PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201826. Feb. 2022 · #1
Liebe Fomis, lange habe ich überlegt, ob ich einen Bericht über unsere Reise schreibe, da es mit einigen traurigen Momenten gespickt war. Da wir aber auch tolle Tage hatten und es vielleicht den ein oder anderen hier hilft bei der Reiseplanung, schreibe ich hier unsere Erfahrungen. Den Flug haben wir im Juni 2021 bei Emirates für Abflug 13.01.22 gebucht, aber als Omikron Ende November immer präsenter wurde und Emirates die Flüge nach Kapstadt einstellte, haben wir unsere Reisepläne wieder umgeworfen und Flüge bei Eurowings Discover nach Windhoek Anfang Dezember gebucht und die Flüge von Emirates auf das Jahr 2023 verschoben.
Unsere Reiseplanung sah nun folgendermaßen aus. Abflug am 11.01.22 von FRA mit Eurowings Discover 12.01.22 Windhoek Casa Picollo Bis 25.01.22 Privat in Swakopmund Die Tour sollte von Windhoek 1 Nacht Kalahari Anib Lodge Campsite, 1 Nacht Canyon Road House Campsite,über die Grenze nach SA 1 Nacht Molopo Kalahari Lodge, 3 Nächte KTP Campsites , 2 Nächte Augrabies Falls, 2 Nächte Amanzi River Camp Campsites, 2 Nächte Klein Aus Vista, 1 Nacht Namtib Campsite, 1 Nacht Family Hideout Campesite, 1 Nacht Sesriem Campsite, 1 Nacht Rooisand Desert Ranch gehen. Die Tour gespickt mit einigen festen Übernachtungen und Camping. Gemietet hatten wir einen Bushcamper von Bushlore. Alle Unterkünfte wurden in Swakopmund von Click & Travel für uns gebucht, was super war und sich später als wahrere Segen herausstellte. 🙂
Mit der Deutschen Bahn sind wir nach FRA gefahren und konnten auch bei Eurowings frühzeitig und zügig einchecken. Wir hatten alle unsere Formulare und Testergebnisse ausgedruckt und auch digital mit dabei, aber die Dame von LH fragte uns nur, ob wir ALLES hättn, kontrollierte es aber nicht. Das waren – gültiger PCR Test, Impfbescheinigung und natürlich schon die Bordkarte digital und ausgedruckt. Ebenso schnell ging es durch die Security und im Wartebereich war mächtig was los, da nebenan eine Maschine nach Indien ging. Eine Stunde vor boarding wurde von Eurowings noch schnell das Gate gewechselt, mit anschließender Information, dass unsere Maschine defekt sei und man aber doch ganz schnell noch eine Ersatz Maschine gefunden habe. Mit Verspätung sind wir aus FRA los, aber doch eine halbe Stunde früher in Windhoek gelandet. Da man ja die Berichte über das Essen schon öfters hier im Forum gelesen hat, waren unsere Erwartungen nicht all zu hoch. Aber so schlecht war es dann doch nicht, wenn man darauf vorbereitet ist. Es gab sogar eine kleine Schoki… 😄
Die Einreise in Windhoek in der Ankunftshalle lief gut organisiert ab. Da wir unser Einreiseformular für Namibia immer schon im Voraus ausfüllen und alle nötigen Papiere parat hatten, ging es recht flott von statten. Als erstes wurde bei jedem Fieber gemessen, am nächsten Tisch/ Schalter wurde der PCR Test und der Impfpass geprüft und zu guter letzt am Schalter der Pass und das Einreiseformular gecheckt. Die Koffer waren auch schon da und unsere Autovermietung, Swakopmund Car Hire, wartete auch schon auf uns. Wir waren um 10.30 schon in der Casa Picollo, wo wir sehr nett empfangen wurden. Unser Zimmer war im hinteren, ruhigen Teil gelegen und wir waren zu Anfang die einzigen Gäste. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, ging es in die Stadt, um eine Kleinigkeit im Craft Cafe zu essen und im Spar in Klein Windhoek die ersten Einkäufe zu tätigen. Den restlichen Tag haben wir mit lesen und entspannen verbracht.
Das Frühstück am anderen Tag mit noch zwei anderen Pärchen war sehr lecker und um 8 Uhr waren wir schon auf dem Weg nach Swakopmund. In Wilhelmstal machten wir einen Kaffee Stop bei dem Farmstall „Kweta“, von Windhoek kommend auf der linken Seite. Dort gibt´s einen phantastischen selbstgebackenen Käsekuchen, selbstgemachte Marmeladen und viele andere leckere Dinge.
