GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #1Ich lese gerade beim vermieter Leopard Tours:
Aus diesem Grunde bieten wir auch keine kleineren Fahrzeuge wie etwa Golf, Jetta, Corolla, Mazda Midge (323) etc. an und können diese auch nicht empfehlen. Schäden an Reifen, Felgen, Unterboden, Fahrwerk, Stoßdämpfer, Ölwannen etc. sind hier die Regel und lassen den zu anfangs etwas niedrigeren Mietpreis sehr schnell ins Gegenteil umschlagen;
Ist dem so zuzustimmen ? Wenn ja, dann ist ja das Fahren mit einem normalen kleinerem PKW ein wirkliches Risiko.
Bitte um Eure Meinungen !
JOJoeheinzThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #2Hallo,
Das ist ganz einfach: Fährst Du nur die großen Teerstraßen, dann reicht ein nomaler PKW.
Willst du hingegen Gravelroads, Pads oder andere "wilde" Strecken fahren, muß ein 4x4 her.
Grüße
Joe
GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #3An Gast!
Bisweilen fuhr ich nur die Pads mit einem Golf"Chico". (Zum 6.Mal
ohne Vorkomnisse!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Die üblichen Pads,wo ein 4Road
benötigt wird,dürfte ja bekannt sein!
GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #4Hallo,
Willst du hingegen Gravelroads, Pads oder andere "wilde" Strecken fahren, muß ein 4x4 her.
ich gebe Joeheinz bei "wilden" Strecken recht.
Bei Pads ist es sinnvoll ab D-Straßen sich vorher über deren Zustand zu informieren od. eben gleich A-, B- u. C-Straßen nehmen.
Ich finde es jedesmal wieder erstaunlich wie gut man mit dem Corolla überall hinkommt.
Das Geld für einen 4x4 kann man sich da sparen.
Gruß Sabina
GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #5Hallo
Wir waren heuer im April in Namibia. Wir haben in SA das Auto gemietet, und haben einen Toyota Tazz gehabt (Kleinwagenn ohne Allrad).
Grundsätzlich sind wir auf allen Straßen, außer richtigen 4WD Strecken gefahren. Wegen der noch anhaltenden Regenzeit haben wir die Route jedoch verändern müssen (wir wollten über die Tiras Berge zum Sossousvlei) sind aber über Maltahöhe gefahren. Am nächten Tag war wieder Sonnenschein und wir hatten richtig Herzklopfen, denn die Pfützen sind immer größer und tiefer geworden. Auf dieser Strecke sind wir dann auch noch bei einem Steckengebliebenen Bus vorbeigekommen (wurde gerade von 2 Jeeps herausgezogen). Und später sind wir 2 mal in einem sandigem Flußbett steckengeblieben, aber das war kein großes Problem, weil wir nur den Sand wegschaufeln mussten. Wenn man aber aufpasst, kann man es ohne weiteres schaffen. siehe Fotos
http://www.manuela-und-peter.at.tf Aufgrund deiner Unsicherheit würde ich allerdings einen Allrad empfehlen. Im nachhinein hätten wir uns auch einigen erhöhten Blutdruck erspart, und ich muss sagen ich würde das nächste mal einen Allrad nehmen.
gruß Peter
JOjoliThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #6Hallo Gast,
die von Dir wiedergegebene Aussage von Leopard Tours halte ich so für schlicht "dummes Zeug". Natürlich ist ein Auto mit etwas mehr Bodenfreiheit ( das heißt aber immer noch nicht 4x4) sehr viel angenehmer zu fahren, aber selbstverständlich kommt man auch mit jedem Golf, Jetta, Tazz usw. zu fast allen Zielen Namibias - bis auf die bekannten 4x4-Strecken. Die machen aber vielleicht 1% des Gesamtstreckennetzes aus. Und wer keine Erfahrung mit 4x4 hat, wird vermutlich auch auf diesen Strecken nicht weit kommen. Dass Schäden am Unterboden, Ölwanne usw. bei den Kleinwagen die Regel sein sollen, habe ich bisher weder gehört noch erlebt - und das nach über 20 Jahren Namibia-Reisen. Richtig dagegen ist sicherlich, dass Reifenschäden bei den kleineren Fahrzeugen häufiger auftreten als bei den mit Geländereifen bestückten 4x4-Fahrzeugen. Bei einem Mietpreis-Unterschied von mindestens 30 € pro Tag dürfte das aber nun wirklich kein Argument gegen die Kleinwagen sein.
