Facharbeit - Wüste als Wirtschaftsfaktor (Namib)

7 Antworten · 3'281 Aufrufe · gestartet 29. März 2009 von Wüstenhörnchen
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200829. März 2009 · #1
Hallo ihr Lieben,
ich habe eine dringende Bitte. Wie bereits erwähnt schreibe ich eine Facharbeit zum Thema "Wüste als Wirtschaftsfaktor" am Beispiel der Namib. Einer meiner Unterpunkte soll sich auf die Landwirtschaft in der Namib beziehen, widerum in Subsistenzwirtschaft am Beispiel der Himba und in extensive Weidewirtschaft der großen Viehzuchtbetriebe aufgeteilt.
Mein Problem liegt jetzt allerdings darin, dass ich keine/n Beispiel Farm/Betrieb finde.
Wenn jemand eine Idee hätte, würde ich mich sehr freuen.
Schon mal im Vorraus vielen lieben Dank!!
Lg,
Anja
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33,1k Beiträge · seit 200629. März 2009 · #2
Hallo Anja,

meiner Meinung nach sehr schwierig, denn Du müsstest erst einmal die geographischen Ausmaße der Namib definieren. Wenn man nach dem Ministry of Environment & Tourism in Namibia geht, ist die Namib (als Vollwüste) komplett dem Staat unterstellt (zum allergrößten Teil als Nationalparks; Namib-Naukluft, Skeleton Coast etc.) und somit gibt es dort keine Farmen.

Wenn Du uns also schreiben würdest wie Du die Namib geographisch siehst (z.B. so http://www.worldwildlife.org/wildworld/profiles/terrestrial/at/at1315_full.html ?), dann kann man Dir vielleicht konkreter mit Farmen bzw. deren Betreibern weiterhelfen!

Sonnige Grüße
Christian
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49 Beiträge · seit 200829. März 2009 · #3
Servus Anja,

ich glaube nicht, dass es in der Namib überhaupt große Viehzuchtbetriebe gibt bzw. geben kann – wobei die Frage ist, wie dieses definiert wird – Größe der Weidefläche, - des Viehbestandes ? Vergleichbar wäre daher eher Stück Vieh pro Quadratkilometer im Relation zur durchschnittlichen Niederschlagsmenge.
Ausserdem sollte man abgrenzen, was bzw. wo Wüste ist : Namib, Prä-Namib, Dornbuschsavanne ? Leben die Himba in der Wüste ?

Also bitte gezieltere Angaben, dann kann man gegebenenfalls auch antworten.

Groete – der Olli
655 Beiträge · seit 200629. März 2009 · #4
Hallo Anja, versuch es doch mal bei NAMIBIA AGRICULTURAL UNION
Private Bag 13255 WINDHOEK NAMIBIA
Tel +264-61-237838 Fax +264-61-220193 Email: nau@agrinamibia.com.na
Das ist die Dachorganisation, die ist untergliedert in regionlae Farmervereine. Die können Dir sicher Details sagen. Viel Erfolg bei der Suche und lb Gruß von Helga
www.goamus.org
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2'048 Beiträge · seit 200729. März 2009 · #5
Hallo Anja,

es gibt im Süden von Namibia ein Projekt, dass die Auswirkungen traditioneller Bewirtschaftung mit der Nicht-nutzung nach unter Schutz stellen vergleicht. die Forscher bieten auch Touren an, da die Finanzierung schlechter wurde. Ich fürchte nur, das Untersuchungsgebiet zählt nicht mehr zu eigentlichen Namib sondern zur Kalahari.
Ich finde im Moment keine Kontaktdaten, aber es müsste eigentlich leicht zu finden sein. Die Touristen führungen sind relativ neu und ich meine mich zu erinnern, dass die AZ in ihren Tourismus-newsletter auch einmal darüber berichtet hat.

Ergebnis ist übrigens, dass die traditionelle Nutzung viel nachhaltiger und Strukturerhaltender ist als alles andere. Welch eine Überraschung nach vielen hundert Jahren ähnlicher Nutzung.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Themenstarter5 Beiträge · seit 200814. Apr. 2009 · #6
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Antworten. Es tut mir leid, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Ich bin mittlerweile schon ein bisschen weiter gekommen mit meiner Facharbeit und ich habe endlich eine Karte gefunden, in einem namibischen Schulbuch, auf der die Namib als Gebiet eingegrenzt ist, ich habe die Karte auch eingescannt nur leider ist sie immernoch zu groß und ich kann sie nicht als Bild anfügen, werde es allerdings versuchen.
Außerdem habe ich die Namib so definiert, dass sie sich westlich der großen Randstufe befindet, diese also die Grenze bildet.
Also ich suche immernoch nach einer Farm, mehr oder weniger in der Namib (Randgebiet geht auch), die Karakul züchtet. Ich habe schon diverse Farmen gefunden die Karakul gezüchtet haben, allerdings auf Tourismus umgestiegen sind, weil die Zucht allein nicht mehr rentabel war.
Wenn jemand Interesse an der fertigen Facharbeit hat, dass dauert allerdings bis spätestens 30.4. kann er mir ja eine PM schreiben, ich schick sie euch dann gerne.
Alle liebe,
Anja
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zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2009
134 Beiträge · seit 200714. Apr. 2009 · #7
Hi Wüstenhörnchen,
vielleicht kannst du mit der Farm Excelsior in Kontakt treten? Ich weiß ja nicht, ob das noch in deinen "Namib-Randbereich" reinfällt... Ich würde das halt eher als Tirasgebirge bezeichnen, aber die haben auch so nen bißchen Zugang zu den Dünen. Und züchten Karakul, so weit ich weiß mehr oder weniger als einzige Einnahmequelle. Das müsstest du dir aber selbst noch mal bestätigen lassen. Kontakt kann man eventuell über die Farm Gunsbewys organisieren.
Viel Spaß beim weiteren recherchieren!
Kelele
54 Beiträge · seit 200914. Apr. 2009 · #8
Hallo Anja,

wenn Du Dich über die Wüstenforschung in Namibia interessierst, solltest Du Gobabeb (http://www.gobabebtrc.org) besuchen. Sie können Dir einiges über die Wüste und ihre Auswirkungen (landwirtschaftlich - wirtschaftlich) erzählen. Du benötigst aber unbedingt ein Permit. Ist wirklich interessant und ein MUSS für Dein Thema.
Je weiter Du südlich in Namibia bist, desto mehr extensive Landwirtschaft (begrenzender Faktor: Wasser).
Solltest Du in und um die Namib Farmen suchen, schau mal auf der D707 (Sesrim - Aus) nach, dort befinden sich große Farmen, die verschiedene Arten der Rinder- und Tiernutzung betreiben.
Oben im Norden kannst Du große Rinderherden finden (Himba, Herero, weiße Framen).
Helga hat recht, melde Dich auch bei der NAMIBIA AGRICULTURAL UNION.

Deine Arbeit hört sich interessant an und ich hoffe Du stellst sie uns mal vor.
Nebenbei, ich bin auch dipl. ing. agr. univ. mit dem Hauptgebiet Tier- und Pflanzenzucht in Afrika (Hauptinteresse Äthiopien).

Grüße
Robert

http://www.rdf-foto.com - Robert de Flers - Fotografie
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2009