagen Afrikaaufenthalt in diesem Jahr.

Aber auch die eleganten Jäger der Steppe sind zu finden, wenngleich im hohen Gras nur für unsere geübte Augen auszumachen.


Zurück im bescheidenen Lager begegnen uns auch die scheuen Caracals. Kaum jemand bekommt diese herrlichen Katzen sonst zu Gesicht. Was sagt uns ihr Gesichtsausdruck? Sie sehen angespannt aus. Sehen Sie Beute? Sind etwa wir gefährdet? Wir sind erleichtert, als wir unsere bescheidene Hütte erreichen.




Freundlich erscheinende Eingeborene öffnen uns die Tore auch zu abgelegenen, selten besuchten Teilen von Namibia. Wir verriegeln alle Autotüren, meine Frau wirft sich über ihre im Innern unseres Nissan-6Zylinders liegenden Wertsachen. Angespannt passieren wir das Tor. In sicherer Entfernung hinterlassen wir einige Lebensmittel zur Unterstützung dieser armen Kinder. Natürlich achten wir darauf, dass die hinterlassenen Gaben kein Karies erzeugen und absolut „bio“ sind.

Der weitere Weg in den wilden Süden führt uns an Überbleibseln eines blutigen Krieges vorbei. Wir trauen uns nicht, das Gebäude zu betreten. Stören wir etwa die Ruhe der Toten? Nur ein schnelles Foto muss genügen.


Nach einer Zwischenstation nähern wir uns der Grenze nach Südafrika. Wir wollen in die wilde Kalahari. Gerüchte sprechen von einem nur selten besuchten Park im Grenzgebiet von Namibia, Südafrika und Botswana, dem früheren Betschuanaland. Alte Afrikareisende erinnern sich noch an dieses unberührte Gebiet im Herzen des Landes von dem schon Livingstone meinem Urururururonkel erzählte.

Wir nähern uns der Grenze...

Wird uns der militärisch gewandete Grenzposten durchwinken? Werden wir einer Leibesvisitation unterzogen? Oder weist man uns ab? Wer weiß, welche Gefahren die folgenden fünf Tage in der Wildnis bringen? Was werden wir sehen?

Wird fortgesetzt (wenn ich bis dahin immer noch nicht gesperrt bin). Oder lieber doch gleich einen neuen Thread? Und noch einen.... und noch einen...

Gruß
Wolfgang
(Duck und weg!);)
Gast26. Juni 2009 · #2
Hallo Kriwan,

mach bitte weiter. Ich bin gespannt!

Viele Grüße
1'287 Beiträge · seit 200826. Juni 2009 · #4
Kann man diese Reise buchen? 🙂

Gruß
Carl

P.S. Bitte unbedingt weiterberichten wie es Euch in der wilden Kalahari ergangen ist!
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
667 Beiträge · seit 200626. Juni 2009 · #5
Ich war vor Spannung atemlos! Und bitte baue auch mal von Däniken mit ein, damit auch meine Mutter wieder mitlesen will.
Warte ungeduldig auf Deine Fortsetzung!
Bist Du auch schon mal verboten ofroat gefahren? Schreib darüber, frag aber den Fahrer erst.
470 Beiträge · seit 200626. Juni 2009 · #6
Kriwan,

Du bist ja wahnsinnig. Erst setzt Du Dich leichtsinnig solchen Gefahren aus und dann gibst Du noch öffentlich im Internet damit an. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Was sollen denn die anderen Forumsleser denken? Hä?

Freue mich auf die Fortsetzung!

Happy Friday

Patrick

🙂
www.mywilderness.net
2'612 Beiträge · seit 200726. Juni 2009 · #7
Wolfgang,

Du musst mehr in die Breite gehen - mit den Bildern 😉

Wenn das der Noah - der Vater aller Tierschützer - noch hätte erleben dürfen...

Ich bin auf eine Fortsetzung gespannt.
Bye bye Forum
198 Beiträge · seit 200926. Juni 2009 · #8
Ich bin schon ganz aufgeregt und erwarte voller Spannung die Fortsetzung.

Wo kann ich als Afrika-Neuling in Windhoek denn Bio-Produkte kaufen? Gibt es in Namibia eine Kennzeichnungspflicht? Wie kann ich sicher sein, dass meine Gaben auch wirklich ökologisch wertvoll sind? Und sollte man die Lebensmittel nicht auf einer Decke oder einem Podest platzieren, sonst sind die mördermässigen namibischen Insekten noch vor den Kindern da.

Ingrid

P.s.: Aus welcher Tierhaut sind denn Deine Schuhe gemacht?
Ingrids Welt - Weltreisen und Fotowelt Reiseforum Weltweit Radio Weltmusik Volvo Offroad Oldies
298 Beiträge · seit 200926. Juni 2009 · #9
Hallo Kriwan,
ich hole gerne für dich den Thread nocheinmal nach oben, damit du es nicht selber machen musst..
Yes - so stelle ich mir die wahren Abenteuer und Abenteurer vor! Reisen, die wir uns niiie zutrauen würden!
Allerdings gebe ich Volker Recht: diese einmaligen Fotos müssen unbedingt detaillierter und viel größer für uns zu sehen sein.
Und ich hoffe ihr habt beim hinterlassen von Lebensmittelspenden nicht nur an die Eingeborenen gedacht sondern auch an all die putzigen Vierbeiner...
aber das folgt ganz sicher in deiner Fortsetzung, du hast uns wahrlich noch viel zu berichten.

andächtig lauschend... Paula
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann. Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
174 Beiträge · seit 200627. Juni 2009 · #10
Jepp, bitte mehr 🤩 frau muss schließlich wissen welche Gefahren auf sie lauern.

...und alles auf einen Blick angezeigt bekommen muss nun wirklich nicht sein 😄

Schönes Wochenende

Carmen
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2009
1'312 Beiträge · seit 200627. Juni 2009 · #11
Mensch Kriwan,

was ihr alles erlebt habt. Das gibt es doch gar nicht!!!
Bin süchtig auf ne rasche Fortsetzung. Genau soooo hab ich mir ein Abenteuer in Afrika vorgestellt.
Nur die Bilder sind ein bißchen mickerig. Mach sie größer😃 🤩 !

LG und ein schönes WE
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
378 Beiträge · seit 200727. Juni 2009 · #12
Für deine Fortsetzung habe ich schon eine Idee

Ich sag nur ein Wort : ALIENS!!!




alter Schwede bin ich gut! 😎
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2009
1'457 Beiträge · seit 200627. Juni 2009 · #13
ich liebe offtopic 😛

Ingrids Welt schrieb:
. . .
Wo kann ich als Afrika-Neuling in Windhoek denn Bio-Produkte kaufen? Gibt es in Namibia eine Kennzeichnungspflicht?. . .
im Südlichen Afrika hält der Biotrend vor Allem bei überdurchschnittlich Verdienenden Einzug und ist deshalb mittlerweile in Allen Woolworth Filialen im Sortiment. Selbst Pick und Pay zieht mit. Erster hat auch Projekte mit lokalen Farmern gestartet - immerhin ein Anfang finde ich, kann man bei Woolworth doch auch mal Italienische (!) Tomaten kaufen. . .
148 Beiträge · seit 200927. Juni 2009 · #14
Auf der Giribisflakte gibt es jede Menge...

...von grünen Männchen genutzte Raumschiffladeplätze....

...umgangssprachlich auch Hexen- oder Feenkreise genannt.

Und schon sind die Aliens im Spiel


WO BLEIBT DIE FORTSETZUNG?????

Grüßle
Max
0
1'287 Beiträge · seit 200627. Juni 2009 · #15
Danke Wolfgang für diesen siggifikanten Beitrag.
Klasse Steilvorlage.