Gruß Joli
GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #7Was sind die oben zitierten A-Straßen?
ASAchim der SpäteThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #8Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #9Hallo Gast,
ich kann Joli da nur zustimmen.
Vor allem, wenn Du noch nie vorher einen 4x4 gefahren hast, wirst Du Dich wundern, in welche Schwierigkeiten Du mit so einem Auto kommen kannst.
Wenn 4x4 draufsteht und jegliche Erfahrung fehlt (mit Untersetzung fahren, Freilaufnaben richtig betätigen, Fahren im Tiefsand, Luftdruck reduzieren, Fahren mit Sperre und/oder Untersetzung bei ordentlichem Gefälle, ohne dabei Kupplung und Bremse zu betätigen, sondern entgegen aller Gewohnheit leicht Gas zu geben etc. etc.), dann ist das kein Freifahrtschein, um überall durchzukommen.
Ganz im Gegenteil: Pisten, die Du mit einem PKW nicht wagen würdest, probierst Du mit einem 4x4 aus - und bleibst stecken.
Ein 4x4 ist allenfalls robuster und hat mehr Bodenfreiheit, als ein normaler PKW, ist aber bis auf wenige Strecken in NAM nicht notwendig.
Gruss Thomas
(3 Monate mit eigenem 4x4 unterwegs)
ASAchim der SpäteThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #10Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
DUdundeeThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #11Lieber Namensvetter
Allrad-Fahren ist keine Hexerei. Auch wenn die "harten" Kerle der 2x4-Gilde dies immer wieder behaupten. Auf Schotter (und das hat es nun mal in Namibia reichlich) fährt man sicherer mit 4x4 als ohne. Man kann natürlich auch ohne, aber eben sicherer ist es nicht.
@Achim: auf Schotter solltest Du mit leicht reduziertem Luftdruck fahren. Schont Reifen und Fahrer (wg. Federung). Gruss, Thomas
GAGastThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #12Natürlich ist der Toyota Corolla oder Polo deutlich billiger. Der Urlaub macht aber mit einem 4x4 einfach mehr Spaß und ich persönlich fühlte mich auch sicherer, weil ich wusste, egal was kommt, ich kann jede Straße, die ich passieren wollte auch passieren. Meine Route führte entlang der "Hauptsehenswürdigkeiten".
Man kann es halten wie man will. Ich würde in Namibia, wenn ich es mir irgendwie leisten könnte nur mit 4x4 reisen, weil es so viele Vorteile hat, die man hier ja schon überall lesen kann: Bequemlichkeit, Platz, höherer Sitz, bessere Rundumschau, Wagen sind weniger anfällig und können, Frontbügel vorausgesetzt, auch mal einen Zusamenstoß mit kleinerem Vieh insoweit überstehen, dass man zumindest weiterfahren kann und nicht dem Zorn des Viehbesitzers und seiner Brüder ausgesetzt ist 🙂
Fazit: Du kommst auch mit dem Polo an die wichtigsten Stellen ran, aber mehr Spaß macht die Reise im 4x4 !!!!
SWswisscheesThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #13Wir entscheiden uns meist für einen Kompromiss und nehmen einen Toyota Condor oder ähnliches Fahrzeug, so haben wir mehr Bodenfreiheit und sitzen auch hoch. Kostet mehr als ein Golf aber weniger als ein 4x4.
2x4 ist für die meisten Routen in Namibia genügend.
Es ist mir nicht klar was 4x4 auf Gravelroad bringen soll. Vielleicht bis zu einem gewissen Punkt in Kurven, aber wehe wenn der Punkt überschritten ist. Spätestens bei eine Vollbremsung sind alle Autos der kinetischen Energie ausgesetzt. Nur die 4x4 haben, weil schwerer, auch mehr davon. 😉
Das gilt auch bei uns bei Schnee. 😈
swisschees
GAGastThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #14@swisschees
"Es ist mir nicht klar was 4x4 auf Gravelroad bringen soll..."
Na endlich, es spricht mal jemand aus!
(Puh, und ich dachte schon, ich kann meine 8 Jahre 4x4- und Offroad-Erfahrung in die Tonne kloppen, nur weil einige 4x4-Mieter meinen, in Namibia geht´s nicht ohne...)
4x4 auf Gravelroads, und davon gibt es sehr viele in NAM, ist völlig unnötig und bedeutet vom Antrieb, der Gefahr des Steckenbleibens, dem Fahrkomfort und der Sicherheit keinerlei bis kaum Vorteile.
