Namibia-Neuling: Routenplanung /viele Fragen

13 Antworten · 4'368 Aufrufe · gestartet 22. März 2009 von brendyka
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Themenstarter143 Beiträge · seit 200922. März 2009 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
ich bin schon recht lange hier am Stöbern und lese immer wieder Euren Kommentar. „Hättet ihr doch vorher gefragt, bevor ihr was bucht“. Wir reisen erstmals nach Namibia und bitten um Eure Mithilfe bei unserer Routenplanung, Eure Erfahrungen sind sicher sehr hilfreich für uns. Zunächst möchte in uns vorstellen: Zu unserer Familie gehören mein Mann (50), unsere Kids (16/14) und ich (45). Letztes Jahr waren wir in Westaustralien unterwegs, hatten einen Allradcamper mit Dachzelt und haben Erfahrungen im Befahren von Gravelroads,Tiefsand und bei Flussdurchquerungen. Beim Campen haben wir uns meistens selbst verpflegt. Wir sind Frühaufsteher, bei Sonnenaufgang geht’s raus, um möglichst viel vom Tag zu erleben. Gerne unternehmen wir auch längere, etwas anspruchsvollere Tageswanderungen, auch mit etwas Klettern. Alle vier fotographieren mit Leidenschaft. Was uns besonders reizt sind herrliche Landschaften und die Tierwelt. Gerne fahren wir auch einen 4-WD-Track, wenn er durch eine besonders schöne Landschaft führt. Wir lieben die eher die Einsamkeit als den Massentourismus. Was wir meiden, sind Städte, die brauchen wir eigentlich nur zum Vorräte aufstocken, wir lieben die Natur. Schwarzwälder Kirschtorte muss nicht sein, „Deutsches“ müssen wir auch nicht unbedingt sehen, wir wollen eher faszinierende Landschaften entdecken, wenn wir schon mal in Namibia sind.
Bisher haben wir den Flug von und nach Windhoek und einen 4x4-Geländewagen mit 2 Dachzelten gebucht. Das Fahrzeug haben wir für 26 Tage. Alles andere ist noch offen und kann geändert werden. Falls Ihr bessere Unterkünfte, schöne Teilstrecken, gute Wanderungen wisst und sonstige Anregungen habt, wir freuen uns darüber. Bitte sagt uns auch, wenn ein Teil der Streckenplanung nicht gut ist und verbessert werden könnte, streichen oder hinzufügen ist kein Problem, wir haben ja noch nichts gebucht.
Nun möchte ich Euch unsere Routenplanung präsentieren:
TAG1: 7.40 Uhr Ankunft in Windhoek,(mein Mann hat keine Probleme, den ganzen Flug über zu schlafen, er ist ausgeruht) Fahrzeugübernahme, Einkaufen,Geldwechsel,Formalitäten. Fahrt ca.270km,4Std. über Dardabis,Hoachanas,Sampriet,Gochas,Koes zum Köcherbaumwald des Quivertree Forest Camps, Köcherbäume bei Sonnenuntergang, Übernachtung
TAG2: Goriganus Köcherbaumwald und Giants Playground-kurze Wanderung, Fahrt zum Fishriver Canyon, Aussichtspunkte und 4-WD-Trail, Ü: Hobas Rest Camp,
TAG3: morgens nochmals Aussichtspunkte, über Ai-Ais hinunter zum Oranje River nach Noordoewer, Welche Straße sollte man am besten nehmen, welche ist landschaftlich reizvoll???
Ü: Noroshane-Camping oder Hausboot/ Aqiqua River Camp
TAG4: entlang des Oranje über Rosh Pinah nach Klein-Aus-Vista, weiter über die Traumstraße D707 zur Koimasis Straußenfarm, dort Ü
das sind immerhin 450 km, wäre da ein Abstecher zu den Wildpferden nach Garup noch sinnvoll? Sind die immer zu sehen oder eher selten????
TAG5: - Koimasis-Sesriem: Wanderung im Sesriem Canyon, Ü. Sesriem Camp, falls nicht frei Betseda oder Hochabfontein
TAG6: Sessriem-Sossusvlei: Elim-Düne bei Sonnenaufgang (falls Ü in Sesriem nicht klappt), Düne 45, Dünenbesteigung, Deadvlei, Hiddenvlei,Sossusvlei, Ü: Sesriem Camp/Beteseda/Hochabfontein
TAG7:morgens nochmals Dünen, über D854 in die Naukluftberge, dort Olive Trail 4-5Std,
Ü: Naukluft Camp
TAG8: Waterkloof Trail 7-8 Std., Ü: Naukluft Camp
TAG9: Büllsport-Solitaire-Spreetshoogte Pass-Kuiseb Canyon mit Wanderung,Ü: Mirabib
TAG10: -Mirabib-Tinkas-Archers Rock, Blutkuppe , Wanderungen, ist das hier mit der Wanderung zu den Skulpturen, ich hatte das irgendwo gelesen, finde es aber nicht mehr Ü:Blutkuppe
TAG11: Blutkuppe morgens, Fahrt zu den Robben von Cape Cross, zurück nach Swakopmund, dort Übernachtung, aber wo?? geschütztes Camp oder lieber Hotel/Motel wegen der Feuchtigkeit???
TAG12: Living Dessert Tours- später Mondlandschaft, Welwitscha Drive, Ü:Swakopmund
TAG13: Walvis Bay Bootstour 8.30-13.00Uhr mit Levo, Mola-Mola, Aquanaut, wer hat die kleinsten Boote, wo ist nicht so viel los???, Weiterfahrt bis Spitzkoppe ca. 2 Std.???, Ü: Spitzkoppe Restcamp, wo ist der Sonnenuntergang am schönsten???
TAG14: Spitzkoppe: Bushmans Paradise (60 min.???), The Bridge (Aufstieg ca. 45 min.???),
weitere schöne Wanderungen???, mittags Fahrt zur Ameib Ranch, knappe Stunde???, Wanderungen zu Philips Cave, Elephants Head und Bulls Party, Ü: Ameib Ranch
TAG15: nochmals Wanderung im Erongo-Gebirge??? Fahrt zum Brandberg – auf welcher Straße am besten???Kann auch 4-WD sein! Wanderungen am Brandberg Ü: Brandberg White Lady Lodge
(hatte gelesen von besonders schöner Straße unterhalb des Brandbergs, hatte mir 2343 notiert, finde auf meiner Karte aber nur 2342 - gibt’s die hier oder Schreibfehler von mir???
TAG16:Brandberg-khorixas 120km, Abstecher Vingerklip und Ugap-Terassen, dann zum versteinerten Wald, Orgelpfeifen, Twyfelfontein(Landschaft/Löwenkralle), Führung bei den Felszeichnungen wollten wir nicht unbedingt machen,Ü. Aba-Huab Camp
D2612 Aba huab-Twyfelfontein – landschaftlich klasse????
TAG17:Aba-Huab über Palmwag nach Warmquelle zum Ongono Camp, Ü: Ongono Camp
braucht man da das Permit von Palmwag????
TAG18: Ongono Camp-Opuwo-Epupa Falls Ü:omarungu Camp
TAG19: Epupa-Falls-Etosha oder in die Nähe zum Eingang, wie fährt man am besten dort hin, über Kamanjab ??? und weiter??? Wo übernachten????
TAG20: Reserve
TAGE21-24: Etosha, Ü:2x Okaukuejo, 1x Halali, 1xNamutoni, habe gelesen, dass sich die Tiere in der 2. Jahreshälfte eher im Westen aufhalten, könnt ihr das bestätigen? Ist die Planung so sinnvoll? Welche Alternativen, falls bereits augebucht wäre???
TAG25: Etosha-Waterbergplateau. Wanderungen, welche am schönsten, Ü: Bernabe de la Bat Restcamp????
TAG26: Fahrt nach Windhoek, Fahrzeugrückgabe, abends: Heimflug
Über viele Kommentare zu unserer Route würden wir uns sehr freuen. Insbesondere würden der Anfang und das Ende interessieren, damit wir Sesriem und Etosha schnellstmöglich buchen können. Vielen Dank.
heidi &family
73 Beiträge · seit 200922. März 2009 · #2
Moin,