Mit sonnigen Grüßen aus dem Abenteuerland
Carsten Möhle
Themenstarter323 Beiträge · seit 200727. Juni 2009 · #16
Liebe Freunde,
heute folgt der zweite Teil unserer Abenteuerreise ins unberührte Afrika. Ich freue mich über das unerwartete Interesse und verspreche weitere sensationelle Enthüllungen. 😄

Unsere Tour führt uns für fünf Tage in das noch fast völlig unerkundete Gebiet des Kgalagadi-Gemsbok-Transfrontier-Kalahari-Nationalparks. Wir beschließen, ihn künftig einfach KTP zu nennen. Ein Dankschreiben der Regierung von Südafrika über diese Verwaltungsvereinfachung liegt uns bereits vor. Vor uns liegen zwei Übernachtungen im Dachzelt (nur wir und die weite Natur. Werden wir die kalten Nächte überleben?) und zwei Übernachtungen in provisorischen Zeltunterkünften der Nationalparkverwaltung. Dort wurde zu unserer Sicherheit jeweils ein Ranger bereit gestellt. Das begrüßen wir auch ausdrücklich, denn wem sollten wir sonst unser 125mm Mörderteleobjektiv auf die Schulter legen, wenn wir auf Pirsch gehen?

Im Park erwartet uns eine extrem schlechte Piste, die wir nur mit unserem Vierradantrieb meistern. Etwa alle 20 cm ist ein kleiner Hügel zu erklimmen, der auf der anderen Seite etwa ebenso schnell abfällt. Dieser für uns völlig unerwartete Straßenzustand fordert bald seinen ersten Tribut. Unser Auto verweigert den Dienst! Das Fahrzeug zu verlassen ist viel zu gefährlich und streng verboten, aber welche Alternative bleibt uns, so ganz allein in den Dünen der Kalahari? Mein Sohn wagt das Unglaubliche und legt sich unter das Auto und sucht nach dem Schaden während meine Frau und ich mit unseren Feldstechern das Gelände sichern.

WARNUNG: Wir warnen ausdrücklich vor diesem Risiko. Niemand sollte sich dieser Gefahr aussetzen. Warten Sie lieber auf Hilfe. Es kann nur wenige Wochen dauern, also Geduld. Lieber 5 Wochen Hunger und Durst als ein plötzlicher Tod!
Die Reparatur verzögert sich und erste interessierte Beobachter finden sich ein.

Werden wir das technische Problem lösen oder werden wir so enden wie eine der herrlichen Giraffen, die nahe unseres ersten Lagers den Tod fand?

Angespannt beobachten meine Frau und ich die Wildnis, um unseren Sohn vor dem Angriff der wilden Tiere der Kalahari zu schützen. Und tatsächlich. Es regt sich etwas...


Endlich ist unser Nissan 3,3l 6Zylinder Double Cab 4x4 Hardbody wieder bereit, sich zum Zeltcamp bei Mata Mata zu schleppen. Andere Tiere betrachten uns aufmerksam, aber da wir aus anderen Berichten wissen, dass gegenseitiges Vertrauen schützt, bleibt auch diese Begegnung folgenlos.

Die folgenden Tage durchkreuzen wir das unwegsame Gelände auf wenig befahrenen Wegen und entdecken tatsächlich die abgelegenen Stätten von Kieliekrankie, Nossob und finden sogar den versteckten Ausgang bei Mata Mata. Bei Kieliekrankie begegnen wir so seltsamen Tieren wie der Braunen Hyäne (Hyaena brunnea) und dem Leopard (Panthera pardus).


Ich habe den Eindruck, dass es von dieser Großkatze auch genetische Variationen geben kann: sogenannte Schwärzlinge. Meiner Meinung nach ist diese Mutation aber überwiegend in Regenwaldgebieten und in größerer Höhe anzutreffen. Wir beschließen deshalb in der Kalahari gezielt nach Gebirgen mit höherem Regenfall Ausschau zu halten, scheitern aber im Laufe unserer 5-Tagesexepedition aus Zeitgründen. Zurück in der Zivilisation gründen wir eine Organisation (save-the -black-leo.oä). Wer Fotos dieser seltenen schwarzen Tiere in der Kalahari hat, bitten wir um Zusendung.