Unseren ersten Abend haben wir, wie fast immer, in Kükis Pup verbracht. Essen gut und die Bedienung super nett. Was wir erschreckend fanden, wie wenig in der Stadt und auch in den Restaurants Abends los war...
Sabine261'394 Beiträge · seit 200926. Feb. 2022 · #2
Hallo PeWa,
ich lese sehr gerne mit und bin wirklich mal gespannt, was passiert ist. Insbesondere, da auch wir schon Reisen hatten, die alles andere als geplant verliefen und, puh, da muss ich immer erst mal schlucken, wenn ich so eine „Ankündigung“ lese.
Auf alle Fälle klingt es nicht gut und lässt mich Schlimmes befürchten. Wie auch immer, ich hoffe, Ihr habt es gut überstanden und verarbeitet.
Viele Grüße Sabine
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201827. Feb. 2022 · #3
Liebe Sabine26, vielen Dank für Deine Antwort- und ja, wir beide haben die Reise gesundheitlich gut überstanden. 🙄
Da ich persönlich immer viel mit dem Handy fotografiere, habe ich viele Bilder, die dann hier quer erscheinen. Ich vesuche nun, sie noch einmal neu abzuspeichern, damit sie hier "richtig" erscheinen. Mein Mann fotografiert mit seinen großen Kameras, da passiert so was natürlich nicht. 😎
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201827. Feb. 2022 · #4
In Swakopmund war das Wetter angenehm warm und mild, immer die Temperatur zwischen 25 und 28 Grad. Wir beide, mein Mann und ich, genießen dieses Wetter und sind immer froh, dem kalten Wetter Deutschlands zu entfliehen.
Wir hatten sogar in dieser Zeit eine kleine Springflut, wo das Meer die Wellen ordentlich an die Jetty peitschte. Die Wellen kamen sogar bis auf dem Parkplatz des TUC`S uns auf die Strand Straße. Viele Swakopmunder waren auch unterwegs, um sich diese Naturgewalt anzusehen…
In den nächsten Tagen waren wir Frühstücken bei Cordes, Krisjans ( neben Fish Deli und hat Sonntags geöffnet ) und Village Cafe, die man absolut empfehlen kann. Wir haben auch wieder verschiedenen Lokalitäten ausprobiert und geben hier gerne ein paar Bewertungen/ Tipps für verschiedene Restaurants in Swakopmund ab.
Altstadt Restaurant- wie immer sehr gut . Wer gerne draußen sitzen möchte, sollte vorher reservieren, besonders am Wochenende. Lighthouse – leckere Burger und auch die Steaks sind sehr gut. Für die Lage und das Essen ( leider! ) viel zu wenig los. Tiger Reef – zum sitzen und gemütlich etwas trinken, toll. Das Essen ist mittelmäßig. Bei Platz am Meer bei Mug & Bean – Sitzt man, Mittags, wunderbar und das Essen auch gut. Fork`Nice, der gelbe Food Truck an der Strandstraße – leckeres Take away oder auch gemütlich auf einer Parkbank sitzen auf auf das Meer schauen. Ehemals Royal Bull ( den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt ) neben Cafe Cordes- gutes Essen zu einem vernüftigen Preis. Ein weiteres Take away- Spar Supermarkt, dort kann man gutes Mittagessen holen. Die Wurstbude- gutes Essen für faires Preis- Leistungs-Verhältnis.
Nach genau einer Woche erreichte uns von Zuhause die Nachricht, dass mein Schwiegervater verstorben ist.
Nach vielen Gesprächen haben wir unsere Pläne wieder umgeworfen und mein Mann ist für einige Tage später mit dem Welwitschia Shuttle nach Windhoek gefahren. Zuvor haben wir einen Flug mit Eurowings Discover gebucht, der ihn für die Beerdigung nach Deutschland bringt. Welwitschia Shuttle bringt ihre Passagiere, die zum Airport wollen, in Windhoek in das Hotel „Roof of Africa“ , um die Zeit bis zum Abflug am Abend so angenehm wie möglich zu gestalten. Am späten Nachmittag kommt ein anderer Shuttle Service und bringt die Passagiere zum Flughafen.
Ich habe mich mit Click & Travel in Verbindung gesetzt, um unsere geplante Tour, die am 25.01 gestartet wäre, um einige Tage zu verschieben. Es war sehr angenehm, sich in dieser Situation nicht selbst um all die Verschiebungen zu kümmern. Click & Travel hat ohne große Probleme ( für uns ) alles verschieben können, und so bin ich am Freitag den 28.01 alleine mit unserem Mietauto nach Windhoek gefahren, habe bei der Klein Windhoek Schlachterei unsere Bestellung abgeholt und den kleinen Mietwagen gegen unseren Bushcamper von Bushlore getauscht. Alle wichtigen Informationen über das Auto, die ich von dem überaus sympathischen Mitarbeiter von Bushlore bekommen habe, wurden von mir per Video aufgezeichnet. Denn nach einer gewissen Zeit schwirrt einem der Kopf, wenn man alleine so ein tolles Auto erklärt bekommt.
Anschließend bin ich weiter gefahren, um im Klein Windhoek Gästehaus zu übernachten. Sehr praktisch für mich, da es ein Restaurant mit dabei hat und genau gegenüber die Covid Teststation ist. Am nächsten Tag dauerte es am Airport dieses Mal etwas länger, denn das „Trust Travel System“ war nun schon eingeführt worden und einige Passagiere waren darauf noch nicht eingestellt. Mit der netten Staff vom KWG konnte ich am Morgen noch vereinbaren, dass ich das Zimmer bis 12 Uhr behalten durfte. So konnte mein Mann noch duschen, bevor es zum testen ging. Der Andrang war nicht groß und alles wurde schnell und professionell abgewickelt. Das Testergebnis sollte am Abend, so nach 6/7 Stunden auf unseren Handys sein.
Die Tour konnte starten- wir waren auf dem Weg in die Kalahari Anib Lodge- alle hatte geklappt!
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201828. Feb. 2022 · #5
Je weiter wir nach Süden fuhren, wurden die Wolken immer dichter und bei Kalkrand in der Hardap Region schüttete es aus Eimern. Kein so guter Start für die erste Camping Nacht.
Zum Glück haben sich die Wolken verzogen und als wir im Office der Anib Lodge standen, war auch das Ergebnis unseres Testes schon da. Für die Mitarbeiter überhaupt kein Problem, uns alles auszudrucken, denn wir wollten ja zwei Tage später die Grenze zu Südafrika überqueren.
Der Wind war auf unserer Campsite Nr.3 an diesem Abend sehr heftig, und so wurde unser Dinner in der Lodge eingenommen. Fabelhaftes Buffet mit tollen Mitarbeitern.
In der Nacht flaute der Wind ab und wir fuhren nach dem Frühstück weiter Richtung Süden. In Keetmanshoop wurden noch schnell ein paar Kleinigkeiten eingekauft, da es dann bis zum Canyon Road House keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gibt. Es war Sonntag, und wir hatten das Gefühl, dass die ganze Stadt beim Einkaufen ist. Die Landschaft wurde immer karger, aber für uns wunderschön...
An der Lodge angekommen waren wir wieder die einzigen Gäste auf der Campsite. Erst später wurde noch ein Platz belegt. Da es noch früher Nachmittag war, wollten wir uns gleich noch zum Fish River Canyon aufmachen. Die Straßen bis Hobas waren gut, aber nachdem wir 350.- Dollar Eintritt bei Hobas bezahlt hatten, wurden die Pad zusehends schlechter. Am Aussichtspunkt waren wir wieder ganz alleine auf weiter Flur. Inzwischen hatten sich einige sehr dunkle Wolken gebildet, und plötzlich ging fast neben uns ein Gewittern nieder. Sehr schnell sind wir wieder zurück in das Road House, auf unsere gemütliche Campsite gefahren.
Dort hatten wir Stühle und Tisch stehen lassen, aber zum Glück streifte der Regen das Road House nur. Alles blieb soweit trocken, doch als es daran ging, Feuer zu machen und unser Abendessen vorzubereiten, fing es wieder zu regnen an. Kurzerhand entschlossen wir uns, im Road House etwas zu essen. Eine phantastische Location mit diesen wunderbaren Oldtimern…. Belohnt wurden wir zum Sonnenuntergang mit tollen Farben.
In der Nacht durchwühlte noch ein Schakal unsere Mülltonne mit lauten Gescheppere …
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201801. März 2022 · #6
Es ist Montag der 31. Januar und wir sind früh auf den Beinen, denn heute wollen wir die Grenze nach Südafrika überqueren. Wir werden mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt… und verabschieden uns von dieser außergewöhnlichen Lodge.
Von dem Road House sind wir zurück auf die C12, um bis Grünau durch eine wunderbare Landschaft zu fahren. In Grünau wurde noch einmal der Tank von unserem Hillux voll gemacht und dann ging es durch eine etwas langweilige Landschaft bis zur Grenze nach Ariamsvlei/ Nakop. An einem Abschnitt dieser Strecke, nach Karasburg, waren unglaublich viele Heuschrecken in der Luft, die dann mit voller Wucht an unserem Auto zerschellten 😵 - für die Vögel später an der Grenze ein wahrer Leckerbissen, den sie sich von den Auto pickten. Die Ausreise ging relativ flott auf der Namibischen Seite, denn wir waren die einzigen im Office. Auf der Südafrikanischen Seite wurden wir aber auf eine Geduldsprobe gestellt. Zuerst wurde das Health Formular von uns ausgefüllt, anschließend Fieber gemessen und unser PCT- Test überprüft. Dann über die Straße rüber in das Office, um den Stempel in unseren Pass zu bekommen. Aber ausgerechnet um die Mittagszeit werden dort alle Räumlichkeiten gründlich desinfiziert, so dass wir über eine Stunde warten mussten, bis wir endlich den Stempel im Pass hatten.
Weiter geht es bis Upington, um in der Kalahari Mall noch einiges zu besorgen. Zu lange durften wir uns nicht aufhalten, denn wir wollen noch hoch, bis kurz vor den KTP, zur Molopo Kalahari Lodge. Nach rund 2 Stunden Fahrzeit und wieder Regen sind wir in der Molopo Lodge angekommen. Wir waren, trotz des vielen Regens, gleich von dieser netten Lodge begeistert. Dort hatten wir ein Rondavel gemietet, da wir nach so einem langen Fahrtag einfach nur entspannen wollten. Was im Nachhinein auch wirklich gut war, denn alles war nass, oder bzw. überschwemmt. Der Empfang, die Staff, das sehr gute Essen- es hat einfach alles gepasst, bis auf das, dass es aus Eimern regnete. Für die Menschen ein Segen, für uns ein feuchter Empfang in der Kalahari….
Am nächsten Morgen gab es erst einmal Stromausfall, da die ungewohnte Feuchtigkeit einiges bei der Lodge außer Gefecht gesetzt hatte. Der Schaden war aber schnell behoben, und zum Frühstück funktionierte bereits wieder alles.
Die restlichen 40 Kilometer waren schnell zurückgelegt und die Anmeldung bei Twee Rivieren auch schnell erledigt. Unsere ersten zwei Übernachtungen haben wir auf der Nossob Camp Site gebucht.
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201802. März 2022 · #7
Von Twee Rivieren nach Nossob sind es rund 160 Kilometer und wir wollten uns bewusst Zeit lassen, um eventuell schon die ein oder andere Sichtung zu haben Die Straßen waren, entgegen der Etosha, super geschoben und man konnte ganz entspannt dahin gleiten. Das Wetter machte uns mehr Sorgen. Dicke dunkle Wolken standen am Himmel und wir hofften sehr, dass es nicht wieder zu regnen anfing. Teilweise waren dicke Pfützen auf der Straße, die man aber elegant umrunden konnte.
Das ganze Nossob Tal, oder besser gesagt, der ganze KTP war total Grün. Es waren auch sehr wenig Tiere zu sehen- logisch, denn kein Tier muss an eine Wasserstelle gehen, wenn es überall im Feld genug Wasser findet. Die üblichen Verdächtigen waren dann doch ab und zu, zu sehen - Oryx, Springbock, Red Hartebeest, Wildebeest, Schakal.
Aber keine Giraffen oder Zebras. Von Miezekatzen ganz zu schweigen. Je weiter wir in den Norden kamen, wurde es am Himmel immer heller, ab und zu blitzte sogar die Sonne durch. Der Check in, in Nossob, ging sehr schnell und so konnten wir uns gleich einen schönen Platz auf der Camp Site aussuchen. Wir hatten Glück, da wir doch früh dran waren, und haben einen schönen Platz unter einem großen Baum ergattert. Wir richteten uns häuslich ein, denn unser Bedarf an langen Autofahrten war gedeckt.
Am Hide selber war auch überhaupt nichts los, und so fingen wir langsam an, unser Feuer für das Abendessen zu entfachen. Zum Glück lies der Wind nach und so wurde es ein lauer Sommerabend auf der Campsite mit einigen kleinen Besuchern. Wir haben das Fleisch von der Klein-Windhoek-Schlachterei, vor allem meine heißgeliebten Sousaties, gegrillt und schauten unseren neuen Südafrikanischen Nachbarn zu, die mit ihren Off-Road Camping Trailern alle langsam den Platz füllten. Faszinierend, was da alles rein passt…
Der Sonnenuntergang war leider nicht so faszinierend, denn man hörte um das Camp heftiges Gewittergrummeln. In der Nacht hatten wir das Gewitter schon etwas sehr nah, mit viel Regen. Unsere Stühle hatten sich so voll mit Wasser gesogen, dass wir am Morgen erst einmal auf einen Morgen Drive gefahren sind, damit die Stühle erst einmal trocknen konnten. Am Nordgate raus, Richtung Polentswa. Aber wie auch am Vormittag, es war überhaupt nichts los. Nicht einmal die verschiedenen Antilopen Arten waren zu sehen, alles verschwunden…. Nur eine Schlange und zwei Schildkröten überquerten vor uns die Straße.
Am Abend das gleiche Spiel, fast keine Tiere, dafür wieder ein sehr leckeres Braai mit dem phantastischen Fleisch der KWS. Ab 21 Uhr wieder leichter Regen.... 😗
PeWa schrieb: ... Aber keine Giraffen oder Zebras. ...
Ähem ... Hüstel .... 😗
Hat hier schon irgendwer jemals Zebras im Kgalagadi Transfrontier Park gesehen? *IchFrageFürEinenFreund
Hier kommt die Auflösung 😎 :
LG Logi
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201802. März 2022 · #9
Liebe Logi, da war ich ja total falsch gewickelt 😕 .... ich wusste, dass es keine Elefanten im KTP gibt, aber das mit den Zebras ist mir irgendwie durchgerutscht... 😣
casimodo4'528 Beiträge · seit 200702. März 2022 · #10
Liebe Petra,
einen schönen Bericht schreibst Du da 🙂 Gerade gestern aus dem KTP zurückgekehrt ist das natürlich eine Pflichtlektüre. Der Park ist inzwischen noch grüner und das Gras zum Teil hüfthoch geworden.
Im Februar hatten wir dieses Mal das allererste Mal keine Flüsse auf dem Weg von Nossob nach Grootkolk.
Ich freue mich auf die Fortsetzung. Viele Grüße Casimodo
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201803. März 2022 · #12
Am nächsten Morgen wurden wir mit einem Mega schönen Sonnenaufgang belohnt. 😎
Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen, denn die nächste Nacht war für Twee Rivieren gebucht. Unser Weg führte uns bis Dikbaardskolk, wo wir abgebogen sind um in das Auob Tal zu gelangen. Eine wunderschöne Landschaft, aber auch hier, noch weniger Tiere als im Nossob Tal. Ein einzelner Oryx stand plötzlich nach einer Kurve auf einer Anhöhe auf der Straße, wunderschön in dieser friedlichen Landschaft.
Bei Kamqua, einem Parkplatz wo man aussteigen darf, haben wir auch noch andere Besucher getroffen-aber wie bei uns, keine Löwen, Leoparden oder Geparden wurden gesichtet.
Als wir weiter Richtung Rooibrak fuhren, sahen wir die ersten Giraffen- endlich! 🤩
Und es wurde immer besser. Zwischen Montrose und Batulama entdeckten wir 4 Geparden, die friedlich im Schatten der Bäume lagen. Nun ja, etwas weit weg- aber wir waren happy diese wunderbaren Tiere beim dösen und schmusen zu beobachten. Nach einer Weile wurden die 4 Tiere etwas nervös und schauten sich immer wieder um. Wir konnten leider nichts entdecken, was der Grund dafür gewesen wäre. Als der Schatten für die Tiere immer weniger wurde, sind die Tiere aufgestanden und weiter gezogen. Ein tolles Erlebnis!
Das Auchterlonie Museum wurde auch nicht ausgelassen, dass so schön auf der Anhöhe steht.
Am späten Nachmittag haben wir uns gemütlich auf der Campsite eingerichtet und waren etwas wehmütig, da es der letzte Abend im KTP war. Gerne wären wir länger geblieben, aber da wir die Reise verschieben mussten, ging es zeitlich nicht anders. Denn am anderen Tag war das Ziel, bis 12 Uhr im Testzentrum von Upinton zu sein. Wir wollen ja am Montag wieder zurück über die Grenze nach Namibia…. 😉
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201804. März 2022 · #13
An diesem Morgen, Freitag den 04.Februar, sind wir sehr früh aufgestanden und haben uns mit einem kleinen, schnellen Frühstück für die Fahrt gestärkt. Und wieder hatten wir einen schönen Sonnenaufgang-habe ich schon erwähnt, dass ich ein absoluter Fan von Sonnenauf- und Sonnenuntergängen bin? I love it… 😘
Um kurz nach 11 Uhr waren wir an der Medi- Clinik in Upington. Pathcare machte einen sehr kompetenten Eindruck und das Ausfüllen der Formulare und der Test selber gingen flott von statten. Das Test Ergebnis sollten wir gut 30 Stunden später, also Samstagabend erhalten. Da wir beide schon ein Trust Travel Konto hatten, sollte das Ergebnis von Pathcare direkt hoch geladen werden.
Nach dem Besuch der Klinik sind wir wieder in die Kalahari Mall zu Checkers, um uns für die nächsten Tage mit Lebensmitteln und etwas Alkohol einzudecken. Es war Freitag Mittag und die Mall war rappelvoll mit Menschen, die für das Wochenende einkauften. Wir fuhren die N 14 Stadtauswärts, Richtung Augrabies Falls. Der Oranje zieht sich wie ein grünes Band durch die Landschaft, an dem sich ein Weingut nach dem anderen reiht. Nach gut 90 Minuten sind wir am Parkeingang angekommen, wo wir uns anmeldeten. Nach 3 Kilometern kommt die Rezeption mit Restaurant, von wo man auch gleich zu den Fällen gehen kann. Unser Häuschen lag in der ersten Reihe ganz vorne, mit Blick auf eine wunderbare Landschaft. Es war Spätnachmittag und um die 35C heiß, also war erst einmal in dem klimatisierten Häuschen relaxen angesagt. Im schönsten Licht sind wir dann die Fälle abgewandert und wir waren begeistert von diesem Naturschauspiel. Es war unglaublich, wie viele Wassermassen der Oranje dort in die Tiefe schickt…
Als die Sonne langsam unterging, und es immer noch so heiß war, haben wir uns spontan entschlossen, im Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen war wieder einmal wunderschön…
Heute wollten wir gerne den Nationalpark erkunden. Viele Teilstrecken waren unter Wasser, aber gut zu fahren.
Wir wollten zu dem „Moon Rock“, ein Berg wie eine große Kuppel. Der Aufstieg ist nicht schwer zum Gipfel. Von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und Weingüter am Oranje.
Am Nachmittag checkten wir immer wieder unsere Emails, ob das Ergebnis unserer Test´s schon da wären. Wir waren verwöhnt, von Windhoek, wo die Test´s schon früher da waren, als erwartet. Am Abend dann die SMS von Pathcare…
PUH - Jetzt war guter Rat teuer- was sollen wir machen?! Es ist Samstagabend und wir wollen morgen, am Sonntag wieder zurück nach Namibia…. 😵
Oh ha,jetzt wird es spannend... In den meisten Reiseberichten ist das sehnlichst erwartete Testergebnis ja negativ..
und nu?
Graskop960 Beiträge · seit 201304. März 2022 · #15
Na da bin ich aber nun auch gespannt, wie das weiter geht. Wir waren dort am 09.01. zum Test, aber bei uns war zum Glück alles gut. Spannender Bericht! Gruß Silvio!
PeWaThemenstarter84 Beiträge · seit 201805. März 2022 · #18
An guten Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken. Die Gedanken kreisten immer wieder um dieses Test Ergebnis- ein Plan musste her! Beim Frühstück wurde nach langen Gesprächen beschlossen, an diesem Sonntag wo alle Pathcare Labore geschlossen hatten, nach Springbok zu fahren und dort die Nacht von Sonntag auf Montag zu verbringen. Zudem war von mir immer noch kein Test Ergebnis da. Der eigentliche Plan wäre gewesen, von Sonntag bis Dienstag, schon in Namibia im Amanzi River Camp zu verbringen, dass auch schon fest gebucht ist. Dieser Plan wurde schnell noch am Frühstückstisch geändert, und wir buchten ein Zimmer im Apollis Cottage in der Nähe von Springbok. Wir machten uns also auf dem Weg Richtung Westen durch eine etwas langweilige, aber doch grüne Landschaft.