nicht schlecht, aber m.E. vieeeel zu vieeel Programm drin.
Ihr habt zwar ne Menge Zeit, aber eure Zeitplanung halte ich für zu knapp.
Bsp:
TAG1: 7.40 Uhr Ankunft in Windhoek,(mein Mann hat keine Probleme, den ganzen Flug über zu schlafen, er ist ausgeruht) Fahrzeugübernahme, Einkaufen,Geldwechsel,Formalitäten. Fahrt ca.270km,4Std. über Dardabis,Hoachanas,Sampriet,Gochas,Koes zum Köcherbaumwald des Quivertree Forest Camps, Köcherbäume bei Sonnenuntergang, Übernachtung

Reality:
Ankunft 07:40, Fahrzeugübernahme gegen 9-10 Uhr; Einkaufen, Geldwechsel, Formalitäten gegen 13-14 Uhr beendet; Fahrt zum Quivertree Camp etwa 5-6 h, weil ihr nach 270km grob die Hälfte geschafft habt.
Es ist jetzt dunkel und ihr habt etwa 30h in den Knochen.

LAAANGSAM 🙂 🙂

Versucht mal so zu planen, dass ihr nicht immer, aber oft, 2 Tage an einem Ort bleibt.
Wie ich sehe, wollt ihr viel wandern. Wenn ihr aber 2-3 h oder mehr wandert, wird es aus eigener Erfahrung schwierig, noch sein restliches Tagespensum zu schaffen

Gruss Thomas
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zuletzt bearbeitet 22. März 2009
518 Beiträge · seit 200722. März 2009 · #3
Ganz ganz klar , weniger ist mehr ?

Habt Ihr schon mal überlegt den Fish River Canyon ausfallen zu lassen und statt dessen länger in Epupa zu bleiben, auch würde ich Halali ausfallen lassen und dafür 2 Nächte in Namutomi bleiben . Versucht wirklich immer 2 Nächte pro Aufenthalt zu bleiben.

Die letzte Nacht könntet Ihr ja auch, anstatt Zelt, für kleines Geld in der Frans Indongo Lodge bei den Waterbergen bleiben und dort vor der Abfaht nach Windhoek und Fahzeugrückgabe morgens mit den Kids gegen Voranmeldung mit der Lodge querfeldein über Farmland 30 Minuten Fahrt , noch zum Cheetha Conserv . fahren und Euch die Geparden ansehen . Pro Person ca. 40 Euro und sehr lohnenswert.

Viel Glück Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
935 Beiträge · seit 200622. März 2009 · #4
Hallo heidi &family,
das ist wirklich eine große Tour die ihr in den 4 Wochen manchen wollt.

Ich würde den Start, auch wenn dein Mann gut im Flugzeug schlafen kann, viel ruhiger angehen.
Hat das Flugzeug Verspätung, kommst du schon am ersten Tag unter Druck.
Als erstes gutes Etappenziel Richtung Süden ist für uns das Oanob Lake Resort genau das Richtige.
Somit kannst du noch in Ruhe die ersten Einkäufe in Windhoek erledigen und dann am Oanob Dam den Wagen sortieren.

Im Sparladen in Marienthal könnt ihr die restlichen fehlenden Dinge einkaufen und kommt dann im Hellen auf QuiverTree an. Rechtzeitig zur Gepardenfütterung um 16.30/17.00 Uhr.
Giants Playground am nächsten Morgen und dann evlt. die Weiterfahrt.

Zu welcher Jahreszeit fahrt ihr?
Im namibianischen Winter wird es um 17.00 / 17.30 Uhr dunkel!

Das erst mal für den Anfang
Gruß
Rebecca
435 Beiträge · seit 200722. März 2009 · #5
Ich würd noch gern wissen wann ihr denn fahren wollt. Bei zwei schulpflichtigen Kindern kommen aber wohl nur die Sommerferien in Betracht.
Für den Süden Namibias solltet ihr beachten, das es beim Campen im Winter ziemlich a..kalt ist(durchaus unter 0).
Ich würde die Tour auf den Norden beschränken und lieber einen Abstecher nach Botswana machen. Sonst sind die Punkte, die ihr vorhabt schon ganz o.k. Ob ihr das zeitlich schafft weiß ich aber nicht. Ihr solltet bei der Tagesplanung bedenken, das ihr ein Camp bis spätestens 16:30 bis 17 Uhr erreicht haben solltet, da es schnell dunkel wird.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
Gast22. März 2009 · #6
Hallo,

Epupa-Etosha an einem Tag ist zwar machbar, aber eine wirklich harte, enge Tour. Das sind grob 700 km. Für die rund 180 km Schotter von Epupa nach Opuwo braucht ihr bei zügiger Fahrweise etwa 3 Stunden. Der Rest (C41, C35, C40, C28) ist mittlerweile komplett asphaltiert und dauert noch mal rund 5 Stunden. Das macht 8 Stunde reine Fahrzeit. Falls ihr im Sommer fahrt, ist es dann nur etwa 11 Stunden hell und mit ein paar Fotostops und Futterpausen wird es dann schnell eng. Ich würde einen Zwischenstop einlegen. Die Gepardenfarm in Otjitotongwe (bei Kamanjab) dürfte für Eure schon etwas älteren Kinder ein grandioses Erlebnis sein.

Zu Halali kann man unterschiedliche Meinungen haben. Ich würde zu 1-2 Übernachtungen dort raten. Grund: Es ist das einzige Camp in der Mitte des Parks. Wenn man frühmorgens oder abend die Wasserlöcher in der Mitte des Parks besuchen will, dann geht das am besten von Halali aus. Von Okaukuejo, Namutoni oder Camps außerhalb des Parks hat man 1-3 Stunden An-/Abfahrt in die Gegend um Halali.

Beste Grüße

Guido
265 Beiträge · seit 200722. März 2009 · #7
Hallo Heidi & family,

die 1. Planung ist immer etwas euphorisch - geht uns auch so - beim Lesen der Reiserührer will man alles sehen ....

Doch Namibia ist kein Land mit schnellen "Abhak-Lookouts".
Diese fantastischen Landschaften muss man auf sich wirken lassen - die Stille der Namibwüste - die vielfältige Tierwelt.
So ist z.B. auch schade, nur eine Übernachtung auf einer Farm (Koiimasis) einzuplanen. Das Gebiet um die Tirasberge gehört zu den schönsten Landschaften im Süden Namibias. Wir waren selbst auf Koiimasis - plant wenigstens 2 Übernachtungen ein, damit Ihr etwas über das nicht einfache Farmleben in einem sehr sensiblen (Wassermangel) Land kennenlernen könnt. Dort bekommt Ihr dann auch abends frisch eingelegtes Straußenfleisch - auf dem Grill .... leckerB) Das Camp gehört zu den Schönsten , die ich kennengelernt habe - liebevoll in Naturfels eingebetet.
So gibt es bei Eurer Reiseroute sehr viele schöne Gegenden, die es wert sind dort 2 Übernachtungen einzuplanen (inbesonders bei Einplanung von Wanderungen).

Bedenkt, die Gravelroads lassen keine hohen Geschwindigkeiten zu - die Empfehlung liegt zwischen 60 - 80 km/h je nach Zustand. Daher sollten die Tagesplanungen nicht zu hoch sein.

Ich wünsche weiterhin viel Freude bei der Reiseplanung,
mit sonnigen Grüssen vom BodenseeB)
Dieter
Die Spur zum Wildlife-Abenteuer beginnt hier... www.NAMIBIA und BOTSWANA Reise-DVD fuer Selbstfahrer (BESTELLUNG AUCH DIREKT BEI Stonereisefilm@aol.com)
Themenstarter143 Beiträge · seit 200922. März 2009 · #8
Hallo an alle,
wow, vielen Dank für die vielen Antworten. Ich sehe schon, dass ich da noch einiges umstellen muss. Die Reisezeit hatte ich völlig vergessen. Wir sind im namibischen Winter unterwegs, während unserer Schulferien vom 17.08.2009 bis zum 13.09.2009 Nun fällt mir schon wieder eine Frage ein. Wie ist es denn mit der Kälte zu dieser Jahreszeit, wenn man zeltet. Handschuhe und Mützen, Stirnbänder hatte ich sowieso schon vorgesehen. Brauche ich auch noch die Skiunterwäsche????
Liebe Grüße
Heidi &family
265 Beiträge · seit 200722. März 2009 · #9
Hallo Heidi,

in dieser Jahreszeit wird es nachts in der "Wüste" empfindlich kalt - ein warmer Schlafsack mit (Kuschel) Inlets sind empfehlenswert. Sobald morgens die Sonne an Kraft gewinnt, wird es aber wieder angenehm warm.

Grüsse
Dieter
Die Spur zum Wildlife-Abenteuer beginnt hier... www.NAMIBIA und BOTSWANA Reise-DVD fuer Selbstfahrer (BESTELLUNG AUCH DIREKT BEI Stonereisefilm@aol.com)
7'269 Beiträge · seit 200622. März 2009 · #10
brendyka schrieb:
TAG1: 7.40 Uhr Ankunft in Windhoek,(mein Mann hat keine Probleme, den ganzen Flug über zu schlafen, er ist ausgeruht) Fahrzeugübernahme, Einkaufen,Geldwechsel,Formalitäten. Fahrt ca.270km,4Std. über Dardabis,Hoachanas,Sampriet,Gochas,Koes zum Köcherbaumwald des Quivertree Forest Camps, Köcherbäume bei Sonnenuntergang, Übernachtung
Hallo Heidi & co

Ich weiss nicht woher Ihr die Kilometer-Angaben habt. Bei Tag 1 sind sie aber extrem falsch!

Windhoek - Quivertree Forest Camps auf der B1: 506km ca. 5:30
Eure Route: 628km ca. 8:30

Ich habe die anderen Strecken nicht geprüft, wenn Eure Basis immer die gleiche ist, solltet Ihr dringend nochmals über die Bücher.

Thermounterwäsche ist sehr zu empfehlen!

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
6'152 Beiträge · seit 200622. März 2009 · #11
Hallo Heidi,

Ihr seid doch nicht auf der Flucht - sondern
es doch eine Urlaubsreise - genau wie schon
erwähnt streicht einiges - bleibt öfters
2 Tage an einem Ort-. Die Strecke vom
Oranje über Rosh Pinah nach Aus und weiter
nach Kooimasis - ist viel zu schade, bleibt
in Klein Aus Vista, besuch zu den Wildpferden
dann erst die Traumstrasse -für uns- D 707
nach Koiimasis.
Genauso bei der Ankunft - letzte Woche konnte
die Maschine 3 mal nicht planmässig fliegen-
wegen techn. Defekte-, so kann es passieren
ihr kommt abends erst um 22.00 Uhr an... das
sollte man schon mal einplanen.
Überschaut so schnell möglich die Tour - denn
August/September ist Hauptreisezeit.
Weiterhin viel Spass.
Gruss Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter143 Beiträge · seit 200922. März 2009 · #12
An Chrigu, Hanne, Rebecca und alle anderen:

Vielen Dank für die vielen Hinweise. Den ersten Tag werden wir gemäß Vorschlag von Rebecca umplanen.
an Chirgu: genau diese Angaben zur Strecke habe ich hier aus dem Forum gefischt und die Nebenstrecke gefiel mir auf Anhieb gut. Da das detailliert geschildert war, habe ich die Kilometerangaben nicht überprüft und gedacht das passt so.
Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht allzuviel Zeit in die Planung investiert hatte. Wir wissen definitiv erst seit 3 Wochen, dass wir nach Namibia und nicht nach Australien fahren.
Dann hatte mein Mann zwischenzeitlich einen runden Geburtstag und da war allerhand vorzubereiten. Nun wollte ich mich aber schnellstens an die Planung machen, damit ich die Reservierung im Etosha vornehmen kann, denn diese Etappe ist mir besonders wichtig: Mein Mann und die Kids kennen die afrikanische Tierwelt noch nicht. Es wäre schade, wenn wir jeden Tag aus dem Park herausfahren müssten, um zu übernachten.Dann wollte ich zumindest ein Gerüst liefern, aus dem ihr sehen könnt, was wir gerne machen würden.
Die Planung sollte auch nicht so starr sein, um immer noch Ausweichmöglichkeiten zu haben, wenn mal etwas Unvorhergesehens z.B. größere Panne passieren sollte. Wenn wir mit sehr viel Verspätung ankommen würden, hätte ich auf jeden Fall den Abstecher in den Süden zum Oranje gestrichen. Ich werde den aber auch jetzt aus der Planung nehmen, da es sehr viele Kilometer sind und wir eigentlich im Norden mehr Zeit bräuchten, um das ganze ruhiger anzugehen.
Nächster Punkt, wo man kürzen könnte, wäre sicherlich auch bei den Wanderungen im Naukluft Gebirge. Wir könnten da ja auch nur einen Teil des Waterklooftrails zu den Pools gehen, denn ich denke, das Dünen- besteigen am Vortag geht ganz schön in die Knochen und 2 große Wanderungen im landschaftlich gleichen Gebiet, müssen auch nicht unbedingt sein.
Ich hatte auch nicht vor, den Routenplan starr einzuhalten. Wenn die Zeit nicht reicht, es uns irgendwo besonders gut gefällt, werde ich da auch länger bleiben und etwas anderes dafür streichen.
Über die Kommentare bin ich Euch sehr dankbar, denn aus den Erfahrungen anderer kann man nur lernen.
Was meint Ihr denn zu Etosha???? Diese 4 Tage würde ich gerne reservieren, ist das so in Ordnung mit den Camps????
Liebe Grüße
Heidi
2'462 Beiträge · seit 200622. März 2009 · #13
Hallo Heidi,

dafür, dass Du noch nicht viel Zeit für die Planung erübrigen konntest, finde ich die Route schon sehr detailliert. 🙂 Da Ihr campt, müsst Ihr ja auch nicht alles starr vorbuchen, sondern könnt Euch eher treiben lassen. Sesriem und Etosha müssen aber wohl auch bei Camping vorgebucht werden. Wir campen zwar nicht, da helfen aber sich noch andere FoMis mit Tipps.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass Ihr in der Planung berücksichtigt, dass es im Winter sehr früh dunkel wird und eben abends auch teilweise sehr kalt. Bei Camping und Selbstverpflegung wollt Ihr sicher im Hellen grillen, kochen usw. Damit denke ich, solltet Ihr gegen 4 Uhr in dem Camp sein. Die Planung für Etosha finde ich persönlich gut. Wir sind von Kamanjab bis Okaujero gefahren, das war eine ganz schöne Strecke, würden wir nicht wieder machen. Uns persönlich war die Anfahrt zu weit.

Ich halte Euer Programm schon für sehr straff, vielleicht überlegt Ihr Euch, häufiger zwei Nächte an einem Ort zu verbringen, so dass Eure Tage nicht nur aus Wandern und Fahren bestehen. Das Tolle für uns an Namibia (bzw. an Afrika) ist es, einfach mal irgendwo zu sitzen, den Sonnenaufgang oder -untergang zu beobachten und ansonsten nichts zu tun.

Durch das Campen seid Ihr flexibel, ich glaube vor Ort, werdet Ihr dann immer noch entscheiden können, weiterzufahren, zu bleiben und dann halt das ein oder andere Ziel für die nächste Reise aufzuheben.

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
5'538 Beiträge · seit 200822. März 2009 · #14
Hallo Heidi und Familie,

jetzt habt Ihr schon viele Ratschläge. Ich habe mal versucht, die Tour so umzugestalten, wie ich es meinen Freunden raten würde. Ich habe natürlich versucht, mich stark an Eure Vorgaben zu halten, aber das ist nicht möglich – sie Kommentare meiner Vorgänger.

TAG1: 7.40 Uhr Ankunft in Windhoek, Fahrzeugübernahme, Einkaufen, Geldwechsel, Formalitäten. Fahrt über Dordabis, Hoachanas nach Stampriet bzw. zur Anib Lodge bei Mariental.
Das ist zwar auch nicht meine unbedingte Empfehlung, aber wenn Dein Mann wirklich ausgeschlafen ist, dann klappt das. Sonst am 1. Tag nur bis Rehoboth – wie vorher schon gesagt wurde.

TAG2: Entweder von Rehoboth oder von Stampriet/Mariental übe Gochas, Koes zum Köcherbaumwald des Quivertree Forest Camps, Goriganus Köcherbaumwald und Giants Playground - kurze Wanderung, Köcherbäume bei Sonnenuntergang, Übernachtung

TAG3: Fahrt zum Fishriver Canyon, Aussichtspunkte und 4-WD-Trail, Ü: Hobas Rest Camp – ich bin kein Camper, habe aber über Hobas nicht nur Gutes gehört. Ich würde an diesem Tag mal in ein Gasthaus oder eine Lodge gehen. Zum Beispiel ins Canon Road House oder die Canon Lodge

TAG4: Über Seeheim auf die B 4 nach Klein-Aus-Vista. Dort übernachten und am Nachmittag mal einen Ausflug zu den Wildpferden machen.

TAG5: Klein Aus – D 707 – Koimasis – kenne ich zwar nicht, weil ich immer in die Namtib fahre. Aber die Fomis hier haben so viel Positives gesagt, dass ich hier keine andere Empfehlung geben möchte.

TAG6: Koimasis

TAG7: Koimasis - Sesriem: Wanderung im Sesriem Canyon, Ü. Sesriem Camp, falls nicht frei Betseda oder Hochabfontein

TAG8: Sessriem-Sossusvlei: Elim-Düne bei Sonnenaufgang (falls Ü in Sesriem nicht klappt), Deadvlei, Hiddenvlei, Sossusvlei, Ü: Sesriem Camp/Beteseda/Hochabfontein – Wie schon gesagt, alles schaffst Du nicht, aber da kannst Du Dich ja vor Ort entscheiden, was Du genau machen willst. Meine Empfehlung: Nicht die Düne 45, sondern zum Dead Vlei und da eine der Dünen – am höchsten ist Big Daddy. Das dauert aber je nach Kondition 1 – 2 Stunden.

TAG9: morgens nochmals Dünen, über D854 in die Naukluftberge, dort Olive Trail 4-5Std, Ü: Naukluft Camp

TAG10: Büllsport-Solitaire-Spreetshoogte Pass-Kuiseb Canyon mit Wanderung Ü: Mirabib

TAG11: Mirabib - Tinkas - Blutkuppe , Ü:Blutkuppe

TAG12: Blutkuppe – Swakopmund: Versucht es doch mal in den Ferienhäusern der Stadt. Sauber und preiswert und fast alles zu Fuß zu erreichen. Ich würde Cape Cross auf jeden Fall weg lassen. Ihr seht in Walvis Bay genug Robben.
TAG13: Living Dessert Tours- später Mondlandschaft, Welwitscha Drive, Ü wakopmund – Ich würde eines von beiden weglassen. Man sieht auf der Living Dessert Tour so viel, dass das reichen müsste.

TAG14: Walvis Bay Bootstour 8.30-13.00Uhr mit Levo, Mola-Mola, Aquanaut, wer hat die kleinsten Boote, wo ist nicht so viel los??? Nu hab mal nicht so viel Angst vor den Menschen auf den Booten. Es gibt genug Platz auf allen Booten. Das kleinste Boot hat Aquanaut und wenn Du es ganz intim haben willst, dann machst Du es als Sole Charter. Kostet aber fast das Doppelte, als wenn Ihr die Fahrt mit anderen Gästen zusammen macht. Weiterfahrt bis Spitzkoppe ca. 2 Std Ü: Spitzkoppe Restcamp

TAG15: Spitzkoppe-Wanderungen, mittags Fahrt zur Ameib Ranch, gute Stunde, Wanderungen Ü: Ameib Ranch

TAG16: Fahrt zum Brandberg – Ü: Brandberg White Lady Lodge
(hatte gelesen von besonders schöner Straße unterhalb des Brandbergs. Das kann nur die 2342 sein, die führt aber nach Brandberg West – da solltet Ihr eigentlich nicht vorbeikommen.

TAG17:Brandberg-D 2612 zu den Orgelpfeifen, Führung bei den Felszeichnungen wollten wir nicht unbedingt machen. Dann könnt Ihr auch eine Stunde weiter fahren und in Palmwag übernachten. Das ist landschaftlich viel schöner

TAG18:Endlich mal ausruhen in Palmwag. Weiter nach Norden würde ich jetzt nicht fahren. Das ist zwar wunderschön, aber Ihr braucht viel Zeit für die Etosha.

TAG19: Palmwag - Kamanjab – Übernachtung entweder auf der Farm Gelbingen (Ovahimba-Siedlung), der Kavita Lion Lodge oder in Hobatere. Meine Empfehlungen sind Hobatere (Lodge, nicht Camping) mit viel Wildbeobachtungsmöglichkeiten.

TAGE20-25: Etosha, Ü:2x Okaukuejo, 1x Halali, 2xNamutoni – Alternativen sind im Osten das Onguma Camp.

TAG26: Fahrt nach Windhoek, Fahrzeugrückgabe, abends: Rückflug

Das ist immer noch ein sehr anspruchsvolles Programm, das aber ich denke, so kann man es schaffen. Vom Zeitrahmen her musst Du unbedingt Sesriem und Etosha, die Unterkünfte der Municipality und die Lodgen vorbuchen. Viel Glück dabei.

Liebe Grüße von der Küste
Gerd