Nach intensiver Beschäftigung mit den wenigen Karten die uns zur Verfügung stehen, (unsere Version trägt den Namen „Kriegskarte von Deutsch-Südwest“ und ist sehr empfehlenswert!) beschließen wir, die sagenhaften Köcherbaumwälder zu suchen. Was uns dort bevorsteht und welche sensationellen Funde wir dort machen und welche Rätsel zu lösen sind (Stichwort Aliens!), das ist einen neuen Beitrag wert.
😉
Herzliche Grüße aus dem Wilden Süden Deutschlands
Wolfgang
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2009
Gast27. Juni 2009 · #17
moin Wolfgang alias "Kriwan",

Gratuliere!!!!
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2009
1'455 Beiträge · seit 200627. Juni 2009 · #18
Wie GEILB) 😎 😎 😎

...man könnte fast vermuten, Siggi hat sich ein Pseudonym bzw. zweiten User zugelegt, so authentisch ist das!!!!

MEHR!!!!

Vielen Dank udn ein schönes Wochenende
Jens
378 Beiträge · seit 200727. Juni 2009 · #19
Kriwan schrieb:
Ich habe den Eindruck, dass es von dieser Großkatze auch genetische Variationen geben kann: sogenannte Schwärzlinge. Meiner Meinung nach ist diese Mutation aber überwiegend in Regenwaldgebieten und in größerer Höhe anzutreffen. Wir beschließen deshalb in der Kalahari gezielt nach Gebirgen mit höherem Regenfall Ausschau zu halten, scheitern aber im Laufe unserer 5-Tagesexepedition aus Zeitgründen. Zurück in der Zivilisation gründen wir eine Organisation (save-the -black-leo.oä). Wer Fotos dieser seltenen schwarzen Tiere in der Kalahari hat, bitten wir um Zusendung.
Mit Schwärzlingen kann ich leider nicht dienen, da ich mich nur in den tieferen Regionen der Regenwälder (Sumpfgebiete) aufhielt. Allerdings habe ich hier ein Bild von den dort lebenden Grünlingen.

Die siggifikante Farbe bekommen diese Tiere dadurch, da sie sich in erster Linie von den dort zahlreich lebenden Fröschen ernähren.


Ähh, bekomm ich jetzt auch einen Fingerprint Sensor?
Themenstarter323 Beiträge · seit 200727. Juni 2009 · #20
Liebe Freunde,
der dritte Teil unseres Reiseberichtes führt uns weiter durch den wilden Süden von Ex-Deutsch-Südwest.

Wir versuchen die Gegend um Keetmanshoop zu erreichen. Wir hoffen, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Nama, von denen uns unser antiquarischer Reiseführer berichtet, mittlerweile abgeebbt sind. Wir sind aber auf alles eingestellt, denn wir gehen gern ans Limit.

Nach völlig unerwartet problemloser Fahrt erreichen wir das abgelegene Camp „Mesosaurus“. Das Camp verdankt seinen Namen den dort häufig anzutreffenden Fossilien des Mesosaurus. Wir sind nicht ganz sicher, was dieser Name bedeutet, bis sich meine Frau daran erinnert, auf einer unserer Expeditionen westlich von Kurdistan, gehört zu haben, dass „Mese“ gemischte Vorspeisen sind. Es handelt sich also um einen „gemischten Vorspeisen-Saurier“. Für wen er eine Vorspeise war, bleibt im Dunkeln.



Hier ein Bild der Versteinerung, die wir mit Hilfe des Eingeborenen auf einem Pass finden, auf dem es noch vor kurzem zwei Todesfälle durch die Überfälle von rebellierenden Nama gab. Die Gräber sind zu besichtigen. Aufgrund des hohen Überfallrisikos halten wir uns aber nur kurz dort auf. Wir leben zwar gern am Limit, wollen es aber nicht überschreiten!

Bei einer Expedition auf der Farm finden wir die federleichten Köcherbäume inmitten einer verstörenden Felslandschaft. Anscheinend hat ein Bautrupp die überall herumliegenden Gesteine zu Mauern und originellen Felsenarrangements aufgetürmt.



Wir suchen Spuren der schweren Baufahrzeuge, da wir technisch interessiert sind. Keine Spur zu finden! Wer hat die Blöcke aufgetürmt? Warum sind Sie nur an wenigen Stellen zu finden? Sind es die Überbleibsel prähistorischer Siedlungen? Die ärchäologischen Screenings bringen keine Erkenntnisse.



An einzelnen Blöcken fallen uns die senkrechten weißen Streifen auf. Was haben sie zu bedeuten? Seltsamerweise verlaufen die Streifen nur von oben nach unten. Es gibt keine waagrechten Linien! Wer hat die Markierungen angebracht? Der Einheimische stammelt nur etwas von „Dässies“ oder so ähnlich. Ist das ein neuer Volksstamm, der in dem ersten Anfangsstadium von Felszeichnungen stehen geblieben ist? Wir kennen deutlich kunstvollere Zeichnungen von unseren anderen Expeditionen. Rätsel über Rätsel. Oder sollten hier Außerirdische ihre Relikte hinterlassen haben? Und die Streifen sind die übrig gebliebenen Wegmarkierungen? Die Mauern sind dann die Reste ihrer Siedlungen oder Landeplätze. Dieses Problem können wir heute nicht mehr lösen. Wir werden an Erich von Däniken schreiben. Er weiß alles! Und vor allem besser! Erch meinte später, er habe die Frage an einen Freund weitergereicht, der häufiger in Afrika ist als er.

Wir suchen unser luxuriöses Quartier auf. Nach den Tagen in der Einsamkeit des KTP lernen wir den Komfort in dieser Lodge sehr zu schätzen.




Am Abend brechen wir nochmals zu einer Expedition auf und gehen das Risiko einer Fahrt bis nach Einbruch der Dunkelheit ein. Auf dem Weg zu den von der abendlichen Sonne beleuchteten Köcherbäumen müssen wir ein Rivier überwinden. Ein großes Risiko, da plötzlich einsetzender Regen in den Bergen den noch trockenen Flusslauf jederzeit in einen reißenden Strom verwandeln kann! Die Fluten könnten unser 6Zylinder Expeditionsfahrzeug jederzeit mit sich fort reißen. Ich gehe voraus und prüfe den Weg. Ein Risiko! Keiner weiß, was auf uns im Gras lauert. Und tatsächlich sehe ich eine weggeworfene Dose „Kap-Cola“. Erfahrene Afrikareisende wissen, wie giftig dieses Gebräu ist!
Mit eingelegtem Vierradantrieb mit Untersetzung meistern wir auch diese Herausforderung.





Im Abendlicht erstrahlt der Wald in unwirtlichen Farben. Auch die Markierungen der offensichtlich außerirdischen „Dässies“ erstrahlen im Licht der untergehenden Sonne. Zufrieden erreichen wir unser Quartier, wo uns der einheimische Farmer schon am Feuer erwartet. Dabei begrüsst uns auch sein scharfer, auf Fremde abgerichteter Wachhund.



Wir warnen ausdrücklich davor, diese gefährlichen Hunde der Farmer zu berühren! Die Tiere sind scharf gemachte Waffen und dienen der Revierverteidigung. Wenn man allerdings Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Tieren hat wie wir, dann ist das Risiko tragbar, denn unsere geübten Augen erkennen die kleinste Veränderungen im Verhalten und der Mimik der Tiere, die einem Angriff vorausgehen.

Am nächsten Morgen führt uns der Einheimische noch zu einem anderen Rätsel seiner Farm: den klingenden Steinen! Offenbar haben die rätselhaften Wesen, die die Steine aufgeschichtet haben auch musikalische Fähigkeiten gehabt. Gil ist in der Lage, auf den Steinmauern auch Musik zu spielen! Dazu schlägt er mit einem Stein an die Mauern. Er spielt „Frère Jacques“! Das ist der Beweis, dass die außerirdischen Mauerbauer und nicht die Franziskanermönche dieses Musikstück geschrieben haben!



Bald schon müssen wir dieses gastliche Fleckchen Erde, das von Menschen, Tieren und offenbar Außerirdischen frequentiert wurde, wieder verlassen und wenden uns einem rätselhaften Riss in der Erdkruste zu, der im Süden von Namibia vermutet wird. Es soll bis zu 600 Meter steil bergab gehen. Dort wollen wir endlich offroad fahren. Aber das ist eine andere Geschichte!

Herzliche Grüße aus der Wildnis! Morgen geht es weiter.
Wolfgang