PEPele1904Themenstarter19 Beiträge · seit 200930. März 2009 · #1Hallo zusammen,
ich habe eine grundsätzliche Frage zum Thema Tierbeobachtung:
Wo außer der Etoscha Pfanne ist es empfehlenswert Wilde Tiere zu beobachten. Ich habe 21 Tage Zeit und hatte mir zuerst vorgestellt in den KTP auch noch zu gehen, mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob das Sinn macht und mich nicht nicht eher auf den Norden des Landes konzentrieren soll.
Was muss man sich unter einem "Gamepark" vorstellen? Außerdem habe ich im Reiseführer den Ort Palmwag gefunden, wo man wohl sehr gut Nashörner beobachten kann.
Bei der Tierbeobachtung geht es mir vor allem um die berühmten großen afrikanischen Savannentiere, was nicht heißt, das ich keine Freude an Exoten und weniger berühmten Vertreter der Tierwelt habe.
Zum Thema Etoscha: Würdet ihr mir zustimmen, dass drei volle Tage dort "ausreichen" (wahrscheinlich könnte ich dort auch einen Monat verbringen!) oder würdet ihr zu längerem Aufenthalt raten? Wenn man dort ist, ist es besser in einem Camp zu bleiben und dies als Basis zu nützen oder sollte man mehrere Camps zur Übernachtung nützen. Der Park ist schliesslich riesig groß!
Die Oryx Antilopen: Sind diese Tiere in ganz Namibia heimisch oder beschränken sie sich auf die Namib mit den berühmten Bildern auf den roten Dünen?
Vielen Dank für Antworten.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200830. März 2009 · #2Hallo Pele1904,
In Etosha sind 3 Nächte wirklich ein Minimum. Wenn du wirklich Tiere magst dann würde ich 2 Nächte Okaukuejo planen (da gibt es ein Super Wasserloch um die Tiere zu beobachten), 2 Nächte Halali und da noch vielleicht 2 Nächte in einem Camp oder Farm ausserhalb Etosha.(Gelbingen Farm oder Sachsenheim zum Beisspiel).
Was die Game drives anbelangt ist es sehr unterschiedlich. Ich empfehle immer Okonjima weil ich Wildkatzen mag und dort die Chance besteht sie zu sehen und zu fotografieren. Die Anlage ist einfach super aber hat Ihren Preis. Dies würde ich mir als Abschluss einer Reise leisten.
Viel Glück bei deiner Planung
Annick
Chrigu7'263 Beiträge · seit 200630. März 2009 · #3Hallo Pele
Oryx findest Du nicht in ganz Namibia aber in fast allen trockenen Gebieten. Das heisst, dass Du in Etosha sehr viele davon sehen wirst.
Wenn Du Nashörner sehen willst, besuchst Du am besten Nachts das beleuchtete Wasserloch von Okaukuejio oder Halali. Da hast Du eigentlich immer Nashorn Besuch. Auch gut ist z.B. Goas (20km von Halali entfernt) gegen Abend.
Auf Palmwag (bzw. dem Rhinotrust) wird tagsüber in kleinen Gruppen versucht ein oder mehrere Nashörner zu finden. Das ist ein super Erlebniss bei dem Du auch viele Informationen zum Nashorn aber auch zur Natur und anderen Tieren erhältst. Leider ist das aber relativ teuer.
Innerhalb des Etosha-Parks kommt es im Laufe des Jahres zu einer Migration. Deshalb ist es wichtig, dass Du den Aufenthalt nach der Jahreszeit bzw. dem Regen planst. Erste Jahreshälfte eher Region um Namutoni-Andoni und Halali, zweite eher Okaukiejo und Halali.
Ein Gebiet welches sich sehr für Tierbeobachtungen eignet ist die Caprivi-Region. Wegen dem vielen Wasser hast Du zusätzlich zur Etosha die Möglichkeit Flusspferde, Krokodile, Büffel einige spezielle Antilopen und unglaublich viele Vögel zu sehen. Die Frage ist, ob sich das noch in Deine Tour einbauen lässt.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Matou66843 Beiträge · seit 200830. März 2009 · #4Hallo,
sehr empfehlen kann ich im Caprivi den Mamili NP und dort einen 3 - 4tägigen Aufenthalt im "Camp" von Keith Roken-Smith. Dann marschierst Du zu Fuss hinter den Tieren (Elefanten, Büffel, Lechwe etc.) her (unbewaffnet). Ein einmaliges Erlebnis, zumal Keith ein ziemlich "abgefahrener Typ" ("Etosha? - It's a zoo!") ist. Infos findest Du hier im Forum, wenn Du mit dem Begriff "Mamili" suchst.
