Rätsel über Rätsel in Stein - Namibia

21 Antworten · 12,7k Aufrufe · gestartet 03. Apr. 2009 von siggi
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Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #1


Wunderwelt der Steinkugeln - Erongo Gebirge - Namibia

Im Erongo Gebirge in Namibia gibt es die Wunderwelt der riesigen Steinkugeln. Ein Eldorado für Fotografen.











Haben hier die Gesetze der Schwerkraft keine Gültigkeit?
Die riesigen kugelförmigen Steine müssten umfallen, den Hang herunterstürzen. Warum passiert das nicht? Was hält sie fest? Fragen über Fragen. Ein Werbetexter würde vielleicht sagen: Im Falle eines Falles klebt Pattex wirklich alles.



Wo kommen diese Steinkugeln her? Irgendwo abgebrochen, heruntergefallen sind sie nicht. Wer hat sie so geordnet, hingelegt?
Waren es Außerirdische? Oder sind sie einfach vom Himmel gefallen? Verbirgt sich in dieser scheinbaren Unordnung eine Ordnung, eine Botschaft? Von wem - an wen?



Diese Steinkugel hat einen Durchmesser von ungefähr 12 Metern und wird über fünfzig Tonnen wiegen. Wie rechts deutlich zu sehen ist stand sie auf einem Sockel. Ist sie umgefallen? Wie kommt sie auf den neuen Sockel auf dem sie jetzt steht?
Wir haben intensiv gesucht, einen leeren Sockel nicht gefunden.
Rätsel über Rätsel.
Wie kommt die Kugel dort hin? Ein Abhang von dem sie herunter gerollt sein könnte gibt es nicht, außerdem wäre sie von den Felsen und Steinblöcken rundherum aufgehalten worden. Menschen und selbst größte Maschinen hätten die Steinkugel nicht bewegen können.
Wie ist sie dahin gekommen?
Waren es mächtige Riesen, oder Außerirdische, die die Kugel von ihrem bisherigen Sockel genommen und und an dieser Stelle auf einen neu erstellten Sockel gesetzt haben? Aber warum?



Dieses Ei ist mindestens sechs Meter hoch. Ist es ein versteinertes Ei eines riesigen Wesens, das vor Millionen von Jahren hier gelebt hat? Oder haben es Wesen aus dem All geformt?













Vögel oder der Wind haben den Samen dieses Strauches in den Riss einer Steinkugel gebracht. Wenn es einmal regnet, und das kommt selten vor, sammelt sich das Regenwasser in dem Riss. Irgendwann werden die Wurzeln ein Stück der Steinkugel absprengen. Im Wundergarten der Steinkugeln herrschen extreme Temperaturunterschiede. Im Winterhalbjahr kann das Thermometer bis nahe Null Grad fallen. In der Sommerzeit sind Temperaturen über 40 Grad zwischen den Steinen keine Seltenheit. Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft fällt dann unter zehn Prozent.



Unser Geländewagen - ein Winzling in der Welt der Riesensteinblöcke und Steinkugeln.



Man kann sich in dieser scheinbar grenzenlosen Einsamkeit Tage aufhalten. Wird immer wieder neue Ansichten, neue Gesteinsformationen entdecken. Besonders faszinierend ist das Sonnenlicht, wenn die ersten Strahlen die Steine zum Leben erwecken. Bei Sonnenuntergang erglühen die Steine, wie kochender Stahl. Hier kann man in einer grandiosen Einsamkeit unter dem Kreuz des Südens wunderbar campen.
Allein der Sternenhimmel lohnt eine Reise. Milliarden von Sternen. Die Milchstrasse ein breites silbernes Band. In den Monaten August und September wird man besonders viele Kometen am nächtlichen Himmel sehen und kann sich etwas wünschen.
Wenn das Lagerfeuer knistert, die Steaks in der Pfanne bruzzeln und ein kühles Windhoek Lager den Staub wegspült, dann erlebt man Afrika mit allen Sinnen. Der scheinbar leblose Wundergarten erwacht. Die abkühlenden Steine knistern und knacken. Der Ruf der Schakale ganz in der Nähe. In einem Pool zwischen den Felsen löschen Antilopen und Bergzebras ihren Durst. Oben zwischen den Felsen faucht ein Leopard der sich auf die Jagd begibt. Man möchte die ganze Nacht draußen sitzen bleiben.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2009
3'175 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #2
Danke fuer die tollen fotos

was haelste als Erklaerung, schlicht und einfach von EROSSION?!
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
8'054 Beiträge · seit 200803. Apr. 2009 · #3
Hallo Siggi,

Es ist ja bekannt, dass das Erongo Gebirge eine vulkanische Felsformation ist. Wusstest du, dass es vor 140 Millionen Jahren (laut Wissenschafler) hier der letzte Vulkanausbruch gab? Diese Granitfelsen sind schon sonderbar, du hast dies auf deine Bilder gut zur Geltung gebracht.

Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
93 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #4
Hallo Sigi,

sind das tolle Bilder!!!

Die riesige Steinkugel mit dem Durchmesser von 12 Metern finde ich besonders eindrucksvoll - wie ein Ei mit einem zu kleinen Eierbecher.

Gibt es dort auch Felsmalereien oder würden die zu schnell verwittern? Seid ihr da einfach so rumgeklettert (keine Tiere)?

Liebe Grüße
Maggy
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5'479 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #5
Das gezeigte Gebiet heißt Bulls Party und befindet sich auf dem Gelände der Ameib Ranch.

An "gefährlichen" Tieren gibt es dort sicherlich die ein oder andere Giftschlange und auch Leoparden sollen dort vorkommen. Davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden, denn die Tiere versuchen eine Begegnung mit dem Menschen zu vermeiden. Die Besteigung des direkt neben den Felskugeln liegenden Elefantenkopf-Berges war eines der schönsten Erlebnisse die ich in Namibia hatte. Die Gefahr durch Tiere ist dort nicht größer, als die Gefahr durch den Autoverkehr in einer deutschen Großstadt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
630 Beiträge · seit 200803. Apr. 2009 · #6
Hallo Maggy,

die von Siggi gezeigten Kugeln sind durch die sog. Wollsackverwitterung entstanden. Hier arbeitet die Natur hauptsächlich mit Frostabsprengungen.

Auf Ameib gibt es in der Philipp´s Cave die bekannte Felszeichnung "White Elefant".

Gruß

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
49 Beiträge · seit 200703. Apr. 2009 · #7
Hallo Siggi,

tolle Bilder hast Du da gemacht.

Dies ist eine der typischen Verwitterungsformen von Granit und anderen Hartgesteinen.

So ziemlich überall auf der Welt kann man diese bzw. ähnliche Strukturen finden.

Sehr ähnlich sind die im Red Center von Australien gelegenen Devils Marbels und die Pebbles (beide nördlich von Alice Springs) oder auch bei uns im Harz.

Im Harz findet sich die nicht minder seltsame Wollsackstruktur. Hier ist die Formgebung ein bisschen anders, da Hauptträger der Errosion Wasser und nicht Sand und Wind ist.

Durch die hohen Temperaturschwankungen in Afrika (bei uns eher durch gefrierendes Wasser in Rissen) werden durch unterschiedliche thermische Ausdehnungswerte von Feldspat Quarz und Glimmer Mikrokörnchen abgesprengt und durch den Wind verfrachtet.
Durch Wind und Sand beschleunigt sich dieser Prozess mit der Wirkung eines Sandstrahlgebläses.

Der Sand um diese Formationen ist i.d.R. auch das abgelöste Material. Insgesamt nennt man diesen Prozess auch Vergrusung.

und so kann man sich das ganze vielleicht ein bisschen besser vorstellen:

http://www.geo-glossar.de/woerterbuch/wollsackverwitterung.html

LG
Stephan
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841 Beiträge · seit 200803. Apr. 2009 · #8
Hallo zusammen;

Namibias Granitformationen;