Nach gut 300 Kilometern waren wir mittags am Apollis Cottage und haben ein sauberes, schönes Zimmer von der netten Managerin erhalten. Das Cottage liegt ca. 15 Kilometer vor Springbock im Nirgendwo. So verbrachten wir den Sonntagnachmittag mit lesen, dösen und Essen – zudem hatten wir wieder einen tollen Sonnenuntergang.
Montagmorgen um 6 Uhr wurden als erstes wieder die Mails abgeholt und von mir war wieder kein Test Ergebnis da. Dafür von meinem Mann- er wurde als POSITIV eingestuft und das war auch schon im Trust Travel System gespeichert. 😮
Wir waren beide etwas geschockt um mir war richtig flau im Magen. Um 7 Uhr waren wir schon wieder im Auto auf dem Weg nach Springbok zu Pathcare. Wir waren die ersten an diesem Morgen, als das Labor um 8.30 öffnete. Die sehr nette Ärztin konnte wenigstens in ihrem PC feststellen, dass ich negativ bin und bei meinem Mann war sie auch über diese SMS erstaunt. PCR-Tests werden aber in diesem Labor aber erst am Nachmittag, zwischen 14 und 16 durchgeführt, und so sind wir erst einmal frühstücken gegangen. Im „ Herb Garden Restaurant“ haben wir ein phantastisches Frühstück erhalten und konnten etwas Zeit bis zum Nachmittag totschlagen.
Am Nachmittag versprach uns die Ärztin, dass sie für das Labor einen Vermerk mache, damit unsere Tests zügig bearbeitet werden sollen. Nur, diese Proben werden nicht in Springbok ausgewertet, sie werden nach Kapstadt gefahren und dort analysiert…. Für die Nacht von Montag auf Dienstag haben wir uns für Namastat Caravan Park entschieden, wo wir am Abend unser restliches Fleisch grillten, denn spätestens morgen wollten wir zurück nach Namibia. Schließlich waren zwei Nächte in Klein Aus Vista im Eagles Nest für uns gebucht, anschließend Namtib, Namib Rand Reserve, Sesriem, und zu guter Letzt, Rooisand Desert Ranch….
Aber- es ist anders gekommen, als wir geplant hatten. Am Dienstagmorgen, wie immer wurden zuerst die Mails gecheckt. Aber es war kein Nachricht von Pathcare für uns da. Also haben wir uns Zeit gelassen mit dem Frühstück und haben verschiedene Pläne geschmiedet, wie es weiter geht, wenn das Test Ergebnis wieder so spät kommen sollte.
Aber- es ist wieder anders gekommen, als wir gedacht hatten. Noch während des Frühstücks kam ein Anruf von meiner Mum, dass mein Papa in der Nacht verstorben ist. Wir wollten/ mussten auf dem schnellsten Weg zurück nach Deutschland- aber wie? Der Weg nach Namibia ging nicht, denn wir hatten ( im Moment ) keinen gültigen negativen Corona Test. Also blieb uns nur die Option, nach Kapstadt zu fahren. Wir setzten uns mit unserem Reisebüro Click & Travel in Verbindung, ob und wann wir unseren Bushcamper in Kapstadt zurückgeben könnten. Während wir in Windeseile alles zusammen packten, checkten wir noch schnell die Flüge ab Kapstadt. Nach nur 10 Minuten die gute Nachricht, dass wir das Auto in Kapstadt am Flughafen bei Bushlore abgeben können. Die ganzen Lebensmittel wurden den netten Platzwart Leuten übergeben und so waren wir schon vor 10 Uhr auf dem Weg nach Kapstadt… 🙁
Oh neeee, das toppt ja die schlimmsten Erwartungen. irgendwie habt ihr das ja mit Plan B gut gemanaged. Und die Unterkünfte/das Essen scheint ja zumindest eine kleine Entschädigung für das Gehussel gewesen zu sein. Aber was dann kommt...puh, das ist hart 😕