Trotzdem fahren wir im August u.a. wieder in den Etosha NP.
LG
Dirk
LIlifeofmyown74 Beiträge · seit 200804. Apr. 2009 · #5Auf der Epako Game Lodge haben sie momentan ein ca. ein Jahr altes Breitmaulnashornbaby. Die Lodge ist wirklich schön und das Abendessen sehr zu empfehlen! 😉 Die Omaruru Game Lodge ist ebenfalls sehr sehenswert. Beide empfinden sich ein paar Kilometer nördlich von Omaruru.
"Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall." (Dalai Lama)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200604. Apr. 2009 · #6Hallo Pele,
jetzt kommt eine sehr subjektive Äusserung von mir und ich will keine Grundsatzdiskusion auslösen 🙂
Beide Parks sind selbstverständlich einmalig, Etosha wie KTP!
aber sie lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen angefangen bei den Geländeformen
Etosha = flach, KTP eher leicht hügelig und auch die anderen geologischen Gegebenheiten sind anders,
schliesst der KTP doch an die Kalahari an.
Wenn ich wählen müsste wo ich 5 Tage und mehr verbringen müsste wäre der KTP mein eindeutiger Favorit.
Nachteil, er ist infrastrukturmässig so ausgelegt das es etwas mehr Planung braucht.
Willst du im KTP spezielle Tracks abfahren ist 4x4 plicht wo hingegen im Etosha alles mit dem PKW abzufahren ist.
Grundsätzlich würde ich, wie von dir bereits erwähnt, bei 21 Tagen mich für eine Region entscheiden.
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
LIlifeofmyown74 Beiträge · seit 200804. Apr. 2009 · #7chrigu schrieb:Oryx findest Du nicht in ganz Namibia aber in fast allen trockenen Gebieten.
...und am besten ist Oryx mit Kartoffeln und dunkler Sauce! 🙂
"Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall." (Dalai Lama)
PIPirnaerGast04. Apr. 2009 · #8Hallo,
das mit
kann ich nur bestätigen.
Ich möchte aber auch aus eigener Erfahrung darauf hinweisen, daß man im KTP keinesfalls "unbedingt" einen 2x4 braucht!
Wobei natürlich wahrscheinlich der Hummer immer die beste Lösung ist.
joli3'491 Beiträge · seit 200604. Apr. 2009 · #9Hallo Pele,
Tierbeobachtung ist vor allem eine Geduldsfrage, d.h. die Fähigkeit, auch mal längere Zeit an einem Ort zu bleiben, ohne zu wissen, ob und was passieren wird.Daher sind 3 volle Tage für Etosha = 4 Nächte für mich die absolute Unterkante. Und zwar aufgeteilt auf die einzelnen Camps, weil man sich nur so die verschiedenen Wasserlöcher erschließen kann. Wo wann was am besten zu sehen ist, kann man etwas von den Sichtungsbüchern abhängig machen - die liegen in den Camps aus und werden von den Besuchern aktualisiert. Da sehr viele Tiere standorttreu sind, kann man davon ausgehen, dass sie auch noch einen Tag nach der Sichtung im Revier sind.Sehr schön sind natürlich die nachts beleuchteten Wasserlöcher von Okaukuejo und Halali, wobei Okaukuejo ein richtiges Nashorn-Loch ist. Kann man fast seine Uhr nach stellen.Gelegentlich stören allerdings andere Besucher, die am Wasserloch "Party machen". Meist geht es aber recht gesittet dort zu.
Palmwag ist sehr schön und erlebnisreich. Aber um dort auf Nashörner zu treffen, braucht es u.U. schon längere Zeit als nur ein paar Stunden. Bei nur 3 Wochen Gesamtaufenthalt würde ich Palmwag auslassen. Ebenso den KTP, weil es etwas weit abliegt - wenn Du auch nach Etosha willst.