Granit ist ein massives magmatisches Kristallingestein und besteht im wesentlichen aus den Mineralen Quarz, Feldspat und Glimmer. Trotz seiner hohen Härte unterliegt der Granit, wie jedes andere Gestein, den Einflüssen der Verwitterung in Form von Sonne, Wind und Wasser, Temperaturschwankungen und anderen äußeren Kräften die auf den Fels einwirken. Bizarre Granit-Formen sind im wesentlichen eine Folge von Millionen von Jahren andauernden Verwitterung. Ihre Entstehung begann bereits zu Zeiten, als der Granit noch nicht durch Abtragungsvorgänge an die Erdoberfläche gelangt war sondern von Deckschichten überlagert unter der Erde verborgen lag. Während feuchterer Klimaperioden konnte Oberflächenwasser duch die Deckschichten bis in den Granit vordringen. Im Granitmassiv bewegte sich das Grundwasser entlang senkrechter Kluftsysteme welche durch das ständige Einwirken des fließenden Wassers ausgewaschen und erweitert wurden. Damit wurde der Granitkörper schon unterirdisch durch die Tiefenverwitterung in zahlreiche Würfel zerlegt.
Über 100 Millionen von Jahren gelangte der Granitkomple duch Abtragung der Deckschichten an die Erdoberfläche. Die "vorpräparierten" Granitwürfel unterlagen nun heißen und trockenen Klimabedingungen.
Hohe Sonneneinstrahlung heizt die Oberfläche des Granits tagsüber stark auf. Die dunklen Mineralkomponenten absorbieren mehr Wärme als die helleren Bestandteile und dehnen sich dementsprechend unterschiedlich. Die Ausdehnung wird aber durch den "Temperatursturz" in den Abend- und Nachtstunden ins Gegenteil verkehrt. Die Granitoberfläche kühlt sich rasch ab, was zu einem zusammenziehen des Kornverbandes führt. Durch dieses ständige Ausdehnen und Zusammenziehen wird der Granit gelockert. Einzelne Körner lösen sich aus dem Verband. Der Granit zerfällt oberflächig mehr und mehr in seine mineralischen Bestandteile, dem Kristall-Grus, der sich am Fuße der Granitblöcke anreichert. Der Grus wird von den Bächen und Flüssen in der Regenzeit und auch vom Wind abtransportiert. Durch Temperaturverwitterung verlieren die Granitblöcke nicht nur an Größe. Die ursprünglich eckigen Felsblöcke werden mehr und mehr zugerundet, so daß regelrechte Kugeln entstehen. Diese abgerundeten Formen werden als ""Wollsackbildung"" bezeichnet. Herabgestürzte "Wollsäcke" gestalten dann mit wirr verstreuten Felskugeln die Landschft.
Die Verwitterung der Felskuglen setzt sich fort. Regenwasser, das von den Felskörpern abtropft, bildet im Laufe langer Zeiträume kleine Vertiefungen rund um die Granitkugeln. Sind diese Vertiefungen einmal vorhanden vergrößern sich diese durch die Lösungstätigkeit des Wassers und Windausblasungen der Verwitterungsrückstände immer weiter und "nagen" somit am Fuße des Felsblocks. Dies führt soweit, daß die Kugel nur noch auf einem dünner werdenden Sockel ruht.

Auf einducksvolle Weise wird demonstriert wie Hitze und Kälte, Wind und Wasser auf die so unbezwingbar und ewig anmutende Granitmassive auswirken können.


Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
93 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #9
Hallo liebe FoMis,

vielen Dank für die interessanten Infos - das Gelände der Ameib Ranch ist ja sehr gut erreichbar!

Von der Wollsackverwitterung habe ich zuvor noch nie etwas gehört.

@Siggi: Hast du die Cave mit der Felszeichnung "White Elefant" auch besucht? Vielleicht auch ein Bild geschossen?

Liebe Grüße
Maggy
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49 Beiträge · seit 200703. Apr. 2009 · #10
Hallo Maggy,

solche Verwitterungsstrukturen findest Du auch an der Spitzkoppe und weiter oben im Norden auch wieder (Nähe Khorixas Richtung versteinerster Wald).

Namibia ist sowas wie das Bilderbuch der Erde.

Es gibt nicht viele Gebiete auf diesem Planeten, bei denen die Entstehungsgeschichte anhand von freiliegenden Gesteinsschichten aus den unterschiedlichsten Epochen so schön zu erkennen ist.

Informativ und leicht verständlich und deshalb empfehlenswert für die Reise

Namibias faszinierende Geologie: Ein Reisehandbuch (Taschenbuch)
von Nicole Grünert

LG
Stephan
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15 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #11
Hallo FoMis

auf der Farm Wüstequell kann man eine andere Spielart der Verwitterung entdecken: die sogenannten Tafonis (Tafonisierung)
Hier bei wird der harte Stein meist durch Windausblasung freigelegt.


Camp Aussicht

Georg
148 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #12
Ja, die Natur bringt schon tolle Sachen hervor.

..und es gibt wohl hier ein paar "Erich von Däniken"-Fans 🤢

Grüßle
Max
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93 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #13
Hallo Stephan,

vielen Dank für den Buchtipp - es scheint äußerst umstritten zu sein. Ich habe gerade bei amaz....de geschaut, da hat es sehr negative Kritiken erhalten.:(

Liebe Grüße
Maggy
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15 Beiträge · seit 200603. Apr. 2009 · #14
Hallo Maggy,
mich hat das Buch
"NAMIBIA eine Landschaftskunde in Bildern" (Klaus Hüser, Helga Besler u.a)
sehr inspirert viele Orte und Landschaften in Namibia mit anderen Augen zu sehen.
Wir haben uns stellenweise auch gezielt Reiseziele aus dem Buch gesucht, um das Beschriebene "live" zu sehen.