Auf Schotter fährt man mit Allrad nicht sicherer.
Ganz im Gegenteil: 4x4 vermittlet auf den einsamen Pads das Gefühl der Stärke und Stabilität (größer, höher, stärker, robuster), und evtl. zum schneller fahren. Durch den höheren Schwerpunkt mit Dachzelt und Co. liegt man sehr viel schneller auf dem Rücken.
4x4, bzw. Allrad-Antrieb zeigt seine Vorteile gegenüber Normalantrieb NICHT auf normalem Schotter oder Gravel (also 80% der NAM-Straßen), sondern hauptsächlich im Sand oder Schlamm/Schnee, bzw. Strecken, wo normal angetriebene Fahrzeuge z.B. beim Anfahren keine Traktion mehr haben. Da hilft Allrad, bzw. bessere Traktion weiter.
Ansonsten braucht es keinen Allrad; schon gar nicht auf festem Schotter mit NAM-typischer kilometerlanger Staubfahne hinter dem Auto auf der "Hauptsehenswürdigkeiten-Route".
Da muss sich das Auto nicht mit höherem Kraftaufwand durch Sand quälen (selbst dazu braucht es nicht unbedingt Allrad, sondern eher ein Untersetzungsgetriebe mit größer Kraftübertragung); da braucht´s auch kein 4x4, weil die Räder aufgrund fehlender Traktion durchdrehen könnten.
Deswegen haben auch einige Allrad-Fahrzeuge "nur" zuschaltbaren Allrad und fahren die meiste Zeit mit angetriebenen Hinterrädern (Einige Spezialisten reisten wochenlang mit ihrem Allrad durch die erbarmungslose Wildnis, schwörten auf 4x4 und dessen Vorteile im Sand, Gravel und Co - hatten den Allrad unbemerkt aber NIE eingeschaltet!)
Jemand, der meint, die Strecke von Hobas zum Canyon-Lookout sei eine 4x4-Strecke, nur weil es da mehr holtert und poltert als auf üblichen Pads, der irrt. Da ist weder ein Krümel Sand auf der Piste (Untersetzung), noch liegt da ein dicker Baumstamm (Bodenfreiheit) vor einem tiefen Schlammloch (Traktion durch eingelegte Differentialsperre).
Allrad angemessen ist z.B. das letzte Stück im Sossusvlei, der Van Zyl´s-Pass oder einige Abschnitte von Maun nach Kasane im Chobe und Moremi.
Die als "4x4" sogar ausgeschilderte Piste vom Oranje durch den Gamkab nach Ai-Ais ist auch nur 4x4, weil man ein bißchen mehr Bodenfreiheit braucht. Aber keinen Allradantrieb!
Na, ist ja auch egal, wem erzähl´ ich das eigentlich?
Wissen ja alle hier sowieso Bescheid 😉
Gruss Thomas
ca. 13700km durch RSA,NAM,BW unterwegs
(5000km Teer - 8500km Piste,Gravel,Pad - ca. 120km Allrad - mehr war nicht notwendig)
KAkatajutaThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #15Nachdem ich den letzten Bericht von Gast und Swisschees gelesen habe, habe ich noch ein paar denkanstöße:
1. Glaube ich dass es schon etwas saisonabhängig ist welches Auto man ausborgt.
2. Es wird wohl auch Streckenabhängig sein.
3. Anscheinend habe ich bei meinem Tipp siehe oben nicht an diese Enduro PKW gedacht (Normale PKW mit hoher Bodenfreiheit)
4. Wenn dieser Anbieter nur Allradfahrzeuge anbietet, dann muß man wohl zu einem anderen Anbieter wechseln (als Tipp für den Gast der diesen Thread geöffnet hat)
5. Ich nehme mal an dass du bei den 13700 km auch immer einen 4x4 gehabt hast, also nur 10% benötigt has, aber 100% 4x4 gefahren bist. Und bei einem normalen Auto kann man leider nicht auf Allrad umschalten
Also einigen wir uns auf eine Mischung 4x4 ist nicht notwendig aber ein Kleinwagen (wir hatten einen Toyota Tazz) ist nicht empfehlenswert
Außerdem soll es ja ein Tipp sein für einen Erstbesucher Namibias. Also ein Dazwischen ist genau richtig.
Gruß Peter
GAGastThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #16@katajuta
Hallo Peter,
1. Jein. Je nach Jahreszeit und Region können evtl. einige Pisten gesperrt sein. Das wissen dann aber die locals, der Gegenverkehr oder man sieht es einfach, wenn z.B. in Etosha die Pisten blockiert sind. Dann "darf" man auch mit Allrad nicht durchfahren, sondern wählt eine Alternativstrecke.
2. s.o. Allerdings ist auf der Hauptsehenswürdigkeiten-Route kein Allrad erforderlich.
3. der hochbeinige Condor hat genügend Platz und ist komfortabel
4. auf natron.net findet man (fast?) alle Anbieter
5. kleiner Rechenfehler 😉. Weniger als 1% unserer Strecke habe ich wirklich Allrad bzw. Untersetzung wegen Tiefsand gebraucht.
Und das war bis auf die letzten 4 Kilometer im Sossusvlei ausschliesslich in Botswana.
Es ist mein eigenes Auto und als Reisemobil ausgebaut. Wäre ich ein Fan von VW-Bussen, hätte ich diesen umgebaut und mit nach Afrika genommen.
Apropos Ausbau und Reise- bzw. Campermobil:
Nicht wenige 4x4-Anbieter haben das komplette Campingprogramm in und auf dem Auto. Vom Geschirr über Handtücher bis zum Dachzelt. Allerdings auch immer eine Kühlbox. Letztere ist die m.E. beste Erfindung seit dem Rad 😉 , gerade für das südliche Afrika.
Wenn man aber nicht campen will, wird die Auswahl nach Allradfahrzeugen geringer oder man schleppt den ganzen Zirkus mit sich herum (Gewicht, Kosten, Komfort)
Gibt´s Kühlboxen auch in normalen Miet-PKW?
Gruss Thomas
GAGastThemenstarterGast13. Dez. 2005 · #17Das ist eben auch ein entscheidender Vorteil von 4x4-Kfz: Sie sind voll Camping-ausgerüstet und das kostet meist nichts extra, während du beim Condor oder gar Polo für jeden Teller und Topf einzeln zahlen darfst. Durch das Dachzelt spart man einfach viel Zeit und Nerven und ggf. auch Geld.
Mein Tip: Laß Dir mal bei Kalahari Car Hire ein Angebot machen von einem älteren, technisch einwandfreien 4x4. Die sind voll ausgestattet und wenn Du noch mehr Ausrüstung brauchst, dann gibts das kostenlos obendrauf! Die Wagen sind einwandfrei. Laß Dich nicht beirren, das man unbedingt einen Wagen mit unter 10000km Laufleistung bräuchte. Unsinn. Der Wagen muß technisch gepflegt sein und fahren!
GAGastThemenstarterGast14. Dez. 2005 · #18wir haben immer einen tazz.
dazu nehmen wir immer eine grundausstattung von daheim mit (kuehlbox, teller, besteck, tassen, becher, geschirrtuecher etc). das ist gewichtsmaessig noch zu verkraften, und wir sind ein bisschen unabhaengig. uebernachten tun wir dann in nationalparks oder self catering. toepfe brauchen wir keine, und der grill ist imer da!
vorteil ist auch, dass wir unterwegs auch anhalten koennen und lunch pause machen.
ULUlrikeThemenstarterGast14. Dez. 2005 · #19Ich hatte kürzlich auch einen Tazz und der hat die 3.300 km ohne Probleme bewältigt.
Auch eine 25km lange Farmzufahrt, die eigentlich eine Allradstraße ist (wir wussten davon nichts), haben wir in zwei langen Stunden überstanden. Sicherlich wäre hier ein 4x4 besser gewesen, aber ich denke es ist letztendlich eine Frage des Budgets.
Ich habe für den Tazz 290 N$/Tag bezahlt. Im Preis enthalten war ein zweiter Reservereifen, ein kostenloser Transfer vom und zum Flughafen und der Autovermieter hat mir noch eine große Kühltasche gegeben. Eine Klimaanlage hatte der Kleine auch. Da kann man doch nicht meckern.
Die Allradwagen fangen bei 800 N$/Tag an. Wenn man dann noch den höheren Spritverbrauch rechnet kommt bei 2-3 Wochen Urlaub eine sehr stolze Summe zusammen.
Gruß Ulrike
GAGastThemenstarterGast15. Dez. 2005 · #20Hallo Ulrike!
Der von Dir gemietete Wagen,war ausserordentlich preisgünstig!
(Noch dazu mit Klima) würde mich interressieren,wer der Ver-
mieter war? Danke für Deinen Hinweis! 😄