Gruß Joli
NANamibSun6 Beiträge · seit 200905. Apr. 2009 · #10Hab gehört, dass der Etosha gerade zu einem großen Teil unter Wasser steht.
Hat da jemand genauere Informationen?
Wir sind Ende April im Etosha - wird es da schwierig mit Tierbeobachtungen??
joli3'491 Beiträge · seit 200605. Apr. 2009 · #11Hallo Namib Sun,
nach allem, was ich gehört und gelesen habe, ist recht viel Wasser in der Pfanne. Vermutlich dann auch auf den Pads.Da gibt es dann größere Lachen, von denen man nicht weiß, wie tief und morastig sie sind. Aussteigen geht nicht, also müsst Ihr es darauf ankommen lassen. Zügig und am Rand fahren, um die Geschwindigkeit zu halten - dann sollte das schon gehen. In Kurven sollte man sehr vorsichtig fahren, insbesondere wenn der Straßenbelag hell ist - das spricht für eine Salz-Kalk-Mischung und die ist bei Feuchtigkeit sehr tückisch.
Elefanten werdet Ihr kaum zu sehen bekommen - die befinden sich noch in einem anderen, nicht zugänglichen Teil von Etosha. Aber dafür bekommt Ihr bestimmt sehr viele Jungtiere zu Gesicht, vor allem von Gnus und Zebras, aber auch von Springböcken und Impalas. Und wo viele Jungtiere sind, da lauern auch die Jäger - von Schakalen über Hyänen bis zu den Geparden.Man muss sie eben nur suchen, denn im hohen Gras sind sie schlecht auszumachen.Sehr vielversprechend sind auch die Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Mit Glück bekommt Ihr auch eine größere Zahl von Flamingos zu sehen. Etosha lohnt sich also auch im April.
Gruß Joli
SASabi27 Beiträge · seit 200805. Apr. 2009 · #12Hallo NamibSun
Ich war mitte März im Etosha und es war in der tat schwierig um 'grosse' Tiere zu sehen. Einige Strassen waren gesperrt und an den meisten Wasserlöchern waren überhaupt keine Tiere, nicht einmal Antilopen weil die ja genügend Wasser in Pfützen finden. Mit viel Glück kann man auch Nashorn, Elefant und Leopard sehen... Leute die wir getroffen haben hatten dieses Glück wir mussten uns auf Löwen beschränken... 😉 Jedoch hatten sie uns erzählt sie seien am Waterberg zweimal von sehr starken Regenfällen überrascht worden, während dem wir im Erongogebirge und Palmwag keinen einzigen Tropfen verspührt haben... Damit möchte ich eigentlich nur sagen mit etwas Glück kannst du alles sehen oder mit etwas Pech freue dich einfach an den Giraffen, Zebras, Springböcken und so weiter die auch ganz bestimmt du sehen wirst!
Liebe Grüsse aus der Schweiz!
Sabi
jaw2'048 Beiträge · seit 200705. Apr. 2009 · #13Hallo NamibSun,
das mit dem REgen wird jetzt von Woche zu Woche weniger werden (zumind. i.d.R.), deshalb werden die Streckensperrungen auch weniger werden. Nur in Pfannennähe wirst du Ende April noch nicht alle Punkte anfahren können. Dafür erlebst du ein grandioses Schauspiel, da die Wasserfüllung eigentlich selten vorkommt, jetzt aber schon 2 x hintereinander.
Für Tierbeobachtungen habt ihr ohnehin die ungünstigere Jahreszeit gewählt. In der Trockenzeit haben die Bäume und Büsche kein / weniger Laub und praktisch alle Großtiere sind auf den Besuch der teilw. künstlichen Wasserlöcher angewiesen. Deshalb ist jetzt der östliche Teil auch interessanter als die Mittleren Bereich um Halali und Okaukuejo. Viele Tiere weichen den Störungen in den gesperrten WEstteil aus. Dort kommst du nur mit einem Tourunternehmen rein.
Dafür seht ihr Tierbabies. Da auch das Vorjahr viel Futter ergab vermutlich viele - sehr viele? Und wie Sabi schon schrieb - wo Jungtiere sind sind auch die Räuber - und die haben auch Junge.
Ihr dürft nicht auf die Wasserlöcher abzielen sondern müßt die Tiere in der Landschaft suchen. Das erfordert ein gewisses Maß an Übung. Grundsätzlich: wo schon ein Auto steht könnte es sich lohnen und fragen durch das offene Fenster ist immer möglich
Falls ihr in der Etosha durch Wasser müsst: Frische und "nasse" Spruen anderer sind ein Hinweis, dass es geht. Am Reifenprofil kann man meist Allrad oder PKW unterscheiden. Im Zweifel mit einem PKW: Stehenbleiben bis ein anderer kommt, den durchlassen, die Wasserhöhe beobachten und Zeitnah aber langsam nachfahren. Eine Bugwelle kann bei einem PKW leicht in die Luftansaugung des Motors kommen - das mögen Motoren aber gar nicht😃
Aussteigen würde ich dort lieber nicht. Es ist eine Wasserstelle und die liegenden Löwen sehen die meisten Touris im Gras nicht....
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200705. Apr. 2009 · #14Hallo NambibSun,
ich bin seit gestern wieder zurück 🙁 : selbst war ich nicht in Etosha, aber habe einige Leute gesprochen, die Etosha besucht haben- sie haben nichts, absulut nichts an Tieren gesehen. An den Wasserlöchern der Camps tote Hose, genau so, wie an den Waserlöchern innerhalb Etoshas. Wegen des großen Regens dieses Jahr haben die Tiere jetzt noch so viel Wasser, da sind sie nicht auf die angelegten Waserlöcher angewiesen. In Kasane wurden wir von einem Ehepaar gefragt, ob es im Chobe Elefanten geben würde, sie kämen von Etosha und hätten weder dort, noch im Caprivi welche gesehen.
Sobald die Wasserlöcher aber austrockenen und das geht in Afrika verhältnismäßig schnell, sind z.B. Elefanten wieder an die künstlichen Wasserstellen angewiesen und kommen in Scharen.
Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
SOSoutherndreamsGast05. Apr. 2009 · #15Oryx findest Du nicht in ganz Namibia aber in fast allen trockenen Gebieten.
...und am besten ist Oryx mit Kartoffeln und dunkler Sauce!
Den besten Oryx gabs im Onguma Bushcamp als Steak, den aller besten als
Game-Schnitzel ( oberlecker auch mit anderem Game 😁 )
in der Brandberg White Lady Lodge am Brandberg ....
Grüße
Bee Tee
DK0812334 Beiträge · seit 200805. Apr. 2009 · #16Hallo,
wir sind seid vier Tagen wieder zurueck und waren jeweils eine Woche im KTP und in der Etosha und waren wieder begeistert. Es ist schron richtig, dass zu dieser Jahreszeit die Tiere nicht unbedingt an den Wasserloechern zu finden sind, aber ein gerissenes Zebra das gerade von zwei Loewen Maennchen auf einer gelb bluehenden Wiese verspeist wird hat schon was ...;)
Wir haben zwar auch diesmal wieder den Leoparden um ca 2 Minuten verpasst, aber ansonsten fast alles gesehen, auch Elefanten noerdlich von Namutoni. An dem Wasserloch in Tsumcor hatte man eigentlich jeden Tag Elefanten-Garantie (abends!) genauso wie an der Pfanne Richtung Stinkwater.
Im KTP hatten wir aehnliches Glueck wobei wir sagen muessen, dass uns landschaftlich die Kalahari mit den roten Duenen besser gefaellt als die gruene Huegellandschaft. Aber beeindruckend war das auch wenn man die Kalahari aus der Trockenzeit kennt.
Von daher koennen wir nur sagen das auch im Maerz/ April Etosha und KTP seine Reize hat und wir wuerden auf jeden Fall nochmal zu der Zeit dorthin reisen !
Viele Gruesse und viel Spass
Baerbel
Hannobaer248 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #17Hallo Bärbel,
auch wir wollen vier Nächte im KTP verbringen, starten Anfang August. Welche Camps haben euch gut gefallen? Bin dankbar für jeden Tipp.
Gruß Hannobaer
Hannobaer248 Beiträge · seit 200907. Apr. 2009 · #18Hallo Bärbel,
auch wir wollen vier Nächte im KTP verbringen, starten Anfang August. Welche Camps haben euch gut gefallen? Bin dankbar für jeden Tipp.
Gruß Hannobaer