Georg
Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #15
Hallo Jörg,
das stimmt im Wesentlichen.
Doch bleiben Rätsel Z.B. die Kugel die von einem Sockel entfernt wurde (wie?) und jetzt auf einem neuen Sockel steht. Wie ist sie dahin gekommen?

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
49 Beiträge · seit 200703. Apr. 2009 · #16
Hallo Maggy,

naja, wenn man ausgebildeter Geologe oder ein sehr interessierter Laie ist mag es nicht das beste Buch sein.

Für Ottonormalverbraucher ist es meiner Meinung nach sehr gut geeignet, da hier Geologie in einfachen Worten und sehr anschaulich erklärt wird.

Es geht ja bei einer Namibiareise im Normalfall ja nicht um Details einer geologischen Abfolge, sondern eher darum komplexe geologische Vorgänge einfach erklärt zu bekommen und zu verstehen. Mit einer wissenschaftlichen Arbeit bewaffnet am Straßenrand zu stehen und dann den Durchblick zu behalten warum der Berg oder Fels so aussieht wie er ist, wäre von den meisten etwas viel verlangt.

Deshalb finde ich dieses Buch trotz aller Kritik gut, da es auf wenigen Seiten einen Einstieg in die Entstehungsgeschichte der Erde gibt und verschiedene Gegenden Namibias behandelt die auch allgemein touristisch interessant sind.

LG
Stephan
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Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #17
Hallo ANNICK,
bei einem Vulkanausbruch in die Luft geschleudertes Magma kann diese Steine nicht gebildet haben, da es wie ein Brei zerläuft und dann erkaltet.
Für mich auch nicht denkbar ist, das die Steine im Strom eines riesigen Flußes so geschliffen wurden. Sind dafür viel zu groß.
Bleiben doch Rätsel - oder nicht?

Gruß Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Apr. 2009 · #18
Hallo Maggy,
zwischen den Steinen gibt es eine große restaurierte Buschmannzeichnung.


Was Krabbeltiere betrifft bin ich ein absoluter Angsthase.
Drei Wespen oder andere in Afrika viermotorige Insekten sind für mich gefährlicher als die gleiche Anzahl Elefanten.
Wir haben weder, Spinnen, Moskitos oder sonstige Krabbeltiere gesehen. Dort eine Schlange zu sehen halte ich für wenig wahrscheinlich. Trotz Gummisohle, wenn eine Schlange in der Nähe sein sollte, erzeugt man beim laufen Geräusche/Schwingungen, wird sie sich M.E. eher verstecken.

Man kann M.E. ganz unbekümmert zwischen den Steinen herumlaufen. Klettern muß man nicht.



Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2009
2'779 Beiträge · seit 200703. Apr. 2009 · #19
die Kugeln sind nicht auf der Erdoberfläche sondern in der Erde entstanden. Man nennt das Tiefenverwitterung, unterirdische Entstehung von Granit-Blöcken durch Tiefenverwitterung entlang der Kluftsysteme. Der Sockel heisst Kristall-Grus und wenn die Steine Rund werden heisst das wie oben beschrieben Wollsackbildung. Siehe Seite 100/101/102 in Nicole Grünerts Buch. Ich finde es für mich als Laie einfach Klasse. Und da werden eben solche Fragen beantwortet ohne dass man auf ausserirdische Einflüsse spekulieren muss.
gruss leona
Gruss Leona
4'129 Beiträge · seit 200804. Apr. 2009 · #20
@Namib Tom
Super geschriebene Erklärung!

@ Siggi
Das mit den Felszeichnungen scheint mir doch ein kleines Missverständnis zu sein. Richtig ist, dass sich die abgebildeten Felsmalereien sich auf dem Gebiet der Ameib Ranch zwischen den beiden Felsen, die als Bulls Party bekannt sind befinden. Sie sind aber keine restaurierten Felszeichnungen und das steht auch ganz groß drauf! Es sind zwar sehr nette Felsmalereien eines französischen Künstlers mit Namen Eric Lon, aber es sind „Kopien“ vieler im Erongo Gebirge vorkommender Felsmalereien. Sie wurden 1999 gefertigt.
Felsmalereien übrigens, sind mit einem „Werkzeug“ (Finger oder „Pinsel“ aufgetragene angefertigte „Farben“, überwiegend ausgefüllte Figuren), Felszeichnungen hingegen werden mit einem ‚Crayon’ gezeichnet, das heißt mit einem Material (farbiges Mineral, Stein), das wie ein „Stift“ benutzt wird.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt