brendykaThemenstarter143 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #1Hallo,
wir wollen die Gegend um die Spitzkoppe ausführlich erkunden und viel wandern. Ich habe mittlerweile eine gute Karte gefunden. Zweimal ist dort "fence" eingezeichnet. Nun weiß ich nicht, was ich mir darunter vorstellen soll ? - Zaun, Gatter,Absperrung,welcher Zweck,zu öffnen, nicht zu öffnen ? Gibt es eine Möglichkeit daran vorbeizukommen? Kann man die Gegend hinten dran anschauen? Oder betrifft das Autofahrer/Spaziergänger?? Wer kann Auskunft geben?
Gruß Heidi
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200607. Apr. 2009 · #2Hallo,
der Grund ist einfach, der Fence dient dazu dass du das Eingangstor mit der Zahlstelle findest 🙂 in Namibia und in anderen Ländern sind Sehenswürdigkeiten eine Einnahmequelle und die Möglichkeit zusätzlich Arbeitsplätze zu beschaffen.
Der Eintrittspreis ist aber sehr gering nach meiner Erinnerung.
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Apr. 2009 · #3Hallo Heidi,
möglicherweise privates Farmland? Dann darfst Du da natürlich nur mit Genehmigung rein... dafür sind Zäune ja da.
Vielleicht kannst Du einen Link zu der Karte hier reinsetzen, dann kann mann Dir vielleicht konkreter dazu Auskunft geben!
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
IDidealistin106 Beiträge · seit 200807. Apr. 2009 · #4Hallo Heidi,
wir haben letztes Jahr im November die Spitzkoppe besucht. Neben dem Zaun "außen herum" gab es auch einen Zaun zwischen Sptzkoppe und Pembeck-Berge. Durch diesen Zaun kann man nicht mehr wie noch in älteren Reiseführern erwähnt auf die Rückseite der Berge und der dortigen Campingplätze gelangen. Fahrten mit einem Führer oder Eselskarren waren gegen Entgelt immer noch möglich. Ich kann mich nicht mehr an die Kosten erinnern. dies ist aber der Stand von November. Vielleicht hat sich ja schon wieder etwas geändert. Wir sind bis vor den Zaun gefahren (trotz road closed Schilder) wieder umgekehrt und haben so einen einsamen Camiongplatz direkt vor den Pembeckbergen mit Blick audf die Spitzkoppe gefunden. Ein toller Campground an den wir uns immer gerne erinnern.
Liebe Grüße
Angelika
brendykaThemenstarter143 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #5Das mit "Eintritt zahlen" könnte vielleicht der Grund sein, dann könnte man aber auch "Entrance" hinschreiben.
Guter Vorschlag: der Link für die Karte:
www.namibia-tour-guide.com/spitzkoppe-map.html
Jetzt könnt Ihr Euch eine bessere Vorstellung machen.
Heidi
klaus63630 Beiträge · seit 200807. Apr. 2009 · #6Hallo Heidi,
bei unserem Kurzbesuch 2008 an der Spitzkoppe hat man mir am Eintritt erklärt, dass im hinteren Bereich der Spitzkoppe verschiedene Wildtiere ausgesetzt wurden (soll angeblich das Filmteam von 10.000 BC gestiftet haben). Deshalb könne man diesen Bereich nur geführt besuchen. Dies würde auch der Erklärung zu Deiner Karte entsprechen.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200607. Apr. 2009 · #7Sehr geehrte Heidi,
1994 sollte das Gebiet um die Spitzkoppe zum Naturschutzgebiet erklärt werden, jedoch ist das bis heute nicht passiert. Die Konrad-Adenauer Stiftung hat sich dann darum gekümmert, den Bereich einzuzäunen und Rezeptionsgebäude und kleine Bar zu bauen, damit ein halbwegs formales Zugangsverfahren entsteht und Rechte der community besser durchgesetzt werden können.
Durch einen Wildzaun, den "Fence" auf Ihrer Karte, der von Dreharbeiten zu dem Spielfilm 10.000 B.C. übrig blieb, ist seit etwa 3 Jahren die Hälfte aller Kampierstellen abgesperrt, wie auch ein Großteil der Kletterrouten, darunter auch der Zugang zur beliebten Normalroute auf die Große Spitzkoppe. Die Besteigungszahlen gingen daher von etwa 80 auf nur ungefähr 10 pro Jahr zurück.
Die Tiere für den Gamepark ( Zebras, Steinbock,Kuhantilope, Oryx..) wurden von den Filmern zurückgelassen, um die örtliche community zu unterstützen. Da heute ausser Springböken nichts in diesem eingezäunten Bereich an größeren Tieren auffindbar ist, wurde anscheinend auch der Säbelzahntiger aus 10.000 B.C. mit freigesetzt.
Ob der "fence" irgendwann einmal wieder wegen Nutzlosigkeit abgebaut werden wird, ist noch nicht klar, denn das wäre ja Arbeit.
Vielleicht kann sich der Leiter des Tourismusprogramms Lesley Tjongarero Cell: +264 (0) 81 2116291 E-mail: hellonam@iway.na dazu äußern.
Vor 6 Jahren sollte im Bereich nordwestlich des oberen roten fences eine Lodge von den Kalahari Bush Breaks Leuten gebaut werden. Dadurch wäre aber der Zugang zu einem Teil der Felszeichnungen verbaut, bzw exklusiv geworden. Das hat dann der Nationale Denkmalrat mit einem Veto verhindert.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Stephan M425 Beiträge · seit 200707. Apr. 2009 · #8Wie schon Carsten Schrieb, soll das nördliche Gebiet als Schutzgebiet gesperrt bleiben.
So war ich beim Anmelden doch sehr enttäuscht, als ich von der Absperrung erfuhr, da ich für angehängtes Foto unbedingt auf die Nordseite der Spitzkoppe musste.
Da die Damara vor Ort sehr hilfsbereit sind, gelang es mir nach kurzer Erklärung meines Wunsches, eine Extrawurst gebraten zu bekommen und ich für eine Nacht zum Schlüsselmeister für das Tor zum 10.000B.C. Gebiet ernannt wurde. (Danke noch mal an Lazerus für seine Hilfe!)
Vom Säbelzahntieger wurde ich nicht angefallen, eher von Gottesanbeterinnen, die mich im Schein des Laptops atakkierten. Dafür waren die Zebras und Springböcke im Abendlicht schon was á la Hollywood 😉
Kurzum, es war ein geiles Gefühl ganz allein in der Weite der Landschaft zu übernachten



heraus kam dabei so etwas:

brendykaThemenstarter143 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #9Hallo an alle,
vielen Dank für die Infos und die Fotos. Auf die Tage bei der Spitzkoppe freue ich mich schon sehr.:)
Heidi
a.jorysch457 Beiträge · seit 200608. Apr. 2009 · #10Gefällt mir SUPER 🤩
Kann man so ein Bild auch mit einer digitalen Spiegelreflex machen , oder braucht man eine Analoge dazu?
Ich nehme an, dass die Belichtungszeit über mehrere Stunden dauert und bei einer digitalen kamera würde es doch ein enormes "Rauschen" verursachen.
Verätst Du mir bzw. uns. auf was man achten muss, und welche Einstellungen man vornehmen muss, um solch eine herrliche Aufnahme machen zu können?
Gruss Armand

brendykaThemenstarter143 Beiträge · seit 200908. Apr. 2009 · #11Schließe mich meinem Vorredner an. Klasse, auch das Foto mit dem Baum, das mir noch ein bißchen besser gefällt. Ja, mich würde auch interessieren, wie man solche Fotos hinbekommt? Bin gespannt auf die Antwort!
Heidi
MooseOnTheLoose1'470 Beiträge · seit 200808. Apr. 2009 · #12Hallo Stephan,
tolle geniale Fotos! Super schön!!!
Ja, unser Stephan. Das freut uns, das Du so überzeugend sein konntest und es geschafft hast, "hinter" die Spitzkoppe zu kommen. Und schön, dass Du heile wieder zurück gekommen bist. Hat Dein Auto Dich nicht mehr im Stich gelassen? Müssen uns die Tage nochmal per mail austauschen, wie es Dir noch so ergangen ist. Wir waren jedenfalls auch vor Ort und fanden es einfach nur wundervoll!!!
Liebe Grüße,
Moose.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200708. Apr. 2009 · #13Hallo Stephan,
sehr schönes Astrofoto.
Wir waren im August 2008 mit einem Damara Guide - James Afrikaner - am Vormittag auf der Nordseite der Spitzkoppe, die Nacht zuvor hatten wir auf der "öffentlichen" Südseite verbracht. James zeigte uns relativ frische Leopardenspuren und meinte, beim nächsten Aufenthält lässt sich eine Übernachtung auf der Südseite ohne Probleme einrichten - schön, dass es für Dich geklappt hat und der Leopard keinen Gefallen an Dir gefunden hat.
Zum Abschluss der Tour hat uns James noch mit ins Dorf genommen - inklusive Besichtigung der Brauerei und Fußballspielen mit ein paar Kids. War schon eine tolle Sache und kann ich nur empfehlen.
Viele Grüße,
Volker
SESelous52 Beiträge · seit 200809. Apr. 2009 · #14Hallo,
tolle Bilder. Hach ja, da könnte ich Wochen verbringen!
Wir sind auf die große Spitzkoppe mit Guide Hans etwa vom Campsite nr. 10 auf der hier genannten Karte aufgestiegen. Es war wunderschön aber zum Teil auch recht anstrengend. Immer wieder konnten wir Klippspringer und Hyrax beobachten.
Guide Hans glich einem typischen Bergführer aus den Alpen: wortkarg, verlässlich und herzensgut. Wir waren im nachhinein sehr froh, dass wir nicht auf eigene Faust aufgestiegen sind. Es gibt keine Wege und stellenweise ist es extrem steil und gut wenn jemand den ungefährlichsten Weg kennst ... es sei denn man hat Seile und die entsprechende Ausrüstung dabei.
Viel Spaß bei den Wanderungen!
Selous
MAMarco23 Beiträge · seit 200609. Apr. 2009 · #15@Langzeitbelichtung:
Kann man natürlich auch mit digitalen SLRs machen - um zu starkes Bildrauschen zu vermeiden sollte man allerdings mehrere Fotos machen und diese dann per Software kombinieren (z.B Photoshop)
Am besten einen Selbstauslöser so einstellen, dass er aufeinanderfolgend z.B. 120 Fotos á 30 Sekunden macht. Diese 120 Fotos kann man dann zu einem Foto kombinieren und hat so eine Stunde Belichtungszeit bei gutem Rauschverhalten.
Gruß,
Marco
swisschees1'715 Beiträge · seit 200609. Apr. 2009 · #16
Stephan M425 Beiträge · seit 200710. Apr. 2009 · #17Hallo Marco,
du hast es schon ganz richtig beschrieben.
Ich mache mit einem programmierbaren Fernauslöser die ganze Nacht hintereinander Aufnahmen von je 5 Minuten länge. Diese Aufnahmeserie setze ich dann in Photoshop mit Einzelebenen und dem Überlagerungsmodus "Lichter" übereinander. Noch einfacher geht es mit der Software "Startrails". Diese Software erledigt alles automatisch.
Nicht ganz richtig liegst du mit deiner Aussage , dass das Rauschen durch die vielen Aufnahmen verringert wird. Im hier gezeigten Fall addiert sich das Rauschen von Bild zu Bild. Hier hilft nur, die Aufnahmen im RAW-Modus zu machen und unter selben Temperaturbedingungen sogenannte "Darks" anzufertigen, welche von den Aufnahmen subtrahiert werden. Die ist jedoh ein weites Feld, was hier den Rahmen sprengen würde. Ich stelle mal was auf meine HP, was aber noch einige Tage dauern wird.
Jedoch sind die neueren DSLR-Kameras im Rauschverhalten so gut, dass dieser Aufwand fast nicht mehr lohnt.
Das hier gezeigte Bild der Spitzkoppe ist allerding auch nicht all zu toll geworden, da in der zweiten Nachthälfte Wolken aufzogen. Dies erkennt man an den teilweise unterbrochenen Sternenspuren. Ich werde aber aus den Daten eine kleine Animation erstellen.
Dauert halt alles noch etwas.
Dafür habe ich noch andere Fotos dieser Art, die bald online gestellt werden.
Stephan M425 Beiträge · seit 200710. Apr. 2009 · #18Hallo Moose,
willkommen wieder zu Hause 🙂
Ich habe am in der Nacht vom Freitag zum Samstag noch eine neue Lichtmaschine eingebaut bekommen. Dann hatte ich noch kurz vor Hakos eine komplette "Reifenzerlegung" und am letzten Tag ist mir 3km vor dem Sitz der Autovermietung ein dämliches Perlhuhn in die Frontscheibe gedonnert. Ergebnis bei Tempo 80: Scheibe hat es nicht überlebt. Das Perlhuhn allerdings auch nicht 😉
Sonst verlief alles ohne Probleme 😉
La Leona2'779 Beiträge · seit 200710. Apr. 2009 · #19Faszinierend Stephan.
Ich möchte gerne einmal eine kleine Anregung für Fotografen in den Raum stellen:
Wer hat Bilder welche eine surreale Stimmung an einem weltberühmten Highlight darstellen?
Ich denke da an Aufnahmen die nicht unbedingt den normalen Standort, Winkel, Brennweite und Belichtung etc. von berühmten Vorgängern nachahmen sondern Aufnahmen die aus einer innernen Überzeugung, einem persönlichen drive entstehen und uns eine sonst bekannte Szene vollkommen anders zeigen.
MooseOnTheLoose1'470 Beiträge · seit 200811. Apr. 2009 · #20Stephan M schrieb:Hallo Moose,
willkommen wieder zu Hause 🙂
Ich habe am in der Nacht vom Freitag zum Samstag noch eine neue Lichtmaschine eingebaut bekommen. Dann hatte ich noch kurz vor Hakos eine komplette "Reifenzerlegung" und am letzten Tag ist mir 3km vor dem Sitz der Autovermietung ein dämliches Perlhuhn in die Frontscheibe gedonnert. Ergebnis bei Tempo 80: Scheibe hat es nicht überlebt. Das Perlhuhn allerdings auch nicht 😉
Sonst verlief alles ohne Probleme 😉
Hallo Stephan,
da hattest Du ja noch richtig Freude an Deinem Bus. Das arme dämliche Perlhuhn... 🙁
Erst in der Nacht zum Samstag hast Du die neue Lichtmaschine bekommen? Dann hättest Du ja doch noch mit uns zum Sossusvlei reinfahren können? Wir hatten uns dann übrigens für das Dead Vlei entschieden. Mittags saßen wir dann gemütlich mit Hubertus und Heike beim Picknick auf dem 4x4-Parkplatz, sehr schön war das.
Bei uns lief alles super mit unserem nagelneuen Schiff von Auto. Einziges Ärgernis waren halt in Bagatelle die Pferdebissspuren auf dem Lack unserer Motorhaube. Aber Tierschäden gab es eigentlich keine. Oh halt, ich dachte, ich hätte einen Gecko im Klo ermordet. Der saß von mir unbemerkt in der Rinne und die Spülung verschaffte ihm eine feuchtfröhliche Karusselfahrt. Dann lag er ganz benommen im Klobecken und ich war völlig verzweifelt und dachte, er sei tot. - 10 Minuten später guckte sein Schwänzchen schon wieder unter der Rinne vor... Uff.
Gruß,
Moose.